Kundenrezensionen

41
3,4 von 5 Sternen
Session 9
Format: DVDÄndern
Preis:14,97 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

57 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Dezember 2005
Session 9 begeistert durch seine beklemmende Musik, die Geräusche und vor allem durch das alte Gebäude in dem sich alles abspielt. Der Film kommt ohne Schockeffekte und ohne plötzliche Überraschungen aus. Dennoch entsteht eine dichte und düstere Atmosphäre die den Zuschauer ängstigen lässt.
Die Story von Session 9:
Seit 15 Jahre ist das riesige Denver State Hospital für mentale Kranke stillgelegt. Nun soll es wieder renoviert werden. In den weitläufigen Etagen droht aber eine Gefahr für die Gesundheit. Die Räume sind durch Altlasten in Form von Asbestplatten und Bodenbelägen verseucht und diese müssen entsorgt werden. Angetreten für diese Aufgabe ist der Handwerker und schottische Emigrant Gordon und seine Crew, die sich aus seinem Neffen, Phil (David Caruso), dem coolen Hank (Josh Lucas) und einem ehemaligen Jurastudenten zusammenfindet. Ihnen ist ein Bonus versprochen worden, wenn sie innerhalb der Frist von zwei Wochen die Räume entgiften. So gehen die Arbeiten, die sie in Schutzanzügen ausführen, ihren normalen Gang. But something going wrong!
Nicht nur diese Altlasten kommen an die Oberfläche, auch eine unheimliche Aura des menschlichen Leids liegt über dem riesigen verfallenen Gebäude und düstere Geschichten um die schreckliche Vergangenheit des Hospitals machen die Runde. Der Jurastudent findet alte Tonbänder einer Sitzung mit einer schizophrenen Frau, die die Hölle durch satanische Rituale durchmachte. Diese unheimlichen Sessionen =SESSION 9, faszinieren und lähmen ihn in seinem Tun und Handeln. Unterdessen findet der coole Hank im Krematorium einen wahren Schatz von Habseligkeiten der dort verbrannten Menschen. Er macht sich scheinbar aus dem Staub, aber ob er seit dem verschollen oder selbst abgehauen ist, verbirgt sich in der Auflösung. Auch der Chef Gordon hört Stimmen und hat Halluzinationen, die mit dem Erbe der verlorenen Seelen zu tun haben. Jetzt fängt das psychische Leid erst richtig an und alle Personen erliegen der grausamen Wahrheit, die mit den Sitzungen der schizophrenen Frau zusammenhängt.
Die ganze Geschichte um die alte Anstalt ist sehr gut recherchiert und die Eindrücke und Erfahrungen der Einwohner der Umgebung fliessen in den Film mit ein. Wer also einen Horrorfilm sucht, der mit der Psyche des Menschen spielt der ist mit diesem Film bestens beraten.
Die Länge beträgt ca. 95 Minuten, der Ton in DD 5.1 und DTS ist top. Das Bild liegt in 16:9, 1,85:1 vor. Als Extra ist folgendes auf der DVD: Audiokommentar des Regisseurs, Deleted Scenes, alternatives Ende, Storyboard-Szene Vergleich, Geschichte rund um die Anstalt, Kinotrailer.
Ich hoffe ich konnte helfen und danke fürs lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Februar 2003
Ein paar Arbeiter sollen unter höchstem Zeitdruck in einem stillgelegten Sanatorium das Asbest aus dem Boden und den Wänden holen. Dabei stossen sie auf manch ein Geheimnis in dem düsteren Gemäuer, von dem sie lieber nichts gewußt hätten ...
Session 9 ist ein atmosphärisch dichter Horrorfilm aus den USA, exzellent inszeniert und weit entfernt von gewohnten Slasher- und Monster-Untiefen .
Eher dem "Haunted House"-Genre verpflichtet bietet Session 9 neben einem spannenden Drehbuch und hervorragenden Darstellern eine bedrückende, unwohlige Stimmung einschließlich hohem Gänsehaut-Faktor und wiederholtem Atemanhalten. Statt Schlachtplatte gibt es hier Spannung satt, Freunde des psychologischen Horrors werden mit Bestimmtheit voll auf ihre Kosten kommen (als Vergleichsbasis drängen sich Filme wie Ring, Kairo oder The Shining auf).
