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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doku über einen Hoffnungsträger
Nein nein, keine Angst, hier schreibt kein durchgeknallter Dylan Fan, der unkritisch alles unterschreiben würde, was der Meister sagt. Hier schreibt jemand, der normalerweise aus einer ganz anderen Musikrichtung kommt, die DVD mal ausgeliehen hat, von einem Dylan Fan. (Sorry an meinen Kumpel, aber Du bist genau der, den ich oben beschrieb ;-)
Ich hätte nie...
Am 18. November 2005 veröffentlicht

versus
18 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen GÃÃÃÃÃÃÃHHHHN . . . und am Ende trotzdem toll.
Da macht also mein Lieblingsregisseur eine Doku ueber meinen Lieblingssänger. A perfect match ... sollte man meinen.
Leider erwies sich NO DIRECTION HOME jedoch als recht zwiespältiges Vergnügen.
Gerade TEIL1 hat demjenigen, der sich ein bisschen mit Popgeschichte auskennt wenig zu bieten. Ein pausbäckiger Junge trampt nach New York,...
Veröffentlicht am 11. November 2005 von fontanaw


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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doku über einen Hoffnungsträger, 18. November 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Nein nein, keine Angst, hier schreibt kein durchgeknallter Dylan Fan, der unkritisch alles unterschreiben würde, was der Meister sagt. Hier schreibt jemand, der normalerweise aus einer ganz anderen Musikrichtung kommt, die DVD mal ausgeliehen hat, von einem Dylan Fan. (Sorry an meinen Kumpel, aber Du bist genau der, den ich oben beschrieb ;-)
Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals eine Bob Dylan DVD Rezension schreiben würde. Seine Musik kenne ich, die Bedeutung seiner Person war mir jedoch noch schleierhaft.
Diese DVD haut in einem schön verpackten Style so viele Infos raus, dass ich nun locker in einer Hardcore-Dylan Fangruppe mitschwatzen könnte. Mich erinnerte der Style etwas an die tollen BBC Reportagen bei denen komplexe Themen auf den Punkt gebracht und behutsam präsentiert werden.
Was gibt’s zu sehen?
Insgesamt wird der Weg seiner musikalischen Karriere skizziert. Angefangen dort, wo er mit seiner Familie aufwuchs, einer eher schnöden Gegend, die nicht viele kulturelle Perspektiven bot. Er zog raus ins Land und schrieb einen Song nach dem anderen. Immer wenn er von einem neuen Style gepackt war, zog er sich ein Stück von dem heraus und setzte es mit seinen eigenen Rhythmen und Worten in seine eigene Version um.
Da ich nicht zu Dylans Generation gehöre und mir vielleicht auch eine Lücke im historischen Wissen klafft, wusste ich auch nicht, dass Dylan eine Rolle beim Kampf für die Gleichstellung von Farbigen gespielt hat.
Das Bonusmaterial :
Hier kommen die Musik-Fans voll auf ihre Kosten, denke ich:
''Blowin' in the Wind'' - live im TV: Maerz 1963
''Girl of the North Country'' - TV-Beitrag aus Kanada: Feb. 1964
''Man of Constant Sorrow'' - live im TV: Maerz 1964
''Mr. Tambourine Man'' - Newport Folk Festival: Juli, 1964
''Love Minus Tweo/ No Limit'' - London: Mai, 1965
''Like a Rolling Stone'' - live in Liverpool: Mai, 1966
''One Too Many Mornings'' - live in Liverpool: Mai, 1966
Nicht verwendeter Promotionspot fuer ''Positively 4th Street''
''I can't leave her behind'' - Entstehung im Hotelzimmer, Glasgow: Mai, 1966
Ich habe gehört, dass Bob Dylan einfach nicht in sein Privatleben blicken lässt, wer dies jetzt auf DVD erwartet, der wird enttäuscht sein.
Das Portrait Bob Dylans ist auf die Jahre 1963 – 1966 fokussiert.
Für mich wars interessant zu sehen, wie ein Musiker, der offensichtlich so viel zu sagen hat, dies auch tut, aber eben nicht im gewöhnlichen Gespräch sondern mit seiner Musik.
Bob Dylan ist ein sinnlicher Mensch, der keine Interpretationen den Menschen mundgerecht serviert, sondern es einfach hinnimmt, dass jeder einen Kopf zu denken hat.
Fazit: Ein persönliches Dokument über Bob Dylan, in zeitgeschichtlichem Zusammenhang, das nicht persönlich ist.
Hier spricht der neue Dylan Fan:).
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner Abend, 13. Januar 2006
