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am 15. November 2005
"Mich zwingt keiner auf die Knie" lautet einer der älteren Karattitel, der neben "Schwanenkönig", "Sieben Brücken", oder "Der Blaue Planet" zu den größten Hits einer Gruppe wurde, die aus der ehemaligen DDR kam und anfang der Achziger Jahre auch in der BRD bekannt wurde. Dieser Song fehlte bei keinem der Karat-Konzerte. Er ist autobiographisch für Herbert Dreilich; er war ein Kämpfer und bewieß bis zuletzt, daß ihn keiner auf die Knie zwingen kann. Nach dem Fall der Mauer ereilte die Band ein Schicksal, das damals beinahe allen ehemaligen DDR-Bands traf. Durch die "Verwestlichung" der Musikbranche fand man kaum Abnehmer bei den Plattenfirmen im Westen, die Promotion lief nicht so recht, Karat spielten 1990 ein Konzert vor etwa nur 20 Besuchern; kaum jemanden schien zu interessieren, was Karat spielten.
1995 feierte man "20-Jahre-Karat", was so etwas wie ein Comeback der Gruppe war; in jeder Hinsicht. Es gab ein neues Album ("Die Geschenkte Stunde"), Martin Becker war als neuer Keyboarder zu Karat dazugestoßen und man konnte wieder Erfolge verbuchen.
So schien es gut zu laufen, bis im Herbst 1997 ein neuerlicher Schicksalsschlag erreichte. Kurz nach Veröffentlichung erlitt Herbert Dreilich bei einem Konzert einen Schlaganfall und war erstmal ein halbes Jahr weg vom Fenster. Doch schon 1998 ging Dreilich wieder auf die Bühne. "Der Ozean" vom Balance-Album wurde zu seinem Comeback-Hit.
Die nächsten Jahre liefen gut, es folgte 2000 das Jubiläumsalbum "Ich liebe jede Stunde", 2001 erschien das Livealbum zur Jubiläumstournee.
2003 ging Herbert mit dem Karat-Album "Licht Und Schatten" noch einmal auf Tournee. Für den Herbst 2003 war aufgrund der, nicht zuletzt durch den Kinofilm "Goodbye Lenin" ausgelösten "Ostalgie-Welle" eine Tournee mit "City" und den "Puhdys" geplant gewesen, doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Herbert erkrankte an Krebs und es wurden alle Termine abgesagt.
Von Krankheit schwer gezeichnet machte sich der Sänger noch mal an die Arbeit, ein neues Album zu schreiben, das Karat ende 2004 herausbringen sollten. Herbert gab bis zuletzt, was er konnte und nahm 2004 einige Demos auf. Letztendlich war sein Zustand jedoch völlig zusammengebrochen und er hatte durch die Chemotherapie auch nicht mehr die Kraft zu singen. Von ein paar seiner neuen Lieder gab es nicht einmal mehr Demos. Im Dezember 2004 erlag Herbert schließlich seiner Krankheit.
Nun liegen Herberts letzte Songs vor. Auf Cd 2 dieses neuen Doppelalbums. Die Gesangsstimme kommt von den Demospuren aus dem Jahr 2004, die Instrumente wurden 2005 (nicht von Karat, sondern von Musikern von Peter Maffay) neu aufgenommen und abgemischt. Bei 3 Songs, wo es keine Demos gab, oder bei solchen, wo Herberts Stimme schon zu schwach war, übernehmen andere Sänger Herberts Part (u.a. Peter Maffay und Thomas Natschinski, der selbst viele Jahre bei Karat spielte).
Mir geht es bei dieser neuen Produktion weniger um die Cd 1, die wieder einmal nur eine von zig Compilation-Cds darstellt, als vielmehr die Cd 2, mit komplett neuem Material und zwei älteren Titel im neuen Gewand. Dieses Album zeigt, wieviel Lebensmut und Zuversicht dieser Mann, der es gewußt hat, sich durch nichts und niemanden auf die Knie zwingen zu lassen, bis zuletzt gehabt hat. Daher kann ich diesem Doppel-Album nur 5 Sterne geben; einzig und allein wegen Cd 2.
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am 8. Oktober 2009
Zur CD1 braucht man nicht viel zu sagen, die Titel sind bekannt. Teilweise wurden hier auch einmal Songs verwendet, die sich auf anderen Best-Of's nicht befinden, unter anderem der seltene spanisch gesungene Titel "Ay, ay que verano". Einzig der Bonustrack "Schwanenkönig" in der Version der "Zillertaler Schürzenjäger" ist etwas fragwürdig gewählt, denn an das Original reicht das natürlich bei weitem nicht heran!
