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Kundenrezensionen

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am 30. Mai 2015
'Zweitklassige Trickaufnahmen, viele hilflose Phrasen, törichte Gesamtgestaltung.' So steht es im Handbuch der katholischen Filmkritik. Kann man das so stehen lassen?

B-Film-Meister Jack Arnold schuf mit diesem Werk einen enorm unterhaltsamen Klassiker des Science-Fiction-Films meiner Kindertage. Der Ideenreichtum, die gelungenen Tricks, das gigantische Dekor und das intelligente, metaphysische Ende sorgen für beste Unterhaltung. Ich finde heute sogar, dass der Film auch in die A-Liga hätte gelangen können. Man denke nur an die Dialogszene im Auto mit dem Ehering, hätte es nur davon mehr gegeben. Einfach großes Kino.

Mehr möchte ich über diesen doch sehr bekannten Film nicht vom Inhalt nicht schreiben und mich auf die Bluray Veröffentlichung konzentrieren. Lohnt sich ein Neukauf auf HD?

Beim Abspielen der ersten Minuten wurde ich richtig enttäuscht, kein Unterschied zur DVD-Fassung. Die Körnung stark, einige wenige Szenen (im Auto) wirkten im linken Bildrand sogar recht unscharf, als wenn der Film beim Digitalisieren nicht Plan auflag.
Das konnte doch nicht sein, Profis wissen doch, wie man alte Filme richtig auf BD bringt, ich denke da an 'Mit Schirm, Charme und Melone' oder die großartige Reihe 'The Twilight Zone', die so gut auf BD gezogen wurde, als wenn die 50-60er Filme aus dem letzten Jahr stammen.

Zum Glück gibt es dann wieder Material, das einer BD würdig ist. Es ist also sehr schwankend, ich würde grob sagen wollen: Alle Szenen draußen mit Sonnenlicht gefilmt sind grob körnig und nicht sehr detailreich, alle Studioszenen sind wunderbar in HD zu betrachten.
Mit dem HD-Transfer entlarven sich nun noch schneller alle Rückpro-Effektszenen aus dem Jahr 1957. Was würde Jack Arnold nur mit der heutigen Technik alles an fantastischen Geschichten erzählen können?

Ich habe heute nochmals meine DVD von 2006 (mit dem 3D Cover) hervorgeholt und verglichen. Als Erstes fällt auf, das das HD-Bild etwas breiter ist, die DVD besitzt genau ein 16:9 Bildformat, die Bluray Fassung zeigt noch etwas mehr links und rechts vom Bild ' besitzt dafür oben und unten wenige Pixel einen schwarzen Rand. Auffällig ist auch der bessere Kontrast der Bluray, er erzeugt optisch manchmal mehr Bildschärfe, obwohl kaum mehr Details in den technisch schlechteren Szenen zu erkennen sind.
Dafür besitzt die DVD mehr Sprachversionen: zusätzlich Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch.

Die Bluray kommt mit einem Interview über den Film mit J. Arnold, zwei kurze Super 8 Fassungen, Trailer und einer kleinen Bildergalerie mit Werbematerial. Auch kann man beim deutschen Ton eine überarbeitete Sprachfassung anwählen, hier erzählt die Off-Stimme noch einige wenige Sätze zusätzlich.

Hat sich nun diese HD-Fassung gelohnt? Ich meine ja, man muss wohl davon ausgehen, dass kein besseres Ausgangsmaterial zur Verfügung stand und man diese schwankende Filmqualität einfach hinnehmen muss. Danke also Koch Media für diese Bluray.
Was ist wohl aus dem schrumpfenden Scott Carey geworden? Ist er weiter auf Atomgröße geschrumpft? Befreit in einer völlig neuen Welt von spießbürgerlichen Spott, Mitleid und Sensationsgier geleiteten Mitmenschen? Der Film schreit gerade zu zu einer intelligenten Fortsetzung, leider nicht mehr vom großen Meister der B-Filme mehr realisierbar.
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am 26. September 2006
Zur Story möchte ich hier nicht zu viele Angaben machen, die dürfte ja hinreichend bekannt sein: Mann schrumpft, findet sich - manchmal komisch, manchmal heroisch - in seiner immer weiter wuchernden Umwelt zurück. Erstaunlich ist die philosophische Note in diesem Film mit dem transzendierenden Antihelden. Was passiert mit ihm, wenn er immer weiter schrumpft? Lebt er weiter in einem Mikrokosmos oder schrumpft er zu einem Nichts? Ein tiefsinniges und intelligentes Meisterwerk, und das ausgerechnet von einem Filmemacher der als King of the B-Pictures bekannt ist. Trotz der antiquierten Umsetzung wirkt das Ganze nie lächerlich und ist spannend erzählt. Soviel zum Film selbst.

