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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A History of Violence (Blu-ray)
A History of Violence (Ein Werdegang der Gewalt) stammt aus dem Jahr 2005 und stammt ursprünglich von einer Grafic Novelle. Der Film erhielt einen ganzen Haufen an verschiedenen Nominierungen und Auszeichnungen.

Weil hier bei den Rezensionen die „geschnittene“ Version kritisiert wurde, was ich verstehen kann, ich bevorzuge auch lieber...
Vor 5 Monaten von TinaLand veröffentlicht

versus
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BluRay zensiert !!!
So schade es ist, aber die deutsche BluRay enthält leider nur die US-R-Rated-Fassung und nicht die internationale Extended-Fassung wie auf der bereits seit Jahren erhältlichen FSK 18 DVD. Bei der R-Rated wurden Geräusche und Blut entfernt, so dass der Film Brutalität und auch Intensität einbüßt. Gerade bei "A History Of Violence" ist...
Veröffentlicht am 27. Mai 2013 von Der Riese


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33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BluRay zensiert !!!, 27. Mai 2013
Von 
Der Riese (Strausberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A History Of Violence [Blu-ray] (Blu-ray)
So schade es ist, aber die deutsche BluRay enthält leider nur die US-R-Rated-Fassung und nicht die internationale Extended-Fassung wie auf der bereits seit Jahren erhältlichen FSK 18 DVD. Bei der R-Rated wurden Geräusche und Blut entfernt, so dass der Film Brutalität und auch Intensität einbüßt. Gerade bei "A History Of Violence" ist doch die abrupt auftauchende und somit auf DVD explizitere Gewalt gewollt und sorgt für den richtigen Thrill und "Zusammenzucken"...selbst wenn es nur 2 kurze Szenen (Nase ins Hirn treiben, Kehlentritt) sind, bei denen nicht mal ein Laufzeitunterschied zwischen R-Rated und Unzensiert besteht.
Wer die DVD besitzt und jetzt auf BluRay wechseln wollte (so wie ich), sollte mal in das Special der DVD reinschauen, in dem es um die Unterschiede zwischen R-Rated und Internationaler Fassung geht. Ich habe meine Bestellung rückgängig gemacht und kann deshalb hier natürlich nichts zu Ton und Bild der deutschen BluRay sagen. Ich wollte nur interessierte Käufer und Fans des Films auf die zensierte Fassung hinweisen. Weitere Infos bietet auch die Internetseite von "schnittberichte". Der Film selbst und die Story sind dann ja trotzdem erste Klasse und meiner Meinung nach 4-5 Sterne wert. Wie gesagt gibt es allerdings Zuschauer, welche solch eine Zensierung stört und für diese ist meine "Rezension" gedacht.
Die englische BluRay bietet die unzensierte Version allerdings ohne deutschen Ton.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A History of Violence (Blu-ray), 10. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A History Of Violence [Blu-ray] (Blu-ray)
A History of Violence (Ein Werdegang der Gewalt) stammt aus dem Jahr 2005 und stammt ursprünglich von einer Grafic Novelle. Der Film erhielt einen ganzen Haufen an verschiedenen Nominierungen und Auszeichnungen.

Weil hier bei den Rezensionen die „geschnittene“ Version kritisiert wurde, was ich verstehen kann, ich bevorzuge auch lieber Uncut-Versionen, so sind die Unterschiede doch recht erträglich, da der Film auf der deutschen Blu-ray nicht Zeit mässig geschnitten, sondern nur ein paar Szenenbilder gemildert wurden. Dennoch, der Film ist nicht geschnitten (Zeit mässig durch fehlende Szenen), noch ist nur die DVD-Fassung die Extendend Cut-Fassung, denn das ist die BR-D auch. Wir müssen hier von einer zensierten Fassung auf der dt. Blu-ray sprechen.

Die deutsche Blu-ray-Fassung (US-Rated) hat zwei kleine Änderungen gegenüber der deutschen DVD-Fassung (internationale Fassung):

In der 53. Minute ist ein Typ mit einer zertrümmerten Nase am Fußboden. Auf der DVD-Fassung (die internationale Fassung) spritzt mehr Blut aus der Wunde. In der R-Rated-Fassung und somit auch auf der deutschen Blu-ray-Fassung wurde die Blutung reduziert. Allerdings muss man da schon sehr genau und rasch hingucken um den Unterschied festzustellen, dass ein paar Blutspritzer auf der Stirn fehlen.

