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Es fängt schon mit dem Cover an: Die Wölfe, die verfremdete Fotografie, die rote Schrift, vor allem aber der Name "Jean Reno". Das alles lässt an Luc Besson denken, und siehe da: Chris Nahon hatte 2001 von Besson bei dem von diesem produzierten und geschriebenen "Kiss of the Dragon" die erste Chance als Regisseur erhalten. Aber was soll man sagen: Er hat es leider schon damals vergeigt. Trotz Top-Besetzung gelang es ihm nicht, Faszination in den Film zu bringen.

Vier Jahre danach erhielt Nahon dennoch eine zweite Chance. Um die Filmrechte für den Roman "Das Imperium der Wölfe" von Jean-Christophe Grangé ("Die purpurnen Flüsse") hatten sich die Produzenten gerissen. Mit Jean Reno (57) in der Rolle des zwielichtigen Ermittlers Jean-Louis Schiffer bekam Nahon den vermutlich zur Zeit hintergründigsten Star des Genres, mit Laura Morante (49) eine faszinierende Frau, die leider der Hauptdarstellerin Arly Jover (34) trotz des Altersunterschiedes nicht nur optisch die Butter vom Brot spielte.

Der Film weckt zu Beginn höchste Erwartungen. Da stimmt einfach alles - kreative Kamera, verblüffende Verfremdungen, die schon von "Nikita" bekannten Farbspiele und eine insgesamt stimmige Postproduction - man freut sich auf einen weiteren großen Thriller eines Besson-Epigonen.

Zwei Handlungs-Stränge werden aufgebaut:

Anna befindet sich in Behandlung, weil sie ihren eigenen Mann nicht mehr erkennt. Als ihr die Medizin-Bastler mit einer Hirn-Biopsie drohen und ihr Mann Druck auf sie ausübt, sucht sie eine Psychotherapeutin auf.

Gleichzeitig ermittelt Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin, 26) in einer Serie von brutalen Frauenmorden. Als das dritte Opfer im türkischen Viertel von Paris gefunden wird, reaktiviert Nerteaux den wegen Brutalität frühpensionierten Jean-Louis Schiffer.

Das sollte hier genügen - wer sich die Überraschungen verderben will, findet genügend Spoiler hier und in der Wikipedia. Aber gerade auch wegen der erstaunlichen Wendungen zählt die erste Hälfte des Films sicher zum Besten, was man im Thriller-Bereich zu sehen bekommen kann. Was ist nun eigentlich an der zweiten Hälfte so schlecht?

Schlecht ist für sich gesehen gar nichts - man wechselt nur in einen Film für andere Leute. Nach dem mysteriösen Beginn hoffte man eigentlich auf eine weitere Steigerung, verblüffende Auflösungen und emotionale Entwicklungen. Doch das bleibt der Film schuldig. Statt mit faszinierenden Frauen und berührenden Beziehungen, statt mit weiteren raffinierten Wendungen und einem Ausbau der psychologischen Züge wird man mit ermüdenden Schießereien und Explosionen abgespeist. Aus einem reifen Film des Besson-Typs wird Standard-Hollywood der "Stirb langsam" - Kategorie; würden nicht die Aufnahmen von Cappadoccia ein wenig Augenlust bieten, könnte man die zweite Stunde glatt vergessen.

Unter dem Strich kann man festhalten, dass Nahon einen halben Film für Halbwüchsige und einen halben Film für anspruchsvolle Kinofreunde zu einer unbefriedigenden Mesalliance gezwungen hat. Zudem wird der Film länglich. Reichlich zwei Stunden sind eine lange Zeit, wenn es nur noch um Prügeleien und Schießereien geht. Ein Regisseur muss sich aber für eine Zielgruppe entscheiden. So, wie der Streifen geworden ist, darf man sich nicht wundern, dass der 24 Millionen teure "L'empire des loups" nicht viel mehr als die Haarfarbe für Jean Reno eingespielt hat. Von mir jedenfalls hätte Chris Nahon kein Geld mehr für einen dritten abendfüllenden Film bekommen.

