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55 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk für scheuklappenfreie Gourmets
Es gibt Momente im Leben die man nie vergisst! Besonders gerne erinnere ich mich an einprägsame musikalische Momente und ganz speziell jene, in denen man ein Ausnahme-Album das erste mal hört.
Opeth bescherten mir einen dieser seltenen, eindrucksvollen Momente und zwar als das erste mal "Blackwater Park" meine Ohren massierte. Noch nie hatte ich ein...
Veröffentlicht am 17. Januar 2004 von noldo

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen DIe CD ist toll und den Preis Wert aber...
WARUM muss man da bitte ein FSK Pickerl direkt auf das Album drauftun, wenn es dazu sogar extra in einer Folie verpackt ist!?!?!
Und natürlich als ich es abreißen wollte hat es Spuren hinterlassen!!!

Ich bin zwar kein Sammler, aber ich hatte alle Lust die CD zurückzuschicken! >:-/
Sehr ärgerlich.
Vor 12 Monaten von Pavel Mares veröffentlicht


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55 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk für scheuklappenfreie Gourmets, 17. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Es gibt Momente im Leben die man nie vergisst! Besonders gerne erinnere ich mich an einprägsame musikalische Momente und ganz speziell jene, in denen man ein Ausnahme-Album das erste mal hört.
Opeth bescherten mir einen dieser seltenen, eindrucksvollen Momente und zwar als das erste mal "Blackwater Park" meine Ohren massierte. Noch nie hatte ich ein derartiges Riffgewitter, gemischt mit diesen unglaublich schönen Melodien in 10-Minuten-Nummern, bei denen keine Sekunde zu lang ist, gehört!
Schon der Opener "The Leper Affinity" beginnt sehr hart, mit einem Mörderriff, das seinesgleichen sucht! Nach einigen Minuten filigranstem Death Metal folgt dann das Opeth-typische Break und auf einmal ist man bei psychedelischem Progressive-Rock mit Akustik-Gitarren und Mikael Akerfeldts engelsgleicher Stimme angelangt, um kurz danach wieder die Hölle, in Form dieser unglaublich geilen Riffs, über sich hereingebrochen zu glauben. Nach dem wunderschönen Ausklang von diesem grandiosen Song durch ein Klavier (gespielt von Produzent und Porcupine Tree-Mastermind Steven Wilson), folgt mit Lied 2 einer der größten Momente der gesamten Opeth-Karriere. "Bleak" ist, trotz dem genialen Midtempo-Death Metal am Anfang, das wohl emotionalste Stück des Albums. Denn was dann im Hauptteil folgt ist kaum in Worte zu fassen! Ich versuch's trotzdem: Nach dem angesprochenen Grunzteil gehen die Gitarren plötzlich in ein Riff über, welches der Inbegriff von Melancholie zu sein scheint. Und dann noch diese Stimme von Mikael dazu...Gänsehaut pur! Danach folgt eine wunderschöne akustik-Passage die das nächste überirdische Gänsehaut-Riff einleitet, bevor wieder das erste Riff für kalte Schauer am ganzen Körper sorgt. Ein kurzer Wutausbruch beendet dann ein Lied, das mir beim ersten Mal hören förmlich die Sprache verschlug. Und auch heute noch gehört dieses Stück zu meinen absolut liebsten überhaupt.
Doch man kommt aus dem Staunen überhaupt nicht heraus, denn mit "Harvest" folgt eine reine akustik-Ballade, die nicht einmal ansatzweise erahnen lässt, dass man es hier mit einer Death Metal Band zu tun hat. Und wunderschön ist sie noch dazu, eine der schönsten die ich je gehört habe!
Auf das folgende Lied "The Drapery Falls" passt vor allem ein Wort: psychedelisch! Sei es das kurze akustik-Intro, das darauf folgende mega-geniale Riff oder die förmlich schwebenden Strophen. Überhaupt wirkt dieses Lied anfangs für Opeth-Verhältnisse ziemlich "normal" mit seinem Intro-Strophe/Refrain-Strophe/Refrain-Outro Aufbau. Doch wir sind ja hier bei Opeth und deswegen nimmt der Song nach dem wunderschönen Refrain und dem darauffolgenden vermeintlichen Gitarrensolo-Outro eine Wende und man bekommt wieder besten Death Metal um die Ohren gehauen abgewechselt von kurzen akustik-Passagen. Mit dem genialen Anfangs-Riff wird dann am Schluss der Kreis wieder geschlossen und ein weiteres Wahnsinns-Lied ist zu Ende.
Mit "Dirge for November" folgt dann das depressivste Stück des Albums. Das zu Beginn durch Mikaels leisen Gesang, begleitet von einer einsamen Akustikgitarre, fast schon introvertiert wirkende Stück, verwandelt sich dann im Hauptteil in pure Verzweiflung, die durch die abermals unglaublichen Riffs nur noch verstärkt wird, um dann mit denselben einsamen Gitarren-Melodien zu enden. Lied 5, ein weiterer Höhepunkt, mittlerweile der fünfte!
Danach folgt das vergleichsweise unspektakuläre, aber trotzdem gute "The Funeral Portrait". Wieder reichlich tolle Riffs und der obligatorische melodische Part am Schluss.
Das folgende Instrumental "Patterns in the Ivy", ein schönes Akustikgitarre/Klavier-Duo, lässt einen kurz verschnaufen. Denn was mit dem abschließenden Titeltrack folgt, spottet wieder jeglicher Beschreibung. Nach einem Midtempo-Einstieg folgt ein langer psychedelisch-ruhiger Part, der die Apokalypse einleitet! Anders kann ich das was jetzt folgt nicht umschreiben. Der Song steigert sich nun immer mehr, bis er in einem unfassbaren Riff- und Doublebassgewitter gipfelt, dass man meinen könnte, der Gehörnte höchstpersönlich habe soeben das Zimmer betreten! WAHNSINN!!! Einen besseren Abschluss kann es für ein derartiges Ausnahme-Album nicht geben, das außerdem von Steven Wilson einen fantastischen Sound und von Travis Smith ein weiteres stimmungsvolles Cover-Artwork verpasst bekam.
