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am 3. März 2006
Sunrise - A Song of Two Humans erzählt die Geschichte eines Mannes, der von einer Frau aus der Stadt verführt und zum Mord an seiner Ehefrau angehalten wird. Der Mord auf einem Ruderboot auf dem See - eine der berühmtesten Filmszenen überhaupt - scheitert an den eigenen Skrupeln. Der Mann, erschüttert ob seiner Tat, folgt seiner zu tiefst verängstigten Frau in die Stadt, wo sich die beiden in einer Kirche während einer kathartischen Hochzeitsszene versöhnen und erneut ineinander verlieben. Als glückliches Paar ziehen sie durch die Stadt und erleben die Wunder der modernen Metropole. Auf dem Rückweg bricht ein Sturm aus...
Sunrise - A Song of Two Humans ist Friedrich Wilhelm Murnaus erster Film in Amerika. Der von Hollywood abgeworbene Starregisseur der Weimarer Republik, der sich mit "Nosferatu" und "Der letzte Mann" einen Namen gemacht hat, verfügte über unbeschränkte finanzielle Mittel. Carl Mayer, der "Hofautor" Murnaus, schrieb Hermann Sudermanns expressionistische Erzählung "Die Reise nach Tilsit" zu einem Drehbuch um, veränderte und vereinfachte die Dreiecksgeschichte und passte sie den Bedürfnissen des amerikanischen Marktes an. Während das glückliche Ende nicht weiter stören würde, ist der klischeehafte Schwarz-Weiss Gegensatz von Stadt und Land, Vamp und unschuldiger Hausfrau für heutige Verhältnisse gar überzeichnet und hindert einen, wenn man sich nicht in einer sentimentalen Gemütslage befindet, daran, die Geschichte ernst zu nehmen.
So besticht Sunrise - A Song of Two Humans auch weniger durch die simple Handlung, als durch die visuelle und formale Schönheit. F.W. Murnau, einer der ersten Regisseure, die mit der "entfesselten Kamera" gearbeitet und so den Film aus seiner Starre befreit haben, schafft wunderbare Bilder: Der Tanz im Mond der Stadtfrau und vor allem der Vergnügungspark mit seinen Spiegeln und Spiegelungen, Lichter und Schatten, gehören zu den schönsten Szenen, die je gefilmt wurden. Hier wird deutlich warum F.W. Murnau nicht so sehr als Erzähler sondern als Künstler in die Filmgeschichte eingegangen ist. Man wünscht sich sehnsüchtig, dass heutige Regisseure auch etwas von Cinematography verstünden: Vom "Schreiben durch Bewegung"!
Die "Special Edition" ist ihr Geld für einmal auch wirklich wert. Neben Making Of und Audiokommentar stechen vor allem die Dokumentation über den verlorenen Murnau Film "Four Devils" hervor und die Drehbücher (Four Devils und Sunrise!) alle in pdf für den Computer. Diese zeigen mit Einstellungsgrössen, Bildbeschreibung und Kamerabewegung, was sich Murnau wirklich gedacht hat! Grossartig!
Fazit: Ein Filmklassiker, vor allem aber ein visuelles Vergnügen!
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am 22. August 2005
Nur kurz währte die Zeit, die Murnau vor seinem allzu frühen Tod (Autounfall) blieb, um auch in Hollywood Großes zu leisten. Dies ist ihm mit seinem Film "Sunrise" (1927) allerdings auf beeindruckende Weise gelungen. Alle filmtechnischen und filmästhetischen Errungenschaften aus seiner Zeit in Berlin bietet der Deutsche hier auf, nachdem sein Produzent, William Fox, ihm vollständige künstlerische, und das heißt eben auch: vollständige finanzielle Freiheiten eingeräumt hatte. Heraus kam ein Film, der trotz "Nosferatu", "Der letzte Mann" oder "Faust" wohl das Beste ist, das Murnau je geschaffen hat.