Die "OK"-Bewertung von 3 Sternen honoriert also lediglich die gute erste Hälfte, von einem Kauf des Films kann man eher abraten.

film-jury 3* A0629 7.12.2011r 10A 1E Genre: Action Drama Thriller

Jocelyn Quivrin (* 14. Februar 1979 in Dijon)
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1995 5* A0213 Hippolytes Fest / Au petit Marguery
....... R: Laurent Bénégui D: Stéphane Audran, Michel Aumont
2005 3* A0629 Das Imperium der Wölfe [Blu-ray]
....... R: Chris Nahon D: Jean Reno, Arly Jover, Jocelyn Quivrin, Laura Morante
2007 -* -0000 39,90 [Blu-ray]
....... R: Jan Kounen D: Jean Dujardin, Jocelyn Quivrin

Jocelyn Quivrin starb am 15. November 2009 in Saint-Cloud bei einem Unfall mit seinem Ariel Atom am Eingang eines Tunnels. Er arbeitete zu dieser Zeit an einem Spielfilm über einen Mann, der sich für James Dean hielt.
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am 3. Oktober 2007
Dumm gelaufen ist die Sache für Anna Heymes (Arly Jover), als sie eines Morgens ihren Ehemann nicht mehr erkennt. Der Arzt, der ihren seltsamen Gedächtnisverlust behandelt, erweckt nicht gerade Annas Vertrauen und so sucht sie auf eigene Faust eine Psychoanalytikerin auf, nur um letztendlich herauszufinden, dass sie ganz und gar nicht die Dame aus der gehobenen Gesellschaft ist, für die sie sich bislang gehalten hat. Eine Entdeckung, die für Anna lebensgefährlich wird.

Ebenfalls dumm gelaufen ist die Sache für Kommissar Nerteaux (Jocelyn Quivrin), der wegen mehrerer brutaler Ritualmorde im Türkenviertel von Paris ermittelt und mit Hilfe seines suspendierten Brutalo-Kollegen Schiffer (Jean Reno) herausfindet, dass weit mehr als ein Serienkiller hinter diesen grauenvollen Morden steckt. Auch dies ist eine Entdeckung, die der Gesundheit nicht gerade zuträglich ist.

Dumm gelaufen ist die Sache auch für den Zuschauer, wenn nach der ersten, sehr spannenden Hälfte des Filmes klar wird, wie diese beiden Handlungsstränge zusammenhängen und wer Anna in Wirklichkeit ist, denn danach bricht die bis dahin schier unerträgliche Spannung schlagartig ein und die Story plätschert im Dauerregen von Paris den Kanal hinunter. Bis sich im sonnigen und trockenen Anatolien alle Protagonisten zum blutigen Showdown und zu Auflösung des letzten Rätsels wiedertreffen, erhält man zur Unterhaltung eigentlich nur noch logikfreie Messerschlitzereien und unmotivierte Explosionen geboten.

Trotzdem:
Die düstere Atmosphäre, ein wie immer grandioser Reno mit einem Gefolge an wirklich sehenswerten jungen Schauspielerkollegen (besonders das Klappergestell Arly Jover ist ein extrem erotischer Augenschmauß), eine absolut haarsträubende und aufregende erste Hälfte und eine schräge Mischung aus Agenten-Krimi und Film Noir hinterließen bei mir letztlich das Gefühl äußerst actionreich und spannungsgeladen unterhalten worden zu sein.
Summa summarum ein Film, der seinem Genre alle Ehre macht. Ansehen lohnt sich!

