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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Erwartungen zu hoch gehängt,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Der Tipp eines Freundes und die z.T. enthusiastischen Kritiken bei amazon (u.a.) lockten mich, den Film zu kaufen und anzuschauen. Nicht, dass ich völlig enttäuscht davon bin, aber meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Natürlich bieten Sean Penn, Tim Robbins, Laurence Fishburn, Kevin Bacon und auch die Nebendarsteller hervorragende Leistungen - aber die Story quält sich so dahin und kann mich letztlich nicht überzeugen. Zu dünn ist die Auflösung, zu unglaubwürdig der Schluss. Fazit: Einmal angeschaut reicht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Zurecht mit 2 Oscar's ausgezeichnet!,
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Fuer diesen Film erhielten sowohl Sean Penn (Jimmy) und Tim Robbins (Dave) einen Oscar. Kein Wunder, den beiden sind die Rollen wie auf den Leib geschneidert. Beide zeigen warum sie zu den besten Schauspielern ihrer Generation gehoeren. Die Stimmung vom Anfang bis zum Ende ist durchgehend duester und beklemmend, klar muss der Film gut sein dachte ich mir, den schliesslich hat ihn Clint Eastwood gemacht. Auch Kevin Bacon glaenzt in seiner Rolle als Sean, er ist fuer mich sowieso ein Schauspieler der von zu vielen unterschaetzt wird und zu wenig aufmerksamkeit bekommt. Mystic River ist bestimmt kein Film den man sich gemuetlich am Abend mit Popcorn und der Familie anschauen sollte, man muss schon in der richtigen Stimmung dafuer sein und den Film komplett auf sich wirken lassen. Die Geschichte wird vor allem leise und still erzaehlt ohne Action oder Ballerei, das hat Mystic River auch gar nicht noetig, man kann dadurch noch besser auf die einzelnen Charaktere eingehen. Toll ist auch das der Film keinen Durchhaenger hat, er bleibt wirklich immer spannend da immer neue Erkenntnise ans Tageslicht kommen. Bis zum bitteren Ende zittert der Zuschauer mit, und denkt sich oft dabei: Nein, das muss doch jetzt wirklich anders kommen... oder kann das wirklich so passiert sein? Clint Eastwood zeigt die menschlichen Abgruende die durch Wut, Trauer und verlorener Unschuld zum Vorschein kommen.Fazit: Ein Thriller mit tollen Schauspielern und einer packenden Story ohne viel Schnickschnack reicht manchmal schon aus um ein grandioser Film zu werden. 5 Sterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Krimidrama mit Tiefgang,
Von Don Quichotte (Limburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Ein Arbeiterviertel in Boston. Drei Jungen spielen auf der Straße und kommen schließlich auf die Idee, ihre Namen auf dem Bürgersteig in eine Stelle frischen Asphalts zu ritzen. Ein Wagen hält an. Zwei Männer steigen aus und geben vor Polizisten zu sein und nehmen einen der Jungen mit. Sie missbrauchen ihn einige Tage lang, bis er schließlich fliehen kann. Schnitt. Jahre später als Erwachsene kennen die drei einstigen Freunde sich nur noch flüchtig. Der eine (Kevin Bacon) ist Polizist, der zweite (Sean Penn) Besitzer eines kleinen Ladens und der dritte (Tim Robbins) ein deutlich vom Leben gezeichneter Familienvater. Als die achtzehnjährige Tochter des Ladenbesitzers eines Morgens ermodert aufgefunden wird, kreuzen sich die Wege der drei einstigen Freunde wieder, und irgendwie scheint ihre Vergangenheit einen mysteriösen Einfluss auf den Mord zu haben.Clint Eastwood setzt den Schwerpunkt seiner Inszenzierung auf die unterschwellige Spannung, die durch die Beziehung der