Ich gebe zu, diese Rezension ist wohl nicht die objektivste (und kürzeste), aber nach etlichen hundert Mal hören gefällt mir das Album noch immer fast so gut wie beim ersten Mal (fast, weil dieser erste Moment eben nie mehr erreicht werden kann) und ich kann sagen, dass Opeth hiermit ein innovatives, völlig zeitloses Meisterwerk gelungen ist, das, sowohl was die unglaubliche Vielfalt an tollen Melodien, den völlig eigenständigen Death Metal, als auch die technischen Fähigkeiten der vier Herren (wer Opeth je live erlebt hat, weiß wovon ich spreche) betrifft, seinesgleichen vergeblich sucht. Außerdem ist dieses Album auch Death Metal-Unerfahrenen absolut zu empfehlen, da es so viel mehr bietet und auf Grund dieser Vielschichtigkeit und dem durchleben beinahe jeder Emotion, es nicht verdient in diese viel zu enge Schublade gepackt zu werden. Die einzige Schublade in die diese Band wirklich passt, ist jene, auf der schlicht "Opeth" steht. Wie viele Bands können das schon von sich behaupten?
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Symbiose!, 30. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Da denkt man, mit "Still Life" hat das schwedische Quartett ein Werk geschaffen, welches nur schwer zu übertreffen ist und dann das: Opeth's fünftes Album trotzt der sonst üblichen Annahme, das einer Band nach einer gewissen Zeit die Ideen ausgehen und ihre Alben mehr oder weniger gleich klingen. Mit Ihrem neuesten Geniestreich ist es der Band aus Götheburg mal wieder gelungen, den Zuhörer zu überraschen. "Blackwater Park" bildet die perfekte Symbiose aus der Härte von "My arms, your hearse" und dem Spielwitz und der Vielfältigkeit von "Still Life". Geboten werden insgesamt 8 Tracks, welche sich durch eine melancholische Grundstimmung auszeichnen, und die die Länge eines "normalen" Metaltracks bei weitem überschreiten (allein der Titelsong ist über 12 Minuten lang). Opeth verstehen es hervorragend, agressive Riffs mit sanften, akustischen Passagen aufzulockern. Ebenso verhält es sich mit dem Gesang von Frontmann Mikael Åkerfeldt. Neben den tiefen, fast schon gegrunzten Vocalpassagen setzt er ebenfalls auf klaren Gesang, um die Songs aufzulockern. Zugegeben, man braucht Zeit, um die komplexen Songs zu erfassen, ist dies aber erst einmal geschehen, so kann man sich dieser eigenwilligen Mischung aus Death- und Progressive-Metal Einflüssen einfach nicht entziehen und wird schließlich süchtig (so geschehen bei mir)! So langsam sollte man sich wundern, aus welchem Hut die Jungs diese Ideen für schmerzhaft schöne Melodien und kraftvolle Riffs hervorzaubern. Normal ist das jedenfalls nicht!
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht süchtig, 10. Oktober 2001
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Wenn Sie sich bis hierher durchgeklickt haben, da sie sich für Opeth interessieren, dann bedeutet dass, das sie einen sehr guten Musikgeschmack haben. Dann sollten sie jetzt auch nicht länger zögern, und diese atemberaubende Scheibe kaufen. Was die Musiker von Opeth hier abgeliefert haben, entbehrt sich jeder Beschreibung, denn jedes Wort um diese CD Opeth's zu beschreiben, wäre Untertreibung. Anscheinend haben Opeth ihr gesamtes Schaffen Revue passieren lassen und alles was ihren Sound ausmacht auf den Punkt gebracht. Diese Scheibe ist eingängiger als alle CD's davor, was bei Opeth natürlich nicht bedeutet, dass man jetzt Pop-Songs macht (immerhin haben wir es mit einer Death-Metal Band zu tun), die Songs sind immer noch sehr lang und technisch, aber jedes Lied hat mindestens eine absolut atemberaubende, mitreissende Melodie, die einen tagelang nicht mehr loslässt. Gut finde ich, dass man diesmal die harten Passagen etwas verstärkt hat, das Ganze ist mehr brutaler Death-Metal als jemals zu vor und doch ist mit "Harvest" wohl die perfekteste Ballade(!) der Musikgeschichte vertreten. Also OPETH, nach wie vor brutale, extreme Musik für Deather die auch mal gern träumen...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Zweifel - eines der besten Alben alle Zeiten!, 1. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Allein das Cover der CD ist für mich schon ein kleines Meisterwerk - wenngleich fast alle Cover von Opeth äußerst stimmungsvoll und passend zur Musik (bekanntermaßen meist in schwarz-weiß gehalten) gestaltet sind.
Aber dieses hier halte ich für das beste und gleichermaßen düsterste - wie ich auch "Blackwater Park" für das sowohl beste als auch düsterste Opeth-Werk halte.
Schon der Opener "The Leper Affinity" mit seinem bedrohlichen, anschwellenden Intro, das bereits erahnen lässt, das bestimmt gleich etwas Gewaltiges folgen wird, ist ein Wahnsinnskracher und dass die zahlreichen Breaks so und nicht anders zusammengehören, erschließt sich nach Ansicht meiner Ohren erst nach ein paar Mal Hören (wie so oft bei Opeth und im Allgemeinen bei Prog-Bands).
Was dann aber mit "Bleak" folgt, ist der Hammer! Selten war der Titel eines Stücks wohl so sehr Programm bei dessen Musik wie bei diesem dunklen, kalten Song.
