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Die neunzehnjährige Sophie begegnet auf dem Weg zu einem Fest auf der Straße zufällig Soldaten. Voller Angst steht sie vor den Männern, die sie ungeniert anstarren. Ein wunderschöner junger Mann tritt hinzu und rettet sie. Kaum schaut sie in die Augen dieses Mannes, quellen aus Ritzen und Spalten, Nischen und Ecken gummiartige Monster hervor und bedrohen sie. Sophie und der junge Mann, der sich als der Zauberer Hauro entpuppt, schweben davon. Kaum hat er Sophie auf einem Balkon abgesetzt, ist er auch schon verschwunden. Sophie aber soll diesen kurzen Moment bitter bereuen. Kaum ist Sophie im Hutmachergeschäft, wo sie arbeitet, angekommen, betritt eine hässliche alte Frau die Geschäftsräume. Die Hexe aus dem Niemandsland ist auf der Suche nach Hauro, und Sophie hat in ihren Augen verhindert, dass sie seiner habhaft werden konnte. Sie belegt die hübsche Sophie mit einem schrecklichen Fluch: Sie muss von Stund an als neunzigjährige alte Frau ihren Weg durchs Leben gehen. Voller Entsetzen und Scham über ihr Aussehen flieht Sophie ins Niemandsland und sucht das Tal des Zauberers. Dort will sie Hauro bitten, den Fluch von ihr zu nehmen.
Sie findet ein seltsames, riesiges Schloss, das auf Beinen durch die Landschaft wankt und wird wider Erwarten eingelassen.
Sie lernt den Feuerdämon Calcifer und Markl, den Gehilfen des Zauberers, kennen. Die Räume quellen über vor Schmutz und Unrat und die alte Sophie beginnt, die Räume gründlich zu säubern. Plötzlich betritt der Zauberer Hauro das Haus und voller Entsetzen muss Sophie mit ansehen, wie er wund an Körper und Seele in seinen Räumen verschwindet. Doch es soll noch schlimmer kommen. Der überall ausbrechende Krieg greift auch auf Sophies Stadt über und die Königin will den Zauberer Hauro an ihrem Hofe sehen. Doch auch die Hexe aus dem Niemandsland ist auf dem Weg zur Königin. Da beschließt Hauro, Sophie zur Königin zu schicken.

"Das wandelnde Schloss" ist, ob Sie es glauben oder nicht, einer der erfolgreichsten Filme der Welt - in Japan. Nach "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Titanic" konnte kein Film in der Geschichte des japanischen Kinos so viele Zuschauer anlocken. Dieser Film muss also einfach gut sein.
Und genau das ist er. Erstens ist er einfach. Die Zeichnungen sind liebevoll und schlicht, die Bilder fast kitschig und sehr bunt. Einzig das wandelnde Schloss, mehr ein Schrotthaufen als ein Haus, ist im Computer entstanden. Alles andere wirkt wie ein Zeichentrickfilm der 70er Jahre. Einfach und doch effektvoll, fantasiereich und brillant erzählt. Woraus sich zweitens ergibt, dass der Film gut ist. Nicht sehr gut, dafür sind die Geschichte zu einfach, die Bilder zu simpel, die Charaktere zu eindimensional. Einzige Ausnahme ist Sophie. Diese junge Frau, die auch als neunzigjährige alte Frau wundervoll positiv und ungebrochen von ihrem schrecklichen Schicksal durch das Leben geht, ist beeindruckend gemacht und als Charakter absolut einmalig. Sie verkörpert die Moral und Sichtweise des Regisseurs und Altmeisters des japanischen Animes, Hayao Miyazaki. Er hat die wundervolle Geschichte des Zauberers, der seinen Gefühlen nicht traut und seiner Verantwortung nicht nachkommen will, den zauberhaften Büchern der britischen Autorin Diana Wynne Jones entnommen. Selten ist eine Melange aus Fantasie und Liebesgeschichte, Zeichentrick und japanischer Anime-Tradition so gut gelungen wie in diesem Film. Allenfalls Chihiro und Prinzessin Mononoke sind besser und dramatischer.
Das Manko der Geschichte ist der seltsame Krieg. Weder die Kämpfe noch die Kriegsparteien, geschweige denn die Ziele dieses Krieges sind erläutert oder greifbar. Obwohl die Kämpfe furchtbare Zerstörungen anrichten und flächendeckend Bombenteppiche zu fallen scheinen, gibt es keine Konsequenzen, geschweige denn wird die Lösung am Ende des Films plausibel. Schade, denn die Ursache allen Übels erscheint dadurch beliebig und vordergründig.