Am Schönsten dabei: bei Session 9 handelt es sich endlich wieder einmal um einen Vertreter der Gattung Horrorfilm, dessen Ende nicht auf voller Breite enttäuscht und mit dämlichen Erklärungen nervt. Im Gegenteil: mit dem letzten Satz beginnt der Horror im Kopf erst so richtig.
Die formale Umsetzung ist mehr als gelungen, der Grundton immer ernst und bedrohlich.
In anderen Worten: ein vorbildlicher Chiller.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2006
Ich habe mir den Film zufällig in der Videothek ausgeliehen, weil mich das Cover angesprochen hat.
Der Film ist sicher nicht für Leute geeignet, für die Horrorfilme nur gut sind, in denen alle 30 Sekunden Blutfontänen und abgerissene Köpfe zu sehen sind. Dann bitte nach einem anderen Film Ausschau halten.
Wer aber einen intelligenten, ruhigen, aber sehr spannend erzählten Psycho-Thriller sucht, der kleine Horror-Element beinhaltet, der ist hier wirklich richtig. Mit kleinem Budget aber großartigem Darstellern erzählt SESSION 9 die Geschichte von fünf Arbeitern, die das Asbest einer ehemaligen Nervenheilanstalt beseitigen sollen. Klar, dass dies nicht ohne Zwischenfälle von statten geht und einige dunkle Geheimnisse offenbart werden.
Brad Anderson, der Regisseur, hat nach SESSION 9, THE MACHINIST gedreht - ein ebenso empfehlenswerter Thriller, der aber viel bekannter ist. SESSION 9 sollte aber in seiner Filmografie keinesfalls unterschlagen werden - ein echter Geheimtipp.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. April 2003
Ich habe die CD Version ausgeliehen weil ich grad nix besseres
fand. und seitdem geht mir der streifen nicht mehr aus dem hirn.
böse, böse, böse. böser als als die lämmer, the others, echoes oder jeder andere seelenpeiniger. ich habe ihn 2 x hintereinander gesehen, obwohl ich das abstruse aber feine ende kannte. fast jede sekunde ist bedrohlich, die lösung ist immer da und nie da.
der horror (und das ist echter horror kein blöder von sinfonieorchstern untermalter trickstreifen mit schreienden mädels) ist absolut latent. ich glaube ich habe alle psychostreifen gesehen. einzig requiem for a dream kommt vielleicht an session9 ran was den "verstörungsgrad" angeht ;-)
wer sich auf den streifen einlässt und ein wenig irrsinn in sich trägt der wird hier durch pforten geführt die wirklich dunkel und abstrus sind und doch in ihrer möglichen alltäglichkeit noch beängstigender als alle aliens, zombies und lectors dieser welt zusammen. ihr seht ... ich mag session9 und ich empfehle ihn allen die sich richtig anstrullern wollen vor thrill und angst.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 11. Januar 2010
Gordon Fleming (Peter Mullan) ist ein ruhiger und gelassener Typ und Chef einer eigenen Gebäudereinigungsfirma mit einem kleinen Team:
Seine rechte Hand ist Phil (David Caruso), der etwas angespannt ist, weil seine Freundin ihn wegen seinem Kollegen Hank (Josh Lucas)verlassen hat.
Ebenfalls zum Team gehören Mike (Stephen Gevedon) und Gordons Neffe Jeff (Brendan Sexton III).
Die kleine Firma ist auf Aufträge angewiesen und Gordon kann nur durch zeitliche Zugeständnisse den lebenswichtigen Auftrag zur Sanierung eines seit den 80er Jahren leer stehenden Psychiatriegebäudes unter Dach und Fach zu bekommen.
Nur eine Woche Zeit hat das Team dieses Denkmalschutz stehende ehemalige Hospital vom Asbest zu reinigen.
