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am 17. September 2006
"Gremlins", das bedeutet überdrehte Horrorkomödie und alberne Genreparodie. Mit spürbarer Lust und Freude an Chaos und Zerstörung lässt Regiesseur Joe Dante die echsenhaften Monster mit den riesigen Fledermausohren auf den Miniaturkosmos eines Wolkenkratzers los, das fiktive Clamp Center in New York. Unter einem Dach befindet sich hier alles, was die keimfreie amerikanische Konsumgesellschaft und ihre scheinheilige Fassade ausmacht. Mit einem Mal wendet sich dieses von Menschen geschaffene Monstrum gegen seine Erbauer, als es von Heerscharen kleiner Ungeheuer überrannt wird, die nur eins wollen: sich ohne jede Rücksicht auf Verluste amüsieren. Dabei halten sie auf groteske Weise alles und jedem einen Spiegel vor.

Im Zentrum dieses Wirbelsturms aus Vernichtung stehen Billie Pelzer, Held aus Teil eins, seine Freundin Kate und ihr Haustier Gizmo, das erneut ohne jede böse Absicht zum Verursacher der Gremlinplage geworden ist. Es bleiben ihnen nur wenige Stunden, zu verhindern, dass eine Armee aus Gremlins ganz New York überrennt.

Während Teil eins, seines Zeichens eines der besten "Creature Features" der Achtziger, sich noch mehr als Horrorfilm verstand, treten in Gremlins 2 die komödiantischen und satirischen Elemente stark in den Vordergrund. Das Rezept geht auf, was nicht zuletzt am genialen neuen Figurendesign der lebende Maskenbildnerlegende Rick Baker liegt - er verleiht den einzelnen Gremlins diesmal spürbar mehr Individualität als in Teil eins und parodiert geschickt Typen und Eigenheiten. Darüber hinaus machen auch die vielen augenzwinkernden Anspielungen auf klassische Horrorfilme, unter anderem der Auftritt Christopher Lees als gewissenloser Genforscher, Gremlins 2 zu einem Fest garstiger Späße.
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am 13. Dezember 2000
Wenn Sie ein guter Nachfolger produzieren wollen, produzieren Sie ein ganz anderer Film, in einer anderen Genre. »Gremlins« war hauptsächlich ein Gruselfilm - »Gremlins 2« ist eher eine Komödie, wirklich. Und genau dies macht »Gremlins 2« zu viel mehr als einfach ein Nachfolger!
Die Personen sind dieselben, Sie kennen den drei Regeln, aber das Szenario ist anders. Diesmal übernehmen diese kleinen unappetietlichen (aber lustigen) Monster ein hochtechnologischeshes Gebäude in New York. Und sie tun es von einem Genetikforschungslabor, das sich im obersten Geschoss der Wolkenkratzer befindet, aus.
DAS ist das geniale in »Gremlins 2«. Die weiseste Weise zu entgehen, eine Nummer 2 zu produzieren, die sowieso nie so erfolgreich werden kann wie der erste Film: Daß die Monster in diesem Labor herumspielen, erschafft neue Möglichkeiten, die dazu ausgenutzt werden müssen, ein ANDERER Film zu machen! Jetzt kommen die Monster in allen Formen... was nicht nur »Gremlins 2« SEHR lustig (eher als gruselig) macht, sondern auch deren eigenen Schicksal besiegelt, letzendlich.
Sehenswert!
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TOP 500 REZENSENTam 10. Mai 2011
Bei "Gremlins 2" kann man sich direkt die ersten fünf Minuten herrlich amüsieren, wenn Mogwai Gizmo einen Ausschnitt aus "Rambo 2" sieht und einen Heidenspaß dabei hat. Eine Szene, die sich im Film noch auswirken soll.
Statt in einer Kleinstadt geht es diesmal im modernsten Hochhaus New Yorks rund, wenn Gizmo Genforschern in die Hände fällt, deren Firma zufällig da ist, wo Billy, Gizmos Besitzer aus Teil 1 nun arbeitet.
Bei "Gremlins 2" wurde sich deutlich Mühe gegeben, dem 1. Teil noch eins drauf zu setzen. Es gibt gut versteckte Anspielungen auf diverse andere Filme, wie etwa "King Kong", wenn einer der Mogwais auf einem Hochhausmodell sitzt und mit einem darüber hängenden Mobile mit Flugzeugen spielt oder "Star Wars-Das Imperium schlägt zurück" wenn Gizmo wie dort Luke Skywalker einen Belüftungsschacht runter stürzt. Weitere Anspielungen findet man auf "Phantom der Oper", wenn einer der Gremlins eine gleichartige Maske trägt und "Tarantula" wenn ein Gremlin ein Gengebräu getrunken hat und zur Spinne mutiert.
Auch bei den Gremlins wurden optisch viele verschiedene geschaffen, die einzeln auch mal ihre eigenen Szenen haben, so dass es nicht nur der Anführer ist, der auffällt. Und die Viecher haben dazu gelernt. So wird hier eine Mikrowelle, die in Teil 1 noch Endstation für einen Gremlin war, direkt mal mit Töpfen vollgestopft und zerstört.
Humoriges Highlight ist aber, wenn Gizmo, der wie schon in Teil 1 von seinen Artgenossen mal wieder übel misshandelt wurde, mit einem aus einer Büroklammer gebastelten Bogen und Stirnband als Rambo-Verschnitt auf der Bildfläche erscheint.
Interessant ist bei "Gremlins 2" auch die Besetzung mit Christopher Lee ("Der Herr der Ringe"), John Glover ("Smallville") und Robert Picardo ("Star Trek: Voyager").
Kurz rein schauen hier hier auch Ex-Wrestler Hulk Hogan als verärgerter Kinozuschauer und Regiesseur John Landis als Filmkritiker, der den ersten Teil von "Gremlins", der grad auf Video heraus kommt, völlig nieder macht.
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am 9. März 2006
Nach Jahren des Wartens kann man sich bei Warner endlich dazu begeistern diesen Film auf DVD zu veröffentlichen.
Geboten werden sogar ein paar Extras, wie Dokumentationen, Gag reel, usw., was den Kaufanreiz um einiges erhöhen dürfte. Der deutsche Ton bietet zwar nur Dolby Digital 2.0, aber das dürfte zu verkraften sein!
Perfektionieren könnte das ganze eigentlich nur noch die bereits in anderen Ländern erhältliche Special Edition des ersten Teils!
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am 28. März 2007
Gremlins(1) zählt sicherlich zu einem meiner Lieblingsfilme. Das Ambiente und Flair einer amerikanischen Kleinstadt zur Weihnachtszeit wurde in dem Film einfach wunderbar eingefangen und man fühlte sich irgendwie direkt heimisch.

