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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wüste lebt!, 21. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Für mich immer noch der beste Film von Wenders. Grandiose Bilder, Harry Dean Stanton in seiner besten Rolle und ein wunderschöner Soundtrack von Ry Cooder.
Viele assoziieren mit diesem Film immer Langatmigkeit und Langeweile, aber genau diese Langsamkeit des Erzählstils ist eine regelrechte Erholung in der Bilderflut der modernen Stakkato-Schnitte und Wackelkameras. Das Auge findet Zeit, sowohl in schönen Landschaften und Architekturen zu schwelgen, als auch dem Minenspiel als Spiegel des Seelenzustands der Protagonisten zu folgen. Wer ein solch eindringliches, ehrliches und radikales Ausloten einer selbstzerstörten Seele wie der von Travis als langweilig empfindet, macht am besten auch einen Bogen um die übrigen Wenders-Filme.
Kennt man dank der DVD-Extras die schwierige Enstehungsgeschichte dieses Films, kann man Wenders' Mut nur bewundern. Und über Amerikas Ignoranz über diesen Film nur noch lächeln.
Die DVD kommt in einem wunderschön und wirklich liebevoll gestalteten Digipak daher, für das Kinowelt Lob gebührt! Wie für viele Veröffentlichungen in der Arthaus-Reihe. Ach, würden doch alle Anbieter soviel Sorgfalt und Detailliebe bei ihren Veröffentlichungen walten lassen!
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parlez-vous français? Die Blu-ray!, 21. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Paris texas [Blu-ray] [FR Import] (Blu-ray)
Nein? Macht nichts, denn diese französische Blu-ray enthält auch die englische Originalfassung des Klassikers (mit AUSBLENDBAREN französischen Untertiteln)! Nach der hochgelobten Veröffentlichung des Film in den USA (Criterion) bringt uns ARTE VIDEO nun endlich eine Blu-ray mit dem Regionalcode 2.

PARIS, TEXAS [1984]

Zum Film: Wim Wenders' viel zitiertes Meisterstück ist immer wieder ein Genuss. Drehbuch, Schauspieler, Regie und vor allem die grandiose Symbiose von Kamera und Musik sind einfach wunderbar und ein Fest für jeden Fan des visuellen Erzählkinos.

Zum Bild: Der Bildtransfer von PARIS, TEXAS ist von Wim Wenders persönlich überwacht worden und sieht (wie auch der amerikanische) größtenteils fantastisch aus. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (winzige, sehr seltene Verunreinigungen oder Unruhen) bzw. die nicht 100% perfekte Überblendung der Eingangsschriften durch das französische Äquivalent, bietet diese Blu-ray einen mehr als würdigen HD-Transfer. Häufig sieht das Bild aus wie neu und die Farben springen regelrecht von der Leinwand. Schärfe und Plastizität stimmen auch. Toll.

Zum Ton: Neben dem französischen Track reizt natürlich in erster Linie der englische DTS-MASTER-5.1 Ton, welcher mit sehr guter Sprachverständlichkeit und einer präzisen Musikabmischung von Cooders Soundtrack punktet. Möchte man diese Originalspur OHNE Untertitel genießen, findet sich diese Option im Hauptmenü nicht. Wählt man aber den O-Ton mit französischen Untertiteln, sind diese während des Film manuell über die Untertiteltaste ausblendbar. Eine deutsche Spur gibt es nicht.

Bonus: Bonusmaterial ist vorhanden, ist aber in Französisch gehalten (Wenders spricht ja Francais) und soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden (Interviews etc.).

Zudem kommt die Edition in einem schicken Schuber daher, der gut zur Optik des Films passt.

FAZIT: Wer die englische Sprache beherrscht und eine Top Blu-ray im Stile der hochwertigen Criterion- (USA) oder Kinowelt/Arthaus-Veröffentlichungen sucht, ist mit dieser französischen Ausgabe sehr gut beraten. Klare Kaufempfehlung!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein europäischer Western als filmisches Edward Hopper-Gemälde. Großartig!, 14. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Da kann man eigentlich nur noch erstaunt den Atem anhalten, wenn man weiß, dass dermaßen große Filmkunst sich selbst genießen und dabei noch so gelingen kann.