Bei den grabestiefen Growls von Mikael Akerfeldt, den dazu erklingenden, mächtigen Gitarrenwänden, sowie den wie aus weiter Ferne ertönenden, scheinbar verzweifelt aufjaulenden, langgezogenen Klampfensounds am Anfang läuft einem ein eiskalter Schauer nach dem anderen über den Rücken - man fühlt sich total verloren und ist doch so gefangen und so fasziniert. Unglaublich aber der Stimmungswechsel in der Mitte des Songs, wo Akerfeldt plötzlich clean singt - völlig überraschend und doch genau passend!
"Bleak" ist für mich eines der absoluten Highlights vorliegender Scheibe. Wahnsinn, wie am Ende noch einmal der Härtegrad angezogen wird und das Ganze in ein Double-Bass-Gewitter übergeht, um schließlich mit einem völlig verzerrten Gitarrengemetzel zu enden.
Die wundervolle, melancholische und ruhige Ballade "Harvest" kommt da als Verschnaufpause gerade recht.
"The Drapery Falls" wiederum mit dem Akustikgitarren-Intro ist dann erneut quasi die logische Folge. Allerdings währt dieses Intro nur kurz. Wieder erklingen diese E-Gitarren scheinbar aus weiter Ferne, genau wie Akerfeldts Stimme. Herrlich ist auch das harmonische "ahahaha" bei der Wiederholung der Zeilen "Pull me down again... and guide me into (pain)". Diese Parts liebe ich ganz besonders bei Opeth.
"The Drapery Falls" jedenfalls ist insgesamt ein Song mit unglaublich dramatischem Aufbau, besonders wenn sich zum Ende immer wieder hektische Akustik- und heavye, aber sphärische Parts abwechseln, bis das Stück mit einem Fade-out endet.
Die darauffolgenden Stücke "Dirge For November" und "The Funeral Portrait" sind dann sicherlich nicht so stark wie die vier Tracks zuvor, aber allein wie Mikaels Stimme bei erstgenanntem Song am Anfang im Vordergrund steht, fesselt und hat starke Intensität. Die anschließende Gitarrenwand wird bis zwei Minuten vor dem Ende ziemlich gnadenlos durchgezogen, bevor eine ruhige E-Gitarre, untermalt von atmosphärischen Hintergrundklängen, den Track ausklingen lässt.
Und was "The Funeral Portrait" anbelangt: Das Riff ist zwar recht einfach und eingängig, dafür kann man hierzu aber richtig geil headbangen und die Sau rauslassen.
"Patterns In The Ivy" (geiler Titel übrigens, der mal wieder Opeths Naturverbundenheit zeigt: siehe auch "Morningrise"), läutet dann den unglaublichen, infernalen Titeltrack ein, dessen Finale nach heavyem Anfangs- und ruhigem, psychedelischen Mittelteil wirklich alles in Grund und Boden hämmert. Hier scheint wirklich das Ende der Welt gekommen zu sein!
Geil dann auch wieder der kurze Akustikpart zum Schluss - als wäre nichts losgewesen!
Puh, eigentlich wollte ich gar nicht so ausführlich zu dem Album schreiben, weil das schon so viele andere hier getan haben, aber die Scheibe fasziniert mich seit Monaten und so ist es gekommen, wie es kommen musste...
Sei's drum, zu guter Letzt sei noch die exzellente Produktion von Porcupine-Tree-Mastermind Steve Wilson lobend erwähnt, die dieser Götterscheibe diesen unglaublichen Sound verleiht (gerade auch bei den psychedelischen Passagen, dem Salz in der Suppe).
Außerdem sollte sich niemand entgehen lassen, zum Konzert zu gehen, wenn Opeth am Start sind. Ich hatte letzten September das Vergnügen; es ist ein mindestens so intensiver Rausch wie wenn man eine Platte von ihnen hört.
Ich empfehle auch, sich dieses Meisterwerk alleine abends bei Kerzenschein unter Kopfhörern reinzuziehen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Göttlich, 16. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Das erstmalige Hören dieser CD ist durchaus gefährlich!
Nichts ahnend spielte ich den ersten Titel an, der sehr ruhig beginnt.
Ich regelte etwas lauter und war gespannt, wie die Scheibe wohl werden wird.
Doch nach exakt 27 Sekunden wurde ich vor die nächstbeste Wand geblasen.
Was mir da aus meinen 1 Meter hohen Boxen entgegenschallte war schier unglaublich.
Ein Feuerwerk aus Drums und Riffs. Gegen den Sturm ankämpfend kroch ich zum
Lautstärkeregler zurück und entlastete meine Ohren.
Nach dem ersten Schock genoß ich jedoch den ersten Titel bis zum Ende und wusste sofort,
dass diese CD etwas ganz besonderes ist. Zugegeben der "Gesang" ist nicht jedermanns
Sache. Er wechselt jedoch öfter zu normalem Gesang, was einen schönen Kontrast aufbaut.
Auch die ruhigeren Titel, wie z.B. "Harvest" sind einfach nur göttlich. Erinnert
ein bischen an Anathema.
Spielerisch einfach nur perfekt.
Als gestandener Dream Theater - Fan dachte ich, mich könnte nichts mehr beeindrucken.
Doch weit gefehlt. Sicher sind Opeth härter orientiert, doch haben sie musikalisch
genauso viel drauf wie Portnoy und co.
Noch ein Wort zu "Patterns in the Ivy". Ein wunderschöner ruhiger Titel. Es ist unglaublich, mit
welch einfachen Mitteln man so göttliche Musik machen kann.
Abwechslungsreich ist diese CD also auch noch. Was gibts da noch zu bemängeln?
Ähm..... nichts! Meiner Meinung nach ist dies die beste CD von Opeth.
Eigentlich schade, dass es so viele von MTV & co. vergraulte Menschen gibt, die
überhaupt nicht wissen, was es für geniale Musik gibt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der große Ansatz zum noch größeren Sprung..., 31. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
OPETH haben Geschichte geschrieben mit ihren ersten drei Alben und setzen in der neuen Zeit mit weiteren Entwicklungen neue Maßstäbe.
Zusammen mit "Still Life" bietet "Blackwater Park" eine Ausweitung der melodiösen Parts in extremen Kontrast zu den harten Death-Metal-Parts. Während "Still Life" die Melodien noch weiter vertiefen, bietet "Blackwater Park" eine sehr ausgewogene Mischung der musikalischen Stärken von OPETH.

