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am 15. April 2006
SAGA veröffentlichen dieser Tage mit „Trust" ihr mittlerweile schon 17. Studioalbum - in einem Zeitraum von nur 28 Jahren eine überaus beachtliche Anzahl! (diverse Live und Best-Of-Alben nicht eingerechnet) Und so regelmäßig, wie die Band ein neues Produkt auf den Markt schmiss, genauso regelmäßig war ich davon enttäuscht. SAGA, die im Zenit ihrer Karriere 1983 die größten Hallen in Deutschland füllten, bemühen sich seitdem regelmäßig - und regelmäßig erfolglos (aus meiner Sicht) - verlorenen Kredit zurückzugewinnen.
Was der Band meiner Meinung nach im Laufe der Jahre - und nach den „legendären" ersten vier Alben - abhanden gekommen ist, ist die Tatsache, dass Musik nicht nur aus technischen Qualitäten besteht (die besitzt die Gruppe nach wie vor zweifelsfrei), sondern dass es auch dazu gehört, Emotionen beim Hörer zu wecken. Und was auf „World's Apart" seinerzeit noch so wunderbar funktionierte, schlug auf „Heads Or Tales" bereits in eine Richtung, aus der sich die Gruppe nie wieder richtig befreien konnte. Die Musik wirkte plötzlich so „kalt", fast ein wenig „seelenlos". Dabei bestachen die Alben der mittleren und späten 80er aber immerhin noch durch ihre herausragende Soundqualität - den damals „typischen SAGA Sound".
Nach einigen, nennen wir es mal „Stil Wirrungen", in den 90er Jahren fand die Band dann 1999 mit dem Album „Full Circle" prinzipiell wieder in die ursprüngliche Richtung zurück. Im Gegensatz zu manch anderem haben mich dieses und nachfolgende Alben aber auch nicht wirklich überzeugt. Einerseits war es wieder „der alte Stil" - andererseits blieb das Problem bestehen: mittelprächtiges Songwriting gepaart mit mittlerweile nun auch nur noch durchschnittlicher Soundqualität ergaben demzufolge keine wirklich guten Alben. Das letzte Album „Network" hab' ich völlig frustriert und entnervt dann auch erstmals ausgelassen.
Getreu dem Motto „....und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her" veröffentlichen SAGA dieser Tage mit „Trust" nun ein Album, von dem ich mittlerweile doch angenehm positiv überrascht bin! Dabei versprachen die Soundfiles hier und auch der erste Durchlauf der kompletten CD zunächst nicht wirklich „Besserung". Die Band bedient sich halt der „SAGA typischen" Stilelemente (bestimmte Keyboard-Sequenzen und Gitarren-Riffs), die man so oder so ähnlich auch schon auf früheren Alben gehört hat. In Verbindung mit den neuen Songs klang das für mich beim ersten Durchlauf noch einigermaßen unrund. Mit zunehmenden Durchläufen entwickeln die Songs dann aber etwas, was ich auf den vorherigen Alben so schmerzlich vermisst hatte: Charme und Seele - und über weite Strecken sogar richtig Spielwitz!
Insgesamt ist „Trust" kein sonderlich „hartes" SAGA-Album geworden. Die Keyboards dominieren endlich mal wieder die Songs, eine Eigenschaft, die ja auch charakterisierend für die ersten Alben der Band war. Phasenweise verströmt das Album auf mich sogar eine leicht melancholische Grundstimmung - wobei ich nicht sagen könnte, ob das de facto wirklich so ist oder ob ich die da nur hineininterpretiere. Zumindest gipfelt diese Stimmung in der wunderschönen, vom Keyboarder Jim Gilmour gesungenen Akkustik-Ballade "My Friend". Darüber hinaus dominieren Mid- und Up-Tempo Songs auf „Trust". Interessanterweise gewinnt das Album gerade nach hinten raus an Dynamik! Die Songs der zweiten Hälfte kommen zunehmend luftiger und beschwingter daher, so dass es nach langer Zeit wirklich mal wieder eine Freude ist, den Songs von Michael Sadler (der auch nach fast 30 Jahren nichts von seiner einzigartigen Stimme eingebüßt hat!), Ian & Jim Chrichton, Jim Gilmour sowie dem neuen Drummer Brian Doerner zu lauschen.
Auf Wunsch ihrer Fans haben SAGA auch wieder einige progressive Elemente mehr in ihre Songs eingebaut. Dadurch „holpern" die Songs am Anfang zwar ein wenig, gewinnen im Laufe der Zeit aber deutlich an Substanz! Eine sehr gutes Beispiel dafür ist „Back To The Shadows", sehr unzugänglich im ersten Durchlauf, aber nach mehrmaligem Hören ein richtig schöner, runder Song!
Anspieltipps? Schwierig, da mich die Soundfiles zunächst nicht so richtig überzeugt haben. Letztlich muss man an das Album vielleicht so herangehen, wie es der Titel vorgibt: mit Vertrauen! Wer das macht und dem Album dann ein paar Umdrehungen Zeit gibt, sich „zu entfalten", der dürfte nicht enttäuscht werden. Meine Favoriten zur Zeit: die angesprochenen „Back To The Shadows" und "My Friend", die erste Single „It's Your Life", „Footsteps In The Hall" sowie „Ice In The Rain". Zwar alles keine neuen „Wind Up's" oder „Humble Stances", aber endlich mal wieder Stücke mit Ohrwurmcharakter und der gewissen „Leichtigkeit des Seins", die ich bei SAGA so lange vermisst habe - Gratulation! Und „live" waren und sind SAGA seit jeher über jeden Zweifel erhaben - wovon man sich auf der aktuellen „Trust"-Tour überzeugen kann.
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am 31. Mai 2006
Seit "Full Circle" (1999) haben SAGA immer wieder versucht, zu ihren progressiven Wurzeln zurückzukehren und die guten alten Zeiten der ersten 4 Alben wieder aufleben zu lassen. Auf den letzten 4 Alben seit 1999, war durchaus erkennbar wie sehr man sich wieder um gutes Songwriting, anspruchsvollere Strukturen und die alten Sound-Trademarks bemüht. Die einzigartige Qualität von Alben wie "Worlds Apart" oder "Silent Knight" konnte allerdings trotz aller hörbaren Anstrengungen nicht erreicht werden.