Wim Wenders' "Paris, Texas" drückt in den Weiten und Totalen seiner bewegend epochalen USA-Bilder ein Gefühl von grenzenloser Freiheit aus, wie sie zugleich wieder für deren Protagonisten zum Verhängnis wird. Er gibt eine Sehnsucht wieder, wie sie wohl europäischer nicht sein könnte und trifft damit von außen, was amerikanischen Regisseuren immer nur im Western mit dem schwer genießbaren Beigeschmack der Gewalt gelungen ist.

Jenseits riskierter Melodramatik gelingt Wenders das Kunststück in allem die elementare Schönheit der Welt zu entdecken. Zum einen weil die Kameraarbeit von Robby Müller sie mit größter Geruhsamkeit zu entdecken versteht und zum anderen weil sie Filmmusiker Ry Cooder so hervorragend mit der Gitarre zu begleiten versteht. Auch die spielerischen Darbietungen vom jungen Hunter Carson (die wohl beeindruckendste darstellerische Leistung eines Jungschauspielers, die ich je gesehen habe), Dean Stockwell, Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski sind dermaßen beeindruckend natürlich und auf gelungene Weise aus ihrer Zurückhaltung subtil, dass sie sich in der harmonisch-traumhaft-poetischen Bildsprache ebenso wiederfinden wie sie sich als Figuren in den endlosen Räumen ihres Schicksals verloren haben.

Wenders ist damit das im besten Sinne Hoppersche Gemälde europäischer Filmkunst und eine schwelgerisch-schöne Ballade auf einen sympathischen, weil uramerikanischen Helden gelungen, dass in seiner tadellosen Opulenz kaum nachahmbar ist. Ein Meisterwerk.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paris, Texas - Blu-ray, 25. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas [Blu-ray] (Blu-ray)
Wim Wenders hat mit Paris, Texas für mich seinen besten Film abgeliefert.
Die Geschichte um Travis der sich zusammen mit seinem Sohn auf die Suche nach seiner Frau macht und letztlich seinen eigenen Traum aufgibt um den seiner Familie möglich werden zu lassen, ist sowohl filmtechnisch als auch schauspielerisch hervorragend.
Harry Dean Stanton und Nastassja Kinski leben die Figuren geradezu und die Bilder der endlosen Weiten des amerikanischen Westens tun dazu ihr übriges und erwecken in einem nichts weniger als Fernweh.

Die Blu-ray ist absolut gelungen. Im Vergleich zur DVD hat das Bild im 1,78:1 Format erneut zugelegt ohne dabei den filmischen Grain-Look zu verlieren. Der Bildstand ist bis auf wenige Momente (z.b. Eröffnungsszene "Flycam" über die Wüste auf Travis)ruhig, das natürliche Filmkorn erhalten geblieben und Farben, Schärfe sowie Kontrast haben deutlich profitiert. Die Nachtaufnahmen zeigen bisher ungesehene Details.

Der Ton kommt sowohl in deutsch & englisch als 5.1 DTS-HD Master Audio was den Dialogen und dem genialen Soundtrack von Ry Cooder zugute kommt. Die Unterhaltungen sind absolut klar & gut zu verstehen, und der Soundtrack eröffnet die Weiten der Landschaft nun bis zum Horizont. Die Rear Speaker werden meist aber leider nur dezent eingesetzt wodurch es öfter am räumlichen Klang mangelt. Die Abmischung ist frontlastig.

Als Extras bietet diese deutsche Blu-ray:

Wendecover
Audiokommentar mit Wim Wenders
Geschnittene Szenen
Wim Wenders - befragt von Roger Willemsen
Kinski in Cannes
Super 8 Footage