Charaktere und die düstere Atmosphäre erzeugt wird. Es geht in diesem Drama nicht in erster Linie um die Tätersuche, sondern vor allem um die Entwicklung der Figuren und um Schuld, Sühne und Verantwortung. Der Film enthält wenig Oberflächenreize, und so wartet man vergebens auf Schießereien und Verfolgungsjagden. Aber man ist gezwungen, sich auf die Figuren einzulassen, um ihr Denken und ihr Handeln nachzuvollziehen. Das Ende des Films ist etwas verstörend und lässt den Zuschauer nachdenklich zurück. "Mystic River" ist ein großartiges und auch spannendes Drama, allerdings ist es auch ein Film der leisen Töne, der wohl nicht für ein breites Publikum gemacht ist. Die Schauspieler, allen voran Sean Penn, sind grandios und machen schon allein den Film sehenswert. Die Romanvorlage stammt von Dennis Lehane, der auch die Vorlage für den 2007 produzierten Film "Gone Baby Gone" geliefert hat, ebenfalls ein Krimidrama, das in einem Arbeiterviertel in Boston spielt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Made by Clint Eastwood!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Die ehemaligen Sandkastenfreunde Jimmy (Sean Penn), Dave (Tim Robbins) und Sean (Kevin Bacon) treffen sich nach dem Tod von Jimmys ältester Tochter Katie (Emmy Rossum) wieder. Sean ist Polizei-Ermittler, der auf den Mordfall angesetzt ist und beunruhigenden Beweise ans Tageslicht fördert. Während Jimmy das Gesetz in die eigene Hand nimmt, um den Mörder seiner Tochter zu fangen. Dave hingegen, hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, die nicht nur die ehemalige Freundschaft der drei Jungs belastet hat, sondern alle drei bis in die Neuzeit verfolgt..."Mystic River" von Meisterregisseur Clint Eastwood, ist ein vielschichtiges Drama, dass nicht nur durch eine intelligente Story glänzt, sondern auch wirklich großartige Darsteller zu bieten hat. Allen voran liefern Sean Penn und Tim Robbins eine sehr starke Performance ihres Könnens ab. Neben der gewohnt ruhigen Inszenierung, schafft es Eastwood gekonnt die Spannungsschraube nach oben zu drehen. Hierbei liegt der Fokus klar auf Jimmy (Sean Penn), der von Rachegelüsten getrieben ist und jeden Augenblick zu explodieren scheint. Immerhin ist er im Gegensatz zu Polizist Sean, auf der anderen Seite des Gesetzes angesiedelt. Sean (Kevin Bacon) überzeugt als gescheiterter Mann und fähiger Cop, den wohl einzig und allein sein Job Antrieb verleiht. Dave (Tim Robbins) hingegen sticht für mich bei drei guten Hauptdarstellern aber ein wenig hervor, seine gebrochene und unergründliche Persönlichkeit überzeugt restlos. Auch ist er ein gelungener Puffer zwischen den kriminellen Aussteiger Jimmy und dem Ermittler Sean. Auch Nebendarstellerin Marcia Gay Harden, als Daves Ehefrau ist ein starker Pendant zum grandiosen Tim Robbins. Die Story zieht den Zuschauer schnell in seinen Bann. Die Anfangs vermeindlich vorhersehbare Entwicklung der Handlung, liefert genug Wendungen, so dass man am Ende die Auflösung kaum noch erwarten kann. Außerdem gelingt es Clint Eastwood, die Stärken seiner Darsteller gekonnt auszuspielen, so dass diese förmlich zur Höchstform auflaufen. Ein ganz starkes Filmwerk, Herr Eastwood! - 5 Sterne. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Faszinierender Trip in die menschlichen Abgründe,