Obwohl bereits das Vorgängeralbum "Network" (2004) auf sehr hohem Niveau lag, ist es den 5 Altrockern nun endlich gelungen sich nochmals deutlich zu steigern und nicht nur ein gutes sondern ein absolut überragendes Album auf die Beine zu stellen !!

Diesmal tischen uns SAGA mit "Trust" alle Zutaten auf, die dieser Gruppe einst zu Ruhm und Ansehen verhalfen. Sowohl anspruchsvoll verschachtelte Songstrukturen als auch unwiderstehlich eingängige Melodiebögen werden scheinbar ganz locker aus dem Ärmel geschüttelt. Starke Ohrwurm-Refrains und gute Hooklines gibt es zu hauf und mit (für SAGA-Verhältnisse) progressiven Elementen wird ebenfalls nicht gegeizt. Das Alles wird mit einer Spielfreude und Leichtigkeit serviert, so dass zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommt SAGA würden verkrampft oder gar verbissen versuchen, ein Comeback zu erzwingen.

Die Kräfteverhältnisse zwischen Gilmours Keys und Ian Crichtons Streitaxt scheinen nun wieder harmonisch ausgeglichen zu sein, wovon man sich bei manchen Duellen zwischen den Beiden überzeugen kann. Mr. Ian Crichton steuert wieder herrlich knackige Riffs und edle Soloeinlagen bei, ohne jedoch die Keyboards in den Hintergrund zu drängen wie dies bei "House of Cards" leider der Fall war.

Mit Brian Dörner scheint SAGA nun außerdem einen sehr druckvollen Drummer gefunden zu haben, der gemeinsam mit Jim Crichton (Bass) hervorragende nie langweilige Rythmusarbeit leistet. (Für mich ist Dörner sogar eine Spur lebendiger als der gute alte Steve Negus, der bereits nach "Marathon" ausstieg !)

Über Herrn Sadlers Leistungen zu referieren ist ohnehin müssig, er liefert wie auf jedem guten SAGA Album je nach Bedarf sanft einfüllsamen oder auch opernhaft theatralischen Gesang ab, der stets optimal auf den jeweiligen Song abgestimmt zu sein scheint.

