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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 9 Jahre, 8. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Hex (Audio CD)
Nach 9 Jahren meldet sich Dylan Carlson, die Droneikone aus der vergangenen Grungeperiode, mit einem neuen Studioalbum zurück, das eine andere musikalische Richtung einschlägt, als die innovativen "earth 2" und "penta star" LPs der 90er Jahre.
Die ganz große Referenz dieses Albums stellt Jim Jarmuschs "Dead Man" und der dazugehörige Soundtrack Neal Youngs dar, der in jedem Song des Albums zitiert wird, ohne aber kopiert zu werden. Die Gitarrenwände der alten Alben, die sich komplett aus den ewig klingenden und schließlich ins Feedback umschlagenden Verzerrertönen speisten, sind verschwunden. An ihre Stelle tritt eine fragile Komposition aus Pedal Steel und Gitarre, die durch teilweise lange, klar schwingende Töne auf alte Zeiten referiert, den Droneaspekt aber völlig bei Seite läßt. Die lang anhaltenden Gitarrenanschläge verlieren sich mit Fortschreiten des Albums (bspw. in "Lens of Unrectified Night") ins Unendliche und schaffen so eine ganz eigentümlich Stimmung, die irgendwo zwischen sehnsuchtsvoller Traurigkeit und der Weite des mittleren Westens liegt. Das, von Carlsons Lebensgefährtin, gespielte Schlagzeug hält sich stetig im Hintergrund, ist aber trotz allem wuchtig abgemischt, so dass Bassdrum und Snare klar erkennbar und kraftvoll auftreten. Einzelne Stellen werden besonders durch klare Beckenschläge akzentuiert, ansonsten herrscht sehr langsames Ride- und Bassdrumspiel.
Die melancholische Atmosphäre, die ich mit dem stereotypen Bild des wilden Westens verbinde ( was nicht zuletzt daran liegt, dass Cover und Booklet des Albums diese (Schatten-)Welt mit Indianern, Aberglaube und Zerstörung direkt ansprechen ), wirkt oftmals düster, verzweifelt und mystisch, besitzt aber auch Stellen in denen sich fast hoffnungsvolle Melodien einschleichen ("An Inquest Concerning Teeth").
"Hex" ist die Weiterentwicklung eines begnadeten Musikers, der vor einem guten Jahrzehnt musikalische Extreme ausgelotet hat und nun die Musik dazu gebraucht extreme Stimmungen zu erzeugen. Sie passen sich wie selbstverständlich dem Land an, welches Dylan Carlson portraitiert. Die unglaubliche Weitläufigkeit der amerikanischen Natur spiegelt sich in diesem Album ebenso wieder, wie die Verlassenheit und Verzweiflung desjenigen, der ihr schutzlos ausgesetzt ist.
Gesamtspielzeit: 46 Minuten
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EARTH EARTH EARTH EARTH EARTH !!!!, 14. April 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Hex (Audio CD)
Diese Scheibe ist anders als alle anderen Earth Platten,bis jetzt!
Sicherlich wurde am Tempo nichts verändert,vielleicht sogar noch eine Ampulle Morphium mehr verabreicht,und auch ist es nicht mehr so verzerrt.
Jedoch ist diese melancholische,ruhige Soundlandschaft das beste was ich bis jetzt von dieser Formation gehört habe.
Man muss sich Zeit nehmen und darauf einlassen,nichts zum nebenbeihören.
Diese wunderbaren Gitarren und das dezente Schlagzeug im hintergrund formen dieses epische Werk zu einer fahrt durch die eigene Seelenlandschaft,hinab zu den Abgründen und,aber an einzelnen Stellen auch für einen kurzen Moment,hinauf in lichte Höhen-dann aber wieder schleunigst runter zu dem Ufer eines dreckigen Sees.
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