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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine absolute Referenz Blu-ray!!!
Bild und Sound dieser Blu-ray sind der absolute Hammer! Sicherlich gehört dieser Fim zum besten was ich bisher auf Blu-ray gesehen habe. Besonders die Szenen auf dem Empire State Building sind der Wahnsinn! So hat man das alte New York noch nie gesehen. Sowohl die Kinoversion als auch die 15 Minuten längere Extended Edition sind auf dieser Disc enthalten. Nur...
Veröffentlicht am 31. März 2009 von smithi80

versus
3.0 von 5 Sternen großer & langer King Kong
die Extended Edition geht 3 Stunden und 20 Minuten. Die ersten 50 Minuten dauert es, bis alle Charaktere vorgestellt sind und die Truppe sich auf den Weg zur Insel macht. Dann ist die Ankunft im Sturm und Nebel sehr gut filmisch dargestellt, ebenso die Erkundung der Insel, die zur rasanten Dino-Action wird. Das ist unterhaltsam anzuschauen, bis King Kong schließlich...
Vor 2 Monaten von read+listen veröffentlicht


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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine absolute Referenz Blu-ray!!!, 31. März 2009
Von 
smithi80 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Bild und Sound dieser Blu-ray sind der absolute Hammer! Sicherlich gehört dieser Fim zum besten was ich bisher auf Blu-ray gesehen habe. Besonders die Szenen auf dem Empire State Building sind der Wahnsinn! So hat man das alte New York noch nie gesehen. Sowohl die Kinoversion als auch die 15 Minuten längere Extended Edition sind auf dieser Disc enthalten. Nur die Extras fallen etwas mager aus. Da gab es auf der DVD etwas mehr.

Dennoch ein absolutes Meisterwerk und ein Muss in jeder Blu-ray Sammlung!

P.S. Ich finde es nicht richtig einer Blu-ray nur einen 1 Stern zu geben, weil dort das riesige FSK Logo auf dem Cover abgebildet ist. Das verfälscht einfach das Ergebnis. Theoretisch müsste man dann jeder neuen Blu-ray oder DVD nur einen Stern geben, weil es ja neuerdings überall so ist. In einer Bewertung sollte es um das Gesamtprodukt gehen, also hier vor allem die Qualität der Blu-ray, wie Bild und Ton, und diese sind bei dieser Blu-ray überragend. Natürlich nervt das FSK Logo, aber eine solche Bewertung sagt dann noch lange nichts über die Qualität der Disc aus.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Medialer Bombast gepaart mit einer großen Story, 27. Juli 2007
Von 
llloMedley (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: King Kong (Einzel-DVD) (DVD)
Peter Jacksons King Kong" sollte der Titanic-Bezwinger" werden, trotz legendärer Story und einem Wahnsinns-Etat ist er es dennoch nicht geworden.

Die Handlung dürfe als bekannt vorausgesetzt werden, dennoch eine Zusammenfassung:

Der zwielichtige Filmemacher Carl Denham (Jack Black) steht kurz vor dem Aus seiner Karriere. Um sich und seinen nicht fertig werden wollenden Film doch noch zu retten, schleppt er eine ahnungslose Crew mit auf die sagenumwobene Insel Skull Island".
Mit dabei hat er u.a. die erst kurz vorher engagierte Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts), welche sich trotz Geldnöten nur für das Projekt begeistern ließ, weil der von ihr so bewunderte Drehbuchautor Jack Driscoll (Adrien Brody) am diesem beteiligt ist.
Nach einer langen Reise erreichen sie dann schließlich Skull Island". Dort begegnen sie nicht nur wilden Eingeborenen, sondern auch aller Hand spektakulärer und unbekannter Monster. Darunter auch ein ca. 10 m großer Riesengorillla, dem die Eingeborenen Ann Darrow als Opfergabe überreichen.
King Kong verliebt sich jedoch in die blonde Frau und flüchtet mit ihr in die Tiefen des Dschungel. Driscoll, der sich in Darrow verliebt hat, und ein grossteil der Crew machen sich auf die Suche nach ihr, um sie aus den Fängen des Ungetüms zu befreien.
Nach einigen Strapazen und vielen Opfern gelingt ihnen dies schließlich auch. Doch damit nicht genug: Der geldgierige Denham sieht in King Kong die Möglichkeit reich zu werden.
So wird der Riesengorilla gefangen genommen und in New York als das achte Weltwunder" während einer Theatershow präsentiert. Doch die Urgewalt lässt sich nicht als Zirkusaffe missbrauchen: King Kong sprengt seine Ketten und begibt sich in New York auf der Suche nach Ann Darrow. Dabei richtet er kolossale Schäden an und das Militär ist ihm dicht auf den Fersen...

Klar, die Geschichte ist bekannt und bietet all die Eigenschaften für ein modernes Märchen. Die Geschichte des King Kong ist eine der ganz großen - wenn nicht sogar die größte - Hollywoodgeschichte überhaupt.

Die Arroganz des Menschen gegenüber der Natur wird von Jack Black als Denham gut und glaubwürdig verkörpert. Auch der Dialog eines Passanten und eines Photografen greift eines der zentralen Themen dieses Films wieder auf. Warum der Affe sich auf das Empire State Building (Als Symbol des Größenwahns) zurückgezogen habe, will der Passant wissen. Das war nur ein dummes Tier. Der wusste gar nichts", meint der Photograph.
Immer noch nicht begreifend, dass die Menschen die viel Dümmeren sind. Glaubten sie doch, eine Naturgewalt aus ihrer gewohnten Umgebung entreißen und dann kontrollieren zu können.

