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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 22. August 2006
Gigantisch. Einfach überzeugend. Unendlich traurig und absolut düster. Dieser Film hat einfach alles. Der Zuschauer genießt jede Minute und fragt sich gleichzeitig, ob er nicht schon selbst pervers wird weil er den Film gut findet.

Es fällt schwer, die Hauptperson des Filmes - der eigentlich ein richtig gewissenloser Schurke ist - nicht in sein Herz zu schließen. Es ist wirklich hart für den Zuschauer, die Welt um den (Anti-)Helden zusammenbrechen zu sehen. Dieser Film hinterließ ein zwiespältiges Gefühl: man weiß nicht, was man vom Film und der eigenen Einstellung dazu halten soll.

Ein Film, der zutiefst nachdenklich macht. Und der - vermutlich - realistischer ist als man glauben möchte.
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am 15. September 2006
"Lord of War" beschreibt die Karriere eines Mannes, der sich im globalisierten Dschungel internationaler Geschäftsbeziehungen bestens auskennt. Im teuren Anzug verhandelt er mit seinen Freunden und Kontakten, die in aller Welt sitzen. Nur, dass seine Geschäftspartner Diktatoren und Despoten sind, und seine Waren Waffen.

Der zynische Film um einen weltweit operierenden Waffenhändler

(hervorragend gespielt von Nicholas Cage) berührt und regt mehr als nur ein bisschen zum Nachdenken an. Trotz einiger gut gemachter Situationskomik bleibt einem das Lachen im Hals stecken, und man fragt sich schlußendlich nur, wie es möglich sein kann, dass solche Handels-Systeme wirklich funktionieren.

Als Extras bietet die DVD einige Infos über die realen Hintergründe des Films sowie Audiokommentare.
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am 1. Februar 2007
Zum Inhalt des Filmes wurde hier bereits alles ausführlich gesagt: Der in die USA eingewanderte Ukrainer Juri Orlov erkennt die Zeichen in seinem Umfeld und nutzt seine familiären Verbindungen vor und nach dem kalten Krieg, um sich im lukrativen Waffenhandel eine goldene Nase zu verdienen...

Als ich den Film zum ersten Mal sah war ich von seiner direkten und kaltschnäuzigen Handlung zunächst angewidert: Menschen wie Yuri Orlov nutzen die politischen Einflüsse der Großmächte, um im Schatten derer Waffengeschäfte sich ein im Grunde eher bescheidenes Stück von Kuchen abzuschneiden.
Nichtsdestotrotz ist dies mit großen finanziellen Gewinnen verbunden, die ihm ein Leben in Wohlstand bescheren. Obwohl mir die politischen Zusammenhänge schon länger bekannt sind (gerne auch in der Dokumentation "Fahrenheit 9/11" von Michael Moore nach zu sehen) war ich dennoch erschrocken wie geballt diese Zusammenhänge in "Lord of War" präsentiert werden. Dabei wird dies schon im Titel deutlich, während ein Kriegsherr ("Warlord") direkt im Geschehen des Krieges steht kommt der hier gezeigte "Lord of war" (Herr über den Krieg) nie wirklich mit dem Krieg in Kontakt. Kriegsunterstützend, ohne selbst dran teil zu haben. Eine Rolle, die besonders die USA seit Jahrzehnten international an den Tag legen, um ihre Interessen auf den Weltmärkten zu schützen.

Beeindruckend war ferner die Konsequenz, mit der die Hauptfigur wohl wissend auf den Abgrund zusteuert. Dabei verliert Orlov neben seinem Bruder auch jeglichen Bezug zur Realität und zu den Auswirkungen seines Handelns. Eine Szene hatte mir lange Schwierigkeiten bereitet: Als Yuri Orlov im einzigen lichten Moment des Filmes sich seiner Frau mit seinen aufkommenden Schuldgefühlen öffnen möchte, gibt diese ihm zu verstehen, dass sie sehr wohl wisse, woher der Reichtum käme, es sie aber nicht wirklich interessiere, solange man den gewohnten Lebensstandard behalte. Erst verwirrt, erkannte ich später, dass dies für mich die Schlüsselszene des Film ist: Die letzte moralische Hürde wird selbstständig aus dem Weg geräumt, keine Barriere stört den Fortlauf der Geschichte bis zum unausweichlichen Ende. Ab dieser Situation gewinnen alle Eindrücke des Filmes mehr und mehr an Grauen. Denn als Zuseher wird einem nun klar, dass es nicht zu einem typischen Happyend kommen kann, dazu ist der Hintergrund einfach zu real und endgültig.

Die Besetzung mit Nicolas Cage verleiht der ganze Geschichte noch eine weitere, böse Komponente: Sarkasmus. Die Art und der Inhalt der Monologe, mit denen der Aufstieg Orlovs in Erzählform begleitet wird, lässt den ganzen Film tiefschwarz erscheinen. Cage kann dies mit seiner ihm eigenen Art noch unterstützen, was einen das Ende schon fast ängstlich erwarten lässt.

