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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spielbergs moderne Version von Pinocchio
Steven Spielberg nahm sich des unverfilmten Projektes "A.I." an, nachdem der legendäre Stanley Kubrick im März 1999 gestorben war. Der wollte das von ihm geschriebene Skript zum Film schon seit längerem realisieren, schob dies aber immer wieder auf, da er die für die Spezialeffekte erforderlichen technischen Möglichkeiten als noch nicht ausgereift...
Veröffentlicht am 16. Mai 2003 von Askadar

versus
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen A.I. oder die Dramaturgie des Traumes
A.I.-zweifellos kein schlechter Film.Aber einige starke Mängel weist er schon auf.
Von Visualisierung und Dramaturgie gleicht er mehr einem Traum , denn einem Film im klassischen Sinne;surrealistisch,überdreht,teilweise durchaus fesselnd.Jedoch merkt man leider genau , wo Kubricks Notizen aufhören und Spielbergianismus anfängt,wo Spielberg einen...
Veröffentlicht am 1. Juli 2006 von Elias Zimmermann


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die unendliche Suche nach dem Glück!, 6. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Vielleicht muss man in der richtigen seelischen Verfassung sein, um diesen Film zu verstehen, und obwohl ich weder ein Anhänger von Kinderfilmen bin, noch mit SiFi sehr viel anfangen kann, so hat mich diese Werk so emotional bewegt wie lange kein Film
davor!
Ein kleiner Roboterjunge auf der Suche nach Zuneigung und Liebe, die er für ihn unverständlich nie erhält, gibt er sich in seiner
Verzweifelung einer Illusion hin, und ist am Ende zufrieden damit, einmal die Worte" Ich hab Dich lieb!" und "Ich habe Dich schon immer lieb gehabt!" zu hören! Dann ist der Film zuende,
denn er ist angekommen in dem Land, wo die Träume geboren werden!
Ich finde allerdings, daß er jetzt in dem Land ist, wo alle Träume hinführen, denn mehr kann auch nicht mehr kommen!
Wer sucht nicht danach, und kann sich der, der das Glück gefunden zu haben scheint, sich ganz sicher sein, daß es sich hierbei nicht um eine große Illusion handelt!Dieser Fim ist jedenfalls der Hammer, und obwohl er leider in der Mitte total kippt, hat alles am Ende wieder eine Sinn, und wer den nicht versteht, oder verstehen will, dem kann wahrscheinlich auch die blaue Fee nicht mehr helfen!
Vielleicht wollte dieser Film gar nicht mehr erreichen, als eine ganz kleine Botschaft rüberzubringen, und wer ihn mit anderen Ewartungen sieht, ist natürlich enttäuscht, aber nur, weil mann etwas nicht begreift, muß es ja nicht schlecht sein!
Darüber sollten alle Kritiker mal nachdenken!!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöne blu-ray, aber es wäre noch schöner gegangen, 17. Februar 2011
Von 
Uwe Hoeppe "uwehoeppe" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
TECHNIK: Der Film selbst ist auf dieser blu-ray qualitativ sehr gut umgesetzt. Die Bildschärfe ist hoch und enthüllt ab und an ein wenig ganz normales Filmrauschen, erreicht aber natürlich nicht das Niveau einer digital gefilmten Produktion. Insgesamt enthüllt die full-HD-Auflösung wahrscheinlich schon die Begrenzungen des Zelluloids; immerhin wurde aber nichts mit übertriebener Entrauschung oder Glättung verschlimmbessert. Der Sound ist ebenso voll und ganz zufriedenstellend umgesetzt.

AUSSTATTUNG: Die Extras unterscheiden sich anscheinend nicht von der DVD-Edition und liegen auch alle nur in niedriger Auflösung vor. Die Menüstruktur, um einzelne 2-Min.-Schnipsel anzusteuern, hätte man allerdings mit einigen "Play All"-Buttons versehen sollen, um nicht ständig neu navigieren zu müssen. Trotzdem: Die Breite und Vielseitigkeit der (alten) Extras ermöglichen schöne und recht tiefe Einblicke in den Schaffensprozess hinter dem Film, besonders was den Produzenten Stanley Kubrick angeht, über den es ansonsten etwas schwierig ist, Aukünfte zu bekommen.
Die Verpackung in Booklet-Form ist ganz nett, gefiel mir aber bei der DVD-Ausgabe besser, weil das blu-ray-Cover kein Inhaltsverzeichnis enthält. Dafür bekommt man ein paar Hintergrundinfos als Text, die allesamt den Extras auf der Scheibe selbst entnommen sein dürften. Hübsch, aber nicht wirklich nötig. Die Schutzhülle aus transparentem Plastik kann man weglassen, wenn man sich am FSK-Logo stört, dann fehlt allerdings der Text auf der Rückseite - den aber auch keiner wirklich braucht.