In Gremlins 2 ist dieses Gefühl leider verflogen und wir befinden uns in einer Großstadt(NY)...zunächst enttäuschend, jedoch bietet eine Großstadt bestimmt mehr Spielfläche für die Gremlins.

Leider nicht ganz, denn die Handlung spielt sich dann doch in einem komplexen Hochhaus eines reichen selbstverliebten Unternehmers ab (gelungene Parodie auf Donald Trump). Aber der Komplexität und der technischen Möglichkeiten wegen konnten die Schreiber ihrer Kreativität freien Lauf lassen was man an Einfällen wie der Fahrstuhl Szene, dem "Elektro Gremlin" und diversen anderen lustigen Szenen sieht.

Allerdings kommt in diesem Teil der schwarze Humor etwas zu kurz. Der Film versteht sich mehr auf Slapsstick und zeichentrickähnlichen Soundeffekten...was im ersten Teil fast gar nicht oder nur bedingt verwendet wurde.

Allerdings finde ich die "Reise" durch verschiedene Filme (mitten im eigentlichen Film ein "Filmriss" und die Gremlins hüpfen durch ein paar Filmklassiker) und die Selbstironie, die doch desöfteren auftaucht (Filmkritik) merh als nur gelungenen. Ein besonderes Schmakerl Christopher Lee (Dracula) als wahnsinniger Wissenschaftler...zum schießen!