Der Film beginnt wirklich toll, die Einführung in das New York der 1930er Jahre während der Depressionszeit ist absolut stimmungsvoll und lässt früh deutlich werden, dieser Film bietet Atmosphäre und zwar eine dichte.

Zu den übertrieben freudigen Klängen der Musik von Top of the World" wechseln sich Bilder des Aufbruchs und Aufbaus (beim Errichten immer neuer und gigantischerer Wolkenkratzer) und Bilder der Armut, von Menschen vor Suppenküchen und Leuten die auf Parkbänken schlafen, ab. Die Depressionszeit eben. Auch die damals herrschende Prohibition findet Einzug in die anfängliche Bilderflut und zeichnet somit ein stimmiges und komplettes Bild der damaligen Zeit.

Überhaupt kann ich die allgemeine Kritik, die erste Stunde sei zum einschlafen, nicht nachvollziehen. Manche Szene wirken sicherlich etwas zu lang (Denhams Anweisungen im Taxi bezüglich der Abreise), aber insgesamt werden in dieser Stunde die Figuren eingeführt. Dies auch mit durchaus manch witziger Szene und auf jeden Fall mit viel Charme.

In der zweiten Stunde verliert sich der Film dann etwas im medialem Bombast Jacksons. Schon bei Herr der Ringe" war dies teilweise so, aber in King Kong" setzt Jackson und WETA-Designs noch einen drauf. Immer neue und spektakuläre Monster tauchen auf und in der Heimkinoanlage kracht und scheppert es ohne Ende.

Leider wirkt mancher Dinosaurier etwas gekünstelt (die Dinos in Jurassic Park" sahen m.M.n. besser aus), aber die imposante Bilderflut in seiner Gesamtheit weiß zu überzeugen.

Genauso wie die perfekte musikalischer Untermalung. Der Main Score ist wirklich klasse und wird immer wieder zur passenden Zeit eingesetzt, um den cineastischen Vergnügen die nötige Stimmung zu verleihen.

In King Kong" greift Jackson teilweise auf die selben methodischen Feinheiten zurück, die er schon bei Herr der Ringe" verwendete. Immer wieder wird es in dramatischen und traurigen Momenten ganz ruhig, nur noch eine leise und feine Melodie und Ausschnittsweise einige verfremdet klingende Umgebungsgeräusche sind zu vernehmen. In Kombination mit den verlangsamt und leicht verzerrt wirkend laufenden Bildern wird hierbei großes Kino geboten. Stimmungsschaffen auf höchstem Niveau!

Doch leider gibt es auch viele ärgerliche und manchmal sogar peinliche Momente:
Die Flucht vor den Dinosauriern in der engen Bergschneise ist einfach übertrieben. Keiner der Crew hätte diese Überleben dürfen. Musste mancher Stunt so übertrieben sein? Hat Driscoll wirklich, während er um sein Leben rennt, Zeit im vorbeigehen noch während des Springens einen am Boden liegenden Raptor perfekt mit einem Fußtritt zu treffen um diesen endgültig auszuschalten?
Die Tanzszene Naomi Watts vor King Kong wirkte auch leider eher peinlich. Die Annäherungsversuche der blonden Frau zum bedrohlichen Riesengorilla hätte geschickter inszeniert werden können. Ähnliches gilt für die Schlittschuhszene".
Der Kampf King Kongs gegen gleich drei Tyrannosaurier ist zu lang und unrealistisch. Die ständigen Hin und Her Würfe Watts von Kong und das immer wieder geschickte Auffangen mitten in der Schlacht, verlangen einem doch zu viel Leichtgläubigkeit ab. Musste King Kong, nach dem er den letzten T-Rex erlegt hatte, wirklich noch diese Leichenfledderei betreiben? Hier spürt man recht deutlich Jacksons Vergangenheit, als er noch eher Splatterfilme drehte. Ähnlich bei den Insektenszenen. Manchmal ist weniger mehr. Auch Jimmys Kunstschüsse gegen die am Körper Driscolls hängenden Riesenameisen (?) sind dann doch etwas zu viel des guten...

Eine weitere Sache die mich gestört hat ist die Betonung und Aussprache Kretschmanns als Schiffskapitän Engleman. Klingt unpassend. Wie gewollt, aber nicht gekonnt.
Auch Naomi Watts schaut mir manchmal etwas zu lange und zu häufig schmachtend in die Kamera und King Kong schmachtet zurück.
Der Spannungsbogen wird gelegentlich auch etwas überspannt.

Sei es drum. King Kong" bietet phantastische Bilder und ist wahres Popcornkino. Ich habe die 180 Minuten keinesfalls als langweilig empfunden. Insgesamt ist das Werk stimmig.

Tolle Effekte, tolle Musik, klasse Settings, tolle Kostüme, ein tolles Wiederaufstehen des New York der 1930er Jahre, etwas Humor und vor allem medialer Bombast machen King Kong" zu einem Filmvergnügen, auch wenn Jackson sich mitunter als etwas zu detailverliebt erweist.

Wegen der oben genannte Kritikpunkte letztendlich aber nur 4 Sterne. Der ganz große Wurf wurde leider - knapp - verfehlt.

