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74 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Biest für magische Lichtmalerei, perfekt an EOS 5D3
„It’s the bokeh, stupid!“, könnte man in Anlehnung an die Wahlkampagne eines früheren US-Präsidenten auf die Frage antworten, warum man so irre ist, rund 2 Mille für eine – zugegeben sehr lichtstarke - 85 mm-Festbrennweite hinzulegen. Bei diesem Spezialobjektiv geht es um Fotografie in intimen Stimmungen mit wenig Licht und um...
Veröffentlicht am 26. September 2012 von Nachtpfauenauge

versus
5 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Optik, aber auf der 5D MK2 untauglich
Im Prinzip ist es ein bomben Objektiv. Gerade der Bokeh-Effekt ist super. Bilder sind zu 100% freigestellt und sehen einfach super aus. Mein Problem ist, dass ich mit der 5D MK 2 ca. 70% der Bilder nicht richtig scharf bekomme. Selbst bei Auslösezeiten von 1/1000 fehlt mir die gewisse Schärfe, die man braucht. Daher habe ich das Objektiv zurück gegeben. Ich...
Veröffentlicht am 17. Juli 2012 von N. F.


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74 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Biest für magische Lichtmalerei, perfekt an EOS 5D3, 26. September 2012
Von 
Nachtpfauenauge (Mainhattan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
„It’s the bokeh, stupid!“, könnte man in Anlehnung an die Wahlkampagne eines früheren US-Präsidenten auf die Frage antworten, warum man so irre ist, rund 2 Mille für eine – zugegeben sehr lichtstarke - 85 mm-Festbrennweite hinzulegen. Bei diesem Spezialobjektiv geht es um Fotografie in intimen Stimmungen mit wenig Licht und um Kompositionen mit extremem Freistellen von Objekten vor malerischer Vorder- und Hintergrundunschärfe, die edelst „cremig“ wirkt. Es geht um Lichtmagie. Wer je Bildkompositionen mit Leicas legendären, für Amateure nahezu unbezahlbar teuren Noctilux-Objektiven gesehen hat, weiß, was ich meine. In diese Königsklasse steigt man mit diesem einzigartigen Canon-Objektiv ein. Und an dieser Klasse gemessen ist es sogar echtes Schnäppchen.

Allerdings: Auch wenn man als erfahrene/r Amateur/in mit der klassischen Portraitbrennweite durchaus viel anfangen kann, sollte man sich vor einem solchen Kauf ernsthaft fragen: Sind nicht das überaus günstige Canon EF 85mm/ 1,8/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde) oder das ebenfalls deutlich bezahlbarere Sigma 85 mm F1,4 EX DG HSM-Objektiv (77 mm Filtergewinde) für Canon Objektivbajonett die klügere Wahl? Besonders das EF 85/1,8 bietet ein super Preis-Leistungsverhältnis, ist viel leichter, sehr scharf, hat einen wesentlich schnelleren Autofokus und verhält sich in extremen Lichtsituationen optisch wesentlich gutmütiger. Das Web ist voller enttäuschter Kommentare und „Beweisbilder“ für die Probleme, die man sich mit dem EF 85/1,2 einhandelt, wenn man damit zum Beispiel bei greller Mittagssonne Motive voller krasser Kontraste ablichtet. Dafür ist dieses Objektiv genauso wenig gemacht wie ein Nachtsichtgerät für den Nachmittagsspaziergang. Nicht wenige Besitzer haben offensichtlich viel Geld in ein kiloschweres Missverständnis investiert.