FAZIT: Der Film in "full HD" kann voll und ganz überzeugen, aber ansonsten geht die blu-ray nicht über alte DVD-Ausgaben hinaus. Eigentlich sollte eine solche Scheibe damit im unteren Preissegment angesiedelt sein und nicht in der Mitte, aber nur A.I. ist eben A.I. ...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Film seit "The Sixth Sense", 10. April 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Leider wird der Film A.I. in meinem Freundeskreis fast ausschließlich schlecht bewertet. Und auch die Kritiken in Zeitungen sind nicht gerade positiv.
Ich selbst frage mich, warum.
An der schauspielerischen Leistung kann es nicht liegen. Haley Joel Osment überzeugt wieder einmal total und auch seine Kollegen, die fast nur aus unbekannteren Schauspielern bestehen, sind sehr glaubwürdig.
Über die Spezialeffekte braucht man gar nicht zu sprechen. Wer behauptet, man erkenne den Unterschied zwischen Realität und Computereffekt, lügt.
Die Geschichte ist zwar teilweise etwas weit hergegriffen, aber dennoch glaubwürdig. Der Schluss ist wirklich sehr sehr traurig.
In der Mitte schweift der Film zwar etwas ab (siehe das Fleischfest, was teilweise wirklich übertrieben ist), aber im Großen und Ganzen ist der Film einfach nur genial. Schon allein Teddy ist es wert, den Film anzusehen...und danach sieht man ihn sich bestimmt noch einmal an...und noch einmal...
Für Action-Freunde ist der Film wohl nichts, aber wer auf gute Filme steht, der sollte ihn sich auf alle Fälle ansehen!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film nun auch auf solider Blu-ray, 23. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach langem Warten ist nun endlich Spielbergs A.I. auf Blu-ray inkl. 40 seitigem Booklet erschienen, und dieser wunderbare Film hat auch nach fast 10 Jahren nichts von seinem Zauber und seiner Faszination verloren.
Die schauspielerische Leistung von Haley Joel Osment als Roboter-Junge auf der Suche nach Liebe und seiner Mutter bewegt noch immer tief und nimmt den Zuschauer vom ersten Augenblick bis zum wunderbar in Szene gesetzten sentimentalen Happy-End gefangen.
Für den Film gibt es von mir klare 5 Sterne

Die technische Umsetzung auf Blu-ray ist solide, aber nicht überragend geworden:

Bildtest (getestet mit Pioneer KURO FullHD 60 Zoll):

Starkes Bildrauschen in der allerersten Szene, welche Meeresbrandung zeigt, lässt zunächst Schlimmes befürchten. Doch dann wird das Bild viel,viel besser, wenn auch das Filmkorm ständig, aber nicht wirklich störend, sichtbar bleibt, vor allem in den Szenen bei Tageslicht.
Überraschend gut gelungen sind dagegen die Nachtaufnahmen mit klasse Detailzeichnung und guten Kontrastwerten.
Alles in allem erreicht die Bildqualität sicher keine Referenzwerte, bewegt sich aber fast durchgehend auf solidem Niveau und ist auf jeden Fall wesentlich besser als die DVD-Version der Erstveröffentlichung.
Bildwertung: 3 1/2 Sterne

Tontest (getestet mit Denon 3810 7.1 Anlage)
Sowohl die englische als auch deutsche Surroundabmischung klingen nicht schlecht und lassen, was Klarheit und Verständlichkeit der Dialoge angeht, keine Wünsche offen.
Es muss allerdings eingeräumt werden, dass die Abmischungen, wie auch schon beim DVD-Vorgänger, eher frontlastig angelegt sind. So bleiben hervorstechende Surroundeffekte die Ausnahme.
Die wunderschöne und ausdrucksvolle Filmmusik von John Williams allerdings bedient zu jeder Zeit auch die Effektlautsprecher und hüllt den Zuhörer angenehm ein in einen musikalischen Klangteppich.

