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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Morgen werden wir und unsere Familien tot sein"
Der ruandische Hotelmanager Paul Rusesabagina ist ein Angestellter, wie er im Lehrbuch steht: freundlich und zuverlässig, stets gut gekleidet und leidenschaftlich um das Wohlergehen seines Arbeitgebers bemüht. Das Vier-Sterne-Hotel Des Mille Collines ist nicht zuletzt deshalb eine Oase für die europäische und afrikanische Elite, weil Rusesabagina durch...
Veröffentlicht am 12. Juni 2005 von Martin Ostermann

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ok
Ungeachtet der realen Hintergründe finde ich den Film ziemlich langweilig und linear. Neben Don Cheadle können die anderen Schauspieler nicht recht überzeugen. Ich habe den Film wieder verkauft.
Vor 6 Monaten von Felix J. Ogris veröffentlicht


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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Morgen werden wir und unsere Familien tot sein", 12. Juni 2005
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hotel Rwanda [UK Import] (DVD)
Der ruandische Hotelmanager Paul Rusesabagina ist ein Angestellter, wie er im Lehrbuch steht: freundlich und zuverlässig, stets gut gekleidet und leidenschaftlich um das Wohlergehen seines Arbeitgebers bemüht. Das Vier-Sterne-Hotel Des Mille Collines ist nicht zuletzt deshalb eine Oase für die europäische und afrikanische Elite, weil Rusesabagina durch ein kompliziertes Geflecht aus guten Kontakten und kleinen Gefälligkeiten die Bürgerkriegswirren seines Landes vor den Toren hält. Paul und das Hotel werden dann auch zum letzten Zufluchtsort in einer Zeit der Anarchie und unkontrollierter Grausamkeit: Auf das über Radio verbreitete Kennwort "Es ist Zeit, die großen Bäume zu fällen", stürzen sich Hutu-Milizen auf die Tutsi-Bevölkerungsminderheit (die in Kolonialzeiten von den belgischen Besatzern als Handlanger gebraucht wurden), um diese zumeist mit Macheten dahin zu metzeln.
Paul selbst ist Hutu, seine Frau Tutsi. Ein (westlicher) Fernsehkameramann (Joaquin Phoenix) lässt sich den Unterschied erklären und sagt dann, bezogen auf zwei Frauen, bei denen die eine Hutu und die andere Tutsi ist, "sie könnten Zwillinge sein".
So handelt "Hotel Ruanda" weniger von unvorstellbaren Greueltaten als von dem Mut der Menschlichkeit in Zeiten der Gewalt. Vom Mut Irrsinn als Irrsinn zu bezeichnen und doch rational und überlegt zu handeln. Er handelt auch vom Versagen der westlichen Welt, repräsentiert im kanadischen Uno-Offzier (Nick Nolte), der zur Passivität mit nur wenigen Soldaten verdammt ist.
Die Geschichte des Paul Rusesabagina beruht auf Tatsachen und ist im Stile von "Schindlers Liste" inszeniert: Es ist eine Innenperspektive, aus der Sicht des Hotels und seines Managers, der wider Willen zum Helden wird, obwohl auch er viel zu lange die Augen vor der sichtbar drohenden Katastrophe verschlossen hat. Als bereits die westlichen Gäste und Soldaten das Land verlassen haben und der korrupte General des heimischen Militärs keinen Schutz mehr gewährt (weil der Bestechungs-Wiskey ausgegangen ist), dringen Milizen auch in das Hotel ein und es scheint alles vergebens gewesen zu sein. Paul ruft in der belgischen Konzernzentrale an und sagt zum dortigen Chef (Jean Reno): "Morgen werden wir und unsere Familien tot sein". In der gerade stattfindenden Geschäftsbesprechung herrscht Fassungslosigkeit und Bestürzung, aber der Angesprochene greift zum Hörer und ruft den französischen Präsidenten und andere Verantwortliche an: Das Wunder geschieht, die Soldaten und Milizen ziehen wieder ab. Ein kleines, begrenztes Wunder nur.
Am Ende der Massaker, 1994, waren ca. 1 Million Tote zu beklagen und die Aufarbeitung dauert bis heute an und wird wohl nie wirklich abgeschlossen sein.
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57 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflicht, 27. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Ich befürchte fast, dieser Film wird nicht die Aufmerksamkeit erfahren, die er verdient. Schon fast bezeichnend, genau wie das Thema selber behandelt wurde: unbequem und da nicht recht bedeutend, kann man es wegschieben. Ich selber habe auch mit mir gerungen, mich gefragt, ob ich mich in meiner freien Zeit wirklich mit diesem unbequemen Thema rumschlagen will. Heute, danach, bin ich froh, mich dem Film gestellt zu haben.
Der Film schafft es, sich dem Thema zu nähern, ohne mit reisserischen, brutalen Bildern zu schocken Die Tatsache, dass dieser Völkermord noch nicht lange zurückliegt, wir uns wohl alle gut an das Zuschauen der übrigen Welt erinnern, unsere eigene Reaktion auf die Berichte wieder einfallen, reicht wohl schon.
Dieser Film führ keine Klage, berichtet nur, erzählt von einem Mann, (Paul Rusesabagina) der seinen Einfluss einsetzte, um möglichst viele der betroffenen Tutsis zu retten, der sich aber auch mit der Tatsache konfrontiert sah, nicht alle retten zu können. Das Thema „Machtlosigkeit" scheint das zentrale zu sein, aber auch das Beispiel, dass sie nicht zur Lähmung werden darf, dass man immer noch etwas tun kann, sei es auch noch so wenig.
Rwanda hatte keine Lobby, steht aber auch nicht als einziges Beispiel für ein Land, das zunächst von einer Kolonialmacht geplündert und dann im Stich gelassen wurde. Dies ist an vielen Orten passiert und geschieht in veränderter Form noch heute, auch wenn es scheinbar keine Kolonien mehr gibt. Sich dessen gewahr zu sein ist nötig, immer wieder...und deshalb ist dieser Film schon beinahe eine Pflicht! Wenn es zudem ein so guter Film ist, umso besser!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wach werden...!, 15. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Wie paradox und perfide muss Paul Rusesabinga die Situation, in die er und sein Land damals geraten waren im Rückblick doch erscheinen... Völker, die, ginge es nach ihrem eigenen Kopf, gut auf militärische Hilfe der selbsternannten Weltpolizeien verzichten könnten, werden von diesen überrannt, weil egoistische politische Interessen nun mal eine unerschütterliche Triebfeder darstellen. Bittet man diese Weltpolizisten ohne für sie relevanten politischen Hintergrund um aus rein menschlicher Sicht absolut angezeigte, dringende, selbstlose Hilfe, wird man beinah lapidar und fast brutal im Stich gelassen... Ein Meisterwerk, das die Mutigen der Verzweiflung ehrt und abermals eindringlich zeigt, was noch soviele Reportagen, Brennpunkte und Sonderberichterstattungen zu akkuten Geschehnissen an (Kriegs)schauplätzen überall auf der Welt doch nicht zu transportieren vermögen: das Leid im kleinsten Radius derer, die sich (meist unverschuldet und unfreiwillig) mitten im Geschehen wiederfinden.

