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am 4. Mai 2006
Die vorliegende Aufnahme von Mahlers Auferstehungssymphonie entstand Ende Mai/Anfang Juni 2005 nach einer Aufführungsserie von drei Konzerten der Wiener Philharmoniker aus Anlass von Pierre Boulez 80. Geburtstag. Die Einspielung besticht in jeder Hinsicht und lässt das Gros der anderen Aufnahmen (selbst Rattle und Chailly) hinter sich: Die Philharmoniker spielen brillanter und mit mehr Feuer denn je; dies mag nicht zuletzt auf die merkliche Verjüngung des Orchesters in den letzen beiden Jahren zurückzuführen sein, die Sir Simon Rattle im Frühjahr 2005 mit der Aussage: The Vienna Philharmonic is now my favorite youth orchestra! kommentiert haben soll. Die beiden Solistinnen vermeiden, Boulez Ansatz konsequent folgend, jedes überflüssige Pathos und setzen ganz auf liedhafte Innigkeit und Schlichtheit. (Beim wunderbaren Urlicht von De Young vermeint man übrigens ihre bei Berlioz gesammelte Erfahrung einfließen zu hören).

Ein weiterer Höhepunkt der Aufnahme ist zweifellos der Wiener Singverein, der den schwierigen Chorpart nicht nur bravourös und mit makelloser Intonation meistert, sondern der es als einer ganz wenigen Chöre schafft, sowohl in den Pianissimo-Passagen als auch im abschließenden bewegten (und bewegenden) Forte und Fortissimo ein Höchstmaß an Textdeutlichkeit zu gewährleisten. Gerade dadurch geht der von Klopstock stammende und von Mahler selbst bearbeitete Text umso mehr zu Herzen. Abgerundet wird diese neue Referenzeinspielung (dankenswerterweise auf nur einer CD mit knapp 81 Minuten Spieldauer) durch ein natürliches, weiches und harmonisches Klangbild, das das seine zur kammermusikalischen Lesart von Boulez beiträgt.

Fazit: wer Mahler gerne konventionell-theatralisch-bombastisch hat, mag mit den Bernstein-Einspielungen oder der Wiener Abbado-Aufnahme (ungeachtet deren Meriten!) vielleicht besser bedient sein. Aber wer eine wegweisende State-of-the-Art Aufnahme sucht, die sich gerade durch ihre Schlichtheit auszeichnet (apropos: sind die Wiener nicht DAS Mahler-Originalklang-Ensemble?), für den ist diese neuen Einspielung ein absolutes Muss. Lean back, enjoy, and be prepared!
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am 17. Juli 2007
Mahler und Boulez. Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Während die einen Boulez' analytischen Interpretationsansatz bewundern, verdammen die anderen die blutleere Leistung des Maestros ("Mahler kaltblütig zu Tode seziert"). Um Boulez' Approach zu Mahlers Musik zu verstehen, muss man seinen Werdegang berücksichtigen. Boulez beschäftigte sich zunächst mit der Avantgarde und der klassischen Moderne, vor allem mit der Zweiten Wiener Schule (Schönberg, Berg, Webern). Somit sieht er in Mahler vor allem den Wegbereiter der Moderne und betont deshalb nicht den so sehr den Traditionsbezug zur Romantik. Die Interpretation ist darum vorwärts- und nicht rückwärtsgewandt. Vor diesem Hintergrund kann man keinen weichgespülten, pathetischen oder kitschigen Mahler-Schönklang erwarten. Jedenfalls ist meines Erachtens der Vorwurf, dass Boulez' Dirigat gefühlskalt sei, völlig falsch.
Pierre Boulez, Jahrgang 1925 (!), steht absolut auf der Höhe der Zeit und liefert eine äusserst moderne Mahler-Interpretation ab. Von Altersmilde bei Boulez keine Spur. Vor allem hat Boulez aber auch das Mammut-Orchester absolut im Griff. Dabei betont er stark die Dynamik, was zu grossen Lautstärkeunterschieden führt. Mal ist das Orchester ganz intim, kammermusikalisch, dann baut Boulez wieder ganz grosse Klangmassen auf und ab. Die orchestrale Performance ist einfach genial und freut jeden HiFi-Freak. Zudem betont Boulez auch die Brüche und Härten in der Musik, ohne diese abzumildern. Ein Mahler mit Ecken und Kanten, geprägt von Ambivalenz und innerer Zerrissenheit. Schliesslich ist der Orchestersound transparent klar, so dass man sämtliche Feinheiten der Orchestrierung und Klangeffekte (z.B. den "Sternenregen" am Ende des Finales) hört und diese nicht einfach in einem undifferenzierten Klangbrei untergehen. Das bereitet einfach unendlich viel Hörspass.
Von Boulez' Mahler-Interpretationen zähle ich die 2. Sinfonie zu den Top Drei. An der Spitze der Rangliste steht für mich die sensationelle 1. Sinfonie. Somit ist die CD ein absoluter Kauftipp. Dann hört man auch, warum andere Mahler-Dirigate ganz anders klingen. Was schliesslich die beste Interpretation ist, ist auch Geschmacksache und muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls würde sich Mahler sicher nicht im Grab umdrehen, wenn er Boulez dirigieren hörte.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. April 2010
Die Auferstehungssinfonie von Gustav Mahler ist wohl eines der großartigsten Meisterwerke, das jemals ein Mensch ersonnen hat. Sie steckt voll tiefer Trauer, aufjauchzender Freude und gewaltiger Emotion.
Die vorliegende Aufnahme dieses phänomenalen Werkes zeugt von höchster spieltechnischer Virtuosität und einer grandiosen gesanglichen Leistung, lässt allerdings Gefühl und tieferes Verständnis für dieses Stück vermissen.