Für Cineasten die auch mal in ruhigen Bildern und ausdruckstarken Gesichtern "lesen" möchten gibt es von mir ein Prädikat empfehlenswert
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein unvergleichlicher Film, 23. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Wenders schrieb einmal, dass zwei Bilder, sobald man sie aneinander schneide, gleich eine Geschichte erzählen würden - und er schrieb dies aus Resignation, denn eigentlich wollte er ja das Filmbild vor den narrativen Überformungen, vor der Indienstnahme durch die Erzählung bewahren.
'Paris - Texas' entstand in den frühen 80er Jahren als Trotzreaktion auf seine frustrierenden Erfahrungen mit der amerikanischen Filmindustrie (von 79-83 drehte er in mehreren Versionen für Francis Ford Coppola 'Hammet' und war am Ende doch gescheitert); der Film war sozusagen zugleich Befreiungsakt und Bekenntnis (zum europäischen Autorenfilm), und doch war es bis zu diesem Zeitpunkt auch sein narrativster. Überschaut man sein Gesamtwerk, dann markieren 'Paris - Texas' und 'Himmel über Berlin' (vielleicht die bis heute gelungensten Filme von Wenders, wenn auch nicht erfolgreichsten) sozusagen Marksteine seiner Entwicklung: von der programmatischen Verweigerung hin zum klassischen Erzählkino, wobei er noch immer seinen eigenen Zugang zum filmischen erzählen fand, sich selbst also letztlich treu geblieben ist.
Natürlich ist auch bei 'Paris - Texas' der Film nicht beschrieben, wenn man den Plot erzählt: diesmal geht es um keine Suche mehr, sondern um ein Ankommen, das Ankommen eines halb verdursteten Mannes (Travis, gespielt von Harry Dean Stanton) aus der Wüste zurück in die Zivilisation, wobei die Zivilisation zunächst nicht mehr ist als ein kleines Krankenhaus am Rande der texanischen Wüste. Ohne jede Erinnerungen hilft eine Visitenkarte mit der Telefonnummer von Travis' Bruder, der ihn letztlich bei sich zu Hause aufnimmt - wie schon Jahre zuvor dessen 7 Jährigen Sohn. Nach und nach freunden sich nun Vater und Sohn wieder an und begeben sich schließlich auf die Suche nach der seit Jahren verschollenen Mutter des Kleinen, Travis' Frau (Nastassja Kinski), die sie dann auch in einem Peep-Show-änhlichen Etablissement in Dallas finden.
Dabei lässt sich Wenders viel Zeit, und lässt auch seinen Figuren die Zeit sich und ihre Beziehungen zu entwickeln - das ganze wiederum in Bildern, die man vielleicht mehr noch als die Geschichte von diesem Film in Erinnerung behält - wie z.B. die nahezu endlose Dialog von Travis und seiner Frau, gefilmt vor (und hinter) der verspiegelten Scheibe des Peep-Show-Arrangements, die nicht nur die beiden trennt, sondern auch ihre psychischen Dimensionen offenbart.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wim Wenders' Allzeit-Klassiker, 3. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas (DVD)
"Paris, Texas" wird, da muss man kein Prophet sein, im Schaffen von Wim Wenders nicht mehr zu übertreffen sein. Er betreibt hier in Perfektion, was auch viele andere seiner Filme ausmacht: ein ruhiger, in den Einzelszenen mitunter zur Erstarrung neigender Inszenierungsstil, in dem Musik und Landschaften eine ähnlich gewichtige Rolle spielen wie die Figuren. Zu der kargen Landschaft der texanischen Wüste, durch die Harry Dean Stanton in der langen Exposition als geheimnisvoller Mann ohne Sprache irrt, gesellen sich die Seelenlandschaften, die sich auf den Gesichtern der Akteure abbilden und die die Kamera nicht minder wirkungsvoll einzufangen weiß: Harry Dean Stanton spielt die Figur eines gebrochenen Mannes namens Travis Henderson, der sich auf den Weg macht, die durch seine Schuld zerstörte Familie wieder zusammenzubringen, in unübertrefflicher Manier. Hat man ihn in diesen Film gesehen, kann man sich den Darsteller kaum noch als fröhlichen und sorgenfreien Menschen vorstellen. Auch Nastassja Kinski glänzt in ihrem vergleichsweise kurzen Auftritt am Schluss als verletzliche junge Frau, die auf ihre Weise am Zusammenbruch der Familie mitgewirkt hat und nun in einer Art Seelengefängnis sitzt, aus dem sie erst befreit werden muss. In der Mitte des Films geht es um Travis' Zu-sich-Kommen, seine Selbstfindung, und das Gefundenwerden seines Sohnes Hunter, der die letzten Jahre in der Familie seines Onkels Walt verbracht hat und der seinem natürlichen Vater völlig entfremdet ist. Auch hier gelingen Wenders Szenen, Bilder von emotionaler Wucht, etwa wenn Travis auf Hunters Schulweg geduldig um das Vertrauen seines Sohnes wirbt.