Die lyrischen Inhalte verbreiten die fatale Verfallenheit des Männlichen dem ewig lockenden Weiblichen; und sei es noch aus dem Jenseits.
Zusammen mit der Musik bietet sich "Blackwater Park" als ideale musikalische Begleitung für spätherbstliche Abende vor dem Kamin oder für lange Spaziergänge in nebelverhangenden Weinbergen an Rhein oder Mosel.

Damit liegt OPETH nicht allzuweit von ihren bisherigen Meisterwerken, aber trotzdem ist "Blackwater Park" anders als die bisherigen Alben. Die verbesserte musikalische Versiertheit der Musiker - vor allen Dingen der Drummer - ist die eine Seite und die andere mag der progressivere Einschlag sein, der vielerorts als gesteigerte "Genialität" einstufen.

Die bisherige Beurteilung von "Blackwater Park", auch nach "Ghost Reveries" und "Watershed", bleibt als uneingeschränkt und verdientermaßen positiv haften. Ich glaube "Blackwater Park" schafft eine eigene Atmosphäre, die vollkommen den sehnsüchtigen Zeitgeist im Metal widerspiegelt.
Es mag deshalb schwer sein, sich heute noch darin einzufinden; trotzdem bleibt dieses Album als absoluter Geniestreich bestehen, der einen unbestreitbaren Platz in der Metal-Historie errungen hat.

Sicherlich nicht nur was für "Historiker", sondern für alle wahren Metal-Fans, die jenseits von Metallica und Slipknot noch offene Ohren haben.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monumental, 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Als die CD die ersten Umdrehungen tat und die ersten Klänge aus den Lautsprechern kamen, war ich zunächst noch skeptisch. Das also sollte die beste Scheibe der Schweden sein? Wie ich es mir bei Opeth angewohnt hatte, lagen die Lyrics der Lieder vor mir und ich hatte mich eigentlich auf alles vorbereitet... Dachte ich! Es war ja nicht so, dass ich nun zum ersten Mal Opeth hörte, nein. Aber die folgenden 67 Minuten voller Gänsehaut und fassungslosem Staunen kann man nur mit einem Wort beschreiben: Monumental!

Nach den ersten Sekunden Schweigens und Ruhe vor dem Sturm wurde ich von einem gewaltigen Riff-Gewitter überrascht, als "The Leper Affinity" auf mich einprasselte. Nicht nur, dass die Musik, die Komposition, für Gänsehaut allein sorgt... Auch die Lyrics tragen dazu bei. Während ich also dem Klängen lauschte erschienen erste Bilder vor meinem geistigen Auge: Eine düstere Winterlandschaft, auf der schwerer Nebel hängt. Wie verzweifelte Hände wirkend strecken kahle Bäume ihre Äste in den grauen Himmel während der Winterwind eine einsame Melodie pfeift und unter der Erde ruht ein Sarg. Die Natur, das lyrische Ich in diesem Lied, flüstert dem Leichnam und heißt ihn in ihrer Umarmung willkommen: "We entered Winter once again / Naked, freezing from my breath / Neath the lid all limbs tucked away / This coffin is your abode from now and onwards / Your body is mine to avail / Such a tragic sight you are"
Für 10 Minuten und 22 Sekunden Gänsehaut gibt es von mir 5/5 Sternen. Doch wer glaubt, dass dieses Lied der Höhepunkt des Albums ist, wird im nachfolgenden Lied eines besseren belehrt.

"Bleak" beginnt mit einem Feuerwerk. Mikaels Grabesstimme und die geniale Melodie kreieren eine schaurig schöne Todeshymne. "Break of morning, coldness lingers on / Shroud me into nightmares of the sun". Wieder erscheint ein ähnliches Bild vor dem inneren Auge, wieder ist es eine nebelverhangene Winterlandschaft. Ein Mann treibt eine Frau durch den Nebel vor sich her, während er halb mit sich selbst, halb mit der Frau spricht. Sie selbst versucht ihn mit flehender Stimme und Tränen in den Augen zu beschwichtigen, während sie weiter zurückweicht/mitgezerrt wird. Und schließlich passiert es. Sie halten an, Nebelschwaden wabern um die Beine und mit den Knöcheln stehen sie im Wasser, während im Lied das Break kommt. Melodiös, süß wie der Tod, erklingen Akerfelds und Wilsons (zum ersten Mal auf dieser Schreibe) Stimmen. "Devious movements in your eyes / Moved me from relief". Der Dolch - welche Waffe auch sonst? - erscheint in den Händen des Mannes während die Frau panisch weiterredet. "Breath comes out white clouds with your lies / And filters through me". Und schließlich stößt er zu, die Klinge gräbt sich in die blasse Haut. "You're close to the final word / You're staring right past me in dismay / A liquid seeps from your chest / And drains me away". Er fängt ihren erschlafften Körper auf und trägt sie weiter in den Wasser, während Nebelschwaden ihren Körper umschmeicheln: "Mist ripples round your thin white neck / And draws me a line / Cold fingers mark this dying wreck / This moment is mine". Er genießt den Augenblick... Während die Musik wieder seichter, ruhiger wird, gleich der Stimme und der Atmung der Sterbenden, redet er sich ein, alles sei zu ihrem besten gewesen. Er versucht von ihr loszukommen, während er vor seinem geistigen Auge die Tat Revue passieren lässt. Wieder sieht er ihren angsterfüllten Blick, wieder sorgen Akerfeld und Wilson für Gänsehaut. Ein letztes Zittern überzieht die Frau in seinen Armen, die Augen brechen und er ist alleine: "Night fall again / Taking what's left of me / Slight twist, shivering corpse / Ornated with water, fills the cracks / Clasped in my lims by tradition / This is all you need". In einem furiosen Finale klingen schließlich die Töne aus und man wird fassungslos ob des grade Gehörten zurückgelassen.
Alle Zweifel sind längst wie weggespült, Musik kann nicht mehr besser werden. Tatsächlich geht dieses Erlebnis weiter über das hinaus, was wir heute unter Musik verstehen. Die Messlatte wurde hoch gelegt, 5/5 Sternen.

Völlig ausgelaugt vom grade gehörten braucht man erstmal eine Pause, und tatsächlich; man bekommt sie. "Harvest" beweißt, zum ersten, wohl aber nicht zum letzten Mal auf diesem Album, dass Opeth auch mit ruhigen Parts stimmungsvolle Klangwelten schaffen kann.
Unendlich traurig beginnt das Lied mit einem mehr als eine Minute langen Instrumental-Part. Ein Mann liegt auf dem Sterbebett und wünscht sich nichts sehnlicher, als nicht alleine sterben zu müssen. "Stay with me awhile / Rise above the vile / Name my final rest / Poured into my chest". Während er die Allee des Todes beschreitet - wir erinnern uns vielleicht an Master's Apprentices vom Deliverance-Album - hörte er die Klagen seiner Mitmenschen.
Totale Sinnlichkeit in dem Moment des Ablebens, typisch für Opeth und musikalisch unglaublich schön umgesetzt. Auch hier kann man wohl nicht weniger als 5/5 Sternen geben, einfach nur wunderschön.