Schon die Geschichte dieses legendären Objektivs, um das Nikonianer uns Canonistas aufrichtig beneiden dürfen, erzählt, wofür es gedacht ist: Die Urversion soll ein Canon-Ingenieur entwickelt haben, der auch als Modefotograf arbeitete. Und wer weiß, wozu es gemacht ist und es passend einsetzt, kann richtig süchtig danach werden. Die Offenblende von f = 1,2 eröffnet eine neue fotografische Welt, das ist nicht nur ein bisschen lichtstärker als f = 1,8. Besonders an Vollformat erlaubt sie ein extremes Freistellen, die Schärfeebene ist nur noch papierdünn (siehe Testbilder mit Blumen). Anders als das viel günstigere Canon EF 50mm/ 1,4/ USM Objektiv (58 mm Filtergewinde), das ich zu ähnlichen Zwecken an meiner 7D (vergleichbarer Bildausschnitt wegen kleinerem Sensor) einsetze, bleibt dieses Objektiv jedoch bei Offenblende in dieser Ebene bis an die Bildränder scharf und wird nicht so „weich“ wie das 50er/1,4.

Wie extrem das Objektiv bei Offenblende arbeitet, sieht man an frontalen Portraits: Stellt man auf die Augen scharf, ragt die Nase schon in den Unschärfebereich hinein, und die Ohren lösen sich fast schon in weichen Verläufen auf. Damit kann man wunderschön spielen. Das Objektiv eignet sich auch bestens für andere Motive, die malerisch sind – etwa Blumen (siehe Testbilder). Auch Straßenfotografie bei eher gedämpften Lichtstimmungen geht großartig, sofern die Motive sich nicht zu schnell bewegen. Übrigens fotografiere ich gerne auch Schwarzweiß, aber bei diesem Objektiv ist das meist schade. Es ist einfach für Farbmalerei gemacht.

Und was kriegt man für die 2 Kiloeuro? Ziemlich genau 1 Kilo (!!) edelstes optisches Glas, eingefasst in Metall und Präzisionskunststoff, dazu eine ordentliche Streulichtblende und den typischen blauen Beutel im Wildlederlook. Dieses Objektiv ist tatsächlich bis an den Rand des Tubus mit Linsen gefüllt! Und da diese Linsen riesig sind, wirkt das Objektiv fett und untersetzt. Aber um äußere Schönheit geht’s hier nicht. Die 8-Lamellen-Blende ist offen zudem so gigantisch groß, dass man ohne Linsen glatt einen Tischtennisball durchwerfen könnte... Die Lamellen sind übrigens so geformt, dass sie im Bereich von f = 1,2 bis 4 eine kreisrunde Öffnung bilden. Dieses Objektiv ist wirklich konsequent auf Großes designt.

Action ist allerdings nicht seine Stärke, denn auch in der Mark II-Version arbeitet der Autofokus laaaangsaaaam. Man merkt auch an einem leichten Ruck, dass der Ultraschallmotor gewaltige Glasmassen verschieben muss. Trotzdem habe ich es geschafft, sogar spielende Kinder bei weit offener Blende scharf zu erwischen – mit Geduld und Warten auf den richtigen Moment. Dieses Objektiv zwingt vom Knipsen weg hin zur überlegten Fotografie, aber wer es sich anschafft, ist sowieso kein Knipser mehr.

Dafür fokussiert das 85/1,2 an der 5D III unglaublich präzise, wenn es ausreichend Zeit dafür hat. Mir gelang es sogar, kürzlich auf einer Party einen Spontanchor mit einem Dutzend Sänger auf etwa 8 m Distanz bei Offenblende so abzulichten, dass die Schärfeebene genau auf dem Auge eines Sängers lag, das ich mit dem Fokuspunkt anvisiert hatte. Wegen der papierdünnen Schärfeebene waren seine Mitsänger, die nur um in ein paar Zentimeter gestaffelt in der Tiefe des Raums standen, schon im Unschärfebereich. Angesichts der extrem geringen Schärfetiefe kann ich guten Gewissens sagen, dass es das am präzisesten fokussierende L-Objektiv in meiner Sammlung ist – an der 5 D III. Gewöhnungsbedürftig ist das manuelle Fokussieren, bei dem der Ring die bewegte Linsengruppe über den Ultraschallmotor „by wire“ ansteuert. Fühlt sich ziemlich indirekt an, wie die amerikanischen Servolenkungen aus den 70ern. Ich kannte das allerdings schon von meinem alten EF 500 mm f/4,5. Man kann sich dran gewöhnen.

