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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Urkomische Treibjagd durch die Betten Venedigs
Giacomo Casanova, ständig verschuldeter Grande und jugendlicher Heißsporn, hat mit seinen Verführungskünsten schon derart vielen jungen Damen aus Venedigs tadelloser Gesellschaft des Kostbarsten beraubt, dass die Obrigkeit in arge Nöte gerät, das Weibsvolk ihm sehnsüchtig nachjauchzt und die Venezianer ihn kurzerhand zur Legende...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 von Chilischote

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spritzige Screwball-Komödie im Stile der 40iger Jahre
Ok Ok... wer einen ernsthaften Film im Stile einer Biografie erwartet, wird hier Bauchlandung erleiden. Und wer ein verkapptes Erotikfilmchen erwartet wird genauso auf die Nase fallen.
Dennoch hat mich der Film durchaus überzeugen können. Wer - wie ich - ein Faible für die Screwball-Komödien der 40iger Jahre (Spencer Tracy, Gary Crant & Co) hat,...
Veröffentlicht am 17. November 2007 von Daisy


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Urkomische Treibjagd durch die Betten Venedigs, 28. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Giacomo Casanova, ständig verschuldeter Grande und jugendlicher Heißsporn, hat mit seinen Verführungskünsten schon derart vielen jungen Damen aus Venedigs tadelloser Gesellschaft des Kostbarsten beraubt, dass die Obrigkeit in arge Nöte gerät, das Weibsvolk ihm sehnsüchtig nachjauchzt und die Venezianer ihn kurzerhand zur Legende verklären. Als Casanova in einem Nonnenkonvent auf frischer Tat ertappt wird, soll nun Schluss sein mit der zügellosen Lebensweise: Er soll, darf, muss heiraten. Autsch. Auf der Suche nach einer passenden Frau fällt sein Auge ausgerechnet auf die junge Francesca, eine bezaubernde intellektuelle Freidenkerin, deren Hand leider schon des schnöden Mammons willens anderweitig versprochen wurde und deren größtes Feindbild ein Unhold namens Casanova verkörpert. Die Zeit eilt, denn Casanovas Untaten haben sich herumgesprochen und die heilige Inquisition naht mit wehenden Bannern aus Rom heran, um den verdorbenen Schurken seiner verdienten Strafe zuzuführen. Halleluja!

Inmitten des grandios inszenierten und farbenprächtig ausstaffierten venezianischen Flairs erwacht mit "Casanova" ein blendend arrangiertes Spektakel von geistreichen Spiegelfechtereien, raffinierten Verwechslungskomödien und kreuzfidelen Wortwechseln zum Leben. Wunderbar durchdacht, offenbart dieses goldige Filmchen überraschend viel Substanz, wobei jeder Akteur zwar auf die Schippe aber auch durchaus ernst genommen wird. Die Charaktere sind liebevoll im Glanze des unsterblichen Edelliebhabers weilend gezeichnet und in ihrer überspitzten Skurrilität so wunderbar originell und karikiert gelungen, dass man sich schon beim Ansehen derselben kaum ein Schmunzeln verkneifen kann. Eine locker-flockige höchst amüsante Geschichte voller Romantik, sprühendem Humor und kleinen aber feinen Wahrheiten lassen über die bisweilen zu harmlos und leichtfüßig ausfallende Verfilmung großzügig hinwegsehen und runden einen Filmspass eigener Art ab.

Fazit:

Fantastico! Einfach köstlich - wie eine Süßspeise von der man weiß, dass sie nicht unbedingt gut für die Figur ist, die aber zu deliziös schmeckt, um schnöde verschmäht zu werden. 3,5 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ewige Verdammnis für eine Nacht mit Casanova ..., 14. August 2008
Von 
Daggi - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
... nähme ich doch gerne in Kauf ...

Venedig 1753. Giacomo Casanova ist in aller Munde - Straßenschausteller spielen das nach, was man sich in Venedig so über den Herzensbrecher erzählt ... "Bin ich die Einzige für dich?" - "Du bist die Einzige" (für einen Tag zumindest).

"Ein solcher Mensch muss zutiefst verhaltensgestört sein. Das, was er für Liebe hält, ist in Wahrheit Narzissmus" - das ist die Einschätzung von Francesca Bruni, in die sich unser Frauenheld unsterblich verliebt. Francesa ist eine aufgeschlossene, selbständig denkende, junge Frau, die sich gegen die Heirat mit einem Genueser Kaufmann heftig sträubt. Heimlich veröffentlicht sie sogar Pamphlete unter dem Pseudonym Bernardo Guardi, was ihr später noch zum Verhängnis werden soll. Sie wird von der Inquisition als Ketzerin verfolgt ...