DVD:
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1) Französisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Französisch und Deutsch für Hörgeschädigte
- Bildformat: 2.35:1 (16:9 anamorph codiert)
- Dolby, DTS Surround Sound, Surround Sound, PAL
- Laufzeit: 123 Minuten
- Special Features Audiokommentar
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am 30. Januar 2014
Anything Goes -Alles ist möglich.
Wo könnte so eine Empfindung passender sein, als im französischen, hochstilisierten ,oft atemberaubend schnellen und gestylt morbiden Kriminalfilm.
Sehr oft läuft er mit seiner hemmungslosen Fabulierfreudigkeit dem amerikanischen Kino den Rang ab, und liefert haarsträubende Kinoachterbahnen zwischen hervorragendem Spannungskino und einfach unglaublichem Unfug.
Beides in sich vereint hier in " Imperium der Wölfe" ergibt gnadenlos aufregendes Horror- Polithriller-Actionkino, das perfekt, rasend schnell und nervenzerfetzend inszeniert ist und von seiner Überraschung und Wandelbarkeit lebt.
Wenn dann auch noch der Roman auf dem dieser Film beruht von Autor Christophe Grange', dürfte der geneigte Zuschauer von Anfang an wissen was ihn erwartet.
Grange', der König der bluttriefenden, fesselnden, unglaublich gut geschriebenen französischen Alpträume, verbindet vollkommen hemmungslos politische Hintergründe mit sagenhaft finsteren , übernatürlichen Storytwists, die Wahrscheinlichkeitskrämern sämtliche Kauleisten zusammenziehen, obwohl sie nicht umhin können zuzugeben, daß ihnen beim Lesen der kalte Schweiß der Hochspannung von der Stirn tropft. Auf die Verfilmung seines besten Buches:" Der Flug der Störche" wartet man ja bisher vergeblich.
Vollkommen an den Haaren herbeigezogen aber genial, so läßt sich das Universum des Schriftstellers umschreiben.
Das ließ sich auch von dem hervorragend unheimlichen Film" Die purpurnen Flüsse" sagen, den ich , Asche auf mein Haupt, auch erst so ganz verstanden habe, als ich anschließend das Buch las.
Sei's drum. Willkommen in der cineastisch , halsbrecherisch packenden und vollkommen hanebüchenen französischen Filmwelt.
" Imperium der Wölfe" rast in unvorhergesehene Achterbahnkurven und Handlungsüberschläge, daß einem schwindlig wird und wer am Ende in allen Einzelheiten alle Vorgänge plausibel auf die logische Kette bekommt, verdient einen Publikumspreis.
Fragen Sie also nicht weiter, genießen Sie diesen knallharten, großartig gefilmten Tobak.
Allein die ersten vierzig Minuten sind geniales Horror- und Spannungskino, das man nervenzerrender nicht inszenieren könnte.
Gespielt wird mit der Angst eines Jeden vor dem Verlust der Identität, vor der hilflosen Desorientierung in einer scheinbar immer feindlicher und bedrohlicher werdenden Welt.
Die junge Anna Heyes führt eigentlich ein beschauliches Leben, doch immer mehr schleichen sich Erinnerungslücken in ihr Denken ein.
Oft erkennt sie ihren eigenen Ehemann Laurent, ein Beamter des französischen Geheimdienstes nicht mehr wieder.
" Wer ist der Mann an meiner Seite?" ,
Personen , die sie erkennen, kann sie nicht mehr zuordnen, schreckliche Visionen plagen sie.
Bei einem Dinner verwandeln sich alle eigentlich bekannten Gesichter in ihrer Vorstellung in grauenhafte , unheimliche Fratzen, die sie bedrohen.
Sofort sind wir Zuschauer gefangen von ihrem unheimlichen Schicksal.
In der ersten Szene werden wir Zeuge einer medizinischen Untersuchung ihres Gehirns.
" Ich verliere den Verstand" aber ist dies wirklich so oder ist sie Opfer einer perfiden Intrige?
Gefangen in der eigenen Isolation, der Ungewissheit, ausgeliefert der Verunsicherung.
Hat ihr Mann sich im Verlauf ihrer Amnesie einer plastischen Gesichtsoperation unterzogen, weswegen sie ihn nicht mehr wieder erkennt?
Die Szene in der sie Nachts mit Taschenlampe nach eventuellen Narben sucht, die auf eine Gesichtsoperation ihres schlafenden Mannes hindeuten könnten sind an Hochspannung nicht zu toppen.
Doch das Entsetzen im Film wird kurz darauf noch gesteigert, als sie vor dem Badezimmerspiegel eine grausige Entdeckung macht, welche ihr eigenes Antlitz betrifft.
Das ist unvergessliches großes Alptraumkino.
Parallel zu dieser Geschichte lernen wir den Polizisten Paul Nerteaux kennen.
Im finsteren Moloch von Paris, im undurchdringlich, gefährlichen Sumpf sich bekriegender türkischer Banden sucht er nach einem brutalen Frauenmörder.
Wie ein Bildhauer des Grauens fügt der Täter seinen weiblichen Opfern grausige Schnittwunden zu, zerstört ihre Gesichter. Nur auf rothaarige Frauen scheint er es abgesehen zu haben.
Um diesen Fall zu lösen wird Nerteaux angewiesen sein auf zwielichtige Hilfe.
Der in den Ruhestand geschickte selbst äußerst gewalttätige Ex- Polizist Schiffer ( charismatisch wie immer Jean Reno) ist der einzige ,der sich in diesen gewalttätigen Subkulturen auskennt und den Mörder finden könnte.
Steckt die türkisch rechtsradikale Gruppierung" Die grauen Wölfe" hinter den grausigen Taten?
Und welche rothaarige Frau scheinen sie unter den getöteten Mädchen wirklich finden zu wollen?
Mehr darf nicht verraten werden.
Machen sie sich bereit auf einen Alptraumthriller, der von kruden Actionszenen, Verfolgungsjagden, bis bin zum Politthriller und surrealistischem Horror alles zu bieten hat.
Wenn im schweißtreibenden Finale in der Wüste allerdings noch Prophet Mohammed persönlich in Begleitung mit Johannes dem Täufer aufgetaucht wäre; Ich hätte mich nicht mehr gewundert.
Gerade auch aufgrund dieser unberechenbaren , rotzfrechen Hirnrissigkeit ist der Film so hypnotisch, so skurril und mitreißend.
Französisches Thrillerkino der exzessiven Art. Schwer unterhaltsam und abgedreht.
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am 18. August 2008
Imperium der Wölfe ist ambitioniert, keine Frage. Nur manchmal zerbricht ein Film an seinen eigenen Ansprüchen - dann, wenn der Filmemacher zu viel in einen einzigen Film packen will.

