Kundenrezensionen

117
4,4 von 5 Sternen
Shadow of the Colossus
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220 von 222 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Februar 2006
Was ich hier in den Rezensionen zu „Shadow of the Colossus“ zum Teil gelesen habe, ärgert mich richtig!
Ich habe „Shadow of the Colossus“ gestern zum ersten Mal beendet und möchte im Folgenden meine Eindrücke beschreiben und auf manche Dinge aus den vorhergehenden Rezensionen eingehen.
Zuerst möchte ich die Musik erwähnen. Jene ist einfach wunderschön und erzeugt eine sehr dichte Atmosphäre und untermalt die filmreife Inszenierung der Geschichte. Ich hoffe wirklich, dass es einen Soundtrack geben wird.
Die Grafik ist zwar nicht das Beste was man auf einer PS2 zu sehen bekommt, vielleicht bin ich auch schon zu sehr von der Xbox360 verwöhnt, aber sie ist trotzdem sehr schön und hat ihren ganz eigenen Charme. Von irgendwelchen „Nebeleffekten“ habe ich nichts bemerkt.
Mit der Spieldauer ist es wie bei anderen Spielen: wer schnell durchrennt, ist schnell fertig (!) Bei SotC gibt es allerdings viel zu sehen und viel zu entdecken, auch neben den Kämpfen. Die Landschaft ist gigantisch und abwechslungsreich, von tiefen Schluchten über endlose Steppen und Seen bis zu gewaltigen Gebirgen. Hier ist irgendwie alles ein bisschen größer und man sollte sich die Zeit nehmen um einfach die Optik zu genießen. Ich selbst hatte letztendlich über 15h auf dem Zähler, was meiner Meinung nach passabel ist.
Zu den Gegnern: von sanften Riesen kann man wohl kaum sprechen. Die Kolosse sind Aggressoren und greifen beim ersten Sichtkontakt an. Jeder Gegner erfordert eine eigene Taktik, wobei man auf unterschiedlichste Art und Weise mit der Umgebung interagieren muss. Jeder Koloss stellt gewissermaßen ein Rätsel dar, und die Kämpfe sind einfach cineastisch und dramatisch, und beim besten Willen nicht monoton! Außerdem ist das Besiegen der Gegner sehr tragisch in Szene gesetzt wobei gerade diese Tragik ein wichtiges Stilelement der Geschichte ist (auch hier spielt wieder die überragende Musik eine wichtige Rolle).
Steuerung und Kamera sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man ein wenig damit arbeitet, kann man auch hier filmreife Situationen einfangen. Eine perfekte Steuerung gibt es eben nicht.
Das Beste an SotC ist die Atmosphäre, die Musik, Originalität und die Inszenierung. Seit Ewigkeiten hat mich kein Spiel mehr so in den Bann gezogen. SotC hat trotz einiger kleiner Mankos etwas, was den meisten Spielen fehlt und was wichtiger ist als z.B. die Grafik: Charakter, Flair, „Feeling“, wie auch immer man es nennen mag, es zieht einem in seinen Bann und macht wirklich sehr viel Spaß.
Ich persönlich bin nur wegen diesem Spiel wieder von der Xbox360 auf die PS2 umgestiegen und ich muss sagen, von den Next-Gen-Games hat mich noch keines so begeistert und mitgerissen…
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88 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. April 2006
Minutenlang reite ich in atemberaubender Geschwindigkeit über eine gleißend helle Ebene, spärlich hervorragende Bäume zischen wie im Rausch an mir vorbei... Der Sand, auf dem ich eben ritt, wechselt sich ab mit saftigem Grün, auf dem entfernt gewaltige Ruinen stehen und ein Falke entscheidet sich dazu, mich für eine Weile auf meinem Weg zu begleiten.
Szenen wie diese, majestätisch, elegant, gar erhaben, gibt es in "Shadow of the Colossus" zuhauf. Kam schon Ico, der ebenfalls sehr empfehlenswerte Vorgänger, mit einer eigenwilligen und doch genialen Federführung daher, stiehlt sich spätestens bei der Begegnung mit dem ersten Koloss die Spucke im Mund für eine Weile davon: Der Kleinste größer als ein Haus, der größte großer Bruder der Freiheitsstatue, jeder fast schon mit eigenem Charakter: Einer erträgt stoisch eure Klettereien, der andere möchte euch zermalmen, sobald er euch erspäht. Und er tut gut daran! Eure Aufgabe ist es nämlich, 16 dieser Kolossi niederzuwerfen, um ein junges Mädchen von den Toten zurückzuholen.