In der 81. Minute tritt Joey dem Ganoven auf die Kehle. Auch hier wurde das Blut gegenüber der unzensierten Fassung um den Mundbereich reduziert. Der Ton des brechenden Genicks wurde auch abgemildert. Dies ist auch alles bei Schnittberichte.com abzulesen.

Bei beiden oben beschriebenen Szenen gibt es jedoch keinen Zeitunterschied oder sonstige Szenenkürzungen und man müsste schon per Zeitraffer sich die Unterschiede bemerkbar reinziehen. Für was die Abmilderung nun gut war, bleibt dahingestellt. Angeblich wurde aus Kostengründen zur US-Fassung zurückgegriffen und gerade diese hat diese Szenenänderungen. Die englische BR-Fassung hingegen soll unzensiert sein. Aber es sind wohl Szenenänderungen mit denen man leben könnte, wenn man die Blu-ray-Disk haben will.

Qualität der Blu-ray:

Laufzeit: 96 Minuten.

Bildqualität (1080p HD 16:9, 1,85.1) ist gegenüber der DVD ebenso gut, scharf und ohne Grieseln.
Tonqualität (Deutsch in Dolby Digital; Englisch in 5.1 DTS-HD Master Audio). Die dt. Tonspur ist gut, die englische ist jedoch wieder mal die qualitative bessere Alternative.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rückschritt, FSK18 Blu-ray ist geschnitten!, 28. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: A History Of Violence [Blu-ray] (Blu-ray)
Nicht kaufen, die deutsche FSK 18 Blu-ray ist gekürzt!
Diese basiert auf der R-Rated Version und ist damit gegenüber der deutschen FSK18 DVD geschnitten.

Rückschritt bei dem man dringend vom Kauf abraten muss!
Hier besser bei der deutschen FSK18 DVD von NewLine/Warner bleiben, diese ist absolut ungeschnitten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann, der Joey Cusack war..., 15. September 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Seit seinem Megaerfolg mit dem Schocker "Die Fliege" war David Cronenberg nie mehr so kommerziell wie hier in seinem 2005 entstandenen "A History of Violence", der von der Grundidee her sehr stark an den großen Noir Klassiker "Out of the Past" erinnert. Denn in beiden Fällen geht es um einen Mann, der beschlosssen hat, in einer fremden Stadt ganz neu anzufangen und alles Vergangene hinter sich zu lassen.

Tom Stall (Viggo Mortensen) führt in dem Städtchen Millbrook, Indiana ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Edie (Maria Belo), einer Rechtsanwältin. Sie haben mit Jack (Asthon Holmes) und der kleinen Sarah (Heidi Hayes) zwei Kinder. Tom führt ein Imbiss in der Kleinstadt und ist überall beliebt. Lediglich Sohn Jack hat in der Highschool einige Probleme, da er von seinem Mitschüler Bobby (Kyle Schmid) gemobbt und gedisst wird. Es ist ein Tag wie jeder andere, aber in der Nähe treiben sich zwei Killer (Stephen McHattie und Greg Bryk) herum, die in einem Motel eine blutige Spur des Todes hinterlassen haben und mal kurz Rast machen im Imbiss des 3246 Seelen-Ortes. Als Tom sie darauf hinweist, dass der Imbiss bereits geschlossen hat und ihre Bestellung erst nicht entgegennimmt, bestehen die zwei Männer auf Kaffee und Kuchen. Tom versucht die Situation zu entschärfen und rät seiner Kellnerin, vorzeitig nach Hause zu gehen. Daraufhin bedrohen die Verbrecher die Kellnerin und ziehen eine Pistole. Tom handelt. In Notwehr schlägt er einem der Männer die gefüllten Kaffeekanne ins Gesicht, kommt so an dessen Pistole und erschießt beide, wird aber im Kampf noch am Fuß verletzt. Nun hat die Stadt einen Helden, er wird zur lokalen Berühmtheit und man berichtet über ihn in den Medien. Aber das Hoch dauert nicht lange an, denn bald taucht ein gewisser Tom Fogarty (Ed Harris) mit seinen Gefolgsleuten auf. Fogarty ist felsenfest davon überzeugt, dass Tom Stall in einem früheren Leben "Joey Cusack" war und den sucht er schon seit langem. Nur mit Nachdruck verlassen die Gangster die Stadt, doch sie kommen wieder. Eine Spirale der Gewalt öffnet sich...

