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191 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Königreich der Himmel
Kingdom of Heaven - Director's Cut

Irgendwie, durch mehrmaliges Sehen der Kinoversion und das Zudrücken des einen oder anderen Auges, bin ich doch ein kleiner Fan der Kinoversion von KdH. Deshalb war die Director's Cut Version natürlich ein Must-Have für mich! Und was dann folgte, war schlicht unglaublich. Mehrmals musste ich mich während...
Veröffentlicht am 21. Juli 2007 von Alodon

versus
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besseres gewöhnt.
Das können wir doch besser Mr. Scott. Waren wir doch von Ridley Scott Klassiker im Formate eines Gladiators gewöhnt, so entäuscht mich dieser Film doch ein wenig, wenn nicht sogar ganz schön. Als ich das erste Mal davon hörte, dass er einen Film drehen will, welcher in der Zeiten der Kreuzzüge spielt war ich ehrlich begeistert, da Gladiator...
Veröffentlicht am 25. Mai 2005 von _Mat_


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191 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Königreich der Himmel, 21. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition [4 DVDs] (DVD)
Kingdom of Heaven - Director's Cut

Irgendwie, durch mehrmaliges Sehen der Kinoversion und das Zudrücken des einen oder anderen Auges, bin ich doch ein kleiner Fan der Kinoversion von KdH. Deshalb war die Director's Cut Version natürlich ein Must-Have für mich! Und was dann folgte, war schlicht unglaublich. Mehrmals musste ich mich während dem Film selber fragen: Welcher Produzent kam bloss auf die Idee, ein so tiefgründiges und komplexes Schlachtengemälde in einen knapp durchschnittlichen Blockbuster zu verwandeln? Es ist mehr als schade, dass diese Version des Filmes wohl nie die Leinwand erblicken, und dem Dircetor's Cut, welcher ja eigentlich die "Kinoversion" hätte sein sollen, somit die verdiente Anerkennung verwehrt bleiben wird...

Aber mal von vorn. Es gibt viele, sogenannte "Dircetor's Cuts". Die meisten sind lediglich die Kinoversion, aufgepeppt mit einigen Szenen, in welchen Fragen geklärt werden, die sich niemand gestellt hatte. Ich erinnere mich da zum Beispiel an "Herr der Ringe", welcher zwar ein paar schöne Szenen hinzugefügt bekommen hat, aber im Grunde genommen funktionierte die Kinoversion genau so gut wie der DC (Wobei man anmerken sollte, dass Peter Jackson es lieber "Special Extendend Edition" nennt als DC).

Was aber Ridley Scott mit Königreich der Himmel gemacht hat, ist weit mehr, als einfach "Szenen einzufügen". Im Grunde genommen ändert er den ganzen Spannungsbogen, d.h. die Art und Weise, wie der Film Spannung aufbaut - ein ganz anderer Rhytmus. Wichtige Charaktere wie Godfrey oder Tiberias erhalten mehr Screentime, besonders Liam Neesons Charakter erhält wesentlich mehr Hintergrund. Er wirkt nun viel weniger als Nebenfigur, dafür aber als treibende Kraft, welche die ganze Handlungsweise Balians am meisten beeinflusst hat. Viele von Balians Handlungen im Film werden dadurch erst nachvollziehbar, und auch seine innere Zerrissenheit werden glaubhaft dargestellt. Nun bemerkt man eigentlich erst richtig, dass Balian nie an "Gott" zweifelte, sondern viel mehr an die Menschen, und was sie aus "Gott" gemacht haben. Statt seinem erhofften "Königreich der Himmel", wo die Menschen in Frieden miteinander leben, wo Liebe statt Hass herrscht, und wo ein jeder sich seinem Gott widmen kann - gleich welcher Konfession -, findet er Verderbniss, Korruption und schmutzige Politik vor. Ein weiser Mensch sagt zu ihm: "Ein König mag einen Mann fordern, aber seine Seele gehört ihm allein." Es steckt so viel Wahrheit hinter diesem Satz...

Dass ganze Handlungsstränge, welche nun neu eingefügt wurden, eben nicht "eingefügt" wirken, sondern geschickt verwoben und dem Film erst ein rundes Gesicht verleihend wirken, liegt wie schon angemerkt daran, dass diese Szenen ursprünglich rausgerissen wurden, und dem Film dadurch erst logische und historische Fehler zufügten! Nun wird auch endlich erklärt, woher Balian seine Kenntnisse über die Kriegsführung hat, und was aus Guy nun geworden ist. Jetzt hat auch die Figur der Sibylla ihre daseins Berechtigung: Klasse!

Vorsicht, Spoilergefahr: Die Szene, in welcher Balian die restlichen Bewohner Jerusalems zu Rittern schlägt, wurde kaum verändert, doch durch die zahlreichen Änderungen zuvor wirkt diese Szene jetzt viel weniger kitschig und künstlich. Nun ist es genau jene Szene, welche quasi das "Ziel" des Filmes war, oder um es anderst auszudrücken: Der ganze Film steuert genau auf jenem Moment zu, er gipfelt in Balians Ansprache, und wer nicht zu Tränen gerührt wird, um es mal hart auszudrücken, der hat keine Gefühle.

Fazit:
Wahnsinn! Jetzt merkt man, dass der Film weit mehr wollte, als zu unterhalten. Nicht nur inhaltlich wirkt er jetzt schlüssiger, auch die Machart, Inszenierung, Schnitte etc. wirken jetzt viel professioneller und stimmiger. Was manchen vieleicht nicht so sehr gefällt, hat hingegen genau meinen Geschmack getroffen: Balians Geschichte, seine Reise zur Selbstfindung, rückt nun eindeutig in den Vordergrund. Endlich wird geklärt, ob er am Ende seines persönlichen Kreuzzuges endlich das ersehnte "Königreich des Gewissens" gefunden hat. Nebenbei werden noch eingie Denkanstösse gegeben, einige Themen werden aufgegriffen, ohne sie aber halbherzig zu behandeln. Diese Gradwanderung hat Ridley Scott meisterlich geschafft!