Die düstere Totenfeier des ersten Satzes, welche von leidenschaftlichen Ausbrüchen gekennzeichnet ist, wird nur von Zeit zu Zeit von versöhnlicheren Episoden unterbrochen, welche bereits auf das sogenannte Auferstehungsthema des Finalsatzes hinweisen. Ansonsten strotzt dieser Satz von Kraft, Dynamik und Trauer. Und gerade da hakt die Interpretation Boulez': Die gesamte Einspielung - mit Ausnahme der Eingangsakkorde - krankt an zu großer Distanz und zu wenig Empfindung, so dass große Teile des Satzes zu versanden scheinen. Da hilft auch das großartige Spiel der Wiener nichts.

Das Andante moderato des zweiten Satzes ist zwar wunderbar klar und plastisch interpretiert, ihm gebricht es aber an Zusammenhalt und Ausdruck. Auch der dritte Satz, eine Art bizarren Scherzos auf das Wunderhornlied "Des Antonius zu Padua Fischpredigt", leidet daran, dass er zu analytisch in seine Einzelteile zerlegt wurde, so dass dieser schwierige Satz zerrissen wirkt.

Beeindruckend ist die gesangliche Leistung Michelle de Youngs, die dem "Urlicht" des vierten Satzes die Schlichtheit verleiht, die Mahler in seiner Satzbezeichnung "Sehr feierlich, aber schlicht" im Sinne gehabt haben dürfte.

Die lange instrumentale Einleitung des Finales ist gelungen, aber in keiner Weise überwältigend. Der Wiener Singverein besticht dadurch, dass der Hörer jedes Wort auch im Pianissimo verstehen kann. Im Wechselspiel mit den Solistinnen Christine Schäfer und Michelle de Young vollbringen sie Ungeahntes respektive der Unterkühltheit der vorherigen Sätze. Dennoch mochte der Funke einfach nicht überspringen.
Gerade an diesem Satz zeigt sich, dass Mahlers Sinfonien sehr viel von Orchester und Dirigent verlangen: Während der erste und letzte Satz leidenschaftlich und pathetisch verstanden werden müssen, tut dem vierten durchaus etwas Nüchternes gut, wie die vorliegende Einspielung zeigt. Trotz seiner Analytik aber versäumt es Boulez, den Facettenreichtum dieser wundervollen Sinfonie offen zu legen.