Das Filmdrama mit Thrillerelementen basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von John Wagner und Vince Locke. Der Film hat einen starken Tarantino Touch und die amerikansiche Provinz ist hier ein Ort mit zwei Seiten. Neben der Idylle gibt es immer auch einen Abgrund der bestialischen Gewalt, die unter der Oberfläche brodelt. Der Beginn läuft auch in furiosen Bildern ab, wenn die beiden übermüdeten Killer ihr Zimmer in einem Motel verlassen. Sie wollen weiterfahren, aber sie brauchen noch Wasser. Also schickt der Ältere den Jüngeren noch einmal hinein, vorbei an der Rezeption, wo der Zuschauer das Blutbad erblickt, dass die beiden angerichtet haben. Ein klienes Mädchen, dass sich versteckt hat, macht die Tür auf. Erst da bekommt die Szenere mit den beiden Toten auf dem Boden die Aufmerksamkeit des Killers geschenkt, der dann sofort - ohne zu zögern - auf die letzte Augenzeugin den Revolver richtet und abdrückt. In diesem Moment gibts den Filmschnitt, der ein schreies Mädchen im Bett zeigt, dass von einem Alptraum wach wurde. Es ist die kleine Sarah Stall, die davon wach wird und wenig später durch ihren Papa in einen echten Alptraum hineingezogen wird.

Der Einbruch der Gewalt wirkt drastisch. Ein Mann, der seine unentdeckte Vergangenheit jahrelang mit sich herumschleppt und sich ein letztes Mal den Dämonen seiner Geschichte stellen mss. Fast schon ein klassisches Westernthema. Sehr gut ist die Dynamik innerhalb der Famlie dargestellt. Die Famile muss sich ihren Abgründen stellen. Und Tom macht sich auf seine letzte Reise in die Vergangenheit auf, dort wartet sein Bruder, von William Hurt gespielt, der seinen jüngeren Bruder abgrundtief hasst.

Der Film erhielt jeweils 2 Oscarnominierungen (Bestes Drehbuch, bester Nebendarsteller William Hurt) und 2 Golden Globe Nominierungen (Maria Bello, Bester Film).
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafte Gewaltsudie und Destruktion des amerikanischen Traums, 16. Juli 2009
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Mit "A History of Violence" gelang dem kanadischen Kultregisseur David Cronenberg ein vielschichtiges Meisterwerk, das die Allgegenwärtigkeit von Gewalt in unserer Gesellschaft beleuchtet. Dabei schlägt er einen neuen Weg ein, inszeniert an der Oberfläche einen deutlich kommerzieller wirkenden Film als seine vorangegangenen Werke. Doch der Schein trügt, denn Cronenbergs Gewaltballade ist ein enorm facettenreiches Werk, unter dessen scheinbar schlichter Oberfläche eine große Themenvielfalt schlummert.

Die Geschichte von Tom Stall (Viggo Mortensen), einem glücklich verheiraten, zweifachen Mustervater und Ehemann beginnt ganz friedlich in einer typischen verschlafenen amerikanischen Kleinstadt. Er ist ein angesehener, bescheidener Mann und besitzt einen hübschen Diner, der eines Tages von zwei Soziopathen (Greg Bryk & Stephen McHattie) überfallen wird. Im Angesicht der tödlichen Bedrohung explodiert Tom und tötet zur Selbstverteidigung die beiden Angreifer, wofür er in der Stadt als Held und Retter gefeiert wird. Kurze Zeit später tauchen ein paar in schwarzen Anzügen gekleidete Gangster auf, die Tom für einen Mann namens Joey Cusck halten, einen ehemaligen Mafia-Killer aus Philadelphia. Fogarty (Ed Harris), einer der Gangster, behauptet, dass sie früher zusammengearbeitet haben, bis er ihn schwer im Gesicht verletzt hat. Fortan werden Tom und seine Familie ununterbrochen von den mysteriösen Mafiosis belästigt, woraufhin noch mehr gewalttätige Auseinandersetzungen folgen und Toms Vergangenheit ans Licht kommt.

Die trügerische Stille und Friedlichkeit des Anfangs (abgesehen von der Eröffnungsszene) lässt den Zuschauer zunächst in falscher Sicherheit, bis es zu einer beispiellosen Eruption der Gewalt kommt, bei der einem der Atem stockt. Hier kommt dann Cronenbergs distinktiver Stil zum Vorschein, die Gewalt ist schmutzig und abstoßend, kurz sogar regelrecht makaber.

