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Kundenrezensionen

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am 18. August 2000
Befreit von dem Druck alle 6 Monate einen Hit produzieren zu müssen sind Jagger/Richards ehrlich. Vermutlich die erste und letzte Sones-LP die Charakter und Charisma der Band ungefiltert über die Rillen trägt. Man lese Wyman "Stone Alone" und man hört förmlich den fetten Koch, der die Küche im Studio in die Luft sprengt. Ungefiltert, ehrlich, on the road - die Beste aller Stones-LP's (mit Ausnahme vielleicht von "Beggars" oder "Let it Bleed" oder ....)
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am 26. November 2011
Es ist nicht immer sinnvoll, bei einer soundsovielten Wiederveröffentlichung eines Klassikers noch zu versuchen, das "Werk an sich" zu bewerten, zumal die Geschmäcker verschieden sind. Eher sollte die Qualität der Veröffentlichung bewertet werden. Als Reaktion auf einige Vorrezensionen tu ich dies dennoch:

Exile ist ein Meilenstein, und zwar in allgemeiner musikalischer Hinsicht als auch vor dem Hintergrund der Stones-Historie. Der Sound ist angereichert mit neuen schwarzamerikanischen und damals (noch) nicht wirklich angesagten Harmonien. Der ursprüngliche Garagensound war im Prinzip ein Wagnis, überhaupt war die Platte für die Stones, die sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befanden, ein Wagnis. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte erfuhren sie auch herbe Kritik von den damals bereits "eingefleischten" Fans, die sie mit dieser Platte überholten. Anders gesagt: einige der alten Fans ("Satisafaction!") waren mit dieser Weiterentwicklung schlicht überfordert (ein Phänomen, dass sich die nächsten Jahrzehnte mehrfach wiederholen sollte). Es ist ein Werk aus einer Zeit, in der die Gruppe extrem kreativ war (insbes. Keith Richards), das Songmaterial diente teilweise als Ausgangsbasis mehrerer Folgeplatten. Dennoch war es auch die erste LP, die NICHT mit spontanen Nummer-1-Hits glänzte. Überhaupt war die Reaktion der Kritik zunächst eher zurückhaltend. Doch kaum eine andere LP entwickelte sich in so kurzer Zeit zum Klassiker, ALLE Songs auf dieser LP sind Klassiker. Sicherlich waren die Stones niemals in ihrer Geschichte so "hip" wie mit Exile.

Der "Sound" dieser Neuabmischung kommt dem der Original-LP recht nahe, was von den anderen CD-Veröffentlichung nicht gesagt werden kann. Schon insofern ist diese Veröffentlichung gerechtfertigt. Hinzukommen die 10 Bonus-Tracks, die ein Genuss für denjenigen sind, der EXILE ohnehin mag. 5 Sterne.
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am 17. Dezember 2005
Ein brodelnder Sumpf, giftige Dämpfe, alles kocht. Hier kommt kein Ton durch die Hintertür gekrochen, diese Musik drängt sich einem auf und klammert sich fest.
Auf keiner anderen Platte sind die Stones so nah am Blues, auf keiner anderen Platte überhaupt wird Americana in einer so großartigen Vielfalt zelebriert. Blues, Rock, Soul, Jazz, Gospel, Country - hier wird alles in einen großen Topf geworfen und ohne Rezept zubereitet. Das Ergebnis klingt wild und ursprünglich. Mick Jaggers Stimme nicht im Vordergrund, sondern auf einer Ebene mit den Instrumenten, was der Platte dann auch diesen rohen Sound verleiht.
Dass auf dem Album so gut wie keine Radio-Gassenhauer vorkommen, ist dem Hörgenuss keineswegs abträglich. Weil sich keines der Stücke nach vorne drängt, verschmilzt hier das durchwegs hervorragende Songmaterial während des Hörens zu einem Ganzen und was am Ende bleibt, ist das erhebende Gefühl, richtig gute Musik gehört zu haben.
Nur wenige Tonträger versprühen so viel Energie, ohne sich dabei auf einzelne Songs zu stützen.

