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am 28. August 2011
Selten schafft es ein einziger Film eine Karriere zu zerstören. "Peeping Tom" gelang dies gleich zweimal. Regisseur Michael Powell bekam nach der völligen Empörung des Publikums und auch der Kritiker kaum noch einen vernünftigen Film angeboten, während Karlheinz Böhm, in den Credits als Carl Boehm bezeichnet, seine meist weiblichen Fans völlig verstörte. Durch seine Rolle als Franz in den Sissi-Filmen war er auf eine bestimmte Darstellung programmiert und versuchte daraus zu entfliehen, was ihm mit "Augen der Angst" fulminant gelang. Wahrscheinlich aber nicht so wie er sich das vorstellte.

Für das Publikum zu Beginn der 60er Jahre war es wahrscheinlich auch einfach des Guten zuviel. Der Film verlangte von seinen Zuschauern auch eine ganze Menge. Man musste dem Mörder bei seinen Taten beiwohnen, aber gleichzeitig Symphatien und Mitleid für ihn empfinden. Schlimmer noch, man wurde mit seiner Psyche konfrontiert und zeigte auf wie er zu dem Monster wurde, das er nunmal war. Mit einigen Bildern und der eigenen Vorstellung wie seine Kindheit ablief, war das Grauen direkt im Kopf vorhanden. Für seine Taten hatte man also eine Entschuldigung, was sicherlich nicht einfach zu verarbeiten war und auch heute noch nicht einfach ist. Ein Frauenmörder der seine Morde parallel aufzeichnet um die Augen im angsterfüllten Moment des Todes auf Zelluloid zu bekommen, dürfte damals die Kinowelt aus den Fugen gerissen haben. Deshalb verschwand der Film auch schnell wieder in der Versenkung. Erst 20 Jahre nach seiner Entstehung veröffentlichte Martin Scorsese den Film erneut und er bekam nun die Anerkenung die er verdiente. Er wurde nun als das gesehen was er ist: Ein Meisterwerk!

Michael Powell spielte mit der Angst der Opfer, des Publikums und nahm sie doppelt auf. Einmal durch die Kamera des Protagonisten und einmal direkt hinter ihm. Die POV Sicht ist auf jeden Fall mal keine Erfindung von "Blair witch Project") Natürlich sind diese Einstellungen nur partiell eingestreut, aber die haben es in sich und kommen ohne Gewackel aus. Die Atmosphäre des Films ist verstörend und irrational, da man selbst nie weiß welche Emotion man gerade durchleben soll. Hinzu kommt das Powell bis auf das erste Opfer, eine vernünftige Charaktereinführung bietet, so das man symphatische Opfer, aber auch einen symphatischen Mörder hat.

Das Tempo ist natürlich sehr ruhig und lebt nicht von Actionsequenzen, sondern von ausgefeilten Dialogen, einem fantastisch aufspielendem Karlheinz Böhm und seiner visuellen Darbietung. Da gibt es cineastische Leckerbissen en masse und auch ein furioses Ende, das das gesamte Grauen erst wirklich sichtbar macht.

Pflichtfilm für jeden Thrillerfreund, der nicht nur an der Jagd auf den Mörder interessiert ist.
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am 25. November 2006
Leider hat man den Film für diese DVD wegen sage und schreibe 43 Sekunden(!) - zwei Zensurschnitte gegen Ende des Films - komplett neu synchronisiert. Das ist nicht nur eine Absurdität ersten Ranges, weil die schöne alte Synchro (mit der Originalstimme von Karlheinz Böhm) auf der Strecke bleibt, sondern auch deshalb fraglich, weil im Falle von Bonusmaterialien oder anderen Beigaben häufig der Budgetfaktor ins Spiel gebracht wird, hier aber wahrlich offenbar großzügig Geld verschwendet wurde.

Die Neusynchronisation bleibt mit ihren sterilen Geräuschen und den Stimmen, die weder vom Ausdruck noch vom Charakter zu dem Film passen wollen, hinter der tollen Erstsynchro zurück. Wer also den Film bereits von TV-Ausstrahlungen kennt und die deutsche Fassung zu schätzen weiß, sollte die Finger von dieser DVD lassen.
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"Peeping Tom- Augen der Angst" sorgte seinerzeit für Gesprächsstoff.
1960 löste der Film einen weltweiten Skandal aus.
Nebenbei bemerkt ging dabei die Karriere von "Sissi"-Star Karlheinz Böhm zugrunde. Sein Saubermann-Image war mit einem Schlag zerstört.

Erst Jahre später (wie's halt so oft ist bei "Skandalen") ist man draufgekommen, wie genial "Peeping Tom" eigentlich ist und wie sehr er seine Zuseher in den Bann zieht.

Der Plot ist nicht allzu kompliziert:
Getrieben von perversen Phantasien findet der psychopatische Kameramann Mark (Karlheinz Böhm) nur dann Befriedigung, wenn er junge Frauen im Augenblick ihrer Todesangst filmt!

Wie er das (genau) macht, stellt sich erst am Ende des Films heraus (Das Ende hat's überhaupt in sich. Sie können sich auf ein "großes" Finale gefasst machen!). Weshalb er es tut, erfährt man etwa ab der Hälfte des Films, als er seinem nächsten (planmäßigen) Opfer, für das er allerdings erstmals wahre Gefühle empfindet, Aufzeichnungen aus seiner Kindheit zeigt (bedrückende, sadistische Darstellung einer kaputten Kindheit). Mehr möchte ich vorläufig jedoch nicht verraten...