Zum Hickhack um das Format: Ich sehe gerne alte Filme bei Revivals im Kino, so auch diesen, und er ist NICHT in Widescreen (wie sollte er auch, hat's ja nicht mal für Farbe gereicht). Allerdings wurde in den 50er Jahren, als CinemaScope auf dem Vormarsch war, die Bildkomposition immer so ausgerichtet, dass man Vollbild durch sogenanntes 'Matting' als Breitbild aufführen konnte, was einfach prestigeträchtiger war. Man blockte einfach, wie beim Letterboxing, am Projektor oder in der Apertur (dem Loch zwischen Projektionsraum und Kinosaal) oben und unten etwas vom Bild aus und erhielt so Formate von 1,66:1 , 1,85:1 oder bei Material mit höherer Auflösung wie Schwarzweiss oder VistaVision, sogar 2:1. Echtes Widescreen war das alles nicht, aber wie gesagt, es machte mehr her als Standardformat. Hoffentlich ist damit einiges geklärt.
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am 4. Februar 2015
°°°

Diese DVD stand schon lange auf meiner Einkaufsliste - endlich habe ich sie mir gegönnt und per Premiumversand hier bei amazon bestellt!

°°°

Ich habe den Film im Alter von 7/8 Jahren zum ersten Mal geschaut. Wie es zur Schrumpfung kam, konnte ich mich bis heute nicht mehr so recht entsinnen. Doch etliche Keller-Szenen brannten sich tief in mein Gehirn ein. Wie z.B.:

- die Mäusefalle-Szene
- die Überflutung des Kellers
- das Hochkraxeln einer Holzkiste
- und natürlich der schaurige Kampf gegen eine Spinne

DVD:
Die Bildqualität hatte ich mir wesentlich schlechter vorgestellt. Doch das Bild (Format 16:9, 1.78:1) des s/w Films bietet einen schönen Kontrast und eine detailreiche Schärfe.

Sämtlich Tonformate sind in Mono: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch (Voice Over) - deutsche Untertitel sind vorhanden. Zwar schaue ich mir den Film lieber im englischem Originalton an, doch die deutsche Synchronisation braucht sich nicht zu verstecken, sie ist einfach erhaben gut!

Egal ob man nun groß oder klein ist, Bonusmaterial sucht man hier leider vergeblich. Man hätte doch wenigstens das Feature "Die Retrospektive von Jack Arnold" dieser DVD mitgeben können, oder?

Ein Wendecover ohne den nervigen FSK-Flatschen ist jedoch vorhanden, Supi!

BEWERTUNG:
5 phantastische Sterne! Klar, der Film aus dem Jahre 1957, um den schrumpfenden Scott Carey (Grant Williams 1931-1985) ist wissenschaftlich gesehen Nonsens, doch Regisseur Jack Arnold (1912-1992) ist es wahrlich gelungen, seinem Film einen herzergreifenden Erzählton zu verpassen, sodaß man die wissenschaftlichen Aspekte beiseite schiebt und in Scotts Gefühlswelt eintauchen kann. Stets von der Hoffnung beseelt, daß es letztendlich eine gute Wendung gibt.