Fazit: Das ist ein extremes Spezialobjektiv. Nur wer wirklich weiß, wofür es gedacht ist und es auch so einsetzen will, sollte dafür tief in die Tasche greifen. Für solche FotografInnen gilt aber: Vorsicht Suchtpotenzial! Und: NikonianerInnen dürfen uns Canonistas zu Recht um dieses einzigartige Objektiv beneiden.

Pro:
++ Extreme Lichtstärke
++ enormer gestalterischer Spielraum, extremes Freistellen möglich
++ Malen mit Licht: rauschhaft cremiges Bokeh bei geeigneten Motiven
++ auch bei Offenblende sehr guter Kontrast dank aufwendiger asphärischer Linsenelemente
++ top verarbeitet
+ chromatische Aberration und andere Linsenfehler können bei Offenblende deutlich sichtbar sein, Canon beherrscht sie aber technisch so gut, wie das bei so gewaltigen Linsen überhaupt möglich ist (siehe auch "Warnung")
+ speziell für EOS 5D III und 1D-X: unterstützt bei f <= 2,8 sämtliche Funktionen des neuen AF-Sensors, fokussiert extrem zuverlässig (sofern es genug Zeit hat)
+ Streulichtblende und blaues „Wildleder“-Säckchen L-typisch im Lieferumfang.

Warnung, neutral und kein contra, da das konstruktionsbedingt unvermeidbar ist:
o Wer damit bei ungünstigen Lichtverhältnissen, z. B. krassen Kontrasten, oder ungeeigneten Motiven fotografiert, wird die durch dickes Glas verursachten optische Abbildungsfehler deutlich sehen: Farbsäume besonders in den Bereichen außerhalb der Fokusebene, grüne Ringe um runde Spitzlichtflecken im Bokeh usw.

Contra:
- AF-Antrieb sehr langsam, auch bei der verbesserten Mark II-Version
- Bokeh kann je nach Hintergrund bei Offenblende auch sehr unruhig werden (kann man aber auch kreativ nutzen, flirrender Effekt)
- Nahgrenze von knapp 1 m nicht üppig, kann aber durch Zwischenringe verkürzt werden
- Focus-by-wire macht manuelles Fokussieren etwas indirekt
- sehr schwer
- sehr teuer für eine spezielle Festbrennweite
- mit 72 mm etwas ungewöhnlicher Filterdurchmesser, erfordert also ggf. weitere Investitionen.

Fußnote: An meiner 5 D III musste ich den Fokus dieses Objektivs nicht feinjustieren, es arbeitete von Anfang an absolut präzise mit der Kamera zusammen.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles Objektiv, 22. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Inhaltlich haben meine Vorredner schon fast alles beschrieben, daher nur einige kleine Ergänzungen:
Ich habe zusätzlich das EF 35mm 1.4 L, was eine ebenso hervorragende Bildleistung hat. Aber dort ist der Entfernungsring kein Drehwinkelgeber, d.h. die Mechanik wird bei manuellem Fokus nicht durch die Motoren, sondern direkt bewegt. Von der Bedienung finde ich das EF 85mm besser, weil leichtgängiger (mancher Fotograf mag gerade das etwas schwergängige viskose Gefühl, also ist das wohl Geschmackssache).
Den hohen Preis sind beide Objektive wert, vor allem die geringe Schärfentiefe bei Offenblende gibt tolle Bilder, egal ob Nahaufnahmen oder bei Menschen/Gesichtern vor etwas entferntem Hintergrund.
Wer sie kauft, sollte allerdings auch beachten, das beide Objektive für Festbrennweiten sehr schwer sind, das muss man bei langen Fotosessions erstmal halten (wollen). Aber es gibt nichts umsonst, und hohe Lichtstärke bei super Abbildungsqualität heisst viele große Linsen, die sind nun mal nicht leicht.
Ich habe die EOS5D MkII im Einsatz, bei dieser Kamera ist das Objektiv auch nicht "überdimensioniert", ebensowenig bei den Profi-Gehäusen. Bei den kleineren EOS ist sicher der Effekt der Offenblenden-Aufnahmen genauso toll, man wird die sehr gute Korrektur der Objektivfehler vielleicht etwas weniger bemerken.
Der Vollformatsensor der EOS5D rauscht auch bei 6400ISO noch so erträglich, dass man sogar bei komplizierten Lichtverhältnissen (Museum, Zirkusmanege) noch aus der Hand ohne Blitz gute Fotos machen kann. Da ist dann das 35mm noch etwas praktischer, da man von 2m-oo nicht mehr fokussieren muss und einen größeren Bildausschnitt bekommt.
Bei beiden Objektiven kann man herrlich zwischen einfrieren der Bewegung bei Offenblende und Wischeffekten durch längere Belichtungszeiten und niedrige ISO Werten auswählen. Zwischen einer "normalen" Lichtstärke von 1,8 und einer 1,2 ist wirklich noch ein riesiger Unterschied.