Im Keller des Gebäudes findet Mike einen Karton mit alten Unterlagen samt Tonbandaufnahmen, die mit einer ehemaligen Insassin namens Mary durchgeführt wurden. Diese Sitzungen sind beschriftet von 1 bis 9. Auch sonst wirkt der leerstehende, dunkle Gebäudekomplex inmitten einer idyllischen Gründanlage für die Männer zunehmend bedrohlicher. Sie erzählen sich Geschichten, die sich in dieser Klinik ereignet haben. Geschichten, die sie von den Zeitungen und Medien her kennen. Lagerkoller macht sich breit. Phil und Hank rivalisieren immer mehr miteinander, auch Gordon, der sonst nie aus der Haut fährt, wirkt irgendwie angespannt. Mike erlebt immer mehr ein Gruselfeeling durch das Abhören der Bänder der multiplen Persönlichkeit.
Dann entdeckt Hank wertvolle Münzen, den Fund verheimlicht er den Anderen. Er schleicht sich in der Nacht ins Gebäude, am anderen Morgen ist er verschwunden. Die Situation wird immer bedrohlicher. Sendet das Haus böse Schwingungen aus ?
Brad Anderson kombiniert in seinem 2001 gedrehten Horrorfilm zwei spannende Komponenten: Einmal ein einsetzender gruppendynamischer Prozess, wenn Menschen in Extremsituationen, oft abgeschieden, aufeinander angewiesen sind.
Desweiteren ist das Haus alles andere als einladend: Man arbeitet mit schutzmasken, weil nicht sicher ist, wieviel Gift aufgenommen wird. Zusätzlich scheint es so zu sein, dass mit dem Abtragen des alten Zeugs auch böse Energien des Hauses freigesetzt werden.
"Session 9" gilt als Vorläufer von Brad Andersons drei Jahre später realisiertem "The Machinist". Optisch ähneln sich die beiden Filme, einer spielt in einer Fabrik, der andere in einem alleinstehenden Gebäude und beide Locations wirken nicht sehr einladend.
So sehr "The Machinist" aber vielleicht kalkuliert und trendgerecht daherkam, ist "Session 9" wieder das krasse Gegenteil zum heutigen Genre-Einerlei, er orientiert sich eher an der klassischen, gut erzählten Geschichte mit glaubwürdigem Spiel der Akteure und langsamem, fast schon gemächlichem Spannungsaufbau.
Dies ist ein gerissener Schachzug, denn so wird die Paranoia der Protagonisten echt, die Gestaltung des Raumes als "Labyrinth" tut ihr übriges.
Nachdem der Film 2001 etwas unterging und auch im Schatten von Andersons anderen Arbeiten (Machinist, Transsiberian) steht, wurde er immerhin in einigen kürzlich erschienen Listen über die besten Filme des Jahrzehnts berücksichtigt und tatsächlich lohnt sich diese Wiederentdeckung einer sehr guten Genre-Arbeit.
Extrem überraschend auch der völlige Verzicht auf gängige technische Trickmittel des Genres.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2013
" Ich brauche unbedingt diesen Job. Ich schaffe das auch in einer Woche!"-
Gordon ist finanziell am Ende, seine Reiniguns-und Sanierungsfirma so gut wie pleite.
Zuhause warten Frau und Kind. Sein letzter grosser Auftrag soll wieder Hoffnung bringen.
Es handelt sich um eine riesenhafte schlossähnliche Psychatrie, gelegen in einem grossen, alten Park.
Verlasssen ist sie seit Jahren, ein Zeugnis stummen Leids und Ort umstrittener, altertümlicher ärztlicher Behandlungsmethoden, die mehr an das Mittelalter als an moderne Psychoanalyse erinnern.
Unheimlich bedrückend sind die langen zementierten Gänge, die verwahrlosten Patienten-Zellen mit ihren unheimlichen zerrissenen Bildern und Photographien die noch immer an den Wänden hängen.
Asbestverseucht das gesamte verwinkelte, finstere Gebäude. Nur mit Mundschutz können hier Arbeiter mit der Gebäudeentkernung anfangen. Schaudernd durchstreifen Gordon und seine Handvoll Männer das totenstille Interieur.
Grausige Behandlungszimmer in denen Patienten lobotomiert wurden, Lederbänder zum Fixieren, eine weggeworfene Puppe auf dem Boden, unten eine Leichenhalle, hinter dem Haus ein Friedhof der Namenlosen. Nur Nummern bekammen die hier verstorbenen Insassen noch in ein Steinkreuz eingeritzt.
Von dieser bedrohlichen Kulisse lebt Brad Andersons Film.