Kurz zur DVD: Das Bild ist gestochen scharf und setzt Maßstäbe. Der Ton ist brillant und besonders beim Aufrauchen der Insekten freut sich die heimische Anlage.
Extras gibt es auch ein paar. So z.B. die Produktionstagebücher und zwei Dokumentationen. Eine über das New York das 1930er Jahre, eine weitere über Skull Island. Wer mehr will, greift zur "Deluxe Edition". Wem im Prinzip nur der Film reicht zur "Oscar Edition".
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78 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker in neuem Gewand, 15. März 2006
Rezension bezieht sich auf: King Kong (Limited Edition, 2 DVDs) (DVD)
Das Wichtigste vorab: Ich kommentiere nur diesen Film von Peter Jackson und werde ihm nicht dem Vergleich mit dem Original aussetzen. Denn dieser hat, wie bereits oft genug erwähnt, einen ganz eigenen Charme und gehört zu den größten Klassikern der Filmgeschichte.
1) Der Film:
Nun also zum neuen Werk von Ausnahme-Regisseur Peter Jackson, dem nach seinem "Herr der Ringe"-Epos endlich genug Geld zur Verfügung gestellt wurde, um ein Remake seines absoluten Lieblings-Films zu drehen. Wie zu erwarten, wird in den drei Stunden, in denen uns Jackson in eine andere Welt entführt, nicht mit Special Effects gegeizt. So sind einige der besten Actionsequenzen entstanden, die man in den letzten Jahren im Kino bestaunen konnte. Wer jetzt aber mit einem Non-Stop-Action-Feuerwerk rechnet, der irrt sich gewaltig. Denn auch wenn der Film sicherlich im Action-Genre einzuordnen ist, so gibt es zwischendurch immer mal wieder ruhige Szenen, vor allem zwischen King Kong und der weißen Frau. Sowieso war ich positiv überrascht, dass es einige sehr gefühlvolle Szenen gab, wie zum Beispiel die Gefangennahme Kongs auf der Insel, als er aus Liebe zu Ann Darrow in die Falle der Schiffsbesetzung gerät und seine große Liebe mit ansehen muss, wie er überwältigt wird. Der ganze Film wird außerdem in großartiger Weise von James Newton Howards Musik untermalt, die immer perfekt zum Geschehen passt. Ein oft kritisierter Punkt ist die lange Laufzeit von drei Stunden. Dazu muss ich sagen, dass ich in dieser Zeit keine einzige Minute Langeweile verspürt habe, denn auch wenn es fast eine Stunde dauert, bis die Filmcrew auf der Insel ankommt, so nimmt sich Peter Jackson in diesem Teil des Films viel Zeit, um näher auf die Hauptpersonen einzugehen. Somit ist dies in meinen Augen alles andere als verschenktes Filmmaterial, sondern das beste, was der Regisseur machen konnte.
2) Die Schauspieler:
Die Casting-Crew hat ganze Arbeit geleistet: Die Besetzung um die drei Hauptdarsteller Naomi Watts (The Ring), Jack Black (School Of Rock) und Adrien Brody (Der Pianist) passt wie die Faust aufs Auge.
3) Fazit:
Schlicht und ergreifend: Perfekt gemachtes Fantasy-Kino. Schauspieler, Effekte, Ausstattung und Musik summieren sich unter der Regie von Oscar-Preisträger Peter Jackson zu einem Gesamtkunstwerk, dass noch lange in Erinnerung bleibt. Alle, die das Original von 1933 nicht kennen, werden begeistert sein, allen anderen rate ich, diesen Film nicht mit dem Original zu vergleichen, sondern sich nur auf dieses Werk konzentrieren. Dann werden auch sie zugeben müssen, dass Peter Jackson die Geschichte perfekt ins CGI-Zeitalter adaptiert hat.
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53 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Referenz HD-DVD, 15. Januar 2007
Von 
Oliver Knieps "soul4rock" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: King Kong [HD DVD] (HD DVD)
Kurzgesagt, diese HD-DVD ist meine allererste HD-Disc gewesen und sie hat auch gleich so ziemlich alles getoppt. Schon wenn das Universal-Logo (das mit der drehenden Erdkugel) dem stolzen HD-Player-Besitzer mit 1920x1080 Bildpunkten entgegenblinkt weiß man genau, was hier gleich auf einen losgelassen wird.

Der Film glänzt schon im 1080i (2,35:1) Modus mit einem Bild, das einem wahre Grins-Attacken über das Gesicht fahren. Die ersten Sekunden im New York der 30er Jahre sind so sensationell tiefenscharf, plastisch und farbenreich, dass man glatt meint, man wäre Kameramann David Cinch persönlich. Und so gehts auch im Film weiter! Dagegen wirkt das an sich gute Bild der "Standard"-DVD einfach nur lächerlich. Auch der Sound ist eine kleine Sensation. Spätestens dann, wenn King Kong das erste mal anfängt gehörig zu brummen, verkriecht sich mein Hund unter das Sofa.

