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Pitch Black Progress
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2006
Und da fragte ich mich jahrelang, wer denn nun endlich legitimer geistiger Nachfolger der guten alten In Flames und den melodischeren Scheiben von Soilwork sein würde. Hier sind sie: Scar Symmetry. Und zu meinem grenzenlosen Entzücken merke ich, dass sie genau das machen, was für mich PERFEKTER, makel- und lückenloser Melodic Death ist. Aber gehen wir mal ins Detail.

Melodic Death sollte so sein, dass harte Parts mit melodischen Parts einhergehen und fließend ineinander übergehen oder durch aufregende Breaks verbunden werden. Das ist Scar Symmetry dermaßen gut gelungen, dass es einem Liebhaber dieser Musikrichtung regelrecht die Freudentränen in die Augen treibt. Man kann im Falle von Scar Symmetry nicht einfach davon sprechen, dass sie mehrere Tempowechsel in ihre Songs einarbeiten - nein, besser noch: ich würde sie definitiv als die "Blind Guardian des Melodic Death" bezeichnen! Ein derartiger Abwechslungsreichtum ist mir in diesem Genre so noch nicht untergekommen. Einfach genial!

Beispiel: Ein Song beginnt mit Hi-Speed-Stakkatos mit tiefen Grunts, geht dann fließend über in hochgestimmte Gitarrensoli mit glasklaren, cleanen Vocals, nur um im nächsten Moment mit einem coolen Break in stampfende Midtempo-Riffs mit rhytmischen Grunts überzugehen. Kaum hat man diesen Wechsel mit Staunen quittiert, so wechselt der Song dann über zu virtuosen Gitarrenparts, die mit atmosphärischen Keyboards dezent unterlegt, doch glücklicherweise nicht überschattet werden. Eine Meisterleistung! Man spürt deutlich die Liebe zum Detail. Und so gut und vor allem so (ich nutze diesen Begriff nur ungern) groovig(!) klangen nicht einmal Soilwork zu "A Predator's Portrait"- oder "Natural Born Chaos"-Zeiten!

Noch einmal hervorzuheben ist die außerordentliche Gesangsleistung von Christian Älvestam. Wer mir einen anderen Melodic Death Sänger zeigen kann, der ebenso perfekte Clean-Vocals hat, soll vortreten! (Naja gut, bis auf Mikael Akerfeldt von Opeth vielleicht, aber dessen Stil unterscheidet sich grundlegend von Älvestams.) Es ist schlichtweg erstaunlich, dass er in einigen Passagen derart tiefe und aggressive Grunts abliefert, nur um im nächsten Augenblick so glasklar und toll zu singen, dass es unter die Haut geht!

Fazit: Scar Symmetry's "Pitch Black Progress" ist eines der abwechslungsreichsten und aufregensten Alben des Jahres. So viele "Oha!"-Momente pro Song sind mir selten untergekommen! Ausnahmslos jeder Song auf der CD zündet sofort, wird aber auch auf lange Zeit nicht langweilig! Perfektionismus pur! Definitiv Album des Jahres. Überzeugt euch selbst - WENN es ein "Must-Have" im Metal-Genre in diesem Jahr gibt, dann dieses Album!

(PS: Seltsame Kundenrezensionen hier... In einer Rezension zu schreiben "Ich mag ja eigentlich keine Grunts und auch diese cleanen Vocals sind nichts für mich" ist nicht wirklich produktiv - und was bleiben denn da eigentlich noch für Gesangsarten über...??!)
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. April 2006
Man soll keine allzu hohen Ansprüche mehr stellen heutzutage. Man liest und hört das immer wieder, und eigentlich mag man sich damit nicht abfinden. Wenn man über Jahre hinweg Musik geradezu fanatisch sammelt, gewöhnt man sich dennoch daran, dass vieles sich wiederholt und Innovation oftmals nur in Details zu finden ist. Nichts desto trotz kann Musik selbst bei fehlender Originalität immer noch sehr gut sein. So auch das zweite Album dieser Band. Man hört an allen Ecken und Enden Soilwork, vermisst jedoch deren trashige Note. Dark Tranquillity (bedeutend abwechslungsreicher und interessanter) und ältere In Flames und wie sie alle heißen - sie standen Pate für "Pitch Black Progress". Sowas kann gewaltig in die Hose gehen und langweilen, im Falle von Scar Symmetry jedoch darf man sich auf ein sehr gutes, überaus eingängiges Album freuen. Wer die genannten Bands mag und einfach frisches Futter für die Ohren will, kann zugreifen und sich an dieser Mucke erfreuen. Wechselspiel zwischen cleanem Gesang - sehr sauber und relativ hoch, aber überaus wohlklingend - und tiefem, wahrlich finsterem Growling in bekannter Manier, aber kontrastreicher als an manch anderer Stelle. Mal schneller, mal im Tempo leicht gedrosselt - eben in den vorgegebenen Bahnen durchaus abwechslungsreich. Tolle Melodien, die sich festfressen, mitträllerkompatibel.