Nur sehr selten verläßt er das Halbdunkel der schwarzen, hallenden unendlichen Gänge.
Brad Anderson setzt hier auf die packend umgesetzte Atmosphäre eines von zahllosen Tragödien, grausamen Taten, schizophrenen Geschichten geschwängerten Gebäudes.
Eine nicht fassbare Bedrohung durchzieht den Film und mehr als einmal hält man den Atem an, vermutet man doch um die nächste Gangbiegung namenloses Grauen. Ein Alptraum wird es für jeden Beteiligten werden. Jedoch anders als von der Gruppe vermutet wird.
Die drückende Last der Zimmerfluchten wird alle aufsaugen.
90 Minuten ein nervenzerrender, vertrackter Psychothriller.
Zwar könnten erfahren Thriller- Zuschauer, die vor allem auch "Shutter Island" noch im Gedächtnis haben, sehr schnell herausfinden, in welche Richtung der Hase läuft, doch ist die endgültige Auflösung dann doch äusserst unheimlich und haarsträubend gut gemacht. Schizophrenie, Persönlichkeitsspaltung, multiple Charaktereigenschaften in einem hervorragend ausgeklügelten Puzzle präsentiert uns hier der Regisseur.
Dem Horror des Unvorhergesehenen, der Angst vor Dunkelheit und bedrückender Leere wird hier Rechenschaft getragen.
Sehr nahe kommt damit "Session 9" schon an die Meisterschaft seines Kultfilms "The Machinist" heran.
Jedes Mitglied der kleinen Arbeitergruppe verliert sich in der destruktiven Macht des Ortes und verliert den Boden unter den Füssen.
Da findet einer alte Tonbänder eines gespenstischen Arzt- Patientin Dialogs, aufgeteilt in neun Sitzungen.
Fasziniert hört er immer wieder den multiplen Persönlichkeitsspaltungen dieser Frau zu.
Ein Anderer findet in einer Mauernische alte Münzen, Brillen, Zahngold. Geschichten von Satanismus und Kindesmißbrauch machen ebenfalls als Gerücht die Runde.
Die Zeit drängt, in einer Woche soll alles fertig sein; da verschwindet ein Mitarbeiter und Gordons Nervenanspannung als verantwortlicher Leiter der Gruppe wächst. Immer wieder versucht er seine Frau zu erreichen. Ein unangenehmer Zwischenfall im häuslichen Bereich macht ihm zusätzlich Kopfzerbrechen.
Grossartig wie Brad Anderson hier über den gesamten Film Kamera und vor allem den Sound einsetzt.
Dieser schockiert einen in schöner Regelmäßigkeit, läßt die Nerven anspannen und läßt blitzartig zusammen zucken. Geräuschverfremdungen beim Öffnen eines geheimnisvollen Kartons: mit einem Messer gellen weibliche Todesschreie über die Tonspur, ein Creszendo von schrillen Klaviertönen.
Manipulative Bilder und in vielen Szenen bedrohlich dissonanter, verfremdeter Sound erzeugen höchste Verunsicherung beim Zuschauer.
Fazit: Ein vertracktes Kammerspiel des Grauens, vielleicht für Kenner etwas vorhersehbar, (eigentlich erklärt sich vieles schon in den ersten fünf Minuten, Holzauge sei wachsam), in der Herangehensweise aber dann doch am Ende schockierend. Grossartig gespielt und ohne Durchhänger.
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2005
Gelungener Suspense-Film wo weniger Blut & Monster im Vordergrund stehen, als die Akteure & die Personen, die sie verkörpern . Großartige Performance von David Caruso. Es verwundert sehr, warum Caruso im Kino so wenig Erfolg hatte, wo er doch ein großes schauspielerisches Talent hat.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Juni 2013
Da mich das Setting momentan sehr anspricht, habe ich mit Session 9 zugelegt und mich auf einen gruseligen Abend gefreut. Schlussendlich hoffte ich, dass der Film bald zu Ende ist und ich schlafen gehen kann. Das soll nicht bedeuten, dass der Film schlecht ist, sicherlich ist es einer der besten Filme die das Genre hervorgebracht hat, Subjektiv gesehen ist er das für mich allerdings nicht. Warum? Ich versuche es in einem objektiven Teil und einem subjektiven Teil zu erklären.