Auch wenn viele Kinogänger den Film übelst gescholten haben, sei es wegen der Jurassic Parc-Reminisenzen oder der flachen Handlung, in HD wächst der Film zu wahrer Grösse empor, King Kong wirkt noch menschlicher, gewiss, die Schauspieler sind nicht optimal besetzt, aber sie liefern immerhin mehr als das vertraglich verpflichtende und keineswegs sind die 188 Minuten langweilig. Man muss dieses Werk als eigenständig betrachten, kein Vergleich zu "Herr der Ringe", wofür sich Regisseur Jackson ja bekanntlich verantwortlich zeichnet. Auch kein "Jurassic Parc IV". Er ist das, was er ist, ein grandios produzierter, wenn auch an kleinen Stellen schwächelnder Blockbuster der allerfeinsten Art. Mag man das Original aus den 30ern oder aus den 70ern gerne als Vergleich anführen, so spektakulär und sehenwert wie hier war der Riesenaffe noch nie - und wird es auch niemals sein.

Kleines Manko: Die Menü-Programmierung hätte ruhig einfallsreicher sein können. Wie es besser geht zeigt Tom Cruise in Mission Impossible III - das nenn ich ein HD-Menü!). Extras: Fehlanzeige. Aber hat die überhaupt jemals ein Fan gebraucht?

Bild: 10/10 Ton 10/10 Handlung/Dramaturgie: 6.5/10
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Medialer Bombast gepaart mit einer großen Geschichte, 27. Juli 2007
Von 
llloMedley (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: King Kong (Oscar-Edition) (DVD)
Peter Jacksons King Kong" sollte der Titanic-Bezwinger" werden, trotz legendärer Story und einem Wahnsinns-Etat ist er es dennoch nicht geworden.

Die Handlung dürfe als bekannt vorausgesetzt werden, dennoch eine Zusammenfassung:

Der zwielichtige Filmemacher Carl Denham (Jack Black) steht kurz vor dem Aus seiner Karriere. Um sich und seinen nicht fertig werden wollenden Film doch noch zu retten, schleppt er eine ahnungslose Crew mit auf die sagenumwobene Insel Skull Island".
Mit dabei hat er u.a. die erst kurz vorher engagierte Schauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts), welche sich trotz Geldnöten nur für das Projekt begeistern ließ, weil der von ihr so bewunderte Drehbuchautor Jack Driscoll (Adrien Brody) am diesem beteiligt ist.
Nach einer langen Reise erreichen sie dann schließlich Skull Island". Dort begegnen sie nicht nur wilden Eingeborenen, sondern auch aller Hand spektakulärer und unbekannter Monster. Darunter auch ein ca. 10 m großer Riesengorillla, dem die Eingeborenen Ann Darrow als Opfergabe überreichen.
King Kong verliebt sich jedoch in die blonde Frau und flüchtet mit ihr in die Tiefen des Dschungel. Driscoll, der sich in Darrow verliebt hat, und ein grossteil der Crew machen sich auf die Suche nach ihr, um sie aus den Fängen des Ungetüms zu befreien.
Nach einigen Strapazen und vielen Opfern gelingt ihnen dies schließlich auch. Doch damit nicht genug: Der geldgierige Denham sieht in King Kong die Möglichkeit reich zu werden.
So wird der Riesengorilla gefangen genommen und in New York als das achte Weltwunder" während einer Theatershow präsentiert. Doch die Urgewalt lässt sich nicht als Zirkusaffe missbrauchen: King Kong sprengt seine Ketten und begibt sich in New York auf der Suche nach Ann Darrow. Dabei richtet er kolossale Schäden an und das Militär ist ihm dicht auf den Fersen...

Klar, die Geschichte ist bekannt und bietet all die Eigenschaften für ein modernes Märchen. Die Geschichte des King Kong ist eine der ganz großen - wenn nicht sogar die größte - Hollywoodgeschichte überhaupt.

Die Arroganz des Menschen gegenüber der Natur wird von Jack Black als Denham gut und glaubwürdig verkörpert. Auch der Dialog eines Passanten und eines Photografen greift eines der zentralen Themen dieses Films wieder auf. Warum der Affe sich auf das Empire State Building (Als Symbol des Größenwahns) zurückgezogen habe, will der Passant wissen. Das war nur ein dummes Tier. Der wusste gar nichts", meint der Photograph.
Immer noch nicht begreifend, dass die Menschen die viel Dümmeren sind. Glaubten sie doch, eine Naturgewalt aus ihrer gewohnten Umgebung entreißen und dann kontrollieren zu können.

Der Film beginnt wirklich toll, die Einführung in das New York der 1930er Jahre während der Depressionszeit ist absolut stimmungsvoll und lässt früh deutlich werden, dieser Film bietet Atmosphäre und zwar eine dichte.

Zu den übertrieben freudigen Klängen der Musik von Top of the World" wechseln sich Bilder des Aufbruchs und Aufbaus (beim Errichten immer neuer und gigantischerer Wolkenkratzer) und Bilder der Armut, von Menschen vor Suppenküchen und Leuten die auf Parkbänken schlafen, ab. Die Depressionszeit eben. Auch die damals herrschende Prohibition findet Einzug in die anfängliche Bilderflut und zeichnet somit ein stimmiges und komplettes Bild der damaligen Zeit.

Überhaupt kann ich die allgemeine Kritik, die erste Stunde sei zum einschlafen, nicht nachvollziehen. Manche Szene wirken sicherlich etwas zu lang (Denhams Anweisungen im Taxi bezüglich der Abreise), aber insgesamt werden in dieser Stunde die Figuren eingeführt. Dies auch mit durchaus manch witziger Szene und auf jeden Fall mit viel Charme.