Nur wer zwischen all den süßen Bonbons mal gern etwas Zitroniges, etwas Sperriges möchte, wird sich an dieser recht glatten, schnörkellosen Scheibe ein wenig stören. Und wie gesagt jeder, der nach "neuer" Musik sucht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2007
Death Metal treibt seit einigen Jahren immer interessantere Stilblüten in der Musikwelt: galten früher Alben von Referenzkapellen wie Obituary oder Unleashed als schwer verdauliche, wenn auch musikalisch perfekt inszenierte Knüppelorgien mit schwer verständlichem Röchelgesang, so begannen seit einigen Jahren Bands wie Children of Bodom, Soilwork oder Tristania dem Genre neue, bunte Farbtupfer hinzuzufügen: Melodie, weiblicher, oder auch cleaner männlicher Gesang machten diese Musiksparte auch Hörern zugänglich, die bisher mit dem eng gesteckten Spektrum des Death Metal nicht allzuviel anfangen konnten. Scar Symmetry perfektionieren auf ihrem 2. Album eine Vielzahl dieser Einflüsse: "PbP" ist weder sperrig, noch überfordert es durch übertriebene Härte oder absolut unnachvollziehbares Gefrickel. Tracks wie der Opener ("The Illusionist") dürften in jeder Rockdisco in die Heavy Rotation passen, epische Bombastrocker wie "The kaleidoscopic God" bedienen sich gerne auch im traditionellen Heavy- bzw. Progressive Metal und selbst die offensichtlich mit einem leichten Gothic-Touch versehenen Balladen ("Dreaming 24/7", "Oscillation Point") wissen ohne Kitsch zu überzeugen. Ein untrügliches Gespür der Schweden für Melodieführung und äußerst eingängige Refrains garantieren ein Album ohne Ausfälle, wobei die bemerkenswert variable Gesangsarbeit von Frontmann Christian Älvestam besonders hervorzuheben wäre. Ein Referenzwerk.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 4. November 2006
Die Schweden von SCAR SYMMETRY haben ja eine sehr steile Erfolgskurve mitgemacht. Mit nur einem Song haben sie einen Deal bei Cold Records ergattert, das Debutalbum "Symmetric in Design" wird an Metal Blade lizensiert, welches nebenbei erwähnt flächendeckend sehr gute Kritiken einheimst, und bereits beim Nachfolgewerk "Pitch Black Progress" stehen sie schon unter dem Banner von Nuclear Blast!

