Kundenrezensionen

8
3,8 von 5 Sternen
Bluejeans & Moonbeams
Format: Audio CDÄndern
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2012
Muss man sich schämen, wenn man diese Platte mag?

Diesen "kommerziellen Schrott"? Eine Platte, von der sich ja auch der Captain selbst distanziert hat?

Was kommt als nächstes in der persönlichen Entwicklung, fragt man sich da. Florian Silbereisen etwa? In dem Falle tritt aber wahrscheinlich auch Tom Waits in nächster Zeit bei Florian Silbereisen auf - denn für mich ist "Bluejeans & Moonbeams" mit Sicherheit eins nicht: "kommerzieller Schrott". Aus den Songs hätte der Captain vielleicht mehr machen können. Trotzdem lädt diese Scheibe den Hörer ein, einige wirklich interessante Musikstücke zu entdecken, obwohl sie auch nicht viel mit den "großen" Werken des Captains zu tun hat. Dafür entpuppt sie sich dann doch als zu brav.

Natürlich ist das kein bahnbrechendes Album. Natürlich kann man froh sein, dass es floppte. Dass Captain Beefheart wieder andere Wege einschlug, nachdem er merkte, dass diese Beefheart-light-Version nicht den erhofften finanziellen Segen einbrachte.

Trotzdem: auf "Bluejeans & Moonbeams" sind extrem gute Tracks enthalten, allen voran ein fantastisches Cover des JJ Cale Songs "Same old Blues", der sich in eine abgründige, tiefschwarze Selbstmordballade verwandelt. Für mich persönlich ist dieser Track ein Highlight in Beefhearts Schaffen.

Das extrem funkige, sexuell aufgeladene "Party Of Special Things To Do" hätte mit anderen Musikern/einem anderen musikalischen Konzept ein "normaler" Beefheartsong mit Ecken und Kanten werden können. Die Studioversion wirkt etwas weichgekocht, macht aber trotzdem Spaß. Übrigens wurde der Titel kongenial von den White Stripes gecovert.

Dann gibt es noch ein paar nette Balladen wie "Further we have gone", der ein wenig an Nick Cave erinnert.

"Twist ah Luck" ist ein feiner, treibender Bluessong bei dem Beefheart mit seinem famosen Mundharmonikaspiel besticht.

Ich gebe diesem Album fünf Sterne, allein schon deswegen weil ich über jede Minute Musik dankbar bin, die der Captain aufgenommen hat.

Übrigens finden sich auf youtube tolle Konzertmitschnitte von dieser Phase von Captain Beefheart. Seine Band wurde von Fans häufig enttäuscht nur noch "Tragic Band" genannt. Die Mitschnitte beweisen das Gegenteil. Diese "Tragic Band" konnte extrem energiegeladenen Bluesrock spielen. Kein avantgardistischer Sound vielleicht, nichts richtungsweisendes, aber trotzdem gute Unterhaltung. Und das findet sich auch auf der Bluejeans-scheibe wieder.

Einfach die unvergleichliche Stimme Beefhearts genießen und ein paar gute, wenn auch konventionelle Songs entdecken - darum geht es hier.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Dezember 2005
Tatsächlich sollte man dieses Album nicht hören, wenn man Lust auf Captain Beefheart hat. Während Unconditionally Guaranteed durchgehend schwungvoll ist oder doch zumindest emotional wirkt, plätschern weite Teile dieses Albums regelrecht vor sich hin. Das ist zumeist nette Hintergrundmusik, unaufdringlich, bestimmt zum Autofahren oder eben als Hintergrundgedudel gut geeignet.
Am besten gefallen mir die Balladen Observatory Crest, Bluejeans and moonbeams und vor allem Further than we've gone, dem ich als einzigen Song fünf Sterne gebe.
Ziemlich nervig finde ich dagegen Captain's Holiday und Rock'n'roll's evil doll.
Routinierter, unaufgeregter Mainstream. Beefheart's anspruchsloseste und auch langweiligste Platte.
PS Besagte Balladen findet man auch auf der Collection A carrot is as close as a rabbit gets to a diamond.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2009
Für die hartgesottenen Freunde des Kapitäns war das Album wahrscheinlich ein Schock. Bedroht doch die Auflösung im Beliebigen seit Jahrzehnten jede Band, die mit großer Originalität in die Startlöcher getreten ist. Vom Mainstream ist sie allerdings immer noch meilenweit entfernt. Und die Zugabe von Mirror Man Tracks relativiert das Album ja auch. Diese zeigen den Hintergrund, aus dem diese Musik sich entwickelt hat. Das ist nicht ohne Risiko, denn es könnte jemanden, der dieses Album toll findet, wie es ist, ein wenig verschrecken: Das also ist der wahre Captain? Ja, und das sollte man wissen. Diese Spuren dem eher schmusigen Album hinzuzufügen, geschah wahrscheinlich aus Liebe zu D.V.V., dem man Ehre tut, wenn man sein Gesamtwerk betrachtet.

