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am 21. März 2006
Der Fünfer aus Chicago, der von 1977 mit den Gründungsvätern Frankie Sullivan und Jim Peterik (ex-IDES OF MARCH, PRIDE OF LIONS) und dem Sänger Dave Bickler startete, meldet sich nach Jahren mit einem neuem Album zurück. Die Band aus dem Bereich des melodischen Rock gelangte mit der Komposition “Eye of the Tiger” für den Film “Rocky III” zu Weltruhm, gewann einen Grammy Award und landete mit dem Song einen Nr. 1 –Hit in vielen Ländern.
Nach dem starken vierten Album “Caught In The Game” war für Bickler zunächst Schluß und der ex-COBRA-Frontmann Jimi Jamison stieß zur Band. Die Serie der Charterfolge wurde mit Hits wie “Burning Heart” zum Soundtrack of “Rocky IV”, “Can't Hold Back”, “High On You“ und der Ballade “The Search Is Over” fortgesetzt. Auch das nächste Album “When Seconds Count” wies mit “Is This Love” noch einen Top-Ten-Erfolg auf. Nach dem Album “Too Hot To Sleep” aus 1988 mit den Singles “Across The Miles” und “Didn't Know It Was Love” kapitulierte man dann angesichts der aufkommenden Grunge-Welle wie so viele andere Bands aus dem Bereich des AOR.
1993 kehrte Bickler für eine Tour zurück, mit Jamison wurde dann Prozesse um die Namensrechte geführt und der kongeniale Songwriting-Partner Sullivans, Jim Peterik, verließ die Band, um sich seinem Baby PRIDE OF LIONS zu widmen. Außerdem wurden mit Bickler 16 Demos aufgenommen, die heute noch auf dem Bootleg „Fire Makes Steel“ kursieren.
Sullivan und Jamison versöhnten sich und nun erscheint unter Mitwirkung des Altmitglieds Marc Droubay und den neuen Kräften Chris Grove und Barry Dunaway (ex-DOKKEN, ex-MALMSTEEN) mit „Reach“ 17 Jahre nach dem letzten Album ein „neuer“ Longplayer. Die Anführungszeichen deswegen, weil beispielsweise der Song „Fire Makes Steel“ und der Song „Nevertheless“ noch Überbleibsel aus der vorerwähnten Demo-Phase mit Bickler sind.
Der Titelsong „Reach“ bietet alle gewohnten Trademarks der Band, locker flockiger Poprock zum Mitsingen. „Nevertheless“ steht dem nicht viel nach, allerdings darf hier – wie schon auf den Demos – Sullivan ans Mikro.
Absolutes Highlight ist der Song „Fire Makes Steel“ mit prägnanter Rhythmusguitarre, catchy Refrain und eine Stimmung, wie man sie öfter auf Jamisons tollen EMPIREs-Release findet. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich die Version mit Bickler oder Jamison lieber mag, beide haben ihre besonderen Reize. Kleine Abzüge gibt’s für insgesamt dann doch drei Balladen mit „One More Chance“, „Half Of My Heart“ und „The Rhythm Of Your Heart“. Erstere beiden Songs sind mir einfach zu belanglos und zuckersüß. Bei dem Midtempo-Song "I Don´t" wird banduntypisch mit akustischer Rhytmusguitarre experimentiert , bevor mit „Gimmie The Word“ noch einmal ein etwas melancholischerer Rocker geboten wird. Sullivans zweite Vokaleinlage · „Talkin' 'Bout Love“ reißt mich ehrlich gesagt nicht mehr vom Hocker, mit dem leicht bombastischen „Don't Give Up“ kratzt die Band zum Schluß aber noch einmal die Kurve.
Fazit: Sicher nicht das stärkste Album der Band, vielleicht fehlen auch etwas die Songwriting-Qualitäten eines Peterik, aber mit ein bisschen Fanbrille betrachtet, darf man sich freuen, dass hier eine arrivierte Band einer fast schon ausgestorbenen Musikrichtung noch einmal angreift und handgemachten melodischen Rock gehobener Klasse bietet.
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am 15. Juli 2007
Als ich vor ein paar Wochen das erste Mal den Titelsong der neuen Survivor Cd auf einer Promo Cd hörte war ich auf Anhieb ziemlich begeistert. "Reach" geht nämlich in Survivor typischer Manier "leicht rein" und klingt dazu musikalisch auch noch schön "angestaubt". So darf es gerne weiter gehen dachte ich & beschloss schnellstmöglich das neue Album an Land zu ziehen.