Zur Handlung:
Handlungsstrang 1: Anna hat Gedächtnislücken, vergißt viel, erinnert sich nicht mal an ihren Mann. Eher zufällig deckt sie eine Art Komplott auf, deren zentrale Figur sie zu sein scheint.

Handlungsstrang 2: drei junge Frauen werden schrecklich verstümmelt aufgefunden: mit entstellten Gesichtern und Körpern, alle drei haben eine grosse Ähnlichkeit miteinander. Der junge Kommissar Paul versucht mithilfe des abgehalfteteren Ex-Polizisten Schiffer (J. Reno) Licht ins Dunkel zu bringen.

Im Laufe der Zeit wird klar, das hier kein Triebtäter oder psychopathischer Irrer sein Unwesen treibt, sondern das der/die Täter gezielt eine Person suchen. Das diese letztendlich Anna ist, liegt auf der Hand und fügt so die beiden anfänglich getrennten Handlungsstränge zusammen.
Meines Erachtens packt man hier aber zuviel in den Film. Neben den medizinischen Experimenten, deren Gegenstand Anna ist, muss man auch noch unnötigerweise die Handlung mit einer Art Türkenmafia-Story überfrachten, deren Hauptperson ebenfalls besagte Anna ist.
Die Wandlung von einer verunsicherten Frau mit Gedächtnisproblemen hin zu einer rein rational gesteuerten Attentäterin ist nicht gerade besonders glaubhaft (vor allem wegen der Kürze der Zeit und nach nur einer 'Sitzung' im Institut!) und der Schluß ist meines Erachtens nach auch zu kurz und abrupt.
Gut hingegen sind die schauspielerischen Leistungen von Jean Reno als desillusioniertem Ex-Polizisten und Jocelyn Quivrin als Kommissar Paul Nerteaux.

Fazit: Hier wäre weniger mehr gewesen! 3,5 *
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am 25. Oktober 2006
Ich habe schon öfter überlegt, den Film in der Videothek auszuleihen, aber jedes Mal haben mich die doch sehr stark auseinander gehenden Meinungen und Kritiken zu diesem Film davon abgehalten. Neulich dann berichtete mir ein Freund, dessen guten Filmgeschmack ich zu fast 100 Prozent teile, dass er diesen Film gesehen und dieser ihm sehr gut gefallen habe. Also habe ich ihn mir auch ausgeliehen und angesehen. Ein Glück lies ich mich am Ende doch nicht von den vielen negativen Meinungen über den Film fehlleiten und beirren. Der Film ist wirklich spannend, düster und aktionreich. Auch die Handlung war für mich schon beim ersten Sehen nachvollziehbar und verständlich. Kann also nicht verstehen, was andere Kritiker an dieser Story auszusetzen und zu bemängeln haben, oder was sie daran nicht nachvollziehen können. Meines Erachtens ein Top-Thriller, der sich durch eine fesselnd spannende und düstere Story und klasse Schauspieler auszeichnet. Von mir gibt es die uneingeschränkte Kaufempfehlung. Dieser Film darf in keiner Sammlung fehlen.
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am 11. April 2006
Ein hochspannungsgeladener Thriller, der besser nicht sein könnte.
Der Cast passt perfekt und Jean Reno ist wieder einmal unschlagbar. Das Genre Thriller ist ihm einfach auf den Leib geschnitten. Doch auch Jocelyn Quivrin trägt dazu bei, dass man diesen Film durchaus mit "Die purpurnen Flüsse" vergleichen kann.
Die Spannung lässt nicht eine Sekunde nach und der Film hält immer eine Überraschung parat.
Ein toller Film, der bis zum Schluss fesselt.
Das umfangreiche Bonusmaterial ist sehr interessant und gibt einen tollen Einblick hinter die Kulissen.
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Die vielen negativen Rezensionen kann ich absolut nicht nachvollziehen. Ich fand den Film einfach super. Spannend von Anfang bis zum Ende mit vielen Wendungen und Überraschungen. Es sollte sich niemand von den schlechten Bewertungen abschrecken lassen und einfach mal einen Blick wagen. Zugegeben, an manchen Stellen ist die Story etwas verworren und undurchsichtig, aber gerade das macht es doch spannend oder?

