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5.0 von 5 Sternen voller leidenschaft und energie
es handelt sich bei diesen aufnahmen um mitreißende aufführungen, die die leidenschaft und die energie des dahinterstehenden großprojekts wunderbar spiegeln. in meinen augen profitieren die kantatenaufnahmen dieses zyklus' enorm vom livecharakter der aufnahmen.

es mag sein, dass in einzelnen details musikwissenschaftliche genauigkeit zu kurz...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2006 von Nack Cive

versus
9 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Soli Deo Gloria"
Mit dieser neu erschienenen Einspielung bestätigt sich der Eindruck, den man auch aus den bisherigen Aufnahmen von Gardiners Großprojekt der "Pilgrimage" gewinnen kann: Alle geistlichen Bach-Kantaten in nur einem Jahr einzuspielen, birgt die Gefahr überstürzten Handelns und nerviger Überspanntheit. Dies wurde in den damaligen Aufführungen,...
Veröffentlicht am 10. Juli 2006 von Gideon


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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen voller leidenschaft und energie, 28. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.26: BWV 172-174/59/74/34/68 (Audio CD)
es handelt sich bei diesen aufnahmen um mitreißende aufführungen, die die leidenschaft und die energie des dahinterstehenden großprojekts wunderbar spiegeln. in meinen augen profitieren die kantatenaufnahmen dieses zyklus' enorm vom livecharakter der aufnahmen.

es mag sein, dass in einzelnen details musikwissenschaftliche genauigkeit zu kurz kam; auch ist der alt sicher nicht erste wahl. (es ist klar, dass es wirklich schwer ist, für wöchentlich neue programme jedes mal 3, 4 perfekte solisten zu verpflichten.)

für mich geht es bei dieser und den anderen cds der serie aber um etwas anderes: das ansteckende, das feuer und auch die musikalische perfektion, die versatilität und virtuosität der mitwirkenden. eine ganze reihe der kantaten habe ich auch mit suzuki - aber ich habe den in meinen augen sehr kopflastigen dirigenten aus den benelux-ländern (suzuki ist ein koopman-schüler) das musikantentum britischer (gardiner, mccreesh, pinnock etc.) immer vorgezogen.

gott sei dank lässt das erstaunlich große angebot an (entstehenden) bachkantateneinspielungen jedem die möglichkeit, nach gusto zu wählen.

ich selber kann aus ganzem herzen gardiners bach-cantata-pilgrimage und obige CD empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Freude und Friede, 11. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine gelungene wunderbare Einspielung von Bachs Pfingst- Kantaten. Sie bringt eine jubelnde beseelte Stimmung in mein Wohnzimmer.
für den gedachten Zweck (lernen für das nächste Konzert), ist die Aufnahme eigendlich zu schade.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John Eliot the Greatest, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.26: BWV 172-174/59/74/34/68 (Audio CD)
Mit großer Freude verfolge ich als aktiver "Bach-Pilgrim" aus 2000 die stetig anwachsende Sammlung der SDG Serie von Sir John Eliot Gardiner. Allgemein muß man sagen, was dieser Mann für Bach tut, ist mit Geld garnicht zu bezahlen. Für mich ist er der Erste, der Bach an den Platz stellt, den dieser verdient: in den Olymp der Musik.

Wer Gardiner bei der Bach Cantata Pilgrimage live erleben durfte, der weiß, daß er Bach "lebt". Eine derartig mitreißende Stimmung, die sich in allen Konzerten widerspiegelte und Gott sei Dank auch auf die CDs der Serie übertragen wurde. Gerade die hier zu besprechende Folge führt das sehr bildlich vor. Besonders verweisen möchte ich in diesem Zusammenhang auf den geradezu umwerfenden Schlußchor der Kantate 34 "O ewiges Feuer". Ein Feuerwerk, ja fast ein Tornado entwickelt sich hier und reißt alle mit, die die Freude haben, zuzuhören. Der Chor besticht durch rhythmische Brillianz und das Orchester spielt, als seien die Partien ein Kinderspiel. Voll überwältigender Kraft geht dieses erste Juwel zuende. Wer hier von Infanteriebatallionen, bolzen o.Ä. spricht, oder sich sogar auf das süßliche Geseier Philippe Herreweghes beruft, hat entweder von Musik keine Ahnung oder, und die Vermutung liegt näher, hat Bach schlicht nicht verstanden und will dieses auch nicht!

