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Streichquartette 1-6
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2009
Ich besitze vom Alban-Berg-Quartett bereits Aufnahmen der späten Beethoven-Streichquartette, deren Interpretation mich restlos begeisterte.
Und auch bei den vollständigen (insgesamt sechs) Streichquartetten Bartóks beeindrucken die vier Musiker mit einem perfekten und musikantischem Zusammenspiel in Timing, Dynamik und Klangfarbe. Entweder arbeiteten sie akribisch und besessen an Details oder sie sind unerhört traumwandlerisch aufeinander eingestimmt. Jedenfalls kann man sich nur wundern.
Bartóks Musik lebt und atmet so üppig, dann wieder so poetisch unter den Fingern dieser Meister ihrer Instrumtente. Da werden die schwierigsten Sechszehnteltriolen des Cellos eben nicht weggehuscht, sondern aggressiv (und intonationssicher) angegangen.
Über das 3. und 4. Streichquartett ist ja vieles geschrieben worden. Die Signalwirkung für die Neue Musik in spieltechnisch neuer Behandlung innerhalb der Gattung Streichquartett ist offensichtlich: zahllose Glissandi, das hier erstmals eingesetzte Bartók-Pizzikato, ein komplett im herkömmlichen Pizzicato komponierter Satz und der kernige und kraftvolle Gestus dieser Musik.
Das 6.Streichquartett überzeugte mich besonders wegen der Nuancen und besonderen Sensibilität der Interpreten.
Die Farbigkeit und Reichhaltigkeit des kompositorischen Füllhorns, das Bartók in den sechs über mehrere Jahrzehnte seines Schaffens geschriebenen Streichquartetten ausschüttete, enstpricht dem Spiel des Alban-Berg-Quintetts in seiner Tiefe, seiner bezwingenden Kraft, seiner Lebendigkeit.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich habe diese Aufnahme wegen der beiden Rezensionen auf dieser Seite erworben und wurde nicht enttäuscht; insoweit auch meinen herzlichen Dank! Bislang kannte ich die Aufnahme des Emerson-Quartetts recht gut und habe sie sehr oft gehört. Erst die Begegnung mit den beiden Einspielungen des Zehetmair-Quaretts bei einem Bekannten Streichquartette 4 & 5 und Bela Bartok / Karl Amadeus Hartmann, die leider beide extrem teuer sind und nur Quartette 4 und 5 betreffen, rüttelte mich ziemlich auf. Im Vergleich erscheint mit die Einspielung des Emerson-Quartetts heute deutlich zu glatt und geht vielen musikalischen Ideen nicht ausreichend nach. Bei den Zehetmairs hingegen überzeugen nicht nur die stark rhythmischen Passagen. Vielmehr werden auch die dunkel-schmerzhaften Kantilenen expressiver ausgearbeitet und die Stellen, an denen das Geräuschhafte der Musik in den Vordergrund tirtt, sind klarer strukturiert und besser durchhörbar. Deshalb wollte ich wissen, wie die übrigen Quartette wohl klingen, wenn man in ähnlicher Weise so angeht.

Die vorliegende Einspielung steht aber in erster Linie für sich selbst. Hier erhalten alle Sätze ihren musikalischen Sinn. Dies gilt nicht nur für die Höhepunkte (dazu zählen das 4. und das 5), sondern beginnt schon beim 1. Satz des 1. Quartetts. Hier irrt der Hörer leicht ab und verliert den roten Faden. Deutlicher wie hier habe ich jedenfalls das Verkürzen, Verdichten, Umkehren der Motive nicht erlebt und auch nicht befreiender, wenn das polyphone Spiel durch rezitativische Phasen unterbrochen wird. Klar wird im zweiten Satz das Motiv, das später den dritten Satz dominiert und an die Verklärte Nach Schönbergs angelehnt ist, deutlich herausgearbeitet. Jedes Quartett erhält dabei auch ein eigenes Gesicht. Der Stilübergang im 2. SQ fand ich etwa besonderes beeindruckend dargestellt. Im Vergleich wirken die Einspielungen der Zehetmairs des 4. und 5. vielleicht noch etwas dramatischer und "farbiger", vor allem beim Herausarbeiten der geräuschähnlichen Effekte. Die vorliegende Einspielung besteht daneben aber souverän.