Er zeigt eine Welt, in die sich jederzeit unbemerkt Gewalt einschleichen kann und dadurch das Leben der Beteiligten für immer verändert. Er lässt die Fassade einer ganz normalen Bilderbuch-Familie wegbröckeln und zeigt, wie uns die Taten unserer Vergangenheit immer wieder einholen. Wie Gewalt uns und unsere Mitmenschen verändern kann, wird hier faszinierend und schockierend dargestellt.

Durch die Gewalttat seines Vaters ändert sich auch das Leben von Jack Stall, der in der Schule gemobbt wird. Während er anfangs noch schüchtern ist und geschickt mit Worten kontert, wird auch er später gewalttätig.

Cronenberg nutzt die comicartigen Stereotypen, um seine Aussage stärker zu akzentuieren. Da wäre
- die typische amerikanische Kleinstadt
- der "amerikanische Held", der durch Gewaltausübung andere rettet und
dafür in den Medien gefeiert wird
- die amerikanische Bilderbuchfamilie
- die typischen Gangster in schwarzen Anzügen und im schwarzen Cadillac
- der ausgeübte "Amerikanische Traum".

Dadurch mag "A History of Violence" oberflächlich wie ein simpler Thriller mit simplem Plot und Motiv wirken, doch in Cronenbergs Händen entsteht eines der vielschichtigsten amerikanische Meisterwerke der letzten Jahre. Mehrfaches Ansehen macht dies nur deutlicher und die Geschichte enthält immer mehr Interpretationsmöglichkeiten.
Die Meisterklasse des Films besteht u.a. darin, dass einem die Themen jedoch nicht aufgezwungen werden.

Wie Mortensen die zwei Seiten seiner Persönlichkeit spielt, ist eine darstellerische Meisterleistung. Er trägt den Film und fasziniert in einer nuancierten Rolle. Er wird unterstützt von dem brillianten Ed Harris, der als unheimlicher Gangster Fogarty eine regelrecht brodelnde Präsenz aufbaut. Maria Bello erschafft ebenfalls eine tolle Performance, sie ist eine liebende Ehefrau, die jedoch eine ungewöhnlich starke, emotionale Persönlichkeit aufweist und sehr dreidimensional wirkt.

Doch ein großes Highlight erscheint erst am Ende des Films: William Hurts faszinierender Auftritt als Richie Cusack, der soziopathische, extrem fiese Bruder von Tom/Joey. Es ist bemerkenswert, wie es diesem Schauspieler gelingt, mit einem fünfminütigen Auftritt einen solch bleibenden Eindruck zu erzeugen. Seine Gestik und Mimik, die Art, wie er spricht, alles ist so präzise ausgeführt und kalkuliert, dass man die Augen nicht von ihm nehmen kann. Sein boshafter, perverser Humor sorgt zudem für gewisse Lacher und zusätzliche Bedrohlichkeit.

Die dialoglose Schlussszene, die nur von Howard Shores grandioser Musik untermalt wird, ist ein weiteres Beispiel für großartiges Filmemachen und lässt diesen genialen, mutigen Film auf einer ambivalenten Note enden.
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28 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Biedermann und Brandstifter, 22. September 2006
Von 
Klaus Stocker "wunderklaus" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Regisseur Cronenberg ist immer dann besonders gut, wenn der Stoff doppelbödig ist, sich überraschende charakterliche Metamorphosen vollziehen und sich zunächst verborgene moralische Abgründe auftun.

Dieses Wandern am Grat der menschlichen Ambivalenz, die einen Biedermann als Brandstifter, einen Wohltäter als Täter identifiziert, liegt ihm und lässt seine Filmerqualitäten in hohe Höhen aufsteigen. Dann ist seine künstlerische Handschrift sehr einzigartig unter denen der Hollywoodveteranen. Im Mainstream hatte Cronenberg Erfolge mit "The fly", im Gedächtnis blieben aber auch abseitige und ungewöhnliche Thriller wie "Dead zone" oder "Videodrome" und verstörende Charakterstudien wie "Crash". Nahezu jeder dieser Filme beschrieb, wie schnell die dünnen Linien zwischen den Licht- und Grauzonen unserer Moral überschritten sein können.