Dabei ist auch musikalisch eine deutliche Weiterentwicklung bemerkbar, denn zum einen ist man musikalisch facettenreicher, zum anderen aber auch direkter geworden. Bereits mit dem Opener "The Illusionist" wird allerdings schon gleich das beste Stück auf dieser Scheibe abgefeuert... ob das so eine kluge Entscheidung war? Zwar macht dieser Song gleich süchtig nach mehr, doch haben es die darauf folgenden Tracks deutlich schwerer diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Nichtsdestotrotz sind den Schweden mit "Slaves to the Subliminal" oder dem ebenso überragenden "Mind Machine" auf Anhieb 2 weitere sehr herausragende Stücke gelungen, wobei vor allem letzterer durch einen bärenstarken Refrain überzeugen kann, denn hier zeigt Sänger Christian Älvestam das auch er eine deutliche Qualitätssteigerung mitgemacht hat. Mit "Calculate the Apocalypse" wird dann so erst die Weiterentwicklung deutlich, zeigt man hier doch erst den Höhepunkt des Abwechslungsreichtums und präsentiert auch mal einige Blastbeats. Zugleich bricht man mit "The Kaleidoscopic God" die 7 Minuten Mauer und legt dem Hörer ein ebenso sehr abwechslungsreiches Stück vor, das trotz Überlänge nicht langweilig wird. Nicht unerwähnt sollten die gelegentlichen leicht proggigen wie auch die sehr genialen Soli der Gitarristen Jonas Kjellgren und Per Nilsson bleiben. Unterm Strich ist SCAR SYMMETRY ein sehr würdiger Nachfolger zum Debut gelungen und lediglich die Zukunft wird zeigen, ob sie den verdienten Erfolg damit ernten werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Nachdem hier leider kaum Rezensionen zum neuen Scar Symmetry-Album zu lesen sind, habe ich mich entgegen meiner Gewohnheiten hinreisen lassen, eín paar Zeilen zu schreiben.

Eines vorweg: Scar Symmetry sind meiner Meinung nach nicht wiklich vergleichbar mit Bands wie SOILWORK oder IN FLAMES!

Was diese Bands verbindet, ist Ihr grundlegener Hang zu dem, was viele Menschen irgendwo zwischen MetalCore und NuMetal (manche auch im Melodic-Death-Bereich) ansiedeln würden. Andere wie Ich, die schon über zwei Jahrzente mit von der Partie sind, was Metal jeglicher Art angeht würden es wohl als "härteren, modernen Metal bezeichnen. Was ich damit meine, ist der extreme Stilmix aus altbekannten Metal-Lagern. Und hier haben wir auch schon den grossen Unterschied zu genannten Bands.

Die Diskrepanz zwischen den gespielten Stlirichtungen ist ungleich grösser. D.h. die Jungs preschen teilweise schon nahezu in Grind-Manier los (Anfang Song Nr. 5 - Calculate the Apokalypse), hauen einem geiles, wüstes Geknüppel um die Ohren, um dann im nächsten Moment in dramatisch softere Gefilde zu verfallen. Die "cleanen Passagen" sind dabei meiner Meinung nach wenigwer poppig als beispielswiese bei SOILWORK, sondern gehen eher in den Prog- oder True Metal-Bereich. So klingt der Sänger bei den cleanen Passagen eher wie Roy S. Khan (früher "Conception, jetzt "Kamelot") während bei den Growls ordentlich in den Gefrierschrank gegriffen wird. Beides wird sehr proffesionell miteinander verknüpft, erreicht aber nicht den gleich Spielfluss wie In Flames & Co., was daran liegt, dass die Gegensätze wie bereits erwähnt deutlich grösser sind.