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Mystic River ist ein Thriller der Extraklasse, welcher den Zuschauer von Beginn an auf einen düsteren Trip mitnimmt und bis zum überraschenden Schluss nicht wieder loslässt. Alles was Hollywoodikone Clint Eastwood als Regisseur mittlerweile anpackt wird zum Erfolg und er zählt völlig zurecht zu den absolut Besten.Knapp 25 Jahre nachdem der kleine Dave Doyle vor den Augen seiner beiden Freunde Jimmy und Sean von pädophilen Triebtätern in ein Auto gezerrt und tagelang missbraucht wurde, führt der Weg die drei ehemaligen Jugendfreunde durch ein schreckliches Verbrechen wieder zusammen. Jimmys (Sean Penn)19 jährige wunderschöne Tochter Katie wurde auf auf grausame Weise ermordet und ausgerechnet Sean (Kevin Bacon), tritt als zuständiger Polizist wieder auf den Plan. Obwohl der als Kind missbrauchte Dave (Tim Robbins) mit der Cousine von Jimmys Ehefrau glücklich verheiratet ist, lässt Ihn sein in der Kindheit erlebtes Martyrium nicht mehr los. Mit dem Mord an Jimmys Tochter gerät auch er plötzlich in Verdacht, da er auch einer der letzten war der Katie in einer Bar lebend gesehen hat. Als Jimmy davon erfährt das die Polizei gegen seinen Freund und Verwandten ermittelt bahnt sich eine Tragödie an die ein überraschendes Ende findet. Schritt für Schritt legt Clint Eastwood die Psyche und Geheimnisse der drei Hauptakteure frei und langsam wird dem Zuschauer klar das hier keiner frei von Schuld ist. Allem voran lastet auf dem anfangs trauernden Familienvater Jimmy ein dunkles Geheimnis, was dem Film eine überraschende Wendung gibt. Eine Menge an Hinweisen und Einzelheiten ergeben nach und nach einen immer düsteren Blick auf das eigentlich verkorkste Leben dreier Freunde die in erster Linie mit sich und Ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben. Eastwood liefert mit Mystic River" einen Trip in die Abgründe der menschlichen Seele der seinesgleichen sucht und zu einem der besten Filme der letzten Jahre gehört. Bildgewaltig zeigt uns der Regisseur wie langsam die bürgerliche Fassade zu bröckeln beginnt und sich tiefe Abgründe auftun. Ich habe selten einen Thriller gesehen der den Zuschauer von der ersten Minute an so ein seinen Bann zieht. Wie wohltuend ist ein Film wie Mystic River" in Zeiten in denen die meisten Filme mit Special Effects zugepflastert sind und keinen Raum für schauspielerische Höchstleistungen lassen. Ich bin auch großer Fan der Herr der Ringe" Trilogie, aber es ist wunderbar einen Film wie diesen zu erleben, der uns zeigt das man auch ohne große Effekte ganz großes Kino machen kann. Spannung von Beginn an bis zum wirklich tollen und überraschenden Schluss. Eastwood lässt den Zuschauer teilhaben an den Ermittlungen und bringt nicht wie in billigen Groschenromanen kurz vor dem Ende Beweise und Personen ins Spiel die man davor überhaupt nicht gekannt hat. Der Film lässt über die gesamte Länge Spielraum für Spekulationen und jeder kann sich seine Gedanken dazu machen. Die Bestzungsliste des Films liest sich wie das Who ist Who der Superstars, den neben den drei Hauptdarstellern Sean Penn, Tim Robbins und Kevin Bacon sind unter anderm noch Laurence Fishburne (Matrix), Marcia Gay Harden, Laura Linney und sogar Hollywoodveteran Eli Wallach (Pate III, Zwei glorreiche Halunken) zu sehen. Eastwoods Film geht unter die Haut und bietet einen Thriller der Extraklasse. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Mystic River behält sein Geheimnis,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Inhaltlich wurde der Film ja bereits besprochen, das soll mich jedoch nicht davon abhalten, ein paar begeisterte Worte zu schreiben, denn ich habe den Film erst kürzlich gesehen und war genauso angetan wie ich es erwartet hatte. Extrem gute Schauspieler auf der einen, eine spannend entwickelte Handlung auf der anderen Seite lassen den Zuschauer bis zum Ende mitfiebern. Keine unnötigen Bilder (etwa der Gewalttaten) lenken ab und pushen den Film auf, nein, es sind die Bilder in den Familien und zwischen den ehemaligen Freunden, auf die es ankommt.Es ist ein Drama mit vielen sozialen Aspekten. Von den drei Jugendfreunden ist einer Polizist, einer - ehemaliger Dieb und bereits im Gefängnis gewesen - ein Ladenbesitzer, der Dritte schlägt sich mit Gelegenheitsjobs und seiner schlimmen Vergangenheit herum. Diese so verschiedenen Lebensgeschichten bieten genügend Zündstoff, um sich an einem Mord zu entzünden und die Geschichte zur Explosion zu bringen. Falls man den Film in Originalsprache sehen möchte, muss man sich etwas 'reinhören, denn es wird genuschelt und verschluckt, aber es gibt ja die Wahl der deutschen Untertitel. Mir gefiel, was C. Eastwood in seinem Interview zum Film sagt: "a good old fashioned film", ohne technische Tricks und überflüssiges Drumherum, sondern solide Handarbeit, die Verständnis für die Geschichte beweist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Psychologisch fein ausgereifter Thriller,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
"Mystic River" ist ein 2003 unter der Regie von Clint Eastwood und nach dem Roman von Dennis Lehane entstandener Kriminalthriller, der gekonnt und tiefsinnig, die Ermittlungen zum Mord an einer Neunzehnjährigen und die Auswirkungen auf die Familie des Opfers und weiterer tatsächlich und scheinbar involvierter Personen darstellt.Im Mittelpunkt der Handlung, die in Boston spielt stehen die drei alten Schulfreunde Jimmy Markum (Sean Penn), Dave Boyle (Tim Robbins) und Sean Devine (Kevin Bacon) deren Leben sich unterschiedlich entwickelt und sich entsprechend auseinanderentwickelt haben: - Jimmy ist als junger Mann auf die schiefe Bahn geraten, konnte sich jedoch nach einem Gefängnisaufenthalt, eine ehrliche Existenz als Ladenbesitzer aufbauen, wenngleich er noch immer über Unterweltkontakte verfügt, und hat aus zwei Ehen drei Kinder - Dave wurde als Junge von zwei ominösen Fremden 4 Tage lang entführt und missbraucht und konnte danach nie wieder richtig in ein normales Leben zurückfinden, obgleich er die Kusine von Jimmys zweiter Gattin geheiratet und eigene Kinder hat - Sean wiederum ist Polizist geworden und hat sich von seinem alten Viertel entfremdet Als Jimmy's älteste Tochter Katie nächtens in einem Park ermordet wird treffen diese unterschiedliche Charaktäre und Lebensläufe plötzlich wieder aufeinander: Der vom Schmerz fast niedergeworfene, nach Rache und Selbstjustiz gierende Vater Jimmy, der Ermittler Sean der den Täter in einer sachorientierten Untersuchung zu ergreifen sucht und Dave der etwas zu verbergen scheint und daher sehr schnell zu einem der Hauptverdächtigen wird, da auch mit ihm in jener Nacht etwas Außerordentliches und Mysteriöses vorgegangen ist. Der Film lässt den Zuschauer an der Lösung einer spannenden Kriminaluntersuchung teilhaben und erlaubt einen sehr authentisch wirkenden Blick in ein nicht ganz so nobles amerikanisches Stadtviertel werfen. Er entwickelt zudem eine packende und sehr tiefgehende psychologische Studie der Gefühlswelten der involvierten Hauptfiguren wie im gewissen Grade auch der Nebenfiguren und rollt deren Geheimnisse aus der Vergangenheit wieder auf. Der Name des tatsächlich durch Boston fließenden Mystic River erhält denn auch in dieser faszinierenden Geschichte von Liebe, roher Gewalt und blinder Rache eine überaus passende Bedeutung und ergibt am Ende, als alle Puzzleteile wohlgeordnet auf dem Tisch liegen, ein grandioses Gesamtpanorama eines scheinbar stinknormalen Stadtviertels und der Menschen die in ihm leben. Für dieses wirkliche Meisterwerk denn auch alle 5 Sterne. Als Extra ist ein gemeinsamer Filmkommentar von Kevin Bacon und Tim Robbins enthalten. Bild- und Tonqualität sind zufriedenstellend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Von Schuld, Trauer und blindem Hass,