Die Verschnaufpause ist vorbei, mit "The Drapery Falls" folgt ein weiterer Kracher des Albums, gnadenlos und wunderschön. Von dieser Gnadenlosigkeit fühlt man jedoch am Anfang nicht. Ein traurig klingender Mikael Akerfeld eröffnet das Lied melancholisch. "Please remedy my confusion / And thrust me back to the day / The silence of your seclusion / Brings night into all you say". Thema dieses Liedes ist, Überraschung, mal nicht der Tod. Vielmehr handelt es von einer Hassliebe zwischen einem Paar. Dabei mangelt es primär an der Kommunikation. Und trotzdem kann er nicht von ihr lassen, denn immer wieder fühlt er sich zu ihr hingezogen: "Pull me down again / And guide me into pain / I'm counting nocturnal hours / Drowned visions in haunted sleep". Während er nachts an ihrer Seite liegt, denkt er über die Situation nach und sieht ein, dass er einfach nicht von ihr lassen kann. Die Melancholie untermauert Akerfeld mit seiner traurigen Stimme und der langsamen, fast schläfrig wirkenden Melodie. Doch das währt nicht ewig. Wieder lehnt er sich auf, düstere Melodie und dunkle Stimme folgen. Er betrachtet seine metaphorischen Fingernägel, die vom Kampf blutig sind, während er einsieht: "Nails bleeding from the struggle / It is the end for the weak at heart / Always the same". Er betrachtet sie, während sie sich streiten. In ihrem Amulett spiegeln sich seine düsteren, ureigenen Triebe und Bedürfnisse und er schwört ihr aufs Neue den Tod. "My gleaming eye in your necklace reflects / Stare of primal regrets / You turn your back and you walk away / Never again". Ruhe kehrt ein und wieder muss er sich geschlagen geben. Wieder kann er nicht umhin, sie trotzdem zu begehren, und die Misere setzt sich fort: "Waking up to your sound again / And lapse into the ways of misery".
Das Lied ist eigentlich ein Paradebeispiel dafür, wie dynamisch Opeth's Musik ist. Ruhe und schnelle Parts, Growls und clean Vocals wechseln sich fließend ab, erzeugen einen überwältigend schönen Klangteppich. Beeindruckend, 5/5 Sterne von mir.

Auch wenn Harvest schon traurig war, folgt mit "Dirge for November" das tatsächlich melancholischste und traurigste Lied des Albums. Es geht wieder um den Tod, nur dieses Mal stirbt der Protagonist alleine, durch seine eigene Hand.
Akerfeld beginnt das Lied mit einer sauberen, endlos traurigen Einleitung während mit der Gitarre leiste die Melodie einsetzt. Wie erwähnt, ist das lyrische Ich alleingelassen in seiner schwersten, traurigsten Stunde. "Lost, here is nowhere / Searching home still / Turning past me, all are gone / Time is now". Schließlich ist die Zeit des Trauerns abgeschlossen, der erste der Drei Teile des Liedes ist beendet, die Zeit des Handelns ist gekommen. Die Musik schwillt an. Mit unendlich düsteren Stimme treibt Mikael die Handlung voran, während die Person auf Knien am Rande eines Sees sitzt und sein Spiegelbild betrachtet. Resignierend begeht er die Tat. "The mere reflection brought disgust / No ordeal to conquer, this firm slit".
Die Musik gibt dem Zuhörer einige Sekunden Pause, ehe der dritte Part ansetzt. Immer noch auf den Knien beobachtet er mit glasigen Augen, wie das Blut auf den Boden läuft. Nacht umfängt ihn und in ihm kehrt Ruhe ein: "Grant me sleep, take me under / Like the wings of a dove, folding around / I fade into this tender care".
Wow, schöner und trauriger geht es kaum. Soviel Emotionen, soviel Gefühl und Gänsehaut pur zeugen davon, dass 5/5 Sternen mehr als nur angebracht sind.

"The Funeral Portrait"... Ich habe viele gehört die gesagt haben, dass sei das schlechteste Lied auf dem Album, das Stück mit der wenigsten Bedeutung. Das Gegenteil ist der Fall, die Geschichte dahinter ist eine der besten und bildlichsten, die ich bisher gehört habe!
Ähnlich der ersten beiden Lieder entstehen auch hier wieder unweigerlich Bilder vor dem geistigen Auge und wieder ist es ein ähnliches Bild: Eine Winterlandschaft, mit Nebel verhangen. Eine Frau sitzt am Fenster ihres Hauses und blickt sehnsüchtig und gelangweilt nach draußen. "You wait by the window / Morning's breath on the sill / Idle hands given another try / So you wait and you savour the moment"
Draußen erscheint eine Gestalt im Nebel, rote Augen leuchten aus dem Dunst während der Nebel die Sünden des Mannes fortgewaschen hat. "Ruby eyes in the fog / Rain washing clean all the sins / A liquid gown that covers all". Welche Sünden? Dazu kommt es noch, denn es ist eine nicht enden wollende Schleife. Bei dem Mann handelt es sich um eine mit einer tödlichen Krankheit infizierte Person, die von Ort zu Ort zieht. Und überall wohin er geht, warten Frauen - welche natürlich repräsentativer Natur sind -, die gelangweilt von ihrem Alltag auf der Suche nach neuen Erlebnissen sind. "Like a derelict child / Heart burning for a stranger / Ascending to the meek / Flock round the liars in awe". Er will nicht der einzige sein, der dieser Krankheit erliegt, also teilt er sie. Nachdem er mit ihnen Kontakt hatte - egal welcher Natur - stößt er sie von sich wie einen benutzen Gegenstand. "Enough of this / You will leave me now / You will see it now / Perish at my hands". Für ihn deutlich zu erkennen sind sie nun gekennzeichnet und die Krankheit wird seine Opfer auch für die Gesellschaft deutlich kennzeichnen. "Fresh stigma look / Shall I take you with me". Der Kreis schließt sich, er lässt die Opfer zurück und zieht zur nächsten Stadt, zu den nächsten Wartenden. Dabei wendet er sich in einem inneren Monolog an seine zukünftigen Opfer und verhöhnt sie: "And you are just like them all / Stained by the names of fathers / I'm greeting my downward fall / Leaving the throes to others". Während er also seinen nahenden Tod begrüßt, hat er Freude daran, noch Menschen mit ihn den Tod zu reißen.
Was für eine Metapher... Eigentlich genauso eine, wie bei den restlichen Liedern auch, nur hier wirklich universeller, sodass sie jeder für sich deuten kann. Schwere Kost, hohes Tempo und kaum Verschnaufpausen. Grandios, melodisch brutal und sehr intelligent geschrieben. Sichere 5/5 Sternen.