Einzelne Songs bei der durchgehend hohen Qualität von "Trust" hervorzuheben erscheint mir sehr schwierig und deshalb unnötig.
Als Tüpfelchen auf dem i bleibt noch ein weiteres Highlight des Albums zu erwähnen, nämlich die hervorragende Produktion des Longplayers. Ein klarer differenzierter Klang mit ordentlicher Drumm- und Bass-Power lassen keinerlei Sound-Wünsche mehr offen.

Bleib mir nur noch den 5 kanadischen Herren zu dieser absoluten Meisterleistung zu gratulieren und eine unbedingte Kaufempfehlung auszusprechen !!
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Juni 2006
Viele Fans aus den ersten, magischen Jahren hatten die kanadische Band Saga inzwischen längst aufgegeben. Spätestens mit ihrem flachbrüstigen sechsten Studioalbum BEHAVIOUR von 1985, das auf mich damals wie ein kalte Dusche wirkte, war die Kreativität der frühen Zeit dahin, und fast alles, was danach kam, geriet entweder noch schwächer oder war halbwegs erträglich oder konnte im Höchstfall so einigermaßen überzeugen. Aber irgend etwas fehlte immer. Auch ihr bisher letzter Versuch NETWORK von 2004 war eine etwas fade Angelegenheit. Man fragte sich inzwischen ernsthaft, warum diese Band trotz aller Rückschläge doch immer noch weitermachte.

Nun aber ist, ziemlich unerwartet, absolut alles wieder da: die großen Melodien, die Komplexität, die richtige Balance zwischen Produktion, Arrangement und Sound, die Einfälle, die Spielfreude, die prächtige Gitarrenarbeit von Ian Chrichton, die wunderbaren Keyboardschwaden von Jim Gilmour - und auch Michael Sadlers Stimme scheint sich von Stress und jahrelanger Überforderung endgültig erholt zu haben. Es ist ein bisschen wie ein Wunder!

TRUST bedeutet nach 25 Jahren eine Rückkehr zu der sprudelnden Kreativität jener Zeit zwischen 1978 und 1981, als diese Band mit den Alben SAGA, IMAGES AT TWILIGHT, SILENT KNIGHT und WORLDS APART in ihrem höchst eigenen Zwischenreich aus Melodic- und Progressive Rock neue Maßstäbe zu setzen vermochte.

Gleich der Opener "That's As Far As I Know" erfüllt seine Aufgabe und erregt nicht nur mit Gilmours spritzigen Synthie-Effekten sofort die Aufmerksamkeit des Hörers. Ian Crichtons herrlich effektives Gitarrenriff sowie der simple Mitsing-Refrain sorgen dafür, dass einen die Singleauskopplung "It's Your Life" nach jedem Hören stundenlang verfolgt. Auch der Titelsong "Trust" und "I'm O.K." (dies ist nicht der gleichnamige Ohrwurm von Styx aus PIECES OF EIGHT!) wären in besseren Zeiten ständig im Radio gespielt worden. Und wann haben Saga zuletzt eine so melodische, anrührende Ballade wie "My Friend" veröffentlicht? Auch der Abschlusstrack "On The Other Side" vereinigt noch einmal locker die vielen Stärken dieser Band. Highlight aller Highlights ist jedoch das mehr als formidable "Back To The Shadows".

Das letzte Saga-Opus mit einem vergleichbar großartigen 'flow' war ihr fabulöses Meisterwerk SILENT KNIGHT von 1980. Und zudem ist TRUST mit 11 Titeln in knapp 50 Minuten keine Minute zu lang oder zu kurz geraten. Das aufwändige Cover-Artwork stellt, ganz nebenbei, das ästhetischste und reizvollste in der langen Geschichte dieser Band dar.

Also nochmals Willkommen zurück in der exklusiven Welt der Kreativität, Jungs. Und danke für euer eisernes Durchhaltevermögen!

"Now or never / do you think it's time to play? / All together / there is no other way" (Saga: "Time To Play").
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2006
Ich kann mich den meisten Ausführungen der Vorgänger anschließen, und insofern ist es müßig, es zu wiederholen. Deshalb beschränke ich mich auf die Erklärung, warum ich nur vier und keine fünf Sterne vergebe.

