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106 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Februar 2006
"Allein", ein Film des Regisseurs Thomas Durchschlag, handelt von der etwa 20-25 Jahre alten (ein genaues Alter wird nie genannt) Studentin Maria. Diese leidet an einer Art psychischen Krankheit, welche Medizinern und Psychologen unter dem "Borderline-Syndrom" bekannt ist. So flüchtet sie sich stets in Exzesse aus Party, Alkohol und One-Night-Stands, ist auf der einen Seite unfähig sich einem anderen Menschen anzuvertrauen und fürchtet andererseits nichts mehr als das allein-sein. Gesteigert wird das ganze noch durch einen ständig vorhandenen Hass auf sich selbst, welcher sie sich selbst physisch verletzten lässt.
Der Film schafft es dabei sehr gut die Einsamkeit, unter welcher diese junge Frau zum einen leidet, von Anfang an dem Zuschauer zu vermitteln. So sieht man Maria gleich am Anfang zu traurig klingenden langsamen Klavier-Tönen in einem Buss sitzen und aus dem Fenster starren. In einer späteren Szene liegt sie zum Beispiel allein im Bett und knipst einfach nur die Nachttischlampe immer wieder an und aus.
Wenn sie allein in ihrer kleinen Mietswohnung ist, steht sie sozusagen vor dem Nichts, versucht entweder ihre einzige Freundin zu einer Unternehmung zu überreden, wendet sich an ihren doppelt so alten "Lover" (welchem sie aus materiellen Gründen, aus Labilität und wegen der Gesellschaft, die er ihr gibt verfallen zu sein scheint) oder betrinkt sich. Eines Tages lernt sie bei ihrem Nebenjob an der Universität jedoch einen jungen Studenten kennen und lernt diesen näher kennen. Doch der tiefergehende Kontakt mit ihm gestaltet sich vor dem Hintergrund ihrer Krankheit als schwierig...
Ich fand den Film dabei mit Lavinia Wilson perfekt besetzt. Diese wirkt einfach wie eine normale, durchschnittlich aussehende Studentin und macht diesen Film damit um so authentischer. "Allein" funktioniert nicht nur für Personen, welche mit der "Borderline-"-Krankheit vertraut oder davon betroffen sind, sondern könnte wohl auch ein Einblick in das Leben so mancher x-beliebiger Studentin bzw jungen Frau in einer Grosstadt sein. Das Betäuben der Sinne durch Alkohol in etwa oder die Einsamkeit ohne feste Beziehung sind sicherlich Themen, welche viele junge Menschen betreffen.
Ich kann diesen Film wirklich jedem (jungen) Menschen ans Herz legen. Schade, dass es immer gerade solche kleinen Meisterwerke sind, welche in "grossen Kinos" nicht gespielt werden und den Massenmarkt somit nicht erreichen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 3. Januar 2010
Wir alle kennen sie: Impulsivität, Stimmungsschwankungen, Gefühle der Einsamkeit, der inneren Zerrissenheit, der Leere, der Verlustangst und der Sehnsucht nach Nähe. Aber nicht alle erleben sie so intensiv wie Maria. Für Maria bekommen diese normalen Gefühle eine schier unerträgliche Intensität, dass sie versucht, sie zu unterdrücken: durch Alkohol- und Tablettenmissbrauch, durch Promiskuität oder durch Selbstverletzungen. Oder Maria lebt ihre Impulsivität aus und stößt damit ihren Mitmenschen vor den Kopf. Diese Symptome einer Borderline-Störung erlebt die Protagonistin Maria im Film "Allein". Als "gesunder" Mensch wird man diesen Verhaltensweisen vielleicht mit Unverständnis begegnen, doch gelingt es gerade dem Film größeres Verständnis dafür zu wecken, dass es sich hierbei um eine Krankheit handelt. Der Film ist äußerlich eher ruhig gehalten, Musik ist sehr spärlich eingesetzt - dafür geht es in der Protagonistin heiß her (was man als Zuschauer aber leider erahnen muss und nicht miterleben, nur mitansehen kann).
Lavinia Wilson verkörpert die Maria aus meiner (nicht betroffenen) Sicht überzeugend und beeindruckend. Das Titelbild der DVD jedoch ist meiner Meinung nach nicht wirklich ästhetisch und repräsentativ. Der Film selbst ist kein massenkompatibler Blockbuster und würde für mich eher unter die Kategorie "anspruchsvolle Kunst" fallen, was sich auch an der Machart und der Art und Weise, wie die Szenen geschnitten sind, und vor allen Dingen auch der gewagten ersten Szene sehen lässt.