Was dieses wunderbare Kollektiv aus Musikern in Keith Richards Keller zutage brachte, entzieht sich trotz oder gerade wegen seiner zahlreichen musikalischen Einflüsse jedem Vergleich. Kraftvoll, intensiv, orgasmisch.
Und all jenen, die die Möglichkeit dazu haben, sei empfohlen: Setzen Sie der Platte die Nadel an, es klingt grandios!
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am 15. Mai 2010
Klasse Sache dieses remasterte und mit interessanten Bonustracks erweiterte Meilenstein-Album der Rockgeschichte. Gerade die Bonustracks geben doch viel über das Entstehen von "Exile" wieder. Zu empfehlen ist natürlich die DVD der Luxus-Edition, da fühlt man die Zeit mit ihrer Musik.

Manko: Warum versteckt man so einen guten Bonustrack wie "All Down The Line - Alternate Take" hier in der MP3-Edition und exclusiv bei AMAZON ? Das "normale" MP3-Album ist zudem teurer...Unklar was AMAZON/Universal da a tun. Daher nur 4 Sterne!
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Und wieder erscheint eines der größten Alben der Rockgeschichte in überarbeiteter Form die interessierte Zuhörerschaft und wieder wird die Legendenbildung bemüht, um die Attraktion des zumeist doch schon Bekannten zu erhöhen. Bei dem Album Exile on Main Street von der Rolling Stones ist das nicht anders. Und dennoch lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen und zu hören. So kann man natürlich verstehen, dass der begnadete Marktstratege Mick Jagger Anfang der siebziger Jahre, als man vor britischen Polizei- und Finanzbehörden auf der Flucht war und die gar nicht marktfördernden Skandale mit der Morgenpresse regelmäßig präsentiert bekam, aus einem Fluchtvorgang gleich ein Exil machte, was sich immer besser anhört, weil es ja eine politische Dimension besitzt.

Was sich allerdings in Richards' Villa in Südfrankreich in diesem Sommer abspielte, kann eigentlich noch besser mit dem Wort Exzess als mit dem des Exils beschrieben werden. Sprich: die Stones saßen von den letzten Etappen ihres Karriereverlaufs, Trennung und Tod von Brian Jones, das Desaster von Altamont, Steuerschulden, ein Rechtsstreit mit Manager Allen Klein etc. ziemlich angepisst zusammen und wussten nicht so recht, wie es weiter gehen sollte. Im Grunde war dieser an sich missliche Umstand der Glücksfall, denn die Stones flüchteten sich eben nicht nur in die Exzesse, sondern sie erinnerten sich auch dessen, was sie zusammengebracht hatte.

Die Musik, die in diesem Sommer entstand, brach doch im Wesentlichen mit den vorangegangenen, sehr erfolgreichen Alben. Die Stücke, die auf Exile on Main Street zu hören sind, zeichnen sich einerseits durch ein starkes, authentisches Bauchgefühl aus und dokumentieren eine vorher nicht da gewesene Experimentierfreude. Dominieren bei Rocks Off noch die Londoner Kellerriffs, ist bei Tumblin'Dice schon ein Hauch von Südstaaten vorhanden und bei Sweet Virginia fragt man sich, ob man es noch mit einer europäischen Band zu tun hat. Mit dem Ventilator Blues schufen sie einen All Time Favorit für jeden Film über die Südstaaten und bei Shine A Light klopft vernehmbar der Gospel an die Tür. Das Bonusmaterial, welches aus Konserven gespeist wurde, die aus den Sessions in diesem Sommer stammten, verdeutlicht einmal mehr die Rückbesinnung auf die eigenen Stärken, den ungeheuren Spaß an der Musik und die Offenheit für Neues. Alles dies sollte in Exile On Main Street seinen Höhepunkt erfahren. Nie wieder danach waren die Stones so leidenschaftlich vertraut mit ihrer eigenen Musik, nie wieder so zweckfrei, was den Erfolg anbetraf und nie wieder so offen. Das macht den Wert dieser Aufnahmen aus, die alle nun in anderer Tonqualität und Dynamik vorliegen und die sich jeder zu Gemüte führen sollte, der die Gassenhauer nicht mehr hören kann und der wissen will, wie der R&B in Europa zu einer seiner besten Zeiten geklungen hat!
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Und wieder erscheint eines der größten Alben der Rockgeschichte in überarbeiteter Form die interessierte Zuhörerschaft und wieder wird die Legendenbildung bemüht, um die Attraktion des zumeist doch schon Bekannten zu erhöhen. Bei dem Album Exile on Main Street von der Rolling Stones ist das nicht anders. Und dennoch lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen und zu hören. So kann man natürlich verstehen, dass der begnadete Marktstratege Mick Jagger Anfang der siebziger Jahre, als man vor britischen Polizei- und Finanzbehörden auf der Flucht war und die gar nicht marktfördernden Skandale mit der Morgenpresse regelmäßig präsentiert bekam, aus einem Fluchtvorgang gleich ein Exil machte, was sich immer besser anhört, weil es ja eine politische Dimension besitzt.

