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Kundenrezensionen

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am 5. September 2014
Die „Meistersinger“ sind eine Offenbarung in puncto Einheit von Zeit, Ort und Handlung. Die Personenführung, vor allem in den Chören, ist teilweise etwas statisch- formalistisch. Das Bühnenbild finde ich ausgesprochen mittelalterlich- passend (s. o.). Zu den Darstellern: Weikl (Sachs) bestechend in Form; gut finde ich, dass er nicht, wie in vielen Inszenierungen, ein alter Mann ist, sondern als Witwer durchaus in der Blüte seiner Jahre steht (wie könnte er auch sonst wohl Eva als Zukünftige in Betracht ziehen?). - Jerusalem: stimmlich blendend, leicht und stark zugleich, eine gelungene Mischung aus Helden- und lyrischem Tenor, sein Preislied in allen Facetten ein Ohrenschmaus. – Schenk (Pogner) mit gewaltigem Bass, sehr überzeugend. – Besonders gelungen finde ich die Besetzung des David mit Graham Clark (den ich auch schon als Steuermann im „Holländer“ habe). Er meistert diese doch, weil in vielen Teilen sehr hoch zu singende, stimmenmäßig sehr schwierige Partie mit Bravour und ist auch darstellerisch ein echtes Highlight in dieser Inszenierung. – Mit Hermann Prey als Beckmesser habe ich so meine Probleme. Wahrscheinlich habe ich aber auch ein Vorurteil. Ich kenne ihn von vielen Mozart-, Donizetti- und Rossini- Einspielungen/DVDs und als begnadeten Liedsänger. Und das merkt man ihm sowohl spielerisch als auch stimmlich, finde ich, sehr an. Er ist einfach zu „gut“ in dramatischen Momenten. Einzig im letzten Bild weiß er zu überzeugen. In meinen Augen trotz all seiner künstlerischen Qualitäten kein Wagner- Sänger. – Eine tolle Partie singt Marga Schiml als Magdalene. Und da hätte ich mir einen Tausch gewünscht: Während man bei der Schiml jedes Wort versteht, jeden Ton klar und rein hört, vermisst man das bei Eva (Mari Anne Häggander). Sie stellt äußerlich (kann man drüber hinwegsehen) weder ein frisches junges Mädel dar, noch schafft sie es stimmlich und vor allem wortverständlich nur ein einziges Mal, über das Orchester hinweg zu singen. Man versteht schlichtweg keine Silbe, und wären nicht die Untertitel, wüsste man gar nicht, was sie singt. Ganz schlimm in der Szene/ dem Duett, als sie sich nachts mit Stolzing im Gebüsch versteckt, während Beckmesser sein Werbelied für sie singt. In meinen Augen eine Fehlbesetzung. Ich habe ihren Namen auch sonst noch nie gehört. - Chor (Norbert Balatsch)und Orchester unter Horst Stein natürlich wie gewohnt in Spitzenverfassung.
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am 1. Oktober 2006
Diese, fuer Liebhaber des modernen Theaters etwas altmodische, Inszenierung der Meistersinger ist trotzdem mehr als durchschnitlich. Wolfgang Wagner richtet sich hier vor allem auf die Karakter der Personen in dieser einzigen komischen Oper Richard Wagners. Das gibt das Werk einen ganz neuen Glanz und dadurch bekommt die Oper - die mir persoenlich immer als uninteressanteste Wagners Opern gewesen ist - eine Tiefe die sie bisher kaum gehabt hat.