Die Handlung ist äußert turbulent, es geht drunter und drüber und es bleibt kein Auge trocken. Die Dialoge sind hinreißend, die Venezianische Kulisse einmalig! Das ist kein Film, den man sich nur einmal ankuckt, sondern diesen Genuss muss man sich mehrfach zu Gemüte führen. Ich denke, dass auch erst dann diese vielen wunderbaren Details sich einprägen können ... Kostüme, Kulisse, Hintergund etc. Auch der Soundtrack ist erwähnenswert - ausschließlich klassische Musik aus dieser Zeit z.B. von Vivaldi, Albinoni, Telemann, Händel, um nur die bekanntesten zu nennen.

"Chocolat"-Regisseur Lasse Hallström bringt diesen Film mit wunderbar leichter Hand und hervorragenden Schauspielern auf die Leinwand. Allen voran Heath Ledger (der eh mein ausgesprochener Liebling ist bzw. war), dicht gefolgt von Sienna Miller, die die Francesca einfach klasse spielt, Lena Olin, die ich in der Rolle der Mutter köstlich finde, aber auch Natalie Dormer als Victoria finde ich herausragend - eine vielversprechende junge Schauspielerin! Sehenswert auch Oliver Platt als Fettkloß "Paprizzio". Bei dem Dogen (gespielt von Tim McInnerny) fühle ich mich ein wenig erinnert an Monty Python-Darsteller John Cleese - ihm sitzt auch der Schalk in den Augen.

Casanova verrät dem Bruder von Francesca sein Geheimnis der Liebe: "Seid die Flamme und nicht die Motte!" Man muss es also wert sein, geliebt zu werden und darf nicht Trübsal blasen, wenn man geliebt werden will...
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich kein guter Film - aber gut gemacht und macht Spaß, 4. Oktober 2009
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Der Film hat nichts mit dem Leben des Casanova zu tun. Er soll keine - nichtmal erfundene - Biographie oder Personenzeichnung sein. Erzählt wird eine völlig frei erfundene Geschichte, die man eben der Figur des Casanova zuordnet - es hätte aber auch einfach irgendein Adeliger dieser Zeit (oder einer anderen Zeit sein können). Casanova soll nach Willen des Dogen heiraten und sucht sich eine dafür geeignete Tochter aus besserem Hause. Gleichzeitig verliebt er sich aber in eine Frauenrechtlerin der damaligen Zeit. Diese wiederum soll einen fetten Kaufmann aus Genua heiraten, will aber nicht. Casanova gibt sich zeitweilig als dieser Kaufmann aus, weil die Angebetete den eigentlichen Casanova verachtet... Es entwickelt sich ein Verwechslungsspiel mit spritzigen Dialogen und schnell gespielten Szenen, die an eine italienische Comedia dell'arte erinnern.

Drei Dinge finde ich an diesem Film ziemlich misslungen, weswegen ich ihn eigentlich nicht gut finde:
* Die Verbindung der Casanova-Figur mit der Geschichte ist sehr zufällig. Die Geschichte könnte auch im New York der heutigen Zeit spielen. Das ist nicht überzeugend.
* Alle Figuren agieren dementsprechend auch wahnsinnig modern (in ihren Ansichten, ihrer Wortwahl, etc). Das passt nicht zur Kulisse.
* Casanova agiert in keiner Weise überzeugend verführerisch. Er ist einfach da und die Mädels schmelzen ausnahmslos dahin. Es wird kein Versuch unternommen, das durch besonders elegantes, geistreiches, wie auch immer Benehmen zu illustrieren.