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Irgendwann in den sechziger oder siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts im Arbeiterviertel von Boston, Massachusetts. Die Jungs Jimmy, Sean und Dave spielen auf der Straße Hockey. Da kommt Jimmy auf die Idee, sie könnten ihre Namen in den noch feuchten Zement des Gehweges schreiben. Gesagt getan, doch plötzlich steht ein Mann hinter den Jungs, scheinbar ein Cop in Zivil, und stellt sie dafür zur Rede. Schließlich fordert er Dave auf in sein Auto zu steigen und fährt mit ihm weg. Tagelang bleibt Dave verschwunden, dann taucht er wieder auf. Es ist ihm gelungen zu fliehen. In der Zwischenzeit war er von dem Mann und seinem Freund in einem Keller sexuell missbraucht worden. Wieder und immer wieder.Jahre später; Jimmy, Sean und Dave sind längst erwachsen. Jimmy betreibt einen kleinen Laden, hat eine glückliche Familie und liebt seine neunzehnjährige Tochter Katie über alles. Doch das Glück wird jäh zerstört, als Katie zunächst verschwindet und dann tot aufgefunden wird. Sean ist bei der Mordkommission. Er ist mit dem Mordfall betraut. Seine Arbeit beansprucht ihn so sehr, dass seine Frau ihn verlassen hat. Die alte Geschichte! Dave ist ein Wrack. Er ist nie über die Ereignisse in seiner Kindheit hinweg gekommen. Am Abend vor dem Leichenfund kommt er blutüberströmt nachhause. Er sei überfallen worden, sagt er, und habe den Räuber möglicherweise totgeschlagen. Doch in der Zeitung steht nichts davon. Jeder macht sich seinen Reim auf das was er weiß und erfährt und so auch wir Zuschauer. Wir erleben Jimmy Markum (Sean Penn) wie er zwischen Trauer und Wut zerrissen wird und fühlen mit ihm. Wir folgen Detective Sean Devine (Kevin Bacon) und seinem Partner (Laurence Fishburne) bei ihrer Ermittlungsarbeit und erfahren Stück für Stück die Fakten und Zusammenhänge. Und wir beobachten Dave Boyle (Tim Robbins), mit dem wir natürlich Mitleid haben, der uns aber doch in Wahrheit zu fremd ist um mit ihm fühlen zu können. Es sind die großartigen schauspielerischen Leistungen vor allem von Tim Robbins und Sean Penn, die das möglich machen. Aber auch der Großteil der restlichen Besetzung agiert über dem Durchschnitt, allen voran Marcia Gay Harden als Daves Frau Celeste. Und es ist zudem die brillante Regie von Clint Eastwood, die uns in die Psyche der Figuren eintauchen lässt und uns den oft allzu geraden Pfaden menschlichen Urteilsvermögens folgen lässt. Denn das ist "Mystic River" vor allem; ein Psychogramm. Es ist auch ein Krimi, Thriller und Drama, wenn wir schon Schubladen bemühen wollen. Wer aber auf ein reines Whodunit aus ist, wird sich hier überfordert fühlen. Und wer Verfolgungsjagden oder Explosionen braucht, um aus seinem mentalen Nirvana gerissen zu werden, wird sich hier langweilen. Dabei lullt uns Eastwood nicht mit dem sicheren Sieg der Gerechtigkeit ein. Verlierer bleiben Verlierer, und das ist tröstlich für die Gewinner. Aber auch verstörend für die, die weiter denken. Wer hätte gedacht, dass Dirty Harry mal zu einem der interessantesten und begnadetsten Regisseure Hollywoods avancieren würde? Und als sei das noch nicht genug, komponiert