Auch in "History of Violence" vollzieht sich eine Wandlung. Ein treusorgender Familienvater wird mit seiner gewalttägigen Vergangenheit konfrontiert. Und wie in einer Drogenkarriere, die nie wirklich beendet ist, greift er erneut zu dem Gift, setzt Gewalt ein, zunächst nur um das Eindringen seiner Vorgeschichte in's Heute zu verhindern. Dann jedoch überschreitet er die Grenzen der Selbstverteidigung, wird Täter. Wir wissen nicht, wie wir dazu stehen sollen. Eine eindringliche psychologische Reflexion über Lüge, Gewalt und Doppelmoral im Thrillergewand. Cronenberg's brillante, glasklare Bildsprache, wie er Gesichter und amerikanischen Regionalismus zeigt, ist ideal, um in Eindeutigkeit die Zweideutigkeit vorzuführen. Ein außergewöhnlicher, sehenswerter Film. Einer der besten in Cronenberg's Schaffen.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gewalttätiges Meisterstück, 7. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
David Cronenberg, bekannt durch Filme wie "Die Fliege" und "eXistenZ", hat sich diesmal an ein Thema gewagt, das die Auswirkungen verborgener menschlicher Gewalt in den Fokus rückt.

Inhalt: Tom Stall (Viggo Mortensen), ein einfacher Familienvater in einer amerikanischen Kleinstadt, wird unversehens zum Helden, als er zwei bewaffnete Männer, die sein Restaurant überfallen, in Notwehr erschießt. Über seine heroische Tat wird landesweit im Fernsehen berichtet. Tom und seine Familie glauben, dass mit dem Tod der beiden Verbrecher die Sache für sie ausgestanden ist. Das Blatt wendet sich, als einige Tage später der irische Mafiosi Carl Fogarty (Ed Harris) auftaucht und behauptet, Tom wäre früher ein berüchtigter Gangster aus Philadelphia gewesen und vor Jahren plötzlich verschwunden. Er fordert Tom auf, mit ihm in seine angebliche Vergangenheit zurückzukehren.

Obwohl es sich bei dem Werk nicht um einen reinen Action-Film handelt, spürt man als Zuschauer ständig das latente Vorhandensein von Brutalität. Schon in der ersten Szene werden wir Zeuge, wie zwei gewissenlose Schwerverbrecher ihre Menschenverachtung ausdrücken, ohne dass der eigentliche Gewaltakt sichtbar wird. Danach folgt das Bild der intakten Familie Stall, und es ist dem Zuschauer gleichzeitig bewußt, dass die Idylle bald durchbrochen wird. Das drückt sich auch in der Nebenhandlung aus, in der Toms jugendlicher Sohn Jack von einem Raufbold in der Schule Prügel angedroht bekommt. Obwohl sich Jack aus dieser Situation, aufgrund seiner Eloquenz, zunächst befreien kann, wissen wir, dass es zu einer erneuten Konfrontation kommen wird. Der Zuschauer wartet angespannt auf den imaginären Faustschlag, von dem er ahnt, dass er bald zu Tage tritt, nur noch nicht von wem.

Der Autor Jeff Olson hat sein Oscar-nominiertes Drehbuch sehr kunstvoll aufgebaut. Durch die plötzliche Eruption menschlicher Gewalt, durch den Überfall im Restaurant, der gleichzeitig den auslösenden Moment der Geschichte darstellt, werden die Figuren in einen bedrohlichen Sog hinein gezogen, aus dem sie sich, im zweiten Akt, wieder versuchen zu befreien. Nach ungefähr der Hälfte des Films erfährt die Geschichte einen enormen emotionalen Wendepunkt, der die Sichtweise auf den Protagonisten verändert. Nun müssen sich die Familie und der Zuschauer auf eine völlig neue Situation einlassen.

"A History of Violence" war zu recht der Eröffnungsfilm bei den Festspielen von Cannes. Auf den Extras der DVD wird der Besuch des Regisseurs mit seiner Besetzung bei den Spielen gezeigt. Zudem gibt es ein ausführliches und kurzweiliges Making Of, in dem auf die einzelnen Handlungsabschnitte der Verfilmung eingegangen wird. Es ist eine zusätzliche, typisch "Cronenbergsche" Szene als Bonus enthalten, die einen Traum der Hauptfigur beinhaltet, in welchem seine unterbewußten Ängste zum Vorschein treten. Die Szene wurde aus dramaturgischen Gründen aus dem Film entfernt.