So misslingt der Film eigentlich in zentralen Punkten. Gleichzeitig aber ist er handwerklich sehr gut gemacht. Die Fotografie von Venedig ist sehr schön, die Kulissen beeindruckend. Die Ausstattung ist auf höchstem Niveau und die Schauspieler agieren vielleicht nicht auf höchstem Niveau, aber doch mit viel Spaß. So ist es alles in allem eine sehr nette Unterhaltung für einen Sonntag nachmittag (für Samstag abend ist es schon wieder ein wenig dünn).
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Casanovas Mantel- und Degenmärchen, 7. Januar 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Casanova im Film...bemerkenswert vor allem die Fellini Variante mit Donald Sutherland, dort erscheint der Frauenschwarm als tragikomischer Held, der aufgrund seiner Rolle zum Opfer eines selbstauferlegten sexuellen Leistungsdrucks wird. Zwischen Mitleid und Demaskierung schwankend und genauso erscheint er auch in "Flucht nach Varennes" als alternder Zausel, herrlich gespielt von einem überdosiert geschminktem Marcello Mastroianni.
Ein attraktiver Casanova war aber Fehlanzeige oder aber nicht gut genug, um im Gedächtnis zu bleiben.
Lasse Hallström, schwedischer Regisseur der Filme "ABBA-The Movie" oder "Mein Leben als Hund", der in Hollywood eine Chance bekam und sie mit Blockbustern wie "Gottes Werk und Teufels Beitrag" oder "Chocolat" bestens nutzte, realisierte 2005 einen weiteren Beitrag zu Casanova. Für die Titelrolle wurde der attraktive Heath Ledger verpflichtet und ich habe angesichts der Regie zuerst eher eine werkgetreue Verfilmung vermutet und auch erwartet.
Weit gefehlt, zwar kommen viele Ereignisse im Film wohl tatsächlich im Leben des Giacomo Casanova vor, aber Hallström geht ganz andere Wege und inszeniert seinen flotten Film als eine Hommage an die temperamentvollen Mantel- und Degenfilme der 50er und 60er, vor allem an "Cartouche, der Bandit" oder "Fanfan, der Husar" erinnert das bildgewaltige farbenprächtige Spektakel.
Ein wunderschönes Venedig um 1750 lässt der Film auferstehen, alles spielt sich in prächtiger Rokoko-Kulisse ab, teilweise wird der Stil Commedia dell'arte nachgeahmt, so wird auch vor Übertreibungen nicht Halt gemacht. Allerdings macht der Film dies auf so charmante Art, dass man dem respektvollen Treiben schmunzelnd applaudiert.
Wie schon in "Ritter aus Leidenschaft" ein weiterer Historienfilm mit Heath Ledger, der zwar weniger wegen der Authentizität und Ernsthaftigkeit, dafür aber durch einen sehr hohen Spassfaktor und einer durchweg sympathischen Selbstironie punkten kann.
Neben Heath Ledger, der wieder einmal zu 100 % überzeugen konnte, spielen Jeremy Irons, Siena Miller (Layer Cake), Lena Olin, Oliver Platt und Charlie Cox (Der Sternwanderer).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer geliebt sein möchte, muss es wert sein geliebt zu werden. Casanova war es., 13. April 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Wer war Casanova?

Der in Venedig geborene Schriftsteller und Abenteuer Giacomo Casanova( 1725-1798) führte nach seinem Theologie- und Jurastudium in Padua ein Wanderleben, bereiste als Diplomat ganz Europa und stand in Verbindung mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten, wie Voltaire und Friedrich dem Großen. Er wurde 1755 in Venedig wegen Atheismus eingekerkert aber es gelang ihm die Flucht aus den Bleikammern. Ab 1785 war er Bibliothekar des Grafen Waldstein auf Schloss Dux in Böhmen. Dort schrieb er seine sechsbändigen Memoiren in französischer Sprache. " Histoire de ma vie". Die Memoiren gehören zu den kulturgeschichtlich bedeutendsten Quellenwerken des 18. Jahrhunderts, nicht zuletzt weil Casanova ein ausgezeichneter Beobachter und Menschenkenner war und großes Erzähltalent besaß. Er hinterließ neben einem utopischen Roman auch historische, mathematische und satirische Schriften. Legendär war er als galanter Liebhaber in der galanten Zeit des Rokoko. Wie kein zweiter vermochte er Frauen zu amüsieren und sie durch seinen unnachahmlichen Charme zu verführen. Er war der Held der Betten.

Der schöne, geballte Erotik ausstrahlende Heath Ledger spielt im vorliegenden Film die Rolle des Frauenlieblings, in dem allerdings nicht Casanovas Leben erzählt wird, sondern man die Frage beantwortet, welche Frau das Herz dieses Herzensbrechers hätte so entzünden können, dass sich seine Liebe nur noch auf diese einzige Frau konzentriert hätte.

Bewusst habe ich meiner Filmbesprechung eine kurze Beschreibung Casanovas Lebens vorangestellt, um zu verdeutlichen, dass nur die Frau, die der Drehbuchautor kreiert hat, tatsächlich für ihn überzeugend gewesen wäre. Eine schöne, mutige Intellektuelle, eine Frauenrechtlerin mit naturwissenschaftlichen Interessen. Genau eine solche Frau wäre ihm ebenbürtig gewesen und hätte ihn nachhaltig zu faszinieren vermocht, eine Frau, die all seine Sinne reizte, gleichwohl aber seinen hohen Intellekt befriedigt hätte.