Der 3. Song (Mind Machine) z.B. kommt nahezu vollständig mit cleanen Vocals aus und klingt eher nach einem orchestral untermalten Prog-Metal-Stück, als nach melodiösem Metal Core. Viele Kritiken bezüglich des Vorgängeralbums "Symmetric in Design", die darauf rausliefen, dass die Jungs technisch anspruchsvoll und über jeden Zweifel erhaben sind, kann ich durchaus bestätigen. Die Rythmussektion arbeitet komplex und break-lastig ohne die nötigen Melodien zu vermissen. Die Vocals (Growls) sind erdig und fügen sich angenehm ins Geasamtbild ein. Die cleane Fraktion, die durch mehrstimmigen Gesang geprägt ist, weiss durchaus zu gefallen und prägt die Gesamtdynamik der Scheibe. Wenngleich ich den Vorgänger etwas besser fand, ist doch auch dieses Werk ein gelungener Output, der durch seine etwas straightere Ausrichtung für den überfälligen Durchbruch sorgen könnte. Fans von Soilwork und Konsorten möchte ich nur ans Herz legen vorher reinzuhören, da der grundlegene Stil doch andere Wurzeln beinhaltet. Und zuletzt mal ganz ehrlich:Auch wenn diverse Death Metal-artige Passagen eingestreut sind wird vermutlich kein Death Metal Fan auf melodischen Death Metal tippen. Dafür ist das Album einfach zu Mainstreamtauglich. Trotzallem ganz klar, Daumen hoch für Scar Symmetry!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juni 2006
Ein Album zu dem ich eine kurze Rezension schreiben MUSS! Ich will auch gar nicht auf einzelne Titel eingehen, dazu sind sie alle zu gut. Eine Schreibe wie aus einem Guß. All Killers, no Fillers. Ich habe schon viele Bands gehört die versuchen kompromisslose Härte und Melodien in Einklang zu bringen. Manche schaffen den Spagat ganz ordentlich, wie z.B. Amorphis, Soilwork und In Flames, um nur mal einige richtig gute Vertreter zu nennen. Aber noch nie hat es eine Band so genial vermixt wie Scar Symmetry. Für mich am ehesten auf den Punkt trifft es wohl, wenn man sagt es klingt als wenn Dream Theater den Death Metal für sich entdeckt hätten und diesen nun zu 50% in Ihre Musik einfliessen lassen. Technisch kommt man hier wirklich teilweise an die Qualität von Dream Theater herran, wenn auch etwas eingängiger und einen Tick weniger komplex gespielt. Am ehesten kann man den Vergleich mit Dream Theater am genialen Riff und dem abgefahrenen Rhythmus des letzten Songs ablesen. Sehr begnadete Musiker sind hier am Werk. Die Lieder haben allesamt Ohrwurm-Charakter und sind doch kompromisslos und brachial auf den Punkt gespielt. Ein absolutes Meisterwerk ballert da aus den Boxen und es ist für mich persönlich das bisher beste Album in 2006. Mehr davon!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2006
Ich muß eingestehen, dass ich Scar Symmetry bis heute noch gar nicht kannte. Nach dem ersten anhören der Songs wurde mir klar, dass es sich hierbei um einen superben Output handelt. Bereits der Opener "The Illusionist" hat alles was man sich von einem modernen Metalsong verspricht. Geiles Drumming, klasse Riffing, extreme Death-Growls, extrem guten cleanen Gesang und einige Melodiebögen, die es in sich haben. Der zweite Song "Slaves to the Subliminal" fängt im Midtempo und und steigert sich von Sekunde zu Sekunde bis zum superben Melodiebogen, der einfach Gänsehaut erzeugt. Die Sound der Band ist schwer mit anderen Bands zu vergleichen, da er sehr eigen klingt. Am ehesten fällt mir der Vergleich zu Soilwork und Trivium ein, die ebenso wie Scar Symmetry Härte mit genialen Melodien verbinden. Ein Hoch auf den Cleanen Gesang, der mir extrem gut gefällt und zusammen mit den extremen Growls einfach klasse wirkt. Hut ab, auf so ein Album haben wir alle gewartet ! Interessant auch für Leute die nicht unbedingt auf extreme Musik stehen ! Klasse
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2006
Wow, genau so stelle ich mir eine perfekte Heavy Metal-Scheibe vor. War das Debut-Album von SCAR SYMMETRY "Symmetric in design" ein Sturm, so ist der 2. Output dieser schwedischen Band ein wahrer Orkan !!! Unbarmherzig, spektakulär und absolut mitreißend.

Man stelle sich vor, die Bands IN FLAMES, MASTERPLAN, MESHUGGAH, HYPOCRISY, SOILWORK, DREAM THEATER und STRAPPING YOUNG LAD wären wochenlang auf einer nervenzehrenden Europa-Tournee. Da man nach einigen Tagen (und zahlreichen durchzechten Nächten) keine Lust mehr aufs dauernde Feiern hat, beschließt man einfach, gemeinsam ein wenig zu musizieren. Man trifft sich im Tour-Bus und komponiert...Zunächst kommt hierbei nichts großartiges heraus, da der musikalische Background der 7 Bands einfach komplett unterschiedlich ist. Zunächst hat keine der Kompositionen Hand und Fuß. Doch dann macht es plötzlich "klick"...alle Musiker bringen sich so gut ein, wie es geht. Die guten Ideen sprudeln förmlich aus ihren Köpfen heraus. Ein Rädchen greift urplötzlich millimetergenau ins andere. Und so entstehen insgesamt 13 tolle Metal-Songs, die vor Energie, Frische, Progressivität und Härte beinahe zu platzen drohen.