Was ich allerdings unbedingt noch loswerden möchte/muss, ist ein Riesenlob an Böhm, der hier, und ich übertreibe keineswegs, die (Film)rolle seines Lebens spielt.
Es ist schade, dass "Peeping Tom" auch heute noch (zumindest im deutschen Sprachraum) mehr oder weniger unbekannt ist, obwohl der Streifen mittlerweile als einer der besten Thriller aller Zeiten gilt.

Auch, wenn der Film heutzutage für keinen Skandal mehr taugt, werden eingefleischte "Sissi"-Fans schockiert sein von ihrem "Franzl"...

Karlheinz Böhm hat gezeigt, was in ihm steckt. Ich bin mir sicher, dass er noch in dutzenden solcher Filme hätte mitwirken können, wenn man 1960 etwas weniger empfindlich gewesen wäre...

Eigentlich ist es schade um diesen großartigen Schauspieler, der's aber auch übers Theater zu etwas gebracht hat (auch nicht zu vergessen: die Aktion "Menschen für Menschen" für die sich der Österreicher schon lange einsetzt!).

Fazit: ein toller, packender Thriller, der dem Zuseher außergewöhnliche und fesselnde Kamerapositionen bietet, sowie Spannung, Ekel und (auch) Faszination.

Für Filmfans ist "Peeping Tom" ein Muss!
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am 1. Februar 2006
Augen der Angst (Originaltitel: Peeping Tom) wurde 1960 von Michael Powell inszeniert und war damals nach Erscheinen ein Skandalfilm. Karlheinz Böhm, bisher nur in liebenswerten "Sissi"-Rollen spielt hier einen pervertierten Kameramann und Mörder - und das so gut und überzeugend, dass der Film die Karriere von Böhm beinahe zerstörte. Heute gilt der Film zurecht als einer des besten Thriller der Filmgeschichte.
Die Bildqualität stammt aus einer höchauflösenden Abtastung und ist als perfekt zu bezeichnen. Unbedingte Kaufempfehlung!
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am 25. Februar 2006
Ein junger Kameramann dreht einen „Dokumentarfilm“, im Rahmen dessen er die Angst von Frauen filmt, bevor er sie mit einem umgebauten Kamerastativ brutal ermordet. Sein „Drehkonzept“ beinhaltet auch die Heranführung der Polizei an seine Person sowie seinen eigenen, im Film festgehaltenen Selbstmord. Währenddessen lernt er eine junge Frau kennen, die in der Wohnung unter ihm lebt und letztlich hinter das Geheimnis des schüchternen, introvertierten Mannes kommt: Durch das Studieren seiner Verhaltensweisen - in Bild und Ton konserviert - unter Zuhilfenahme von Stress- und Angstschüben hat der Vater, ein berühmter Mediziner, den Grundstein für die psychopatische Veranlagung seines Sohnes gelegt. Die Zuneigung der jungen Frau weckt in ihm zwar vorübergehend die „andere Seite“, kann ihn aber weder von seinem Trieb noch von der beabsichtigten Selbsttötung abhalten.
„Peeping Tom“ ist ein komplexer, mutiger Film, einer der ersten ambitionierten, formal außergewöhnlichen Filme, der sich - allerdings auf eine sehr morbide, verstörende Art und Weise - mit dem Thema des krankhaften Voyeurismus beschäftigt. Er schreckt auch nicht davor zurück, den Zuschauer quasi als Mittäter hinter die Kamera zu stellen.
Für ein derartiges Motiv war allerdings im Erscheinungsjahr 1960 die Zeit wohl leider noch nicht reif. Der Film löste einen Skandal aus, der die Karrieren von Regisseur Michael Powell und Hauptdarsteller Karlheinz Böhm, der hier - so konsequent wie kaum ein anderer Schauspieler - mit seinem „Sissi-Image“ brach, mit einem Schlag beendete.
Im Gegensatz zu heutigen, vergleichbaren Produktionen, die vor naturalistischen Darstellungen, computeranimierten Spezialeffekten und plakativen Inhalten nur so strotzen, wirkt dieser Film erstaunlich zeitlos, nimmt er sich doch sehr viel Zeit für das Wesentliche, fernab von den seinerzeit - und auch heute wieder - üblichen Gut-und-Böse Klischees.
Dazu tragen hauptsächlich die großartigen, schauspielerischen Leistungen bei. Kameraarbeit und Schnitt sind brillant und gehen an markanten Stellen eine faszinierende Symbiose mit der Filmmusik ein. Ohne Übertreibung kann man „Peeping Tom“ als einen cineastischen Leckerbissen bezeichnen.
Nur wenig später verfilmte Alfred Hitchcock einen ähnlichen Stoff, der unter dem Titel „Psycho“ ebenfalls die Kritiker in zwei Lager spaltete, aber wohl zum Teil durch eine ausgeklügelte Werbestrategie ein großer Erfolg wurde und - das ist im Übrigen auch meine Meinung - bis zum heutigen Tage ein Meisterwerk des internationalen Film ist.
„Peeping Tom“ steht dieser Bezeichnung in nichts nach. Mehr noch: Er ist klarer und differenzierter angelegt und verzichtet weitgehend auf den Einsatz reißerischer Elemente.
Die neue DVD-Veröffentlichung besticht durch ein erstklassiges Bild und eine beeindruckende neue deutsche Synchronfassung, die deutlich besser ist als die Fassung von 1961, obwohl sich Karlheinz Böhm diesmal nicht selbst synchronisiert.
Eine der Qualität des Films angemessene rundherum gelungene Neuveröffentlichung !
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