Diese Musik liebt man entweder und hört sie ständig oder man bleibt verständnislos. In einem Punkt würde ich nämlich einem der Rezensenten widersprechen: Eingängig ist diese Musik an keiner Stelle; vielleicht wirken die schnellen Sätze "fetzig", aber im Grunde dominieren Schroffheit und meditative Versenkung. Wer deswegen mit Bartok-SQ startet, sollte nicht alle Quartette auf einen Schlag hören: Er wird das Album dann in die hinterste Ecke seines Plattenschranks verbannen, sondern sich eines (vielleicht das 4.) mehrmals in Ruhe vornehmen, bis der Funkte überspringt. Dies lohnt sich in jedem Fall!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der ungarische Komponist Béla Bartók (1881-1945) lieferte keinen unerheblichen Beitrag zur zeitgenössischen Kammermusik. Seine sechs Streichquartette dürfen getrost als einer der Schwerpunkte seines Gesamtoeuvres angesehen werden. Seine Quartette sind die größtmögliche musikalisch konzentrierter Essenz. Demnach darf der geneigte Hörer hier nichts anderes erwarten als schwere Kost.

Das zeigt gleich sein erstes Quartett in a moll, dessen enorme Klangdichte, besonders im einleitenden Lento sogleich in seinen Bann zieht. Man höre sich nur den mäßig schnellen zweiten Satz an, der durch kühne Modulationen eine beklemmende Atmosphäre erzeugt. Das Finale eröffnet mit einer beißenden Introduktion. Auch hier hält der Komponist die Spannung bis zum Ende aufrecht, um sie dann beinahe preiszugeben.
Ebenfalls in a moll steht das zweite Quartett, das mit einem mäßig schnellen Satz eröffnet. Im Allegro fahren die Stimmen wild ineinander und erzeugen so einen schwer zu durchdringenden Klangteppich. Das Finale lässt das Werk kontemplativ ausklingen.
Das konzentrierteste und knappste aller Bartók Quartette ist das dritte in cis moll. Die Atmosphäre des ersten Satzes ist bis an den Rand mit Sinn gefüllt, ist dicht und schier undurchdringlich. Im zweiten Satz wird die Spannung durch lang ausgehaltene Töne noch mehr gesteigert, um sich im Finale, der "Ricapitolazione della prima Parte", fordernd zu entladen.
Während die ersten drei Quartette alle in Moll standen, so stehen die späteren allesamt in Dur. Das fünfsätzige C Dur Quartett zeigt die typischen Merkmale des reifen Bartók, der teils stark changierende Elemente aneinanderreiht. Hier ist es zunächst ein aufgeregtes Allegro, das in ein bizarres Presto mündet. Der langsame Satz spendet Ruhe und Einkehr. Nun folgt ein mitreißendes Pizzicato. Abgeschlossen wird das Werk durch ein beinahe brutales Allegro molto.
Unverhofft bricht der Kopfsatz des fünften Quartettes in B Dur herein, der sich gleich als voluminös offenbart und einen Großteil des thematischen Materials des Quartettes einführt. Pochend beginnt der zweite Satz, ein schlichtes Adagio. In seinem Zentrum befinden sich einige tief traurige Melodien. Ein gemütliches Scherzo macht für ein tiefsinniges Andante Platz. Das Finale ist wieder so schwergewichtig wie der Kopfsatz und beendet dieses wichtigste Quartett des großen Ungarn.
Als hochinteressant erweist sich auch das letzte, das D Dur Quartett. Jeder der vier Sätze beginnt mit dem immer gleichen, sinistren Mesto, im letzten Satz führt Bartók den hier aufgeworfenen Gedanken zu Ende. Aber auch in den anderen Sätzen, einem majestätischen Vivace, einem makabren Marsch und einer täppischen Burleske, wird der Fluss durch dieses Mesto immer wieder gehemmt. Bartók findet hier sozusagen die größtmögliche Vereinfachung seines musikalischen Gedankens.

Die Darbietung des Alban Berg Quartetts ist fesselnd, packend und mitreißend. Ihren Instrumenten verlangen die vier alles ab, man scheint manchmal regelrecht zu hören, wie die Sehnen ihrer Bögen bersten. Sie wählen flotte Tempi und akzentuieren haarscharf. Das Spiel wird dadurch unglaublich facetten-, farben- und kontrastreich. Auch die Aufnahmequalität ist hervorragend, wodurch die unfassbare Transparenz der Interpretation unterstrichen wird. Es handelt sich womöglich um die beste und authentischste Einspielung dieser sechs kammermusikalischen Perlen; auf jeden Fall aber um die homogenste.
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10 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. April 2007
Die Streichquartette Bartoks sind nicht nur mitreißend, sie sind auch gleichermaßen sehr lyrisch.

Das Alban Berg Quartett zeigt in dieser Aufnhame nicht nur eine ansteckende Lust an Bartok, sondern auch viel Spaß am musikalischen Spiel und Zusammenspiel.

Das geht teilweise sogar so weit, daß manchmal der heimliche Verdacht aufkommt, die Musiker schonen nur deshalb ihre Instrumente nicht, weil sie am nächsten Tag ohnehin vielleicht einen Termin beim Geigenbauer haben?

Einfach klasse - alle 6 Quartette!!
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