Ein Rauschen aus den vorderen Lautsprechern, wie einer meiner Vorrezensenten, habe ich beim besten Willen nicht feststellen können.
Tonwertung: 3 1/2 Sterne

Die Extras zum Film (ausschliesslich Standardauflösung) wurden vom DVD Vorgänger übernommen und bieten demnach nichts wirklich Neues.
Der interessierte Zuschauer erfährt allerdings jede Menge Informationen z.B. zur Entstehung des Films, Special Effects und der Musik des Films. Dazu gibt es jede Menge Interviews mit vielen Mitwirkenden. und diverse Fotogalerien und Trailer, die die Extras komplettieren.

Nicht unerwähnt bleiben soll im Rahmen der Extras das in das Digi-Pack eingearbeitete 40-seitige Booklet mit vielen Szenenfotos und begleitenden Texten zur Entstehung und Produktion des Films.
Extras-Bewertung: verdiente 4 Sterne

Wer diesen Film mag, dem sei die Anschaffung dieser Premium Collction auf Blu-ray durchaus empfohlen.

Von mir gibt es als Gesamtbewertung 4 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im großen und ganzen gut, 10. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Ich habe mir die DVD schon vor längerem gekauft und muss sagen das es viele Informationen mit dabei gibt. Ich persönlich mag sehr gerne das Making off leider stört es mich das das Making off auch leider hier nicht ins deutsche übersetzt wurde, sondern einfach nur deutsche Untertitel hinterlegt wurden.
Über den Film kann man sicherlich keine Meinung äußern denn das ist Geschmackssache, aber für den gemütlichen Fernsehabend bietet der Film wirklich alles was man braucht, von Spannung, Unterhaltung bis tränenreiche Szenen und natürlich auch eine Menge Überraschungen.
Im großen und ganzen ist der Preis Top für dieses Produkt und ich kann jedem empfehlen sich diese DVD einmal an zu schauen und sich seine eigene Meinung von der ergreifenden Storie zu machen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film, auf den man sich einlassen sollte..., 28. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
P>Auf jeden Fall wird man dem Film nicht gerecht, wenn man allzu schnell den Daumen nach unten zeigt.
Schließlich sind die komplizierten Zukunftsvisionen nicht in vergleichsweise knappen 140 Minuten abzuhandeln.
A.I. ist ein Film, den man sich mehrmals anschauen kann und über den es sich lohnt nachzudenken. Gerade der Schluß - und damit meine ich nicht die wohl unvermeidbare Spielberg/Hollywood-Kitsch-Soße - ist recht originell.
Insgesamt "nur" 4 Sterne, weil der letzte "Kick" fehlte, um den Film zum Kult werden zu lassen. Es bleiben halt Fragen über
Fragen. Angesichts der komplexen Thematik war das aber auch kaum anders zu erwarten.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hommage an Die Menschlichkeit, 21. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
wo für viele der sogenannten Kritiker der Film nicht mehr begreiflich wird, fängt er für mich erst an, richtig phantastisch zu werden.

Zugegeben, es braucht schon eine Menge Offenheit gegenüber gewagten Theorien. Dieser moderne Pinocchio entspricht aber dem in unserer Gesellschaft schon lange nicht mehr selbstverständlichen Wunsch nach mehr Wärme und Liebe - eine Metapher eben.

Erst recht, wenn man selber solch kleine Menschen gerade großzieht, weiß man die Sehnsucht nach Liebe und Geliebtwerden umso mehr zu schätzen. Das zeigt dieser Film in einer abgeklärten Weise, gerade auch zum Schluß, der zudem für viele Interpretationen frei bleibt wie z.B. wie es weitergeht mit dem kleinen David oder der angebrachten Frage, wie kann man einen Menschen für einen Tag ins Leben zurückholen, ohne dass sein Bewußtsein das hinterfrägt?