CD2 enthält die letzten Songs von Herbert Dreilich, die er teilweise noch selbst einsingen konnte. Die Musik hat hier natürlich eher Demo-Charakter, da sie nachträglich um Herbert Dreilichs Stimme "herumgebaut" wurde; es klingt weniger nach Karat, weil eben leider keine Karatmusiker bei der Einspielung teilnehmen konnten/durften. Nichts destotrotz sind einige wirklich sehr hörenswerte Lieder auf der CD enthalten. Fraglich ist allerdings die Anteilnahme von Petra Zieger, die hier einen der letzten Songs von Herbert Dreilich komplett eingesungen hat (weil Herbert den nicht mehr selbst einsingen konnte) und bei der Neuaufnahme von "Jede Stunde" mitwirkt. Ich frage mich manchmal, was Petra Zieger jemals mit Herbert Dreilich oder Karat zu tun hatte, zumal ihre Stimme eher deplatziert wirkt?! Hier hätte man doch einen anderen Interpreten wählen sollen.
Dennoch, abgesehen von diesen Mängeln, ein empfehlenswertes Album!

PS: Übrigens gibt es das Album in zwei Versionen; einmal in einem Pappschuber (eher einfach gehalten und leider ohne das Booklet) und im CD-Jewelcase (mit ausführlichem Booklet).
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am 20. April 2006
Der Schock saß tief, als ich vom Tode Herbert Dreilichs erfuhr.

Dieses Doppelalbum ist eine gelungene Wiederspiegelung seiner Arbeit, seiner Erfolge, seines musikalischen Schaffens. Alte Erfolge in der Urfassung, aber auch neu aufgemischt mit Hilfe der Schürzenjäger oder Peter Maffay sind zu hören. Ein Muss für jeden Karat-Fan...!!!
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am 13. April 2015
Alle guten Hits sind drauf, für echte KARAT-Fans ein Muss. Höhren die Musik oft rauf und runter. CD ist ihr Geld wert!
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am 31. März 2011
Bin ganz begeistert, und mußte mir die CD erstmal auf mein Mp3 ziehen.
War im letzten Jahr beim Karat-Konzert und war ebenfalls begeistert. Einige Titel sind
vielleicht etwas gewohnheitsbedürftig, aber mir gefällts!
Viel Spaß beim hören!!!
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am 27. Dezember 2012
Sehr gut produziertes Album . Klasse Songs. Teilweise mit der unglaublichen Maffay Band aufgenommen. Kann ich nur empfehlen. Ein muss für jeden Karat Fan.
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am 14. Oktober 2014
Eine Erinnerung an Herbert Dreilich, der der Gruppe Karat mit seiner Ausdruckskraft den I-Punkt aufsetzte, entstand 2005 mit dieser CD.
Sehr gute ansprechende Texte, jedoch fassbar für jeden, sind durch mal sanfte, mal rockige Musik hier auf dieser CD vereint. Sollte ich einen Lieblingstitel auswählen, würde es mir schwer fallen. Dennoch steht für mich der Albatros ganz weit oben. Es ist nicht nur ein Song, es ist ein musikalisches Meisterwerk. Sehr schön aufgemacht ist das Produkt, gediegen und doch ansprechend wie ein grüner seltener Edelstein. Unbedingt empfehlenswert!
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am 28. September 2008
karat heisst zeitlos, karat trägt durch höhen und tiefen, karat besticht durch qualität in musik und text, kurz, karat ist und bleibt immer gut.
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am 16. September 2013
War noch im 1976 als deutschlernender Ausslaender von Karat u.a.deutsche und deutsch-singenden Gruppen begeistert. Mit den Jahren hat sich dies nur bewaehrt! Die Mischung aus alt-deutsche Volkslieder, -motiven und Rock fassziniert bis heute - im Meer von langweiligen Komputerliedchen in elementaer-English gesungen...
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am 24. Juni 2009
Eine wunderschöne CD mit den besten Titeln aus dreißig Jahren Karat, ist für jeden Fan ein MUSS und ein Ohrenschmaus.
Das Beste an diesem Album ist die zweite CD, weil die letzten Titel von Herbert Dreilich eingespielt wurden. Teils sind sie noch von ihm gesungen und teils von langjährigen Freunden, wie z.B. Peter Maffay.
Sie tragen sein Erbe weiter und drücken die große Bewunderung zu diesem Menschen aus!
Dieses Album ist ein Meisterwerk!
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