In der zweiten Stunde verliert sich der Film dann etwas im medialem Bombast Jacksons. Schon bei Herr der Ringe" war dies teilweise so, aber in King Kong" setzt Jackson und WETA-Designs noch einen drauf. Immer neue und spektakuläre Monster tauchen auf und in der Heimkinoanlage kracht und scheppert es ohne Ende.

Leider wirkt mancher Dinosaurier etwas gekünstelt (die Dinos in Jurassic Park" sahen m.M.n. besser aus), aber die imposante Bilderflut in seiner Gesamtheit weiß zu überzeugen.

Genauso wie die perfekte musikalischer Untermalung. Der Main Score ist wirklich klasse und wird immer wieder zur passenden Zeit eingesetzt, um den cineastischen Vergnügen die nötige Stimmung zu verleihen.

In King Kong" greift Jackson teilweise auf die selben methodischen Feinheiten zurück, die er schon bei Herr der Ringe" verwendete. Immer wieder wird es in dramatischen und traurigen Momenten ganz ruhig, nur noch eine leise und feine Melodie und Ausschnittsweise einige verfremdet klingende Umgebungsgeräusche sind zu vernehmen. In Kombination mit den verlangsamt und leicht verzerrt wirkend laufenden Bildern wird hierbei großes Kino geboten. Stimmungsschaffen auf höchstem Niveau!

Doch leider gibt es auch viele ärgerliche und manchmal sogar peinliche Momente:
Die Flucht vor den Dinosauriern in der engen Bergschneise ist einfach übertrieben. Keiner der Crew hätte diese Überleben dürfen. Musste mancher Stunt so übertrieben sein? Hat Driscoll wirklich, während er um sein Leben rennt, Zeit im vorbeigehen noch während des Springens einen am Boden liegenden Raptor perfekt mit einem Fußtritt zu treffen um diesen endgültig auszuschalten?
Die Tanzszene Naomi Watts vor King Kong wirkte auch leider eher peinlich. Die Annäherungsversuche der blonden Frau zum bedrohlichen Riesengorilla hätte geschickter inszeniert werden können. Ähnliches gilt für die Schlittschuhszene".
Der Kampf King Kongs gegen gleich drei Tyrannosaurier ist zu lang und unrealistisch. Die ständigen Hin und Her Würfe Watts von Kong und das immer wieder geschickte Auffangen mitten in der Schlacht, verlangen einem doch zu viel Leichtgläubigkeit ab. Musste King Kong, nach dem er den letzten T-Rex erlegt hatte, wirklich noch diese Leichenfledderei betreiben? Hier spürt man recht deutlich Jacksons Vergangenheit, als er noch eher Splatterfilme drehte. Ähnlich bei den Insektenszenen. Manchmal ist weniger mehr. Auch Jimmys Kunstschüsse gegen die am Körper Driscolls hängenden Riesenameisen (?) sind dann doch etwas zu viel des guten...

Eine weitere Sache die mich gestört hat ist die Betonung und Aussprache Kretschmanns als Schiffskapitän Engleman. Klingt unpassend. Wie gewollt, aber nicht gekonnt.
Auch Naomi Watts schaut mir manchmal etwas zu lange und zu häufig schmachtend in die Kamera und King Kong schmachtet zurück.
Der Spannungsbogen wird gelegentlich auch etwas überspannt.

Sei es drum. King Kong" bietet phantastische Bilder und ist wahres Popcornkino. Ich habe die 180 Minuten keinesfalls als langweilig empfunden. Insgesamt ist das Werk stimmig.

Tolle Effekte, tolle Musik, klasse Settings, tolle Kostüme, ein tolles Wiederaufstehen des New York der 1930er Jahre, etwas Humor und vor allem medialer Bombast machen King Kong" zu einem Filmvergnügen, auch wenn Jackson sich mitunter als etwas zu detailverliebt erweist.

Wegen der oben genannte Kritikpunkte letztendlich aber nur 4 Sterne. Der ganz große Wurf wurde leider - knapp - verfehlt.