Nur am Rande bemerkt: Hier liefert der aus "Golden Palace" als gegen den Rest der "Golden Girls" ankalauernde Portier bekannte Don Cheadle großes Kino und wurde zu Recht mit einer Oscarnominierung bedacht!
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es gibt immer einen Platz!, 30. April 2006
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Radiokommentare mit Bezug zur Lage in Europas heutigem Ex-Jugoslawien erinnern gleich zu Beginn des Streifens, welchen Stellenwert Afrika und in diesem speziellen Fall das Land Rwanda des Jahres 1994 im Fokus der internantionalen Staatengemeinschaft eingenommen haben und heute immer noch einnehmen.... - Afrika? Und wo liegt doch gleich Rwanda?

An der Seite von Paul Rusesabegina, Hotelmanager in Rwandas Hauptstadt Kigali, erlebt man, wie sich das Klima von "normaler" Bestechung im täglichen Geschäftsleben hin zu überlebensnotwendigem Handel verändert.

Man wird Zeuge des rasenden Verfalls eines Landes, welches zu Beginn des Filmes wie ein Ort wirkte, an dem man am liebsten sofort hätte Urlaub machen wollen... - Nachbarn werden zu Todfeinden... - es geht ums nackte Überleben - was Worthülsen wie Bürgerkrieg und Völkermord wirklich bedeuten, könnte man nicht schrecklicher erklärt bekommen....

Pauls Hotel wird zum scheinbar sicheren Hafen für unzählige Flüchtlinge - Manager Paul wird mehr und mehr in die Pflicht genommen den Überlebenskampf für seine "Gäste" zu führen - es sind die zahlreichen Gesten und Signale, die Momentaufnahmen, welche den Film unvergesslich machen!