Beginnen wir mit den "Formalia": Das Album ist leider nicht so gut produziert, wie es das verdient hätte, was nach meinen Erfahrungen leider ein Manko ist, dass allen Alben anlastet, die ich bisher von SPV habe (und das sind einige). Es hat Druck und Dynamik - ja. Aber es fehlen Durchhörbarkeit und Brillanz. Es ist nicht wirklich schlecht, aber sicher auch nicht perfekt.

Ja, es stimmt, dass Saga in gewissen Aspekten wieder zu seinen Wurzeln zurück gefunden hat. Aber es stimmt auch, dass sie nie wieder das sein werden, was sie einmal vor 25 Jahren waren: Lieferanten eines Bombast-Rock, dessen Arrangements und Songstrukturen in einer Stärke anrührten, dass sie selbst nach so vielen Jahren nichts von ihrer Faszination verloren haben. Was ist heute anders? Sicher mal das Line Up: Irgendwie fehlt Steve Negus schon. Er hatte vielleicht nicht diesen Druck, wie Brian Dörner, aber vielleicht etwas mehr Raffinesse. Ja, die Keys haben wieder mehr Raum, und dennoch steht Ian Crichton stärker im Vordergrund als "in den guten alten Zeiten". Und insgesamt hat sich das Klangbild doch verändert - sicher ein Tribut an den Zeitgeschmack, wo nicht mehr das Diffizile zählt sondern eine stärkere Wirkung erziehlt werden muss.

Fazit: Ich bin begeistert, weil Saga es geschafft hat ein Album vorzulegen, das vom ersten Augenblick an mitreißt. Und insofern sich einiges mehr oder weniger leicht verändert hat ist es nicht nur Saga-Fans zu empfehlen, sondern allen, die guten Rock mögen - mit leichten Prog-Einflüssen, schönen Melodien und abwechslungsreichen Arrangements. Ich würde dem Album gern 4,5 Sterne geben. Geht nicht. Deshalb vier Sterne um zu signalisieren: Es ist eben nur fast perfekt.

Anspieltips: Titel 1, 9 und vor allem 11.
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am 2. Februar 2008
'Trust' in den Player eingelegt - Play-Taste betaetigt - Synthetiksound, Sadlers treibender, leicht krummtaktiker Gesang. Muss das wieder sein? Wird das nicht langsam langweilig? Nein! Wenn der Saga-Gelegenheitshoerer genervt ist, kann ich das nur bestens nachvollziehen. Ich kann mir ja auch nicht staendig AC/DC anhoeren. Aber Saga aendern ihren Stil nun mal nicht mehr. Der Fan bekommt was er sich wuenscht. Na gut, ein bisschen Innovation waere nicht schlecht gewesen, aber warum soll man sich beschweren, wenn man doch gute Musik bekommt, die einfach Spass macht? Die Songs enthalten die Saga-typische Rhytmik, gekonnte Instrumentenbeherrschung, reichlich Keyboard- und Gitarreneinsatz, die typischen Duelle beider Instrumente. Songs wie 'I'm OK', 'It's Your Life', oder das mit typisch-'huepfenden' Gitarren aufwartende 'Back To The Shadows' verspruehen einfach gute Laune! Der charismatische Gesang von Michael Sadler macht auch einfach viel aus. Dies sollte leider sein vorletztes Album sein. Ohne ihn duerften Saga leider ziemlich aufgeschmissen sein. Natuerlich wird wieder ein Song von Jim Gilmour vorgetragen, naemlich das kuerzeste Stueck 'My Friend'. Gimlours Oboe darf dabei natuerlich auch nicht fehlen. Schoene Akkustikgitarre zudem. Das Titelstueck 'Trust' ist harter Natur und hat damit natuerlich ordentlich Druck. Was auch typisch fuer Saga ist, ist dass der vorletzte Track schon nach Abschied klingt, dann aber noch einer draufgesetzt wird. Machen die das mit Absicht? Vergleiche 'Someone Should' - 'Careful Where You Step'(Silent Knight), 'Here I Am' - '(Goodbye) Once Upon A Time'(Behaviour), 'No Man's Land' - 'Without You'(The Security Of Illusion), 'Believe' - 'Don't Make A Sound'(Network). Immer sind die vorletzten Nummern so stark, das man meint es waere Ende. Dann werden die Songs nochmal getoppt oder nur ganz knapp unterboten. Eine seltsame Eigenart...

