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am 28. März 2006
Harte Kost wird hier in diesem Drama serviert. Kevin Bacon spielt einen vorbestraften Pädophilen, der sich in seinem Leben nach dem Gefängnis zurechtfinden muss. Er bekommt Arbeit bei einem Sägewerk (daher wohl der Name des Films: The Woodsman) und lernt eine Arbeitskollegin kennen. Und Lieben? Aber kann er das überhaupt? Ist sein Trieb nicht stärker? Kevin Bacon brilliert in dieser schwer verdaulichen Geschichte als ein Mann, der mit sich selbst im Unreinen ist und sich selbst für das hasst, was er ist. Er spielt glaubwürdig und man nimmt ihm die innere Zerrissenheit des Protagonisten fraglos ab. Dabei wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt oder dumme Klischees bedient. Ein Film, der nachdenklich stimmt und für jeden empfehlenswert ist, der nicht nur Popcorn in sich hineinstopfen will, wenn er sich eine DVD reinzieht.
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am 6. Februar 2007
"The Woodsman" behandelt die Resozialisierung eines Kinderschänders, der nach seiner Zeit im Gefängnis, wieder ein normales Leben beginnen möchte. Wirkt der Hauptprotagonist anfangs noch ziemlich unsympathisch, fiebert man im Verlauf der Handlung immer mehr mit ihm mit. Sein nicht einfacher Weg zurück ins Leben wird hervorragend gezeigt und alle Darsteller glänzen in ihren Rollen.

Trotz der doch sehr kurzen Spielzeit (ca. 85 Minuten) ein ganz großer Film, den man sich auch noch wesentlich länger ansehen hätte können. Kaufen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. April 2010
Hin und wieder überraschen uns Hollywood-Stars mit einigen, wenigen Film-Perlen aus der Independent-Szene, die eine eher ruhige, vollkommen unspektakuläre Erzählweise an den Tag legen, dafür aber ernste, oftmals auch tabuisierte Inhalte liefern, die alles andere als massenkompatibel sind.
Solche Filme fristen eher ein Nischen-Dasein, und doch sind sie alles andere als unwichtig. Filme, die den Fokus auf soziale Werte legen, auf reine Schwarz-Weiss-Malerei verzichten und sich voll und ganz auf das Schauspiel seiner Akteure verlassen.
Eine Solche Perle ist "The Woodsman - Der Dämon in mir", weil er das Thema Kindesmissbrauch, den Täter und seine Krankheit an sich und sein Umfeld in den Vordergrund stellt.

Der pädophile Walter hat für sein Vergehen an einer Minderjährigen zwölf Jahre im Gefängnis gesessen. In die Freiheit entlassen, hat er niemanden an den er sich wenden kann, außer seinem Schwager. Dieser verhilft ihm zu einer neuen Bleibe und einem Job in einer Holzfabrik, um den Start in ein "normales" Leben zu ermöglichen. Ehemalige Freunde, Arbeitskollegen und die eigene Familie meiden ihn; er entwickelt sich mehr und mehr zum Außenseiter, ist äußerst verschlossen und zeigt auch gegenüber seinem Psychologen wenig Mitteilungsbereitschaft. Nur seine Mitarbeiterin Vicky zeigt Mitgefühl und Zuneigung zu diesen gebranntmarkten Mann, baut gar eine Beziehung mit ihm auf.
Während sie versucht, tiefer in seine Seele zu blicken und ihm eine moralische Stütze zu sein, findet Walter sich immer öfter im Kampf mit sich selbst, mit seiner Krankheit, seinem inneren Trieb.
Die Tatsache, dass er direkt gegenüber eines Schulhofes wohnt und die Bekanntschaft mit einem jungen Mädchen, die im gleichen Bus unterwegs ist, mit diesem er nach der Arbeit stets die Heimfahrt auf sich nimmt, macht seine Lage nicht einfacher...

Beinahe wäre dieser kleine, aber ungemein ergreifende Film unbemerkt an mir vorbeigegangen. Ein paar wiederholende Ausstrahlungen auf den dritten Sendern hatten es mir ermöglicht, ihn mehrmals sehen zu können. Mit jedem Male gefiel mir der Film mehr und mehr. Das ernste Thema und die tadellosen Darsteller-Leistungen hatten wesentlichen Anteil daran. Allein Kevin Bacon in der Rolle des Walter und seine Schauspielkollegin und Ehefrau Kyra Sedgwick als Vicky, mit ihrem einfühlsamen, intensiven, aber nie übertriebenem Spiel, machen einen Blick in diesen Film mehr als lohnenswert.