Außerdem hat mich der Soundtrack extrem begeistert. Die Musik passt super zur Stimmung der jeweiligen Szene und auch die ganze Soundkulisse mit den zahlreichen Effekten ist umwerfend. Davon könnte sich so mancher Film eine Scheibe abschneiden...

Aufgrund der schönen DVD Umsetzung im Doppel-DVD Steelbook mit umfangreichen Bonusmaterial hat die Deluxe Edition eigentlich 5 Sterne verdient. Ich bewerte an dieser Stelle aber nur den Film selbst und dieser hat die 4 Sterne auch locker verdient.

Imperium der Wölfe zählt für mich zu einem der besten französischen Filmen der letzten Jahre. Die rechtsextreme Gruppe "Graue Wölfe" aus dem Film gibt es übrigens wirkich. Somit ist die Story auch gar nicht so realitätsfremd.
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am 25. April 2006
Ein weiterer französischer Thriller, der aber nur in der Atmosphäre bzw. Kameraarbeit mit den Vorlagen von "Die purpurnen Flüsse" oder "Pakt der Wölfe" mithalten kann.

Die Handlung ist sehr verworren und schaukelt sich von einer Überraschung zur anderen.

Dafür stimmt die Technik mal wieder. Gutes Bild und sehr guter, voluminöser Ton.

Jean Reno bleibt in diesem Film ein wenig blaß, was aber auch Resultat seiner ungewohnten (ziemlich bösen) Rolle ist.

Für Fans französischer Thriller sicher ein unterhaltsamer Film.

Ich war insgesamt zufrieden, hätte mir im schicken Steelbook aber noch ein Booklet erwünscht.

Das gehört bei dieser Version einer Veröffentlichung einfach dazu.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Juni 2013
Was soll man zu einem Film sagen, der zwei Stunden lang ununterbrochen Einfälle und Effekte auf den Zuschauer niederprasseln lässt und der doch nach ungefähr einem Drittel der Zeit zu langweilen beginnt? Wovon der Film eigentlich erzählen möchte, erschließt sich dem Zuschauer nicht so recht. Jean-Christophe Grangé, der die Romanvorlage lieferte, ist nicht eben bekannt für glaubwürdige Handlungskonstruktionen und subtile Figurenzeichnungen, aber in diesem Fall scheint er auch wenig daran interessiert gewesen zu sein, einen thematischen Schwerpunkt zu setzen. Das Thema der medizinisch-technischen Manipulation von Menschen passt noch einigermaßen mit der Idee zusammen, dass Geheimdienste solche Techniken zwecks Terrorbekämpfung (?) in illegaler Weise nutzen. Aber dann kommt eine türkisch-nationalistische Geheimorganisation ins Spiel, die wirklich nur durch den Faktor ›purer Zufall‹ mit dem Rest der Geschichte verbunden ist. Drogenschmuggel im großen Stil darf natürlich nicht fehlen. Abgeschmeckt wird das Ganze mit einem verrückten Profikiller mit bildhauerischen Ambitionen. Die Geheimdienstgeschichte, an der offenbar auch Teile der Polizei qua Verschwörung beteiligt sind, gerät nach zwei Dritteln des Films in völlige Vergessenheit. Aber zu dem Zeitpunkt ist der Zuschauer ohnehin schon so zermürbt, dass ihn selbst der Auftritt von Außerirdischen nicht mehr erschüttern könnte.