Ein Album, dass wieder einmal Spass macht. Der Saga-Gelegenheitshoerer braucht hir nicht zugreifen, der Fan muss natuerlich. Das Drumspiel wurde hier uebrigens an Brian Doerner abgegeben, der auch auf dem 2007er '10,000 Days' mit dabei war.

P.S. Ich hatte selber das Glueck, bei der 'Trust'-Tour beim Konzert in Hildesheim dabei gewesen zu sein. Bei der Stadion-Stimmung, die sie entfachten haben, wunderte ich schon ein bisschen mich, dass Saga in einer Sporthalle(!) spielen mussten. Ich kann aber nur sagen, es war ein Erlebnis. Sadler macht einfach Stimmung, es macht tierisch Spass, der Band zuzusehen. Im uebrigen war der Titeltrack der Opener, das hat einfach von vorn herein gerockt! Nach Sadlers Ausstieg nach '10,000 Days' wird leider keiner mehr in den Genuss eines solchen Konzertes kommen. Ich bin jedenfalls froh, dabei gewesen zu sein.
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am 6. Mai 2006
Wirklich großartig, was SAGA hier ein Jahr vor dem 30-jährigen (!) Bandjubiläum vorlegen. Die Songs sind mehr denn je an den Stil der ersten Alben angelegt, nur eben in modernem Gewand. Alles klingt frisch, Ausfälle gibt es auf diesem Album nicht. TRUST steht Klassikern wie WORLDS APART (1981) oder SILENT KNIGHT (1980) in nichts nach und ist eine herrliche Aneinanderreihung von Songideen, wie sie wohl kaum jemand dieser in die Jahre gekommenen Band noch zugetraut hätte. Der Ideenreichtum reicht über moderne tranceartige Keyboardsounds bis hin zu klassischen Elementen mit Holzblasinstrumenten oder Akkordeonklängen, hervorragend arrangiert und produziert.

Der Einstieg in die deutschen Albumcharts ist mit Platz 23 (dem höchsten seit den 80ern) mehr als verdient.

Anspieltipps: das geniale "Back to the shadows", das witzige "Footsteps in the hall", das irisch-folkloreartige "My friend" oder die eingängige Single-Auskopplung "Its your life".

Für Fans ohnehin ein Muss, aber wer sich der SAGA-Gemeinde hinzugesellen möchte, sei mit TRUST herzlich willkommen, vertraut mir...
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am 12. Mai 2006
Seien wir ehrlich. Saga gab es von der ersten LP bis zur Heads or Tales, danach begann der qualvolle Abstieg.

Mit Trust kommt nun ENDLICH der Hammer auf den alte Sagafans kaum noch zu hoffen wagen konnten.

Eine unbedingte Kaufempfehlung, wenn Ihnen die ersten vier Saga CDs gefallen. Die DVD (ist eigentlich eine Video CD) und man kann sie sich schenken...
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am 8. April 2006
Charakeristischer als auf dem Album "Network" von 2004 klingen die Lieder auf Sagas 17. Album. An einzelne Stücke erinnert man sich bereits nach dem ersten Hören. Immer wieder tauchen Parallelen zu älteren Stücken auf, die eben typisch für Saga sind, ohne aber abgegriffen zu klingen. "Ice In The Rain" beispielsweise könnte sogar bereits auf einem der ersten Alben erschienen sein. Der Großteil ist kraftvoll und erinnert bei "It's Your Life" auch an das Studiowerk "Security Of Illusion." Bleibt die oft gehörte Kritik, ob der kanadischen Band nichts Neues einfällt. Aber es steht nun einmal Saga drauf, und Saga ist auch drin. Inklusive tollem Klang, starken Gesangslinien und instrumentalen Einlagen. Das eigene Ziel scheint erreicht, mit neuen klar definierten Liedern trotzdem nach wie vor nach Saga zu klingen.
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am 30. Juli 2006
Ja ja ja ja ja!! DAS ist es! DAS ist SAGA!

Wo wart ihr denn die letzten Jahre, Jungs?

DAS seid ihr, wie wir euch lieben!

Ein HAMMERALBUM.

Die ersten vier Alben plus "In Transit" und die phantastische "Generation 13", das sollte man in der Sammlung haben. Die anderen Alben bewegen sich zwischen "Na ja" und "Oh je", als Fan hat man sie aus Solidarität eben im Schrank.