Unterstützt werdet ihr dabei von eurem Ross Agro, einem großen, schwarzen Hengst. Auch er ist ein Charakter für sich. Tat Epona (The Legend of Zelda - Ocarina of Time) noch genau das, was ihr wolltet, scheint Agro wirklich ein eigenes Wesen mit Vorlieben und Abneigungen zu sein; fast hat man den Eindruck, als steuere man nicht das Pferd sondern nur die Zügel und das Pferd selbst hat zu entscheiden, ob es mitspielt, oder eben nicht. Wehrmutstropfen: Ihr müsst komplett still stehen, um in den Sattel steigen zu können - In der Hektik eines Kampfes kann das sehr schwierig werden. A propos Kampf - Nur die 16 Kolossi stehen zwischen euch und der Erfüllung eurer Mission. Die Handlung spielt in den Verbotenen Landen, die völlig Menschen- und Monsterleer sind. Einzig ein paar Tiere, die z.T. eure Gesundheit respektive eure Ausdauer erhöhen, wenn ihr sie mit dem Bogen erlegt und esst, kreuzen euren Weg.
Dieses Spiel könnte ihnen gefallen, wenn
- sie es gerne auch mal ruhig haben, denn die Reisen zu den Kolossi durch eine ebenso kolossale Welt dauern oft eine Weile - In der ich aber immer noch Umwege machte, weil es so einen riesigen Spaß machte, sie zu erforschen,
- sie gerne erforschen, denn es gibt unwahrscheinlich schöne Landstriche zu entdecken,
- sie Pferde mögen , denn Agro ist wohl das bisher realistischste Pferd in der Videospielgeschichte,
- sie eher auf Qualität als auf Quantität setzen. Kämpfe gibt es in diesem Spiel, das sich, je nach Spielweise, zwischen 8 und 15 Stunden einpendelt, eben nur 16. Diese rauben einem allerdings den Atem,
- sie auf ein großartiges Finale stehen,
- sie Ico gespielt haben. Vorraussetzung ist es zwar nicht, aber das Ende wird ihnen wesentlich besser gefallen, wenn sie die Geschichte um den kleinen namensgebenden Hornträger und seine Leidensgenossin Yorda kennen.
Dieses Spiel sollten sie meiden, wenn
- sie ungeduldig sind. Ein Kampf gegen einen Koloss kann schonmal eine ganze Stunde in Anspruch nehmen, und wenn man zum dritten Mal am Hals angekommen ist und WIEDER stürzt, kann man schon mal sauer werden.
- sie nonstop Action suchen. Die Bosskämpfe sind zwar spektakulär wie wenige andere Bosskämpfe, allerdings stehen diese in einem ca. 30/70 Verhältnis zum restlichen Landstraßen-Tempo des Spiels.
- sie mit Kunst noch nie etwas anfangen konnten.
Dieses Spiel ist, meiner Meinung nach, ein bewegtes (und bewegendes) Kunstwerk. Die Regie und Artistik des Spiels sucht sowohl in dieser als auch in jeder anderen Konsolengeneration ihresgleichen. Der Spielablauf ist zwar immer gleich (Ritt zum Koloss, niedermachen, teleport zurück zum Tempel, Ritt zum Koloss), aber gerade darin liegt die Genialität des Spiels, da es trotzdem nie langweilig wird, ganz im Gegenteil! Sie werden sich sofort zum nächsten Koloss aufmachen wollen, wenn sie einen erlegt haben. Jeder Playstation 2 Besitzer sollte wenigstens einmal einen Blick auf dieses Spiel werfen. Klare Kaufempfehlung meinerseits.
Ich hoffe, ich konnte ihnen weiterhelfen. :)
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Februar 2006
Wenn jemand eine PS2 besitzt und sich dieses Spiel nicht zulegt, sollte er nie wieder über den Mangel an Innovationskraft in der heutigen Spieleindustrie klagen!
Was die Entwickler des bereits legendären - aber leider kommerziell nicht sehr erfolgreichen - ICO hier auf die Beine gestellt haben, ist das beste Spiel, das je für die PS2 erschienen ist.
Der Titel fasziniert von der ersten Minute an: Grafik, Steuerung, Sound, Atmosphäre, und allem voran die Spielidee sind schlichtweg genial!
Leider werden Spiele dieses Kalibers von der breiten Masse selten verstanden und daher meist nicht mit dem kommerziellen Erfolg belohnt, den sie verdienen.
Shadow of the Colossus hebt sich wohltuhend vom Spiele-Einheitsbrei ab und zeigt wieviel Liebe zum Detail man in ein Spiel packen kann. Angesichts der heutzutage gängigen "Spiele für die Massen", die von grossen Publishern wie EA beispielsweise regelmässig auf den Markt gebracht werden, weckt SotC wieder einen Funken Hoffnung in mir. Wenn solche Softwareschmieden es langfristig fertig bringen zu überleben, werden wir in Zukunft Spiele vielleicht doch nicht nur an der Jahreszahl im Titel unterscheiden können.