Was sich allerdings in Richards' Villa in Südfrankreich in diesem Sommer abspielte, kann eigentlich noch besser mit dem Wort Exzess als mit dem des Exils beschrieben werden. Sprich: die Stones saßen von den letzten Etappen ihres Karriereverlaufs, Trennung und Tod von Brian Jones, das Desaster von Altamont, Steuerschulden, ein Rechtsstreit mit Manager Allen Klein etc. ziemlich angepisst zusammen und wussten nicht so recht, wie es weiter gehen sollte. Im Grunde war dieser an sich missliche Umstand der Glücksfall, denn die Stones flüchteten sich eben nicht nur in die Exzesse, sondern sie erinnerten sich auch dessen, was sie zusammengebracht hatte.

Die Musik, die in diesem Sommer entstand, brach doch im Wesentlichen mit den vorangegangenen, sehr erfolgreichen Alben. Die Stücke, die auf Exile on Main Street zu hören sind, zeichnen sich einerseits durch ein starkes, authentisches Bauchgefühl aus und dokumentieren eine vorher nicht da gewesene Experimentierfreude. Dominieren bei Rocks Off noch die Londoner Kellerriffs, ist bei Tumblin'Dice schon ein Hauch von Südstaaten vorhanden und bei Sweet Virginia fragt man sich, ob man es noch mit einer europäischen Band zu tun hat. Mit dem Ventilator Blues schufen sie einen All Time Favorit für jeden Film über die Südstaaten und bei Shine A Light klopft vernehmbar der Gospel an die Tür. Das Bonusmaterial, welches aus Konserven gespeist wurde, die aus den Sessions in diesem Sommer stammten, verdeutlicht einmal mehr die Rückbesinnung auf die eigenen Stärken, den ungeheuren Spaß an der Musik und die Offenheit für Neues. Alles dies sollte in Exile On Main Street seinen Höhepunkt erfahren. Nie wieder danach waren die Stones so leidenschaftlich vertraut mit ihrer eigenen Musik, nie wieder so zweckfrei, was den Erfolg anbetraf und nie wieder so offen. Das macht den Wert dieser Aufnahmen aus, die alle nun in anderer Tonqualität und Dynamik vorliegen und die sich jeder zu Gemüte führen sollte, der die Gassenhauer nicht mehr hören kann und der wissen will, wie der R&B in Europa zu einer seiner besten Zeiten geklungen hat!
1010 Kommentare| 45 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2010
Unter'm Strich gibt es bei dieser netzwerktechnisch mit viel Aufwand gepushten Neuauflage nicht allzu viele Kaufanreize, wenn man diese Platte ohnehin schon hat. Wenn man Stones-Fan ist und insbesondere diese Platte liebt, dann lohnt es sich wegen vier bis fünf der beigefügten zehn Zusatz-Songs. Aber auch dabei ist Toleranz nötig. Kaufanreiz sollen sie sein, die Bonus-Dreingaben, die tatsächlich einige positive Überraschungen bieten - leider jedoch überdeutlich erkennbar unter Jaggers wirtschaftlich geschultem Kalkül zu leiden haben.

Eins vorweg: Die Stones waren von meinem 14. Lebensjahr an meine Lieblingsband, bis ihnen ca. 1998 nach einem Konzert in der Essener Grugahalle Bob Dylan den Rang abgelaufen hat. Nicht, dass das, was die Stones zu jenem Zeitpunkt abgesondert haben, noch Bedeutung gehabt hätte. Für mein Dafürhalten hatte ihre ureigene Kreativität ohnehin nach ,Emotional Rescue' von '79/80 zuzüglich der später auf "Tattoo You" erschienenen Nachbesserungen von Studio-Relikten besagter Platte ihren Zenith überschritten.