Und so sind auch die ersten 2-3 Lieder alle ziemlich Ordentlich geworden. Man hat so das Gefühl das die Jungs nie eine "Pause" eingelegt hätten & man sich zeitlich wieder in den (goldenen)80zigern befindet. Leider hält das Gefühl aber nicht all zu lang an. Denn so ca. ab der der Mitte der Cd wird diese doch leider ziemlich mit Balladen(böse Zungen würden von Füllern sprechen) "aufgebläht". Schade, denn die ruhigeren Nummern sind an sich gar nicht mal so verkehrt. Nur nach der 4.ten oder 5.ten Ballade hängt es einem einfach nur noch zum Hals raus.

Fazit: Die aktuelle Cd der "Überlebenden" ist ein durchaus ein Ordentliches AOR/Rockalbum geworden. Leider tummeln sich auf der Cd (für meinen Geschmack) zu viele ruhige/unspektakuläre Nummern, die schnell im Mittelmaß verschwinden. Einen großen Hit wie auf den Hammerscheiben der 80ziger sucht man auch vergebens. Und so bleibt unterm Strich ein Rockalbum das sich ganz nett durchhören lässt, aber keinesfalls eine "Must Have" Platte der Band ist. Da gibt es ganz andere Survivor Platten die da "hier" schreien, dieses ganz bestimmt nicht!
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am 31. Mai 2012
Survivor machen auf Reach das was sie eigentlich schon immer gemacht haben. Gute AOR Musik. Leider diesesmal nur gute, nicht sehr gute wie auf den 3 vorherigen mit J.Jamison am Mikro. Musikalisch über jeden Zweifel erhaben, aber unterem Strich bleibt : No Killers, much fillers. Ich finde es nie gut, wenn auf einmal der Gitarrist meint auch singen zu müssen ( z.B. Frankie auf Nevertheless). Das schwächt den ohnehin schwachen Song noch zusätzlich. Jimis Stimme ist nach wie vor Top und er rettet doch die eher schwachen Songs. Wobei, das ist natürlich Meckern auf hohem Niveau, aber Survivor haben nun mal ihre eigene Messlatte mit den anderen Alben extrem hoch gelegt. Sie schaffen diese Qualität hier nicht, dennoch kann man das Album gut hören. Da ich alle Scheiben habe, musste ich natürlich auch diese haben. Die Jungs sind dieses Jahr wieder vereint in USA auf Tour. Hoffen wir mal, dass auch Zeit bleibt, neue Songs zu komponieren.
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am 27. Juli 2006
Zugegeben, ich bin nur durch Zufall auf diese CD gestoßen. Ich wollte nur mal wissen, was aus Survivor geworden ist. Umso mehr war ich erstaunt, dass Survivor wieder im Studio war und im April "Reach" herausgebracht hat. Nachdem ich die mehr oder weniger guten Kritiken gelesen hatte, war es klar, diese Scheibe muss bestellt werden. Survivor war die zweite Gruppe nach "Yes", die mich in ihren Bann gezogen hatte. Das lag aber nicht an "Eye of the Tiger ", sondern an Titeln wie "Jackie don`t go" und der Hammer " It doesn`t have to be this way". Typisch für Survivor war die "Dampfhammergitarre" von Frankie Sullivan, worauf hauptsächlich von Jim Peterik eine wunderschöne Melodie gelegt wurde. Dies beherrschten Survivor meisterhaft wie keine andere Band ihres Genres. Immer wieder hat mich der Wahnsinns Satzgesang bei "Jackie don`t go" oder "Children of the night" oder bei anderen Titeln begeistert. Kein Wunder waren doch bei den Aufnahmen im Studio nahmhafte Backgroundsänger wie Tommy Shaw und Richard Page dabei. Nie war ich mir klar, wer von Dave Bickler oder Jimi Jamison der bessere Sänger war, ich finde sie beide toll. Dave war aber den hohen Pressgesang dann doch nicht mehr gewachsen.
Nun haben sie nach langen Jahren völlig überraschend doch wieder eine CD herausgebracht. Nach den ersten hineinhören war für mich klar, dies ist für meinen Geschmack eine der besten CDs der letzten Jahren. In Zeiten eines "Robbie Williams" ein absoluter Hammer. Auch wenn hier Survivor eigentlich gar nicht wie früher klingen, rocken hier ein paar Herren im gesetzten Alter los, als wenn es die lange Zeit von "Too hot to sleep" bis jetzt nie gegeben hätte.