Kurz zur DVD: Das Bild ist gestochen scharf und setzt Maßstäbe. Der Ton ist brillant und besonders beim Aufrauchen der Insekten freut sich die heimische Anlage.
Extras gibt es in dieser Oscar Edition" nicht. Wem der reine Film reicht, ist daher mit dieser Version bestens bedient. Der Rest greift zur Limited" oder direkt Deluxe Edition".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: King Kong (Einzel-DVD) (DVD)
So, ich muss jetzt auch mal was zu diesem Film sagen, da hier doch so viele negative Kritiken kommen. Vorab, ich kenne den alten Film (1933)nicht. Kannte daher die Story auch nicht. Also bin ich ganz unvoreingenommen an den Film gegangen und war sehr positiv überrascht. Die Special-Effects sind grandios. Man sollte es aber nicht mit Herr der Ringe vergleichen. Diese Trilogie hat durch seine Landschaften, Charaktere und Schlachten gewirkt. King Kong ist voll von animierten wilden Kreaturen. Und die Story ist weitaus einfacher gestrickt, aber sehr spannend umgesetzt, teilweise sogar gruselig... Einen Stern muss ich abziehen, da mir der Film auch etwas zu lang war und an manchen Stellen fand ich die Übergänge verwirrend bzw. nicht flüssig und schlüssig genug. Die Schauspieler (Adrien Brody und Naomi Watts) haben mir sehr gut gefallen. Sicher gehört dieser Film nicht zu den ganz Großen, aber für einen schönen spannenden Filmabend ist er allemal geeignet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dimensionen einer Affen-Legende, 29. Juni 2006
Als KING KONG 1933 uraufgeführt wurde, hatte sicherlich keiner der Macher damit gerechnet, daß sie eine Legende geschaffen hatten. Klar, Cooper und Schoedsack hofften auf einen großen Erfolg, aber sie hatten nicht erwartet, später nur noch an diesem einen Film gemessen zu werden. Selbst heute - 73 Jahre nach der Uraufführung - erweist sich der Film als ein Knaller! 96 Minuten komplette Filmgeschichte - und wer ihn einmal gesehen hat, der erinnert sich auch nach Jahrzehnten noch an irgendwelche Details, einzelne Szenen, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben. King Kong läßt einen nicht los, zumal die Interpretationsmöglichkeiten der Geschichte sowie der Figuren erstaunlich tiefsinnig sind, obwohl der Film sich niemals eine Verschnaufpause gönnt. Die Handlung läuft in absoluter Präzision und Effektivität ab, und die Darsteller bringen ihren Charakteren genau jene Klarheit bei, die der Film braucht, um zu funktionieren. Brillantes Erzählkino, verbunden mit einer damals brillanten Tricktechnik, die heute dadurch überzeugt, daß sie niemals ihren Charme verliert. Deshalb bleibt dieser Film unvergessen.

Die Universal in GB hat sich die Mühe gemacht, zum Start der Jackson-Version eine Box mit dem alten Original zu veröffentlichen. Klingt gut! Dazu sind zwei weitere Filme gepackt worden, die Universal noch in ihrem Katalog hatte, nämlich KING KONG VS. GODZILLA (Die Rückkehr des King Kong) und KING KONG ESCAPES (King Kong - Frankensteins Sohn). Diese Filme hatte die Toho in Japan in den 60ern produziert, und Universal hatte damals den Vertrieb in den USA übernommen. Klingt noch besser! Dazu packte man als Letztes die 92er colorierte Fassung des Originalfilms, und selbst in den USA gibt es keine DVD mit der Farbfassung. Klingt super! Das alles in einem Digipack in Silber. Klingt schön!

Die Ausstattung der Scheiben ist nicht stark ausgeprägt: alle DVDs haben nur englischen Ton, die beiden DVDs mit den 33er Versionen sind noch mit englischen Untertiteln versehen. Trailer und die Doku IT WAS BEAUTY KILLED THE BEAST sind ebenfalls dabei, und die Filme haben ihre korrekten Formate - die 33er Versionen in 1,33:1 (4:3), die Toho-Filme in Scope 2,35:1 (16:9). Der Ton ist sauber und verständlich, in Mono. Das Bild des schwarzweißen Originals ist ruhig und besitzt genug Schärfe, um alle Details zu erkennen. Es ist sicherlich nicht so brillant wie das Bild der US-DVD von Warner, aber es deswegen als unwürdig zu bezeichnen, wäre ungerecht. Die colorierte Fassung fällt leicht ab, zumal die Technik der digitalen Colorisierung Ende der 80er eher als dürftig zu bezeichnen war. Die Hauttöne wie auch die Farben der Wälder wirken synthetisch, unwirklich, und die Farben verursachen sehr oft einen Verlust an Schärfe. Daß dies auch keinen cineastischen Anspruch erfüllt, weil die Colorisierung das Original verfälscht, sei dahingestellt, ob man sowas toll finden sollte, doch als Bonus ist es sicherlich interessant. Die Toho-Filme sehen gut aus: klare, kräftige Farben, eine gute Schärfe; doch merkt man an einigen Szenen, daß die Filmkopien Kratzer hatten, die man nicht restlos digital entfernt hatte. Doch ist das Bild der zwei Filme wesentlich besser als unsere deutschen DVD-Veröffentlichungen. "Schlachfest der Giganten" (VCL Cineplus) kämpft mit einer deutlichen Unschärfe und der Tatsache, daß der Film als 1,85:1 gezeigt wird; somit fehlen etwa 25% des kompletten Bildes. "King Kong - Frankensteins Sohn" (Media Target) ist korrekt im Format, doch die Farben sind ein bißchen blaß, und die alte Archivkopie hatte Sprünge und Risse aufzuweisen, die nicht herausretuschiert wurden. Mag sein, daß das authentischer wirkt, aber an jedem Rollenwechsel wird das Bild furchtbar schlecht, was man auch im Ton hört. Als DVD wäre das nur dann akzeptabel, wenn man den Film in einer nachbearbeiteten Qualität dabeihätte. - Und das Wichtigste: beide Toho-Filme gehen länger als die deutschen DVDs.

Fazit: wer keine Scheu vor der englischen Sprache hat, dem ist diese Edition durchaus zu empfehlen, zumal die colorierte Fassung nur HIER zu finden ist; wen sowas reizt, der greift sowieso zu. Alle Toho-Fans, die die deutschen Veröffentlichungen für nicht gut genug befanden, werden glücklich sein, wenn sie die Qualität der beiden Filme sehen. Eine rundum gelungene Box!

P.S. Bruce Cabot: "Sag mal, was ist das für ein Tier [was wir soeben erschossen haben]?" - Robert Armstrong: "Ach, es scheint irgendein Saurier zu sein...irgendein Tier aus der Vorzeit."