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73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit „Shadow of the Colossus“ hat Sony, nach „Ico“ wieder ein Adventure der ungewöhnlichen Art veröffentlicht. Da mir das unheimlich atmosphärische „Ico“ (erscheint, als Neuauflage, zeitgleich mit „SOTC“, zum Preis von ca. 30,00 EUR) schon wahnsinnig gut gefallen hat, stand es für mich außer Frage, dass ich mir auch „Shadow of the Colossus“ zulege. Die Investition hat sich gelohnt. „SOTC“ ist eines der ungewöhnlichsten Action-Adventure, die es jemals auf einer Spiele-Plattform zu zocken gab.
Man spielt einen jungen Krieger, dessen Freundin verstorben ist. Um sie wieder zum Leben zu erwecken, benötigt er die Seelen von 16 Giganten (Kolossen). Diese gilt es erst einmal zu finden und zu bezwingen. Ausgangspunkt des Spiels ist ein alter Tempel, in der die Leiche des Mädchens aufgebart liegt. Von hier aus, gilt es, mit dem Pferd auszureiten und in den weitläufigen Landschaften die Kolosse zu suchen. Hierzu dient das Schwert des jungen Kriegers. Hält man es in die Sonne, bündelt dieses das Sonnenlicht, welches dann den Weg zum nächsten Koloss zeigt. Und so macht sich der junge Krieger, auf dem Rücken seines Pferdes, auf den Weg durch ungemein beeindruckende, wunderschöne Landschaften, vorbei an architektonisch umwerfenden und ungewöhnlichen Gebäuden und Orten, bis er den Koloss gefunden hat. Bevor man sich allerdings dem Koloss entgültig stellen kann, gilt es noch einige, zum Teil recht knackige, Kletter- oder Sprungpassagen zu überwinden. Steht man nun seinem gigantischen Feind gegenüber, kann man mit Hilfe des Schwertes die Schwachpunkte des Kolosses ausfindig machen. Auch hier gilt das gleiche Prinzip, wie beim Suchen des richtigen Weges: Das Schwert reflektiert das Sonnenlicht und bündelt dieses zu einem Strahl, welches dann die Schwachstellen anzeigt. Nun kann man sich aufmachen, den Koloss zu erklimmen und die Schwachstelle entweder mit dem Schwert oder mit Pfeil und Bogen zu bearbeiten. Das gestaltet sich allerdings wesentlich schwieriger und anspruchsvoller, als es sich anhören mag und fordert dem Spieler einiges an Geschick ab.
So viel dazu. Einige mögen sich jetzt fragen, ob es sich wirklich lohnt, sich diesen Titel zuzulegen, in dem es doch eigentlich nur darum geht, 16 Bosskämpfe zu bestreiten. Die Antwort lautet: Ja, es lohnt sich allemal! Das Spiel lebt von seiner unheimlich dichten Atmosphäre und von der ungemeinen Spannung während der Kämpfe. Die Musik zum Spiel ist einmalig gut. Der richtig schöne, epische, Klassik-Soundtrack könnte glatt aus einem der „Herr der Ringe“ - Filme stammen. Denn die Musik macht hier ebenfalls einen großen Teil der tollen Atmosphäre aus. Während man durch die weitläufigen Landschaften reitet, ist die Musik ruhig, melodisch, entspannend. Auch die Zwischensequenzen sind musikalisch toll untermalt. Während der Kämpfe wird die Musik dann auch richtig dramatisch und erzeugt damit perfekt einen Großteil der Spannung. Auch die Soundeffekte wissen zu gefallen. Sei es der Wind, der über die Lande weht, das Geräusch der galoppierenden Pferdehufe oder das Getöse während der Kämpfe. Alles klingt authentisch und sehr räumlich.
Die Steuerung könnte allerdings etwas mehr Feintuning vertragen. Ist die Steuerung des Pferdes (mit der X-Taste gibt man dem Gaul die Sporen, mit dem linken Stick bewegt man die Zügel) perfekt umgesetzt worden, hapert es allerdings bei der Sprung-Steuerung des Spieler-Charakters. Diese ist leider etwas bockig und hin und wieder etwas ungenau. Man kann sich allerdings hieran gewöhnen.
Optisch sieht das Spiel auch unheimlich gut aus. Die Grafik ist sehr schön und detailliert, befindet und ist im gleichen Grafikstil wie „Ico“. Die Weitsicht ist ebenfalls sehr beeindruckend. Hier haben die Entwickler auch sehr gute Arbeit geleistet und noch mal einiges aus der betagten PS2 rausholen können.
Ein lobenswertes Wort muss ich auch noch zur Verpackung von „SOTC“ loswerden: Die Erstauflage des Spiels erscheint, wie auch schon „Ico“ in einem schön aufbereiteten DigiPack-Pappschuber.
Fazit: „SOTC“ ist ein atemberaubendes Spiel. Wer sich mit „Ico“ anfreunden konnte, dem wird auch „SOTC“ gefallen, keine Frage. All diejenigen, die beide Titel nicht kennen, die aber gerne Adventures und Action-Adventures spielen, die sollten sich, das mehrfach preisgekrönte „Ico“ und seinen inoffiziellen Nachfolger „SOTC“ zulegen. Die beiden Sony-Titel gehören definitiv zu den schönsten und besten Spielen dieses Genres uns sollten in keiner Spiele-Sammlung fehlen.