Interessant an "Woodsman" ist, dass er vorurteilsfrei mit seiner Thematik und der Figur des Walters umgeht. Auch wenn ihn die meisten Menschen in seiner Umgebung wegen seiner Tat als Monster betrachten und ihn ihre Verachtung spüren lassen, wird er doch als an sich guter, aber auch hilfesuchender Mensch vorgestellt. Ein Mensch, der innerlich zerissen ist, dessen Vernunft und krankhaftes Verlangen sich nur zu oft gegenüberstehen. Dass er seine eigene vor Jahren begangene Tat verabscheut, sich selbst nicht erklären wie es überhaupt soweit kommen konnte, sich selbst die Frage immer und immer stellt, ob und wann er jemals wieder normal" sein wird... Dieser Umstand erlaubt es auch, einer solchen Figur Sympathie schenken zu dürfen, mit ihm zu fühlen und zu leiden.

Ein großartiges, bewegendes Drama, das die Menschen beleuchtet, die irgendwo zwischen Angst, Schuld, Vergebung und Hoffnung stehen. Ein Film, über dessen Inhalt diskutiert werden kann... oder sogar muss.
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am 19. März 2007
Diesem Film gelingt es, dank der überzeugenden, eindringlichen Schauspielerleistungen, ein äußerst sensibles Thema auf mitreissende Weise darzustellen.

Man folgt Kevin Bacon auf seiner Reise in das eigene Ich und bemitleidet seine verzweifelten Versuche, der furchtbaren Versuchung seiner psychischen Erkrankung zu entkommen...Mal verabscheut man diesen Charakter, dann wünscht man ihm die erhoffte Normalität...Ein unangenehmer, genial inszenierter und fantastisch gespielter Film. Kevin Bacon wird immer besser, je älter er wird!!!!
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am 2. März 2007
Dieser Film ist sehr eindringlich. Die Thematik der sexuellen Belästigung von Kindern ist weitgehend immer noch tabuisiert. Damit räumt dieser Film auf. Er zeigt die Seite des Täters, dessen eigene Wahrnehmung von sich selbst und der Aussenwelt. Kevin Bacon's schauspielerische Leistung hat mich in den Bann gezogen. Ich habe mich vorher wenig für diesen Schauspieler interessiert. Dies hat sich mit diesem Film schlagartig geändert. Wirklich Hut ab! Diesen Film kann ich vorbehaltlos empfehlen. Sehr einfühlsam, eindringlich und doch liebevoll produziert, was erfreulicherweise das eigentlich schlimme Thema in nichts abwertet oder verharmlost, wie man evt annehmen könnte. Unbedingt kaufen!
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am 10. Juli 2008
Kevin Bacon in einer seiner - wie ich finde - bewegendsten und zugleich besten Rollen.
Der Film spielt nicht mit Klischees und dummen Vorurteilen, sondern regt zum Nachdenken an. Man sympathisiert mit dem, der eigentlich so Schlimmes getan hat: einem Pädophilen. Man gönnt ihm die ganze Zeit, dass er es schafft, seinen Trieben zu widerstehen.
Die Perspektive des Films (teilweise aus den Augen des Täters) erhöht die Spannung um ein Vielfaches. Und man kann sich richtig hineinversetzen, mit was für einem unfassbar hohen Druck der Protagonist zu kämpfen hat.

Ein wahnsinnig spannender, gut gemachter und vor allem wichtiger Film!
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am 7. Juni 2008
...und das ist auch gut so, denn seit John McNaughtons Erotik-Thriller 'Wild Things' aus dem Jahre 1998 und 'Mystic River' war es etwas ruhig um den Schauspieler geworden, der nun in Nicole Kassells 'The Woodsman' zeigen kann, dass ihm mit seinem einfühlsamen Spiel auch ernste Rollen und gelingen können.

Bacon spielt Walter Rossworth, einen Straftäter, der wegen Kindermissbrauchs 12 Jahre hinter Gittern verbracht hat und nun in das Ungewisse entlassen wird. Den Kontakt zu seiner Familie hat er längst unterbrochen, seine Schwester will nichts mehr von ihm wissen, nur sein Schwager Carlos (Benjamin Bratt) hält sporadisch die Illusion von Freundschaft aufrecht, ohne jedoch zulassen zu wollen ihn in die Nähe seiner Tochter, Walters Nichte zu lassen. Als Walter auf der Arbeit im Sägewerk der Kollegin Vicki (Kyra Sedgwick) näherkommt und sich eine Affäre entwickelt, kommen die Probleme erst noch auf ihn zu. In Person seiner Dämonen, die ihn in eine ultimative Probe münden lassen und in der Figur des Detective Lucas (Mos Def aus 'Per Anhalter durch die Galaxis'), der ihn wiederholt in seiner Wohnung aufsucht und keinen Hehl daraus macht, dass er ihn hasst.