Mit diesem Projekt ist David Cronenberg endlich mal wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Die erlesene Besetzung, allen voran Viggo Mortensen und Maria Bello, die Toms Ehefrau Edie spielt, tragen ihren Teil dazu bei. Der Film hält, unter anderem durch seine unerwarteten Wendungen, konstant die Spannung aufrecht. Für mich einer der besten US-Filme der letzen Jahre.
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5.0 von 5 Sternen Eine Ballade der Gewalt, 3. Mai 2015
Von 
Mueli77 (Weimar, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Um den Film zu bewerten muss ich ein wenig ausschweifen und auch den Comic zum vergleich heranziehen, auf dem dieser Film beruht:

Der Comic:
In der von John Wagner geschriebenen und Vince Locke gezeichneten Graphic Novel aus dem Hause Vertigo, welches ein Imprint von DC Comics ist, geht es von der ersten Seite an richtig zur Sache. Zwei Gauner, die kurz zuvor ein Anhalterpärchen ermordet und ausgeraubt haben, kommen in Tom McKennas Bistro. Dort sind sie aber an den Falschen geraten. Denn, als sie Tom ausrauben wollen, schlägt dieser brutal zurück und wird zum gefeierten Helden. Durch die mediale Präsenz wird der Mafiagangster Johnny Torrino auf ihn aufmerksam. Mit zwei seiner Lakaien besucht er Tom McKenna, den er noch als Joey kennt und der ihn vor vielen Jahren in Brooklyn übel mitgespielt hat. Johnny Torrino hat wegen Joey und seinem damaligen Freund Richie, der sich wegen des Mordes an seinem Bruder Steve an einem anderen Mafiamitglied rächen und gleich noch ein wenig Geld machen wollte, sein rechtes Auge verloren. Torrino glaubt nun in Tom den alten Joey wiederzuerkennen und will dies auch mit einem abgetrennten linken kleinen Finger beweisen. Auch Tom fehlt der linke kleine Finger und so stellt Torrino Tom mit seinen Männern zur Rede. Vor Toms Haus eskaliert schließlich die Situation, nachdem Torrino mit Toms Sohn Buzz als Geisel auftaucht. Erneut muss sich Tom wehren und schafft es alle drei Gangster zu erledigen.
Nach diesem Vorfall kommt er nicht umhin, seiner Frau Edie die Wahrheit über seine Vergangenheit zu erzählen. Gerade als er und Edie glauben es sei vorbei, erhält Tom einen seltsamen Anruf. Am anderen Ende der Leitung ist sein Freund Richie, den Tom, alias Joey, seit mehr als zwanzig Jahren tot glaubt. Dieser befindet sich offenbar in der Gewalt von Lou Manzi Junior, dem Sohn des Mannes, den Richie und Joey vor vielen Jahren ermordet und beraubt hatten. Um endlich Frieden mit seiner neuen Familie zu finden, muss Joey zurück nach Brooklyn, seinen Freund befreien und diese Sache ein für alle Mal klären.

John Wagner erzählt eine atmosphärisch unglaublich dichte Geschichte mit sehr gut ausgearbeiteten Figuren. Selbst kleinste Nebenfiguren werden hier nicht zu platten Klischees degradiert. Zwar ist die Geschichte spätestens ab dem Vorfall im Bistro klar und absolut vorhersehbar, aber in diesem Fall ist der Weg das Ziel und ein paar kleine Überraschungen hat Wagner trotzdem noch in der Hinterhand. Wagner erzählt in drei Kapiteln jeweils drei wichtige Abschnitte aus Toms/Joeys Leben. Während sich das erste Kapitel vorrangig mit den Ereignissen in Toms Kleinstadtidylle beschäftigt, widmen sich die anderen beiden Kapitel den Ereignissen in Brooklyn, wobei Kapitel Zwei sich mit Joeys Vergangenheit beschäftigt und Kapitel Drei die abschließenden Ereignisse der Gegenwart erzählt. Neben starken Emotionen scheut sich Wagner aber auch nicht die Gewalt, welche gerade in Amerika allgegenwärtig ist, in seiner ganzen Grausamkeit dem Leser vor Augen zu führen.
Um dies visuell entsprechend umzusetzen, wurde Vince Locke als Zeichner ausgewählt. Wie auch schon bei „From Hell“, von Alan Moore und Eddie Campbell, gibt es bei „A History of Violence“ keinerlei Farben oder Grauabstufungen. Alle Ereignisse werden in minimalistischem Scharz und Weiß dargebracht. Wer jetzt allerdings glaubt, dass hierdurch Elemente verloren gehen könnten, den kann ich beruhigen. Gerade wegen der auf die notwendigsten Dinge beschränkten Stilmittel erzeugt Vince Locke eine sehr überzeugende und spürbar dichte Erzählweise. Auch die bereits angesprochenen Grausamkeiten werden in ihrem Detailreichtum in keinster Weise eingeschränkt, was manchmal sehr erschreckend ist.

