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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten frühen Hitchcocks
Um es kurz zu machen: Edition hin, Edition her, "Sabotage" (1936) halte ich für einen der besten Hitchcocks der Britischen Periode. Er zeichnet sich dadurch aus, stärker noch als andere Frühwerke urtypisch Hitchcock zu sein, aber auch eine frische Wildheit zu haben, die später verlorenging.

Dabei schlägt das Hitchcock-Urtypische...
Veröffentlicht am 10. November 2009 von Tonio Gas

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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Reinfall!
Auch diese DVD ist, wie schon bei 'Eine Dame verschwindet', leider die bisher einzige mit der dt. Synchro. Dies ist um so bedauerlicher weil dieses Label, wie auch hier, meist mit grottenschlechter Bildqualität aufwartet. SEHR SCHADE! Dem Fan bleibt nur zur Hitchcock-Box 'The early years' vom deutschen Anbieter Concorde zu greifen. In dieser ist 'SABOTAGE' neben...
Veröffentlicht am 25. August 2009 von Nuttnik


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten frühen Hitchcocks, 10. November 2009
Von 
Tonio Gas - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sabotage - Alfred Hitchcock (DVD)
Um es kurz zu machen: Edition hin, Edition her, "Sabotage" (1936) halte ich für einen der besten Hitchcocks der Britischen Periode. Er zeichnet sich dadurch aus, stärker noch als andere Frühwerke urtypisch Hitchcock zu sein, aber auch eine frische Wildheit zu haben, die später verlorenging.

Dabei schlägt das Hitchcock-Urtypische zunächst einmal auf der Negativseite gnadenlos zu. Der äußere Plot und die Filmfehler sind bescheuert wie selten. Durch einen Sabotageakt gehen in London die elektrischen Lichter aus, können aber noch sauhell in ein Zimmer scheinen, so dass sich der Saboteur Mr. Verloc (Oscar Homolka) eine Zeitung übers Gesicht legt, um nicht geblendet zu werden. Die Kamera kann sich ferner nicht entscheiden, ob es schon zappendusterer Nachthimmel oder erst Abenddämmerung ist. Wäre das ein Film eines Trashpapstes wie Ed Wood, würden alle in den ersten fünf Minuten aufstöhnen, dem Hitch lassen seine Apologeten sowas mühelos durchgehen. Und dann erst der Grund für die Sabotage, ein nur scheinbar wichtiger Anlass, im Hitch-Jünger-Jargon McGuffin genannt: Eine Terrororganisation verübt Attentate in London, um von ihren Attentaten im Ausland abzulenken. Wie soll das gehen?! Der Hitchcocksche McGuffin, nie war er so dämlich wie heute.

Man könnte also aufstöhnen - aber auch ich, der ich gelegentlich fassungslos vor den überunkritischen Hitch-Fans stehe, tue es nicht. Denn wie üblich interessiert den Mann etwas völlig anderes, und darin ist er so gut wie selten. Was sind das für Menschen, die in die Sabotageakte verstrickt sind, wie ziehen sie andere, unschuldige Menschen mit in einen Abgrund? Schon eine flott montierte Eröffnungsszene ist meisterhaft. In einer schnellen, ökonomischen, aber nie hektischen Bildfolge wird Verloc als tragischer Zauderer und Mitläufer porträtiert, taucht im E-Werk der sprichwörtliche Sand im Getriebe ganz real auf und muss sich Verloc den Sand später abwaschen. Doch in Unschuld kann er seine Hände nicht waschen, der Sand gibt hässliche Flecken am Ausguss (wie später das Blut in der Psycho-Dusche). Dann lernen wir Verlocs dysfunktionale Familie kennen, eine viel jüngere Frau (Sylvia Sidney) und deren Bruder, der noch ein Kind ist. Die drei betreiben mehr schlecht als recht ein Kino, und Hitch nutzt dies, um sich einige Anspielungen auf "Doppelbödigkeit" zu leisten. Ein Fenster knarrt, als ob eine Frau schreit (oder war das ein Schrei von dem aufgeführten Film?), es heißt, vielleicht würde da jemand umgebracht, und Verloc meint, jaja, das könne schon sein - auf der Leinwand. Nichts ist, wie es scheint, der Biedermann ist der Brandstifter, der Gemüsehändler ist ein Undercoveragent (aber der Zuschauer ist in guter Hitchcockscher Tradition den Protagonisten voraus).