Nach der Pause durch Patterns in the Ivy folgt mit "Blackwater Park" der tatsächliche Höhepunkt des Albums, das große Finale, das Inferno.
Das Lied handelt von all den menschlichen Abgründen in unserer Gesellschaft, unsere morbide Faszination für alles Kranke, für das Leid anderer und für jedes blutige Detail in den Medien. Eine Faszination, die in jedem von uns steckt. Dabei agiert der Erzähler als genau das; er beschreibt, was er sieht, als er - bildlich gesprochen - von einem Hügel auf den stereotypischen Vorort der modernen Gesellschaft, namentlich Blackwater Park, blickt.
Nach einem mehr als einminütigen instrumentalen Intro beginnt Akerfeld, mit gnadenloser Stimme zu berichten: "Confessor / Of the tragedies in man / Lurking in the core of us all". Dieses steht, wie oben erwähnt, von dem kranken Erbe, dass wir in uns allen tragen und von der Gesellschaft weitergereicht, gezüchtet und gefördert wird. Nach einer kurzen Verschnaufpause, in welcher sich der Beobachter umblickt, gibt er wieder, was er sieht. "Lepers coiled neath the trees / Dying men in bewildered soliloquys / Perversions bloom round the bend / Seekers, lost in their quest / Ghosts of friends frolic / under the waning moon". Dabei sind diese Bilder natürlich sehr metaphorisch und beschreiben alle Abgründe, das schlimmste, was man sehen kann. Beinahe biblische Ausmaße nehmen die Sünden, die Missstände, welcher er sieht, an. Dies wird von einer infernalischen Stimme und einer gnadenlos schönen Melodie begleitet. Dabei ist der Beobachter stolz drauf, über dem allen zu stehen, sieht sich nur als Beobachter und distanziert sich damit klar. Vielmehr betrachtet er sich als Privilegierten, als Evolution der Gesellschaft, der sich über die Menschen unter ihm lustig macht. "I am just a spectator / An advocate documenting the loss / Fluttering with conceit / This doesn't concern me yet / Still far from the knell / Taunting their bereavement".
Natürlich berührt es ihn und er ahnt, dass er nicht für immer außerhalb der Reichweite dieser Krankheit stehen kann. Mit Grabesstimme und nach wie vor gnadenloser Melodie schleudert das lyrische Ich dem Zuhörer die Vorwürfe an den Kopf: "Mod round the dead / Point fingers at the details / Probing vomits for more". Dabei beschreibt er genau das von ihm kritisierte Verhalten. Er zeigt auf, wie die Menschen aus dem Leid anderer eine Mode gemacht haben, wie sie jedes kleine Detail hervorheben und selbst die Überreste nach noch mehr Schmutz durchwühlen. Er sieht keine Hoffnung mehr für die Gesellschaft "We have all lost it now". Diese Morbidität ist zu einem Alltagsfaktor geworden, wie eine düsterer Herzschlag der Gesellschaft: "Regular pulse midst pandemonium". Statt nach Nahrung dürstet es uns Menschen nach Leid, Tod und allem Krankhaften. "You're plucked to the mass / Parched with thirst for the wicked". Schließlich zieht der Beobachter seine Schlüsse während Mikael zusammen mit der Musik zu einem, die Ohren umschmeichelnden, Finale ansetzt:
"Sick liaisons raised this monumental mark / The sun sets forever over Blackwater park". Während der erste Teil relative klar ist - das krankhafte Verhalten hat etwas zurückgelassen, was wie ein Monument, wie ein dunkles Mal von der menschlichen Morbidität zeugt - lässt sich die zweite Aussage in vielerlei Hinsicht deuten: Auch wenn der Sonnenuntergang vielleicht romantisch aussieht, schön aussieht, steht er doch für einen untergehenden Stern, für die heraufziehende Nacht. Düstere Gedanken also. Verstärkt wird das durch die Tatsache, dass tatsächlich jeden Abend die Sonne untergeht, also es etwas komplett Alltägliches ist. Jedoch handelt es sich dabei nicht um den normalen Sonnenlauf, schließlich geht über der stereotypischen Vorstadt Blackwater Park immer die Sonne unter. Aus dem Alltäglichen ist also etwas geworden, was die Menschen immer verfolgt, was wie ein Damokles Schwert über der Vorstadt hängt und von ihrem Untergang zeugt. Die Stelle ist ein unglaublich schönes Beispiel dafür, wie vielschichtig und intelligent die Musik von Opeth gestaltet ist. Einfach unbeschreiblich!
Die Stimme verklingt langsam und man wird mit etwas zurückgelassen, das man nur als "Aftermath" bezeichnen kann. Tatsächlich kann man kaum glauben, was sich in den letzten Minuten für ein musikalisches Gewitter über einem entleert hat. Man saugt jede Sekunde auf, begierig nach mehr und ist schon beinahe enttäuscht, dass es nach 67 Minuten tatsächlich zuende ist, dass die Scheibe ihre letzte Umdrehung vollführt und schließlich zum stehen kommt. Die darauf folgende Stille lässt einen peinlich berührt zurück, unfähig, etwas zu tun oder zu sagen. Eindeutig 5/5 Sternen und in meinen Augen der beste Lied, das ich jemals gehört habe....