Kurz zur Geschichte: Verlassene Irrenanstalt, Reinigungsteam soll es von Asbest befreien, die Aura des Gebäudes scheint die Freunde/Kollegen aber gegeneinander aufzureiben.

Objektiv:

Zuerst einmal viel mir auf, dass die Schauspieler nicht die besten waren, da hab ich low budget Filme mit besseren gesehen. So schlimm, dass man wegschauen muss, war es aber nicht, deswegen will ich es nicht unbedingt negativ ankreiden. Der Film nimmt SEHR langsam Fahrt auf. Wirklich SEHR langsam. Schockszenen sucht man vergebens, allerdings zielt der Film nicht auf das Erschrecken ab, sondern versucht den Zuschauer mit der Psychoschiene zu begeistern, zu verwirren und zu schocken. Ob das funktioniert, entscheidet wohl jeder für sich. (SPOILER) Die Dialoge scheinen anfangs belanglos, die Szenen verwirrend. Am Ende, wenn der Film dann (meiner Meinung nach "endlich"), für ein paar Minuten, actionlastiger wird, wird alles aufgedeckt. Zwar nicht all zu offensichtlich, aber wenn man genau aufgepasst hat, weiß man wieso genau diese Truppe das erlebt, was sie erlebt. Das Fazit ist, großer AHA-Effekt am SchlussI und viel Respekt für die gut ausgeklügelte, verwirrende Geschichte.

Subjektiv: So ausgeklügelt die Geschichte auch sein mag, psycho-Horror feeling kam bei mir während des ganzen Films nicht auf. Die Tonaufnahmen waren zwar schön krank und gruselig, aber diese verhältnismäßig kurzen Szenen konnten das Gesamtbild in meinen Augen einfach nicht retten. Psycho-Horror bedeutet für mich angst vor etwas zu haben, das der Film mir vorenthält, das tut er auch, aber eben in einer so subtilen Weiße und mit einer so verworrenen und langsam auflösenden Geschichte, dass man/ich alleine durch Langeweile und die daraus folgende Unaufmerksamkeit viel verpasst hat/habe. Ich sage nicht, dass psycho nicht vorhanden ist, es zündet einfach nicht richtig. Gore Szenen oder Schockmomente vermisse ich in Horrorfilmen nicht, ich bin eher Fan des subtilen, (SPOILER) ich hatte in der Szene des ersten Mordes die Hoffnung, dass es nun endlich soweit ist, dass die Angst vor dem verfolgt werden mich in den Film zieht, und es endlich rund geht in dem Streifen, aber eine Szene dieser Art kam leider nicht mehr vor. Ein paar weitere dieser Art hätten der Spannungskurve sicher gut getan. (SPOILER ende)

Fazit:

Ich gebe dem Film 3 Sterne, obwohl er für die tolle Story eigentlich mehr verdient hätte. Leider muss man das Gesamtbild betrachten und das Künstlerische und Ausgeklügelte reicht einfach nicht um zu fesseln und zu unterhalten. Und vor allem das Unterhalten ist das, was ein Film eigentlich sollte. Viele werden mich in den Kommentaren vermutlich als doof darstellen, weil ich den Film nicht verstanden habe. Da möchte ich widersprechen, ich habe sehr wohl verstanden wie wichtig die Aussage des Herrn bei der Hausführung ist, etc... Ich will hier nicht den kompletten Film analysieren, am Ende kann jeder von mir und der Review halten was er will.. Ich habe den Film aber verstanden, er kann aber nur durch eine tolle Geschichte eben nicht überzeugen. Und da einige vermutlich auch sagen werden, dass ich zu denen gehöre, die von special effects versaut sind, denen möchte ich sagen, dass ich denke, dass eine tolle Atmosphäre das ist, was einen Horrorfilm ausmacht, allerdings sollte man, um den Zuschauer zu fesseln einige subtile Schocks gönnen, damit der Film nicht in seiner flachen Spannungskurve verreckt, wie Session 9.