Positiv
- Innovatives und motivierendes Spielprinzip
- Ungemein dichte Atmosphäre
- superber Soundtrack
- schöne Grafik
Negativ
- trifft nicht unbedingt den Geschmack von „Mainstream-Zockern“
- Kletterpassagen sind etwas hakelig
Grafik: 8/10
Sound: 10/10
Gameplay: 9/10
Steuerung: 9/10
Umfang 9/10
Spielspaß: 87 %
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Juli 2007
wie dieses Spiel einerseits eine große Menge polarisiert und wiederum eine großes Publikum so überhaupt nicht anspricht.
Ja es stimmt, dass es man über die den Protagonisten nichts erfährt auch andere Charaktere tauchen nicht auf. Es git keine Tiere oder Personen mit denen man interagiert. Das einzige was man weiss, ist der Fakt, dass man als männlicher Reiter mit seinem blitzschnellem Pferd "Agro" bewaffnet mit Schwert und Pfeil und Bogen durch endlose Weiten reitet. Diese Weiten umfassen Wüsten, Klippen, mysteriöse Tempel, Wälder, Flüsse und Wasserfälle. Auch eine wohl "tote" Schönheit liegt in einem Tempel und man möchte sie irgendwie zum Leben erwecken. Doch warum und wie wird dem Spieler nicht gesagt. Also reitet man los und trifft nach und nach auf die Kolossi, die wirklich eindrucksvoll in Szene gesetzt werde. Sie sind riesig und scheinen unbezwingbar, wenn da nicht eine verborgene Schwachstelle wäre, die es erstmal zu finden gäbe. Kolossale Orchester Melodien unterbrechen die Stille und es kommt zu einen actiongeladenem Kampf.
Doch warum tötet man die Kolossi?
Und hier liegt doch die Absicht der Spielentwickler, die mit dieser nervenzerreisenden Stille und monotonie der Umgebung eine mysteriöse Atmosphäre schaffen und durch nichtvorhandene Informationen den Spieler regelrecht zwingen sich auf die Reise zu machen um eben das alles in erfahrung zu bringen. Der Spieler ist vollkommen auf sich selbst gestellt und fühlt sich regelrecht allein gelassen. Alles ist frei erkundbar und selbst während den Kämpfen mit den Kolossi kann man einfach davon reiten oder sich verstecken.
Das Spiel geht einen völlig neuen Weg, der viele Gamer fasziniert und genauso viele abschreckt.
Grafisch und musikalisch ist dieses Spiel einwandfrei und gewaltig. Auch an der Kameraführung gibt es nichts zu meckern.
Ich würde sagen: einfach mal ausleihen und sehen obs gefällt!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. April 2006
shadow of the colossus ist meiner meinung nach ein absolut innovatives und imposantes spiel.
das erste spiel seit langem, dass es geschafft hat mich 9 stunden am stück vor der plasy zu bannen. jetzt hab ichs endlich durch und kann erst mal alles auf mich einwirken lassen...
die phänomenale grafik, die wunderschöne landschaft, die eindrucksvollen kolosse, das vollkommen neuartige kampfsystem, die, zugegeben sehr kurze und einfache, aber dennoch fesselnde und ergreifende story.
wenn man durch die absolut riesige welt auf dem rücken seines pferdes reitet, wird man fast von einem gefühl der freiheit erfüllt.
die steuerung und kameraführung ist zweifelohne gewöhnungsberdürftig, aber das gehört zu so einem "völlig anderen" spiel finde ich auch dazu.dies gilt auch für die steuerung des pferdes (wenn man gegen nen fels oder ähnliches reitet ist man eben selbst schuld).
das spiel besticht vor allem durch seine atmosphäre.
absolut einzigartig.
es gibt zwar nur 16 feinde, aber die haben es echt in sich.
bis man ihre schwachpunkte entdeckt hat und sie erklommen hat, kann so einige zeit vergehen, aber langweilig wurde mir nie.
wer auf hack'n slay games steht sollte lieber die finger von shadow of the colossus.
wen anspruchsvolle und innovative spiele mit dem gewissen etwas interessiert, sollte auf jeden fall zugreifen.
für alle nicht 08/15 zocker empfehlenswert
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2008
Jetzt ist das Spiel zwar schon wieder etwas älter und eigentlich gibt es fast keinen Grund mehr, noch eine Rezension zu schreiben, aber bei bei all den Pappnasen, die das Spiel aus absolutem Unverständnis schlecht bewertet haben, muss man einfach noch was schreiben.