er auch noch seine Filmmusik selbst. Und das gar nicht so schlecht. Es handelt sich hier um eine eigentlich recht einfache, melancholische Melodie, die aber sehr effektvoll und einfühlsam arrangiert und orchestriert wurde. Das akustische Tüpfelchen auf dem "i" dieses Films ("Mystic River" von Clint Eastwood). Bild und Ton (Deutsch und Englisch in Dolby 5.1) der Einzel-DVD sind sehr gut. Untertitel gibt es ebenfalls in Deutsch und Englisch, jeweils auch für Hörgeschädigte. Als Extras gibt es nur Audiokommentare von Tim Robbins und Sean Penn. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bester Film der letzten 5 Jahre,
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Clint Eastwood ist mit "Mystic River" (2003) nicht nur eine vorzügliche Verfilmung der gleichnamigen Buchvorlage von Dennis Lehane (2000) gelungen. "Mystic River" ist zugleich der beste Film der letzten 5 Jahre.Die Handlung: "Mystic River" erzählt davon, wie der Tod von Katie Marcus, Tochter eines Kleinganoven aus Boston, die Welt von drei Jugendfreunden (Sean, Jimmi und Dave) wieder zusammenführt. Mit fatalem Ausgang für einen der Drei. Das Acting: Sean Penn (Jimmi) liefert hier (neben 21 Grams) die beste Leistung seiner Karriere bis dato ab. Tim Robbins (Dave) und Kevin Bacon (Sean) glänzen ebenfalls in ihren Nebenrollen. Lange hat man kein derart hochkarätiges Ensemble zusammen spielen gesehen. Eastwood hat hier wirklich die besten Schauspieler ihrer Generation zusammengebracht. Die Regie: "Mystic River" ist eine grundsolide Regiearbeit. Eastwood porträtiert die Charaktäre schnörkellos, fängt Emotionen und menschlichen Schmerz in subtiler Weise ein und erreicht damit eine bleibende Erfahrung beim Zuschauer. Das können nur wenige. Eastwood ist ein wahrer Meister seines Fachs. Das Editing: Vorbildlich! Der Film hat keine unnötigen Längen. Alle wesentlichen Handlungsstränge werden (teils verschachtelt) wiedergegeben. Die Filmhandlung ist daher rund und in sich schlüssig. Der tiefere Sinn: "Mystic River" erzählt völlig unsentimental, zu weilen roh und kraftvoll, aber jederzeit absolut glaubwürdig von den großen Lebensfragen. Wie wird man zu dem was man ist? Welche Rolle spielt die Gesellschaft, welche die individuellen Ereignisse im Leben, welche die Herkunft? Wer steht am Ende des Tages auf der Gewinner- und wer auf der Verliererseite? Welchen Wert hat Gerechtigkeit und wie steht es mit Selbstjustiz? Die Antwort die Eastwood hierauf gibt ist unmoralisch, aber auf jedenfall ehrlich: Stärke das einzige was zählt um zu überleben. Für die Schwachen und Sentimentalen, die Idealisten und Staatsgläubigen, die Gutmenschen und Leichtgläubigen ist in der Welt von der Eastwood erzählt, kein Platz. Das Fazit: Unbedingt ansehen/kaufen. Am besten im O-Ton (englisch). Und danach das Buch lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Sehr dichter, guter Film, aber kein Meisterwerk,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
In "Mystic River" geht es um die Aufklärung eines Mordes an einer jungen Frau, die erschossen in einem Park aufgefunden wird. Eine 20 Jahre vorher passierte Hintergrundgeschichte verbindet drei Protagonisten miteinander: Den Vater des Mädchen (Sean Penn), den ermittelnden Detective (Kevin Bacon) und einen, der bald der Tat verdächtig wird (Tim Robbins). Alle drei waren als Kinder Freunde und der später Verdächtige wurde aus einem gemeinsamen Spiel von Pädophilen entführt und tagelang festgehalten und missbraucht. So läuft neben den eigentlichen Ermittlungen ein Netz aus psychologischen Studien ab: Der