Aber DIESE Scheibe bleibt im Player, habe sie bestimmt schon 20x gehört. Tolle Synthies (auch ein Minimoog ist dabei), traumhafte Gitarre, WAS für ein Groove von Bass und Schlagzeug, WELCH tolle Stimme von Michael Sadler (ohne dieses übertriebene Vibrato auf den letzten Alben).

Das sind Songs, die schon beim ersten Durchhören gefallen, aber von Mal zu Mal besser werden. Wie früher: Man hört sich rein und entdeckt dann immer mehr Details.

ERSTKLASSIG!
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TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2014
Vor Erscheinen (2006) dieses Albums kündigten Saga an,sich bei "Trust" besonders viel Mühe gegeben zu haben,den Wünschen so vieler Fans,sie sollten mal wieder "sowas wie Silent Knight" machen,entgegenzukommen.
Schon seit "Full Circle" hatten Saga angefangen, einen Retro-Kurs zu fahren,der den sehr eigenen Sound der Band mit moderneren Klängen kombiniert.
Und auf keinem anderen Album seit damals findet man so viele Anklänge an die erfolgreichste Zeit der kanadischen Qualitäts-Prog/Melodik-Rocker,wie auf "Trust".
Songs,wie "That`s As Far As I`ll Go" oder "Back To The Shadows" verströmen tatsächlich ein "altes" Saga-Flair,verbunden mit einer starken rockigen Note,viel guter Laune,daß es eine Freude ist.
Sie hatten also nicht zu viel versprochen,auch der neue Gast-Drummer Brian Doerner macht seinen Job sehr gut,was für die Stamm-Formation ohnehin immer gilt.
Neben dem unverkennbaren,theatralischen Gesang von M.Sadler,dem schnellen Gitarrespiel von I.Crichton,dem soliden Baß von dessen Bruder Jim,den Retro-Keys von J.Gilmour kriegt man den obligatorischen Song mit Gilmour am Mikro geboten,den typischen Saga-Sound mit viel Spielfreude und guter Laune und aus meiner Sicht einen echten Ohrwurm.
"It`s Your Life" ist der hartnäckigste Ohrwurm,den ich je im Ohr hatte;seit Jahren erwische ich mich in stillen Momenten dabei,wie ich den Refrain in Verbindung mit dem kurzen dazugehörigen Gitarrenpart summe.Es ist manchmal fast schon eine Plage,wenn ich das gar nicht loswerde.Warum sowas nie im Radio läuft,ist mir ein Rätsel.
Mit "I'm OK" haben Saga versucht,einen Fan-Mitsing-Song für die Konzerte zu etablieren,was Michael auf der "Trust"-Tour unermüdlich forciert hat.Der Song ist,gerade ,was den Refrain angeht,äußerst platt und spricht Mitgröl-Instinkte an,was dann aber doch nicht so richtig klappte.
Eifrig mitgesungen werden nach wie vor der "Humble Stance","Don`t Be Late" und andere.
"I'm OK" ist für mich der (einzige) Schwachpunkt von "Trust".
Mit "Trust" haben es Saga so richtig krachen lassen;viel Retro-Feeling,starker Rock,Gefühl,etwas Kitsch...phantastisch,sympathisch,großartig.
Auch das Artwork überzeugt mal wieder und bringt etwas "Chapter-Feeling" rüber.
Die limited Special-Edition kommt in schickem Pappschuber,in dem die CD entgegen dem heutigen Trend schonend gelagert wird, und mit Bonus-DVD (Making Of) daher.
Das Mastering übernahm hier erstmals Peter van`t Riet,der die Dynamikwerte gnadenlos in den Keller fuhr.
Der "Loudness War" läßt grüßen;wenigstens sind keine digitalen Verzerrungen zu hören.Immerhin.
Im Vergleich zu Brian Foraker,der für das Mastering einiger Alben davor zuständig war,hält sich van`t Riet in den Höhen etwas zurück.Es klingt etwas direkter,schroffer,weniger räumlich,die Mitten sind präsenter.Die klangliche Abstimmung ist sicherlich Geschmackssache,mir liegt der Sound von Foraker mehr.

Ich meine: Wer,wie ich, eine Schwäche für Saga hat,kommt an "Trust" nicht vorbei.
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