Der Film:
David Cronenbergs Umsetzung der Comicvorlage bestreitet einen gänzlich anderen Weg. Sie beginnt wesentlich ruhiger und bedient sich nur ausgewählter Elemente des Comics. Zwar gibt es auch hier die beiden Gangster, welche alles ins Rollen bringen, aber Tom heißt zum einen nicht McKenna, sondern Tom Stall und ist selbst ein ehemaliger Mafiagangster mit Namen Joey Cusack. Aus John Torrino wird Carl Fogarty, und Richie ist auch nicht sein Freund, sondern sein Bruder, der wiederum auch ein gänzlich anderes „Schicksal“ erleidet. Grundsätzlich nutzt die Verfilmung hauptsächlich nur das erste Kapitel und bedient sich aus den anderen beiden nur zu einem geringen Prozentsatz. Hierdurch geht sehr viel der Charakterisierung der Hauptfigur Tom/Joey verloren. Seine wahren Beweggründe werden verwässert und zum Klischee abgestempelt. Grundsätzlich legt der Film viel mehr Wert auf die Familienbeziehung und durch die Ereignisse ausgelöste Spannungen, als es im Comic der Fall ist.

David Cronenberg liefert keine wirkliche Adaption des Comics ab, sondern kreiert seine eigene „Gewaltballade“. Mit eindringlichen und sehr dunklen Bildern erzählt er Toms Geschichte gänzlich anders. Cronenbergs Fokus liegt auf der Familie und nicht auf Toms Leben und wie er mit der Situation klarkommt. Andererseits ist John Wagners Graphic Novel auch sehr schwer umzusetzen, wenn man sich ganz streng an die Vorlage halten will. Nicht etwa wegen des Inhaltes an sich, sondern eher wegen der doch beschränkteren Stilmittel und der komplett anderen Erzählstruktur, die einem das Medium Film bietet. Dinge die im Comic funktionieren und auch gut aussehen, können auf der Leinwand unglaubwürdig, lächerlich oder übertrieben überzogen wirken. Zwar wurden ein paar Elemente aus dem Comic übernommen, dafür aber anders arrangiert. SO gibt es am Anfang die Szene mit den zwei Räubern, welche im Film keine Anhalter ausrauben sondern die Besitzer eines Motels ermorden und auch deren Tochter. Dieses Mädchen mit seiner Puppe kommt auch im Comic vor, allerdings ist sie dort die Tochter eines Kunden in Toms Bistro und wird auch nicht ermordet.
Trotz allem liefern gerade Viggo Mortensen (Tom Stall) und Maria Bello (Edie Stall) sehr gute schauspielerische Leistungen ab. Aber auch William Hurt (Richie Cusack) und Ed Harris (Carl Fogarty) wissen zu überzeugen. Selbst einige der massiven Gewaltdarstellungen schafften es in den Film, wobei auch hier Abstriche gemacht werden mussten, da manches doch sehr exzessiv wäre, was den Film dennoch nicht vor einer FSK 18 rettet. Allerdings wirkt mir diese Einstufung doch ein wenig übertrieben, wenn ich Filme wie 300 oder Sin City als Vergleich heranziehe. Da fällt „A History of Violence“ wesentlich „harmloser“ aus. Und dann gibt es da noch die Behauptung, dass nur die DVD in Deutschland ungeschnitten ist, weil die hierzulande veröffentlichte Bluray auf der US Rated-R Fassung basieren soll. Allerdings sind diese Unterschiede so minimal, dass sie kaum auffallen, und äußern sich auch nicht in einer anderen Laufzeit, da keine Szenen entfernt, sondern nur Bluteffekte digital reduziert wurden.

Sieht man den Film als eigenständiges Werk an, dann ist er durchaus gelungen und hat viele gute Ideen und Momente. Zusammen mit den Darstellern ist der Film fast schon ein kleines Highlight, wenngleich es für viele Fans nicht Cronenbergs bester Film ist. Aber das ist wie immer Geschmackssache. Vergleicht man den Film aber mit der Comicvorlage, was irgendwann unausweichlich der Fall ist, verliert dieser sehr stark. Denn die Stimmung des Comics kann der Film nicht einfangen und wiedergeben. Vielmehr wirkt er wie ein farbloses Abziehbild des Comics, wobei mir die Probleme, einer der Vorlage gerechten Umsetzung, schon klar sind. Trotzdem würde ich jedem, der nur den Film kennt, ganz klar den Comic ans Herz legen, und selbst wenn man sich nur für eine der beiden Versionen entscheiden müsste, dann wäre dies in meinen Augen der Comic.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich!, 13. April 2010
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Tom Stall (Viggo Mortensen) lebt zusammen mit seiner Frau Edie (Maria Bello) und ihren beiden Kindern still und zurückgezogen in einer kleinen Stadt im Mittleren Westen. Als Tom eines Tages einen Überfall in seinem Restaurant vereitelt, wird er zum Medienhelden hochstilisiert. Daraufhin bekommt er Besuch von zwei Mafiosi (William Hurt und Ed Harris), die behaupten Tom zu kennen und mit ihm früher Geschäfte gemacht zu haben...