Rwanda - damals ist eine Gesellschaft auf dem Blut unzähliger Opfer davongeschwommen und die Welt hat einfach nur zugeschaut... - Paul stand selbst bis zum Hals in dieser Flut - solche Menschen sind es, die einem Hoffnung geben - keine Politiker, die sich hinter Protestnoten verstecken!

"Wir sind hier den Frieden zu bewahren, nicht um Frieden zu schaffen - ich habe Befehl nicht einzugreifen!" - dieser Satz ist mir von diesem Film mit am meisten im Gedächtnis geblieben - ausgesprochen von einem UN-Blauhelm, der dargestellt wird vom großartig spielenden Nick Nolte.... - dieser Satz zeigt stellvertretend die ganze Hilflosigkeit, von der die Zuschauer den ganzen Film über mehr und mehr ergriffen werden... Was nützt die UN, wenn sie, wie im Falle Rwandas zum Zuschauer, zum zahnlosen Papiertiger verkommt? NICHTS !!!

[]
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo war die "zivilisierte" Welt?, 17. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Hotel Ruanda is ein bewegender Film zum Thema des Völkermords an den Tutsis in Ruanda vor wenig mehr als 10 Jahren. Relevant wird dieser Film vor allem durch die Wichtigkeit menschlicher Empathie, aber auch durch die Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft, die zur Zeit des Völkermords mit der UN in Ruanda stationiert war und sich entschloss, nicht einzugreifen. Dieser Film war wahrlich längst überfällig und hat das Thema einem weiteren Publikum eröffnet. Sollte man gesehen haben.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein atemberaubender Film!, 23. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Ein dramatisches Meisterwerk über den Bürgerkrieg 1994 zwischen Hutu und Tutsi im zerrütteten Ruanda und den Einsatz eines Hotel-Chefs, der letztlich über 1200 Menschen das Leben rettete.
Wenn man über diesen Film spricht, muss man zwangsläufig auch über den Darsteller sprechen, der den Film trägt wie ein Pferd seinen Reiter: Don Cheadle. Er brilliert hier in seiner bisher vielschichtigsten Rolle als Chef eines international renommierten Hotels in Ruanda. Er ist ehrgeizig, will seinem Job verantwortungsvoll nachgehen und das Hotel im Sinne der Bosse in Belgien führen. Allerdings ist er auch ein Vater und Ehemann, der seine Familie um jeden Preis beschützen will. Zu guter Letzt ist er - selbst ein Hutu - aber auch ein Landsmann, der seine Mitmenschen - egal ob Hutu oder Tutsi - nicht ihrem grausamen Schicksal überlassen kann und helfen will. Die verschiedenen Facetten dieser Rolle kommen hervorragend zum Ausdruck. Cheadle hat in Filmen wie Traffic, After the Sunset oder L.A. Crash bereits bewiesen, dass er eigentlich alles spielen kann, doch mit dieser schauspielerischen Leistung setzt er sich selbst ein Denkmal. Die Figur des aufopferungsvollen Hotel-Chefs aus Ruanda wird man nicht mehr vergessen können.
Der Film fesselt und schockiert. Mit welcher Brutalität die Hutu-Miliz selbst gegen Kinder vorgeht, ist beängstigend. Menschen werden mit Macheten abgeschlachtet, Leichen säumen die Straßen. Dass zudem belgische Soldaten und die UN vor Ort waren und nicht einschreiten durften, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Man fragt sich ebenso wie der Protagonist, warum die Welt wegsieht, wenn Afrika Hilfe braucht...
Beeindruckend, was Regisseur Terry George hier abliefert. Ein wunderbarer Film über ein Land im Ausnahmezustand und einen Mann, dessen Mut, Wille und Einsatz etlichen Familien das Leben rettete. Don Cheadle sieht man in der Rolle seines Lebens!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Plädoyer für Zivilcourage, 14. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Die Realität schreibt manchmal Geschichten, die sich kein Autor ausdenken könnte. Dieser Film ist dafür ein beredtes Beispiel. Im April 1994 fand in Ruanda der wohl letzte Genozid des an Katastrophen so reichen 20.Jahrhunderts statt. Auffallend waren die Bestialität und unglaubliche Geschwindigkeit des Massakers, dem ungef. 1 Million Menschen zum Opfer fielen. Ohne diesen Film hätten wohl die meisten Menschen im "entwickelten" Teil der Welt von Paul Rusesabagina niemals gehört, der unter unvorstellbarem Druck über 1000 Menschen das Leben rettete. Ein derart ungewöhnliches Beispiel von persönlichem Mut muss einen nachdenklich stimmen. Was hätte vermieden werden können wenn eine ausreichend große Anzahl von Menschen mehr Zivilcourage besessen hätte, nicht nur in Ruanda?
Dieser in jeder Hinsicht hervorragende und handwerlich solide Film ist auch aufgrund der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Don Cheadle ein Muss für jeden Menschen, der sich auch nur annähernd für den Rest der Welt interessiert.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber es geht noch besser., 30. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Ohne Frage ist "Hotel Ruanda" ein sehr guter Film, der zum Nachdenken anregt. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte, war ich begeistert von der Qualität des Films und der Besetzung und angewidert über die Grausamkeit der Hutu. Dass auch sie eine bewegende Geschichte der Unterdrückung hinter sich haben, wird meiner Meinung nach in "Hotel Ruanda" allerdings zu sehr vernachlässigt.
Bei "Sometimes in April" hingegen wird auch die Seite der Hutu etwas näher beleuchtet. Dieser Film - der weniger pathetisch als "Hotel Ruanda" und somit in meinen Augen besser ist - liefert vor allem auch genauere Erklärungen, wie es zum Genozid an den Tutsi kommen konnte und welch unbändige Wut sich bei den Hutu über die Jahre aufgestaut hatte. Den Völkermord kann das selbstverständlich nicht rechtfertigen, aber es hilft all denen, die nicht nur unterhalten werden wollen, sondern sich tatsächlich für die Geschichte dieses Landes interessieren.