Musikalisch ist Meistersinger bei Veteran Horst Stein in sehr guten Haenden. Das gilt auch alle wichtigen Partien: Bernd Weikl ist ein ausgezeichneter Sachs: gerade jung genug um fuer Eva noch einen plausibelen Ehekandidat zu sein. Mari Anne Haggander ist eine sehr akzeptabele Eva; Marga Schiml wirkt etwas alt, vor allem neben ihrem sehr jungen Werber David (Graham Clark ist wieder mal Spitze!). Siegfried Jerusalem ist ein intelligenter, schoener (sowol musikalisch als vom Aussehn her) Stolzing und Hermann Prey schliesslich: der beste und vor allem auch ueberraschendste Beckmesser bisher!
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am 16. Januar 2014
Richard Wagners großartiges Werk, sein einziges "Lustspiel", versetzt den Zuseher und -hörer in das "romantische" alte Nürnberg des 16. Jahrhunderts. Es zeigt, wie würdevolle Bürger als "Meistersinger" die Tradition deuschen Liedgutes pflegen und bewahren und sogar geniale Neuerungen (das LIed des Ritters Stolzing) zunächst borniert ablehnen, wie jedoch der bedeutende Schuhmacher-Poet Hans Sachs trickreich dem jungen Ritter zum Sieg im Gesangswettstreit und zu seiner Angebeteten (Eva) verhilft. Ein Märchen für Erwachsene! Allerdings nur, wenn zu Wagners wundervoller Musik auch der optisch passende Handlungsrahmen geboten wird, wie in dieser Inszenierung Wolfgang Wagners von 1984. Leider kann man solche klassischen Inszenierungen in Deutschland nicht mehr erleben. Also erspart man sich das Eintrittsgeld und kauft diese exzellente, begeisternde und anrührende Aufführung. Hervorragende Leistungen der Sänger, besonders Bernd Weikls als Verkörperung des Hans Sachs und Hermann Preys als Beckmesser. .
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Eine gut restaurierte DVD aus dem Jahre 1984. Ton ausgezeichnet, Bildqualität gut.

Wie alle Werke, schrieb Wagner die Meistersinger nicht als historisches Werk, sondern im Mythos Charakter, weil nur der für alle Zeit wahr wäre, so Wagner. Trotzdem sind gerade die mehrdimensionalen Meistersinger als historisches Werk mißverstanden worden, teils bis heute. Das vorgestellte Nürnberg gab es in dieser politischen Form nie, sondern Wagner implementierte seine Weltanschauung in ein Libretto, nutzte hier lediglich historischen Figuren und Sitten. Eine Grundform seiner Arbeitsweise und für das Verständnis seiner Werke entscheidend.
Ein Aspekt von vielen in diesem Werk, ist die Geißelung von dogmatischem Normenverhalten in Sachen Kunst. Nun ist es eine Ironie der Geschichte, daß ausgerechnet dieses Werk im Laufe der Rezeption zur emotionalen Ankoppelung für Spießer-Seelen in Sachen Kunst wurde. Kunstdogmatiker mit chauvinistischer Seele mißbrauchten das Werk als Projektionsfläche ihrer Sehnsüchte, wie ja generell Wagners Werke in dieser Hinsicht umfunktioniert wurden zu kleinkariertem Wahrnehmungsokkultismus.
Kunstdogmatikern wird hier der Spiegel vorgehalten, nur sie merken es nicht.
Sicher war Richard Wagner selbst ein wenig Sachs, ein wenig Stolzing, ein wenig Beckmesser. Sein Werk generell und speziell,, teils kosmopolitisch raumgreifend liberal, wie sendungsbewußt kleinkariert. Kleinkariert in der schon wahnhaften, antisemitischen Fixierung seines realen Handelns.

Die Inszenierung ist in allen Rollen vorzüglich umgesetzt.
Ausschnitthaft nur zu benennen, der glänzende Sachs von Bernd Weikl. Manfred Schenk als hervorragender Pogner. Siegfried Jerusalem als Stolzing. Hermann Prey als Beckmesser zeichnet den Charakter fern von jeder Tölpelhaftigkeit.

Horst Stein dirigiert überzeugend.