Es folgt ein mörderisches Psychogramm des Abstiegs in die Hölle, das filmisch ein Meisterstück an durchkomponierten Suspenseszenen ist, die man rational goutieren kann und die einen gleichzeitig emotional packen. Selbst der archetypisch gewordene Wettlauf gegen die Zeit (jemand überbringt unwissend eine Bombe und droht, den Abliefertermin zu verfehlen und selbst in die Luft zu fliegen) erlebt hier einen frühen filmischen Höhepunkt. Diese Szene ist gar nicht hoch genug zu loben und auch gegen spätere Aussagen des Meisters zu verteidigen. Dass er hier eine Kombination von Spannung und einem Überraschungsmoment wagte, hat er immer bereut, aber das ist eben die frische, ungebändigte Energie dieses Filmes, die ihn sogar noch besser macht als die spätere sehe sehr gute Routine-Suspense. In späteren Filmen fragt man sich nur, WIE der gute Ausgang herbeigeführt wird, hier geht es um das OB! Na, was finden Sie interessanter? Genau!

Es schließt sich ein höchst beunruhigender, ambivalenter dramatischer und emotionaler Höhepunkt zwischen den Verloc-Eheleuten an, bei dem Hitch zu Recht hervorgehoben hat, dass er bewusst die Kamera nie zum objektiven Beobachter gemacht hat. Der Zuschauer ist mit dabei - und, das verrät noch nicht zu viel, er sticht beinahe selbst mit zu. Eine starke Schlussszene in diesem an starken Szenen nicht armen Film.

Es gibt viel Interessantes, das Hitch mal eben beiläufig am Rande einfließen lässt, ohne es unnötig aufzublähen. Auch die Familie eines Bombenbastlers ist dysfunktional und seltsam: Vater, Tochter und deren uneheliche Tochter. Der Vater ist ein Verbrecher, sehnt sich aber nach der Ordnung, die in der Familie und in seinem Leben nicht herrscht, da er sich anscheinend übertrieben darüber grämt, eine Puppe der Enkelin an einen falschen Platz geräumt zu haben. Irgendwie ist er mit seinem Verbrecherleben nicht glücklich, denn die Tochter darf ihm zur Strafe für die verkramte Puppe was auf die Finger hauen. Solche skurrilen, aber hintersinnigen Einsprengsel kann nur Hitch. Typisch ist ferner, dass an allen möglichen Ecken und Enden Vögel vorkommen als Symbol für Einbruch von Chaos in eine (vermeintlich) heile Welt. Gegenüber einigen späteren Filmen besonders positiv ist eine ökonomische und weniger pathetische Erzählweise, der Meister kommt mit ca. 73 Minuten über die Bühne. Und obwohl hier fast alles Bildmontage ist, gelingt den Hauptdarstellern auch, ihre Gesichter Geschichten erzählen zu lassen. Homolka überzeugt und verstört, da er über weite Strecken als nicht ganz unsympathischer, zumindest mitleiderregender Loser porträtiert wird, sich aber letztlich doch als selbstgefälliger, verachtenswerter Feigling entpuppt. Er delegiert die Drecksarbeit weiter nach unten, bringt andere in Gefahr und tut so, als sei er selbst es, der am meisten darunter zu leiden habe. Zu seiner Schuld will er niemals stehen. Sylvia Sidney hat unvergleichliche Momente, wenn sie beispielsweise nach einem Schock einen Disney-Cartoon sieht und selbst nicht weiß, ob ihr Lachen nun befreiend oder hysterisch sein soll. Trotz der wirklich behämmerten Anfangsfehler ist das also ein wunderbarer, komplexer und stimmig durchkomponierter Film.