Ich muss mich dafür entschuldigen, derart viel geschrieben zu haben. Tatsächlich bin ich der Ansicht, dass weniger zu schreiben einfach unverschämt wäre angesichts der Tatsache, was für ein Meisterwerk, was für ein Meilenstein der Musikgeschichte hier geschaffen wurde. Es geht eigentlich über den Begriff der Musik hinaus, vielmehr ist es eine Komposition, eine Geschichte, eine Oper. Daher war es für mich auch unbedingt nötig, die Bedeutung der Lieder zu erläutern und daraus zu zitieren, denn eine schöne Melodie schaffen mehrere Bands. Was Opeth dagegen abhebt, ist die Stimmigkeit aus wirklich genialen Lyrics und die perfekt dazu passende Melodie. Jede Sekunde ist stimmig, passt perfekt zu der Geschichte, die erzählt wird. Und eben das macht den Reiz der Musik aus. Wer nur auf der Suche nach einem Hintergrundgedudel ist, wie es in 99,9% der anderen Bands der Fall ist, ist hier definitiv falsch. Auch hebt sich die Musik insofern von anderen Musikrichtungen ab, dass Opeth einfach nicht zuzuordnen ist, die Band hat sich eine komplett eigene Musikrichtung geschaffen. Ich bin musiktechnisch weit gereist, habe überall nach der richtigen Musik für mich gesucht und schließlich bin ich hier gelandet. Ich glaube auch, dass meine Wanderung hier zu Ende ist, dass ich hier Musik gefunden habe, die nicht mehr zu schlagen ist. Um jemanden zu zitieren: "Music doesn't get better then this. Thank you, Opeth. "
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie schön Musik doch sein kann..., 20. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Der Progressive oder Death Metal Fan war ich, bis auf wenige Ausnahmen wie Dream Theater und Porcupine Tree im Progressive Bereich und Death oder Cynic im Death Metal Bereich, ehrlich gesagt noch nie. Nun, Opeth waren mir eigentlich schon seit geraumer Zeit ein Begriff, aber viel gekümmert haben sie mich nie – bis zu dem Zeitpunkt an dem ich dieses Album das erste mal in kompletter Länge gehört habe. Die Mischung aus den oben genannten Genres führte dann letztlich dazu, das ich mir diese Band mal anhörte, und da stieß ich (glücklicherweise) gerade als erstes auf Blackwater Park.

Nun, nach dem ersten Durchlauf bleibt nicht viel hängen, auch nicht nach dem zweiten, aber die Musik hinterlässt dennoch ihren ersten Eindruck, und der war gut. Die Musik die hier geboten wird, erfordert jede Menge Zeit und Aufmerksamkeit, zum so nebenbei hören definitiv nur dann geeignet, wenn man schon text- und melodiesicher ist. Was macht dieses Album nun so dermaßen gut? – Hauptsächlich die Melodielinien und die auftretende kalte Atmosphäre! Gesanglich wechselt man sich zwischen tiefen growlen und dann wieder Engelsstimmchen ab. Die Songs haben alle Überlänge, jede Menge Tempowechsel und bieten vor allem diese Art von Überraschungen die man definitiv nicht erwartet, beispielsweise taucht nach drei Minuten Dauergegrunze und Metalriffs eine akustische Gitarre auf, die mit klarem schönen Gesang begleitet wird. Man kann hier definitiv keinen einheitlichen Songaufbau erkennen, zumindest keinen der sich durch’s komplette Album zieht, a la Strophe-Refrain-Schema. Harvest, zum Beispiel, kommt ganz akustisch daher und beweist einmal mehr, wie schön Musik doch sein kann. Desweiteren bauen die Schweden eine dermaßen klasse Atmosphäre in den Songs auf, wie sonst keine andere Band. Das nette Cover passt sich vollkommen der Musik an, die Produktion ebenfalls. Die Texte veranlassen zum nachdenken, die Gitarren-Soli zum Gitarre lernen, wenn man’s nicht schon kann. Bei diesem Album gibt es keine Grenzen, was Fremdgenre Einflüsse betrifft, in Bleak zum Beispiel taucht ein jazz-ähnliches Stück auf, und das Piano-Outro bei The Leper Affinity, nebenbei mal bemerkt: eines der besten Lieder die ich kenne, ist ebenfalls genial. Das doomig-progressive The Drapery Falls veranlasst ebenso wie alle anderen Lieder zum träumen. Am besten hört man das Album kurz vorm einschlafen oder an grauen, regnerischen Tagen und beobachtet dazu den Regenfall bei einer Tasse schwarzem Tee, das ist aber jedem selbst überlassen, so gefällt’s mir ganz gut, und so ist auch die Atmosphäre.