Mein Tip: Wer bisher nur Zoom-Objektive hatte und bereit ist, weit über 1000 Euro für ein Objektiv auszugeben, sollte sich zumindest eines der beiden lichtstarken Objektive gönnen. Für den Portrait-Fan das 85mm (mit dem Zwischenring EF12 II kann man dann auch supertolle Nahaufnahmen machen), für den Street-/Architektur- und Landschaftsfan vielleicht eher das 35mm. Das braucht auch keinen Zwischenring für Makro, geht bis 30cm Abstand runter, was für die meisten Nahaufnahmen ausreicht). Aber Achtung, bei Nahaufnahmen und Offenblende ist die Schärfentiefe bei beiden Objektiven nur noch im cm-Bereich. Ich habe im Frühling Aufnahmen von Krokussen mit dem 85mm und dem EF12 gemacht, da sind die Staubgefäße und die Blütenblätter scharf, aber der Blütenboden schon unscharf! Sieht super aus, wenn man sich die Zeit nimmt, den Bereich gut abzustimmen und den völlig unscharfen Hintergrund (der Boden ist bei Krokussen ja nur 10cm weit entfernt!) farblich abzustimmen. Dann sieht das ganze wie ein Aquarell mit knackscharf hereingezeichneter Blüte aus.
Portraits in Innenräumen ohne Kunstlicht bei bewölktem Himmel: Kein Problem.
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Charakterglas mit Eigenheiten, 31. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Als ehemaliger Nikonfotograf habe ich Canon Nuntzer um bestimmte Linsen beneidet - eines davon ist das 85L. Da ich hauptsächlich Menschen und Citiyscapes fotografiere war unter anderem diese Linse ein Grund mir einen EOS Body zu besorgen. Ich benutze das 85L an einer 1DsMkIII. Ich selber habe die Mk I Version dieses Obejktives und die Rezension bezieht sich auch auf diese Version. Da aber sehr viele Details bei den beiden Versionen gleich geblieben sind denke ich das es trotzdem hilfreich sein dürfte.

Der Lieferumfang ist L typisch vollständig: Objektiv, die beiden Deckel, die GeLi und einen Beutel. Der Beutel ist ein wenig ungenügend für so ein teures Teil, kommt aber bei mir eh nicht zum Einsatz. Die Linse wiegt ca. 1 kg und wenn man von vorne durch schaut weis man das das meiste davon auch Glas ist. An meiner MkIII finde ich das Gewicht nicht störend, die Balance ist hervorragend. Die GeLi ist relativ groß dafür wirksam und rastet am Fokusring ein. Der AF ist sehr langsam, dafür präzise - er muss eine Menge Glas bewegen da sich das Frontlinsenassembly komplett bewegt. Das bedeutet das die Linse bei MFD ein Stückchen länger wird - mitdrehen tut sich da allerdings Nichts, Polfilter könnten also ohne Probleme genutzt werden. Bei der Mk II Version soll sich die AF Geschwindigkeit um den Faktor 1,6 erhöht haben - es ist damit aber immer noch eines der am langsamsten fokussierenden Linsen im Canon Sortiment. Ich persönlich habe damit allerdings keine Probleme - spielende Kinder sind aber im Allgemeinen wohl schon zu schnell....

