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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schubert in einer Sommernacht, 28. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schubert: Sinfonien (Complete) 4-CD (Audio CD)
Bei manchen Aufnahmen hat man das Gefühl, dass die Musik gerade jetzt beim Zuhören entsteht - als wäre man beim Konzert. Diese Einspielung der Sinfonien Schuberts gehören dazu.

Bilder sagen oft mehr als Worte : Stellen Sie sich einen warmen Sommerabend vor, an dem Sie sich in einer südlichen Freiluftarena auf ein Konzert freuen. Und dann kommen Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern und spielen voller Leichtigkeit und Hingabe.

Hier wird Schubert nicht als Pseudo-Beethoven dargeboten, sondern mit einer Freude, Kraft und Melodienseligkeit, die eher in Richtung Johann Strauss deutet. Muti und die Wiener interpretieren Schubert nicht, sondern musizieren ihn ! Besonders gut tut dies den - sonst eher stiefmütterlich behandelten - ersten Sinfonien. Hier leuchten sie auf als musikalische Kostbarkeiten.

Die Wiener Philharmoniker - die ja als eigenwilliges und für Dirigenten manchmal schwieriges Orchester bekannt sind - verbinden sich hier mit Riccardo Muti zu einer seltenen Einheit. Weiters erstaunt der warme und und fein gezeichnete Klang (bei einer CD keine Selbstverständlichkeit).

Technische Informationen zum Schluss : diese Gesamtaufnahme wurde digital zwischen 1988 und 1993 eingespielt und ursprünglich von EMI als Normalpreisausgabe herausgebracht. (Das einzig "Billige" an dieser preisgünstigen Neuauflage ist die Covergestaltung - bitte sich davon nicht abhalten zulassen.)

Kurz zusammengefasst : Eine großartige Aufnahme zu einem sagenhaft günstigen Preis, die man sich nicht entgehen lassen sollte !
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht die großen Sternstunden, aber ein sehr faires Angebot, vor allem für Einsteiger, 22. Juli 2010
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schubert: Sinfonien (Complete) 4-CD (Audio CD)
Franz Schubert wird ja häufig vor allem als Liederkomponist, vielleicht auch noch als Autor von Soloklavier- und Kammermusik wahrgenommen. Doch so wenig ich seine Leistungen in diesem Bereich schmälern möchte: für mich ist er vor allem der Komponist von 7 exquisiten Symphonien und einem herrlichen Symphoniefragment. Diese bilden den Kern der hier zu besprechenden CD-Box von Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern.

Für Freunde kurzer Rezensionen das Gesamtfazit vorweg: ein schönes Box-Set im traditionellen Großorchesterstil. Gute bis sehr gute Aufnahmen, wenn auch keine herausragenden. Angesichts des Preises für Einsteiger absolut empfehlenswert. Für Kenner der Symphonien (ich meine jetzt nicht echte Experten, sonst dürfte ich selbst nicht mitreden), die nach besonders guten Aufnahmen suchen finde ich dieses Set hingegen eher verzichtbar.

Vorweg die "Rosamunde": Die Ouvertüre zu Rosamunde gerät Muti etwas zu pathetisch im langsamen Teil und etwas zu wenig verspielt im schnelleren. Wenn ich daRoger Norrington mit dem RSO Stuttgart des SWR höre klingt das einfach viel belebter. Aber man kann es sich sehr gut anhören, eine ordentliche Einspielung. Die restliche Musik zu Rosamunde kenne ich zu wenig um wirklich etwas sagen zu können. Sie gefällt mir hier aber gut.

1. Symphonie: Der erste Satz ist hier sehr schön. So sehr ich die Vertreter der historischen Aufführungspraxis mit ihren akzentuierten, kraft- und temperamentvollen Ansätzen schätze, so muss ich doch auch sagen, dass bei diesen der erste Satz manchmal auch etwas abgehackt klingt. Da ist der etwas weichere Ansatz Mutis durchaus eine wichtige, wohltuende Alternative.
Der zweite Satz ist sehr zahm und klingt mir persönlich zu "altmodisch" mit dem ineinanderfließenden, undeutlichen Streicherklang und dem sehr gemächlichen Tempo.