Führt man sich dieses (zugegebenermaßen recht absurde Szenario) mal vor Augen, kann man schon ungefähr erahnen, wohin die Reise auf "Pitch black progress" geht. Denn bei SCAR SYMMETRY paaren sich einfach die stilistischen Merkmale obengenannter Bands zu einem geilen Cocktail, den man schlichtweg gehört haben muss. Hier gibt es alles, das es nicht gibt. Beinhartes Thrash-Riffing...unglaublich raffiniertes Gitarrenspiel...wahnwitziger Industrial-Raserei...traditionelle Power Metal-Parts...halsbrecherische Prog-Kabinettstückchen...fiese Stakkato-Gewitter...verzückend herzerweichende Refrains en masse...ultrabrutale Death Metal-Abrissbirnen...fein akzentuierte Neo-Prog-Einschübe...und dazu addiert man einfach "das gewisse Etwas".

Heraus kommen tadellose Songs wie "The illusionist" , "Deviate from the form" , "Mind machine" , "Abstracted" , "Calculate the apocalypse" , "Retaliator" (Killer !!!) und "Dreaming 24/7". Glaubt mir, diese Band wird vollkommen zu Unrecht als bloße IN FLAMES oder DARK TRANQUILITY-Kopie abgetan. SCAR SYMMETRY können viel viel mehr, und sind diesen Bands mittlerweile ein gutes Stück voraus. All killers - no fillers !!!

Wer sich also eine musikalische Verquickung von Alben wie "Natural born chaos" , "Abducted" , "Images & words" , "Alien" und "Aeronautics" vorstellen kann, darf hier getrost zugreifen. Diese Scheibe wird am Ende des Jahres hunderprozentig in meinen Top 5 landen. Zugreifen !!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Februar 2011
Eigentlich logisch, dass Dr. Blast seine Rute nach dieser hoch dotierten Kapelle auswerfen würde: das sensationelle Debüt "Symmetric In Design", dessen Veröffentlichung erst ein Jahr zurück liegt, war zu einfach viel zu gut, um das Quintett quasi seinem weiteren Schicksal zu überlassen.

Dem immensen Druck ob des grünen Spritzenmannes aus Donzdorf entgegnen die schwedischen Senkrechtstarter aber in einer Art und Weise, die mit tödlicher Sicherheit 'zig Kinnladen Opfer von schier unterschätzter Schwerkraft werden lässt - Scar Symmetry, die sich hauptsächlich den Rezepturen der Herren Schmutzarbeit & Co. bedienen, aber bei aller gesunder Kritik kein Plagiat verkörpern, haben hier ein derart brilliantes Kaliber am Abzug, von dem man noch garantiert in vielen Jahren voller Begeisterung sprechen wird! Die Symbiose aus (un-) Heil bringenden wie morbid gefärbten Melodien, schlagfertiger Widerhaken Kultur, traditionellen und zeitgemäßen Thrash/Death Metal Elementen, dezent dosierten Electronic Samples, variabel geführten Vokals und Genre- geschärfter Wechseldynamik ist natürlich alles andere als neu, nur: der Fünfer schuf das wundersame Kunststück, eine absolut perfekt angelegte Mixtur aus jenen Fragmenten zu kreieren und so ganz nebenbei Songs aus dem Ärmel zu schütteln, die eine Audiogala von ungeahntem Ausmaß lostreten - grandios! Ganz egal, welcher der elf Tracks just den Membranen entweicht, sei es der superbe Opener "The Illusionist", das ebenso mit traumhaften Gesangslinien verlockende "Slaves To The Subliminal", das an frühe Fear Factory angelehnte "Mind Machine", der im Chorus von tiefen Death Growls umrahmte Titelsong, das unleugbare Strapping Young Lad Bekenntnis "Calculate The Apocalypse", der hochmelodiöse Ohrenschmeichler "Dreaming 24/7" oder das orchestral gehaltene "The Kaleidoscopic God", welches gegen Ende hin sogar mit - Überraschung - einigen von Mercyful Fate "geliehenen" Riffs durch die Botanik rauscht.