Erzählt wird die Geschichte eines jungen, bäuerlichen Paares, dessen Beziehung durch eine femme fatale aus der Stadt vorübergehend aus den Fugen gerät, und das seine Liebe bei einem gemeinsamen Trip durch die großstädtischen Verlockungen neu entdeckt und bekräftigt. Wie einst schon Nosferatu beim Licht der aufgehenden Sonne verging, so muss nun auch der Vamp(ir) aus der Metropole bei Sonnenaufgang das Feld räumen.
So schlicht diese Geschichte ist, so großartig wird sie in Szene gesetzt. Wieder einmal erweist sich Murnau in "Sunrise" als Künstler höchsten Ranges.
Um dem gerecht zu werden, stattet die britische EUREKA das Werk mit allen dvd-technischen Möglichkeiten aus: der Film bietet auf drei Audiospuren zwei verschiedene Filmmusiken zur Auswahl: die originale von Hugo Riesenfeld und eine neuere, eingespielt vom Olympia Chamber Orchestra - beide sehr schön. Die dritte Spur beeinhaltet einen sehr informativen Audiokommentar. Auf einer zweiten DVD befinden sich eine Rekonstruktion von Murnaus zweitem, verschollenen amerikanischen Film "Four Devils" anhand von Drehbuch, Zeichnungen bzw. Skizzen und Szenenfotos, eine kürzere Dokumentation über "Sunrise", eine Doku zur Restaurierung der Original-Filmmusik, die Drehbücher zu "Sunrise" und "Four Devils" sowie Fotogalerien und Bio- bzw. Filmografien des Regisseurs und der Darsteller. Besondere Erwähnung verdient die äußerst phantasievolle Menü-Animation auf beiden DVDs. Alles in allem eine sehr gelungene Edition der EUREKA, der einmal mehr höchstes Lob gebührt.
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am 21. März 2005
"SUNRISE - A Song of Two Humans" ist für mich Höhepunkt und Abschluss der amerikanischen Stummfilmentwicklung.
Die Handlung um Liebe, Betrug und Vergebung mag in geschriebener Form etwas kolportagehaft wirken. Doch F.W. Murnau erschafft aus dem Drehbuch von Carl Mayer einen Film, der das Hollywoodkino auf eine neue Ebene hebt.
Nach seinem weltweiten Erfolg mit DER LETZTE MANN wird Murnau vom Produzenten William Fox nach Amerika eingeladen. Fox macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Vollkommene künstlerische und finanzielle Freiheit bei der Entwicklung seines nächsten Filmprojektes. Das Ergebnis ist SUNRISE, der bei der ersten Oscarverleihung 1928 die Preise für "Best Cinematography", "Best Actress" und "Unique and Artistic Picture" gewinnt.
Die DVD hat eine sehr gute Bildqualität und enthält drei alternative Tonspuren, den originalen Movietone Score von 1927, eine Neukomposition des renommierten Stummfilmkomponisten/-dirigenten Timothy Brook und einen Audiokommentar, in dem der Kameramann John Bailey über den Einfluß von SUNRISE auf die Entwicklung des amerikanischen Kinos spricht.
Das Kernstück der zweiten DVD bildet die vierzigminütige Doku MURNAU'S 4 DEVILS: TRACES OF A LOST FILM. Desweiteren enthalten sind eine SUNRISE-Kurzdoku, SUNRISE-Outtakes und die kompletten Drehbücher zu SUNRISE und 4 DEVILS.
Die "SUNRISE - A Song of Two Humans"-DVD von Eureka ist die weltweit beste Umsetzung dieses zeitlosen Meisterwerkes und jeden Penny wert.
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HALL OF FAMEam 29. Dezember 2006
"Sunrise" (Amanecer, Sonnenaufgang) war das erste Werk von Friedrich Murnau nach seiner Übersiedlung nach Hollywood. Nach seinen grossen Erfolgen die er in Deutschland gedreht hatte (Der letzte Mann, Faust), wurde er bei Paramount als ein neuer origineller Regisseur aus Deutschland gehandelt.