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Freunde eingeladen, Bilder von der Wand genommen, Beamer gestartet, sieben Lautsprecher ausgerichtet, Food & Beverage & Sonstiges bereitgestellt – es konnte losgehen, 204 Minuten Nostalgie.
Fans neigen dazu, ihren Helden auch Schrott zu verzeihen. Dennoch hätte mich eine temporäre Depression befallen, wenn der Film meine hohen Erwartungen nicht erfüllt hätte. Zum Glück hat er die sogar übertroffen. Und da unter den Zuschauern auch zwei Dylan-Laien auf die Wand starrten und begeistert waren, muss wohl etwas dran sein. Martin Scorsese schaffte tatsächlich ein kleines Meisterwerk. Auswahl, Schnitt, Rhythmus und Distanzgefühl waren seine wichtigsten Werkzeuge. Und so wurde der Film eben nicht nur eine Hommage an Bob Dylan, sondern auch ein phantastisches Stück bildhafter Kulturgeschichte. Und wenn nach diesem Film noch jemand der Meinung ist, Dylan könne nicht singen, sei kein Poet und kein originaler Musiker, dann muss es sich um einen Kunstbanausen handeln. An Scorsese kann es nicht liegen.
Mein Fazit. Ein Genuss – nicht für Dylan-Fans.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man zum Mythos wird..., 4. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Auch für Nicht-Dylaner höchst aufschlussreicher Film. Einerseits kann man die Entwicklung der musikalischen Genialität verfolgen. Andererseits wie Dylan politisch vereinnahmt wird und zur Ikone einer Generation gerät. Seinem Ehrgeiz zur Karriere mag dieses Recht sein, seinem künstlerischen Egoismus ist dieses egal. Menschlich gibt er sich wenig Mühe sympathisch rüber zu kommen, geht aber auch nicht in irgendeine Rolle (Rebellenpose wie die Stones). Höchstens die Heimatlosigkeit und die lonely rider Attitüde verkörpert er, jedoch so authentisch, dass man sie ihm abnimmt. Sein Stil in Konzerten kaum mit dem Publikum zu reden, sondern einfach nur zu spielen und später in einer Never-Ending-Tour die Welt mehrfach zu umrunden scheinen deshalb völlig stimmig. Seine Idealisierung ist nicht seine Sache.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...und immer noch dazu gelernt..., 22. Juli 2006
Von 
H. Bodo Sauceda (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Als Dylan-Verehrer der ersten Stunde (Ich besitze seit 1963 seine erste CBS-Aufnahme, der sich auch die DVD ausführlich widmet), glaubte ich, fast alles, was über Bob Dylan veröffentlicht wurde, zu wissen. Ein grandioser Irrtum. Hier bekommt der Kenner noch derartig viel Hintergrundinformationen über die frühen Jahre, dass sich das bisher gespeicherte Wissen als recht oberflächlich darstellt. Von den 200 Minuten Länge dieser DVD ist nicht eine einzige davon verschenkt. Durch Bob Dylans eigenen und einzigartigen Kommentare über diese, seine jungen Jahre, gewinnt das Werk eine einzigartige Authenzität. Auch die Erinnerungen seiner damaligen Wegbegleiter wie die großartige, heute fast vergessene Maria Muldauer, Joan Baez, Peter, Paul and Marie, Allan Ginsberg, Bob Neuwith, Liam Clancy von den Clancy Brothers, Odetta, The Staple Singers und so viele mehr, lassen Bob Dylan und seinen Einfluss auf die international aufkommende Jugendrevolte der frühen 60er in einem neuen Licht erscheinen.

Ich habe mir diese DVD in einem Rutsch angeschaut und die reichlich drei Stunden sind im Fluge vergangen. Mit offenem Mund habe ich den Erzählungen und natürlich den zum Teil unveröffentlichten Musikaufnahmen gelauscht und nicht bemerkt, wie die Zeit vergeht. Ich fühlte mich zum Teil in meine frühe Jugend zurück versetzt und hätte mir gut und gerne noch einmal soviel anschauen können. Hoffentlich wird es eine Fortsetzung dieser Autobiographie geben, die sich dann mit den Jahren nach seinem Motorradunfall und den daraus resultierenden acht Jahre Tourpause befasst. Für alle Bob Dylan Anhänger ist diese DVD ein absolutes Muss!!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Song and Dance Man, 6. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Vom Altmeister des amerikanischen Kinos kommt diese nicht nur für eingefleischte Dylanologen packende Dokumentation: ein filmisches Jigsaw Puzzle allererster Güte, spannend von der ersten bis zur letzten Minute.