Fazit: Dieser Film ist wunderschön. Seine Heldin Sophie ist ein wunderbarer Charakter, und mitzufiebern, wie es ihr ergeht, ein tolles Erlebnis. Der Film hat zwar fast nichts mit seiner Buchvorlage gemein, erreicht aber durch Bild und Ton die Herzen seiner Zuschauer.
Nur für Anime-Fans ist die Deluxe-Edition zu empfehlen. Für das zusätzliche Geld bekommt man einige Sammelkarten, Interviews und das komplette Storyboard des Films.

Stefan Erlemann
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am 13. Februar 2006
Nun habe ich mir das neuste Werk von Hayao Miyazaki gestern im Kino mit meinen kleinen Geschwistern zu Gemüte gezogen. Ich habe einen guten Film im Stile von Chihiros Reise ins Zauberland erwartet aber keinen Film der an das Meisterwerk Prinzessin Mononoke heran kommt. Ich wurde überrascht der Film hat meine guten Erwartungen weit übertroffen und ich wurde absolut verzaubert. Ich fühlte mich paar schöne Stunden wieder wie ein 3 Jähriges Kind das mit riesigen Augen die wundervolle Atmosphäre des Films genoss. Hier ist einfach alles dabei von Hexen, geheimnisvollen Magiern, Dämonen und vieles mehr. Wer hier Chihiros Reise ins Zauberland Nummer 2 erwartet der wird positiv überrascht den der Film ist von seiner Geschichte komplett anders und sehr witzig aber regt zu gleich zum denken an. Das Thema Krieg wird hier sehr schön für Kinder aufbereitet um zu zeigen wie schlecht er ist aber ohne diese zu erschrecken. Sprüche wie „Freunde oder Feinde.. das ist doch egal sie sind doch alle Mörder“ machen klar das der Film mit absolut kompromisslosen Pazifismus gestrickt ist, aber das ist O.K. Das jüngste Werk von Hayao Miyazaki ist zugleich von der Thematik her einer der ernsteren aber auch der witzigste von all seinen Werken. Lustige Gestalten zu Haufe, Situationcomic und Dialoge über die man einfach nur noch lachen kann heitern einen richtig auf. Das ganze hat auch einen sehr epischen Tatsch ala Prinzessin Mononoke und kommt so Märchenhaft rüber wie bis her kein anderer Film von Hayao Miyazaki. Ein Meisterwerk!!!!!! Nach Prinzessin Mononoke Hayao Miyazaki bester Film und auch der beste Anime der letzten Zeit (Walt Disney und Dreamworks machen da ja nix mehr).
11 Kommentar|58 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Mai 2015
Kaum eine andere Ghibli Produktion wird so kontrovers gesehen und bewertet wie "Hauru no Ugoku Shiro"/ "Howl's moving Castle" (Das wandelnde Schloss), basierend dem ersten Buch der Jugendbuchreihe von Diana Wynne Jones.

Zum Inhalt muß man nicht viel schreiben, geht es um eine unsichere junge Frau die erst durch einen Fluch zu ihrem wahren Selbst und Glück findet. Auf diesem Weg begleitet sie Hauro/Howl (= Love Interest), ein jünger Zauberlehrling, ein Dämon und eine alte Hexe. Alles abspielend im Kreuzfeuer sich gegenseitig bekämpfender Königreiche.

Im Miyazaki-Stil umgesetzt - wiederbelebt u. glorifiziert! -, werden hier alte, durch demografische Entwicklung, unhaltbare Werte. Sicher richtet sich seine Umsetzung nach Buch und dem Charaktergrundgerüst, doch schlägt das Ganze eine zügig, gekürzt verdrehte Wende ein. Dennoch pflegte man die Hauptprotagonistencharaktereigenschaften. Hauro erstickt durch lauter Selbstzweifel im Narzißmus, während Sophie sich der Außenwelt komplett verschließt und erst durch die auferlegt Maskerade ihre Stärken auslebt. Beide erkennen erst durch den Einfluß & Anwesenheit des jeweils anderen, daß diese Furcht umsonst genährt wird.