Es geht in diesem Film, übrigens Gewinner der Goldenen Palme von Cannes 1984 und nominiert für einen Golden Globe, um Schuld, Verlorenheit, Reue und Erlösung - elementare Menschheitsthemen, die Wenders so ins Bild gesetzt hat, dass die zweieinhalb Stunden nicht langweilig werden, was in Anbetracht der nicht gerade komplexen Handlung besonders bemerkenswert ist. Nicht jeder aber - auch das muss gesagt werden - wird bereit sein die nötige Geduld für Wenders' behäbig-elegische Erzählweise aufzubringen.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die grosse Liebe, 6. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas (DVD)
Wenn Wim Wenders nur diesen einen Film gedreht hätte, wäre er schon einer der ganz großen Regisseure gewesen. Bereits die erste Einstellung nimmt einen gefangen mit den Bildern der endlosen Wüste und dem unverkennbaren Soundtrack dazu. Es lässt einen nicht mehr los, wie um den fast stummen Harry Dean Stanton eine Geschichte entsteht, die in die Vergangenheit weist. Alles läuft auf die Konfrontation in dem peepshowartigen Etablissement hinaus, wo er seine Frau wiederfindet. Es gibt keine sensiblere Darstellung einer einstmals großen Liebe, die zerbrochen ist, wobei die Ursachen von den Betroffenen benannt werden. Schauspielerisch, dramaturgisch und optisch ist das nicht mehr zu toppen. Ganz behutsam werden wir Zeuge des gegenseitigen Erkennens durch die abgedunkelte Trennwand. Und weil der Zuschauer genug Details kennt, wird er mit in den Sog dieses Wiedererkennens der beiden hineingezogen. Emotional lässt das keinen kalt, ebenso wenig wie der unerwartete Schluss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wim Wenders` Wilder Westen, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas (DVD)
Es gibt Filme, die sieht man und schon nach kurzer Zeit erinnert man sich an nichts mehr aufgrund der schnelllebigen Zeit. Dieser Film ist ein Ereignis der besonderen Art. Schon 28 Jahre, nachdem der Film erstmals in Cannes gezeigt wurde und nach rechtlichen Problemen erst Anfang 1985 in die deutschen Kinos kam, habe ich "Paris, Texas" nun erstmals auf DVD gesehen. Was diesen Film ausmacht, ist sicherlich nicht seine Handlung, die recht einfach gestrickt ist und vielleicht für manche nur sehr langsam vorankommt. Wer die knapp 140 Minuten Spielzeit durchhält, wird belohnt mit einem Feuerwerk von Bildern, die sehr schön fotografiert sind und im Gedächtnis bleiben. So stellt man sich Amerika vor. Dazu kommt die grandiose Musik vom Slide-Gitarristen Ry Cooder, mit dem Wenders oft zusammen gearbeitet hat, u.a. auch bei "Buena Vista Social Club". Wer sich auf die Atmosphäre des Films einlässt, wird diesen niemals langweilig finden. Die Figur des Travis wird von Harry Dean Stanton herausragend verkörpert. Nastassja Kinski war wohl selten besser als hier als gesuchte leibliche Mutter Jane. Wim Wenders hat schon tolle Filme gemacht. Dieser gehört zweifellos zu seinen größten und eindrucksvollsten Werken. Viele glauben sogar darin sein Meisterwerk zu sehen. Ich könnte mich dieser Meinung durchaus anschließen. Wenn es ältere Filme gibt, die unbedingt mal wieder im Kino gezeigt werden sollten, sollte dieser dazu gehören. Ich würde ihn mir anschauen wollen. Wer Bilder mag, wird diesen Film lieben.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Bilder, 15. August 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
In wunderschönen Bildern erzählt Wim Wenders die Geschichte eines Mannes auf der Suche nach seiner Vergangenheit, seiner Frau und seinem Kind.
Ein Roadmovie der Extraklasse zum Geniessen und Nachdenken. Die erstklassigen Schauspielerund der tolle Soundtrack machen diesen Film zu Wim Wenders Meisterwerk.
Die Special Edition bietet ordentliches Zusatzmaterial; das Geld ist bestens angelegt
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Curesong., 19. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Paris, Texas (DVD)
Travis (Harry Dean Stanton) wird am Rande der texanischen Wüste von einem Arzt (Bernhard Wicki) gefunden. Er scheint Sprache und Gedächtnis verloren zu haben. Der Arzt benachrichtigt aufgrund einer Visitenkarte Travis' Bruder Walt (Dean Stockwell), der ihn mit sich nach Hause zu seiner Frau Anne (Aurore Clement) und Travis' Sohn Hunter (Hunter Carson) nimmt. Travis war mit Jane (Nastassja Kinski) verheiratet, bevor er vor vier Jahren verschwunden ist. Jane hat Hunter bei Walt und Anne gelassen und ist inzwischen ebenfalls verschwunden. Schließlich macht sich Travis zusammen mit Hunter auf, Jane zu suchen, die er in einer Art Peepshow findet.