Das Menuett ist schön gelungen. Etwas klarer und transparenter wäre wünschenswert gewesen, aber vor allem im Vergleich mit anderen Großorchestern wie der Staatskapelle Dresden (Blomstedt) oder gar den Berliner Philharmonikern (Karajan) ist dieses doch ordentlich zügige Menuett eine Wohltat.

Das Finale ist ebenfalls sehr ordentlich.

Insgesamt mit Ausnahme des ersten Satzes ziehe ich kleinere Ensembles, die sich an der historischen Aufführungspraxis orientieren mit ihrer klarer artikulierten, transparenteren und spritzigeren Spielweise vor. Allen voran hier: Frans Brüggen mit dem Orchestra of the 18th century. Aber diese Aufnahme ist richtig gut gelungen und eine sehr gute Alternative, falls Sie eh schon wissen, dass Ihnen die Spielweise der Orchester der historischen Aufführungspraxis nicht zusagt.

2. Symphonie:
Die 2. Symphonie ist in den ersten beiden Sätzen ganz hervorragend gelungen. Adäquates Tempo, schönes Klangbild, gute Phrasierung, solide Transparenz, nichts zu kritisieren. Das Menuett ist hingegen absolut misslungen: dröhnend und bleiern verschleppt. Das Finale ist wieder sehr gut, die Holzbläser, insbesondere die Flöten hätte ich gerne noch etwas klarer gehabt, aber ansonsten richtig gut! Meine Lieblingsaufnahme auch hier: Brüggen! Für Freunde des traditionellen Stils ist das hier eine prima Alternative!

3. Symphonie:
Mutis guter Freund Carlos Kleiber hat bei der Dritten aus dem gleichen Orchester noch mehr an Transparenz und vor allem an Temperament herausgeholt. So wunderschön wie bei Kleiber ist das Klarinettenspiel auf dieser Aufnahme nicht. Auch die Tempi sind mir eine Idee zu konservativ. Aber dennoch: eine sehr gute Aufnahme. An Kleiber heranzureichen ist für meinen Geschmack bei der dritten Schubert doch eine fast unlösbare Aufgabe, an der auch andere gescheitert sind.

4. Symphonie "Die Tragische": Ein erster Satz, der nahezu keine Wünsche offen lässt, ein etwas zu gemächlicher zweiter Satz, ein deutlich zu langsames, etwas dumpf klingendes Menuett und ein Schlusssatz, bei dem das Klangbild insgesamt nicht ganz optimal ist. Die Streicher klingen in diesem Finale eine Idee zu flehend, Bläser und Streicher fügen sich nicht ganz optimal ineinander.
Dennoch: insgesamt auch eine sehr ordentliche Vierte. Mein Favorit auch hier: Frans Brüggen. Alternative: Herbert Blomstedt mit der Staatskapelle Dresden

5. Symphonie:
Der erste Satz der 5. Symphonie ist gut gelungen. Das Tempo ist adäquat, das Klangbild schön. Eine Prise mehr Transparenz wäre gut gewesen. Die Streicher der Wiener Philharmoniker überdecken doch so manches Detail. Es ist insgesamt nicht überragend, was Muti hier bietet, aber richtig gut. Das gilt auch für die übrigen Sätze. Das Finale ist vielleicht eine Idee zu langsam und bedächtig, aber auch nicht wirklich verschleppt. Solide Leistung bei der Fünften, aber nicht herausragend. Mein Favorit (Andras Schiff mit dem Philharmonia Orchestra) ist zur Zeit meines Wissens nicht zu bekommen. Deswegen empfehle ich: Sir Charles Mackerras mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment

6. Symphonie "Kleine C-Dur": Da ich Brüggens Tempo gewohnt bin erscheint mir Mutis Tempo im Allegro-Teil des ersten Satzes sehr hoch. Ziehe ich mehrere Interpreten zu Rate ist wohl eher Brüggens Interpretation überraschend getragen. Bei Muti stört mich weniger das Tempo, dafür fehlen mir wie bei der Zweiten die Holzbläser, die doch ziemlich im Hintergrund spielen. Das Allegro ist auch etwas abgehackt phrasiert. Der zweite Satz ist nahezu optimal. Im dritten Satz gefällt mir der Trio-Teil sehr gut. Der Menuett-Teil verträgt die schrilleren und dichteren Streicher der Wiener nicht so gut und wieder sind mir die Flöten zu leise.

Das Finale der "kleinen C-Dur" verdient extra Erwähnung. Okay, auch hier sind Flöten und Oboen etwas leise, aber davon abgesehen finde ich das ganz ausgzeichnet, was hier gespielt wird. Hohes Grundtempo, das zum Schluss hin leider nicht mehr gesteigert wird. Ansonsten viel Kraft und Feuer! Hervorragend!

Favorit: Brüggen. Alternative: diese hier!

7. Symphonie (früher 8.) "Die Unvollendete":
Eine sehr schön gelungene "Unvollendete" im romantischen Stil. Es fehlen mir ein wenig die Abgründe, die Kleiber so schön herausarbeitet. Das Tempo ist recht niedrig, allerdings nicht wirklich verschleppt. Ich mag Thomas Dausgaards sehr zügige Interpretation sehr gerne und an Carlos Kleibers Einspielung kommt keiner vorbei. Aber was Sie hier geboten bekommen ist solide gemacht und klingt richtig Klasse!
Favoriten: Carlos Kleiber (Link siehe oben) und Thomas Dausgaard mit dem Schwedischen Kammerorchester!

8. Symphonie (früher 9.) "Die Große C-Dur":
Schuberts größtes Meisterwerk liegt in so unzähligen Aufnahmen vor, dass es schwierig ist hier im vordersten Vorderfeld zu landen. Für meinen Geschmack gelingt Muti das hier nicht, wenngleich es eine sehr ordentliche, gut anhörbare Große C-Dur ist. Was mir fehlt ist in allen Sätzen eine kleine Prise Temperament, aber das ist nicht mein Hauptproblem. Es mag ein Mangel der Aufnahme sein, aber wie schon bei anderen Symphonien dieses Box-Sets fehl es an Transparenz. Je nach Stelle gehen wahlweise die Posaunen, die Flöten, die Hörner, Trompeten oder die Klarinetten im allgemeinen Orchestergetöse unter. Es sind einfach zu viele Details, die untergehen. Der Gesamtklang ist mir auch ein wenig zu düster.
Klingt jetzt vielleicht, als sei diese Aufnahme richtig schlecht. Das ist sie nicht, es geht halt noch deutlich besser.

Meine Favoriten: Berliner Philharmoniker unter Karajan, Leonard Bernstein mit dem Concertgebouw Orchestra und Roger Norrington (Link siehe oben!).

Fazit: schönes Box-Set im traditionellen Großorchesterstil. Gute bis sehr gute Aufnahmen, wenn auch keine herausragenden. Für Einsteiger empfehlenswert. Wer besonders gute Aufnahmen sucht kann meines Erachtens auf dieses Set verzichten.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesang und das Wandermotiv wunderbar umgesetzt, 11. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Schubert: Sinfonien (Complete) 4-CD (Audio CD)
Nach den Aufnahmen von Harnoncourt und Menuhin, habe ich diese von Muti gehört. Die Feinheit, mit der er Schubert behandelt, ihn auf seiner Wanderschaft begleitet ist wundervoll. Alles was Schubert vermitteln will, hier ein Bachlauf, dort ein Rauschen, die Dankbarkeit der Natur gegenüber kommt hier zum tragen. Für mich eine geglückte Hochzeit zwischen den Wienern Philharmonikern und Ricardo Muti
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5.0 von 5 Sternen ALLE Sinfonien Schuberts in sehr guter Einspielung der Wiener Philharmoniker, 29. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Schubert: Sinfonien (Complete) 4-CD (Audio CD)
Schubert ist ganz unbestritten führend auf dem Gebiet des Kunstlieds: er ist derart untrennbar mit diesem Kunstlied-Begriff verbunden, so dass z.B. "le lied" als Terminus Eingang in andere Sprachen fand.
So sehr, dass man einige andere Bereiche seines Schaffens kaum wahrnimmt.
Schuberts Sinfonien?
Ach ja, die "Unvollendete" ... und sonst? War das was?