Wer gerne Progressive hört, und von Opeth bisher nichts kennt oder den die Death Metal Parts abschrecken, dem sei gesagt, unbedingt eine Chance geben, denn was hier abgeliefert wird, ist der reinste Wahnsinn, im positiven Sinne. Die Death Metal Parts, obwohl so offensichtlich raushörbar, hören sich mehr nach Progressive als nach Death Metal an und stören in keinster Weise, weder Atmosphäre noch die schönen Melodien. Blackwater Park ist meiner Meinung nach das beste was Opeth bis heute abgeliefert haben, und gehört auch in jede geordnete Metal-Sammlung, und wer mit dieser Platte Spaß hat, der soll sich auch den Vorgänger Still Life zulegen, denn der ist ähnlich klasse, wer dennoch lieber reinen Progressive ohne Growlen bevorzugt, dem sei Damnation (auch von Opeth) ans Herz gelegt, dort fallen diese nämlich weg. Anspieltipps könnte ich nennen, müsste ich aber jeden Track einzeln auflisten, denn dies ist ein absolut perfektes Gesamtwerk!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur unglaublich!, 22. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Was macht der liebe Gott, bzw Satan, also das, was auch immer Ihr für das Gute/das Übermenschliche in diesem Universum haltet, wen er/es genügend tolle Dinge wie Sex, Grießbrei mit Kirschen oder die Universalfernbedienung erfunden hat? Richtig! Er/ es nennt sich Mike Åkerfeldt und gründet eine überirdisch geniale Band namens Opeth. Und an dieser Stelle ist es Zeit, den Göttern zu huldigen, denn genauso überirdisch wie genial fällt deren neuster musikalischer Erguß namens "Blackwater Park" aus, und diese beiden schon recht bedeutungsschwangeren Adjektive sind meiner Ansicht nach noch meilenweit untertrieben. Die Band hat ein musikalisches Meisterwerk geschaffen, das auf der einen Seite sicherlich die logische Weiterentwicklung der Vorgängeralben "Still Life" und "My Arms, Your Hearse" darstellt, auf der anderen Seite aber auch Elemente aller bisherigen Outputs miteinender verknüpft. Lange nicht so jazzlastig wie "Still Life" doch eingängig, agressiv und melodiös wie "My Arms, Your Hearse" scheint "Blackwater Park" endlich das zu sein, was die Schweden vorher nicht unter einen Hut bringen konnten. Die Platte zeigt pure Spielfreude, Ehrlichkeit und wieder einmal eine über alle Zweifel erhabene Fähigkeit, einfach geniale und vor allem vielfältige Songs zu schreiben, denn auf der einen Seite stehen Opeth-typische, extreme Nackenbrecher wie der Opener "The Leper Affinity" oder auch der heftige "The Funeral Portrait", und auf der anderen Seite fast schon folk-lastige Übersongs wie "Harvest" oder das einfach nur göttliche "The Drapery Falls", in denen Åkerfeldt einmal mehr beweist, daß auch seine Fähigkeit, clean zu singen nicht mit menschlichen Maßstäben zu messen ist. Für mich schon jetzt eines der Alben des Jahres, besser geht's nicht!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fünfte Geniestreich, 24. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Blackwater Park (Audio CD)
Melancholisch, vielseitig und progressiv wie eh und je präsentieren sich Opeth auf ihrem fünften Output. Wie jedes einzelne bisherige Album dieser ganz besonderen Band, so hat auch Blackwater Park seinen ganz eigenen Charme und seine unverwechselbare Atmosphäre. Die Jungs aus Schweden sind hier, besonders auf der ersten Hälfte des Albums, den Pfad zu etwas eingängigeren Strukturen weitergegangen, haben dadurch aber nicht ein Stück von ihrer Genialität eingebüßt; im Gegenteil: dies führt eher dazu, dass man die Songs zu fast jeder Gelegenheit bedenkenlos hören und genießen kann. Die zweite Hälfte der Platte hingegen ist ein ganzes Stück dunkler (ohne jedoch vollends auf Melancholie zu verzichten) und wartet mit zunehmend progressiveren Melodieführungen auf, die in gewohnter Perfektion gekonnt herübergebracht werden und den Zuhörer regelmäßig in Staunen versetzen.
Einmal mehr hat Frontmann Mikael Åkerfeldt hier sein unglaubliches Können hinsichtlich Songwriting und Technik bewiesen, und auch die anderen Musiker machen ihre Arbeit, wie immer, mehr als vortrefflich. Ich kann keine einzige langweilige Passage auf diesem Album feststellen, keine uninspiriert klingende Melodie, keine sonstigen Patzer; stattdessen werde ich bei jedem Durchlauf dieser göttlichen Platte aufs Neue vom Hocker gehauen. Das großartige Growling, das zu keiner Zeit unverständlich oder gar ekelig klingt, die wundervollen Cleanvocals, die wie immer genialen Gitarrenriffs, die treibenden und mit äußerster Präzision eingesetzten Drums und zu guter Letzt die Bassuntermalung, ohne die alles in sich zusammenfallen würde - alles fügt sich zu einem äußerst faszinierenden Gesamtbild zusammen. Unnütz zu erwähnen, dass dies alles auch noch vollkommen klar und deutlich aus den Boxen kommt.
Die Songs selbst sind äußerst abwechslungsreich und perfekt angeordnet. Der Opener „The Leper Affinity" ist eher hart, die Riffs sind aber stets melodiös und grandios umgesetzt; der Folgende Track „Bleak" steckt abermals voller genialer Riffs und Melodien - hier hat auch Stephen Wilson (Porcupine Tree) seinen gesanglichen Gastauftritt in einem sehr schönen cleanen Part, der nach einigen Durchgängen richtig zum Mitsingen anregt. Es folgt der ruhige Akustiksong dieses Albums, „Harvest", der zwar in Technik und Struktur nicht allzu komplex geraten ist, aber mit seinen Melodien eine ungeahnte, wunderschöne Melancholie entfesselt, die regelrecht die Sinne beflügelt. Nach dieser Entspannungsphase folgt das unglaublich geniale „The Drapery Falls", ebenfalls ein eher melancholischer Song, auch wenn hier wieder mehr Wert auf Härte gelegt wird; die Melodien, die bei diesem Song aus den Boxen erklingen, will man beim ersten Hören noch kaum wahr haben, solch eine unglaubliche Ausdruckskraft besitzen sie, und der später folgende aggressivere Part macht diesen Song erst richtig zu einem absoluten Glanzstück. „Dirge For November" ist ein Track, dessen langer harter Mittelpart von wunderschönen Akustikmelodien eingeleitet und abgelöst wird. Nach dem mit kaum ruhigen Stellen ausgestatteten „The Funeral Portrait" folgt ein kleines, schönes und hier sehr passendes Instrumental namens „Patterns In The Ivy", welches die Spannung auf den über zwölf Minuten langen Titelsong weiter anschwellen lässt. Dieser letzte Song lässt dann noch einmal die geballte Aggression auf den Hörer los, die allerdings mit den vielleicht progressivsten und großartigsten Riffs den ganzen Albums herübergebracht mehr als nur zu faszinieren weiß.
Insgesamt kommt das Album mit den auf den ersten Blick für diejenigen, die die Band nicht kennen, dürftig erscheinenden acht Songs auf 67 Minuten - eine mehr als überdurchschnittliche Spielzeit, die jedoch kein einziges Mal zu lang erscheint. Dass es sich hierbei um eine außerordentlich lohnenswerte Investition handelt, versteht sich sicherlich von selbst. Ein Album, dass man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Meine Anspieltipps sind „Bleak" und „The Drapery Falls".
Klangqualität: 10/10
Eingängigkeit: 5/10
Innovation: 10/10
Wiederspielwert: 9,5/10
Stimmigkeit: 10/10
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Kaufempfehlung: 10/10
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Blackwater Park
Blackwater Park von Opeth (Audio CD - 2006)
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