Sophie (umgekehrter) Fluch wird im Anime sehr schön dargestellt, finde ich Miyazakis kleine Eigenkreation richtig gut. So verfällt sie, je nach Selbstwertgefühl & Gefühlswelt, in einen entsprechenden phy. Zustand zurück, bis sie letztlich wieder im Jugendstadium verweilt. Abgeschlossen wird's durch ihr Zugeständnis gegenüber Hauro u. dem Bund mit Calcifer, einem Feuer- aka Sternschnuppengeist (Dämon).

Zugpferde bzw die Maskottchen, stellen Calcifer & Heen, der Hund Sulimans (im Film), dar. Zauberlehrling Markl mimt den Ersatzsohn für Sophie und Hauro, wurde zum Wohle der Komplettdarstellung der Patchworksippe, dem Zielpublikum und dem aussterbenden jap. Familiensinn, um einige Jährchen verjüngt. Auch die "böse" Hexe und Kontrahentin Hauros bleibt im Anime letztlich die liebe alte (aus sozialem Sinn heraus = Appell an Menschlichkeit) Oma des Haushalts. Ein modernes Steampunk-Märchen um Humanität u. Toleranz. Lebensbewußtsein & Verantwortung, machen hierbei Primärmoralbotschaften aus.

Die Buchvorlage läuft um einiges anders ab, auch wenn Howl (Hauro) dort bei weitem länger dem infantilen Wesenszug Zeugnis ablegt. Der Anime bringt seinen Charakterdarstellung schnell, aber ohne großen Verlust besser rüber, scheut Miyazaki nicht ein bekannte Buchszene einzuflechten. Auch der Hang zu exklusiv bunter Mode u. kosmetischen Ausbesserungen wird Aufmerksamkeit gezollt, was Frau Jones Vorgabe entspricht. Schade, was mehr kindliche Unschuld repräsentiert (und den Chara so besser indirekt vermittelt), ist Sophies Äußeres: versehen mit einem braun biederen Schopf u. haselnußfarbenen Augen. Trotzdem zieht man auch aus dieser Änderung Nutzen. (Diverse Erscheinungen, Blutgruppen, etc., repräsentieren in Japan/ Asien einen festgelegten Wesenszug.)

Auch das "erste" (eigentlich zweite) Treffen der beiden ist durch den jap. Kreativgeist zweckdienlich umgeswitcht worden. Nett und überzeugend. Dagegen neu, ist das Ursprungstreffen der beiden Liebenden, was im Buch so nicht existiert. Gefiel mir sehr und sorgte für einen Aha-Effekt.

Zahlreiche Personen, die im Buch vorkamen, lief im Film Außen vor. Seitens Zeitmangel, Primärblick und Ablenkung, verzichtete Miyazaki auf unnötigen Ballast. So wird einzig Lettie Hatter, Sophies zweitjüngste Schwester gezeigt. Genau wie Sophie, weicht ihre Erscheinung einen kompletten Gegensatz zur Buchfigur. Die jüngste der drei Hatter Mädchen wurde ganz und gar eliminiert, findet nur ihr Name am Anfang eine nebenherlaufende Einstreuung; ein kleiner Querverweis zur ausgedehnten Buchplotverbändelung. *zwinker*

Angelegt wird die Geschichte zur pittoresken Biedermeierspätepoche, grenzt diese schon am Übergang zur 20-igsten Jahrhundertgrenze. Ganz nach damalig urbanen Idyll dt. Kaiserstädte ausgerichtet, erspäht man im Anime Hinweise mittels Poster u. einiger Produktaufdrucke. (Das jap. Grundgesetzt baut auf dem deutschen - ein regelrechter Exportschlager - auf, was zu Kaiserzeiten, dem späten 19 Jahrhundert, ins Land der Sonne überschwappte.) Ansonsten richten sich die Aushängeschilder nach der englischen Romanvorlage, wird Sophies Laden dann doch original belassen: Hatter (Hutmacher). Da Familiennamen meist von Berufen abstammen, entspricht auch Sophies dem ihrer Ausübung.

Lustig, seitens Linguistik - der allg. Ausspracheschwierigkeit -, wandelte Miyazaki ein paar Namen um. So verleibte man sich Howl ein, der zu Hauro mutierte. Michael wurde - so wie ohnehin im Japanischen gesprochen! - zu Markl. Sophie hatte noch Glück, gleichwohl man die letzte Silbe einstutze (=Sofi). Hauros Lehrmeisterin bekam eine neue, wenn auch im Buch vorkommende Identität. Die dt. Synchro ist - bis auf ein paar Schnitzer - gut gelungen, stößt man sich eventuell nur an Sophies'. Hier gelingt es dem jap. Pendant besser den Übergang zur alten Sophie zu kreieren.