Scorsese's Affinität zur Musik ist hinlänglich bekannt durch die Realisierung des »Last Waltz« oder durch seine Beiträge zur »The Blues«-Serie. Was im Falle Dylan geboten wird, ist eine fesselnde Mischung aus Kalter-Krieg-Geschichtsunterricht gepaart mit soziokultureller Bürgerrechtsbewegungs- bis Swinging-Sixties-Dokumentation, aufgereiht an jener Perlenkette der Metamorphose des pausbäckigen Teenagers Robert Zimmermann vom Woody Guthrie transformierenden Folkie hin zum hippen Bandrocker, dessen wilde Mähne mit der Heugabel gekämmt zu sein schien.

Kompetente Zeitzeugen erster Güte kommentieren eloquent jenen Weg raus aus dem Kaff Hibbing über Greenwich Village und ein skandalös elektrisiertes Newport (Sideman Mike Bloomfield malträtiert die Telecaster, als ob der Klapperschlangen häuten will) bis hin auf die Bühne der ehrwürdigen Royal Albert Hall.

Sehenswert überdies ob der zahlreich perfekt eingeschnittenen rotzfrechen Interviews und Kommentare des sich immer wieder selbst neu erfindenden »Song and Dance Man«.

Scorsese läßt »No Direction Home« geschickt mit der legendären 66er Tournee bzw. dem Motorradunfall wenig später enden und der Betrachter eilt hochadrenalisiert zum per Flatrate angebundenen Rechner, umgehend den passenden Soundtrack »The Bootleg Series Vol. 4/Bob Dylan Live 1966« ordernd.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchweg überzeugend, 30. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Bob Dylan ist unzweifelhaft eine Musik-Legende. Doch obwohl seine Musik allgegenwärtig zu sein scheint, bleibt der Mensch Bob Dylan weiterhin ein kleines Rätsel. Über all die Jahre ist es ihm immer relativ gut gelungen, sein Privatleben privat zu halten. Er schirmt sich von der Außenwelt ab, und versucht lästigen Interviews so weit wie möglich zu entfliehen.
Nach über 40 Jahren erhalten wir nun schon zum zweiten Mal ein paar genauere Informationen über einzelne Phasen seines Lebens. Angefangen mit seiner Autobiografie vor gut einem Jahr, fortgesetzt nun mit dieser Dokumentation von Martin Scorsese. Während sich die Autobiografie „Chronicles Volume 1" in erster Linie dem Anfang seiner Karriere, der Zeit um 1969 sowie der Entstehung des 1989 erschienenen Albums „Oh mercy" widmete, konzentriert sich Scorseses Dokumentation ausschließlich auf den Anfang seiner Karriere.
Der Film beginnt, chronologisch korrekt, in Dylans Heimat Hibbing, Minnesota. Bob Dylan selbst beschreibt diese Kleinstadt in den 50er Jahren, und wie er, unmittelbar nachdem er seinen High School Abschluss gemacht hat, nach New York aufgebrochen ist um Musiker zu werden. Auf der Zeit als junger Musiker in New York liegt, wie auch in „Chronicles", der erste Schwerpunkt. Die Zeit von seiner Entdeckung um 1960 bis zu seinem Motorradunfall 1966, oftmals als die kreativsten Jahre in Dylans Karriere bezeichnet, bilden den zweiten, etwas längeren Teil des Films.
Bob Dylans Entwicklung in den behandelten Jahren wird anhand Erzählungen von Zeitzeugen, Freunden und Vertrauten Dylans, beschrieben. Dylan selbst kommentiert mit Aussagen aus einem Interview aus dem Jahr 2000 (Damals das erste gefilmte Interview seit 20 Jahren) die einzelnen zeitlichen Abschnitte und Ereignisse. Aus den Jahren als Bar-Musiker in New York erzählen beispielsweise Dave van Ronk oder Allen Ginsberg. Über die Jahre Anfang der 60er erzählen unter anderem Joan Baez, Pete Seeger, Al Kooper oder Maria Muldaur, alles selbst Folk-Größen der damaligen Zeit.
Diese Erzählungen der einzelnen Personen werden untermalt mit Bildern und Videomaterial.
Da diese Jahre auch in „Chronicles" behandelt werden, werden die Leser der Autobiografie das hier Erzählte schon kennen. Dennoch bietet der Film einiges, was den Weg in das Buch nicht fand. Alleine schon aufgrund der unterschiedlichen Erzählperspektiven. Des Weiteren ist der Film aber auch eine sehr gute Ergänzung zum Buch, da man die Personen und Orte, von denen Dylan schreibt, hier auch einmal selbst sehen und hören kann.