FAZIT:
DIE UNGLAUBLICHE GESCHICHTE DES MR. C gehört mit zu den Filmen, die man als Kind in zitternder Erregung gesehen hat, und sich nun in das kuschelige Wohnzimmer zurückholen kann!
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am 16. April 2006
Scott Carey ist der Durchschnittsamerikaner, wie er glücklicher nicht sein könnte: verheiratet, gutsituiert, zufrieden. Doch während des Urlaubs am Meer wird er von einem glitzernden Nebel heimgesucht. Was anfänglich nur nach ein bißchen Glitter auf der Haut aussieht, zeigt bald andere, weniger glamouröse Effekte. Die Kleidungsstücke passen bald nicht mehr, die Frau scheint größer zu werden und die Möbel werden unpraktikabel - Scott beginnt unaufhaltsam zu schrumpfen.
Jack Arnold, der Klassiker wie *Tarantula*, *Gefahr aus dem Weltall* oder *Der Schrecken des Amazonas* inszeniert hat, legt mit diesem Gegenentwurf zum typischen Big-Bug-Movie sein Meisterstück vor. Daran ist einerseits sicherlich die exquisite Tricktechnik verantwortlich; selbst heutzutage verblüffen etliche Aufnahmen, die nur selten als Einsatz des Blue-Screen-Verfahrens identifizierbar sind. Was aber den Film wirklich außergewöhnlich macht, ist die für Arnold typische ausgefeilte Charakterisierung des Dilemmas, dem Carey ausgesetzt ist. Unvergeßlich ist hier der Schlußsatz des letzten Monologs, der eine wunderbare Hoffnung in sich trägt.
Die DVD ist in Bild und Ton zufriedenstellend, ohne daß außergewöhnliche Restaurierungsbestrebungen bemerkbar wären. Man ist ja schon froh, daß kein dümmlicher 5.1 Upmix auf die Tonspur gepreßt wurde. Die Ausstattung ist arg spärlich für einen derartigen Klassiker, das eine oder andere Extra wären den Archiven von Universal sicher noch zu entlocken gewesen. So sind selbst die Menüs sehr spartanisch angelegt.
Dennoch sollte dies niemanden von einem Kauf abhalten.
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am 28. Februar 2016
...wer hat den Film als Kind nicht einmal im Fernsehen gesehen und diesen nie vergessen weil selten etwas Vergleichbares 1:1 erfolgreich gemacht wurde. Der Film gläntzt toll in neuen HD und das noch etwas Bonusmaterial dazu ausgegraben und für diese Edition Restauriert wurde ist auch Super.
Klar kann der Film nicht mit heutigen Produktionen mithalten aber dennoch ist der Nostalgiewert sehr hoch anzusiedeln.
Er macht heute noch sehr viel Spass :)
Top Nostalgie Empfehlung für eine sehr schön gemachte Veröffentlichung von Koch Media.
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am 24. März 2016
Tolle Film würde ich jederzeit wieder kaufen..schön das der auf DVD raus gebracht wurde.Nach langen Warten nun entlich doch erschienen.
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am 15. April 2007
Toll - dieser Jack Arnold-Klassiker ist in meinen Augen immer noch spannend, faszienierend und unterhaltend. Das kann ich von den wenigsten Filmen und TV-Serien sagen, die ich bereits als Kind spannend, faszienierend und unterhaltend fand... also vor unglaublichen 35 Jahren. Die DVD könnte zwar üppiger ausgestattet sein, aber dem Film selber tut dies keinen Abbruch. Und das Alter darf man einem alten Film auch ansehen, oder? - Empfehlenswert!
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TOP 1000 REZENSENTam 15. September 2014
Jack Arnold hat einige wichtige Kultfilme im Horror und Science Fiction Bereich gedreht. Er präsentierte dem Zuschauer mutierte Riesenspinnen in "Tarantula", Kiemenmonster in "Der Schrecken vom Amazonas", Fliegende Untertassen in "Gefahr aus dem Weltall" und Mad Scientists in "Der Schrecken schleicht durch die Nacht".
Sein vielleicht bester Film ist aber der 1957 entstandene "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C" - eine Geschichte über einen Mann, der langsam schrumpft und immer kleiner und kleiner wird. Dieser Mann heißt Scott Carey (Förder Williams), ist ein junger erfolgreicher Geschäftsmann, der mit seiner Frau Louise (Randy Stuart) auf einem Boot vor der Küste von Kalifornien seinen Kurzurlaub genießt. Wenn er Louise nicht dazu überredet hätte ihm ein Bier zu holen und die kurzfristig unter Deck geht, dann wäre sie es vermutlich gewesen, die diese große, seltsame Wolke am Horizont gesehen hätte. Diese Wolke kommt nun aber immer näher auf Scott zu und wandert dann weiter. Als Louise wieder hoch kommt, ist der Spuk schon vorüber - lediglich hat sich auf Scotts Haut etwas Staub der Wolke abgesetzt. Louise ist zwar etwas beunruhigt, aber im Alltag vergisst das junge Paar das seltsame Erlebnis auch schnell wieder. Erst ca. 1/2 Jahr später bemerkt Scott, der normalerweise 1,85 cm groß und 190 Pfund schwer ist, dass er abgenommen hat und vor allen Dingen kleiner geworden ist. Aber noch sieht sein Arzt Dr. Bramson (William Schallert) bei 4 verlorenen Zentimetern keinen Handlungsbedarf.
Der einzige der besorgt bleibt ist Scott selbst. Er geht auch weiterhin zum Arzt und nach mehreren Ergebnissen kommt man durch die Röntgen-Aufnahmen tatsächlich zum Schluß, dass Scott immer kleiner wird. Es wird aber kein Grund dafür gefunden. Erst da fällt Scott die Begegnung mit dieser Wolke wieder ein.