Farbenprächtig u. liebvoll präsentiert, bietet man eine schöne Ergänzung im Ghibli-Regal. Zählend zur Fantasiesparte, bittet dieses Werk ein Happy End, was für bekennende Fans kein geläufiger Ausgang ist. Japaner scheuen den Schwarz/Weiß-Blick nicht; daher sind viele Ghibli-Produktionen Geschmackssache, gehen sie oft Hand in Hand mit japanischer Mentalität. Nicht selten sind auch Alltagsgeschichten eines Films würdig, handeln diese von Traditionen, dem Erwachsenwerden u. der Zeitgeschichte.

Jüngste dt. DVD Veröffentlichung: "Die Legend der Prinzessin Kaguya" (Kaguya-hime no Monogatari), beruhend auf einem jap. Volksmärchen bzw einer Legend. Dagegen muß man aufs Erscheinen von "Omoide no Marnie" noch warten, ebenfalls eine Jugendbuchumsetzung.

Zweifelsfrei richten sich nicht alle Ghibli-Filme unbedenklich ans europäische Kinderpublikum, sollten Eltern sich die Streifen vorab selbst einverleiben. So sind einige dabei, die erst mit reiferer Mentalität greifbar sind. (Japaner gehen bei der pädagogischen Erziehung einen direkten, formenden Weg, der wiederum mit deren Kultur zusammenhängt.) Um es klar zu sagen: Ghibli wird oft mit Disney verglichen, ähnelt aber nur der Status im jap. Land dem großen Überseebruder. Klare Abtrennung zu Kinderproduktionen gibt es kaum, werden u.a. Gewaltszenen ungeschönt und ohne komödiantische Abmilderung eingespeist. Ghibli ist nicht Disney, und ist würdig keinen erzwungen Vergleich zu erfahren.

Zwar kein Ghibli-Favorit von meiner Seite, aber eine sehr schöne Produktion die auch Kinder unbedenklich ansehen dürfen. Ein wunderschöner Kompromiß für Buchvertreter, Kinder u. Erwachsene.

Vier tolle Sterne.
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am 20. Oktober 2006
Kaum ein anderes Filmstudio ist so bekannt für seine rührenden und wunderschönen Zeichentrickfilme wie das japanaische Studio Ghibli.

Schon "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Prinzessin Mononoke" haben mich unglaublich fasziniert und teilweise zu Tränen gerührt.

"Das wandelnde Schloß" ist abermals ein ganz großer Wurf von Hayao Miyazaki und er beweist einmal mehr sein unglaubliches Können.

Die junge Sophie arbeitet als Hutmacherin in einer kleinen Stadt und ist mit ihrem Leben zwar nicht unbedingt zufrieden, aber auch nicht wirklich unglücklich.

Eines Tages begegnet ihr der Zauberer Hauro und fliegt mit ihr über die Stadt. Von diesem Augenblick an ist es um sie geschehen und sie verliebt sich unsterblich in ihn. Doch noch am selben abend wird Sophie von einer eitlen, alten und gekränkten Hexe mit einem Fluch belegt, der sie zu einem alten Mütterchen von 90 Jahren werden läßt.

So beschließt Sophie zu fliehen und läuft geradewegs in Hauros Arme...

Die Welt, in der die Geschichte spielt, wird vom mittelalterlichen Europa beeinflußt. So gibt es zahlreiche Städte mit typischen Fachwerkhäusern, den alten Pflastersteinen und den für diese Zeit üblichen Gewändern. Aber ein Film des Studio Ghibli wäre nicht ohne die magische Komponente. So gibt es in dieser Welt wundersame Flugmaschinen und Zauberei und vieles andere.

Die ganze Welt ist wieder so herrlich detailliert gezeichnet und extrem liebevoll geschmückt und ausstaffiert; dazu noch die gewohnt wunderschöne Musik - so macht das Abtauchen in eine andere Welt wirklich Spaß!
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am 24. April 2013
Obwohl ich den Film bereits schon kannte (sowohl in Deutsch, Englisch und Japanisch), konnte ich es mir nicht nehmen lassen, die DVD zu kaufen, um diesen Film auch in meinem Regal stehen zu haben.
Ich schätze mich als großen Fan der Studio Ghibli ein und kann von jedem dieser Werke, behaupten, dass ich sie überaus genossen und gerne angeschaut habe.