Dennoch haben die Stones einen ewigen Stein in meinem Brett, und deswegen will ich zu dieser Neuauflage eines ihrer interessantesten Alben meinen Senf abgeben. EXILE gilt ja unter der schreibenden Kritikerzunft im Nachhinein als eine Großtat aufgrund seiner Unfertigkeit, die eine Spontaneität zu vermitteln schien, die als eine bewusste Rückbesinnung auf künstlerische Wurzeln interpretiert wurde.
Letztendlich war es aber wohl nur eine Horde verwöhnter Mittelklasse-Jungs, die seit etwa zehn Jahren auf Klassenfahrt waren, zuviel Taschengeld zur Verfügung und unterwegs den einen oder anderen verloren hatten, etwa im Swimmingpool, und nun mit einem kreativen, finanziellen, personellen und drogenbedingten Kater kämpften. Aber sie haben sich gut geschlagen, obwohl einer ihrer kreativen Köpfe im Heroinsumpf zu versacken drohte und mit seinem Kumpel Gram Parsons lieber eine neue Countrymusic erfinden wollte.

EXILE ist ein ergiebiges Album, das zwar im Vergleich zur vorherigen ,Straße' großartiger Platten (Banquet; Bleed; Ya-Yas; Fingers) dumpf und zunächst Hit-los erschien. Auch im Kontext der folgenden, ebenfalls großartigen Alben ,Black & Blue', ,Goat's Head Soup' und ,It's only...' hat EXILE eine Ausnahmestellung, weil es klingt, als gäbe es keine Kompositionen sondern nur Improvisation.

Im Laufe der Jahre hat sich jedoch gezeigt, dass Songs wie ,Shine A Light', ,Sweet Virginia', ,Loving Cup', ,Sweet Black Angel' und ,Tumbling Dice' aufgrund ihrer Nähe zur musikalischen Authentizität eine längere Halbwertszeit aufweisen als etwa ,Angie' oder sogar ,Brown Sugar' und ,Get Off Of My Cloud'. Und ,Happy' und ,Rocks Off' gibt's auf EXILE obendrein.

Nun zu dieser Neuauflage: EXILE ist wie es ist, daran lässt sich nicht viel ändern; es hat wenig Brillanz und klingt ein wenig wie aus dem Pappkarton. Daran kann auch das erneute Remastering nichts ändern. Diese Version holt die percussiven Instrumente wesentlich klarer nach vorne, lässt auch Blasinstrumente und Akustikgitarren kristalliner klingen. Aber letztlich bleibt es eine rustikale Aufnahme, auf die Rick Rubin sicher stolz wäre. Der als Single verbreitete Song ,Plundering My Soul' ist Durchschnitt, aber eine angenehme Wiederentdeckung, ähnlich wie ,Pass The Wine'. Völlig genial und geradezu unerhört gut sind jedoch ,Following The River' und ,Dancing In The Light'. Sie hätten, seinerzeit zuende gedacht, das Originalalbum sicher bereichert und uns Füller erspart wie ,Casino Boogie' und ,I Just Want To See His Face' oder ,Turd On he Run' - das allerdings einen lustigen Text hat.

Bei den zuletzt gelobten Songs ist jedoch leider Jaggers künstlerisch-komerzielles Nachwirken extrem hörbar. Er hats wohl noch mal neu gesungen - mit einer fast 40 Jahre gealterten Stimme. Und zusätzlich die Chöre um Damen ersetzt, die zur Zeit der Sessions zu EXILE gerade mal Kinderlieder gesungen haben - darunter die langjährige Stones-Background-Sängerein Lisa Fisher.
Die beiden für Fans dieses Album demnach wirklich erfreuenswerten Songs sind also nicht authentisch. ,Don't mess with the bible' soll Keith gesagt haben, als Mick begonnen hatte, an den EXILE-Tapes zu fummeln... Der Rest ist schon interessant (s.o.) und/oder belanglos, zumal es auch noch zwei saumäßige Alternativ-Versionen von ,Loving Cup' und ,Soul Survivor' gibt, die nichts taugen.
Zuletzt noch ein Wort zum mehr als dürftigen Booklet: Ein paar Fotos in schlechter, körniger sw-Qualität, die Mick, Keith und Charlie sowie einige Gastmusiker zeigen. Einmal ist Mick Taylor von hinten zu sehen, Bill Wyman überhaupt nicht. Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen, aber "Geschichtsklitterung" wäre wohl das passende Wort. Auch dass schon in der Urfassung die Mitwirkung Gram Parsons verschwiegen worden war, haben die Verantwortlichen bei der Neuauflage nicht korrigiert.