Ich bin keiner, der mal schnell die volle Punktzahl gibt. Ehrlichgesagt habe ich das noch nie getan... Aber hier ist es einfach nur angebracht.

10/10 Punkte!
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist Jerusalem Wert?, 1. Mai 2007
Von 
Oliver Sieh "Io" (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition [4 DVDs] (DVD)
Zuvor: Meine Meinung über den Film könnt Ihr der unten stehenden Rezension entnehmen, die aber noch auf der Kinofassung beruht.

Der Film bringt einem ja durchaus über Religion zum Nachdenken. Sofern es Himmel und Hölle wirklich geben sollte, bin ich davon überzeugt, daß es für Produzenten eine besonders heiße Ecke da unten geben muß.

Wer den Directors Cut sieht, der merkt erst, wie sehr der Film durch kürzen verloren hat. Endlich werden die Handlungsstränge stimmig, können sich die Charaktere entfalten, versteht man, was mit Sybillas Sohn passierte usw. usf.

Dieser Directors Cut ist bedingungslos zu empfehlen. Die Kinofassung unter Berücksichtigung dieser Fassung ist auch nicht mehr vom Krabbeltisch zu empfehlen!

Alte Rezension:

Balian (Orlando Bloom), ein einfacher Schmied, hat Frau und Kind verloren und darüber beinahe auch seinen Glauben. Der Religions-Krieg, der im fernen Heiligen Land brennt, scheint ihm weit entfernt. Dennoch wird er in die Ereignisse dieses immensen Dramas hineingezogen als sich herausstellt, das er ein unehelicher Sohn und Nachfolger des Grafen von Ibelin ist. Inmitten des Prunks und der Intrigen des mittelalterlichen Jerusalems verliebt er sich, wächst in seine Aufgabe und zu einem Führer heran und setzt am Ende all seinen Mut und seine Fähigkeiten ein, um Jerusalem in aussichtsloser Lage zu verteidigen.

Trotzdem es eine amerikanische Hollywood Produktion ist, kommt der Film in weiten Teilen überaus still und ohne ständigen Schlachtenlärm daher, ohne jedoch große Längen zu besitzen. Wie kaum ein Film zuvor, versucht der Film ein reales Bild der damaligen Zustände darzustellen. Fast 100 Jahre ist es her, dass Jerusalem erobert und von den christlichen Kreuzittern mit einem unvorstellbaren Massaker an der gesamten Bevölkerung, egal ob christlich, islamisch oder jüdisch, eingenommen wurde. Die Kreuzritter trafen dort auf eine hochstehende, jahrtausendealte Kultur, die von vielen auch willig angenommen und assimiliert wurde, was von anderen, insbesondere auch von den Templern, als Hochverrat angesehen wurde.

Dazu kommt die Situation, dass die Christen unter islamischer Herrschaft in der Regel gut leben konnten, waren sie doch ein Volk des Buches (Bibel) wie der Islam auch. Während sich die verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen bis auf das Messer bekämpften.

Viele Kritiker des Films beklagen den 'Pathos' des Films, wie zum Beispiel die Ernennung der Ritter vor der entscheidenen Schlacht, wahrscheinlich in Unwissenheit, dass gerade diese Handlungen durch die damaligen Chronisten gut belegt sind. Balian von Ibelin ernannte in der Tat alle adligen Knappen der Stadt zu Rittern. Auch verschiedene Szenen, wie z. B. in Saladins Zelt, basieren fast Wortgetreu auf den Überlieferungen. Phantastisch realistisch auch die Kampfszenen, die Funktion der Trebuchets, der weittragenden Wurfmaschinen, den damaligen Superwaffen, die riesigen Armeen.

Ausgewogen stellt der Film die christliche und die islamische Seite dar. Der leprakranke Balduin, König von Jerusalem, der den Geruch seines verfaulenden Körpers durch parfümgetränkte Tücher verdeckte, oder Saladin, über dessen Großmut viele Berichte erhalten sind. So lies er z. B. inmitten einer Schlacht, bei der Richard Löwenherz sein Pferd verlor, zwei Pferde überbringen oder als er eine Burg belagerte, in der die Burgherrin krank darniederlag, schickte er stärkendes Essen. Etwas verfälscht wird das Ende dargestellt. Saladin setzte einen sehr geringen Satz als Lösegeld für jeden Bewohner fest. Balian kratzte alles an Geld zusammen und konnte ein drittel der Bevölkerung freikaufen. Saladin verdoppelte dies noch freiwillig. Ein drittel der christlichen Bevölkerung mußte trotzdem das Los der Sklaverei erdulden, während die christlichen Kirchenfürsten mit Wagenladungen voller Schätze die Stadt verließen. Die Verachtung der islamischen Chronisten über dieses Verhalten lässt sich noch heute nachlesen.

In den Szenen, in denen beide Seiten mit den Worten 'Gott will es' aufeinander losgehen, zeigt der Film in eindrucksvoller Weise den Abgrund und Wahnsinn, in den religiöser Fanatismus gipfeln kann.

Fazit: Eindrucksvoller Film mit melancholisch/düsterem Grundton deren Charaktere es Wert gewesen wären, etwas besser herausgearbeitet zu werden. Untermalt wird der Film von einer hervorragenden Filmmusik. Empfehlenswert für jeden, der ein Faible für das Thema hat!
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139 von 154 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frühere Fassungen haben bei der Bewertung der Blu-Ray nichts verloren, 28. Mai 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dem Datum nach zu urteilen, beziehen sich einige "hilfreiche" Rezensionen hier auf eine der ersten DVD Fassungen. Und die haben nun wirklich nichts hier verloren. Der Directors-Cut auf Blu-Ray spielt in einer ganz anderen Liga!