Das für die Geschichtserzählung und das Ende des Films außerirdische Wesen herangezogen werden, ist eigentlich logisch, denn wer sonst sollte diesen Part übernehmen? Gott?

Ich habe schon wesentlich kitschigere Filme gesehen, auch vom selben Regisseur, es sei nur an die Schmonzette "ET" erinnert.

Wer keine Phantasie hat, der sollte die Finger von solchen Filmen lassen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Künstliche Liebe, 31. Mai 2008
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD)
Der Titel AI ist Etikettenschwindel, macht aber nichts. Um künstliche Intelligenz geht es nun wahrlich nicht. Um Liebe schon eher, und das Thema mag ich. Um vieles anderes geht es auch noch. Doch gemach, wir fangen vorne an.
Komisch, dass Spielberg uns gleich in der ersten Szene die Problematik haarklein erklärt, das paßt nicht zu seinen Anfangsszenen, die auffällig oft inhaltlich rätselhaft und stilistisch gewagt, ganz gegensätzlich zum darauf folgenden Film sind. Egal, er macht das ja nicht schlecht, und er legt hier schon seine stilistischen Fährten. Am Ende schließt sich offenbar ein Fenster oder so ähnlich, jedenfalls wird ein kleines Außenlicht schwarz, und mit Licht und Dunkelheit wird dieser Film noch so manches Mal zu tun haben. In der Wohnung der Swintons haben wir große Räume, aber im Vergleich dazu recht enge Gänge, manchmal sind diese eher vom Außenlicht erleuchtet, die Räume eher dunkel, schmale Lichtstreifen im Dunkel, enge, steinige, aber bei Spielberg (anders als bei Kubrick) natürlich nie hoffnungslose Wege müssen die Menschen (ich nenn das jetzt mal so) gehen. Ansonsten eine Grau-in-grau-Monochromie (mit Ausnahme von der Stadt mit dem sprechenden Namen Rouge City), die oft recht gut zu der trostlosen Umgebung paßt. Die ersten zehn, zwanzig Minuten, nachdem David ins Haus der Swintons gekommen ist: Eine Hölle. Totale Unfähigkeit zu kommunizieren, zwischen allen Personen (dazu passend kaum Dialoge), der Bengel geht einem echt auf die Nerven, taucht überall und unvermittelt auf (das machte schon Hitch mit der Haushälterin in Rebecca ganz bewußt), und als die Liebesfunktion aktiviert wird, ist er eigentlich nicht minder nervig in seiner klettenhaften Anhängigkeit. Das alles spricht aber eher für als gegen den Film, es befördert ja durchaus sein Thema, dass es eben nicht so einfach ist, die Liebe zu programmieren. Und diese Unbeholfenheit hat etwas von der mechanischen Kälte in Stanley Kubricks Oeuvre, auf dessen nachgelassenen Ausarbeitungen der Film ja beruht.
Das Design ist dazu meines Erachtens adäquat. Mit Ausnahme der etwas seltsam aussehenden Autos und Telefone ist es ja gar nicht so "futuristisch", der Film konzentriert sich zunächst auf das Haus der Swintons, von der Außenwelt wird zwar erzählt, aber man sieht sie nicht. Und die Innenwelt ist zum Teil recht banale Alltagsgegenwart. Aber mich hat das nicht gestört. Spielbergs Thema ist doch nicht, wie die Welt von morgen aussehen könnte, sondern was JETZT passieren würde, wenn künstliche Liebe eben möglich wäre. Und das ist doch eine Hypothese, die man auch für die Gegenwart aufstellen könnte. Für das reale Leben.

Nachdem dann einige Szenen kommen, die auch in das Kapitel "Adoptivkind und echter Bruder" passen würden, sehen wir noch, dass beim emotionalen Roboter durchaus einmal sein Verlangen nach Menschlichem über den Selbsterhaltungsmechanismus triumphieren kann. Guten Appetit! Hier merken wir zum ersten Mal, dass David wirklich Gefühle hat, sonst würde er ja nichts tun (konkret: etwas essen), was seine Platinen schädigt. Ein hübsch perverser Einfall, dass es ausgerechnet die Speise ist, die Kinder häufig nicht mögen (Spinat), und zu der man sie üblicherweise mit dem Versprechen, groß und stark wie Popeye zu werden, überredet.