Mein Fazit: Wer diesen Film noch nicht gesehen hat und sich über die wahren Hintergründe der "US-Friedenspolitik" ein Bild machen möchte, sollte sich auf was gefasst machen! Von mir volle fünf Sterne!
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am 17. August 2006
da zum grandiosen Inhalt schon viel gepostet wurde, noch meine Anmerkung zur Kameraführung und Bildersprache. Alleine diese ist Oskarreif. Der Bildersprache ist aussagekräftig, ohne blutrünstig zu sein. Und besticht durch liebevolle Details die zusammen mit dem Inhalt für mich persönlich Lord of War eines der relevantesten und besten Filme der letzte Jahre werden lässt.

Angefangen vom Intro, über Details wir die Drahtgitter AK47 als Kinderspielzeug bis hin zur surrealen Darstellung vom "Planeten" Monrovia. In jeder Szene ist die Kameraführung und Bildauswahl so perfekt, das hier ein Kunstwerk geschaffen worden ist.

Fazit: Selten war ich von einem Film so restlos begesitert!
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am 12. September 2006
Nicolas Cage ist und bleibt einfach einer der am konstantesten Schauspieler. Egal ob Ex-Knacki ("Con Air"), Guter-und-böser-Bube ("Face/Off") oder - bald im Kino zu sehen - als New Yorker Polizist ("World Trade Center"): Cage spielt einfach immer sehr gut. So auch in Andrew Nicholls' Meisterwerk um einen einfachen Einwanderer, der nach einer verkauften UZI (O-Ton: Cage: "sie ist so leise, dass Sie mich damit hier und jetzt erschiessen könnten, ohne dass jemand es merken würde") zum bedeutendsten Waffenhändler auf dem blauen Planeten mausert. Eine One-Man-Show für Cage, der diese auch perfekt meistert. Sogar renommierte Schauspielkollegen wie Ian "Bilbo Baggins" Holm oder Ethan Hawke werden hier an die Wand gespielt.

Aber es ist nicht nur Cages Verdienst, dass dieser Film zu den besten des Jahres 2005 zählt. Auch der Regisseur, Andrew Nicholls, trägt vieles dazu bei. Wie schon in "Gattaca" (auch mit Ethan Hawke) wirft er hier einen zynischen Blick auf gewisse Aspekte von Politik und Militär aber auch auf die niederen Regionen der menschlichen Seele. Nur: während "Gattaca" in der Zukunft spielt und damit Raum für Spekulationen übrig lässt, spiegelt "Lord of War" (leider) die Realität wieder. Dieser Film gehört nun wirklich zu den zynischsten aller Zeiten. Dagegen wirkt selbst "Syriana" fröhlich wie ein Biene-Maja-Cartoon! Trotzdem: nichts, aber auch wirklich nichts wirkt übertrieben. Selbst dann nicht, als Cage mit einem Flieger in der afrikanischen Wüste notlanden muss und die Einheimischen den gestrandeten Riesenvogel innert eines Tages bis auf die letzte Schraube auseinandernehmen.

Fazit: beste und bitterböse Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau. Chapeau an alle Beteiligten dieses Films!

P.S.: nur noch eine kleine Randnotiz: in einer Szene steht Cage vor einer Riesenladung Kalaschnikows. Im Making-Of hiess es, die Filmemacher hätten echte Gewehre gekauft.

Attrappen waren zu teuer...
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am 23. Februar 2007
"Lord of War" ist kein Action-Film im klassischen Sinne, sondern eine meisterhaft zynische Persiflage auf die kriegerischen Unruhen der heutigen Zeit aus der Perspektive eines Waffenhändlers. Hervorragend verfilmt, beständig mit überaus schwarzem Humor gespickt und zeitweise in seiner Darstellung ziemlich heftig. Die Synchronisation ist sehr gut, die Produktion insgesamt hochwertig und die Rollen sind einwandfrei besetzt. Insbesondere Cage stellt einmal mehr sein fascettenreiches Können unter Beweis. Fazit: Nichts für gutgläubige Menschen oder traditionelle Action-Fans, aber darüber hinaus ein spannender, diskutabler und aufwühlender Film mit Kultpotential. Wer "Jahrhead" mochte bzw. mag, wird auch an diesem Film Gefallen finden.
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am 29. September 2006
Womit laesst sich nach dem Kalten Krieg das meiste Geld verdienen? Wer darueber schon mal nachgedacht hat und immernoch keine Antwort weiss, dem ist entweder nicht zu helfen oder er sollte sich “Lord of War” anschauen.

Darin wird die fast authentische Geschichte eines Waffenhaendlers erzaehlt, der sich vom kleinen Mpi verkaeufer zum grossen Tycoon hocharbeitet.

Besonders nach dem Zusammenbruch des Sowjetregimes gelingt es ihm in das grosse Waffengeschaeft einzusteigen, Widersacher auszuschalten und die internationale Polizei zu foppen. Stets bewegt er sich dabei jenseits der Legalitaet. Durch geschickte Tarnungen entgeht er jedoch stets seinen Haeschern.