Vielleicht sollte Amazon mal daran denken, Rezensionen nicht wahllos unter verschiedenen Fassungen zu verlinken. Denn die teilweise berechtigte Kritik an früheren Fassungen werden der (meiner lieblings) Blu-Ray nicht gerecht, und verzerren die Bewertung erheblich. Jedenfalls wird jemand, dem das Thema zusagt, von dieser Version begeistert sein.
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58 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ridley Scott: König der Director`s Cut-Versionen, 13. Oktober 2009
Von 
Wenn ich aus dem Bauch heraus spontan sagen müsste, welche Hollywood-Regisseure der Gegenwart jemals Director`s Cut-Versionen Ihrer eigenen Filme herausgebracht haben, die einen eigenständigen Film ergeben, welcher nicht nach kommerziellen, kinotauglichen Gesichtspunkten, sondern künstlerischen Anliegen entstanden sind, dann fallen mir nur zwei Namen ein: Ridley Scott ("Gladiator", "Alien") und James Cameron ("Titanic", "Avatar"). Beide sind eine aussterbene Art von Regisseuren: Wenn Cameron als auch Scott sich daran machen, Ihre Filme vom Kino-Release zu einem heimkinotauglichen und sehr viel mehr aussagekräftigeren Director`s Cut umzuschneiden, dann darf man getrost großes erwarten. So auch bei Scott`s "Königreich der Himmel". Musste der Film noch für seine Kinoauswertung auf arg knappe 140 Minuten heruntergeschnitten werden, so erleuchtet der Film als Director`s Cut mit einer Laufzeit von satten 189 Minuten in seiner vollen Blüte. Und diese Zeit braucht der Film auch. Scott ist in Sachen "Director`s Cut"-Versionen kein Neuling: Schon seine Filme "Alien" als auch "Gladiator" brachte der Brite in verlängerten Versionen für den Heimkinomarkt neu heraus. Im Falle von "Königreich der Himmel", der schon damals als Kinoversion viele offene Fragen ließ, macht ein DC nicht nur Sinn, es ergibt sich auch ein komplett anderer Film. Das Beispiel zeigt ganz gut, wie sehr sich ein Film durch seinen Schnitt verändern kann.

DAS BILD DER BLU-RAY

Sehr schön, was MGM/FOX da gemamcht hat. Würde man einen Stapel mit Referenz-Blu-rays zusammenstellen müssen, so würde der DC von "Königreich der Himmel" mit Sicherheit als Vorzeige-BD herhalten können. Selten waren Farben und Konturen bei einer FOX-BD so schön, auch die Schärfe und der Kontrast sind ein klarer Eye-Catcher. Wer einen LCD-TV mit mindestens 40 Zoll vorweisen kann, wird sich in das Bild verlieben und schnell feststellen, wie eine Blu-ray wirklich aussehen muss. Hier wurde ganze Arbeit geleistet.

EINE FRAGE DES TONS

Mit sattem 5.1 DTS HD Master Sound kracht und scheppert es aus allen Ecken, sowohl in der englischen wie auch der (sehr guten) deutschen Sprachfassung. Das Aufeinandertreffen und Klirren von Schwertern wurde noch nie hörbar so gut bisher (!) auf Blu-ray umgesetzt. Gerade bei einem Historienfilm jüngerem Datums wie diesem (2005) ein ganz klares Must-Have.

NEUE FSK-FREIGABE

War die reguläre Kinofassung von "Königreich der Himmel" noch für Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben, so musste das FSK-Siegel beim DC einer FSK 16-Freigabe weichen. Und das macht Sinn. Nicht nur, weil der DC von "Königreich der Himmel" einen KOMPLETT anderen Film ergibt als die auf Drängen des Studios Fox heruntergestutzte Kinofassung, sondern weil nun auch viel mehr (Gewalt-)szenen enthalten sind, welche dem DC -im Gegensatz zur Kinofassung- runder und verständlicher machen.

DAS BONUSMATERIAL

Selbst wer NICHTS von Bonusmaterial hält und eher ein Fan von Single-DVDs/-Blu-rays ist, sollte bei Ridley Scott-Filmen über seinen Schatten springen, denn man erlebt in der Regel die komplette Entstehung hautnah, informativ, erklärend und verständlich mit. Doch genau hier stösst die Blu-ray an Ihre Grenzen: FOX bietet auf der BD KEINERLEI (!) Bonusmaterial an, lediglich der Trailer wird gereicht. Das ist eindeutig zu wenig. Hier hätte ein 2er-BD-Set sicherlich mehr Sinn ergeben, zumal sowohl für die Kinofassung Bonusmaterial als auch -noch besseres- eigens für den DC erstellte Features durchaus vorhanden sind. Das Bonusmaterial beider (!) Fassungen hätte diese Blu-ray gekrönt. Doch leider kommt FOX hier den Wünschen des Kunden nicht nach. Es darf NICHT sein, das FOX seine DVDs mit edlen Verpackungen (silberne und schöne Century3-Cinedition), Steelbooks ("Königreich der Himmel" als -Vorsicht !- Kinoversion) und Bonusmaterial ausschmückt, sich aber bei seinen Blu-rays (und das bei dem Medium und erklärten, haushoch überlegenen Nachfolger der DVD) zurückhält. Das lässt einen verärgert an die "King Kong"-Blu-ray aus dem Hause UNIVERSAL denken, die -obwohl bei Bild/Ton auf einem exellenten Referenz-Niveau, das seinesgleichen sucht- ebenfalls sehr abgespeckt released wurde. Gerade die Blu-ray-Kundschaft, die eine Handvoll Euro mehr ausgibt, darf, im Vergleich zu DVDs, sicherlich auch mehr erwarten. Und mal abgesehen davon: Eine Blu-ray bietet 50-mal (!) mehr Speicherplatz als eine DVD. Der Platz wäre also da. So enttäuscht "Königreich der Himmel" in Bezug auf sein Bonusmaterial den Käufer schwer. Wer dennoch das volle Paket an allen Extras haben will, MUSS zwangsläufig zur dicken "KDH"-Fassung aus der "Century3-Cinedition"-Serie von FOX greifen (4er-DVD-Set). Aber die gibt es leider NUR auf DVD. Es riecht fast danach, als würde sich FOX ein Release des vollen "Königreich der Himmel"-Century3-Cinedition-Pakets auf BLU-RAY noch für später aufbewahren. Wenn FOX/MGM schon etwas dickere Blu-ray-Hüllen hat -im Vergleich zu der Standart-Hülle- dann erwarten wir auch "dickeren" Inhalt. Eine große Enttäuschung !