Gleich zu Anfang die Kracher "Reach" und "Fire makes Steel". Dann kommt der einzige Wermutstropfen der CD, nämlich "Nevertheless". Dieser Titel klingt irgendwie nach Teenagermusik der 70iger Jahre, überhaupt nicht wie Survivor. Aber das ist wirklich das einzige negative der Scheibe. Alle Balladen die dann kommen, gefallen mir dann beim mehrmals hören immer besser. "Give me the word" ganz im Stil von "Whitesnake" oder "Rainbow", ein absoluter Hammer. "Talkin``bout love" ist "Der" Kracher der Scheibe überhaupt. Obwohl hier Jimi Jamison nicht der Sänger ist, geht der Rhytmus sofort in die Beine und man wird im Takt mitgerissen. Besonders der Hammerrefrain sowie das schneidende Gitarrensoli von Frankie Sullivan machen diesen Titel zum aboluten Höhepunkt dieser CD. "Home" ist eine wunderschöne Ballade, die von Georg Harrison sein könnte. Typische Harmonien der Beatles, die gekonnt mit einem wunderschönen Gitarrensolo von Frankie Sullivan gekrönt wird. Ich kann nur sagen: "Diese Scheibe macht süchtig"
Mfg Thomas!
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am 6. Juli 2006
Also ich bin nen bissal gespalten in meiner Meinung. Ich muß sagen daß mich das Album nicht zu 100 % überzeugt was vielleicht auch daran liegt daß Survivor meine Lieblingsband ist und ich ihre alten Alben viele Male gehört habe. Dem neuen Album merkt man an daß es sehr von Jim Jamison geprägt ist denn ein paar Lieder hören sich ein bischen Baywatchmäßig an. Das Album ist nicht der ganz typische Survivor Stiel. Da finde ich kommt Pride of Lions mit Jim Peterik schon eher dran. Aber trotz allem ein klasse neues Survivor Album, wenn auch viel zu seicht. Es plätschert so ein bißchen vor sich hin.
Mir als altem Survivorfan bleibt trotzdem eines zu wünschen (und hiermit spreche ich wohl alle Survivorfans an) Ich wünschte mir Jim Peterik Frank Sullivan und Jim Jamison würden sich wieder zusammenfinden, denn das war einfach ein unschlagbares Trio. An alle Survivorfans geht mal auf die Homepages Jim Peterik hat eine und Survivor und fragt mal nach warum es da keinen Weg gibt das Trio zusammenzuführen. Vielleicht hilfts was wenn wir alle fragen
Also Keep on Rockin
Grüße Chris
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am 19. Juli 2006
Frank Sullivan versucht sich alleine durchzuboxen, nachdem Jim Peterik das Schiff verlassen hat. Eins vorran, er hat es geschafft! Mit dem Titelsong Reach, rocken die Jungs als ob sie nie weg waren. "Fire makes steel " ist eine Song, der einen da Trifft, wo es "Eye of the tiger " und "Burning Heart" schon getan haben. Trotz des Versprechens, den Survivorsound nicht ändern zu wollen, experementieren die Jungs in dem ein oder anderen Stück, ohne dabei schlecht zu sein! Die neue Crew harmoniert, besonders Barry Dunaway macht einen grossen Job am Bass. Jamison röhrt wie ein junger Gott,leider werden wir Ihn nicht mehr bei Survivor erleben.Die Balladen, früher Survivors Aushängeschild schleifen etwas, gehen mir nicht tief genug in die Seele, vieleicht auch eine Nebenwirkung von Peteriks Abtritt. Alles in allem aber ist das Album Survivor in grosser Form, die Könige des AOR zeigen wer sie sind.Beibt zu hoffen, das mit dem neuen Sänger Robin McAuley nicht der Sound verloren geht und mann sich auf das konzentriert, was Survivor hat gross werden lassen, good old "Melodick Rock".
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am 19. Mai 2006
Es war im 9. Schuljahr (1983)als wir im Musikunterricht unsere Lieblingsmusik mitbringen sollten. Ein Klassenkamerad bracht "Eye of the tiger" mit und ich war hin und weg! Von dem Tag an habe ich Survivor gehört, bis zum abwinken. Jede LP die heraus kam wurde sofort gekauft und auch die ersten beiden LP's fanden sich irgendwann in der Plattensammlung wieder. Es war jedesmal ein absolutes TOPEREIGNIS wenn die Jungs eine neue Scheibe rausbrachten und ich habe mich bei unseren Bandproben stets mit Songs von Survivor warm gesungen.

Nun kommt nach all den Jahren endlich eine neue Scheibe auf den Markt, und was soll ich sagen... feels like the first time! Sicherlich hätte es mich gefreut wenn Jimi alle Songs gesungen hätte und alle Songs neues Material wären aber letztendlich ist es mir egal! Hab vor den Boxen gestanden und mit Tränen in den Augen zugehört, und auch das "Warmsingen" lief wie von selbst.