Zuersteinmal: Ja, man ist allein und interagiert auch nicht mit irgendwelchen NPCs, nein, man muss keine Rätsel lösen und ja, man landet nicht automatisch bei den Kolossi und plötzlich blinken, wie sonst üblich für so einige Konsolenspiele, Buttons auf, die man zur richtigen Zeit hirnlos drücken darf, um irgendwelche Specialmoves zu animieren, um den Gener niederzustrecken.

Wer Shadow of the Colossus spielt, muss sich, ähnlich der Welt in ICO, auf eine Atmosphäre absoluter Einsamkeit und Melancholie einlassen. Das passt natürlich sehr gut zur Story, schließlich stellt man sich den riesigen Collossi, um seine Freundin wieder zum Leben zu erwecken.

Das Gameplay besteht dabei aus drei Teilen:
Zuerst muss man durch die riesige, beeindruckende, offenen Weiten der Welt reiten, um den Koloss aufzuspüren. Dabei hilft das Schwert, das man wie einen Kompass gegen die Sonne hält, um den Standort zu ermitteln. Was von einigen hier kritisiert wurde, stimmt meiner Meinung nach perfekt auf den Kolossen ein, denn jeder würde einfach an Bedeutung verlieren, wenn man automatisch bei ihnen wäre.
Hat man ihn gefunden muss man ihn zumeist ersteinmal eine Weile beobachten, die Umgebung untersuchen und seine Reaktionen analysieren. Meist ist das von Nöten, um ihn überhaupt ersteinmal zu Fall zu bringen, damit man an ihn heranreicht. Das ist eigentlich das interessanteste, denn hat man seinen schwachpunkte einmal ergründet, ist es nicht mehr weit bis zum Sieg.
Jetzt beginnt der Platformerpart. Möglichst schnell muss man sich durch das Fell arbeiten, springen und klettern ohne dabei heruntergeschütttelt zu werden.

Im Grunde genommen ist Shadow of the Colossus nichts weiter als eben ein Jump'n'Run Platformer, der aber so genial umegesetzt ist, dass man diese Tatsache eigentlich schnell vergisst. Das liegt vorallem an der Art, wie lebendig die Kolosse auf den Spieler reagieren, sich schütteln oder eben schmerzvoll, nachdem man sie besiegt hat, zusammenbrechen. Durch den großartigen Fellshader, die Haut, die Blicke, die einen beim Heraufklettern verfolgen, haben die Macher es geschafft, dem "Untergrund" einen Realismus zu geben, dass es einem bei den meisten Kolossi wirklich schwer fällt sie zu töten, so liebt gewinnt man diese Riesen.

Das Kampf- und Bewegungssystem ist bewusst einfach gehalten. Dieses Spiel ist schon fast ein malerisches Kunstwerk, dass den Spieler in seine Welt hineinzieht und dabei fast auf ein Interface, aber vorallem auf Hilfe, Pop-Ups, Infofenster o.ä. Einblendungen verzichtet. Specialmoves würden bei dem dürren, schlacksigen Helden, der kein typischer Spieleheld ist, nur albern wirken. Von der Story merkt man dabei (leider?) sehr wenig, die Macher wollten sich, wie zuvor in ICO, auf das wesentliche - nämlich Gameplay - konzentrieren. Allerdings wird man nach Besiegen des letzten Kolosses mit einem großartigen, wenn auch traurigen, allerdings überraschendem Ende beschenkt. Viel zu wenige Entwickler machen sich die Mühe, ein derart bewegendes, langes und mit so vielen Details versehenes Ende zu bieten.

Die Charaktere sind perfekt, vorallem aber die zwar simpel gehaltene, aber dennoch innige Verbindung zwischen der Spielerfigur Wanda und seinem Pferd Aggro. Das ist zwar nicht immer ganz leicht zu steuern, vorallem in den Wäldern steigt man lieber ab, da es jedes Mal scharf bremst, wenn man an einen Baum kommt, allerdings gebe ich dafür keinen Puktabzug, weil es das Spiel nicht schlechter macht.
Für Frust sorgt bei dem Spiel einzig die Kamera...wenn man angespannt auf seinem Gegner herumklettert und sowieso der Vernichtung nahe scheint, weil man sich nicht mehr halten kann (dafür gibt es eine Anzeige im Spiel), ist es umso anstrengender neben dem Character auch noch die Kamera herumzumanövrieren.

Ich finde Shadow of the Colossus ist eines der großartigsten Spiele, da es vorallem wieder ein Spiel ist. Der Spiel wird nicht für dumm verkauft, wie bei den meusten Spielen der neuen Generation und mit Intefaces, Pop-Ups und Hilfestellung an die Hand genommen wird. Man kann wieder einfach nur Spielen und dabei im Spiel versinken. Außerdem sind die Kolosse alle wunderschön gestaltet, die Welt ist genauso stimmig, wie geheimnisvoll.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juli 2008
Bei diesem Spiel braucht man Mut! Viel Mut! Wenn sich vor einem ein Koloss erhebt, der hoch wie ein Berg ist, und einen mit roten Augen anleuchtet, glaubt man nicht, dass man ihn jemals besiegen könnte. Doch wenn Euch der Mut verlässt, macht Euch Euer Pferd Agro vor, wie man sich auf einen Koloss stürzt. Ihr müsst Euch aufrappeln, denn Verzweiflung treibt Euch an. Eure Liebste ist tot und nur Ihr könnt Sie noch retten.