Fazit: Obschon ich finde, dass die Einspielung der ersten Sinfonie Mahlers Pierre Boulez am besten von allen anderen gelungen ist, verdirbt er die sakrale, feierliche und teils sehr düstere Stimmung dieses großen Wurfes durch zu viel Kälte, Distanz und Analytik. Auch wenn die Klangqualität dieser CD glasklar und durchsichtig ist, unangefochten bleiben meines Erachtens weiterhin die beiden folgenden Referenzeinspielungen: 1. New York Philharmonic unter Leonard Bernstein mit dem Westminster Choir, Barbara Hendricks und Christa Ludwig; 2. Philharmonia Orchestra unter Otto Klemperer mit dem Philharmonia Chorus, Elisabeth Schwarzkopf und Hilde Rössl Majdan.
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am 23. Februar 2010
Als Benjamin Britten einmal einer Aufführung einer Mahler-Symphonie (welche, ist nicht überliefert) unter dem Dirigat von Pierre Boulez beiwohnte, fragte er sich hinterher, weshalb Boulez dieses Werk dirigiere, da es offensichtlich sei, daß ihm diese Musik nicht gefalle. Fraglos gehört Boulez zu den am kontrovers diskutiertesten Dirigenten unserer Tage; nun, da sein Mahler-Zyklus inzwischen vollendet ist, kann man in der Tat eine Bilanz ziehen. Boulez' Ansatz, der immer auf Transparenz setzt, trägt manchmal beeindruckende Früchte (Nr. 1 und 6), geht aber speziell bei der hier eingespielten Auferstehungssymphonie gründlich daneben. Um es vorwegzunehmen: ich halte diese Einspielung für die schwächste des gesamten Zyklus.
Die Wiener Philharmoniker hatten meines Erachtens nie eine besondere Affinität zu Mahler, was sich zum einen bereits in der problematischen Beziehung zwischen diesem Orchester und Mahler selbst zu dessen Lebzeiten äußerte, zum anderen aber auch dadurch manifestiert, daß die Anzahl bemerkenswerter Aufnahmen an Mahler-Symphonien mit diesem Orchester doch recht überschaubar ist. Gemeinhin assoziert man viele der besten Mahler-Aufnahmen doch eher mit dem Concertgebouw-Orkest Amsterdam oder dem Chicago Symphony Orchestra.
Die hier vorliegende Interpretation leidet darunter, daß in technischer Hinsicht zwar alles souverän gespielt ist, aber äußerst steril und farblos wirkt. Bereits das erste ff-Tremolo sollte einen vom Stuhl umwerfen, kommt aber stattdessen als ein Sturm im Wasserglas daher. Boulez versteht es nicht, diesem Werk die ihm innewohnende Dramatik zu entlocken. Wozu schreibt Mahler denn peinlich genaue Anweisungen in die Partitur, wenn diese einfach ignoriert werden? Das Klarinettensolo im 3. Satz ist unglaublich fade - von der Anweisung "mit Humor" ist hier nichts zu spüren. Auch der Kopfsatz fließt seltsam ziellos und unkonturiert dahin; wo bleibt die Leidenschaft, von der dieses Werk so sehr zehrt? Die dynamische Bandbreite ist (auch durch die matte Aufnahmetechnik bedingt) viel zu gering, die Tempi sind sehr statisch und in ihrer Gesamtheit wirkt diese Darbietung trotz aller stupenden Technik erschreckend matt und farblos. Überraschungsmomente (wie z.B. die zwei einleitenden Paukenschläge im dritten Satz) werden bei Boulez abgeschwächt, anstatt sie in ein grelles Licht zu tauchen. Die zündenden Ideen Mahlers werden hier zugunsten eines intellektuellen Ansatzes geopfert, damit die Struktur des Werkes anstatt seine Dramaturgie beleuchtet wird. Es ist indes kein Wunder, daß ein derartiger Ansatz bei der theatralischsten aller Mahler-Symphonien scheitern muß. Kammermusikalische Schönheit ist in einer Mahler-Symphonie einfach fehl am Platze. Ich verzichte darauf, auf die übrigen Sätze einzugehen, da es dort ebenfalls kaum einen bemerkenswerten Moment hervorzuheben gibt.
1975 glückte Zubin Mehta mit demselben Orchester eine der gelungsten Einspielungen dieses Werkes überhaupt. Wer aber auf die Wiener Philharmoniker verzichten kann, dem sei folgender Geheimtipp nahegelegt: Herbert Blomstedts Einspielung mit dem San Francisco Symphony Orchestra stellt alle anderen mir bekannten Einspielungen in den Schatten. Erstaunlicherweise verfolgt Blomstedt ähnliche Ansätze wie Boulez, setzt aber die Effekte weitaus besser um. Zudem ist auch die Aufnahmetechnik brillant.
Die hier vorliegende Einspielung sei nur denjenigen empfohlen, die einmal eine grundsätzlich anders geratene Einspielung kennenlernen möchten. Ansonsten handelt es sich um eine weitestgehend entbehrliche Einspielung, die viel zu unkonturiert daherkommt und mehr den Intellekt als die Gefühle anspricht - kaum vorstellbar, daß Mahlers Auferstehungsvision (seine 2. Symphonie nannte er einmal später sein bestes Werk) darauf abzielte. So wirkt der PR-Aufkleber auf dieser CD ("eine Erfahrung, die all denjenigen, die dachten, sie kannten ihren Mahler, die Augen öffnen wird") deplaziert, denn auf die Erfahrung mit einer derart blutleeren Darbietung kann man getrost verzichten.
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am 19. Januar 2013
Als Klassik Novize tue ich mir mit Brahms etwas schwer. Auf jeden Fall sollte man das Booklet lesen, damit man diese Musik verstehen kann.
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am 30. März 2009
Mahlers 2. Sinfonie Auferstehung oder auch Resurrection, ist ein wunderbares Werk aus 5 Sätzen. Hauptgrund für mich war der 5. Satz, der Filmfans aus dem Zeichentrickfilm "Felidae" bekannt sein dürfte (Traumsequenz). Neben diesem vergleichsweise nur kurzem Ausschnitt befinden sich jedoch weitere Glanzstücke in dieser fantastischen Aufnahme.
Wunderbare Kombinationen, auch innerhalb der Stücke, von langsam und bedächtig zu schnell und pulsierend.
Abschließend kann man nur Brahms zitieren, welcher Mahler aufgrund dieser Sinfonie als "König der Revolutionäre" bezeichnete.
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