EIN KÖNIGREICH ?

"Königreich der Himmel" hinterlässt bei mir persönlich NICHT ganz den positiven Eindruck anderer Scott-Filme. Trotzdem muss man Ridley Scott zugute halten, das er noch einer der Regisseure ist, die Ihr Publikum nicht für dumm verkaufen. Scott ist einer der wenigen in der aktuellen Kinolandschaft, der noch richtige Geschichten erzählt und auch erzählen KANN. Nachdem sein Leib-und-Magen-Projekt "Tripolis" aufgrund von Finanzierungsproblemen nicht das Licht der Welt erblicken konnte (Geplant war ein epischer Film, der die Kreuzzüge von vorne bis hinten beleuchtet), entschied er sich für "Königreich der Himmel", der das Thema zwar auch aufgreift, aber in wesentlich gestraffterer Form (Ja, auch im längeren Director`s Cut). Wäre "Tripolis" als Film tatsächlich zustande gekommen, so wäre womöglich ein 4-5-Stunden-Mammutfilm daraus entstanden. Dafür wollte FOX kein Geld auf den Tisch legen. In kommerzieller Hinsicht für jedes Filmstudio ein Verlust...So die Ansicht in Hollywood. Das man durchaus größere Stoffe auch heutzutage noch für das Kino realisieren kann ("Che" von Steven Soderbergh kam idealerweise als 2-geteilter Film heraus), wird vielen garnicht mehr richtig bewusst. Zu sehr ist die Kinolandschaft auf ein 90-Minuten-und-nicht-länger-Publikum zusammengestampft worden, das seinen Zuschauern kaum noch zutraut einen Film bzw. eine zusammenhängende Geschchte ("Der Herr der Ringe" wird wohl für lange Zeit ein Einzelbeispiel bleiben) auch als Mehrteiler-Filme zu erleben. Vielleicht werden die kommenden Kinofilme "Der Hobbit" als auch der letzte Band von "Harry Potter" -die zwei einzigen Ausnahmen- wenigstens kurzzeitig für ein Umdenken sorgen. Beide Blockbuster-Filme sind als 2-Teiler geplant. Wobei Warner Bros. -insbesondere bei "Harry Potter"- diesesmal kommerzielle Hintergedanken hat: Dem Publikum soll mit der Verfilmung des letzten Bandes, verteilt auf 2 Filme (!), gleich auch zweimal das Geld aus der Tasche gezogen werden. Pfui !

EIN MEISTERWERK...ODER DOCH NICHT ?

Ridley Scott ist mit "Königreich der Himmel" erneut ein großer Film gelungen. Wunderbare Kostüme, hervorragende Kamera, bildgewaltige Landschaften, Schlachten, edle Kulissen, sehr gute Schauspieler (Inbesondere die Nebenrollen seien mal hier besonders gelobt). Wie kaum ein anderer Regisseur versteht es Scott, mit den verschiedensten Filmgenres zu jonglieren. Sei es Science-Fiction ("Alien", "Blade Runner"), Frauenfilm ("Thelma & Luise"), Fantasyfilm ("Legende"), Horrorfilm ("Hannibal"), Epos ("Gladiator", "1492-Die Eroberung des Paradieses") oder auch ein Großstadtmärchen ("Ein Gutes Jahr"), Kriegsfilm ("Black Hawk Down") oder stylische Thriller ("Black Rain" sowie "Der Mann im Hintergrund")...Scott beherrscht sie alle ! Ist "Königreich der Himmel deswegen nun ein Meisterwerk geworden, in der Tradition von Scott`s Meisterstück "Gladiator" ? Mitnichten, denn dazu fehlt es an einem charismatischem Gesicht und Talent, welches Orlando Bloom (Der schon für Scott in "Black Hawk Down" spielte) leider nicht hat. Zu oft herrscht in seinem Gesicht ein versteinerter Gesichtsausdruck, der sich weder bei Freude noch bei Trauer für ein ausgereiftes Mimikspiel oder gar Emotionen hinreissen lässt. Man darf sich garnicht vorstellen, wie sehr "Königreich" davon profitiert hätte, wenn beispielsweise Scott`s treuer Freund und Superstar Russel Crowe (Der mit Ridley Scott schon erfolgreich in "Gladiator", "Ein Gutes Jahr", "American Gangster" sowie dem kommenden "Robin Hood" zusammengearbeitet hat) erneut vor der Kamera gestanden hätte. Schade ! So aber wird Orlando Bloom ("Fluch der Karibik"-Trilogie) die schwere Bürde des Hauptdarstellers auf die Schultern gelegt. Das mag Girls und Frauen verzaubern ("Diese Augen...."), für ein richtiges Meisterwerk reicht es leider nicht. Bloom ist so britisch-trocken wie der Wüstensand, in welchem er in einer Szene kämpft. Es fehlen die rauen (aber innerlich herzlich-weichen) Ecken und Kanten eines Russel Crowe. "Königreich der Himmel" wäre nochmals ein gänzlich anderer Film geworden. Womöglich auch ein besserer. Das soll nicht heißen, das "Königreich" schlecht ist: Im Gegenteil ! Aber ein Film steht und fällt nun mal mit seinem Hauptdarsteller.