Man vertraue mir, JEDER einzelne Song auf "Pitch Black Progress" ist ein Meisterwerk, entfaltet nebst messerscharfer Präzision, betörender Durchschlagskraft und 100%iger Effizienz ebenso seine ganz individuelle Duftmarke, katapultiert sich selbst ohne Umschweife auf Wolke Nummer Sieben des Hartwurst Paralleluniversums und treibt den Hörer im Regelfall spätestens nach dem fünften Durchlauf zu höllengleicher Raserei. Und ich will verdammt sein, wenn in absehbarer Zeit diese Wahnsinnsscheibe nicht im selben Atemzug mit Alltime Classics a la "Demanufacture", "Natural Born Chaos" oder "City" genannt werden sollte. In diesem Sinne und nach bisher ca. 200 getippten Reviews wird's auch für mich Zeit, den kurzen wie beliebten Slogan 'No Fillers, JUST KILLERS' gelöst und voller Inbrunst auszusprechen - besser geht's echt nimmer!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2006
Das erste Album "Symmetric in Design" war ja schon mein absoluter Favorit, aber was Scar Symmetry mit "Pitch Black Progress" abgeliefert haben ist einfach phänomenal!
Sie haben es tatsächlich geschafft ihr Erstlingswerk noch weit zu übertreffen.

Was Scar Symmetry auszeichnet ist, dass man von allen Bandmitgliedern die lange Erfahrung aus ihren anderen Metalbands herraushört. Zu recht werden Sie oft als All-Star-Band bezeichnet, weil hier wirklich Musiker mit viel Erfahrung aus verschiedenen Bands zusammen treffen und es schaffen, alle Ihre Erfahrungen zu bündeln und perfekt zu kombinieren:
- Das Schlagzeug ballert
- Die Bassgitarre donnert
- Die Rythmusgitare schräddert
- Die Gitarrensoli gehen ab wie Luzi
- Und dazu singt Frontmann Christian Älvestam, dass es einem wirklich nur noch kalt den Rücken runter läuft! Im Positiven Sinne!
Der Mann hat ein unglaubliches Stimmrepertoire, welches vom tiefsten Gegrowle à la Six Feet Under über Passagen à la Hypocrisy bis hin zu klarem, melodischem Gesang, welcher so manchem Boy-Band-Mitglied gut stehen würde, reicht.
So ein breites Gesangsspektrum hab ich noch nicht erlebt.

Und so findet man auf der Platte auch sowohl bösen Death-Metal gepart mit fast schon poppigen Melodik-Parts. Das hört sich unvereinbar an, ist aber von Scar Symmetry perfekt kombiniert worden. An keiner Stelle denkt man "Oh das passt jetzt aber nich".
Auch Tempo und Rythmus variieren. An der einen Stelle wird ruhig und gelassen vor sich hin gespielt, und im nächsten Moment wird geknüppelt bis kein Gras mehr wächst. Dabei kommt keiner der Jungs ins Straucheln.

Fans von Gitarrensoli kommen bei Scar Symmetry voll auf ihre Kosten. Jedes Lied bekommt durch tolle Gitarrensoli noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt. Manch einer mag das etwas zu penetrant (weil häufig) finden, aber mir gefällts.
An dieser Stelle muss ich dringenst dazu raten die CD mit den beiden Bonustracks (13 statt 11 Lieder) zu kaufen, denn der zweite Bonustrack ist das letzte Lied auf der CD und lässt sie mit einem Gitarrensoli ausklingen, dass man mit offenem Mund sitzenbleibt.

Der einzige leichte Kritikpunkt, der mir einfallen würde ist, dass einige Übergänge etwas abrupt geraten sind. Aber das ist erstens bei den vielen Variationen zu verzeihen und zweitens auch nicht wirklich störend, da man gar keine Zeit hat sich darüber Gedanken zu machen, so gebannt ist man.

Jedenfalls ist es bei mir so. Kann hier natürlich nur meine subjektive Sicht wider geben. Ich kann euch nur empfehlen einmal rein zu hören und euch eine eigene Meinung zu bilden.
Auf der Seite von Nuklear-Blast kann man sich auch ein Lied komplett und in guter Soundqualität anhören.

Von mir eine klare Kaufempfehlung. Besser geht es nicht! <= Achtung Subjektivität ;)

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