Vater hat selber eine kriminelle Vergangenheit und wird in der Aufklärung des Mordes selber aktiv; der damals Missbrauchte leidet immer noch sehr unter dem erlittenen Trauma; der Detective ist formal den alten Kumpels seit langem eher fern, spürt aber immer noch eine gewisse Verbundenheit.Der Film ist ein typischer Eastwood-Film - im guten wie im schlechten Sinne. Ich halte die Eastwood-Filme im ganzen ja für überbewertet, denn nichts an ihnen ist orginell und nicht schon mehrfach gesehen worden. Es sind ganz klassisch gemachte, sehr handwerkliche Filme. Dies freilich auf allerhöchtem Niveau. Eastwood beherrscht das Kunsthandwerk des Filme-Machens wirklich und das hebt ihn dann über andere hinaus, die zwar innovativer und risikofreudiger, aber dafür viele handwerkliche Fehler machen, was den Genuss dann doch zuweilen sehr stört. Eastwood macht nichts besonderes, aber er macht auch keine (oder kaum) Fehler und das zuzusehen ist auch immer wieder ein Genuss. Eastwoods Filme drehen sich für mich immer um das gleiche Thema drehen (freilich drehen viele Regisseure immer wieder den gleichen Film mit neuen Variationen): Den Freiheits-, Indvidualismus-, Sicherheits- und Kontrollwahn der amerikanischen Gesellschaft, der über breite Bevölkerungsschichten so tief in ihr verankert ist, dass er schon gar nicht mehr wahrgenommen geschweige denn kritisch reflektiert wird. Die wahnsinnigen Folgen, die sich daraus ergeben, die Gewalt, die psychischen Abgründe, die Zwänge, werden eiskalt dargestellt. So auch hier: Ich will natürlich das Ende nicht verraten, aber es endet in einer menschlichen Tragödie, die dadurch verursacht wird, dass Stolz und Ehre und das eigene Individuum über das Verständnis anderer geht und sich die Menschen in ihrer Fähigkeit zu verstehen überschätzen und zwanghaft handeln müssen, um vermeintlich zu kontrollieren. Wie üblich sind die Männer die Hauptakteure dieses Handelns, aber in einer der abschließenden Szenen wird der Anteil der Frauen an diesem System mal interessant (und das ist neu) herausgestellt. Leider kommt diese Komponente aber mit einem dramaturgischen Fehler einher, nämlich dass die relevante Frauenfigur vorher im Film zu blass und wenig herausgestellt bleibt, so dass ihr eigentlich so wichtiger Kommentar doch etwas plötzlich und unzusammenhängend kommt. Besser vorbereitet hätte das grandios werden können. Der Film ist im ganzen durchaus etwas lang und auch langatmig, wenig überraschend und etwas handlungsarm. Gleichzeitig kreiert er aber eine wahnsinnig dichte Atmosphäre. Die Bilder, Photographie, Ausstattung, Kameraperspektiven bilden eine homogene, aufsaugende Ästhetik und das kann über mangelnde Orginalität der Handlung an manchen Stellen hinwegtrösten. Anteil daran haben auch die sehr guten schauspielerischen Leistungen, wobei ich Sean Penn's Oscar als überbewertet empfinde. Er spielt sehr gut, mir aber einen Tick zu klischeehaft und der Figur keine Individualtität gebend. Fünf Oscars hingegen (statt dem einen gewonnenen) hätte Tim Robbins verdient gehabt. Das gehört zum besten, was ich bisher an Schauspielkunst gesehen habe. Wie er es schafft, einen an den Bildschirm zu fesseln einfach durch die Art, wie er ins Leere starrt, ist atemberaubend und fast furchterregend gut. So bleibt ein überdurchschnittlicher, düsterer Thriller mit Kommentaren zur aktuellen amerikanischen Gesellschaft, der klassisch gut, aber kein Meisterwerk ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Mystic River von Clint Eastwood (DVD - 2006)
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