Und dann muß das Roboterkind die Familie verlassen. Tatsächlich verursacht der Roboter Emotionen bei mir, was ja auch Absicht ist und noch viele Male vorkommen wird. Im Nachhinein ist das aber nicht erstaunlich: Wenn David so ist, wie er ist, ist es nur natürlich, dass er auch Mitleid u.ä. erringen kann. Und dass der Film das kann, ist ohnehin klar, denn Spielberg ist nun einmal Spielberg, und dafür mag ich ihn sogar recht gern, denn das hat nicht jeder so perfektioniert wie er.
Andererseits sind mir andere Spielberg-Filme noch lieber, und es mag ein wenig an einer stilistischen Eigenschaft liegen, die aus meiner Sicht eher eine Schwäche ist. Die Emotionen sind in einer recht offensichtlichen Weise kalkuliert. Nun, das alleine ist noch nicht das Problem, Kino soll ja durchaus in gewissen Maßen manipulieren und bestimmte Gefühle hervorrufen. Ein schlechter Regisseur ist, wer das nicht kann (ein guter unter Umständen, wer es nicht oder nur zum Teil will). Das Problem ist vielmehr, dass dieses Kalkulierte einhergeht mit einer Fülle von Special Effects, die unglaublich gut sind, aber für die Geschichte kein Stück nötig sind. Das führt dazu, dass der Film permanent selbst anhält und man das Gefühl hat, ihm dann dabei zuschauen zu können, wie er gerade sein eigenes technisches Können bewundert. Wir verlieren die Geschichte aus dem Blick und fragen uns, wie dieser oder jener Trick gemacht wurde. Da es gute Tricks sind, ist das eine Zeitlang nicht schlecht, aber auf die Dauer paßt es nicht so gut zu der sehr menschlichen Geschichte. Das haben wir in vielen Szenen: Roboter, die ohne Schnitt unter der Menschenhaut ihr Inneres offenbaren, und dann als Menschen weiterreden, einzelne Körperteile, die sich verteufelt echt bewegen, Kombination von Schauspieler- und Maschinenteilen, einzelne abgetrennte Körperteile, die perfekt "menschlich" funktionieren. Und selbstverständlich immer ohne Schnitt so, dass das ganze Objekt im Bild ist. Schaut her, hier ist alles so echt, wie es geht. Der Kopf ist nicht in Großaufnahme zu sehen, hier wird nicht verdeckt, dass da in Wirklichkeit dann doch ein Körper dran ist. Und so weiter. Nun gut, früher hatte man Perspektive, Ausschnitt, Maske, Montage, heute hat man den Computer. Der bietet natürlich mehr Möglichkeiten, aber das permanente Zurschaustellen dieser Möglichkeiten läßt alles nur noch viel künstlicher erscheinen, viel stärker daran denken, dass wir es nur mit einem Film zu tun haben. Spielberg erreicht hier das Gegenteil von dem, was er will.

Es folgt eine etwas befremdliche Actionszene, in der die ausgestoßenen Roboter gefangengenommen und zur Gaudi "hingerichtet" werden. Ästhetisch wenig ansprechend, fühlen wir uns erinnert an billigen SF-Endzeit-Schrott, Mad Max, Waterworld, alles recht banales Zeugs. "Bluthunde" als grell erleuchtete Motorräder mit einer Art Hundeschnauze, au weia! Was soll dieser Quatsch? Die Anarcho-Endzeit-Filme at their worst. Ganz so übel wird's dann doch nicht, denn es ist ja für die Geschichte sinnvoll und wichtig, zu zeigen, dass wir das Gemetzel verabscheuen, aber immer wieder denken "Moment, sind ja nur Roboter". Aber ein bißchen weniger Detailliebe hätte es auch getan (am stärksten wirkt ohnehin die Szene von David, dem gerade nichts geschieht). Wenn etwa ein Roboter durch einen Rotor geschossen wird, schmaddert der Kopf zwischen zwei Gitterstäben entzwei. Dass er dann noch was sagen muß, war echt nicht nötig und lenkt eher von der Geschichte ab; es sagt nicht: "Schaut, wie gemein die Menschen sind" o.ä., sondern "Schaut, was ILM da mal wieder hinbekommen hat."