FAZIT

Eine in Bild und Ton einzigartige Blu-ray, die ihresgleichen sucht und die zweifelsohne zu den Besten des Labels MGM/FOX sich zählen darf. Ein Ausstattungsfest (Kostüme, Kamerafarben, Locations, Drehorte, etc.) und ein sehenswerter Film, insbesondere in der VIEL besseren DC-Version. Diese Blu-ray ist jeden müden Cent wert und ein echtes Highlight für jede Sammlung. Hätte MGM/FOX noch sowohl das Bonusmaterial der Kinofassung als auch das umfangreiche Bonusmaterial der Century3-Cinedition (DC-Bonus) mit auf die Blu-ray gepackt, so wäre diese Blu-ray der absolute Knüller geworden. Das hätte ein superschönes 2er-bzw. 3er-Blu-ray-Set ergeben. Ebenso bleibt es ein Rätzel, warum FOX nicht gleich beide Filmversionen auf der Blu-ray anbietet. In ihrer Bild- als auch Tonqualität weiss die Blu-ray -die seinerzeit (2008) oft als "Appetithappen" in Kaufhäusern benutzt wurde um Kunden auf die damals noch neue Blu-ray-Technik aufmerksam zu machen- absolut zu überzeugen. Die Darsteller, allen voran Liam Neeson ("Darkman"), Brendan Gleason ("A.I.-Künstliche Intelligenz") und der unter einer Maske für das Publikum nicht zu identifizierende Edward Norton ("Fight Club") veredeln Ridley Scott`s Film über die Kreuzzüge. Schon in technischer Hinsicht -in filmischer jedoch auch- sollte diese Blu-ray in keiner anständigen Sammlung fehlen. Übrigens: Vielerorts wird die Blu-ray noch, wenn gleich auch immer seltener, OHNE den häßlichen FSK-Flatschen (FSK 16) auf dem Cover angeboten. Die Pressungen der Zweitauflage verfügen leider schon über den blauen Flatschen auf den man getrost verzichten könnte. Eine klare Kaufempfelung, auch wenn das Set durchaus mehr Bonus vertragen hätte. Ein einzelner Trailer ist einfach viel zu mager. Hier muss MGM/FOX dringend bei zukünftigen Releases nachbessern. Lassen Sie sich entführen und erleben Sie spannende als auch wahre Geschichte, erzählt von einem der letzten visionären Regisseure unserer Zeit: Ridley Scott.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fast perfekte Umsetzung der Blauen Scheibe, 5. November 2010
Der Film ist für mich im directors cut volle 5 Punkte wert. Dass Beste ist die Verpackung dieser Auflage. Schönes Booklet und 35 mm Filmschnipsel.
Aber die Extras,
wo sind die Audiokommentare?? Auf der century3 cinedition auf DVD gabs 3 Stück davon, auf BluRay dieser Limited Cinedition kein einziger!! Auf DVD gabs noch ein Vorwort von Ridley Scott und eine Overture, auf der BluRay sucht man dies Vergeblich. Und dass ist der Punkt den ich abziehe. Dass hat mich doch geärgert und ein gefühltes "nicht komplett"!! Immerhin ist der Film komplett auf einer Scheibe, auf DVD war er auf 2 Scheiben verteilt. Dass Bild ist super scharf, vielleicht keine Referenz, aber zufriedenstellend. Der Ton mit einem 5.1 DTS HD.
Die Extras auf DVDŽs wieder zu pressen ist echt blöd, eine BluRay hätts denke ich auch getan.
Alles im allem, eine doch schöne Blu-ray Limited Cinedition die jedoch einige Flecken auf ihrer weissen Weste hat.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Einblick in die Zeit, 24. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition [4 DVDs] (DVD)
Als historisch gebildeter Mensch (vor allem Antike und Mittelalter) war es quasi Pflicht für mich, den Film im Kino anzuschauen. Ehrlich gesagt, ich war entäuscht. Die Charaktere zu unausgegoren, die Handlungsstränge teils verwirrend und unzusammenhängend. Vieles hat mir gefehlt. Für mich war der Film ein typisches Beispiel für amerikanische Filmemacherei, nur auf Effekte aus, und nicht hinter die Fassade blickend. Grad mal die Kampfszenen, der Einsatz der Geschütze (Trebuchets), die Brutalität der Menschen untereinander, war einigermaßen überzeugend (wobei ich gestehen muß, daß ich keine Militärhistorikerin bin).
Umso gespannter war ich, als ich erfuhr, daß es einen Director's Cut geben wird, der um etwa 45 länger ist.
WAS FÜR EIN UNTERSCHIED!!!!
Allein schon in den ersten 30 Minuten des neu geschnittenen Films werden Zusammenhänge erst deutlich, Fragen, die in der ursprünglichen Fassung offen blieben, werden geklärt. Charaktere, wie z.B. die Königin Sybille von Jerusalem bekommen ihre Daseinsberechtigung. Durch das Wegschneiden aller Szenen, in denen ihr kleiner Sohn, der spätere (kurzzeitige) König Balduin V., vorkommt, verliert sie immens. Im Grunde hat jeder einzelne Charakter an Format eingebüßt, auch die "Bösewichter", vor allem Guy de Lusignan, denn der Filmeditor kannte keine Gnade.
Also: Wer die Kinofassung grottenschlecht fand, sollte sich den Director's Cut ansehen, um seine Meinung vielleicht doch zu revidieren. Wer den Film gut fand, wird mit Sicherheit neue Aspekte im Film vorfinden. Vielleicht wird ja der eine oder andere entäuscht sein, weil der Film jetzt wirklich Tiefgang bekommt und zum Nachdenken anregt. (Täusche ich mich, oder ist Ridley Scott ein Gegner der Bush-Politik??)
Mir hat die neue Fassung jedenfalls so gut gefallen, daß mir danach die 4 DVD-Version gekauft hat. Der Preis ist natürlich etwas hoch, aber wenn man die ganzen Extras sieht, dann lohnt es sich.
Insgesamt gesehen würde ich die Anzahl der Sterne deswegen auch verdoppeln!!