Seit 1982 hat er die Bühnen nicht mehr betreten. Er wird wird im Januar 69 Jahre alt. Seine Magic Band ist weiter aktiv. Er hat sich ganz der Malerei und dem Zeichnen gewidmet. Sein Werk ist nicht alles ohne seine Malerei, seine Musik ist unvollständig ohne die "Moonbeams". Er ließ es bei dem Nachfolge-Album "Unconditionally Guaranteed" zwar deutlich sichtbar werden, daß ihn kommerzielle Gründe dazu brachten, "hörbarere" Musik auf den Markt zu bringen. Aber als echter Künstler trat er die Flucht nach vorne an und machte das Beste draus.
Wenn man nur diese beiden Alben kennen würde, dann wüßte man weniger als nichts über Captain Beefheart, dessen atonale Radikalität in den End-Sechzigern und auf "Trout Mask Replica" (1969) oder "Strictly Personal" (1968) den anderen Extrempol markiert. Zwischen diesen bewegt er sich.

Allerdings: Wenn man sich dieses Album nach extremen geistigen Zuständen, nach Ekstase, Depression, Katzenjammer oder allem zugleich genehmigt, ist sie Balsam. Mir war es (vor 35 Jahren) die Botschaft: "Er ist da rausgekommen. Du kommst da raus." Und so war es auch.

Leider gibt Amazon als Jahreszahl das Jahr des Remix an. Das ist sehr bedauerlich. Gerade bei diesem Künstler lohnt es sich, die Alben in den Zeitgeist einzubetten und zu sehen, wie umgekehrt das musikalische Umfeld von Captain Beefheart geprägt worden ist.
Auf seiner Fanpage beefheartdotcom gibt es genauere Informationen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2008
Vielleicht nicht die beste vom Captain, aber die mit abstand Schönste.

Observatory Crest, Further Than We've Gone und Bluejeans and Moonbeams.

3 Titel für die Ewigkeit. Der Rest spielt keine Rolle.

Im Nachhinein kann man nur sagen danke an das Plattenlabel, danke an den Produzenten und danke an seine Frau. Ohne den drang nach kommerziellen Erfolg wären diese Großartigen Lieder wahrscheinlich nie entstanden.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Januar 2007
Zur bisherigen Version dieses Tonträgers hatte ich bereits folgende Rezension geschrieben:

"Tatsächlich sollte man dieses Album nicht hören, wenn man Lust auf Captain Beefheart hat. Während Unconditionally Guaranteed durchgehend schwungvoll ist oder doch zumindest emotional wirkt, plätschern weite Teile dieses Albums regelrecht vor sich hin. Das ist zumeist nette Hintergrundmusik, unaufdringlich, bestimmt zum Autofahren oder eben als Hintergrundgedudel gut geeignet.

Am besten gefallen mir die Balladen Observatory Crest, Bluejeans and moonbeams und vor allem Further than we've gone, dem ich als einzigen Song fünf Sterne gebe.

Ziemlich nervig finde ich dagegen Captain's Holiday und Rock'n'roll's evil doll.

Routinierter, unaufgeregter Mainstream. Beefheart's anspruchsloseste und auch langweiligste Platte.

PS Besagte Balladen findet man auch auf der Collection A carrot is as close as a rabbit gets to a diamond."

Hinzufügen möchte ich nun, dass diese neue Ausgabe noch nicht einmal Bonustracks beinhaltet. Es ist ganz offensichtlich nur eine Neuauflage, um das Ding aufzuwerten - sprich: Teurer zu machen. Schade, eine Chance wurde verpasst.

Wer kein ausgewiesener Klangfetischist ist, dem empfehle ich die deutlich billigere Ausgabe von 1987. Viel eher rate ich aber zur Compilation A carrot is as close as a rabbit is to a diamond!!