Mein Tipp: Es lohnt sich wirklich "Hotel Ruanda" zu sehen. Allerdings sollte man sich durch Bücher und Dokumentationen mehr Hintergrundwissen über die Geschichte Ruandas verschaffen. Und machen Sie sich vor allem klar, dass es - außer dem Hotelmanager - auch durchaus Hutus gab, die sich nicht an dem Abschlachten beteiligt haben. Rein durch "Hotel Ruanda" war mir das zumindest nicht möglich.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Film der uns 1000 Dinge über uns selbst sagt, 20. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Da auf die Handlung bereits eingegangen wurde möchte ich vielmer die Wirkung des Filmes beschreiben: Sie ist in etwa mit der eines Baseballschlägers im Gesicht vergleichbar. Ich weiß noch genau wie ich aus dem kino getaumelt bin.

Der Film ist aufwühlend und ehrlich.

Und er beschämt den Zuschauer: warum hat der Westen nichts getan? Wir KÖNNEN doch, wir können doch alles, wir sind doch die mächtigsten, reichsten und zumindest in unserer eigenen Welt die moralisch höchststehenden Staaten dieses Planeten.

Der Film beschreibt den schnellsten Völkermord der Geschichte. Innerhalb von 100 Tagen starben 1000000 menschen. Das bedeutet 10.000 jeden Tag. Und keiner weiß es, er ist im Bewusstsein der Menschheit nicht präsent.

Wer denkt der Film spielt im fernen Afrika und erzählt eine tragische Geschichte die uns aber nicht viel angeht, der hat sich getäuscht: Unsere Ignoranz gegenüber diesem Kontinent wird von diesem Film mit wenigen Sätzen entlarvt. Joaquin Phoenix, als Reporter (er glänzt) der Bilder des Massakers gemacht hat kommentiert das so "oh, die Leute werden das heute abend beim Abendessen in den Nachrichten sehen, und sie werden sagen:Oh mein Gott, das ist schrecklich. Und dann werden sie weiteressen."

Ich denke es gab im Kino keinen der sich nicht ertappt fühlte.

Dieser Film behandelt in erster Linie das thema Ruanda. Doch darüberhinaus zwingt er uns zu der Frage ob unser umgang mit den medien nicht manchmal eine schreckliche sache die irgendwo geschieht noch viel perverser macht, weil Millionen menschen sie mitbekommen - und ignorieren.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifendes Kino - leider nicht nur Kino!, 12. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hotel Ruanda (DVD)
Ich kann das auch bestätigen: das Kino war noch nicht mal halb voll, leider, leider, weil dieser Film die Situation in Ruanda realistisch und glaubwürdig wiedergibt. Die Grausamkeiten werden nicht bis ins Kleinste breit getretten, sondern nur angerissen, so dass jeder weiss was los ist. Sehr einfühlsam und gleichzeitig brutal wird der Bürgerkrieg geschildert und dass der Rest der Welt weggeschaut hat und immer noch wegschaut! Afrika ist weit weg.....
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Hotel Ruanda
Hotel Ruanda von Terry George (DVD - 2005)
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