Letztendlich müsst Ihr an dem Koloss hochkettern, seine empfindlichen Stellen finden und ihn nach und nach in die Knie zwingen, bis er vollends zu Boden stürzt. Das ist kräftezehrend und bei jedem Koloss eine riesen Herausforderung. Habt Ihr es geschafft, lernt Ihr den bitteren Geschmack des Sieges kennen. Aber Ihr müsst weiter machen …

Die Welt ist karg und riesig weit, Ihr reitet auf Eurem Pferd umher und sucht den nächsten Koloss. Euer magisches Schwert zeigt Euch dabei den Weg.

Es gibt tiefe Schluchten, schattige Wälder, glutheiße Ebenen, dunkle Seen, verlassene Tempel und weite Steppen. Der Wind weht Euch um den Kopf und außer dem Stampfen und Schnauben Eures galoppierenden Pferdes hört man nur ab und an Vögel oder das Rauschen des nahen Meeres. Und so wird die Zeit zwischen den gewaltigen Kämpfen zu einer beruhigenden Reise durch eine wunderschöne Landschaft.

Soundtrack: sehr gut
Grafik: sehr gut
Story: gut
Steuerung: gut
Spielspaß: überwältigend
Schwierigkeit: mittel
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Mai 2010
Es ist 2010 und mit God of War 3 und Heavy Rain stehen 2 richtige Perlen in den Regalen.
Während GoW 3 mit seinen brachialen Kämpfen auf riesigen Titanen begeistert, will Heavy Rain als Evolution endlich richtige Gefühle in die Spiele bringen. Beides gelingt den Spielen mehr als gut, doch anscheinend haben viele vergessen das es vor vielen Jahren ein Game gab, was die beiden Kernelemente so oder so ähnlich schon vereint hatte.

Die rede ist natürlich von Shadow of the Colossus für Ps2 das inzwischen mehr als 4 Jahre "auf dem Buckel" hat und seinerzeit teilweise Bewertungen weit über der 90 Prozent Marke einheimste.

Über die Kolosse brauche ich glaub ich nicht mehr viel schreiben. Einem gefriert das Blut in den Adern und ein Adrenalinschub durchfährt den ganzen Körper, wenn sich die Riesen zu ihrer vollen größe aufrichten. Zwar sind die Giganten aus GoW um einiges Größer, doch fehlt das Gefühl, sie mit der eigenen Kraft niedergestreckt zu haben.

Agro, das Pferd des Protagonisten ist unglaublich. Bis heute hab ich nicht mal ansatzweise ein (Reit-)Tier in Videospielen gesehen das es nur ansatzweise mit ihm aufnehmen kann. Die Qualität des Models ist Wahnsinn und könnte so beinahe 1:1 in ein modernes Spiel übernommen werden. Die Animationen sind unglaublich. Agro fängt an zu humpeln, wenn ihr von einem zu hohen Absatz gesprungen seit, er wackelt mit den Ohren und streckt seinen Kopf wenn ihr ihn streichelt, er langweilt sich und läuft in der Umgebung herum wenn ihr mit anderen dingen beschäftigt seit, er rennt weg wenn ihr mit dem Bogen auf ihn Zielt, er rennt zu euch hin und schaut ob ihr verletzt seit wenn ihr aus einer großen Distanz auf den Boden fallt, er fängt an sich zu sträuben und wiehert wenn ihr die Zügel nach links und rechts zieht... und und und... ganz zu schweigen von der Tatsache das ihr euch beim Reiten aufstellen oder auch zur Seite hängen könnt. Vergesst jeden NPC-Kamerad der euch je in einem Spiel begleitet hat. Agro gibt dem Spiel so viel Charakter und muss dazu noch nicht mal ein Wort sagen.