Um es vorweg zu nehmen: Sunrise wurde ein Achtungserfolg in den amerikanischen Grosstädten wie San Fr. oder New York, anderswo eher ignoriert. D.h. der Film nach dem Roman von Sudermann war zwar schön, meisterhaft gedreht, allerdings für den typischen Amerikaner zu Europäisch und zu wenig amerikanisch. Der später nach USA emigrierte deutsche Regisseur Fritz Lang hatte diesen Spagatsprung in eine neue Kultur auch kommerziell geschafft ...

Und der Film aus heutiger Sicht: Ich mag ihn, er ist nur auf den ersten Blick eine schlichte Liebesgeschichte. Doch welche Emotionen sind dort stumm (oder mit Musik) ausgedrückt: Liebe, Familie, eine Nebenbuhlerin aus der Stadt (das Dorf steht offfenbar bei Murnau als "natürlich und gut"), Mordversuch, Zurückhaltung, Furcht, Reue, Verzeihen, Neubeginn, Vergnügen und Amüsement in der Stadt, erneute Bedrohung, Naturkatastrophe, Happy End.

Der zeitliche Rahmen der Handlung ist auf einen kleinen Tag begrenzt: Die Nebenbuhlerin des Ehemannes schlägt einen Mord seiner Ehefrau vor, es soll auf dem Boot wie ein Unfall aussehen. Der Ehemann gibt vor, seine Frau (sie haben einen Bauernhof) in die Stadt fahren zu wollen, um sich mit ihr etwas zu amüsieren. Dazu müssen sie den See per Boot überqueren. Schon ihr Hund merkt, daß irgendwas nicht stimmt und schwimmt dem Ehepaar nach, springt ins Boot. Als in der Mitte des Sees die Frau die Mordabsichten ihres Mannes bemerkt, kann sie ihn zurückhalten. Er besinnt sich und erwacht wie aus einem selbstgeschaffenen Albtraum. Es dauert einige Zeit, bis die beiden wieder zueinander finden ... Meisterhaft gemacht ist die Flucht der Frau im Wald, dann das Aufspringen auf die (Wald-)Trambahn die in die Grosstadt führt. Im weiteren Verlauf finden die beiden wieder vollends zueinander, Murnau zeigt mit gekonnter Kamera und Liebe zum Detail die Vergnügungen der Metropole im Blickwinkel von jemanden, der offenbar dies das erste Mal erlebt ... (Restaurant, Kirmes, Geschäfte, Strassen ...) worin die beiden wie ein frischverliebtes Liebespaar sich tummeln ... Ganz in den Augen von dörflichen Bewohnern um 1927 gesehen, die selten in die Stadt kommen. Gute Szenen: die vielen Hell-Dunkel Effekte, der Moment wo er sie ins Wasser stossen möchte, sich aber noch besinnt; lustig die Jagd nach dem Ferkel auf der Kirmes (wers fängt bekam den ersten Preis), oder die Eifersucht wiederum des Mannes in dem Friseur-Salon, die Rückfahrt mit dem Boot, wo sie in einen Sturm kommen ...

Paramount investierte viel Geld in den Film, die Stadt und sogar einige Waldkulissen wurden künstlich errichtet ...