Auf CD 2 ist für mich der Eingangschor von der Kantate 68 "Also hat Gott die Welt geliebt" zum absoluten Highlight geworden. Mit welcher Feinheit und Zartheit der Chor hier arbeitet, kann garnicht in Worte gefaßt werden. Sir John Eliot Gardiner zeigt erneut, zu welch anrührendem Musizieren er mit seinen Ensembles fähig ist. Daher stimme ich durchaus zu, das CD Label in "Soli Gardiner Gloria" umzubenennen. Er hat es mit seinen Leistungen verdient.
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5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen unglaublicher Chor, schwache Solisten, 20. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.26: BWV 172-174/59/74/34/68 (Audio CD)
Die Chöre sind in ihrer Intensität einzigartig. Im Eingangschor der Kantate BWV 34 "O ewiges Feuer" entfacht der Monteverdi Choir ein Feuerwerk virtuos artikulierter 16-tel Figuren in kraftvoll-strahlendem Glanz, was durch die sehr direkte Aufnahmetechnik besonders plastisch wirkt. In diesem Satz findet das Kompositionsgenie Bach im Monteverdi Choir den perfekten Klangkörper zur Ausreizung stimmakrobatischer Grenzen bei scheinbarer Leichtfüßigkeit der Darbietung.

Jedoch auch Gardiner unterlag, ähnlich wie bei Suzuki und Koopman zu beobachten, mit vol. 26 seiner vollständigen Kantateneinspielung einer mangelnden Sorgfalt bei der Gestaltung des einzelnen Werkes und bei der Auswahl seiner Vokalsolisten.
Verglichen mit den übrigen Einspielungen Gardiner`s Pilgerreise schneidet diese aber besonders schlecht ab, da mit dem Bassisten Panajotis Iconomou, dem Altus Derek Lee Ragin und der Altistin Nathalie Stutzmann drei völlig indiskutable Stimmen verpflichtet wurden, die wegen ihres häufigen Einsatzes leider den Gesamteindruck erheblich stören.
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9 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Soli Deo Gloria", 10. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Kantaten Vol.26: BWV 172-174/59/74/34/68 (Audio CD)
Mit dieser neu erschienenen Einspielung bestätigt sich der Eindruck, den man auch aus den bisherigen Aufnahmen von Gardiners Großprojekt der "Pilgrimage" gewinnen kann: Alle geistlichen Bach-Kantaten in nur einem Jahr einzuspielen, birgt die Gefahr überstürzten Handelns und nerviger Überspanntheit. Dies wurde in den damaligen Aufführungen, die ich besuchen konnte, deutlich. Und dies wird auch in den zur Zeit erscheindenden Aufnahmen hörbar. Ohne hier weiter meinen Eindruck zu wiederholen, verweise ich auf meine Rezension zur Kantaten-Einspielung Vol. 24 und auf die - im Vergleich zu Gardiner - weitaus gelungeneren Einspielungen Philippe Herreweghes (vgl. meine Rezensionen zu Herreweghe).
Nur einige Punkte seien herausgegriffen: Wie musste ich mich ärgern, als ich die berühmte Arie "Mein gläubiges Herze" aus Kantate BWV 68 anhörte! Mir ist völlig schleierhaft, warum das Cello das Eingangsritornell derart zerhackt: Im ersten Takt werden die Achtel staccato gespielt und die jeweils letzten Viertel des ersten und zweiten Taktes erklingen bei Gardiner wie eine abgerissene staccato-Achtel. Gar nichts deutet bei Bach auf eine derartige Artikulation hin: Bei Bach werden jeweils zwei Achtel gebunden und nicht staccatiert und die Viertel sollen auch als Viertel erklingen