Nach einem anfänglichen Hoffnungsschimmer gehts rapide bergab. Mit seiner Statur schrumpft auch sein Selbstbewusstsein und seine emotionale Ausgeglichenheit, in der Ehe häufen sich die Anspannungen. So gut es geht schreibt Scott an seiner Autobiographie, während sein Haus von Reportern belagert wird. Nur kurz kann ihn die Liliputanerin Clarisse (April Kent) etwas aufbauen und ihm neuen Lebensmut einflößen. Bald jedoch ist Scott kaum noch größer als ein Spielzeug. Ein Puppenhaus wird seine neue Heimat. Er kann nur noch schreiend mit Louise kommunizieren und verfällt zunehmend in Agonie. Als Louise eines Tages das Haus verlässt, kommt es zu einer für Scott fast tödlichen Verfolgung durch seine geliebte Katze, für die er inzwischen zu einem nahrhaften Happen wie eine Maus geworden ist. Scott stürzt auf der Flucht die Kellertreppe herab und bleibt für seine Frau fortan verschollen. Während Louise glaubt, dass Scott von der Katze gefressen wurde, richtet der Zwerg im Keller ein neues Leben ein. Doch der Hunger plagt ihn und es lauert da unten auch ein Feind. Eine Spinne, die ebenfalls auf der Suche nach Nahrung ist...
Besonders die Sequenzen im Keller sind sehr gut gelungen. Da wird eine Mausefalle zur echten Gefahr und Herausforderung. Eine Streichholzschachtel zum neuen Dominzil, dass etwas Sicherheit in einer feindlichen Umgebung bietet. Nadeln und Bleistifte werden zu Waffen, aber die Gefahren lauern überall und bald muss sich Scott seinem Kampf des Lebens stellen, um in dieser Umgebung überleben zu können. Am Ende steht eine Veränderung seiner Sichtweise und er verzweifelt nicht mehr an seiner aussichtslosen Lage, sondern erkennt auch einen tieferen Sinn in seiner neuen Daseinsform. Am Ende von Jack Arnolds famosem Klassiker, der ein optimaler Mitternachts-Grusler der alten Schule ist, steht die Vielfalt der Schöpfung im Mittelpunkt und der Verweis seine Position auch einmal zu verändern, weil jedes Leben Wert besitzt. Auch das Leben im Mikrokosmos.
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In den 1950er-Jahren war Jack Arnold, Regisseur von "Die unglaubliche Geschichte des Mister C.", DER Regisseur, was Science-Fiction-, Fantasy- und Horrorfilme anbelangt; meist B-Movies, von denen einige schon längst den Klassikerstatus erlangt haben. "Der Schrecken vom Amazonas" (1954), "Gefahr aus dem Weltall"/ "It came from Outer Space", oder "Tarantula" (1955) sind wohl Titel, die nicht allein Filmfreaks vertraut sein dürften.
"Die unglaubliche Geschichte des Mister C." ist ein mit großem Aufwand inszenierter SF-(und auch Horror-)Film über einen Durchschnittsamerikaner, der hilflos feststellen muss, dass er schrumpft. Seine persönliche Tragödie macht bald Schlagzeilen, er avanciert zum medizinischen Sonderfall und zur Sensation, die Presse bedrängt ihn. Mr C. definiert sich zunehmends als Sonderling, als Freak, seine glückliche Ehe ist nicht mehr aufrecht zu erhalten (ein düsteres Omen, als ihm der zu groß geratene Ehering vom Finger rutscht), irgendwann ist Mister C. so klein, dass seine Umwelt für ihn zur realen Bedrohung wird...
An der Oberfläche ist Arnolds Film ein SF-Film, der mit überdimensionierten Bauten die Illusion der zunehmenden Verkleinerung und der daraus resultierenden Bedrohungen darstellt - und allein als solcher funktioniert er schon vorzüglich. Die Effekte sind auch aus heutiger Sicht noch beeindruckend und wirken nur selten altbacken. Die offensichtlichen Action-Höhepunkte - Mr. C`s Kampf mit der Katze und später mit der Spinne - sind meisterhaft umgesetzt. Und auch sein Agieren zwischen den ihn umgebenden, immer überdimensionaler werdenden Bauten und Alltagsgegenständen ist verblüffend realisiert. Einige Szenen sind hochdramatisch und immer folgt das Geschehen einer nachvollziehbaren Logik. - Was den Film aber wirklich zu etwas Besonderem macht, beruht auf dem inszenatorischen Kniff, dass wir Mister C. in seinen Gedanken begleiten. Arnold hat die Psychologie seines Protagonisten, der in einer immer feindseligeren Welt zuerst um seine menschliche Würde und später, wo die anderen Menschen nur mehr ferne Wesen sind, ums nackte Überleben kämpft, realistisch herausgearbeitet. Mister C`s Dasein wird zusehends zu einer einzigen Tragödie voller Verluste, aber er überwindet seine Selbstzweifel und behauptet sich schließlich in seiner neuen, archaischen Welt, in der er einen primitiven Überlebenskampf ausfechten muss. SPOILER Irgendwann akzeptiert Mister C. den Verzicht auf alles, was mal für ihn von Bedeutung war und geht in seiner Rolle als einsamer aber optimistischer Pionier auf, wobei sein innerer Monolog sein Vertrauen darin betont, dass auch er eine Schöpfung Gottes ist: To God there is no Zero. I still exist".
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am 10. August 2008
Scott Carey gerät während des Urlaubs in eine seltsame Nebelwolke. Diese scheint zunächst keine Spuren zu hinterlassen, aber einige Monate später beginnt er langsam an zu schrumpfen. Schon nach kurzer Zeit verwandeln sich Katzen in Raubtiere und Spinnen zu übermächtigen Feinden.