Ich möchte gezielt nicht die Filmhandlung verraten, um den Genuss nicht zu mindern. Soviel nur: Erzählt wird die turbulente Liebesgeschichte zwischen Casanova und Francesca Bruni (Sienna Miller), der Frau, die genau diese Attribute besitzt.
Casanova ist auf der Suche nach der vollkommenen Erfahrung, wie er zu Beginn des Films sagt. Er weiß, dass Trübsal unattraktiv macht. Der Charmeur ist es nie, ist stattdessen immer kurzweilig und gutgelaunt, versteht es witzig den Hof zu machen. Das mögen die Frauen.

Sein Credo ist: Wer geliebt werden möchte, muss es wert sein geliebt zu werden. Casanova ist es, denn er will nicht erobern, wie er sagt, sondern sich der Liebe unterwerfen. Er strebt nicht nach Ruhm, sondern sucht immer wieder den Augenblick, der eine Ewigkeit währt.

Der Film ist ein Fest für die Augen. Bilder Venedigs, des Markusplatzes, Feuerwerke, Maskenbälle in illuminierten, prachtvoll ausgestatteten Räumen, Kerzenlicht, Kostüme, auferstandenes Rokoko, dazu Musik von Vivaldi und eine schwebende Montgolfiere über der Lagunenstadt. Thematisiert werden auch die Schattenseiten, die Doppelmoral, das Treiben der Kirchenfürsten, die Inquisition, doch diese Abgründe verblassen gottlob aufgrund der unwiderstehlichen Darstellung, der Momente, die vermeintlich eine Ewigkeit andauern.

Was ist Glück? Von Casanova geliebt zu werden? Maybe.

Ein toller Film!
Empfehlenswert!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The music is one of the actors, 8. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
As the movie opens we approach Casanova from behind as he is about to reveal a story that is not his to tell. Based loosely on the known history of Casanova this play takes place and is filmed in Venice. It is one of those farces of mistaken identity and opportunity.

Everyone did an excellent portray of the characters and the time. However I must say I was very much taken by Victoria (Natalie Dormer) the Genoa virgin. I wonder how she makes her nostrils flair like that. And that was a cute scene when she broke the wooden bridge that was made just for that scene.

Aside from the great music, much of it original, there are some beautiful panoramas and sunsets. And for those that like adventure or S and M you will not be disappointed. There is even a scene with a real swinger.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine nette Komödie...., 4. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
ich war von dem Film positiv überrascht. Wer eine schöne Komödie vor einem prachtvollen opulenten Hintergrund sucht liegt mit dieser Verfilmung absolut richtig. Allerdings empfehle ich den Film auf Englisch zu schauen - da viel Wortwitz in der deutschen Synchronisation wegfällt. Denn Vorwurf nicht historisch fundiert zu sein halte ich für abwegig - wer erwartet von einer Komödie über Casanova eine biographisch 100 Prozentige Wirklichkeitstreue. Ich glaube kaum, dass der Regisseur diesen Anspruch hatte. Sei es drum. Für diese Komödie vor historischem Hintergrund gibt es 4 Sterne. Nicht zuletzt wegen der schönen Schauspielerei -man merkt dem Film an, dass hier mit einer wahren "spielfreude" gedreht wurde. Mir wurde ein amüsanter Filmeabend geboten.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amüsante, gelungene Lovestory, 7. Juni 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Ich bin von "Casanova" begeistert. Nicht nur Heath Ledger in der Hauptrolle überzeugt mit seinem Charme, auch die Nebendarsteller sind sehr gut besetzt und zaubern einem ein Schmunzeln ins Gesicht.

Die Story ist etwas überzogen und ein bisschen albern, aber sie nimmt eben den Casanova-Mythos auf`s Korn und man sollte den Plot daher nicht all zu ernst nehmen. Die Dialoge sind herrlich witzig und der Schluss bietet eine überraschende Wendung!