Die Welt ist das nächste Highlight im Spiel. Zwar ist die Ps2 Grafik inzwischen angestaubt, aber immer noch problemlos zu genießen. Die Grafik ist nicht mal das entscheidende, sondern die Atmosphäre die die Welt ausstrahlt. Es ist dieses überwältigende Gefühl, wenn ihr mit Agro an brodelnden Gasieren vorbeitrabt, der Boden grünlich-blau schimmert und der Himmel mit dicken Nebelschwarten verdeckt ist. Es ist der bittere Geschmack von Einsamkeit der euch befällt, wenn ihr über ein weites Feld galoppiert, an den Felswänden Tempel und andere verlassene Monument erblickt und euch unweigerlich Fragt wer diese gebaut hat und wer oder was hier gelebt hat. Denn Antworten werdet ihr auf diese Fragen nicht bekommen....ihr werdet auf keine Frage eine Antwort bekommen....von wem den auch? Ein Gott hat besseres zu tun als den Wissensdrang von Sterblichen zu befriedigen. Und ich danke ihn dafür. Keine durchgekaute, bis ins letzte Detail perfektionierte Geschichte mit so viel Hintergrund, das man zum lesen Jahre bräuchte. SotC zieht seinen Reiz eben genau aus dieser Unwissenheit und beflügelt den Spieler zum träumen und philosophieren. Und ist man kaum aus so einem Traum erwacht, gelangt man schon wieder erneut ins staunen. In den Wüsten findet ihr nackte und von Sandstürmen zerfressene Knochen von vergangenen Lebewesen, die mit den Kolossen in Konkurrenz hätten treten können. Was euch diese Welt bietet ist phänomenal und steht auch hier meiner Meinung nach ganz klar auf Platz eins. So kann ich nur abschließend sagen, das die Welt wenn man sich den auf sie einlässt- einem mehr zu tun gibt als manch anderes RPG. Denn Items bekommt nur der, der wirklich lang bei der Sache bleibt.

Auch für mich ist das Spiel nur als Meisterwerk zu betrachten, dass so schnell nicht vom Thron geworfen wird.
Jeder der weis was ihn hier erwartet, wird nicht enttäuscht sein.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. September 2009
Ich möchte hier meine Eindrücke zu Shadow of the Colossus schildern und versuchen zu beschreiben, warum es das Spiel ist, das die Bezeichnung Spielekunst verdient hat!

Erstmal zur Story, für die die gar nichts mit dem Spiel anfangen können:
Man spielt einen jungen Mann namens Wanda, der sich mit einer toten jungen Frau und seinem Pferd Agro auf eine lange Reise in ein fernes Land begibt, in dem es möglich sein soll, Tote wieder ins Leben zurückzuholen. Nach seiner Ankunft befiehlt ihm eine Stimme, 16 über das Land verteilte Kolosse zu töten, damit ihm sein Wunsch, die junge Frau wieder zum Leben zu erwecken, erfüllt werde.

Das ist auch der einzige Spielinhalt, man verbringt die gesamte Spielzeit damit, die 16 Kolosse zu finden und zu bezwingen. Dabei hilft Wanda sein magisches Schwert, das ihm die Richtung weist und die Schwachstellen der Kolosse offenlegt. Außerdem steht ihm sein einziger treuer Begleiter, das Pferd Agro zur Verfügung und ein Bogen. Die Spielzeit hängt sehr vom eigenen Spielstil ab, zwischen 10 und 20 Stunden ist alles drin, wobei man sich auch weniger oder noch mehr Zeit investieren kann.

Nachdem er seine Aufgabe erhalten hat, liegt also dieses riesige Land vor Wanda. Für die PS2 ist die Präsentation schlicht atemberaubend. Die großen Kritikpunkte sind die schache Texturierung und das starke Flimmern, außerdem ist die Framerate sehr niedrig und leidet des Öfteren unter Einbrüchen. Ansonsten ist die Technik wirklich unglaublich. Eine riesige Welt wird ohne Ladezeiten gestreamt, es gibt Bloom, Motion Blur, eine sehr gelungene Felldarstellung, teilweise zerstörbares Terrain und Physikeinsatz, Sand- und Staub wird aufgewirbelt, Wetterwechsel usw.

Sobald man dann einen Koloss gefunden hat, geht es darum eine Möglichkeit zu finden den Koloss zu besteigen. Am Anfang ist das noch sehr einfach, später muss man teils sehr abstrakt denken und die Umgebung sowieso seine Bewegungsmöglichkeiten voll ausnutzen um überhaupt auf einen Koloss zu kommen. Sobald man ihn dann bestiegen hat, lässt sich das Gameplay wohl am ehesten als Plattforming am lebenden Objekt beschreiben Man hangelt sich am Fell entlang und springt an den mechanischen Teilen hoch, um schließlich seine Schwachstelle(n) zu finden, in die man sein Schwert mehrere Mal hineinstößt. Da man eine Ausdauerleiste hat, die bei Belastung kontinuierlich zurückgeht ist es zudem wichtig immer wieder Stellen zu finden, an denen man verschnaufen kann. Die Kämpfe können Minuten dauern, sie können aber auch Stunden dauern.

Das Gameplay ist im Grunde simpel, steigert sich aber kontinuierlich und wird damit immer komplexer. Später zieht man dann Manöver durch, von denen man am Anfang nur geträumt hat.
Allerdings will ich nicht verleugnen, dass es dort auch einige Probleme gibt. Die Steuerung ist teilweise etwas hackelig und ungenau, außerdem ist die Kamera ein großes Problem, da man sie ständig selbst justieren muss. Ich hatte durchaus einige Frustmomente und habe mein Gamepad einige Male auf den Boden gefeuert Allerdings stellt sich mit der Zeit auch dort ein Lerneffekt ein, nach den ersten Kolossen kommt man schon deutlich besser damit zurecht. Und ein Vorteil der Kamera ist, dass sie einem perfekt das Gefühl vermittelt auf so einem Ungetüm zu sitzen und hilflos herumgeschleudert zu werden.