Insgesamt eine zeitlose Aufführung, die ein wenig Staub angesetzt hat, da man heute Personenregie und Dramaturgie akzentuierter begreift. Trotzdem - 5 - Sterne - allein schon wegen Weikl`s Sachs.
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am 30. November 2008
Es ist eine schöne Inszenierung, das Werk findet statt. Ich habe im Anschluss die Zürcher Produktion gesehen, der Vergleich geht eindeutig für Bayreuth. Weikl ist ein herrlicher Sachs, Prey ein guter Beckmesser (ihn hatte ich live besser in Erinnerung), der Rest auch sehr gut. Etwas wenig Bühnenflair - kein Applaus usw. Aber eine schöne Produktion. Würde ich auch verschenken (also nicht mein Exemplar).
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am 4. Oktober 2015
Es ist wie im Theater ein wunderbares Erlebnis. Da moderne Regisseure oftmals Ideen haben, die konträr zum Werk des Komponisten stehen, bevorzuge ich mittlerweile , wie in diesem Fall, lieber eine Konserve.
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am 20. Oktober 2015
Meistersinger: Orchester und musikalische Leitung hervorragend. Sängerische Leistung besonders des Chores ebenfalls. Szenenbild "naturalistisch", für diese Oper aber passend und zutreffend.

Tannhäuser: Orchester und musikalische Leitung hervorragend. Sänger/innen meistern die schwierigen Rollen tadellos. Bühnenbild zurückhaltend, modern im Stile der 70er/Jahre. Ältere Aufnahme (1978), aber technisch auf hohem Standard.
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am 30. November 2012
Gute Aufnahmequalität, jedoch zu niedriges Lautstärkenangebot (erhebliche Nachregulierung am Potentiometer erforderlich), Die Sicherungsverwahrung betreff Plagiaten lässt keine Unterbrechung des Abhörens zu: jedesmal muß dann die DVD erneut vom Anfang her begonnen werden - das ist sehr lästig und frustrierend!
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am 21. Januar 2011
den einen Zusatzstern gibts für die wenigstens traditionelle Inszenierung, aber das wars dann auch schon:

Hermann Prey ist ein glänzender, kraftvoller Sänger und ein markanter Mann, aber in der Rolle des Beckmesser so "gut" aufgehoben, als ließe man Hans Sachs von Otto Walkes verkörpern, eine Katastrophe! Das vielschichtige dieses Charakters, das unterwürfige, das drohende, das leicht lächerliche, dann doch wieder menschlich rührende geht ihm völlig ab, er dräut nur während der gesamten Inszenierung vor sich hin und spielt die Rolle völlig kaputt!
Eigentlich sind alle Sänger als Schauspieler für ihre Rollen komplette Fehlbesetzungen, aber wirklich jeder wirkt hier (vielleicht mit Ausnahme der Lene) wie nur zufällig in die Inszenierung hineingeraten:
die Meister allesamt öde und blutleer, besonders der bohnenstangenlange, vollbärtige Hans Sachs, für den Otto W. vielleicht wirklich die bessere Wahl gewesen wäre; der David ist hier ein Scherzbold, der nichts ernst nimmt; die größte Enttäuschung aber ist Siegfried Jerusalem, der hier völlig wie gelähmt wirkt und immer nur wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herumsteht.

Die Kirche im ersten Akt wirkt beengend und bedrückend, der Platz zwischen Sachsens und Pogners Haus zerrissen, Sachsens Stube steril und künstlich; da reißt die nette Idee der Tanzlinde in der Schlußszene auch nichts mehr raus.

Man langweilt sich und ärgert sich über diese verquere Inszenierung und Richard Wagner hätte sein Söhnchen dafür geschwind übers Knie gelegt.
Habe das Teil anschließend sofort wieder verkauft.
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am 5. Dezember 2006
Na ja, Stimmlich und musikalisch ist die Aufnahme gut. Die Schärfe des Bildes slecht,die Regie und Inszenierung haben nicht eine optimale Qualität. Wenn mann die Produktion vergleicht mit der Metproduktion (Levine, Schenk, Schneider-Siemssen) ist die Letzte weitaus besser. Die Metproduktion ist überhaupt die beste die ich je gesehen habe.Aber algemein bekannt ist ja dass Otto Schenk ein viel bessere Regisseur ist als Wolfgang Wagner. Besonders was Personenregie und Mimik betrifft ist Schenk der Beste und vergleichbar mit Wieland Wagner, Felsenstein und die grosse Italiener Visconti, Fellini und Zeffirelli.
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