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4.0 von 5 Sternen Haitink dirigiert Mahler- eine gute Mischung!
Die längste Sinfonie von Mahler und auch einer der schwierigesten angesichts des ersten Satzes! Dieser ist den "Amsterdamern" sehr gut gelungen.

Vorallem der Schluss dieses Satzes ist sehr eindrucksvoll. Nicht nur das wahnsinnige Tempo, sondern auch die Dynamik ist atemberaubend.

Die restlichen Sätze werden auch subtil vorgetragen. Das...
Veröffentlicht am 11. November 2006 von Patrick C. Bruckner

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mehr ganz taufrische Referenzaufnahme
Die vorliegende Aufnahme von Mahlers dritter Sinfonie (1893-96) mit dem (Royal) Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Bernard Haitink (Jahrgang 1929) ist bereits 1966 entstanden. Bis heute genießt sie Referenzstatus, der mit dieser Besprechung aber nicht mehr ganz bestätigt werden kann.
Mahlers dritte Sinfonie enthält zwei Vokalpassagen auf...
Veröffentlicht am 31. Juli 2011 von Sommerwind


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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Haitink dirigiert Mahler- eine gute Mischung!, 11. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 3/das Klagende Lied (Audio CD)
Die längste Sinfonie von Mahler und auch einer der schwierigesten angesichts des ersten Satzes! Dieser ist den "Amsterdamern" sehr gut gelungen.

Vorallem der Schluss dieses Satzes ist sehr eindrucksvoll. Nicht nur das wahnsinnige Tempo, sondern auch die Dynamik ist atemberaubend.

Die restlichen Sätze werden auch subtil vorgetragen. Das einzig Abschreckende für einige ist die Aufnahme-Qualität(aus den 60er!!). Mich stört sie allerdings nicht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mehr ganz taufrische Referenzaufnahme, 31. Juli 2011
Von 
Sommerwind - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 3/das Klagende Lied (Audio CD)
Die vorliegende Aufnahme von Mahlers dritter Sinfonie (1893-96) mit dem (Royal) Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von Bernard Haitink (Jahrgang 1929) ist bereits 1966 entstanden. Bis heute genießt sie Referenzstatus, der mit dieser Besprechung aber nicht mehr ganz bestätigt werden kann.
Mahlers dritte Sinfonie enthält zwei Vokalpassagen auf der Grundlage von Texten aus Nietzsches "Also sprach Zarathustra" und der Gedichtsammlung "Des Knaben Wunderhorn"; sie gehört wie viele Werke Mahlers der Hybridgattung der Sinfoniekantate an. Insofern ist sie typischer und integraler Bestandteil von Mahlers Oeuvre. Das ist recht überschaubar; trotzdem ist Gustav Mahler (1860-1911) der bedeutendste Komponist des 20. Jahrhunderts; seine Musik markiert den Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Sie ist musikalischer Ausdruck des zumal in Wien universell erfahrbaren Fin de Siecle, Kulminationspunkt und radikale Infragestellung der klassischen und romantischen Sinfonik und sie ist vor allem eine in Klang gegossene Natur- und Zivilisationsphilosophie. Eine, die die Ambivalenz zwischen harmloser Folklore und großstädtischer Neurasthenie, zwischen Naturklang und Militärkapelle, zwischen vermeintlicher Transzendenz und trivialer Endlichkeit buchstäblich ausspielt. In diese Ambivalenz gehört das Verhältnis von Stimme und mechanischem Klang; nahezu Mahlers gesamtes Schaffen ist Vokalsinfonik. Wenn auch oft nicht direkt hörbar, so ist die menschliche Stimme stets gemeint; und sei es, als unterdrückte, als Abdruck, als Abwesendes.
Mahlers Musik geht der so genannten Zweiten Wiener Schule (Berg, Schönberg, Webern) voraus; das bereits um die Jahrhundertwende vielfach geäußerte Ressentiment gegen den jüdischen Komponisten Gustav Mahler hat, verstärkt durch den Rassenwahn des nationalsozialistischen Terrors, zu einer sehr nachhaltigen Verdrängung seiner Musik geführt. Insbesondere Leonard Bernstein hat sich in den 1960er Jahren verdient gemacht um die Musik Gustav Mahlers und gleichsam eine seither nicht mehr enden wollende Mahler-Renaissance eingeläutet. Kaum ein Komponist erfährt heute mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung in zahllosen Aufführungen, Einspielungen oder Buchpublikationen. Das ist nicht so ganz selbstverständlich, denn Mahlers Musik ist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht so ohne Weiteres zugänglich; immerhin bricht Mahler mit vielen Traditionen; er antizipiert die Atonalität und die Dissonanzen der so genannten Zwölftonmusik, treibt musikalische Persiflagen ins Groteske und demontiert das "Logische" an der Musik.
Mahlers zweite Sinfonie ist mit 1,5 Stunden Dauer seine längste Sinfonie - sie ist eine der längsten Sinfonien, die überhaupt jemals geschrieben wurden. Die schiere Länge stellt Interpreten und Zuhörer schon vor besondere Herausforderungen. Nun ist der Klangkörper aus Amsterdam nicht nur einer der besten der Welt, sondern historisch auf das Engste mit Mahlers musikalischer Biographie verwoben. Kongeniale Interpretationen sind daher erwartbar und in aller Regel auch geliefert worden. (In jüngster Zeit knüpft Mariss Jansons an diese grandiose Tradition an.) Das gilt grosso modo auch für diese Aufnahme. Haitink agiert wie stets äußerst präzise, sorgfältig und sensibel. Und das Orchester folgt ihm darin. Bis auf den heutigen Tag zeichnen sich die Mahler-Interpretationen des Royal Concertgebouw Orchestras dadurch aus, dass sie sich zuallererst am Text Mahlers orientieren, nichts hineininterpretieren oder -akzentuieren. Dieses Orchester versteht sich nicht als Vollzugsorgan einer weltanschaulichen oder musikalischen Programmatik. Und nur so kann Mahlers dritte Sinfonie bewältigt werden. Freilich, diese Einspielung stammt von 1966 und hat ein wenig Patina angesetzt; das gilt für die heute nicht mehr recht zeitgemäß anmutenden Vokalpartien; das gilt auch für die durchschnittliche Klangqualität, die Mahlers dritte Sinfonie eher eindimensional, ohne viel Raum oder Tiefe, vor den Hörer hinstellt. So besitzt diese einstmals überragende Aufnahme, seit kurzem Bestandteil der Gustav Mahler Complete Edition (Deutsche Grammophon), heute eher Komplettisten-Wert; eine großartige, zeitgemäße und klanglich tadellose "Alternative" ist die neueste Einspielung der Amsterdamer unter Mariss Jansons im hauseigenen Verlag.
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