Fazit: ein schöner Liebesfilm, sinister, aber mit gutem Ausgang. Geeignet für ein Liebespaar, das nach einem Streit (muss ja kein Mordversuch gewesen sein) wieder zu sich finden will ... Experimentell gedreht, aber ein wohliger Gegensatz zu manch weinerlichen "alles ist Leid und Hunger" Filmen der Zwanziger wie "Die Freudlose Gasse"... Liebe und Eifersucht in dieser Form darzustellen war auch etwas, wozu thematisch viele "progressive" Filmemacher "der Neuzeit" nicht in der Lage gewesen sind, da z.B. Fassbinder und andere Regisseure Beziehungen stets nur im immergleichen Kontext von Geld, System und Macht präsentiert hatten. Aber nicht so Murnau, obwohl dieser selbst auch nicht verheiratet war oder Kinder hatte !
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am 17. Dezember 2014
Ein Stummflimklassiker in guter Bildqualität!-
Beeindruckend ist die Sturmszene auf hoher See in Schwarzweiß.
Diese Edition bietet den Ton der alten Originalmusik (Orchester), ferner kann man eine Spur mit anderer Orchestermusik dazu schalten.
Zu den englischen Zwischentiteln kann man deutsche Übersetzungen einblenden.
Ebenfalls in deutscher Sprache kann man wissenschaftliche Kommentare einblenden. Diese sind sehr interessant und informieren über Kamera-Einstellungen, Technik, Kulisse etc.
Diese Edition ist empfehlenswert nicht nur für den Stummfilmfreund, sondern auch für den, der an Filmgeschichte, Filmmusik und Medientechnologie interessiert ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Januar 2013
Produkt: DVD (1 Stück). Herausgeber: Universum Film GmbH. ASIN: B000BSNH6U
Deutscher Titel: Sonnenaufgang - Lied von zwei Menschen
Originaltitel: Sunrise - A Song of Two Humans
Produktionsland: USA. Premiere: 1927
Mit: George O'Brien (Gatte), Janet Gaynor (Gattin), Margaret Livingston (Frau aus der Stadt) u. A.
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Literarische Vorlage: nach der Erzählung "Die Reise nach Tilsit" von Hermann Sudermann aus dem Jahre 1917 (aus Litauische Geschichten; vier Erzählungen)
Drehbuch: Carl Mayer. Kamera: Charles Rosher und Karl Struss (Oscar). Szenenbild: Rochus Gliese (Oscarnominierung). Musik: Hugo Riesenfeld
Genre: Stummfilm > Drama > Beziehungsdrama > Liebesdrama
Ton: Begleitmusik und stellenweise Hintergrundgeräusche
Auszeichnungen: Oscar für besten Film in der Kategorie "Künstlerische Produktion" (Unique and Artistic Picture), Oscar für beste Kamera und Oscar für Janet Gaynor als beste weibliche Darstellerin
Nominierungen: Oscarnominierung für das beste Szenenbild (Rochus Gliese)
Bild: gut / SW / 4:3. Zwischentitel: englisch. Untertitel: nur deutsch (ausblendbar)
Filmlänge: 90 Minuten und 31 Sekunden (Originallänge im PAL-Verfahren)
Specials:
a.) 13 Minuten Filmproduktionsdoku mit Filmszenen und Kommentar in englischer Sprache mit ausblendbaren deutschen UT
b.) 9 Minuten nicht verwendete, bzw. Vergleichsszenen mit englischem Audiokommentar und ausblendbaren deutschen UT
c.) Original Kinotrailer
d.) 40 Minuten ausführliche Dokumentation über den verschollenen Film "Four Devils" von Friedrich Wilhelm Murnau mit Fotos, Dokumenten, Informationen, Skizzen, in englischer Sprache ohne UT
e.) Bilder
f.) Original-Musikbegleitung (sehr gut und einfühlsam)
g.) Moderne Musikbegleitung (gut, aber etwas zu aufdringlich)
h.) Audiokommentar von John Bailey (Kameramann) während des Filmes in englischer Sprache mit deutschen UT

Die literarische Vorlage des Beziehungsdramas ist so allgemeingültig, dass sie sich ansiedeln lässt in ein jedes Land und jede Zeit. Also versetzte der Regisseur die Geschichte aus dem Grenzgebiet Litauens und Ostpreussens in die USA.
Ein Mann lebt mit seiner Frau auf dem Lande und wird von einer Städterin verführt. Kopflos schlittert er in das Unheil. In letzter Sekunde schaudert er zurück vor seinem blinden Vorhaben und besinnt sich des naiven Glückes am Land mit seiner treuen, geliebten Gattin.
Es wird starker Gegensatz aufgezeigt zwischen der durchtriebenen städtischen Lebensweise und dem naiven Landleben.
Epische Ausstattung, fahrende Kamera, fließende Szenerie, großartiges, künstlerisches Werk. Feine Außenaufnahmen, emotionale Bilderwucht, kreative Tricktechnik. Gute, ausdrucksstarke Schauspieler, dramatische Musikbegleitung. Ein unglaublicher Film. Voller Schönheit und visueller Gestaltungskraft. Ein Stummfilm, dessen Qualität den hohen Charakter der stummen Visualisierung bezeugt. Die Oscars wohl verdient.
Einer der besten Stummfilme und überhaupt besten Filme der Filmgeschichte.
Mladen Kosar
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am 31. Januar 2014
I like most films of this time and Blu-ray (DVD Release Date: January 14, 2014) does it proud. I only watched the version that has the duel original European version and the Movietone versions (both silent with different inter-titles.) There are more expensive and intensive versions. One thing I found fascinating is that I try to get the screen play to various movies. This DVD version has the 130 page screen play built in.