Einmal kurz zu der Rezension eines Kritikers weiter unten: Natürlich darf man hier nicht von einem Horrorfilm im eigentlichen Sinne sprechen. Es handelt sich hier um eine Horrorkomödie ebenso wie Ghostbusters und diese sind meist nicht Gruselig und bergen nur ein paar Schockelemtente (wenn überhaupt). Kindern würde ich die Filme wirklich erst ab einem bestimmten Alter zeigen, da manche Anspielungen entweder gar nicht oder aber falsch verstanden werden.

Fazit: Der Charme des ersten Teils ist verflogen aber was einem geboten wird ist ein solider unterhaltsamer Streifen mit den kultigen Monstern und einem guten Schuss Selbstirnonie.

(Was mir allerdings ein Rätsel bleibt: Wieso gibt es zu Beginn des Films einen Dialog zwischen Bugs Bunny und Duffy Duck???)
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am 1. Oktober 2012
Einige Jahre, nachdem Gremlins die Heimatstadt von Billy und Kate verwüstet haben (siehe Gremlins – Kleine Monster), lebt das junge Paar in New York und arbeitet im High Tech-Zentrum des Medienmoguls Daniel Clamp. Neben einem Fernsehsender, zahlreichen Geschäften und Restaurants sowie einem Architekturbüro befindet sich auch ein Forschungslabor in dem Zentrum. Genau dorthin wird eines Tages der freundliche Mogwai Gizmo gebracht.

Als Gizmo mit Wasser in Berührung kommt, schlüpfen aus seinem Fell gefräßige und aggressive Mogwais. Sie schließen Gizmo in einen Lüftungsschacht ein und begeben sich auf die Suche nach Nahrung. Denn wenn ein Mogwai nach Mitternacht frisst, verwandelt er sich in einen Gremlin. Ihr Plan geht auf; sie verwüsten das Zentrum und versetzen alle Besucher in Angst und Schrecken, können das Gebäude aber (noch) nicht verlassen, da die Sonne scheint.

Einige der Gremlins kommen in dem Forschungslabor mit Medikamenten in Berührung und mutieren, sodass z. B. ein Gremlin zur Hälfte Fledermaus wird und ein anderer menschliche Intelligenz entwickelt.

Am Ende gelingt es Billy und Kate mit Hilfe einiger Bekannter, das Gebäude unter Strom zu setzen und die Gremlins zu vernichten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. September 2012
...ist dies: "Sehen Sie heute ,Casablanca`, in Farbe und mit einem glücklicheren Ende." Mein Aufstöhnen schlimmer und entsetzter, als wenn ich mich umgedreht und einer wilden Horde Gremlins gegenübergesehen hätte. Ein sicherlich beabsichtigter Effekt! Der Spruch ertönt über die Lautsprecheranlage des Clamp-Gebäudes, ein Horrorspruch in einem Horrorhaus. Als modernes Dienstleistungszentrum soll es nicht nur Clamp viel Geld bescheren, sondern möglichst alle Menschen glücklich machen und ihnen auch gleich sagen, wie sie zu leben haben. Mit Farbcasablanca inclusive Hollywood Ending. Fast eine dystopische Schreckensvision, gerade auch den unmenschlichen Umgang mit den Clamp-Angestellten und deren totale Überwachung betreffend. Coroprate Identity auf die entmenschlichte Spitze getrieben. Das Ganze von kalter, vollautomatisierter Technik flankiert, die dem Menschen angeblich dienen soll, die ihn aber oftmals nur überwacht und kontrolliert. Ja, dieser Film ist wirklich ein Horrorfilm. Gestalt gewordene Alpträume am Ende der Reagan-Ära und des Wall-Street-Hypes der 1980er Jahre. Getaucht in kalte Farben, kaltes Neonlicht und diese lustigen grauen Businesskostüme von wild gelockten Damen, deren Schulterpolstergröße sogar Joan Crawford vor Neid erblassen ließen. Regisseur Joe Dante ist im zweiten Gremlins-Film noch ein bisschen böser geworden. Die putzigen, nicht funktionierenden Erfindungen eines Möchtegern-Daniel-Düsentrieb aus Teil 1, sie beherrschen jetzt einen ganzen Gebäudekomplex. Die Drehtür wirbelt schon mal aus Versehen einen Mann in Hochgeschwindigkeit herum, und ein Licht erlischt, weil ein Mann zu lange still auf seinem Stuhl gesessen hat. Letzteres, nur mal nebenbei, ist nun Realität.