Ein Wort noch zu den historischen Tatsachen: Der "neue" Film bemüht sich, historisch genau zu sein, was nur zum Teil gelingt. Sibille hat in Wahrheit zusammen mit ihrem Mann Guy de Lusignan gegen ihren leprakranken Bruder konspiriert und erreicht, daß ihr kleiner Sohn Balduin zu seinem Nachfolger ernannt wird. Dieser ist im Alter von nur 9 Jahren gestorben. Über eine Lepraerkrankung seinerseits ist nichts bekannt. Wer fehlt ist der Charakter von Raimund III (von Tripolis), dem Regenten für Balduin IV. Er war ein Verbündeter von Saladin, vermutlich auch sein Freund, und daher ausgesprochener Gegner von Guy de Lusignan. Er hat die Kreuzritter davor gewarnt, in einer offenen Schlacht gegen Saladin zu ziehen. Zum Teil ist er in der Figur des Tiberias zu erkennen. Rainald von Chatillon, der Anführer der Templer war in der Tat ein mieser Zeitgenosse, der auch so endete, wie im Film dargestellt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu früh gefreut!, 9. Oktober 2011
Voller erwahrtung habe ich mir diese limited Cinedition gekauft und was muss ich(wieder) mal feststellen? Es ist die gleicht BluRay Version welche es schon vorher gab. Zugegeben Bild und Ton sind über jeden Zweifel erhaben. Deutsch wie auch Englisch in DTS-HD-Master sound.Auch das Bild ist noch weit schärfer als auf der DVD und die war schon hervorragend. Das betrifft ins besonderes die Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition (4 DVDs).Eine Traum von DVD Ausgabe für jeden Fan dieses Filmes. Ouvertüre! Pause! Zwischenspiel vor dem 2.Akt. Genauso wie es sein soll bei dieser Art von Filmen. Kein Wunder das diese DVD Ausgabe vergriffen ist. Zum Glück habe ich meine Ausgabe nicht verkauft, als ich mir die BluRay Ausgabe kaufte, verbunden mit der Hoffnung die Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition (4 DVDs)als HD Fassung zu haben. War nix damit. Weder Overtüre.Noch Pause und der gleichen. Lediglich etwas mehr Extras. Der Hauptfilm selbst ist die gleiche Fassung welche es schon vorher auf BluRay gab und wesentlich billiger ist. Warum Fox die Fans dieses Klassikers derart für dumm verkauft Weiß ich nicht. Finde es nur schade, da Fox ja schon mit der Veröffentlichung der Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition (4 DVDs) bewiesen hat wie eine solche Monumentalfilm umgesetzt werden muss. Über den Film selbst Rezensiere nun nicht. Dass er eine Meisterwerk ist steht außer zweiffel.Lang, sicherlich.Aber einer von Ridley Scotts besten filmen. Mit viel Liebe zum deteil.Und durch den Diectors Cut nicht nur um Längen besser, sondern auch Verständlicher als die zerrupfte Kino Fassung.
Bedauerlich das es keine gleichwertige HD Umsetzung der 4er DVD Version gibt. Dennoch zählt der Film zu meinen lieblingsfilmen und ich besitze nun halt so wohl sämtliche Fassungen.
Film: Volle 5 Sterne
Bild: volle 5 Sterne
Ton: Volle 5 Sterne
Die Limited Cinedition BluRay 4 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opulente Inszenierung mit einem Schwachpunkt in der Besetzung!, 28. November 2008
Während der Kreuzzüge hat sich der angesehene Baron Godfrey von Ibelin (Liam Neeson) der Friedenssicherung in Jerusalem verschrieben und versucht gleichzeitig seinen unehelichen Sohn Balian (Orlando Bloom) zu finden. Dieser Sohn ist ein junger Schmied, der sich trotz seiner Trauer wegen des Verlustes seiner Frau und seines Sohnes breitschlagen lässt und den Baron nach Jerusalem begleitet. Als der Baron stirbt und Balian seinen Titel und seine Ländereien vererbt, muss Balian einem todgeweihten König dienen und die Stadt Jerusalem vor den übermächtigen arabischen Angreifern um Saladin (Ghassan Massoud) beschützen.