This is not my favorite subject and I usually avoid movies of this type, of betrayal and redemption. I prefer ghoulies and ghosties. I also prefer war and peace or at least "The Love of Jeanne Ney" (1928). But because this film is a keystone in cinema it is required watching. I did see a part of this film prior in a survey "The Story of Film: An Odyssey" (2011) by Mark Cousins.

The film is based on a short story by Hermann Sudermann. "This song of the Man and his Wife is of no place and every place; you might hear it anywhere and at any time."

A marriage is threatened when the husband (George O'Brien) allows himself to go astray after being lured by a woman (Margaret Livingston) from the city. There are a few tear jerker scenes after the Husband almost dispatches his Wife. He does not see the error of his ways until he thinks he has lost his wife (Janet Gaynor,) does he realize who he really loves? Yes. Who does he blame for his mishap? The "Woman from the City" for leading him astray, as it was not his fault.

I did like the scene in the photography studio where they look for the lost head.

You definitely want to listen to the voice over commentary by Cinematographer John Bailey as it adds worth to the viewing experience. The commentary points out the obvious that is not really that obvious. You discover that it was filmed at Lake Arrowhead. Also you bet a different prospective on Murnau's life story. John Bailey does not know where the `Amon Carter Museum" is located, but we can forgive him as he presents an excellent commentary.

The Story of Film: An Odyssey [5 DVDs] [UK Import]

New York to Hollywood: The Photography of Karl Struss
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am 30. Juni 2009
Wenn ein junger Mann nüchternen Zustands 90 Minuten seines kostbaren Lebens darauf verwendet, einen Film anzuschauen, der weder Farbe, noch vertonte Dialoge, geschweige denn verlustreiche Tortenschlachten verspricht, hat ihn wahrscheinlich jemand darum gebeten. Soetwas tut man - wenn keine Frau im Spiel ist - kaum aus freien Stücken. In meinem Fall war es ein Bekannter, der sich für die Geschichte der Academy Awards interessierte und in diesem Zusammenhang den ersten Oscar prämierten Streifen gesehen haben wollte. "Sunrise - A song of two human" gelang dies in der Kategorie "Bester Film" (Unique And Artistic Picture) 1929 zusammen mit "Wings". Ich leistete ihm Gesellschaft ...

"Sunrise" beginnt wie ein Märchen. Die Bilder einer kleinen, glücklichen Farmerfamilie wirken künstlerisch aufgesetzt, die ländliche Idylle beinahe vollkommen. Zwei glänzend gestriegelte Paradeochsen ziehen das alte Gespann über den kleinen Acker. Die Geschichte beginnt augenscheinlich mit einem Happy End, wäre da nicht die Dirne aus der Stadt, die aus der Affäre mit dem Herrn des Hofes mehr machen möchte und dafür nicht einmal vor Mord zurückschreckt. Ohne große Umschweife bittet sie den Bauern, seine Frau im See zu ertränken ...