Da wartet der Zuschauer natürlich auf den Spaß, mit dem die kleinen anarchischen knallbunten Gremlins Abwechslung in das kalte graue Einerlei bringen und den Laden nach aller Kunst zerlegen. Und der Film enttäuscht ihn nicht. Hier geht die Post ab. Hier gibt es neue schräge Figuren (einen Strom gewordenen Gremlin, einen hochintelligenten Gremlin und ein Gremlinweibchen mit sehr aggressiven sexuellen Wünschen einem Menschenmann gegenüber). Hier gibt es jede Menge Gremlinschmadder, wobei irgendwann zweitrangig ist, wieso ein popeliger Aktenschredder gleich ein ganzes Gremlin schafft. Die Lust an der Zerstörung mit und gegen die Gremlins. Ein scheinbar geschlossener Komplex, der aus dem Ruder läuft. Vielleicht hatte ein seinerzeit prägender Actionfilm, die sich ebenfalls auf die Einheit eines Hochhauses als Ort konzentrierte, die Richtung mitbestimmt. Stirb langsam, Gremlin! Stirb langsam, Hochfinanz! Die eigentliche Übersetzung von "Die Hard" ("nicht totzukriegen") drückt es noch besser aus. Am Ende wird alles so sein, wie es war.

Anarchischer Humor mit Technikkritik, mit dieser Mischung hat Steven Spielbergs Protegé Joe Dante schöne Filme geschaffen, die aber nicht ganz so familientauglich sind wie die Vergleichsfilme von Spielberg selbst. "Dantes Inferno" hat Georg Seeßlen das Dante-Kapitel in seinem Spielberg-Buch genannt. Beiden ist aber eine Lust an Nostalgie, am Märchenhaften und an pop-/filmkulturellen Anspielungen gemein. Bei Dante noch abgedrehter als bei Spielberg und daher besser. Zeichentrickveteran Chuck Jones steuerte Einleitung und Schluss mit Bugs Bunny und Daffy Duck bei. Christopher Lee, bei dem man sofort an Dracula denkt, spielt noch einmal eine typische Lee-Rolle, als fieser Forscher mit Hang zu tierquälerischen Experimenten. Auf Filme wird mannigfaltig angespielt. Gizmo, das niedliche Mogwai, das auch diesmal der Verwandlung zu einem Gremlin entgeht, guckt "Rambo" und trainiert Kampfmethoden von ihm. Er spielt ein Mal "King Kong" auf einem Modellhochhaus nach. Ein Gremlin piesackt nicht nur einen Menschen mit dem Zahnarztbohrer, sondern spricht vor seiner Attacke noch die Worte "Sind sie außer Gefahr?"; eine Anspielung auf einen Folterzahnarzt in "Der Marathon-Mann". Dante mischt sogar die Ebenen Film und Realität. Die Gremlins zerschneiden den Film (!); es sieht tatsächlich wie bei einem Filmriss aus, und in einer weiteren popkulturellen Aktualität muss erst Wrestler Hulk Hogan (er spielt sich selbst) als frustrierter Kinobesucher den Viechern nachdrücklich klarmachen, dass er und alle anderen jetzt gefälligst "Gremlins 2" zuende sehen möchten. Der reale und sehr TV-präsente (sowie mittlerweile sehr DVD-Bonusmaterial-präsente) Filmpublizist Leonard Maltin tritt als er selbst auf, verreißt "Gremlins" und wird daraufhin von den Angegriffenen fertiggemacht. Naja, und dann die Casablancageschichte, die das Herz jedes Filmliebhabers bluten lässt und genau zeigt, wo Joe Dantes Herz sitzt - auf dem rechten Fleck.