Die Kreuzzüge sind ein wichtiger Teil der Weltgeschichte, die dauerhaft und nachhaltig das Leben und die Welt verändert haben. Selbst heute noch herrscht noch Kampf in und um Jerusalem, dem "Königreich der Himmel". Genau diesen geschichtlichen Hintergrund verfilmt Ridley Scott mit einem gigantischen Budget und "großen Bildern".
Der Film glänzt an einigen Punkten und ist durchaus interessant und überzeugend inszeniert. Vor allem die Schlachtszenen sind gigangtisch und technisch perfekt. So dass man in dieser Hinsicht Scott nichts vorwerfen kann.
Größter Schwachpunkt ist meiner Meinung nach allerdings Hauptdarsteller Orlando Bloom geworden. Zu milchbübisch und langweilig kommt er daher. Die Rolle des starken, vielschichtigen und visionären Mannes kann er zu keiner Zeit ausfüllen. Ganz im Gegenteil er bremst den Film ungemein aus. In dieser Besetzung wünschte man sich doch einen Russell Crowe oder Mel Gibson herbei. Die restlichen Darsteller gefallen allesamt gut, vornehmlich Jeremy Irons als Tiberias oder Marton Csokas als Guy de Lusignan ist ein wunderbarer, hinterlistiger Bösewicht. Eva Green als Prinzessin Sybilla ist die geheimnisvolle Schönheit in dem Film. Spielt ihren Part aber eher solide herunter.

Der rund 50 Minuten längere Directors Cut lässt in den über drei Stunden Film noch tiefer in die Geschichte eintauchen und macht die Hauptfiguren interessanter und und die Handlung griffiger. In der Kinoversion fehlten diese 50 Minuten schmerzlich, so wirkte die Handlung aufgesetzt, undurchsichtig und erreichte den Zuschauer kaum. So würde ich jedem Kunden raten, sich ausschließlich den Directors Cut zuzulegen.
Die Version als Blu-Ray ist technisch perfekt und lässt vor allem die Schlachtszenen noch opulenter wirken.