Eine absolut empfehlenswerte Ergänzung stellt für mich das Zusatzmaterial der DVD und hier insbesondere das Interview mit dem Borderline-Spezialisten Prof. Dr. H.-C. Lammers dar, der Hintergründe zur Krankheit erläutert und dabei auch noch einmal Bezug auf den Film und die Protagonistin nimmt (von der miserablen Kameraführung und dem Riesenwackler wollen wir hier einfach einmal absehen...). Gerade in Kombination mit diesem Zusatzmaterial kann ich mir den Film auch als gut geeignet für Aufklärungs- und Unterrichtszwecke vorstellen.
Insgesamt ein nachdenklich machender Film, der eine etwas bedrückende Stimmung erzeugt, aber sehr lehrreich und bereichernd ist!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2012
Ich kann mich den kritischen Stimmen nicht anschließen, ich habe gestern den Film das erste Mal gesehen und muss sagen, was dort gezeigt wird gibt einen guten Einblick in das Krankheitsbild. Der Film zeigt eben EINE mögliche Ausprägung der Störung von Hunderten. Man muss bedenken jeder Borderliner ist anders bzw. die Schwerpunkte seiner Krankheit sind anders verteilt. So kann sich z.B.sein selbstzerstörerisches Verhalten anders zweigen als bei Maria in dem Film. Ich habe selber Borderline und in ein einigen Punkten unterschiedeit sich mein Krankheitsbild von dem der Filmfigur Maria, aber an sehr vielen Stellen habe ich mich total wiedererkannt, fast als würde man in den Spiegel schauen. Das hat mich so bewegt, dass ich an einigen Stellen sogar weinen musste. Es stimmt zwar das der Film an vielen Stellen Maria zeigt wie sie einfach nur ruhig ist und nachdenkt, aber man sieht gut, dass etwas in ihrem Kopf vor sich geht. Ich finde diese Stellen im Film sehr wichtig und sie sagen zum Teil mehr als 1000 Worte. Denn auch das ist ein Teil der zu der Krankheit gehört und wer wie ich selber Betroffen ist, oder sich halbwegs mit dem Störungsbild auskennt, wird gut nachvollziehen können was in dem Moment in Maria vorgeht.
Alles in allem ein sehr treffender Film der mich sehr bewegt hat. Ich würde Ihnen Betroffenen auf jeden Fall empfehlen, sowie Angehörigen und allen anderen Menschen, die einen Einblick in dieses Krakheitsbild bekommen möchten. Sehr empfehlen kann ich auch das Interview mit dem Borderline-Expreten!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2012
Äußerst gelungene Studie über die weit verbreitete Borderline-Störung...Junge Frau mit schwerer Kindheit schwankt ständig zwischen emotionalen Aufs und Abs hin-und her. Die innere Leere- unüberwindbar! Die Flucht- ständig wechselnde sexuelle Kontakte zu halbwegs Unbekannten, zur Bestrafung körperliche Wunden, selbst beigefügt.
Bis "Er" auftaucht, der smarte, liebe, nette Typ, der es ernst meint... Dem halbwegs gesunden Menschen scheint das
ideal, dem psychisch kranken Menschen macht es Angst.
Es gibt für die junge Frau nur das absolute Anklammern oder die absolute Destruktion. Dazwischen gibt es nur Leere und bodenlose Einsamkeit.
Natürlich ist der normale, psychisch gesunde Traumprinz überfordert...
Was kann da kommen?
Hervorragend gespielt von Lavinia Wilson (zerbrechlich und schräg) und Maximilian Brückner (süß,rein und ahnungslos).
Ein 90Minuten-Film kann keine ausgelotete Studie leisten, dennoch schafft es der Film in wunderbar leisen Tönen ein großes Drama zu zeigen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2009
Ein meines Erachtens guter Film ist "Allein", der viele mögliche Facetten der Borderline-Persönlichkeitsstörung sehr authentisch darstellt, ohne das Kind jedoch direkt beim Namen zu nennen. Letzteres ist etwas, das ich dem Film hoch anrechne, denn Borderline kann nicht unter Diesem und Jenem zusammengefasst werden, sondern fächert sich unglaublich breit.

