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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig gute Besetzung: Hier passt alles!, 8. Juni 2006
Von 
Leslie Richford (Selsingen, Lower Saxony) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ariadne auf Naxos (Audio CD)
Durch eine sehr positive Besprechung in der Zeitschrift „stereoplay“ (Juni 2006: „die attraktivste Ariadne aller Zeiten … Klangqualität fast so gut wie die der letzten EMI-Ausgabe“) sowie durch die Zugehörigkeit von Rita Streich (deren „Fledermaus“-Aufnahme unter v. Karajan bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte) zum Ensemble ließ ich mich – der ich keineswegs eingefleischter Richard-Strauss-Fan bin - zum Kauf dieser preisgünstigen 2-CD-Kassette bewegen. Ich werde es keineswegs bereuen: Obwohl es sich hier um die allererste Studio-Aufnahme der „Ariadne“ (1954 in London) und bei der Naxos-Ausgabe nur um die digitale Überspielung alter Mono-LPs handelt, stellt sich von der ersten Minute an das Gefühl ein: „Das ist es!“ Sicher liegt das an der einmalig guten Besetzung, denn hier kommen reihenweise beste Vertreter der damaligen deutschsprachigen Opernszene zum Einsatz. Elizabeth Schwarzkopf als Primadonna/Ariadne scheint genau den richtigen Ton zu treffen, und ihr Liebesduett mit Bacchus (ein hervorragender Rudolf Schock) erreicht eine Intensität, die mir sonst nur aus Wagners „Tristan und Isolde“ bekannt war. Allerdings haben Strauss und Hugo von Hofmannsthal das Erhabene sehr geschickt mit dem Lächerlichen verbunden, und die Charaktere aus der „Opera buffa“ vermögen ebenfalls allesamt auf ihre Art zu überzeugen, allen voran natürlich Rita Streich als Zerbinetta, die mein Ohr wieder einmal mit ihrem mühelosen Koloratura-Sopran entzückt hat (man höre den letzten Track auf der ersten CD: „Großmächtige Prinzessin“ und den ersten auf der zweiten: „Noch glaub’ ich dem einen ganz mich gehörend“). Von Karajan erweist sich als absoluter Spitzendirigent, das Philharmonia Orchestra spielt, als wäre es mit dieser Musik groß geworden. Der Prolog mit seinem Sprechgesang wird hervorragend in Szene gesetzt, und die Textverständlichkeit ist für eine so alte Aufnahme unvergleichlich gut – was auch notwendig ist, denn Naxos liefert kein Libretto, sondern nur eine knappe, englischsprachige Zusammenfassung der Handlung. Dennoch möchte ich allen Beteiligten laut: „Bravo!“ zurufen.

Als „Zugabe“ gibt es eine LP-Seite aus dem Jahr 1953, auf der Elisabeth Schwarzkopf die Schlußszene aus Strauss’ letzter Oper „Capriccio“ vorträgt. Das passt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stimmig bis ins Detail – vollendete "Ariadne auf Naxos", 30. Mai 2014
Von 
Klassikfreund (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ariadne auf Naxos (Audio CD)
Die eigentümliche Janusköpfigkeit dieses Werkes von Richard Strauss aus dem Jahr 1916 hat es mir immer ein wenig schwer gemacht, einen dauerhaften Zugang dazu zu finden. Rudolf Kempes Dresdner Aufnahme gelang das trotz ihrer herausragenden Qualität nicht, ähnlich sah es mit Giuseppe Sinopolis erstklassiger Interpretation aus. Die DVD-Veröffentlichung Christian Thielemanns traf jüngst musikalisch voll ins Schwarze, wenngleich die Inszenierung nicht vollends zufriedenstellte. Und nun Herbert von Karajans "Ariadne auf Naxos" von 1954 – sie hat mich von Anbeginn begeistert.

Das "Ariadne-Problem"

Doch woran mag mein Ariadne-Problem liegen? Kempe und Sinopoli liefern hochkarätige Einspielungen, aber Karajan und Thielemann heben sich vielleicht durch ihre ausdifferenzierte Klanggestaltung und die "fruchtige" Spielfreude von den Kollegen ab. So schafft es Karajan, den zahlreichen Facetten des Werkes Ausdruck zu verleihen. Bei ihm läuft die Oper niemals Gefahr, sämig oder zäh zu klingen. Er schafft den Ausgleich zwischen der "Vielfalt der Stile" und der "Harmonie der Kontraste" – zwei Wesensmerkmale der Ariadne, die der Strauss-Spezialist Bryan Gilliam hervorhebt.