Regisseur Chris Nahon präsentiert alles, was er gelernt hat und das Budget hergibt. Da die Hektik, mit der die Geschichte erzählt wird, dem Zuschauer keine Zeit lässt, sich auf Handlungsorte, Milieus und Figuren einzulassen, greift Nahon permanent zum Mittel der Überdeutlichkeit. Situationen werden durch visuelle Klischees charakterisiert, die zumeist noch einmal bis zum Anschlag stilisiert sind. Wissenschaft findet in futuristischen Glas-und-Stahl-Gebäuden statt, Türken bewohnen selbstverständlich Basare und türkische Bäder und die gute Polizei lebt in dunklen und grotesk unaufgeräumten Dienstzimmern, die vermutlich so etwas wie altfranzösisches Savoir vivre repräsentieren. Jean Reno spielt den einsamen Wolf der Polizei, halb Clochard mit lückenloser street credibility, halb Superman. Dass er sich als misanthropischer und möglicherweise korrupter Bulle präsentiert, nehmen wir ihm natürlich keine Sekunde ab.

Gesamturteil: Zeitverschwendung.
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am 24. März 2006
Wieder einer dieser viel zu kalten Tage heute, was soll man denn da anders machen als sich zu Hause schön in die Decke zu muckeln und sich einen spannenden Film reinziehen…?

Aufgrund der oben beschriebenen Umstände bin ich heute also in die Videothek gefahren und habe nach einem spannenden Film Ausschau gehalten und bin über „Das Imperium der Wölfe“ gestolpert. Mh, noch nix von gehört, mal eben kurz reingelesen und einige Bekannte wiederentdeckt.1. Jean Reno, ein hervorragender Schauspieler und, soviel sei schon mal vorweggenommen, auch in diesem Film wieder einmalig! 2. Chris Nahon, seines Zeichens Regisseur (Kiss Of The Dragon), na ja…

Inhaltlich verspricht der Film spannend zu werden:

Die junge und sehr hübsche Anna Heymes (Aryl Jover) ist verzweifelt, denn sie leidet an partieller Amnesie. Der Teil der aus ihrem Gedächtnis gelöscht zu sein scheint ist das Gesicht ihres Mannes. Sie beginnt zu zweifeln und sucht Hilfe bei der Psychologin Mathilde Urano (Laura Maurante). Schnell wird Anna klar, dass um sie herum nichts so ist wie es scheint...

Parallel dazu ermitteln der junge Polizist Paul Nerteaux (Jocelyn Quivrin) und der alte Hase Schiffer (Jean Reno) in den Reihen der türkischen Mafia, genauer gesagt bei den Wölfen, einer extremen türkisch-nationalistischen Vereinigung, nach einem Serienmörder der in Paris sein Unwesen treibt und es auf illegal eingewanderte Türkinnen mit roten Haaren abgesehen hat. Die Schlüsselfigur ist eine türkische Näherin, scheinbar eine Doppelgängerin von Anna Heymes. Scheinbar…

Soviel zum Inhalt, man will ja auch nicht zuviel verraten, aber wenn Sie eins und eins zusammenzählen können, dann wissen Sie jetzt schon dass beide Handlungsstränge was miteinander zu tun haben…

Man sollte ja damit aufpassen Filme mit anderen Filmen zu vergleichen, aber schon in der Videothek dachte ich an Luc Bessons Erfolgsfilm „Die purpurnen Flüsse“, ebenfalls mit Jean Reno in der Hauptrolle. Bei „Das Imperium der Wölfe“ muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man ihn mit den purpurnen Flüssen vergleicht, denn diese Gegenüberstellung drängt sich förmlich auf. Jean Renos Figur ist der des Kommissar Niemans sehr ähnlich, auch die Figur des Polizisten Paul Nerteaux erinnert stark an die „Flüsse“. Ebenso die Story, es geht zwar nicht um deutsche, aber um „türkische Nazis“.

Nichtsdestotrotz, eine Story die sich schon mal gut verkauft hat kann auch ein zweites Mal kurzweilig unterhalten. Nur mit der Umsetzung hapert es ein bisschen in „Das Imperium der Wölfe“. Nach einem wirklich gelungenem Anfang in dem Anna Heymes erste Zweifel an ihrer Amnesie bekommt wird das Geschehen zunehmend verworrener und man erlaubt sich einige Male einen kurzen Blick auf die Uhr.

Diese Spannungsschwäche wird jedoch durch eine alles in allem sehr gelungene Kameraführung wieder wett gemacht. Gefallen hat mir zudem die düstere Stimmung des Films, die nicht aufgesetzt wirkt sondern sich gut in den Film integriert.

Ja, so bleibt mir zum Abschluss zu sagen, dass Menschen die (wie ich) Freude bei „Die purpurnen Flüsse“ hatten auch mit diesen Film gefahrlos einen netten Videoabend verbringen können. Jedoch kann „Das Imperium der Wölfe“ zu keiner Zeit dem besagten Film das Wasser reichen…
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