So äußert sich im Film die chaotische Innenwelt der Studentin Maria in einem Mix aus Drogen- und Alkoholexzessen, selbstverletzendem Verhalten und oft wechselnden Sex-Beziehungen aus der breiten Palette der möglichen destruktiven Verhaltensweisen.
Der Film versteht es, den Zuschauer gekonnt mit Musik und Bild nah an die Gefühlslagen der Schauspielerin heranzuführen. Sehe ich den Film, bekomme ich schon nach wenigen Minuten das Gefühl, ebenfalls "Allein" zu sein.
Beim Ansehen des Films wird der Zuschauer auf eine Gedankenstimme von Maria vergeblich warten, um die Handlungsmotive zu verstehen - ebenfalls gut, denn die Erfahrung zeigt, dass Betroffene sich über Gefühle und Motive oft selbst nicht im klaren sind.

Unbedingt erwähnenswert ist daher das Zusatzmaterial, in dem erklärt wird, was Borderline eigentlich ist. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte und sich beim Anschauen des Films "Warum...?" fragt, der ist auf jeden Fall gut beraten, sich das Bonusmaterial auf der DVD anzusehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. April 2013
Sehr gut gemachter Film. Schildert sehr glaubwürdig das Leben einer Borderlinerin. Die Hauptdarstellerin sollte für Ihre Leistung den Oscar bekommen.

Das Interview im Anhang ist ebenfalls sehr aufschlussreich für Leute, die sich für das Thema Borderline-Störung interessieren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. März 2012
dieser film hat mich sehr berührt, da ich eine freundin habe, die einen teil dieser strukturen aufweist. besonders der dialog in dem film, wo maria ihrem freund versucht zu erklären, was mit ihr los ist, das SIE nicht gut genug für ihn ist, das er anders sei, als die anderen, das sie alles versucht hat aber nicht vertrauen kann - genau diesen dialog kenne ich aus meiner freundschaft mit ihr. ich hab selten so viele taschentücher verbraucht, dieser film ging mir sehr nahe und hat mich viel verstehen lassen, was mich zuvor "geschreckt" hat. leider ist sie auch vor mir weggelaufen.... aber in meinem herzen wird sie immer sein! danke für diesen wundervollen film!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2013
Sehr gut dargestellter Film. Lavinia Wilson spielt so authentisch, dass man öfters richtig mit fühlen kann... die Schmerzen, aber auch die Freude. Es ist interessant, wie eine Krankheit von anderen wahr genommen wird. Wie Menschen mit ihr umgehen, die darüber wissen.
Ich denke, dass es kein Dokumentarfilm in dem Sinn ist, da sich solch eine Krankheit ja verschieden äußert. Es ist ein Beispiel, wie es ablaufen kann.
Für Angehörige und Bekannte ist das Interview sehr aufschlussreich. Wobei man dazu sagen muss, es ist wie bei allem... man muss sich darauf einlassen und sich auch mit dem Thema befassen wollen. Ansonsten kommt nichts an.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Februar 2012
Der Film hat mich als Betroffene sehr bewegt, auch wenn er technisch und filmisch sicher nicht der Beste ist. Deshalb nur vier Punkte. Ist nun mal kein Couchkino, sondern drastisch wie die psychische Störung (angelehnt an die Borderlinestörung)dargestellt wird. Lavinia Wilson ist natürlich sehr sehenswert. Lohnenswert war es für mich in jedem Fall, selbst ohne ganz dieselben Erfahrungen zu haben wie die Protagonistin. Durch den Blick von außen konnte ich die, die mir am nächsten sind, besser verstehen. Wie er für Angehörige und Menschen ohne Bezug dazu rüberkommt, kann ich nicht beurteilen.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juni 2007
Ich verstehe nicht die herausragenden Rezensionen! Ich bin selbst Betroffene und kenne auch einige andere. Borderliner leben viel in ihrer Gefühls- und Gedankenwelt. Ich hätte mir gewünscht das man in Form von einer Stimme die Gedankenwelt der Protagonistin kennenlernt. Das fehlt mir hier!

Das ist auch Grund zwei Sterne abzuziehen!

Gut finde ich den hervorragenden Bericht nach dem Film!

Sehr aufschlussreich für Betroffene und Angehörige!
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