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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Sylvians atmosphärischstes Werk - endlich wieder komplett., 18. Januar 2009
1986 veröffentlichte David Sylvian die Doppel-LP "Gone to Earth" als zweites Soloalbum nach dem Ende von Japan (das erste war "Brilliant Trees", 1984). Deutlich ausgeglichener und ruhiger als der Vorgänger bestand die erste LP aus Vocaltracks, während die zweite ausschließlich instrumental war. Nach dem bei Kritikern für seine ungewöhnliche Instrumentierung beliebten "Brilliant Trees" wurde "Gone to Earth" wegen seiner Poplastigkeit damals von vielen als Enttäuschung bezeichnet.
Die Tracks der ersten LP sind verträumter Jazzpop, allesamt mit dem Gesang von David Sylvian. Kaum ein anderes Album passt so gut zu der Stimmung eines romantischen Sonnenunterganges wie diese erste LP/CD. Den passenden Abschluss der ersten LP bot das wundervolle "Silver Moon", bei dem die Sonne schließlich sinkt und das letzte Abendrot in Mondlicht übergeht.
Die zweite LP wurde durch den Song "The Healing Place" eingeleitet, auf dem ein Sample aus einem Vortrag des Düsseldorfer Künstlers Joseph Beuys zu hören ist. Es gab insgesamt zehn sehr ruhige und atmosphärische Tracks. Zum nebenbei hören sind sie völlig ungeeignet, da sie dann am Ohr vorbei rauschen und kaum etwas hinterlassen. Dem konzentrierten Hörer entfaltet sich dagegen ein weiteres Meisterwerk.
Vermutlich aus Kostengründen wurde bei der ursprünglichen CD-Ausgabe von "Gone to Earth" die zweite LP um vier Titel gekürzt und das Album zur Einzel-CD komprimiert. Ein Frevel an diesem Meisterwerk, der nicht zuletzt die bewusste Trennung der beiden völlig unterschiedlichen Seiten des Albums aufhob.
Jetzt gibt es "Gone to Earth" endlich wieder als Doppelalbum.
Auf der Instrumental-CD ist wieder alles komplett wie einst auf der LP. Die Vocalseite wurde dagegen um drei Remixversionen erweitert, die sich meines Erachtens kaum von den ursprünglichen Versionen unterscheiden. Ob es eine gute Idee der Plattenfirma war, unter dem Gesichtspunkt "Value for Money" den perfekten Schlusspunkt oder Übergang zur zweiten Platte, den Sylvian mit "Silver Moon" gesetzt hatte, zu entkräften, kann jeder für sich entscheiden.
Im Normalfall bin ich kein Mensch, der sich eine Platte noch einmal kauft, nur weil sie jetzt "remastered" ist und vielleicht mit ein paar (häufig zu Recht zuvor unveröffentlichten) Bonustracks aufgeblasen wurde. In diesem Fall liegt es aber anders. "Gone to Earth" war immer ein Doppelalbum, und der Makel der Kürzung ist nun endlich behoben.
Eine geeignete Einstiegsplatte in die Welt des David Sylvian, die niemandem, der Romantik ohne jede Kuschelrockschnulzigkeit mag, fehlen sollte. Ein zeitloser Klassiker.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Zwischen allen Welten, 21. Juli 2006
CD 1 ist wunderbar anzuhören. Leicht versponnene Melodien und zierliche Arrangements. Bill Nelson und Robert Fripp an den Gitarren! CD 2 allerdings prüft den Hörer. Denn wer den Jazz der ertsen CD mag, muss sich nun mit Ambiente und New Age Sounds auseinandersetzen. Doch alles in allem ist "Gone to earth" ein Bindeglied zwischen klassischem Songwriting, New Wave, Rock, Jazz und New Age.
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