Filme über Kindesmissbrauch sind immer eine heikle Sache und eine Wanderung auf dem schmalen Grat, da sie sehr polarisieren und selbst bei gut gemeinter Botschafter platt wirken. Da es hier aber vordergründig um die Resozialisierung und die damit einhergehende Isolation der Hauptfigur geht, gelingt es Nicole Kassell, den Zuschauer mit der Zeit von Walter zu überzeugen. Das ist der große Clou des Films. Als Aufhänger dient dabei die Tatsache, dass Walter nahe einer Grundschule wohnt und dabei beobachtet, wie ein Mann Tag für Tag Kinder anspricht. Auch die Einsamkeit der Hauptfigur wurde filmisch dahingehend realisiert, dass Kevin Bacon in kaum einer Einstellung mit mehr als einer anderen Person zu sehen ist und so ziellos durch sein leeres Appartement streift.

Fazit
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'The Woodsman' ist ein Film über ein gewagtes Thema und dabei erfreulich unpathetisch und unaufgeregt. Doch eigentlich verdankt der Film dies seinen beiden Hauptfiguren. Kyra Sedgwick und Kevin Bacon liefern schauspielerisch eine so grandiose Leistung ab, dass ohne die Beiden der Film wohl nicht diese Klasse erreicht hätte. Bis jetzt der überzeugendste Film zu diesem Thema.
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am 9. Januar 2006
Ein bemerkenswerter Film über die schwierige Resozialisation eines Pädophilen mit herausragenden Leistungen aller Beteiligten!
Kevin Bacon (ohnehin durch Filme wie Sleepers, She's having a baby oder Mystic River einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler) spielt gekonnt den geknickten Walter, der aus dem Gefängnis entlassen wird und Arbeit und eine Wohnung vermittelt bekommt. Soweit so gut. Seine Wohnung liegt allerdings genau gegenüber einer Schule. Es scheint schwierig, wenn nicht gar unmöglich, der nach wie vor latent vorhandenen Pädophilie entgegenwirken zu können. Selbst nach 12 Jahren Gefängnis leidet der Mann immernoch unter seinen pädophilen Neigungen. Und rückfällig werden, würde die Rückkehr ins Gefängnis bedeuten - und das dann lebenslänglich.
Auch im Sägewerk, wo er arbeitet, begegnen ihm die Kollegen immer wieder mit Missgunst, Diffamierung und Hass. Einzige Konstante ist Vickie (Kyra Sedgwick), die selbst eine unschöne Vergangenheit hat und sich von Walter angezogen fühlt. Sie sieht ihn als Menschen, nicht als Monster. Fortan wird man Zeuge einer immensen Wertungs-Spannung zwischen Mensch und Monster, zwischen einem schüchternen, geschundenen Mann und einem Pädophilen, der eine Vorliebe für junge Mädchen zwischen 8-12 Jahren hat. Er hat ihnen zwar nie weh getan, wie er in Sitzungen mit seinem Psychater beteuert, aber dennoch saß er für etwas 12 Jahre im Gefängnis... man erahnt nur, was passiert sein muss.
Der Film besticht bis ins letzte Detail mit Perfektion! Jeder Schnitt sitzt, die Bilder werden toll eingefangen, die Dialoge sind impulsiv und gefühlsintensiv, die Dynamik der fesselnden Story geht zudem über die kompletten 85 Minuten nicht verloren. Gründe, warum auch Regisseurin Nicole Kassell ein riesen Lob gebührt. Sie schafft es eine äußerst schwierige, tabu-brechende Problematik sensibel, authentisch und vor allem wertungsfrei in einem Film zu thematisieren.
Die Darsteller könnten besser nicht besetzt sein. Eine Kyra Sedgwick, die mir vorher absolut kein Begriff war, meißelt sich in das Hirn eines jeden Filmenthusiasten. Benjamin Bratt als Walters Schwager, Eve als Sekretärin im Sägewerk und allen voran Mos Def (nach Per Anhalter durch die Galaxis in einer weiteren Paraderolle) als Sergeant Lucas spielen ausgezeichnete Nebenrollen und überzeugen auf der ganzen Linie. Gerade die Auftritte von Mos Def sind kleine Höhepunkte. Wenn er Walter in seiner Wohnung besucht, mit etwas Humor und Einrichtungstipps beginnt, um ihn dann mit kleinen Anekdoten aus erlebten Fällen einzuschüchtern, bestaunt man schauspielerische Leistungen am Limit.
Doch ich will nicht zu viel verraten; diesen Film sollte jeder anspruchsvollere Film-Fan gesehen und jeder DVD-Purist in der Sammlung haben.
Tja, wie ich dieses Urteil liebe, wenn es angebracht ist: Ein Meisterwerk!
Wertung: 10/10
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am 19. September 2007
Dieser Film ist nichts für leute die sich ihre Fernsehzeit mit Action Blockbustern oder die nur bei Gemetzel ihre Augen aufkriegen.
"The Woodsman" ist definitiv ein Film für Leute die sich auch gerne mal einen unbequemes Drama anschauen ohne jegliche Romantik , Kitsch oder sonstige Melodramatische Töne.
Dieser Film kommt dabei mit einem recht provozierenden, aber nie plakativen Thema der Pädopholie daher.
Dabei geht es hier nicht um etwaige gezeigte Greuel Szenen oder puren Shock mechanismus , nein , hier geht es eher um Menschlichkeit und Vergebung , um Recht und Unrecht und um die Kernfrage: Darf ein Mensch der Pädophil ist auch ein normales leben führen?