Und wer hätte es gedacht, der Film ist überaus spannend. Bis zum Schluss bleibt er es, wenngleich schon der Name vermuten lässt, dass er wohl kaum in einer Tragödie endet. Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau überrascht unbewanderte Neulinge im Stummfilmgenre mit scheinbar modernen Effekten wie Überblendungen, Doppelbelichtungen und abgestuften Tönungen, die er selbst erstmals in "Sunrise" zum Einsatz brachte. Während ich mich fragte, warum das Ferkel wie ein Quietscheentchen klingt und Gesprochenes doch nur geschrieben wird, obgleich es eine Torspur gab, staunte ich über Bildmontagen, die ich für Bluescreen-Effekte hielt. Die jedoch tauchten erstmals 1966 in einem Film auf. Bemerkenswert: Der Film verzichtet fast gänzlich auf Zwiegespräche und kann trotzdem alles sagen. Es gibt nur wenig zu lesen, wodurch auch fremdsprachlich Minderbemittelte getrost zur englischen Originalversion greifen können. Das Meiste wird schlicht durch das darstellerische Talent von George O'Brien und Janet Gaynor sowie das Arrangement der Bilder erzählt. Er mit dem finsteren, angsteinflößenden Blick - sie mit den großen Kulleraugen und dem bezaubernden Lächeln.

So eindrucksvoll "Sunrise" in vielen Augenblicken auch scheint, so sehr hinkt er doch hier und da. Murnau erlaubt sich dramaturgische Talfahrten sondergleichen, die locker gut dreißig Minuten anhalten. Die slapstickartige Komik des Miteinanders der beiden Hauptdarsteller in der großen Stadt hingegen zauberte mir ein ums andere Mal ein Lächeln auf die Lippen. Es fällt trotz der Brisanz des Umstands schwer, nicht vor Lachen zu platzen, wenn die gerade dem Tod Entkommene sich nur schwer zwischen einem Stück frisch gebackenem Kuchen und dem Schmollen entscheiden kann und schließlich, die Zähne schon ins Gebäck geschlagen, doch noch in Tränen ausbricht. Infantil und einfältig inszeniert scheint vor allem der für die Handlung wenig bedeutsame Zwischenteil.

Bedauerlicherweise fehlt mir der Einblick ins ernst gemeinte Stummfilmensemble, so dass ich nur schwerlich Vergleiche zu anderen Werken ziehen und damit Kennern eine Empfehlung aussprechen kann. Weltoffene Filmliebhaber dürfen sich jedoch dazu ermuntert fühlen, mit "Sunrise - A song of two human" den Film auszuprobieren, der erstmals einen Oscar gewann - und sei es nur der Allgemeinbildung zuliebe. Ob ich dafür jedoch den aktuellen Preis zahlen würde, möchte ich glatt in Zweifel stellen.

Fazit: Fünf Sterne, weil er mich für einen Stummfilm tatsächlich berührt hat und merkbar mitreißen konnte. Drei Sterne, weil ich ihn nicht gegen eine meiner Star Wars-Kopien eintauschen würde. Macht ... Moment, drei und fünf sind acht, durch zwei ... vier Sterne. Gut betuchte Interessenten dürfen bedenkenlos zugreifen!
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am 1. Juni 2014
einfach schön ein Stummfilm - und dieser Klasse noch, lässt einen gebannt auf die Leinwand - äh, Mattscheibe starren und das Geschehen verfolgen. Ton würde da nur stören...
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am 6. Juni 2010
Ein wirklich toller Film in den es um nichts geringeres als die Liebe geht und das ohne viele Worte.

Der Film wird nicht durch öde Dialoge gestört, lediglich Orchestermusik dudelt mal fröhlich, mal melancholisch und bedrohlich nebenher.

An sich irgendwie ein romantischer Film. Es geht um einen Mann der die Liebe zu seiner Frau wiedererkennt, nachdem er sie eigentlich ertränken wollte um mit einer Anderen durchzubrennen.
Beide erleben einen romantisch-lustigen Tag mit einander und auch wenn so manchem Seher die Farbe im Film fehlen wird, wer verliebt ist schaut eh durch eine rosarote Brille also fällt das nicht auf. :)

Ein Film der in jede DVD-Sammlung gehört bei Menschen, die alte Filme deutscher Regisseuren mögen, auf Liebesfilme stehen, oder einfach eine Reise in die Vergangenheit erleben wollen.
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