David, der "lebende" Teddy und Roboter Gigolo Joe (Jude Law) entkommen. Ach ja, Joe überhaupt. Joe heißt Joe, eine Roboterkollegin heißt "Jane", so wie Joe Doe und Jane Doe, die Synonyme des amerikanischen kleinen Mannes bzw. des all-american girl. Hat mir recht gut gefallen, aber das kann natürlich nicht alles sein. Joe ist "Liebesroboter", vulgo Bumsroboter, darin recht gut, aber eben doch im Kontrast zu David, der ja "Liebe" sucht, sie aber bei Joe nicht finden kann. Immerhin hilf ihm Joe, indem er ihm erst einmal nackte Tatsachen über das Leben beibringt. Es muß nicht immer alles Grau in Grau sein (Rouge City), und Informationen bekommt man am ehesten, wenn man dafür bare Münze klingen läßt, aber man kann auch seinen Spaß haben (wenngleich auch Joe in seiner letzten Szene eine Verletzlichkeit andeutet). Eine interessante Kombination, diese beiden.

Schließlich New York - die blaue Fee aus "Pinocchio", die Wünsche erfüllen und letzte Geheimnisse klären soll (ein interessantes Farbmotiv im Kontrast zum grauen Anfang / Rouge City sowie ein typischer märchenhafter Disneyscher Spielbergianismus) wird tatsächlich gefunden, tja, und auf einmal sind zweitausend Jahre vergangen. Und jetzt kommt die Auflösung, die einige gestört hat. Mich nicht. Zugegeben, stilistisch ganz anders als der Rest, sehr ruhige Sphärenklänge, streckenweise kaum Text und ruhige Kamerafahrten, häufig unterlegt durch den nur hier anwesenden Off-Kommentator. Aber es sind eben auch 2000 Jahre vergangen, da kann man das durchaus machen. Hier halt mal nicht der Spielbergsche inkohärente Anfang, sondern das inkohärente Ende. Aber nicht schlecht. Einen Verrat Spielbergs an Kubrick kann ich da nicht erkennen, zumal der extreme Zeitsprung, das gleißende Licht, die schon genannten Stilmittel und anderes stark an Kubricks Ende von "2001" erinnern. Das geht bis hin zu einzelnen Szenen. Eine völlig neue Welt sehen wir, die Augen eines Jungen in Großaufnahme in gleißendem Licht, der auf einmal völlig unpassend Wohnräume vor sich sieht - "2001" läßt grüßen. Wie die Außerirdischen aussehen (woran viele gemäkelt hatten), hat mich nicht so wahnsinnig beschäftigt, die genannten Stilmittel sind m.E. viel auffälliger und auch wichtiger.

Und inhaltlich? (SPOILER!!!) Nun, ein Happy End ist das doch wohl nicht, schließlich hat auch der längste Tag einmal ein Ende, und schließlich war das doch eine scheinheilige Kunstwelt und auch als solche erkennbar und bewußt gemacht, zwei Menschen nur für sich, abgeschirmt von allem. David wird immer Außenseiter bleiben, die "Einzigartigkeit", die so auffällig oft thematisiert wird, findet hier ihre spiegelverkehrte Entsprechung. Nun ist David nicht der erste emotionale Roboter, sondern das letzte Zeugnis menschlicher Kultur. Er ist wieder in einer Welt, die seinen Bedürfnissen nicht Rechnung tragen kann. Von daher möchte ich den Schlußteil gern verteidigen.

Last but not least kann man sich ein bißchen über den natürlich perfekt animierten Teddy des Roboterjungen Gedanken machen. Spielberg, Disney, Pinocchio. Georg Seeßlen hatte den Teddy mit Jiminy Grille, dem Gewissen von Pinocchio, verglichen. Hier ist es wieder, die Vermischng des anspielungsreich-märchenhaften mit den SF-Gedankenspielen. Insgesamt somit ein echter Spielberg, mit einigen Kubrick-Elementen. Die Symbiose zweier völlig unterschiedlicher Regisseure ist meiner Ansicht nach durchaus geglückt. Kubricks "Welt ohne Mitleid" (Lars-Olav Beier) und Spielbergs Hoffnungsschimmer, das war nicht einfach zu verbinden, aber: Es hat geklappt; die beiden Beispiele, in denen ich auf Kubrick eingegangen bin, mögen zeigen, dass Spielberg die kalten Kubrick-Welten durchaus ernst nimmt und die Hoffnung, die er dem entgegensetzt, nie zu billig erkauft ist und auch etwas Fragwürdiges hat.