Eine Eigenart dieser Linse (und ebenfalls eine des 50/1.0L)ist das manuelles Fokussieren per wire erfolgt - d.h. die Linse fokussiert mit dem AF Motor, der Fokusring steuert das nur und es gibt keine mechanische Verbindung. Dadurch dreht sich der Fokusring sehr leicht, die Kamera muss jedoch eingeschaltet sein um manuell fokussieren zu können und man merkt das die Bewegung der Linse immer etwas der Drehbewegung am Fokusring hinterher hinkt. Es funktioniert - aber es gibt angenehmeres manuelles Fokussieren. Auch muss man die Kamera einschalten um die Linse wieder in den kürzesten Zustand zu bringen - ärgerlich wenn man das vergisst und die Tasche so eng ist das die Kam-Linsenkombi nur im Kurzen Zustand rein passt. ;) Die Linse (MkI und MkII) besitzen einen Floatingmechanismus welcher Fokusshifts durch Abblenden bei kurzer Aufnahmedistanz verhindert. Ein wenig Übung erfordert der Umgang mit dem Glas schon - der Bereich der Schärfe ist bei 85 mm und f 1.2 je nach Abstand schon sehr gering.

Die Abbildungsleistung ist schon offen hervorragend - deutlich besser als mein 50/1.2L und 50/1.0L offen. Leichtes Abblenden erhöht die Bildqualität nochmals. Das Bokeh ist offen hervorragend - ein Traum, kann aber durch den hohen Korrekturgrad der Konstruktion im abgeblendeten Zustand bei manchen Hintergründen auch mal unschön werden. Die Linse besitzt ein Asphärisches Element. Das ist insbesondere bei Nacht- und AL Aufnahmen sehr gut da punktförmige Lichtquellen auch punktförmig bleiben und nicht durch Coma-Fehler in Schwalbenform verzogen werden. Weder eine übermäsige Neigung zum Vignettieren (wenn offen auch natürlich vorhanden - aber für meine Anwendung nicht störend) noch eine übermäsige Gegenlichtempfindlichkeit sind mir aufgefallen. Die MkII Version hat eine verbesserte Vergütung was die Gegenlichtempfindlichkeit sicher nochmals verringert. CAs kann ich nicht beurteilen da sie bei den Aufnahmensituationen in denen ich meistens Fotografiere nicht vorkommen werden.

In Summe: ich bin der Meinung das dies ein Spezialist (nicht nur - aber vor allem) für Menschen ist - ein Traumobjektiv für mich! Trotz des hohen Gewichts, Größe und Preis 5 Sterne von mir.
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5.0 von 5 Sternen *Das* 85mm-Objektiv, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Vorweg: ich bin ambitionierter Hobbyfotograf und war in der glücklichen Lage, mir dieses Objektiv für 7 Tage auszuleihen und an meiner Canon EOS 6D auf Herz und Nieren zu testen.

Verarbeitung:

Dieses Objektiv ist ein Panzer. Sowohl vom Gewicht, als auch von der Verarbeitung her. Das Frontelement ist phänomenal - gute 7cm Glas. Wer dieses Objektiv in der Hand hält, der bemerkt bereits nach wenigen Sekunden das hochwertige, „L“-typische Feeling. Viel Metall, sehr solide Verarbeitung, jedoch KEIN Spritzwasserschutz (zumindest an meinem Modell, vmtl. noch Mark I). Canon liefert, wie zu jedem L-Objektiv, dankenswerter Weise eine kreisrunde Gegenlichtblende mit. Bei einem Kaufpreis von aktuell 1921€ zzgl. Versandkosten ist das auch durchaus angemessen. Die GeLi wird an das Objektiv „geklackt“ und sitzt zwar fest, lässt sich allerdings in alle erdenklichen Richtungen drehen. Mir persönlich gefällt das nicht, ist aber wohl Geschmackszache.