Soviel zum Thema Tierschutz und Einmaligkeit!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Remake im Geiste des Originals!, 3. Dezember 2013
Im Jahre 1933 sind die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise allgegenwärtig und selbst die Filmbranche bleibt davon nicht unbetroffen. Das bekommt auch Carl Denham (Jack Black) zu spüren, als sein ehrgeiziges Projekt auf einer sagenumwobenen Insel zu drehen abgesetzt werden soll.

Mit diesem Zustand unzufrieden stiehlt er sein gesamtes bisher gedrehtes Material und versucht den Film auf eigene Faust (und natürlich ohne die Produzenten die hinter ihm und dem gestohlenen Material her sind) zuende zu drehen. Wäre da nur nicht noch ein weiteres „kleines“ Problem: es gibt keine weibliche Darstellerin, die mit ihm arbeiten will. Als er aber die arbeitslose Theaterschauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts) entdeckt und sie dazu überreden kann mitzumachen, scheint sein Traum gerettet. Mit seiner Crew sticht er in See und steuert einer Insel entgegen, die noch nie jemand gesehen hat...und ihr Leben für immer verändern wird.

King Kong ist von jeher Peter Jacksons Traum gewesen. So hatte er bereits vor etlichen Jahren den Plan gehabt dieses Remake zu drehen. Doch so wie es sein Regisseur im Film erlebt, erging es auch ihm. Aufgrund des mangelnden Vertrauen in den Erfolg eines solchen Projekts, wurde der Streifen von den Filmbossen auf Eis gelegt.

Doch dann, einige Jahre und eine Herr der Ringe-Trilogie mit einem Gesamteinspielergebnis von über 2 Milliarden Dollar später, sah die Sachlage ganz anders aus. Wie es Jackson selber sagte, hätte er nach diesem Triumphzug sogar die Mittel für eine Verfilmung des Neuseeländischen Telefonbuches erhalten. Und somit war es kein Wunder, dass King Kong geschätzte 200 Millionen Dollar verschlingen durfte und daher nicht nur aufgrund des ähnliche hohen Budgets oder der Filmlänge mit Einspielerwartungen a la TITANIC bedacht wurde.

Dass es letztlich nicht ganz so lief (TITANIC ist bis heute einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten beeindruckenden 1,8 Milliarden Dollar. King Kong kam „nur“ auf 550 Millionen) liegt sicherlich nicht am Film, den dieser ist kurzum ein filmisches Ereignis der Extraklasse.

Aber was heißt dieses immer wieder gerne in Reviews verwendete Lapidargeschwafel „Ereignis der Extraklasse“ nun im Klartext?

Nun, erst einmal sei gesagt, dass Kong eine wirklich sehr angenehme Abwechslung gegenüber den oft (und damit meine ich nicht nur in jüngster Vergangenheit) abgespulten Blockbustern ist. Wo sich andere sogenannte Regisseure scheinbar am Set weniger um die Geschichte, die Erzählweise und den Erzählfluss kümmern und ihr Vertrauen lediglich in spektakuläre Spezial Effekte stecken, lässt sich Jackson sehr viel Zeit. Für jeden einzelnen Charakter bekommt der Zuschauer genug Gelegenheit ihn kennen zu lernen und sich eine Meinung über ihn zu bilden. Wie beeindruckend Jackson das gelingt wird umso deutlicher wenn man Kong zum ersten mal auf der Leinwand sieht und merkt dass man sich gerade über 1 Stunde (!) gut unterhalten hat ohne den Hauptgrund für den Ticketkauf auch nur einmal zu Gesicht zu bekommen.

Und auch im weiteren Verlauf der Geschichte, wenn die CG-Szenen dann doch mehr und mehr werden, handelt es sich bei allen Wesen, die uns um die Ohren gehauen werden nicht um Charakterlose 08/15 Monster wie man sie aus jedem B-Movie kennt (lustige Bemerkung dazu im Film selbst: Denhams Bemerkung zum Thema Monster auf dem Schiff), sondern sie bekommen Leben eingehaucht, wie man es höchstens noch aus den ersten beiden Teilen von Jurassic Park kennt.

Ein weiterer Aspekt der die Kritiker (und natürlich die Filmbosse) im Vorfeld auf Einnahmen a la TITANIC hat hoffen lassen, ist das Gefühl welches Jackson beim Beschreiben der Beziehung, ja man kann eigentlich von einer Liebesgeschichte sprechen, zwischen Kong und Ann einsetzt. Mal witzig wie ein altes Ehepaar, mal tragisch wie zwei liebende, die nicht zueinander finden dürfen, aber niemals kitschig, bietet der Plot somit sowohl für die zumeist eher Actionorientierten männlichen Kinogänger, aber auch für die Fans von schönen Liebesgeschichten alles was das Herz begehrt.

Einmal mehr ein glückliches Händchen beweist Jackson bei der Auswahl der Darsteller. Jack Black ist als exzentrischer und selbstsüchtiger Regisseur absolut in seinem Element. Naomi Watts ist genau die Frau, die es einem leicht macht zu verstehen, weswegen Kong ihr bis zu seinem bitteren Ende folgt, ohne dass sie dabei die legendäre Originalbesetzung in Person der Fay Wray einfach nur kopiert.