Glanzstueck ist die Szene, in der er mit seinem mit Waffen vollgepumpten Transportflugzeug von zwei Kampfflugzeugen ueber Afrika abgefangen wird. Nach Warnschuessen wird er zur Landung gezwungen. In seiner Not landet er mitten im Busch. Die geschmuggelten Waffen verschenkt er flugs an die Zivilbevoelkerung und beseitigt somit die Beweise. Sein Widersacher von der Polizei hat wieder das Nachsehen.

Dass er dabei noch ein Privatleben mit einem chicen Fotomodell, das er ebenso hinters Licht fuehrt, hat, scheint dabei nicht zu verwundern.

Als Einzelgaenger im Berufsleben ist er scheinbar der Beste seines Faches. Ob Bosnien, Somalia oder Nachfolgestaaten der UdSSR – er hat Kontakte und Geschaeftserfolge ueberall in der Welt.

Nicht die Warlords im eigentlichen Sinn sind die Beherrscher und Forcierer der Krisen und Kriege, sondern er, der die Nachfrage befriedigt.

Der Film zeigt schonungslos die Realitaet, fast frei von moralischen Erwaegungen.
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am 12. Januar 2007
Dieser Film führt uns in eine Welt die grausam und unberechenbar ist. Dennoch liebt es unsere Hauptperson in ihr zu leben und gibt schließlich alles für sie auf.

Es geht um Yuri Orlov (Nicolas Cage), einem anfangs kleinen Waffenschieber, der zum größten Händler der Welt aufsteigt. Erst arbeitet er mit seinem kleinen Bruder (Jared Leto) zusammen, aber dieser kann mit der Welt aus Tod und Hass nicht umgehen und wird letztendlich Drogensüchtig.

Man sieht wie Yuri seine Frau (Bridget Moynahan) anlügt, wie er immer wieder versucht dem Interpol-Agenten Jack Valentine (Ethan Hawke) zu entwischen und man taucht ein in die Welt des Waffenhandels.

Der Film lässt einen aufschrecken und man erhascht einen genauen Blick auf eine Welt, in der man nicht leben möchte, es jedoch tut!

Das Schauspielensemble hat tolle Arbeit geleistet und ich verbeuge mich für dieses Werk besonders vor dem Regisseur und dem Drehbuchautor.

Diese haben nämlich mit den ausgewählten Schauplätzen und den ernsten, aber auch lockeren Dialogen etwas erschaffen, was es vorher in dieser Form nie gegeben hat.

Ich kann diesen Film nur empfehlen und sage: Kaufen!
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am 30. März 2009
Der Film ist definitiv auf meiner Favoritenliste. Er hat es geschafft dieses völlig vergessene Thema wieder in die Köpfe der Menschen zu bringen und konnte sowohl die körperliche, als auch moralische Brutalität mit der in diesem Umfeld agiert wird, mehr als deutlich darstellen.
Auch die Involvierung diverser Regierungen in dieses Geschäft wird sehr deutlich angeprangert.

Der Film hat sowohl Action als auch Stellen an denen es einem die Nackenhaare aufstellt.

Allein das ansprechende Bewusst machen dieser Problematik verdient vier Sterne. Nicolas Cage und die gute Umsetzung samt Special Effects bekommen von mir den fünften dazu.

Natürlich kann nicht ein Mann zusammen mit seinem drogensüchtigen Bruder der größte Waffenschieber sein, doch muss dieser Film ja auch unterhalten. Denn die komplexen Strukturen solcher Organisationen in einem Film abbilden zu wollen hat schon so manche grundsätzlich interessante Produktion in die Langeweile abdriften lassen...
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am 25. Oktober 2006
Ein schaurig gemeiner erstklassiger Film, der einem sämtliche Illusionen nimmt.

Die Hauptfigur ist ein aus einer Einwanderer-Familie stammender Nichtstuer, der irgendwann feststellt, dass er nur zwei Dinge wirklich gut kann. Lügen und Waffen verkaufen. Und das im großen Stil. Der Streifen erinnert mich an "Blow" (Film über den Aufstieg und Fall eines Drogenbarons). Beide Streifen zerren an den Nerven und nehmen dich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Während Johnny Depp in Blow alles verliert, macht Nicolas Cage weiter, als wäre nach alldem nichts gewesen. Natürlich hat Cage einen starken Gegner namens Ethan Hawke, der irgendwann feststellen muss, dass sein Tun zwar ehrenwert, jedoch völlig ausweglos ist. Ob Drogen- oder Waffenhandel: es gibt in unserer Gesellschaft kein Mittel, sie zu bekämpfen bzw. einzudämmen. Dieser Film zeigt nachdrücklich und gewaltig, dass ein Menschenleben nichts, aber auch gar nichts wert ist.

Sie haben Pobleme und versinken in Selbstmitleid? Dann schauen sie sich nicht nur "Lord of War" sondern auch "Blow" und besonders "City of God" an.

Da weiß man, was man mehr hat ...
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