Klar, die Qualität von "Caught in the game" oder "Vital Signs" erreicht die Scheibe nicht, aber heh... Es ist eine neue von SURVIVOR und SIE ist gut!!!!!

Danke Jungs

Holger Vogel

Hagen NRW
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am 10. Mai 2007
Ich muß zugeben,als ich die CD das erste Mal anhörte war ich enttäuscht.

Alles ein sanft plätschernder Einheitsbrei. Jedoch bei mehrmaligem Hören wuchs die Begeisterung enorm.Der typische "Survivorsound" läßt sich nicht verleugnen. Der Titelsong "Reach" wäre es wert, wenigstens hin und wieder

auf Antenne Bayern oder Radio FFH usw. gespielt zu werden und überhaupt mehr mediale Beachtung zu bekommen.

Die Lieder sind alle eingängig, es ist kein schlechter Song auf dem Album welchen man überspringen müßte.

Sie enthält auch mit den Songs "Seconds away", Rhythm of your heart und Half of my heart(welchen ich am schönsten auf dem Album finde)" einige sehr schöne Balladen, die allerdings mit den Monumentalballaden der 80er

wie "The search is over" oder "Man against the world" leider nicht konkurieren können.

Ja - und natürlich - ein "Eye of the tiger oder Burning heart" Megaknaller

fehlt natürlich auch; aber so einen Erfolgshit kann man schlecht wiederholen.