Aus Enttäuschung und wegen der ungerechtfertigten Teuerung gebe ich dieser Ausgabe gar nur zwei Sterne.
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am 11. Juli 2003
Man kennt Cpt. Beefheart seit "Hot Rats" mit Frank Zappa als total schrägen Avantgardisten, aber viel weiter weg vom Main-Stream als sein Freund Zappa. Hier hat er mal das Ausgeflipptseinmüssen weggelassen, und einfach nur schönen (aber nicht seichten) Bluesrock gemacht. Wo es schmalzig-schön ist ("Further Than We've Gone"), da hat es was Parodistisches. Und die Gitarre ... mmmh! Man kriegt ja auf anderen Platten kaum zu hören, was der Captain als Rockgitarrist so auf dem Kasten hat. Hier wird man entschädingt. Auch beachten: "Party Of Special Things To Do", "Same Old Blues", "Observatory Crest" und das Titellied. Ich find's okay, das Don Van Fleet hier mal leichter zu verdauen ist.
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am 11. September 2006
...und trotzdem ist diese CD ein guter Einstieg, um in die (sonst eher) verschroben-dadaistische Welt des Captains zu schnuppern.
Vorneweg muss eins aber ganz offen und ehrlich gesagt werden: Für fast jeden Freund der Beefheart'schen Interpretation von Musik ist diese CD in jedem Fall die besch...eidenste; gut: Einigen wir uns auf 'kommerziellste'!
-Und Kommerzmusik ist das, was der echte 'Beefhearter' eigentlich nicht hören möchte. Da nehm' ich mich nicht aus. Ich mag die Scheibe an sich auch nicht. -Und trotzdem findet sie immer wieder ihren Weg in den Player. Ich glaube sogar öfter, als das widerborstige Glanzstück 'Trout Mask Replica'...
Warum das so ist kann ich nur vermuten, denn eigentlich hör' ich die 'richtige' Musik des Captains bewusst, mit 'offenen Ohren' und weil ich sie mag (und auch verstehe). Diese Art zu'hören' geht bei dieser CD aber nicht, weil sie einfach zu brav und weichgespült ist.
Möchte ich Beefheart-Musik aber mal zum schreiben, zeichnen oder von mir aus auch zum kochen hören, dann wandert diese Scheibe in den CD-Player.
-Und wisst ihr was: Dann kommt die auch total gut!
Locker relaxt, immer schön bluesig, ein bisschen poppig, ein bisschen Rock, dazu eine passable Cover-Version ('Same old blues', von J.J. Cale), ganz wenige, gut durchgekochte schräge Töne und darüber dann eine dicke Glasur aus Zuckerguss...
Aber, ganz ehrlich: Wenn die Takes nicht durch das brüchig-rauhe Organ des Captains geprägt wären, man würde diese Scheibe kaum als Beefheart-Interpretation erkennen.
-Und das bereitet der treuen Fan-Gemeinde doch mittleres Sodbrennen...
Nur zwei Titel erinnern ein wenig an das wirkliche Genie des Don van Vliet: 'Party of special things to do' und 'Twist ah luck'. Der Rest ist aber immer noch guter, durchaus hörenswerter Mainstream, der vor allem von diesem einzigartigen Organ (Stimme wäre untertrieben...) 'lebt'.
Für den Einsteiger, der sich eher behutsam der schrägen Welt des Captains nähern möchte, ist diese Scheibe aber genau richtig. Danach empfehle ich die 'Unconditionally Guaranteed', dann die 'Shiny Beast' und dann aber gleich die frühe 'Safe as Milk', denn dann müsst's eigentlich schon funzen.
Wer wagemutig ist, der kann sich nach der 'Bluejeans...' auch gleich an das relativ gute Live-Album 'London Drury Lane' trauen. -Und wer sich die Droge voll ins Hirn schmettern möchte, der ist mit dem (ebenfalls relativ guten) Live-Album 'Amsterdam '80' bestens bedient. Dass bietet zugleich einen sehr sehr guten Überblick (1967-1980) auf das Beafheart'sche Schaffen!
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am 20. August 2001
Der Fortschritt gegenüber dem mißratenen Vorgänger "Unconditionally Guaranteed" war leider nur marginal. Belangloser Blues(-Rock) und schwache, bisweilen selbstgefällige Texte. Am besten ist noch der Titeltrack mit seiner leicht verträumten Stimmung.
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