Das ist im Prinzip die ganze Handlung und ich verrate damit auch nicht zuviel, weil man sie schon in der Produktbeschreibung nachlesen kann. Und für sowas dauert ein Film 139 Minuten? Es hat mich deswegen jahrelang abgeschreckt, diesen Film zu sehen. Der einzige Grund, warum ich ihn mir dann doch angesehen habe, war der von mir immer hoch geschätzte Harry Dean Stanton.

"Paris, Texas" kann man mit einem guten Song der Gruppe Cure vergleichen. Quälend und deprimierend langsam, aber man ist permanent gespannt, wie es denn weitergeht. Wo andere Filme Epik mit Langeweile verwechselnd, schafft Regisseur Wim Wenders seine opulenten Bilder in die Story zu verarbeiten und sie zu einer Metapher zur Travis jahrelangen Suche und Einsamkeit zu machen. Warum das so ist, erfährt der Zuschauer erst zum Schluss, als Travis Jane in der Peepshow findet.

Travis und Jane sind dabei durch einen Spiegel getrennt, wodurch Jane Travis zuerst nicht erkennt. Erst als Travis ihrer beider Geschichte Jane in der dritten Person erzählt, weiß sie, dass Travis hinter dem Spiegel ist.

Auch dieses letzte Viertel ist quälend langsam, doch ist es der emotionalste Moment des ganzen Films. Dabei musste Harry Dean Stanton einen sehr langen Text sprechen, denn es gibt hier kaum einen Schnitt. Ich habs mal nachgeprüft. Es gibt dabei eine Einstellung, die ziemlich genau 8:50 Minuten lang ist, aber keine Sekunde zu lang.

Für Harry Dean Stanton war dies unglaublich schwierig, erstens, weil dies für einen Filmschauspieler sowieso (im Gegensatz zu Bühnenschauspielern) äußerst unüblich ist und Stanton hatte bis dahin immer nur kleine Rollen gespielt, bei denen man sich nicht viel Text auf einmal merken musste. Wim Wenders zufolge (beim Audiokommentar) half Nastassja Kinski ihm 48 Stunden lang, den Text zu lernen und Stanton bestand darauf, diesen Text in einem zu sprechen, was zur Folge hatte, dass jedesmal, wenn Stanton sich versprach, die lange Szene komplett von vorne gedreht werden musste - für den Produzenten eine Horrorvorstellung wegen des "verschwendeten" Filmmaterials. Zum Schluss hatte dann Wenders noch die "Frechheit", mitten in Stantons Text auf Kinskis Gesicht zu schneiden und darauf zu bleiben, doch auch Stanton fand es besser, diesen Kniff anzuwenden, denn es war emotional besser, Jane/Kinkis Reaktion auf Travis'/Stantons Geschichte zu zeigen.

Ich weiß nicht, ob dieser Audiokommentar auch bei den anderen Ausgaben von "Paris, Texas" dabei ist, hier ist er es jedenfalls und ist äußerst aufschlussreich, ebenso wie ein Gespräch von Wim Wenders mit Roger Willemsen. Dabei lobt Wenders vor allem den Kameramann Robby Müller, wobei man eine Menge über Beleuchtung beim Film lernt.

Der Titel "Paris, Texas" bezieht sich übrigens auf ein verwahrlostes Stück Land, das Travis gekauft hat und das man im ganzen Film nur auf einem Foto von Travis sieht.
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Paris, Texas
Paris, Texas von Wim Wenders (DVD - 2006)
EUR 11,99
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