Wer also einen intelligenten Film sucht, der wirklich mal was anderes ist, der ist mit Session 9 gut bedient. Allerdings nur, wenn man nichts gegen einen dialoglastigen und hirnschmalzfordernden Streifen hat. Für jemanden der einen tollen Horrorfilm sucht, der zusätzlich endlich auch mal mit Geschichte überzeugt, hat hier leider nicht das Nirvana gefunden. Das muss man leider sagen. Deswegen verstehe ich auch die vielen unterschiedlichen Bewertungen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juni 2007
Es gibt Horrorfilme die sind so wie dieser:Ohne viel Greuelszenen schnüren sie wirkliche Angstgefühle, alleine mit einer Kulisse oder unheimlichen Soundeffekten.
"Session 9" ist ein kleines,kaum beachtetes Meisterwerk welches jedem Horrorfan (der es etwas anspruchsvoller mag!) ein Leuchten in den Augen bescheren dürfte.
Regisseur Brett Anderson der mit seinem Nachfolge Film "The Machinist" ebendso begeistern konnte wie mit seinem debut macht alles richtig:eine ruhige,gemächliche Erzählweise kombiniert mit düsteren Bildern und einem wendungsreichen Plot!
Zudem wartet der Film in einer der hauptrollen mit dem grossartigen David Carouso (Horatio aus CSI:Miami,Kiss of Death) auf.
Ein kleines Meisterwerk dieser Film!Absolut sehenswert!!

Die DVD kommt im ansprechenden Steelbook daher und wartet mit guten Bild und noch besserem Ton auf.Die Extras sind nicht so reichhaltig aber dafür recht informativ.
Film:*****
Bild:****
Ton:*****
Extras:***
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
In einer stillgelegten Irrenanstalt soll die Asbestbeschichtung entfernt werden. Einer der Arbeiter, der für Gordon Flemings Firma tätig ist, findet ein altes Tonband, auf dem Aufnahmen eines Patienten sind, der eine multiple Persönlichkeit besitzt. Immer undurchsichtiger werden die Ereignisse, die sich in der verlassenen Anstalt abspielen, bis einem der Männer eine schreckliche Wahrheit klar wird.

*

Ich kann nicht verstehen, warum Brad Andersons “Session 9″ von vielen als schlechter Film bezeichnet wird und die Schauspieler als unfähig und unprofessionell empfunden werden. Beides trifft nämlich defintiv nicht zu, allerdings muss man wahrscheinlich voraussetzen, dass man nicht zu den Menschen gehört, die (Horror-)Filme nur wegen ihrer Schockeffekte oder geradliniger, einfach gestrickter Handlung ansehen. “Session 9″ lebt von einer unglaublich tollen, fast schon melancholischen Stimmung, die aber immer wieder von dezent unheimlichen Szenen unterbrochen wird.

Wer findet, dass Peter Mullan, David Caruso und Josh Lucas schlecht spielen, sieht wahrscheinlich in der Regel die falschen Filme, um so etwas behaupten zu können. Alle drei sind absolut gut, allen voran aber Peter Mullan, der den anderen die Show stiehlt.
Brad Anderson hat einen sehr stimmungsvollen Psychothriller erschaffen, der an einem unglaublich passenden Ort gedreht wurde und trotz seiner ruhigen Machart absolut spannend und vor allem unterhaltsam ist.

Dass es sich hier um einen Low Budget-Film handelt, kann man nur selten erkennen. Auch wenn “Session 9″ keine großartigen Überraschungen und Wendungen besitzt, bleibt er im Gedächtnis haften. Die Lösung schwebt schon relativ schnell im Raum (und im Gehirn des Zusehers), macht den Plot aber keineswegs spannungsarm. Für mich ein ganz klarer Geheimtip unter den Low Budget-Filmen mit einer sehr dichten Atmosphäre, an die man noch Tage danach denkt. “Session 9″ ist ein etwas anderer Horrorfilm und Psychothriller – und das ist auch gut so. Weitaus weniger innovative Inszenierungen bekommen wir leider zuhauf geboten, so dass derartige Ausnahmen wie Brandersons Irrenanstalt-Trip für Filminteressierte eine erfrischende Ausnahme bildet.

*

Fazit: Außergewöhnlicher Ausnahme-Psychothriller, der von einem hochwertigen Inszenierungsstil, einer dichten Atmosphäre und unglaublich guten Darstellern lebt. Eine Perle unter den Low Budget-Filmen.

© 2015 Wolfgang Brunner
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Der Fluch der Betsy Bell - An American Haunting
Der Fluch der Betsy Bell - An American Haunting von Donald Sutherland (DVD - 2007)
EUR 5,36

The Awakening - Geister der Vergangenheit
The Awakening - Geister der Vergangenheit von Rebecca Hall (DVD - 2013)
EUR 5,99

Das Grauen - The Changeling
Das Grauen - The Changeling von George C. Scott (DVD - 2002)
EUR 11,49