"Howl's Moving Castle" sticht hierbei jedoch für mich besonders heraus. Nicht nur, dass die Geschichte herrlich originell und magisch ist, sie stimmt auch nachdenklich, bringt einen zum Lächeln und man mag sich in den malerischen und farbenfrohen Landschaften verlieren.
Auch die Musik ist schlicht bestechend und unterstreicht die Handlung mit zarten bis aufrüttelnden Klängen.
Die Animation ist wunderbar flüssig und wirkt trotz zeitweiliger Überzeichnung sehr realistisch und plastisch.

Von mir gibt es daher die vollen fünf Sterne, da ich an diesem Meisterwerk wirklich rein gar nichts zu kritisieren finde. Außer vielleicht, dass er doch recht kurz ist und meinetwegen ruhig drei Stunden dauern könnte ;D
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am 10. März 2006
Die kleine Hutmacherin Sophie verliebt sich in den Magier Hauro, für den es nichts wichtigeres gibt, als schön zu sein.Ein böse Hexe, die ebenfalls ihr Herz an den Zauberer verlor, verflucht das Mädchen aus Eifersucht und macht sie zu einer alten Frau. Sophie jedoch hat Glück im Unglück und kommt bei ihrem Hauro als Putzfrau im wandelnden Schloss unter.
Ein wunderbarer, bildgewaltiger Zeichentrickfilm, der eigentlich eine Liebesgeschichte ist.Der Film besticht durch brilliante Farben,viele liebevolle Details und tiefgründige Charaktere.
Ein wunderbar spannendes Märchen für Kinder und Erwachsene, die bereit sind sich für eine kleine Weile in eine völlig andere Welt entführen zu lassen.
Ein Film, den auf jeden Fall mehrmals anschauen kann und will.
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am 16. Mai 2011
mit japanischen trickfilmen hatte ich nie was zu tun.
durch empfehlungen schaute ich mir diesen film an.
ich war hin und weg.wunderschöner trickfilm.einfach kunstvoll umgesetzt.unglaublich.
bin immer noch begeistert.der trickfilm gehört zu der top liga!
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am 7. November 2014
Rezension zur 2er Disc "Deluxe-Edition"!

Als junge Frau hatte Diana W. Jones (1934-2011) einen Milchallergieschock. Ihre Beine schwollen an und sie brauchte einen Gehstock. "Ich fühlte mich wie eine uralte Frau!". So erwuchs ihr Roman HOWL'S MOVING CASTLE - Sophie im Schloss des Zauberers.

Daß der Anime-Zauberer Hayao Miyazaki daraus einen Zeichentrickfilm machte, liegt besonders an dem Umstand, da er gerne Geschichten erzählte (er ist nun in Rente gegangen), in denen Mädchen und Frauen als Heldinnen/Antiheldinnen gefeiert werden.

So auch in diesem Film von 2004!

HANDLUNG:
Zwei Königreiche stehen kurz vor dem Krieg. Während der Armee- und Flottenparade verliebt sich die junge Hutmacherin Sophie in den scheinbar gleichaltrigen Charmbolzen und Zauberer Hauro. Deshalb verwandelt die eifersüchtige Hexe aus dem Niemandsland die schüchterne Sophie in eine 90-jährige alte Frau. Aus Scham verläßt sie ihre Heimat und findet schließlich Zuflucht in Hauros umherwanderndem Schloss. Während Hauros rechte Hand Markl und der Feuergeist Calcifer Sophie ins Herz schließen, findet sie bei Hauro kaum Beachtung.

DVD:

Disc 1 (Hauptfilm):
Die Bildqualität ist enorm, wundervolle Farbgestaltungen, und es gibt soviele Detail zu bestaunen, daß man auch beim drittenmale Anschauen etwas entdeckt.

Besitzer von Heimkinosystemen werden sich freuen. Denn es gibt einen wuchtigen Sound, sei es nun auf Deutsch oder Japanisch - schade nur, daß man nicht auch noch die englische Tonspur dazu gepackt hat!!!