Märchenhaft-phantastisch ist dann wieder diese Grundkonstellation mit den Regeln, die im Umgang mit Mogwais zu beachten seien. Kein Licht, kein Wasser, kein Füttern nach Mitternacht. Wie schön bescheuert Letzteres ist, macht der Film diesmal anhand einer saukomischen Diskussion plastisch. Angenommen, ein Mogwai ist und isst im Flugzeug, ist es nicht immer irgendwo nach Mitternacht? Was ist, wenn ein Bissen hängenbleibt und nach Mitternacht runterrutscht? Ja sicher ist diese Gremlin-Regel rührend naiv und unsinnig (auch 23.59 ist "nach Mitternacht", nämlich nach der vorangegangenen Mitternacht). Aber das ist eben auch ein schönes Märchen, das zeigt, wie wenig die berechnenbare Rationalität gewissen Dingen wie den unberechenbaren Gremlins beikommen kann. Dass die Gremlins sich vielleicht nach einer heilen Alternativwelt sehnen, wenn sie die unsere kaputtgemacht haben, zeigt ihre Vorliebe für den Märchenstoff "Schneewittchen", auf dessen Disneyverfilmung sie ganz versessen sind. Spielberg wird oft mit Disney verglichen. Dante hat auch etwas von Disney, wagt sich aber weiter vor und irritiert mehr. Niedlichkeit ist nicht gänzlich verbannt, wir finden sie immer wieder in Gizmo. Lachen aber auch über den fiesen Schabernack, den die Gremlins mit ihm treiben. Oder über Gizmos cartooneske Aktionen, wenn er etwa Gewichtheben trainiert, um stark wie Rambo zu werden. Gizmo und das Gewicht durchbrechen glatt die Decke; das ist life cartoonery, kompletter Blödsinn. Es passt aber zu einem Film, der Spaß und Ernst, Niedliches und Fieses, Film und Realität miteinander vermischt. Und eben Cartoon und Realfilm. Bugs Bunny und Daffy Duck: Anarchische Verrücktheiten wie bei den Gremlins. Da darf sich auch ein Mogwai zeichentrickartig benehmen oder einen irreal starken Kinohelden nachahmen und dabei ins Bodenlose fallen.

Übrigens zeigt sich auch in dem Bezug zu Bugs Bunny Dantes Kennerschaft und Verbeugung vor einem historischen Bezug, der vielleicht vielen nicht mehr klar ist: Die "Gremlins" sind gemäß einer ursprünglich während des Zweiten Weltkrieges kursierenden Legende Fantasiewesen, die noch nie jemand gesehen hat, aber die als Saboteure für alle Pannen bei Flugzeugen der Royal Air Force verantwortlich gemacht werden. Roald Dahl und Walt Disney hatten einmal einen Gremlins-Film anvisiert, der aber nie zustande kam (ein Joe Dante wäre vielleicht der bessere Partner für Dahl als der bravere Disney gewesen). Die Legende gelangte unabhängig davon von England in die USA, wo in der Kriegszeit ein wilder, spaßiger Tex-Avery-Cartoon mit einem Gremlin entstand. Hauptdarsteller: Bugs Bunny.

Fazit: Makaberer, hintersinniger Spaß, FSK 12 geht gerade noch in Ordnung.
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am 19. Juni 2007
Gut, dass der Film als Gruselfilm nicht zündet, ist klar. Will er auch gar nicht. Was den Film so grandios macht, und zu einem der besten Filme der letzten Dekaden, ist sein parodistischer Ansatz.