und nicht als staccato-Achtel. Hierbei soll es nicht um eine musikwissenschaftliche Genauigkeits-Fanatik gehen, sondern um einfaches Notenlesen: Gardiner mißachtet völlig die von Bach eigenhändig vorgeschriebene Artikulation und es stellt sich daher die Frage, ob je irgendein Gerede ein solch grobes Vorgehen, das ein so häßliches Ergebnis zur Folge hat, rechtfertigen kann. Warum muss die Tempovorschrift "Presto" die Dirigenten immer dazu animieren, so erbarmungslos zu rasen? Gardiner möchte gerne das "Frohlocken" des gläubigen Herzens zum Ausdruck bringen, von dem im Text die Rede ist, es entsteht aber ein groteskes Zerrbild der Bachschen Musik, das eher unfreiwillig komisch als ernstzunehmen ist. Ähnlich grob kommt auch der Schlusschor "Wer an ihn gläubet" daher: Das Tempo ist meiner Ansicht nach viel zu schnell gewählt, alla breve ist hier nicht vorgeschrieben. Der Bass setzt unkultiviert ein und brüllt eher, als dass er singt. Die Struktur des Satzes ist nicht durchhörbar, denn die Stimmen nehmen sich selbst den Raum, indem sie miteinander konkurrieren. Offensichtlich geht es hier eher um eine Selbstdarstellung der technischen Virtuosität des Ensembles, als um wirkliches Musizieren im Dienste der Bachschen Musik. Der Chorklang wirkt insgesamt gesehen gleissend-grell und scheint wie mit dem breiten Pinsel aufgetragen. Die feinen Strukturen, die reiche Figuration und der hohe Dissonanzgehalt der Bachschen Musik gehen so vollständig unter. Weitere Beispiele für groteske Zerrbilder sind die Arien "Nichts kann mich erretten" aus BWV 74 mit der bizarren Stimme von Derek Lee Ragin und die Arie "Gott will, o ihr Menschenkinder" aus BWV 173, die man sich am besten selbst anhören möge...
Resümee:
Man hat zwar den Eindruck von technisch virtuosen Musikern, die aber unglücklicherweise mit einem kalten, unsensiblen Dirigenten zusammenarbeiten müssen. Für denjenigen, der wirklich zuhören will, der noch in der Lage ist, in die Bachsche Musik sensibel hineinzulauschen, ist diese Aufnahme nicht empfehlenswert, denn alle Feinheiten (z. B. die reiche Figuration), die die Bachsche Musik vor allen anderen Werken der Zeit auszeichnet, gehen mit brachialer Gewalt unter. Karl Friedrich Zelter schrieb an Goethe: "Bachs Urelement ist die Einsamkeit (...) Er will belauscht sein." Der Interpretation Gardiners gelingt es nicht, den Hörer zu einer "Recreation des Gemüths" (Bach) zu ermuntern und die zu diesem Zweck in Bachs Zeit geforderte andachtsvoll-meditative Atmosphäre zu vermitteln - ganz im Gegensatz zu den viel sorgfältigeren Einspielungen Herreweghes. Daher hinterlässt sowohl die Art des Musizierens als auch die pompöse Aufmachung der Texthefte einen zwiespältigen Eindruck: Geht es Gardiner wirklich um die Musik Bachs oder ist dies nicht vielmehr ein bloßes Lippenbekenntnis? Steht nicht die reine Selbstdarstellung der technischen Virtuosität seines Ensembles im Vordergrund? Ist deshalb das traditionsreiche, ehrfurchtsvolle Motto des Unternehmens "Soli Deo Gloria" wirklich zutreffend? Müsste es nicht eigentlich besser "Soli Gardiner Gloria" heißen? Ist hiervon dann nicht besser Abstand zu nehmen? Denn wem allein die Ehre gebührt, war zumindest einem Bach noch völlig klar...
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