Bedienung:

Grundsätzlich kann man bei einer Festbrennweite nicht viel falsch machen. Es gibt den Fokusring und den AF/MF-Schalter. Beides lässt sich ohne Probleme bedienen, der Fokusring gleitet butterweich umher. Auf der Rückseite schließt das Glas fast eben mit dem EF-Bajonettanschluss ab, hier ist Vorsicht beim Anschrauben gesagt, um Kratzer zu vermeiden. Beim Fokussieren fährt der Tubus des Objektivs aus (ähnlich dem Canon EF 50mm f/1.4).

Bildqualität und Autofokus:

Wer dieses Objektiv sein eigen nennt, der kauft es sich im Wesentlichen aus einem einzigen Grund: der Offenblende von wahnsinnigen f/1.2 bei 85mm (und vielleicht aus Prestigegründen, wenn man 2000€ zuviel auf der Bank hat). Diese Art der Freistellung habe ich an keinem meiner anderen Objektive - u.a. dem Canon 85mm f/1.8 - auch nur annähernd hinbekommen. Das Bokeh ist absolut traumhaft, bei f/1.2 verschmilzt einfach alles und jeder zu einem Farbbrei.

Geht man bis zur Naheinstellgrenze an sein Motiv heran, kann man den extrem geringen Schärfentiefenbereich in Aktion sehen - während das Auge noch scharf ist, verschwimmt die Nase bereits leicht; die Haare gehen schon die die Unschärfe über. Diese extreme Unschärfe mag teilweise gewollt sein, teilweise kann sie aber höchst unpraktisch sein - und mit diesem Objektiv fotografiert wohl kaum jemand mit einer anderen Blende als f/1.2. Die Bilder sind bei Offenblende zwar eher von einem verträumten Schleier statt einer unbedingten Knackschärfe geprägt, aber dennoch ausreichend scharf, um in Kombination mit dem Bokeh beim Betrachter einen ordentlichen „Wow“-Effekt zu kreieren.

Der Autofokus ist der Knackpunkt dieses Objektivs - bevor dieser, gerade in lichtschwachen Situationen, sein Ziel gefunden hat, kann ich mir einen Kaffee aufbrühen. Das mag zum Teil die Schuld der 6D sein, zum größten Teil liegt es aber am Objektiv - immerhin müssen hier Unmengen von Glas bewegt werden. Sitzt der AF einmal, dann auch richtig. Für schnelle Neufokussierung oder actionreiche Tierfotografie mit AI-Servo ist der AF des Objektivs aber definitiv zu langsam. Für diesen Einsatzbereich wird sich aber wohl auch niemand das 85mm f/1.2 kaufen.

Fazit:

Mit diesem Objektiv ist es sehr schwer, keine schönen Bilder zu machen - die überragende Unschärfe bei Offenblende in Verbindung mit der hohen Brennweite ist die große Stärke dieses Objektivs, etwas vergleichbares bietet kein anderer Hersteller.

Ich bin äußerst froh, dass ich Erfahrungen mit diesem 85mm-Panzer sammeln durfte. Für (Hochzeits-)Portraits, bei denen das Motiv still hält, ist es wunderbar geeignet, aber ich leihe mir das Objektiv lieber aus, statt 2000€ für 3 Shootings im Jahr auszugeben. Für den privaten Gebrauch ist es mir insgesamt vieeeeeel zu teuer, der AF zu langsam, das Gewicht zu hoch - hier greife ich lieber auf mein 85mm f/1.8 von Canon zurück: leichter, wesentlich schnellerer AF, bessere Schärfe und immer noch sehr schönes Bokeh.