Ganz große Klasse wird "Die unglaubliche Geschichte des Mr.C" vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem Hauptdarsteller Grant Williams kaum noch über eine Streichholzschachtel hinweg sehen, gar darin übernachten kann. Völlig unscheinbare Dinge werden zu unüberwindlichen Hindernissen.
Von einer Katze quer durchs Haus gejagt, gelangt Mr.C unfreiwillig in den Keller. Die Treppe nach oben ist nicht mehr zu erklimmen und nach einigen Tagen beginnt der Hunger zu nagen. Rettung ist in einem Stückchen Brot zu erkennen das am Fuße eines Spinnennetzes liegt. Dort begegnet er auch seinem größten Feind: Ein übermächtiges Monstrum in Form einer Spinne welches ihm die Vorherrschaft im Keller streitig macht. Scheinbar hatte Jack Arnold noch eins der Tierchen übrig nachdem er 2 Jahre zuvor mit "Tarantula" ebenfalls die Größenverhältnisse umdrehte. Die Spinne ist aber diesmal nicht der einzige Schauwert im Kampf klein gegen groß. Eine Mausefalle, ein Streichholz das zur lodernden Fackel mutiert, Nadeln als Schwert und vieles mehr bekommt man in diesem spannungsgeladenen Film zu sehen.
Eine meiner Lieblingszenen spielt am vergitterten Kellerfenster. Er schaut raus und ein Vogel schaut rein. Diesmal sitzt der Mensch im Vogelkäfig. Die verkehrte Welt vermittelt wunderbar wie achtlos wir mit allem umgehen was uns klein und nichtig erscheint. Hat ein Insekt, das kurz davor ist von unseren übermächtigen Schuhen zerquetscht zu werden, nicht möglicherweise die gleiche Todesangst wie Mr.C? Niemand weiß es.
Der Klassiker aus dem Jahre 1957 vermag also nicht nur auf der Unterhaltungsebene zu überzeugen. Er ist wesentlich vielschichtiger aufgebaut. Besonders in der ersten Häfte und am Ende zeigt er uns doch so viel mehr wenn man etwas genauer hinsieht und ihn nicht aus der Warte "Bier, Film und Popcorn" betrachtet. Die Ängste des Protagonisten, bei Körpergröße 90 cm, für den Rest der Menschheit nicht mehr als "normal" zu gelten, sind riesig und leider nicht mal unbegründet. Auch hier sei stellvertretend meine Lieblingsszene genannt, als Carey beim gastierenden Zirkus die Werbung für "Die Schow der tollsten Abnormalitäten" sieht, bei der eine Frau vorgestellt wird, die 2 cm größer ist als er. Trotzdem erkennt er in seinem Überlebenskampf, das er mehr wert ist als seine Körpergröße. Er ist ein Teil dieses Planeten und hat eben die volle Berechtigung hier zu sein. Zu dieser Erkenntnis gelangt er auf seinem harten Weg. Eine tolle Botschaft an die Menschen denen das Schicksal nicht so gute Karten in die Hand gedrückt hat. Wer man ist, definiert sich nunmal nicht darüber was man ist.
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