"A History of Violence" von David Cronenberg ist ein eindringlicher und stellenweise sehr brutaler Film, den man sicherlich nicht so schnell vergisst. Kein Wunder, setzt Cronenberg doch von Anfang an auf ein realistisches, konventionelles Szenario, dass auf keine Konsequenzen außer Acht lässt. Dabei profitiert der Film vom grandiosen Spiel seines Hauptdarstellers Viggo Mortensen.

Das charakteristische Stilmittel in "A History of Violence" ist dabei Gewalt. Cronenberg gelingt es, diese sehr drastisch und hart darzustellen, wobei diese in keiner Sekunde verherrlicht wird, sondern nur als ein Mittel zum Zweck suggeriert wird. So entwickelt sich der Film zu einem eindringlichen Thriller und einer interessanten Charakterstudie, die den Zuschauer in jeder Sekunde am Geschehen teilhaben lässt und dabei seine Figuren nur ebenso tief beleuchtet wie es gerade notwendig ist. Wobei die sehr gute Besetzung natürlich einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Sensationell! - 5 Sterne.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Böse unter der Oberfläche, 13. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: A History of Violence (DVD)
Nachhaltig beeindruckt hat mich David Cronenbergs Film "History of Violence".

Die Story ist eigentlich schnell erzählt und verrät dennoch wenig von der eigentlichen Faszination für diesen Film, dessen Brillanz neben einem hervorragenden Schauspielerensemble insbesondere dem Regisseur zu verdanken ist, mit dessen "üblichen" Filmen ich bislang eher nichts anzufangen wusste.

Tom Stall (ausdrucksstark: Viggo Mortensen) lebt mit seiner Familie in einem Kleinstadtidyll und betreibt dort ein Café, dass eines Tages überfallen wird. In dieser Notwehrsituation erschießt er die beiden Kriminellen und erlangt dadurch als Held lokale Berühmtheit. So erregt er die Aufmerksamkeit von Carl Fogarty (wieder einmal schlicht großartig: Ed Harris) und seinen Kumpanen, die ihn eines Tage im Lokal aufsuchen und vorgeben ihn als "Joey Cusack" von früher her zu kennen. Rasch wird seiner Frau (beeindruckend: Maria Bello) und dem Zuschauer klar, dass in der Vergangenheit Toms Dinge lauern, die Dunkles erahnen lassen.

Das wirklich nachhaltig Beeindruckende dieses Films läuft quasi in der Metaebene ab. Von Anfang an erfasst den Zuschauer eine unterschwellig suggerierte Unruhe über die auch die brillant fotografierte Idylle nicht hinweg zu täuschen vermag. Es lauert etwas Dunkles, gar Böses unter dieser Oberfläche.

Auch zeigt das Werk die feinen Verästelungen der Gewalt, die sich allmählich in alle Lebensbreiche Bann schlägt und auch den intellektuellen Sohn Toms (tolle Debütleistung: Asthon Holmes) erfasst, der sich gegen die Anfeindungen in der Schule bis dato verbal zu entziehen vermochte und ihn nun in eine schlagkräftige Auseindersetzung führt. Das zunehmende Mißtrauen das Tom entgegengebracht wird, droht die gesamte harmonisch lebende Familie zu zerstören.

Lediglich das Finale, in dem wir William Hurt (oscarnominiert für seinen siebenminütigen Auftritt!) erfreulicherweise wieder begegnen, vermochte mich nicht gänzlich zu überzeugen. Wurde doch hier Gewalt dem Zuschauer eher als probates Mittel zur Konfliktlösung angeboten, wenngleich auch eine stete Distanzierung hierzu erkennbar blieb.

Ansehen!
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A History of Violence
A History of Violence von Vince Locke (DVD - 2006)
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