Alles in allem ist "Casanova" eine amüsante, unterhaltsame Lovestory, die mit dem Mythos Casanova spielt, was durchaus gelungen ist!!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spritzige Screwball-Komödie im Stile der 40iger Jahre, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Ok Ok... wer einen ernsthaften Film im Stile einer Biografie erwartet, wird hier Bauchlandung erleiden. Und wer ein verkapptes Erotikfilmchen erwartet wird genauso auf die Nase fallen.
Dennoch hat mich der Film durchaus überzeugen können. Wer - wie ich - ein Faible für die Screwball-Komödien der 40iger Jahre (Spencer Tracy, Gary Crant & Co) hat, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Eine rasant erzählte Verwechslungs,- Liebeskomödie mit dem Tiefgang einer Pfütze und einem hübschen Heath Ledger. Aber vielleicht ist meine Bewertung auch nicht wirklich objektiv, weil ich sowohl für Heath Ledger als auch für Venedig wirklich viel übrig habe *zwinker*
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele gute Zutaten, enttäuschendes Menü, 14. Oktober 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Casanova (DVD)
Heath Ledger, Jeremy Irons, Lasse Hallström ("Gottes Werk und Teufels Beitrag"), Venedig und Casanova, gute fünf Argumente sich diesen Film anzusehen. Ich wollte diesen Film wirklich mögen, doch ach, es sollte nicht sein.
Eingezwängt in eine unoriginelle Rahmenhandlung erzählt der gealterte Casanova (ist es wirklich Casanova?) von seiner einzigen wahren Liebe. Als Kind wird Casanova von seiner Mutter verlassen (haben wir da schon -vulgärpsychologisch- die Motivation für seine spätere "Liebesbedürftigkeit"?). Als junger Mann (Heath Ledger) muss er in Venedig vor der Inquisitition flüchten (es ist keine besonders pfiffige Idee, seinen Liebesabenteuern in einem Nonnenkloster nachzugehen) und begegnet an der Universität der als Mann verkleideten Francesca Bruni (Sienna Miller), die unter männlichem Pseudonym aufklärerische Schriften herausgibt. Zwischenzeitlich macht er sich auf Brautsuche, um den Dogen zu beruhigen und bringt im Handumdrehen einen feurigen jungen Mann gegen sich auf. Das Tempo steigert sich allmählich, als der päpstliche Abgesandte (Jeremy Irons mit unvorteilhafter Perücke, wer erinnert sich nicht an den Monty-Python-Klassiker "I didn`t expect the Spanish Inquisition"?) und Francescas Verlobter (Oliver Platt) auftauchen. Natürlich ist Casanova inzwischen hemmungslos für Francesca entflammt, die noch ein weiteres Mal wenig glaubwürdig in Männersachen auftaucht.
Intrigen hier, Kampf- und Fluchtszenen dort, ein paar jugendfreie Liebesszenen, ein wunderschön fotografiertes Venedig. Besonders schön der Höhepunkt, als ein Heißluftballon Casanova (vorübergehend) zur Flucht verhilft. Die Geschichte beruht kaum auf dem Leben Casanovas, das Drehbuch weiß nicht zu überraschen. Am interessantesten ist noch die sarkastische Szene, in der Irons einer potentiellen Zeugin im Prozess gegen Casanova versichert, nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihre (vermeintlich verlorene) Jungfräulichkeit wiederherstellen zu können, denn "wir sind die Kirche". Horch, horch, kommt hier der lang vermisste Anspruch? Nein, danach flachen die Dialoge wieder gnadenlos ab. Sogar der von der Inquisition gefolterte Platt taucht quietschvergnügt kurz darauf auf einem Maskenball auf. Hm! Lena Olin ist der einsame Rettungsanker des verkorksten MTV-Historienspektakels: Es hatte schon etwas Anrührendes, wie sie sich als Francescas Mutter um die finanzielle Zukunft der Familie sorgt und sich (scheinbar) in den falschen Mann verliebt. Mr. Irons muss leider sehr unter seinen Möglichkeiten bleiben, Oliver Platt sehe ich zwar immer wieder gern, aber die Figur des unverhofften Freundes steckt voller Filmklischees. Wer schon Stephen Hereks 1993er Adaption der "Drei Musketiere" mochte, ist mit diesem Film gut bedient. Veredelt wird der Film von Vivaldis unverwüstlichem Mandolinenkonzert.

Die DVD verfügt über einen Audiokommentar von Lasse Hallström, ein Making of, eine erweiterte Szene, Ansichten von Venedig und ein Feature über das Kostümdesign, das mich weitaus mehr interessierte als der Hauptfilm (alle Extras deutsch untertitelt).
Während ich dies niederschreibe, verblassen schon die Erinnerungen an den Film. Die türkische Fassung mit holländischen Untertiteln ist irgendwie witziger.
Fazit: Visuell opulent, dramaturgisch mau, Darsteller meist unterfordert. Schade, schade, schade!
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Casanova
Casanova von Lasse Hallström (DVD - 2006)
EUR 6,99
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