Lauflänge: 119 Minuten

Disc 2:

Bonus
- Storyboards zum kompletten Film
- Reportage zu den Computer Animationen
- Interview mit Diana W. Jones
- Interview mit Pete Doctor
- Hayao Miyazaki zu Besuch bei Pixar
- TV-Spots
- Studio Ghibli auf DVD

Gesamtspielzeit: 181 Minuten

Zusätzlich gibt es noch 5 Hochglanzkarten mit Motiven aus dem Film

BEWERTUNG:
5 verzauberte Liebessterne. Zwar wird der Film im Laufe der Zeit etwas Wirr, aber gegen Ende kommt dann die AHA-Erklärung. Für viele der phantasievollste Anime aus dem Ghibli-Studio - zum immerwieder Anschauen. Man verband handgemachte Zeichentrickfilmkunst mit Computereffekten, die jedoch nicht auffallen, da sie perfekt miteinander verwoben sind - so soll's auch sein!

Die große Anzahl liebevoll gestalteter Charaktere, die recht kauzig wirken, bringen dieser Buchverfilmung noch mehr Farbe ins Spiel. :-))

FAZIT:
"Liebe war für mich immer der größte Zauber." - Diana W. Jones
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am 20. August 2006
Nun ja, zugegeben, die Handlung ist etwas verwirrend - man weiß nie so genau, ob man in einer Phantasiewelt ist oder wieder in der "realen Welt", oder in beiden zusammen, oder umgekehrt??! - aber die Bilder, sogar, wenn es um Kriegsszenen geht, sind fast ausnahmslos so schön, dass man kaum darauf achtet. Außerdem lädt das eher dazu ein, sich den Film gleich noch einmal anzusehen. ;-)

Die Personen sind teilweise etwas idealisiert, aber trotzdem sind sie glaubhaft, und auch ihr Leben und die Veränderungen, die sie einer durch den anderen erleben. Man darf schließlich nicht vergessen, dass es sich hier um ein Märchen handelt, und Märchen wurzeln immer in der Realität.

Die Farben der Zeichnungen sind teilweise ein wenig zu bunt, vor allem am Anfang; und es gibt so viele spannende Höhepunkte in der Handlung, dass ein wenig der Bogen fehlt, denn DEN Höhepunkt, DIE schönste Szene, DIE wichtigste Erkenntnis gibt es nicht; zumindest nicht nach meiner Beobachtung. Das sind ein wenig die Schwachstellen dieses Films.

Ansonsten ist er wunderschön und lädt zum Träumen und Schweben ein und - warum nicht? - auch dazu, selbst im täglichen Leben mal wieder ein wenig zu zaubern. Es fehlt weder an Humor noch an Action oder an Tiefgang, und es gibt für jedes Alter eine oder mehrere Personen, mit denen man sich identifizieren kann, wodurch er auch ideal "für die ganze Familie" ist, ohne naiv zu sein oder den moralischen Zeigefinger zu erheben. Er spricht viele verschiedene und wichtige Themen an, wie Jugend und Alter, Liebe und Selbstliebe, Freiheit und Verantwortung... Man kann ihn sich mit Sicherheit nach Jahren wieder sehen und doch wieder etwas neues entdecken.

Das weit verbreitete Vorurteil, gezeichnete Filme seien nur etwas für Kinder, kann diesem Film auch nicht standhalten. Wer meint, zu viel Disney-Filme gesehen zu haben, sollte hier ruhig zugreifen. Und wer gezeichnete Filme allgemein für langweilig hält und glaubt, die Bilder könnten mit Realfilmen nicht mithalten, auch... wo, außer im Anime, sieht man schon ein Feuer vor Verlegenheit erröten...?
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am 1. Dezember 2005
"das wandelnde schloss" ist ein bezaubernder film über familie, liebe, krieg, freundschaft und das thema aussehen. gemalt in wunderschönen bildern, unterlegt mit träumerischer musik (viele walzerthemen) wird die geschichte der hutmacherin sophie erzählt, die von einer bösen hexe in eine alte frau verwandelt wird. um in ihrer hässlichkeit nicht als sophie erkannt zu werden, verlässt sie ihr heimatdorf. im wandelnden schloss des mystischen zauberers hauro findet sie zuflucht und bald auch freunde. besonders der feuerdämon kalzifer sorgt für viele lustige situationen.
"das wandelnde schloss" ist europäischer als sein vorgänger "chihiros reise". er beruht auch auf einem britischen kinderroman. in schönheit, poesie und unterhaltung steht er aber chihiros reise in nichts nach. auch den vergleich mit "prinzessin mononoke" muss das neue werk von hajao myazaki nicht scheuen. es ist nur weniger brutal und düster, deshalb ist "das wandelnde schloss" auch besser für kinder geeignet.
meine empfehlung: unbedingt kaufen, diesen film darf man nicht verpassen!
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