Aktuelle Ergänzung: Ein Junge muss hier einmal Filmdosen transportieren und soll erst nicht in den Bus gelassen werden, wegen Brandgefahr. Hitch sagt vielleicht auch dies: Kino ist brandgefährlich und soll es sein. Dies machte sich jüngst Zitatengott Tarantino zunutze: Im Zusammenhang mit dem Plan, ein Kino voller Nazis mit brennendem Filmmaterial in die Luft zu jagen, wird in "Inglourious Basterds" die eben erwähnte Hitch-Szene kurz eingespielt. Hitch hat diese Ehrung absolut verdient.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schnell, hochspannend, virtuos- Hitchcock in früher Hochform, 12. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Sabotage - Alfred Hitchcock (DVD)
Es lohnt sich immer wieder sich gerade mit den frühen Werken Hitchcocks auseinander zu setzen, denn hier finden sich wahre Schmuckstücke, die eben nicht unbedingt auf der ständigen Wiederholungsliste der Fernsehsender stehen, aber schon so viel über die filmische Kreativität des Meisters aussagen.
Neben"Mord- Sir John greift ein", oder natürlich "Die 39 Stufen" gehört "Sabotage "zu den besten frühen Hitchcocks, der dreissiger Jahre.
Viele Ideen, Szenenaufbauten, dramaturgische Kniffe kann man hier schon in einer reinen, übersprudelnden Kreativität erleben.
Diesen frühen Filmen haftet eine wunderbare Unbedarftheit und Frische an. Man spürt, daß Hitch hier noch in vielen Dingen experimentierte und gerade das macht diese Filme so authentisch und sehenswert.
Der Altmeister war selbst mit einem Großteil seiner Werke sehr unzufrieden und zu einem seiner ungeliebtesten Filme gehört "Sabotage".
Bis in seine letzten Interviews hinein hielt er ihn für nicht ausgereift, und vor allem die Tatsache, daß hier ein kleiner Junge durch eine Bombeneplosion stirbt hielt er selbst für unverzeihlich.
Kaum zu glauben, denn "Sabotage" ist hochkreatives, atemberaubendes "Suspense-Kino" mit zwei der besten Spannungszenen seines ganzen Werkes. Die ganze zerdehnte Zeit in der der kleine Junge unwissend eine Bombe, die um eine bestimmte Mittagsstunde explodieren wird herumträgt, Strassenbahn fährt, gelangweilt einem Strassen-Festumzug zusieht und nicht weiß in welch tödlicher Gefahr er schwebt, läßt einem auch heute noch die Haare zu Berge stehen.
Genüßlich, gnadenlos zerdehnt hier Hitchcock die Zeit, läßt unseren Blick immer wieder auf Uhrzeiger, verstreichende Momente ruhen und steigert unsere Nervosität ins Unerträgliche. Dieser Film ist reines, schnelles Spannungskino.
Keine komplexe Story wird erzählt, keine grossen Ausschmückungen.
Reduziert, und deswegen auch bestechend in seiner Klarheit auf Grundkonstellationen des Hitchcock Universums.
Hitchcocks Film beginnt mit einer Grossaufnahme einer Glühbirne, die plötzlich den Geist aufgibt. Dunkelheit.
Ein Sabotageakt auf das Londoner Stromnetz hält die Bevölkerung in Atem.
Sporadisch wird uns eine Gruppe von Saboteuren vorgestellt. Dazu gehören ein harmlos erscheinender Kinobesitzer mit Namen Verloc, seine wesentlich jüngere Frau und deren zwölfjähriger Bruder Stevie.
Kurz und knapp erleben wir hier Hitchcocks oft süffisant dargestellten verqueren Familienstrukturen. Nach außen hin bieder und bürgerlich, nach innen hin geprägt von einer verborgenen Doppelidentität.
Wer Hitchcocks Filme in der Reihenfolge ihres Entstehens sieht, und das lohnt sich, wird die immer wieder gleichen Motive von mal zu Mal komplex herausgearbeiteter vorfinden.
Daß hier ein harmloses Familienmitglied eine gar nicht reine Weste hat, findet man Jahre später zum Beispiel in "Im Schatten des Zweifels" wieder.
Was nun hier unsere Saboteure eigentlich mit ihren Anschlägen bezwecken, ist für Hitchcocks Story eigentlich unwichtig.
