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Better Than Raw (Expanded Edt.)
Format: Audio CDÄndern
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am 21. November 2012
Die zweite Hälfte der 1990er Jahre waren die produktivsten Jahre der Kürbisköpfe: Zwischen 1996 und 1999 erschienen zwei reguläre Studioalben, ein Live- und ein Coveralbum! Zudem veröffentlichten Andi Deris und Roland Grapow jeweils zwei Soloalben, Markus Großkopf das Shockmachine-Projekt und Uli Kusch ein Rainbow-Tribute-Album.

Trotz dieses enormen Outputs litt die Qualität (zumindest) bei der Hausband Helloween nicht. 1998 erschien mit Better Than Raw eines der stärksten Alben der Bandgeschichte! Die Band zeigte sich auf ihrem achten Studioalbum sehr wandlungsfähig. Alle alten Stärken waren vertreten und einige neue Elemente wurden integriert. Nach einem wie immer schönen Intro prescht die Band mit Push voll nach vorne. Ich weiß, dass sich der Song großer Beliebtheit erfreut, mir war er persönlich immer etwas zu heftig. Dennoch kein schlechter Song in dem Sinne. Falling Higher und Hey Lord! sind schon eher nach meinem Geschmack. Letzterer wurde völlig zurecht als Single ausgekoppelt. Echtes Hitpotential! Don't Spit On My Mind hat bei mir länger gebraucht zu zünden, mag ich aber heute sehr. MIt Revelation folgt ein epischer, für Helloween Verhältnisse sehr progressiver Song. Meiner Ansicht nach einer der besten, denn sie je veröffentlichten. Etwas ruhiger wird es mit Time. Ebenfalls ein Klasse Song. I Can, eine weitere Single mit Ohrwurmcharakter. A Handful of Pain und Laudate Dominum (in Latein!) sind beides gute Songs und auf ihre Art und Weise sehr speziell. Das Album schließt mit Midnight Sun ordentlich ab.
Die Bonus Tracks der Deluxe Edition sind so eine Sache. A Game... und Back on the Ground sind sehr stark und hätten eigentlich aufs reguläre Album gehört. Die Live Version von Perfect Gentleman ist keine besondere Sache. Das Live Instrumental ist auch nichts, was man unbedingt haben muss.

Better Than Raw war Anno 2000 mein erster Kontakt mit Helloween. Obwohl ich inzwischen grundsätzlich die Scheiben von Kiske deutlich lieber höre als die von Deris, findet Better than Raw immer mal wieder den Weg in meinen Player. Die Scheibe hat keine Aussetzer und zeigt die Hamburger Band mit Andi Deris in Bestform! Danach kam mit Dark Ride zwar noch eine sehr gute Scheibe aber dann ging es doch eher Bergab. Seis drum. Better Than Raw und die Erinnerungen bleiben.
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am 10. Juni 2015
Nach dem schmucken Neuanfang Master of the Rings(1994) und dem ein wenig auf härter und düsterer getrimmten The Time of the Oath(1996) hauen uns Helloween hier Ihr 3. Album mit Andy Deris vor den Latz. Es ist mit zwar gewohnt hart, schnell und Heavy, allerdings kommen mir die Melodien noch mehr auf Sänger Andy Deris auf den Leib zugeschnitten vor. Das düstere Element kommt auf dem Album kaum noch vor, man orientiert sich doch stilistisch wieder etwas verspielter eher an Master of the Rings und den beiden Keeper-Alben. Das etwas vertrackte "Dont spit on my Mind"(3/5), der ernste Rocker "Handful of Pain"(4/5), das etwas progressivere, von vielen Taktwechseln dominierte abwechslungsreiche 8-minütige "Revelation"(3/5) und die dunkle melancholische Ballade "Time"(3/5) sind die düsteren Songs des Albums. Mit dem Ultra-Brettharten "Push"(3/5) steigt man äussert aggressiv und modern in das Album ein, "Falling Higher"(4/5) ist schneller Gute-Laune-Metal, "Hey Lord!"(5/5) erinnert von seiner Machart und seiner hymnenhaften mitsingbaren Eingängigkeit an "Perfect Gentleman", "I can"(5/5) ist Helloween-Happy-Metal pur, "Laudate Dominum"(3/5) schlägt mit laitinischem Text in die selbe Happy-Metal-Kerbe, genau wie auch der etwas längere Abschlusstrack "Midnight Sun"(3/5). Man sollte aber hier nicht nur die einzelnen Songwertungen als Referenz heranziehen, dieses Album besticht als Ganzes.

Das Album ist leichter verdaulich als der Vorgänger The Time of the Oath, es regiert neben einigen ernsteren Songs hauptsächlich die Haupttrademarks von Helloween dieses Album, nämlich schneller Speed-Happy-Metal mit guten Melodien und schönen Refrains. Gut, ob jetzt latainische Texte sein müssen oder man auch hie und da mal über das Ziel hinaus schiesst, Helloween haben schon immer Ihre Grenzen ausgelotet, und man hat hier meines erachtens ein äusserst abwechlungsreiches typisches Helloween-Album abgeliefert dass keine Füller enthält und einen wirklich gut unterhalten kann. Die Produktion von Tommy Hansen ist sehr natürlich gehalten, Andy Deris singt sehr gut, das Comic-Cover mit dieser erotischen Hexe in der Hexenküche stehend und Ihren Hexen-Sud rührend ist für mich das schönste Helloween-Cover überhaupt, die Musik ist feinster Helloween-Stoff - was will man mehr.

Anspieltipps: "I can","Hey Lord","A Handful of Pain","Falling Higher"
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am 25. Februar 2013
wer Heavy Metal mag der sollte wirklich HELLOWEEN nicht von der Bettkante stoßen , Hören und eigenes Urteil bilden.. DANKE HELLOWEEN
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am 7. August 2009
Als Helloween-Fan war ich natürlich sehr gespannt auf die Scheibe, zumal ich das ein Jahr später erschiene Album "Metal Jukebox" und das zuvor erschienene "Time of the Oath" sehr schätzte. Aber im Grunde hat sich der Kauf leider nur wenig gelohnt. Die Jungs zeigen hier nicht gerade ihr bestes können, wie ich finde. Dennoch lohnt es sich als kleiner Appetithappen für zwischendurch.
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