Also alles in allem ein Album das derjenige unbedingt kaufen sollte, der Survivor mag und auf etwas Neues gewartet hat.
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am 15. April 2006
In einer Zeit, in der eine Jugend über den Planeten latscht, die gesellschaftliche Werte mit Füßen tritt und unverhohlen ein
Verhalten an den Tag legt, das schmeichelnd als Vor-Renaissance und realistisch als Cro-Magnon bezeichnet werden kann, während sie den auf MTV und Konsorten dargebotenen Götzen aus einem schwarzen Amerika huldigt gibt es immer noch Musik, die anders ist.
Dieser Tage erscheint das neue Survivor-Album "Reach". Frankie Sullivan, Jimi Jamison und Konsorten melden sich nach sieben Jahren Pause mit neuem kreativen Output zurück, der so gar nicht in das hippe Diktat des Musikfernsehens passen will. Auf zwölf Tracks zelebrieren Survivor die Tradition des Melodic Rock/AOR und blasen damit den Staub aus der Stereo-Anlage. Wer nach den vollmundigen Ankündigungen Frankie Sullivans ein neues "Vital Signs" oder "When seconds count" erwartet hat wird sicher enttäuscht die CD im Schrank verschwinden lassen. Der letzte Output "Empires" hat den Weg vorgegeben, den man nun konsequent weiter beschreitet. Die Keyboard-Teppiche von früher verweilen weiterhin im Hintergrund und Gitarren dominieren wuchtig jeden Song. Trotz allem setzt man nicht auf "übertriebene" Härte, sondern fügt alles stimmig zusammen. Eingängige und kraftvolle Melodien prägen weiterhin das Gesamtkonzept. Wo die Survivor der 80er noch wie harter Pop klangen (keine negative Kritik, "Vital Signs" ist immer noch eins meiner definitiven Lieblingsalben) ist die Wandlung zur gereiften Rock-Kombo deutlich spürbar. Auch scheint es, dass die Herren Musiker fleißig mitverfolgt haben, was die ehemalige Konkurrenz und auch ehemalige Bandkollegen von früher getrieben haben und pickten sich die besten Sachen raus. Manchmal hört man einen Jim Peterik, der vor mittlerweile 13 Jahren ausgestiegen ist und seitdem mit Pride of Lions und als Kreativlieferant in anderen Projekten Erfolge verbuchen konnte. Dann wiederum stellt sich dieses "das habe ich doch früher schonmal ähnlich gehört"-Gefühl ein. In Summe ist "Reach" aber ein Album, das definitiv Spaß macht und zu unterhalten weiß. Wer die AOR-Szene der 80er kennt, liebt, sich regelmäßig gerne erinnert und auch die neueren Werke der alten Größen schätzt wird bestimmt nicht enttäuscht werden.
Tracks:
1. Reach
Wie es sich für eine Melodic Rock-Scheibe gehört wird mit einem Rocker eröffnet, der auch locker von einem der beiden Pride of Lions-Alben stammen könnte. Jimi Jamison zeigt, dass seine Stimme immer noch rockt und treibt den Song damit an. In den 80ern wäre es erstklassiges Radio-Material gewesen.
2. Fire makes steel
Einer meiner Favoriten auf diesem Album. Das Tempo von "Reach" wird fortgeführt und es kommt noch eine Schippe Gitarren drauf. Der Refrain setzt sich sehr schnell im Kopf fest und der Fuß wippt mit. So muß Melodic Rock klingen.
3. Nevertheless
"Nevertheless" ist sowas von 80er, das geht nicht mehr. Nur nicht 80er-Survivor sondern Rick Springfield mit mehr Gitarren.
4. Seconds away
Zwei Gänge zurück, es folgt mit "Seconds away" ein Mid-Tempo-Song, der sich gefällig ins Ohr schmeichelt und am ehesten an die alten Erfolge aus früheren Zeiten erinnert.
5. One more change
Noch ein Gang zurück und wir sind bei der ersten Ballade. Ein Freund von mir sagte "Wer AOR mag muß Balladen mögen, sonst hat
er verloren." Stimmt irgendwie, aber in dem Bereich ist auch schon alles gesagt worden. Eine schönes Lied, aber nicht der musikalische Überknaller. Zum runterkommen vom starken Eröffnungsquartett aber geeignet.
6. Gimme the word
Genug der ruhigen Worte, es geht wieder aufwärts. Survivor haben mal kurz in das Whitesnake-Gesamtwerk geschielt und einen Mid-Tempo-Song zusammengebaut, der David Coverdale ein verschmitztes Lächeln auf das Gesicht zaubern dürfte. Heavy-Gitarren treiben das Stück behäbig an und der Refrain ist ein Duell zwischen Jimi und den Background-Sängern.
7. The Rhythm of your heart
Halbzeit, Balladenzeit. Diese kommt doch etwas gefälliger daher als "One more change", geht aber schon mehr in die Richtung, die uns auf "Empires" präsentiert wurde.
8. I don't
Unspektakulär ist das erste was mir zu diesem Song einfällt. Im Prinzip ist alles da, was da sein muß. Melodie, eine schrammelnde Akustik-Gitarre, die in der Mitte durch ein elektrisch gestütztes Solo überlagert wird, dahinplätschernde Vocals und eine Stimmung wie vor einem Gewitter auf einem Wüstenhighway, aber trotz allem will dieses Lied nicht haften bleiben. Vielleicht muß man es mehrmals hören, damit es sich in die Hirnwindungen frisst.
9. Half of my heart
Ballade Nummer drei kommt aus den Lautsprechern. Mein einziger Tiefpunkt in diesem Album. Das hab ich doch schonmal gehört, und nicht nur bei einem Künstler. Die ganzen Einzelteile des Songs sind gern genommenes Material für Herzschmerzergüsse rund
um den Globus. Da hätten es auch nur elf Songs auf dem Album getan. Schade.
10. Talkin' 'bout love
Raus aus dem Balladental gehts mit Nummer 10. Und auch hier fühle ich mich stark an Rick Springfield erinnert. Teile des Refrains könnten auch aus "I've done everything for you" stammen. Trotzdem drücken Survivor dem Titel ihren eigenen Stempel auf.
11. Don't give up
Aus den Lautsprechern rein ins Ohr. Einfach gestrickter Mid-Tempo-Song, der ohne Umwege den linken Fuß erreicht und das Mitwippzentrum stimuliert. Melodic Rock wie er sein soll.
12. Home
Der Rausschmeißer ist Ballade Nummer vier. Feuerzeuge raus, die Hände nach oben und langsam das Album ausgeschunkelt.
Alles in allem machen Survivor vieles richtig, was die Kollegen von Journey und Toto mit ihren Alben der letzten neun Monate übertrieben haben. Der Trend zur etwas kräftigeren Gangart im Gegensatz zu früher ist erkennbar, wird aber nicht mit aller Macht zelebriert. Auch wenn die Evolution seit "Empires" mehr kosmetischer Natur ist gefällt mir das Album als ganzes besser als die zuvor genannten hochgelobten Werke der Kollegen. Es geht bis auf den einen Absturz (9.) schnell ins Ohr und läuft ganz sicher nicht zum letzten Mal in meinem CD- oder MP3-Player.
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am 12. Juli 2006
...trotzdem ist diese CD für Survivor Fans keine Enttäuschung. Der Balladenanteil ist jedoch für meinen Geschmack etwas zu groß geraten, ein paar härtere Nummern würden der Scheibe gut tun.

Für Survivor Einsteiger seien die Scheiben aus der ersten Hälfte der 80er zu empfehlen. Mein Favourit bleibt "Vital signs".
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