Soviel zur nüchternen Beschreibung, aber was macht Shadow of the Colossus zu so einem Meisterwerk?

Erst einmal das Setting an sich, keine 08/15-Fantasy, keine Orcs, kein muskelbepackter Held. Der Mut der Entwickler ist bewundernswert, völlig ohne weitere Erklärung wird man in diese unbekannte Welt gestoßen, woraus das Spiel eine wunderbare Atmosphäre zieht. Der Held redet im Spiel fast nichts, es ist ein junger Mann ohne großartige Fähigkeiten, ohne besondere Stärke, nur von dem Wunsch beseelt die Frau wiederzubeleben. Und auch von ihr weiß man nichts, weder sie heißt, noch wer sie ist, seine Schwester, seine Geliebte?

Die Welt ist sehr abwechslungsreich gestaltet. Vom beeindruckenden Anbetungsschrein, zu uralten Gemäuern, von denen oft nur zerfallene Ruinen übrig sind, über dichte Wälder durch deren Blätterdach das Sonnenlicht bricht, zu riesigen, öden Sandwüsten, Geysiren, riesigen Seen, verwachsenen Talkesseln, es ist alles dabei und auch wenn das Spiel ziemlich farbarm und graubraun ist, macht alleine das Erkunden der Welt viel Spaß.

Auch hier ist der Mut der Entwickler wieder zu loben, abseits der Hauptquest gibt es nichts zu tun. Es gibt zwar ein paar Eidechsen die man jagen kann und immer wieder trifft man einen Vogel, aber ansonsten ist man mit seinem Pferd allein in dieser Welt, hört nur das Rauschen des Windes und sonst nichts.

Dann die Kolosse: Man muss sie einfach gesehen haben um es zu glauben! Bei den ersten denkt man ja schon dass sie beeindruckend aussehen, aber was die Entwickler später auspacken toppt das locker. Es gibt kleine, agile, es gibt große, schwerfällige, manche fliegen, manche tauchen durch Sand, manche durch Wasser. Manche beschießen den Spieler, andere versuchen ihn zu zerstampfen. Man weiß nie ob die Kolosse organisch oder mechanisch sind, organische Strukturen wie Fell vermischen sich mit mechanischen wie Körperpanzerung oder riesigen Plattformen auf dem Rücken.

Das Artdesign der Welt, der Kolosse ist schlichtweg unerreicht, kein anderes Spiel schafft es so innovative und dennoch glaubwürdige und beeindruckende Situationen zu erschaffen! Dazu kommt ein phänomenaler Soundtrack, der von emotional traurig zu erhaben majestätisch alle Nuancen des Spiels erfasst.

Beim Spielen macht man Erfahrungen, wie man sie sonst nur aus guten Filmen kennt. Wenn man allein durch die Welt reitet fühlt man sich richtig verloren, die karge Landschaft, das Fehlen von Musikuntermalung, die Einfachheit der Quest und des Gameplays, das erzeugt eine einzigartige, erhabene, melancholische Atmosphäre.
Mehr als einmal wird man sich fragen warum man die Kolosse eigentlich tötet, sie stehen friedlich in der Welt herum, ist es gerechtfertigt für dieses Mädchen diese riesigen Schöpfungen zu töten? Gerade wenn wieder eines dieser gewaltigen Wesen mit einem lauten "Seufzen" vor seinen Füßen zusammenbricht, wird man sich diese Frage stellen.
Das alles sind gewagte Konzepte für ein Spiel, aber sie funktionieren und machen die Großartigkeit dieses Spiels aus!

Die Story macht sich über die gesamte Spielzeit rar, erst kurz vor Ende gibt es eine Zwischensequenz, die das Unwohlsein des Spielers weiter verstärkt. Das alles gipfelt dann in einem der längsten und und wohl besten Enden, die ich je in einem Spiel erleben durfte.
Schockierend (weil es sowohl den Zwiespalt von Wanda als auch des Spielers darlegt), traurig und zugleich doch wunderschön, bleibt es dem gesamten Spiel treu und verrät auch dann nicht viel über die Hindergründe.

Es ist schwer ein Spiel wie Shadow of the Colossus zu beschreiben ohne zu spoilern, ich hofffe es ist mir etwas gelungen die Faszination darzustellen.

Bleibt mir nur noch das obligatorische Fazit zu ziehen:
Shadow of the Colossus ist ein unerreichtes Stück Spielekunst, das jeder echte Spieler gespielt haben muss! Punkt.
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