Zur Vergabe der vier Sterne: 5 fürs Original-Album, 3 fürs Remastern, 3 für die zwei brauchbaren neuen Songs, minus 3 für das lieblose Booklet, minus 3 für die Beschönigung der Aufnahmen - ergibt immer noch 5. Und daran ist nicht zu rütteln.
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am 1. Juni 2010
Wenn jemand wie ich seit 35 Jahren notorischer Stones-Fan ist, freut er sich selbstverständlich über jede Neuerscheinung "seiner" Band. Aber sind wir doch mal ehrlich: Hätte sich nicht jeder, der mit den Stones was anfangen kann lieber so etwas gewünscht wie ein "echtes" neues Studioalbum?
Seit ihrem letzten Album sind 5 Jahre vergangen u. so langsam rennt den Stones die Zeit davon, wirklich noch einmal etwas ganz großes, grandioses zu schaffen, mit dem sie endlich wieder Musikgeschichte schreiben würden. So eine Art
krönendes Finale, bevor sie aus Altersgründen doch irgendwann Abschied vom Showgeschäft machen müssen.
Ich glaube, daß die Herren Jagger u. Richards durchaus noch in der Lage wären, ein Album mit genialen Songs zu schreiben. Stattdessen müssen wir also mit einer Neuauflage von "Exile on Main St." auskommen. Zweifellos eines der besten Alben, daß die Stones jemals aufgenommen haben. Von den 10 Bonustracks, dem wirklich einzig "neuem" daran,
darf man natürlich keine Wunder erwarten. Es sind schlicht die Songs, die damals bei der Auswahl des Songmaterials durchgefallen sind. Trotzdem finde ich einige Songs Klasse, insbesondere "Plundred my Soul" hätte es verdient schon
viel früher veröffentlicht zu werden.
Von der Aufmachung des Albums ist den Stones schon eher ein großer Wurf gelungen. das beiliegende Buch finde ich sehr interessant u. edel aufgemacht, fängt es doch die Atmosphäre der damaligen Zeit in Nelcote sehr gut ein.
Die DVD hingegen ist nur ein Witz, hier schließe ich mich den anderen Rezensionen an.
Von der CD-Tonqualität ist im Vergleich zur 1994 erschienenen remasterten Version klanglich kein großer Unterschied feststellbar,außer daß die Bässe etwas knackiger klingen.
Alles in allem ist diese Edition trotz einiger Makel sehr empfehlenswert.
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am 2. August 2006
"Exile on Main Street" kommt dem Einschlag einer Atombombe gleich. In einem weiten Radius wird alles mitgerissen. Sowohl das Publikum, als auch die Stones selbst. Auch die musikalischen Stil-Grenzen scheinen zu verschwimmen. Alles wird zu einer Einheit. Hinterher ensteht der Eindruck, als hätte man sich einen einzigen Song angehört. Man hört nicht "Rocks Off" oder "All Down the Line", man hört "Exile on Main Street".

Zudem besitzt das Album eine der längsten Spielzeiten von Stones-CDs. Dennoch wirkt nichts überflüssig. Tja, manchmal passt einfach alles.

Man sollte ja immer vorsichtig mit Euphorie sein, aber dieses Album wird als Meilenstein - der Stones und der Musik - bezeichnet.

Und womit? Mit Recht.
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am 15. Mai 2010
...aber dann doch bitte etwas perfekter, bei dem Preis. Bei einer Limited Super Deluxe Edition kann man erwarten, daß alle verfügbaren Tracks angeboten werden. Hier fehlt "All Down The Line (Alternate Take) von der MP3-Deluxe-Ausgabe. Unverständlich, ist dieser Track doch ein Guter!

Die Ausführung ist optisch anspruchsvoll, aber im Gebrauch schwierig, einiges ist hier schon beschrieben. Warum der Einband des Buches teilw. in grauer Pappe a la Kartonrolle bekannt von Hygieneartikeln ausgeführt ist scheint der künstlerischen Gestaltung zu entspringen. Kann man so machen, aber die Ecken knicken schnell weg, wenn man es in den Schuber steckt.

Ich schließe mich der Enttäuschung an, betreffend die DVD - also da wäre doch nun wirklich mehr drin gewesen! Gut, die neue Doku "Stones in Exile" als Trailer, da diese ja noch erscheint. Aber "Ladies & Gentlemans..." und "Cocksucker" wäre doch in voller Länge, jedoch wenigstens mehr als diese kurzen Anspiel drin gewesen!
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