Wer unvergleichbar schöne Lichtmalerei zaubern, das Nikon-Lager neidisch machen und seinen Bildern diesen einzigartigen „dreamy“ Look geben möchte, und wer sich von hohem Gewicht und Preis nicht abschrecken lässt, dem sei das Canon EF 85mm f/1.2 wärmstens ans Herz gelegt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich dieses Objektiv zu kaufen, der hat es für sich selbst wahrscheinlich schon gerechtfertigt - in diesem Fall ist das Objektiv jeden Cent wert.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gewichtige Festbrennweite mit toller Abbildungsleistung, 6. Februar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Das perfekte Objektiv für Portraits das durch seine gigantische Lichtstärke auch ein großes Freistellungspotential besitzt. Aber auch für andere Dinge im Aviable Light Bereich eignet sich das Objektiv wunderbar da es bei F 1.2 schon spitze abbildet. Natürlich vignettiert das Objektiv auch bei Offenblende was sich aber recht in Grenzen hält, eben so auch bei CAs wobei es hier auch auf die Lichtsituation ankommt. Die Fokussierung verläuft hier im vergleich zu anderen USM betriebenen Objektiven etwas langsam, was bei Bewegten Motiven vielleicht zum Nachteil werden kann. Grund dafür ist wohl das schwere Glas das über einen feinen Schneckengang bewegt wird, dadurch werden mehr Umdrehungen beim befördern benötigt. Wenn man das Objektiv von Hand fokussieren möchte, muss die Kamera eingeschaltet sein. Bisher ist mir noch kein Objektiv unter die Augen gekommen bei dem die manuelle Fokussierung ebenfalls auch elektronisch verläuft, aber dadurch lässt sich der Fokusring so weich wie Butter drehen was sehr angenehm ist. Die Verarbeitung ist wie man es von anderen Objektiven in der L-Klasse kennt sehr hochwertig und macht einen sehr robusten Eindruck. Hier vermisse ich noch eine Innenfokussierung, den beim Scharfstellen fährt ein Tubus raus.

Ich benutze das Objektiv in letzter Zeit mehr auf kleineren Konzerten zusammen mit dem 24mm 1.4II. Ich arbeite fast ausschliesslich nur mit Offenblende da solche kleinen Konzerte oftmals eine schlechte Beleuchtung bedeutet. Da kommt es auch mal vor das ich mit ISO 3600 oder gar 6400 bei Blende 1.2 arbeite, wobei das dann wirklich extrem Situationen sind. Hier kommt diese enorme Lichtstärke wirklich spitze zur geltung. Wenn der Fokus sitzt, sind die Bilder wirklich knackscharf, und das bei Blende 1.2! Wie auch bei meinem 24mm 1.4II habe ich auch bei dem 85mm 1.2II bei schlechten Licht teilweise Probleme mit dem Autofokus da das fokussieren mit so einer knappen Schärfetiefe nicht immer sofort klappt, hier hilft einfach die nachführende Schärfe zu aktivieren und einfach mehrere Aufnahmen zu machen.

Fazit: Ein wirklich tolles Objektiv was auch seinen Preis hat, und das nicht nur beim Geld sondern auch beim Gewicht und der Größe was nicht zu verachten ist. Wem das Objektiv zu teuer ist, der bekommt man dem Canon 85mm 1.8 eine sehr gute Alternative die nicht nur Preiswert sondern auch leichter und kleiner sowie sportlicher (Fokussierung) ist. Die Stärken des 1.2ers ist einfach der Bereich von 1.2 bis 1.8 - Hier kann man im vergleich zum 1.8er noch eine Blende ausreißen. Ansonsten schenken sich beide Objektive nicht viel.
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Canon EF 85 1:1,2 L USM absolutes Traumobjektiv für Portraits, 30. Mai 2009
Von 
Andreas Sümnick (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Habe mir dieses Objektiv zugelegt um Portraits zu Fotografieren. Selbst bei Offenblende bekomt man knackscharfe Bilder allerdings ist der Tiefenschärfebereich dann sehr klein. Das Objektiv hat durch die Kreisrunde Blende auch ein sehr schönes Bukeh. Mittlerweile benutze ich es auch immer häufiger um andere Dinge zu fotografieren. Es ist klasse was für Ergebnisse mit diesem Objektiv erzielt werden. Ich benutze es an einer EOS 5D Mark II und an der EOS 50D. Von mir gibt es für dieses Objektiv 5 Sterne. Einzig der Preis ist sehr hoch. Wem das zu viel ist der wird bestimmt auch mit dem EF 85 1:1,8 USM glücklich.