Die "Unvollendete" wird zu Recht an die Seite der Beethoven-, der späten Mozart-, der Tschaikowsky- und Brahms-Sinfonien gestellt.
Sie ist der Inbegriff dramatischer und ganz unmittelbar tief zu Herzen gehender Sinfonik überhaupt.
Die 9.Sinfonie ist auch ebenfalls zumindest noch einigermaßen populär.
(Eingeschoben sie hier als ein kleiner Kritikpunkt, dass man leider dieses - zugegebenermaßen recht umfangreiche - Werk auf 2 CDs verteilte.)

Alle Sinfonien außer der "Unvollendeten" und eben dieser letzten fristen also ein Schattendasein, was man absolut nicht nachvollziehen kann, wenn man diese Werke erst einmal gehört hat!
Schubert schrieb die ersten fünf Sinfonien im Alter von 16 bis 19 (!) Jahren.
So jung er beim Niederschreiben war, so lange ließ das erstmalige Erklingen auf sich warten: einige der Sinfonien wurden tatsächlich 7 Jahrzehnte (!) nach Vollendung der Komposition erstmalig gespielt.
Schubert hat nicht eines dieser Werke jemals selbst zu Gehör bekommen - das teilt er mit Mozart, der seine 3 letzten (und wohl auch besten Sinfonien) nach heutigem Kenntnisstand niemals hörte.

Diese in so frühen Lebensjahren entstandenen Sinfonien sind sehr eingängig, nicht aber billig oder plakativ komponiert.
Vielleicht ein wenig an Mozart erinnernd, also oft melodisch wunderschön und elegant, jedoch schon eigenständig und keine Machwerke des Eklektizismus. :-)

Zu den Wiener Philharmonikern muss man eigentlich nichts mehr schreiben, da es in vielen Rankings zu den führenden drei (wenn nicht gar als das erste) Orchestern der Welt gezählt wird.
Einmal mehr wird prachtvoll und mit Hingabe musiziert.
Wie kommt es dann zustande, dass die Gesamteinspielung der Sinfonien derart preiswert zu haben ist?
Nun, es ist eine der vielen Rechteübernahmen der Firma "Brilliant Classics": in diesem Fall von EMI.
Im "Brilliant Classics"-Katalog sind somit oft erstklassige und hochkarätige Einspielungen zu finden.
Leider - und so auch hier - lassen die häufig sehr schlimmen Cover nicht den Inhalt vermuten und auch das Booklet ist nur in englisch verfasst, bringt aber profund einige sehr interessante Fakten.

Summa summarum kann man schon ehrlichen Herzens diese CD-Box empfehlen, die einem die fantastischen Sinfonien Schuberts - und zwar alle, auch die raren frühen Werke - in Aufnahmen der Wiener Pilharmoniker nahebringen.
(Die zusätzlich enthaltene "Rosamunde"-Musik interessiert mich weniger.)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Schubert mit genialen CDŽs, 25. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schubert: Sinfonien (Complete) 4-CD (Audio CD)
Alles bestens!
Super Orchester mit einem Spitzendirigenten
auf gut klingenden CDŽs. Die Musik ist sowieso genial,
und der Preis für diese Spitzenleistung wirklich sehr günstig.
(ok,bei der großen Symphonie muss man einmal aufstehen und die CD wechseln).
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