Es läßt sich nur schwer beschreiben, aber die Ariadne klingt schnell trocken und faserig, viel schneller als zum Beispiel Salome, Elektra oder der Rosenkavalier. Es ist ihre besondere kompositorische Beschaffenheit, die den Keim für diesen Umstand legt. Hier jedoch glänzt Karajans Interpretation mit Farbenpracht, freudiger Elastizität und höchster Konzentration.

Verzaubernde Glanzleistungen

Unterstützt wird der Maestro von einem Ensemble, das zweifelsfrei einen kaum zu überschätzenden Beitrag zum Gesamteindruck leistet. Elisabeth Schwarzkopf (Prima Donna/Ariadne), Rita Streich (Zerbinetta), Irmgard Seefried (Komponist) und Rudolf Schock (Tenor/Bacchus) bilden eine makellose (Traum-)Besetzung. Dazu ein Orchester, das Philharmonia Orchestra, das die Absichten seines Leiters musikalisch tadellos umzusetzen versteht.

Mustergültig ist ebenso die Aufnahmequalität des Monomitschnitts. Ich kenne manch jüngere Aufzeichnung, die nicht derartig gut klingt.

Bonus und Fazit

Als Bonus gibt es die Schlußszene aus der Strauss-Oper Capriccio. Elisabeth Schwarzkopf wird hier vom Philharmonia Orchestra unter Otto Ackermann begleitet. Der Mitschnitt stammt aus dem Jahr 1953.

Insgesamt bietet diese Veröffentlichung eine Ariadne, von der man nicht mehr loskommt. So manch befremdlicher Opernmitschnitt Karajans aus den späteren Jahren ist hier noch in weiter Ferne. Der Maestro glänzt mit viel Fingerspitzengefühl und Verve, sein Orchester und seine Sänger tun es ihm gleich. Herausgekommen ist dabei eine Interpretation – stimmig bis ins Detail –, der auch nach sechzig Jahren noch ein Platz ganz vorn gebührt.

(Das Begleitheft ist in englischer Sprache.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wohl eine der besten Aufnahmen überhaupt, 25. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Ariadne auf Naxos (Audio CD)
Elisabeth Schwarzkopf als Ariadne und Irmgard Seefried als Komponist sind das Nonplusultra in ihren Partien. Glanzvoll auch Rita Streichs Zerbinetta, erst von Edita Gruberova wieder erreicht. Rudolf Schock ist in Topform und singt einen Bacchus, von dem sich fast alle anderen Interpreten der Partie eine Scheibe abschneiden können. Luxus in den kleinen Rollen (Hermann Prey, Gerhard Unger, Fritz Ollendorff, Anny Felbermayer).Karajan am Pult in einer seiner besten Leistungen
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ariadne der Superstars!, 21. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Ariadne auf Naxos (Audio CD)
Das gilt vor allem Rudolf Schock der hier - obwohl kein Heldentenor - den besten Bacchus singt den ich je gehört habe mit seinem lyrischen Tenor und leicht baritonalen Timbre. Elisabeth Schwarzkopfs Stil mag uns heutzutage ein klein wenig datiert vorm Ohr klingen, aber gegenüber den Bacchus von Schock ist sie einfach Spitze. Eine einmalige Stimme. Auch alle anderen Rollen sind perfekt besetzt, Rita Streich als eine nicht zu toppen Zerbinetta; Hermann Prey als Harlekin. Aber so könnte man fast alle Sänger nennen, bis in den kleinsten Rollen. Eine fantastische Einspielung! Das Philharmonia Orchestra unter Herbert von Karajan spielt hervorragend. Dies muss einer der besten Operneinspielungen Karajans sein. Auch die Klangqualität ist bestens, aber das ist fast immer so wenn es sich um Karajan handelt. Hier gibt es eben gar nichts zu meckern.
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Ariadne auf Naxos
Ariadne auf Naxos von Elisabeth Schwarzkopf (Audio CD - 2006)
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