Höchst neutral aber zutiefst bewegend und beklemmend versucht dieser Film diese Frage zu beantworten.
Ob es ihm gelingt muß jeder selber erfahren.
Es bleibt ein zutiefst beeindruckender Film mit einigen wenigen Längen und einem wirklich göttlich und begnadeten Kevin Bacon der hiermit beweist das er einer der charismatischten Schauspieler seiner Zunft ist.

Die DVD liegt im absoluten soliden Bereich : Die Bildqualität ist sauber , weißt aber auf der Beamer Leinwand ziemliche Artefakte und teilweise verschwommene assagen auf. Der Ton ist zwar klar aber bedingt und passend zum ruhigen Erzählfluß des Filmes mit wenig Druck. Die Extras enttäuschen jedoch auf ganzer Linie und als Käufer hätte man sich zu diesem Film mehr Informationen gewünscht.

Film:****
Bild:***
Ton:***
Extras:*
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am 24. Januar 2012
Ich habe mir "The Woodsman" gestern angesehen. Ich bin hier auf Amazon darauf gestoßen und kannte nur den Trailer auf der IMDB. Ich hatte daher auch keine besonderen Erwartungen - was ja meistens eine gute Voraussetzung ist. Und tatsächlich: der Film hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Kevin Bacon ist für mich ohne Frage einer der besten Schauspieler, die Hollywood jemals hervorgebracht hat und hier zeigt er eine Meisterleistung. Die inneren Qualen des Protagonisten, die Zerrissenheit und das Mißtrauen gegen sich selbst werden durch sein Spiel deutlich spürbar. Den Film kann man in dieser Hinsicht durchaus als ein kleines Meisterwerk bezeichnen. Die Handlung zeigt neben den inneren Kämpfen auch die bekannten Alltagsprobleme, mit denen sich eine betroffene Person im herumschlagen muss: die Ablehung durch die eigene Familie, Mobbing auf der Arbeitsstelle und Belästigung durch die Polizei. Ein Rezensent hier hat das als Darstellung von Klischees bezeichnet...vielleicht hat er damit sogar recht, aber es hat sich beim Schauen definitiv nicht so angefühlt. Im Gegenteil: der Film besitzt eine sehr starke "Aura" der Authentizität.
In den USA gibt es Register für Sexualstraftäter, das man sogar über das Internet einsehen kann. Im Film verteilt eine sich zurückgewiesen gefühlte Arbeitskollegin seinen "Steckbrief" und löst damit Gewalt gegen ihn in der Firma aus. Sie rechtfertigt sich mit dem bekannten Satz "People have the right to know". Für mich eine mehr als fragwürdige Einstellung.
Zum Schluss möchte ich noch etwas zum Titel des Films sagen: "Der Dämon in mir". Keine unkomplizierte Wahl, meiner Meinung nach. Er passt auf jeden Fall zum inneren Kampf des Protagonisten mit sich selbst. Aber: Menschen sind zu den verabscheuungswürdigsten Taten fähig. Das ist unbestritten. Aber sind sie deshalb (Teil-)Dämonen?
Der Originaltitel - "The Woodsman" - scheint sich auf zwei Dinge zu beziehen. Der Protagonist arbeitet in einem Holzverarbeitungsbetrieb und kann sehr gut mit Holz umgehen. Dann - und das wird in einem der Gespräche mit dem Polizisten erwähnt (zumindest im englischen Original, das ich mir angesehen habe) - ist "The Woodsman" ein Charakter aus "Rotkäppchen"; und zwar der Jäger, der den Wolf aufschneidet und die anderen Charaktere befreit. Den symbolischen Zusammenhang habe ich zwar noch nicht erkannt, aber vielleicht dann beim erneuten Ansehen des Films. Der Film ist wohl die Adaption eines Theaterstücks. Vielleicht wird es auch in diesem deutlicher.
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