Fazit:
Den einen Stern Abzug gibt es für Orlando Blooms limitierter und farbloser Schauspielkunst. Als Fixpunkt und Hauptfigur in diesem Film ist er eine Fehlbesetzung die wirklich wehtut. Ridley Scotts Bilderflut ist großartig umgesetzt und die eines Blockbusters würdig. Die Story ist leider eher mau geworden. Dem Directors Cut gelingt es allerdings, die eine oder andere "Handlungsschwäche" auszuräumen und besser in die Geschichte einzuführen, so dass man sich die Frage stellen muss: Warum nicht gleich so?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Edel sei der Ritter..., 1. November 2007
Von 
F. Kreber "fkreber" (nrw) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Königreich der Himmel - Director's Cut - Century3 Cinedition [4 DVDs] (DVD)
Die Handlung des Films von Ridley Scott ist hier ja schon ausführlich beleuchtet worden. So nehme ich mir die Freiheit, auf einige besondere Punkte einzugehen. Ich sehe zum Beispiel Orlando Blooms Rolle nicht so negativ wie viele Mitrezensenten. Der Charakter Blooms, der Schmied Balian ist für mich weder hölzern noch unglaubwürdig. Balian verkörpert schlicht und einfach den Idealtypus des Ritters, er ist charakterlich so beschaffen wie die Ritter des Hochmittelalters sein wollten, wonach sie strebten. Orlando Bloom kann dies mit seinem (durch persönliche Schicksalsschläge verdüsterten) Engelsgesicht durchaus glaubwürdig rüberbringen. Schauspielerische Highlights setzen jedoch andere. Da wäre z.B. Jeremy Irons als rauhbeiniger Marschall von Jerusalem, Brendan Gleeson und Marton Czsokas als sinistre Templer und sicher auch Eva Green, die im Directors Cut den verdienten Raum erhält und Prinzessin Sibylla in ihren emotionalen Achterbahnfahrten sehr stilsicher und präzise zeichnet.Das Problem historische Fakten und daraus resultierende Story (die ja als Film auch funktionieren muss) ist hier gut gelöst. Filmisch und akustisch ist Scotts Film ein Genuss, der aber auch (teils drastische) Authentizität und Rauheit ausstrahlt. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, Scott wollte sich deutlich vom Herrn der Ringe absetzen. Er lässt doch recht viel Blut fliessen, die Ausrüstung der Ritter ist auch nicht auf Hochglanz poliert ( verbeulte Schilde, schartige Schwerter) und entwickelt in den Kämpfen eine Kameraoptik, die einem ein mittendrin-statt-nur-dabei-Gefühl vermittelt. Alles in allem ein äusserst gelungener Directors Cut, der einen 3 Stunden auf Zeitreise in die Zeit der Kreuzzüge schickt, unglaublich detailreich und irgendwie schön. Zum immer wieder ansehen !
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besseres gewöhnt., 25. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Königreich der Himmel (Einzel-DVD) (DVD)
Das können wir doch besser Mr. Scott. Waren wir doch von Ridley Scott Klassiker im Formate eines Gladiators gewöhnt, so entäuscht mich dieser Film doch ein wenig, wenn nicht sogar ganz schön. Als ich das erste Mal davon hörte, dass er einen Film drehen will, welcher in der Zeiten der Kreuzzüge spielt war ich ehrlich begeistert, da Gladiator noch nicht zu lange zurücklag und ich so sehr zuversichtlich war, dass dieser Film ebenfalls klasse werden könnte. Als dann bekannt wurde welche Schauspieler in dem Film vertreten wären, war auch noch längst nicht abzusehen was aus dem Film später mal werden würde. Aber alles von vorne mal.
Der Film handelt von dem Schmied Balian, welcher in Frankreich lebt und nach dem Tode seiner Frau von seinem Vater (welcher sich ihm erst da zu erkennen gibt) mit nach Jerusalem genommen wird, wo er mitten in den Kampf um die Stadt und auch um den Kampf seiner eigenen Integrität gerät. Klingt an sich alles nicht schlecht, wenn auch ein kleines bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber wie gesagt an sich nicht schlecht. Die Geschichte beruht auch auf historischen Tatsachen, wobei hier die Betonung auf "beruht" liegt, denn die Geschichte wird schon sehr verfremdet wiedergespiegelt, aber dazu später noch mehr.
Als Schauspieler konnte man einige namenhafte Leute verpflichten, so sieht man in der Hauptrolle Orlando Bloom (Herr der Ringe, Fluch der Karibik, Troja), sein Vater wird von Liam Neeson (Star Wars: Episode I, Batman Begins, Gangs of New York) verkörpert und König Baldwin von Edward Norton (Fight Club, Larry Flint, American History X). Auch andere Schauspieler welche im Moment recht beliebt zu sein scheinen sind mit an Bord. So sieht man in den Rollen der Bösewichter Guy de Lusignan Marton Csokas (Herr der Ringe, xXx) und Reynald wird von Brendan Gleeson (Gangs of New York, Troja, Cold Mountain) gespielt. Die Leistungen dieser Personen sind alle relativ gut, mit Ausnahme von Orlando Bloom, welcher zwar in diesem Film seine bisher beste Leistung bringt, neben all den Topstars aber doch etwas schwach bleibt, und leider nicht über eine durchschnittliche Leistung hinauskommt, was besonders ärgerlich ist, da der Film auch von seiner Glaubhaftigkeit und Verkörperung der Rolle lebt. Noch anzumerken wären Jeremy Irons, welcher den Tiberias spielt und Eva Green, welche als Sibylla eine gute Performance hinlegt. Wie gesagt, die Leistungen sind im Großen und Ganzen gut, und bewegen sich zwischen Durchschnittlich und Brilliant.
Nun zum nächten Punkt des Films, und dies wäre die optische Umsetzung. Diese ist einfach absolut gelungen. Die Kulissen und Kostüme sehen absolut glaubwürdig aus und bestechen vor allem durch ihren Detailreichtum und ihre Detailverliebtheit. Die Armeen bewgen sich glaubhaft auf dem Schlachtfeld und man kann sich als Laie durchaus vorstellen, dass es damals so ähnlich gelaufen sein könnte. Zwar erinnern sie manchmal an die Schlachten anderer Filme dieser Zeit, aber dies ist nicht die Schuld des Films, denn Schlachten spielen hier nunmal eine Rolle und großartig anders kann man sie nunmal nicht darstellen. Die Farbsprache, welche Mr. Scott in Gladiator schon gut rüberbrachte führt er hier konsequent fort. Und so merkt man schon allein an der Farbgebung der Bilder, wie die Stimmung der Hauptperson ist, oder wie sich die Szene nun wohl zu entwickeln scheint. Also hier kann man dem Regisseur absolut keinen Vorwurf machen. Einen super Job gemacht und wirklich das Bestmögliche rausgeholt.
Nun kommen wir zum größten Kritikpunkt an diesem Film, und dies ist leider das Drehbuch. Die ganze Geschichte, inkl. der Charakterentwicklung einzelner Personen wirkt leider nicht nur einmal mehr als nur fragwürdig, sondern eher schon unglaubwürdig. Es ist durchaus das Recht des Regisseurs eine Geschichte so zu schreiben wie er sie für richtig hält und er muss nicht unbedingt die historischen Tatsachen berücksichtigen. Allerdings verdreht der Film die Fakten so, dass mit Ausnahme einer weniger, alle christilchen Personen in diesem Film als die blutgeilen Schlächter schlechthin dargestellt werden, wohingegen es bei den Muslimen genau andersherum aussieht. Ich will gar nicht abstreiten, dass es unter den Kreuzfahrern viele Verbrechen gab, nur kommt es in dem Film so rüber, als wenn NUR die Kreuzfahrer verbrechen begangen hätten, die andere Seite aber nicht. So einen undifferenzierten Blick halte ich in der heutigen Zeit und bei der momentanen politischen Lage für sehr gefährlich.
Was noch als zweiter großer Kritikpunkt am Drehuch hinzukommt, ist einfach seine Langatmigkeit. Es schafft es einfach nicht einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen. Man sieht sich den Film an, und ich hatte nicht nur einmal das Gefühl auf die Uhr schauen zu müssen. Dies ist kein gutes Zeichen für einen Film. Man fühlt sich einfach nicht hineingesetzt, bleibt immer etwas außen vor und nimmt den Film zwar wahr, sieht ihn aber nicht.
Dritter und letzer Punkt sind die flachen Charaktere. Außer Balian macht kein Charakter eine Wandlung durch (und die des Schmieds, welcher zum Retter der Bewohner Jerusalems wird ist mehr als unglaubwürdig). Die meisten Charakter tauchen auf, und nach dem ersten Moment weiß man schon "Ah, der gehört zu den Bösen" und "Okay, der ist eher den Guten zuzuordnen". Überraschungen oder Wendungen sind hier nicht wahr zu nehmen.
Die Musik im Film ist ehrlich gesagt auch nicht sonderlich toll, da sie größtenteils aus Stücken anderer Soundtracks besteht, wie z.B. "The Crow" oder "Hannibal". Dies fiel mir vor allem deshalb auf, da ich die beiden anderen Filme klasse fand und sehr gut kannte. Die Stücke passen zwar recht gut, aber einen eigenen Soundtrack hätte dem Film schon gut getan.
Da es sich hier um die Single Disc handelt ist davon auszugehen, dass dies die Kinoversion ist, welche verglichen zum DC gekürzt wurde. Dies muss allerdings nicht unbedingt schlecht sein, da der Film auch in dieser Version schon seine Längen hat, und die neuen Szenen nicht wirklich dazu beitragen den Film schneller oder besser zu machen.
Also kann den Leuten nur raten, leiht ihn euch zuerst einmal aus. Wer einen Film wie Gladiator erwartet wird entäuscht sein, aber besser als Troja ist er alle mal. Durchscnittliche Unterhaltung, welcher viel viel mehr Potential gehabt hätte. Schade, eine weitere Chance welche in Hollywood vergeben wurde.
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