Von vorn bis hinten beißt der Film dem unaufhaltsamen Fortschrittswahn der 80er Jahre ins Knie. Im modernsten Gebäude der Welt (Herrlich: Die süffisant-lehrreiche Ansage des Feuermelders) bekommt jeglicher Technikfortschritt, samt Kabelfernsehen und Gentechnik eins übergebraten. Die Autoren haben in ihrem Hochhaus einen Mikrokosmos der Technik und des Yuppietums geschaffen, in dem althergebrachte Fernsehsendungen nicht mehr funktionieren, und Klassiker wie Casablanca aufgewertet werden müssen ("Jetzt in Farbe, mit einem glücklicheren Ende!") Kurz: in diesem Hochhaus ist nur gut, was reich und modern und auf dem technisch neuesten Stand daherkommt. Damit spiegelt er sehr gut die amerikanische Bevölkerung jener Zeit wieder.

Das bildet einen extremen Gegensatz zur ländlichen Harmonie des ersten Teils, der aber gewollt ist.

Und in diesen Supertaum moderner Technik platzen schließlich die Gremlins, jene Wesen, die dem amerikanischen Volksglauben nach daran schuld sind, wenn technische Geräte scheinbar grundlos nicht funktionieren, und nehmen alles (und jeden) auseinander, bis das Gebäude einem Trümmerhaufen gleicht. Technik, die sich selbst auffrisst.

Wenn der geläuterte Bauherr (und Donald Trump-Klon) am Ende erkennt, dass eben der von ihm vorangetriebene Technikwahn ein Fehler war, und er zurück zum ursprünglichen, urigen des ersten Teils will, wird die Nachricht des ganzen Filmes klar: Fortschritt = schlecht.

Der Film ist eine Kritik auf alles, was Ende der 80er Jahre hip war: Fortschritt, Edeldesigns, leblose Glasarchitektur, Donald Trump, Bildtelefone, Gentechnik etc. Dabei spart der Film nicht mit bösen Seitenhieben auf sich selbst oder den ersten Teil. Viele, sehr viele Szenen des ersten Teils werden aufgegriffen, erfahren jedoch nicht, wie einst, ein dramatisches Ende, sondern werden satirisch überspitzt dargestellt. Etwa wenn Kate, die im ersten Teil die dramatische Geschichte erzählt, weshalb sie Weihnachten hasst, nun in ebenso dramatischem Tonfall die total alberne Geschichte erzählt, weshalb sie Lincolns Geburtstag hasse... Kurz: Der Film parodiert eigentlich alles, inklusive seines Vorgängers.

Dass das zu schrill und vielen unverständlich rüberkommt ist schade, weil so eine wunderbar bissige Satire nicht die Beachtung findet, die sie verdient. Aber man muss wirklich aufpassen, denn der Film legt ein hohes Tempo vor, und um da alle Gags und Seitenhiebe und Anspielungen mitzubekommen, muss man entweder sehr aufmerksam sein, oder, besser, den Film mehrmals gucken. Ältere Semester, die in den 80ern angenervt waren von Neonlichtern und CD-Spielern und sprechenden Aufzügen und das Yuppietum verachtet haben, sollten den Film unbedingt ansehen, und auf einem großen Blatt die Anspielungen zählen.

Alle anderen werden mit dem Film nichts anfangen können, weil er nur wenige Gags beinhaltet, deren Bezug jüngeren Leuten noch etwas sagen wird.

Für mich und meine Generation aber eindeutig ein 5-Sterne Film!
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am 28. Juli 2014
Für mich ist dieser Teil auf alle Fälle besser als der erste. Vor allem die Anspielungen auf andere Filme und der Auftritt von Christopher "Saruman" Lee machen diesen Film zu einem Augenschmaus. Wobei in dieser Version, wenn die Gremlins den Film "kapern", Hulk Hogan der Gaststar ist und nicht, wie in der Version, an die ich mich noch erinnere, John Wayne die Störenfriede "wegputzt".
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am 13. September 2014
Ein Top-Film zum Gruseln und für alle Fans von Horrorwesen und Gruselfilmen mit Tieren (wie Haie oder Krokos) oder auch Fabelwesen wie den Gremlins oder Mythoswesen wie in "Das Relikt".

Auch zum Lachen bleibt noch etwas, vor allem, wenn man ein wenig schwarzen Humor und Schadenfreude mitbringt und sich über das "Totale Chaos" freuen kann.
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