Jacksons Liebe zum Detail und der Anspruch dem Original gerecht zu werden zeigt sich auch in der Besetzung von Captain Englehorn, der mit Thomas Kretschmann wie damals Frank Reicher von einem deutschen gespielt wird. Adrien Brodys begnadete Schauspielleistung kennt man aus anderen Filmen, wie dem preisgekrönten PIANIST oder THE VILLAGE zur genüge. Hier kommen seine Möglichkeiten diese voll aufzudrehen eher zu kurz, wird er von den drei Hauptakteuren doch eher „verdrängt“.

Eine besondere Rolle wurde wieder Andy Serkis zu teil, der wie schon in HerrDerRinge neben einer realen Rolle als Koch Lumpy, auch King Kong per Motion Capturing zu seiner Gestik und Mimik verhelfen durfte und somit eigentlich die Hauptrolle spielt. Diese ist dann auch, wie nicht anders zu erwarten war, in jeder Hinsicht ein echter Hingucker. Konnte uns Gollum unter anderem auch durch seine Reden in den Bann ziehen und teilweise vergessen lassen, dass dieses merkwürdige Wesen nur auf irgendwelchen Festplatten existiert, muss Kong sich voll und ganz auf Gestik und Mimik konzentrieren um uns von seiner Echtheit zu überzeugen. Die Kombination aus Serkis genialem Minenspiel und die wirklich gelungenen Animationen schaffen dies dann auch mit Leichtigkeit.

Wie schon von Herr der Ringe gewohnt hat Jackson auch hier eine zusätzliche Extended Edition zusammengebaut, die sicher nicht ganz so viel Mehrwert bietet aber einige rasante und lustige Szenen mitbringt für die sich der geringe Aufpreis mehr als nur lohnt.

Fazit:
Jackson zeigt wie schon bei der Herr der Ringe Trilogie sein Auge für Details, sowohl im Hinblick auf die Kulissen als auch auf die Geschichte. Die Darsteller sind nicht einfach nur Lückenfüller und tragen die Geschichte tatsächlich mit (so wie es sein soll). Und Kong selbst ist ein lebendes, atmendes Wesen. Der geist des Originals ist Allgegenwärtig und der seltene Fall das gute des Originals noch etwas besser gemacht zu haben trifft hier wirklich zu.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spektakuläre und fesselnde Hochglanz-Neuverfilmung mit logischen Fehlern!, 3. April 2007
Peter Jacksons monumentales 200-Millionen-Dollar-Trickeffekt-Spektakel "King Kong" ist nach dem gleichnahmigen Remake von John Guillermin aus dem Jahre 1978 die nunmehr zweite, sich konkret an das Original "King Kong und die weiße Frau" (aus dem Jahre 1933) anlehnende Neuverfilmung des berühmten Monsterfilmklassikers. Mit rasanten und wahrlich gigantischen Special-Effects versehen und einer angenehm anzusehenden Schauspielerriege bestückt, sollte der Film weitestgehend die hohen Erwartungen, die im Vorfeld an ihn gestellt wurden, erfüllen. "King Kong" präsentiert sich als spannender, aber auch gefühlvoller Big-Budget-Blockbuster mit sehr hohem Entertainmentwert. Die Kameraführung dürfte Seinesgleichen suchen, da sie sich ziemlich exakt an den im Vorfeld angefertigten digitalen Pre-Visualisierungen orientiert und dadurch eine bislang in dieser Form noch nicht gesehene Dynamik gewinnt. Synchronisation und Schnitttechnik sind ebenfalls hervorragend. Allerdings fallen zwei Aspekte negativ ins Gewicht: zum Einen ist "King Kong" auf Grund der Überlänge der Extended-Version auf zwei DVDs verteilt worden, was eine kurze Unterbrechung der Anschauung bedingt; zum Anderen könnten routinierte Cineasten insbesondere bei mehrmaligem Ansehen der DVD bemerken, dass das Drehbuch - aller hervorragenden Qualität der dargebotenen Unterhaltung zum Trotz - mit eklatanten Logik-Fehlern zu kämpfen hat. Hierbei handelt es sich um ziemlich auffällige Vernachlässigungen (eine Beschreibung an dieser Stelle ist leider nicht möglich, da ansonsten zu viel von der Handlung offen gelegt werden würde), die von Star-Regisseur Peter Jackson ("Der Herr der Ringe"-Triologie, "The Frighteners") durchaus zu vermeiden gewesen wären. Fazit: Der runderneuerte "King Kong" ist ein grandios visualisiertes und schwindelerregendes Tribut an das Original von 1933 und liefert erstklassige, in der vorliegenden Fassung auf 192 Minuten gestreckte, Unterhaltung. Die zusätzlichen Szenen kommen weitestgehend den im Film vorkommenden Action-Sequenzen zu Gute. Die Extras auf der 3-Disc-Edition sind umfangreich. Genreübergreifend empfehlenswert!
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blu-ray, BD, King Kong-Extended Edition, 22. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kein Vergleich zur DVD. Die Blu-ray ist sagenhaft. Das Bild ist atemberaubend und der Ton ist klasse. Die Narben von King Kong sind uns bisher nie aufgefallen. Diese Blu-ray Umsetzung ist super gelungen - und man bekommt auch noch die Extended Fassung dazu, was will man mehr?
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King Kong (Limited Edition, 2 DVDs)
King Kong (Limited Edition, 2 DVDs) von Naomi Watts (DVD - 2006)
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