Der Suspense- Meister war oft auch ein Meister der Reduktion auf das Wesentliche.
So wie wir eigentlich auch in "Die 39 Stufen" oder "der unsichtbare Dritte" über die wahren Motive der Schurken quasi im Unklaren gelassen werden. Es ist für die Spannung nicht wichtig.
Kinobesitzer Verloc bekommt jedenfalls den Auftrag von höchster Stelle an einem der nächsten Tage auf dem Picadilly Circus zur Mittagszeit eine Bombe zu zünden.
Menschen sollen verletzt, getötet werden, der Terror soll London verunsichern.
Der kleine Stevie wird in einer Kino- Filmrolle nun zu angegebener Zeit unwissend die tödliche Sprengstoffladung mit sich tragen.
Skrupellos soll auch der Junge geopfert werden.
Dieser läßt sich Zeit. Schaut begeistert wie gesagt einer Parade auf der Strasse zu.
"Junge Du darfst hier aber eigentlich nicht mit zwei Filmrollen einsteigen, die könnten im Zugabteil Feuer fangen", so ein besorgter Schaffner.
Wie recht er hat, allerdings auf ihm nicht bewusste Weise, das zeigt einmal mehr Hitchcocks trockenen schwarzen Humor, den es trotz aller Düsternis auch in diesem Film zuhauf gibt.
In grosser Konsequenz läßt Hitchcock die Bombe hochgehen, den Jungen, und viele Menschen sterben.
Erschütternd die Szenen als seine ältere Schwester von dem Tod des Bruders erfährt.
Ein stummer Schrei in Grossaufnaheme, überall auf der Strasse wird sie nun sein trauriges, kindliches Gesicht zu erkennen glauben. Hitchcock arbeitet hier mit perfekten Überblendungen, Tonverfremdungen, schrägen Kamerawinkeln.
Doch "Sabotage" ist auch ein archaisches Schuld und Sühne Drama, denn Verloc wird für dieses Verbrechen mit seinem Leben büßen.
Hitchcock konnte schon immer phantastisch Tischszenen inszenieren.
Oft ist die dramatische Darstellung von Gesichtern , Gesten diametral zu den beiläufigen Gesprächsthemen.
So ist auch die schneidend spannende, finale Mordszene am Essenstisch hinreissend gefilmt und verdeutlicht wie genial Hitch mit Total- Nahaufnahmen, Kameraschnitt Emotionen erzeugen konnte.
Fazit: Ein hinreissender früher Hitchcock Film. Bahnbrechend, kreativ, phantasievoll. Ein Paradebeispiel seiner großen Genialität.
Selten mache ich Angaben zu den technischen Seiten einer DVD. Doch man muß leider sagen, daß "Sabotage" in jeder deutsch erschienenen Veröffentlichung eine unterirdisch schlechte Bildqualität aufweist.
Leider, leider hat sich bisher hier niemand um eine Restaurierung bemüht. Die einzig deutsch erschienene Fassung ist auf dem Bildmodus einer abgenudelten VHS-Kassette.
Es ist zu hoffen, daß irgendwann einmal hier eine Überarbeitung stattfindet. Bis dahin muß man dies wohl oder übel möchte man dieses Meisterwerk genießen in Kauf nehmen.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Reinfall!, 25. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Sabotage - Alfred Hitchcock (DVD)
Auch diese DVD ist, wie schon bei 'Eine Dame verschwindet', leider die bisher einzige mit der dt. Synchro. Dies ist um so bedauerlicher weil dieses Label, wie auch hier, meist mit grottenschlechter Bildqualität aufwartet. SEHR SCHADE! Dem Fan bleibt nur zur Hitchcock-Box 'The early years' vom deutschen Anbieter Concorde zu greifen. In dieser ist 'SABOTAGE' neben 6(!) anderen, ebenso genialen Filmen von Hitchcock zwar nur im O-Ton mit deutschen Untertiteln enthalten, dafür aber in brillanter Bildqualität.
Von dieser DVD ist jedenfalls abzuraten.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gefällt mir sehr, 20. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sabotage - Alfred Hitchcock (DVD)
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Sabotage - Alfred Hitchcock
Sabotage - Alfred Hitchcock von Joseph (Buch) Conrad (DVD - 2007)
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