Objektiv EF 85 mm f/1.2 L II USM für Canon-Spiege
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen knackscharf, superlichtstark, 28. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen,
Das Objektiv ist für Portraits ein Traum, ich finde die kurze Schärfeebene bei Offenblende gerade interessant. Bei 1,2 gelingen Fotos auch in dunklerer Umgebung und man spart sich einen Blitz, gerade bei Festen von Vorteil wenn man sich als Fotograf nicht so sehr in den Vordergrund drängen will, oder die Atmosphäre der Location einfangen möchte..

Wenn einen der Preis nicht schockt macht man mit diesem Objektiv wirklich alles richtig.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das einzig wahre 85er, 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Das Objektiv ist das Portraitobjektiv schlechthin. Traumhaftes Bokeh, solid gebaut und lichtstark ohne Ende.
Selbst bei Offenblende scharf bis in den Randbereich.

Bezüglich des Gewichtes verstehe ich die negativen Aussagen nicht, als ob ein paar hundert Gramm ein solchen Unterschied ausmachen würden.
Einzig negativ ist der Preis, aber wer hochwertiges Glas haben mag, kommt nunmal um diese Investion nicht herum.

Der einzig kleine Makel ist der Autofokus. Das Objektiv wird nie an die Geschwindigkeit eines 70-200L II herankommen, aber mit dieser Linse jagt man auch keine Promis oder versucht Vögel im Flug abzulichten. In der Regel hat man genug Zeit um das Objekt der Begierde vor der Linse exakt zu fokussieren, so dass das in meinen Augen dieser Makel eher zu vernachlässigen ist.

Definitive Kaufempfehlung :)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Portrait-Objektiv, 29. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Wer bei Feiern und Inddoor-Ereignissen fotografieren möchte, stellt schnell fest, dass es immer zu dunkel ist. Mit diesem Objektiv nicht mehr. Und in Verbindung mit dem Canon 5D MARK III gelingen die bezaubernsten Portraits, weil mit Telebrennweite und großer Blende eine sehr geringe Tiefenschärfe entsteht.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Objektiv Festbrennweite, 20. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Meine Zufriedenheit und Begeisterung für dieses Objektiv begann am ersten Tag der Nutzung und wächst von Tag zu Tag an. Es "arbeitet" (harmoniert wäre die bessere Formulierung) an einer 1DMarkIV und ich benutze es für

+Innenaufnahmen ohne Blitz (Menschen, Porträt)
+Außenaufnahmen (Menschen, Porträt).

Ein Traum ist die Wiedergabe der Farben, sehr kräftig und realistisch, das Bokeh ist wunderschön und knackig scharf. Aufnahmen von Menschen und Gesichtern werden zu wunderschönen Bildern. Landschafts-/Stadtaufnahmen sind natürlich in der Abbildung nicht schlechter, doch hier ist die Brennweite die Einschränkung (Als "Ergänzung" kann ich das EF 50mm 1,2 L empfehlen.).
Verarbeitung ist top, einem "L" angemessen. Der hohe Preis wird schnell vergessen wenn man sich an den Bildern erfeut.
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Canon EF 85mm 1:1,2 L II USM Objektiv (72 mm Filtergewinde)
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