Die Kritikpunkte am Film betreffen also nicht das (künstlerische) Spielberg-Kubrick-Verhältnis, wie es im fertigen Produkt zu sehen ist. Hier gibt es vielmehr ein dickes Lob, auch bewußt gegen die Kritiker, die den Film an dieser Ecke angreifen. Dennoch einen Stern Abzug für die erwähnten, nicht so überzeugenden Passagen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keinesfalls langweilig, wenn man versteht und sich gleiten lässt!!!, 24. August 2008
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (DVD)
A.I. ist ein sehr umstrittener Film und das hat auch seine Gründe. Zum ersten zieht sich die ganze Geschichte etwas hin, was wohl vielen Menschen mehr als nur ein Gähnen entlockt. Folge: Man wird unruhig. Doch noch wirkt der Film recht interessant, das Leben in der Familie wird dargestellt und dieses erweist sich als äußerst hinterhältig. Nach der bisher emotionalsten Stelle (David wird verstoßen) ändert sich der Film komplett. Jetzt ist alles anders, unwirklich und verrückt. Doch hinter dieser Fassade versteckt sich ein sehr tiefgründiger Hauptgedanke, der den Film fesselnd macht. Mein Tipp: Auch wenn der Film zwischendurch langatmig erscheint und kurios, schauen Sie mit hoher Aufmerksamkeit weiter. Wenn man alles genau mitbekommt, bekommt man ebenso mit, dass der Film ein gerissenes Meisterwerk v0on Spielberg darstellt.

Der allgemeine Gedanke des Filmes ist schon fantastisch: Ein Roboterkind mit Gefühlen, was zum Mensch werden will, damit sie ihn lieb gewinnt. Der Film drückt jede Menge aus: Menschen begehen die Fehler und bauen Roboter und diese müssen dann unter ihren Fehlern leiden, weil sie Gefühle haben und alleine sind. Spielberg erzählt eine wahrnende Science Fiction Geschichte, die durch turbulente verrückte Szenen verschlüsselt wird. Bei mehrmaligen Sehen allerdings erweist sich das Werk als perfekt.

Bis hin zum Ende ist der Film einzigartig und ein ganz besonderer Film, man muss sich nur den Film gefallen lassen, dann ist er auch nicht langweilig. Die Liebe, v.a. am Ende des Filmes, ist so hinreißend, dass mir eine Träne floss. Wahnsinn.

Hinzu kommt die einzigartige, phänomenale super Musik von John Williams. Das Klavierthema ist so faszinierend traurig und herzergreifend. Es gibt dunkle Streicherpassagen, die die Firma Cybertronics im dunklen Licht darstehen lässt. Die Musik passt zum Film, wie angegossen. Oft richtet nur sie im Film Gänsehaut aus, z.B. bei gruseligen Stellen. Einfach nur perfekt.

A.I. ist ein sehr untypischer Spielberg Film und könnte somit auch Liebhaber von Leuten, die Spielberg nicht leiden können, bekommen. Trotz vieler sehr eigenartiger Science Fiction Vorfälle in diesem Film, ist A.I. sehr geschickt gemacht und entpuppt sich zu guter Letzt als Meisterwerk!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das sind keine Aliens!!, 2. Dezember 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: A.I. - Künstliche Intelligenz (2 DVDs) (DVD)
Selten habe ich zu einem Film dermaßen zwiespältige Rezensionen gelesen. Ich persönlich finde den Film ausgesprochen interessant und faszinierend, deshalb 5 Sterne. Aufgefallen war mir bei den meisten schlechten Rezensionen, dass die entsprechenden Verfasser die Wesen am Ende für Aliens hielten. Für diejenigen deswegen der kleine Tipp, vielleicht lieber den Film nochmal ganz genau zu schauen. Dann erscheint das Ende womöglich gar nicht mehr so blöd und kitschig und man kommt zu einer anderen Bewertung des Films....
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