Martin Scorsese hatte für diesen Film über 10 Stunden Videomaterial zur Verfügung. Bei seiner Auswahl des Materials für den Film, konzentrierte er sich ganz klar auf das, was Dylans Entwicklung als Musiker dokumentierte. Alles, was darüber hinausging, sei es privates oder Material für die Klatschspalte, wurde weggelassen. Es blieben dreieinhalb Stunden Material, dass den Sänger und Songwriter Bob Dylan eindrucksvoll dokumentiert. Die Musiker, die ihn inspirierten und beeinflussten werden beleuchtet, allen voran natürlich sein Idol Woody Guthrie. Es wird dargestellt, wie die Öffentlichkeit auf ihn reagierte. Die Überwältigung und Faszination seiner Texte zu Anfang, und die Enttäuschung und die Verachtung später, als er mit elektrischer Gitarre und Band auftrat, und damit dem „echten, reinen Folk" eine Absage erteilte. Sehr ausführlich wird sich mit Dylans Rolle in der Protestbewegung der 60er Jahre beschäftigt. Bob Dylan wurde durch seine zeitgenössischen Texte schnell zu einem Führer dieser Bewegung geredet und geschrieben, obwohl er selbst damit eigentlich gar nichts am Hut hatte, und nicht einmal an einem Protest teilnahm. Da er auch heute noch als der Vorzeige-Rebell und Hippie der 60er Jahre gilt, ist dieser Teil der Dokumentation sehr wichtig, und bestimmt für viele auch erleuchtend, oder natürlich enttäuschend.
Was sich über die komplette Entwicklung immer wieder zeigt, sei es durch Interviews mit Dylan aus der Zeit, oder durch die Erzählungen von Freunden, ist das Bob Dylan immer nur das gemacht hat, was er wollte, und was er für richtig hielt. Er war nie Teil einer Bewegung, und er war nie Teil einer Gruppe oder gar Masse. Er war immer nur der Folk-Musiker Bob Dylan der über das schrieb und sang, was er fühlte, und was ihn kümmerte. Das ist vielleicht das Wichtigste, was Bob Dylan in dieser Zeit ausmachte, und das ist es, was der Film eindrucksvoll darstellt.
„No direction home" ist die erste wirklich brauchbare Dokumentation über Bob Dylan. Noch nie zuvor gab es einen so ausführlichen Film über seine Entwicklung als junger Musiker, der vor allem komplett auf Aussagen von Dylan selbst und ihm nahe stehenden Personen beruht. Die Informationen kommen aus erster Hand, und auf Gerüchte und Vermutungen wird dadurch komplett verzichtet. Dafür sorgte nicht zuletzt Bob Dylan persönlich, der an der Entstehung der Dokumentation direkt beteiligt war.
Das aus zwei DVDs bestehende Set bietet, neben der Dokumentation, acht komplette Live-Songs in, in anbetracht des Alters der Aufnahmen, sehr guter Bild- und Klangqualität, sowie vier Live-Songs mit Gesangspartnern. Dazu gibt es einen nicht verwendeten Promotion-Spot für die Single „Positively 4th street". Die Live-Sequenzen, die während der Dokumentation immer wieder eingespielt werden, sind außerdem vom Hauptmenü aus auch direkt anwählbar.
Die Audiospur ist englisch in 5.1 Dolby-Digital Kodierung, was gerade die Live-Szenen noch besser zur Geltung bringt. Als Untertitel sind neben deutsch und englisch noch 22 weitere Sprachen verfügbar.
Insgesamt überzeugt „No direction home" also nicht nur als Dokumentation, auch die Präsentation im Doppel-DVD Set ist durchweg überzeugend.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Early Bob - Die "Jugendjahre eines Genies" (1941-1966), 18. November 2005
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
No direction home...legendäre Zeile, aus einem der legendärsten Songs aller Zeiten: "Like a rolling stone" (kurz LARS), so also auch, der Titel der Doku Martin Scorsesees über Bob Dylan. Richtiger über den jungen Bob Dylan, von einem der auszog um die Welt kennenzulernen (und sie dabei schwer erschütterte), über den Typen der der gefeierte Poet des RocknRolls war und immer noch ist, der Film zeigt warum. Der Film zeigt, wie Bob Dylan mit Hilfe seiner elektrischen Gitarre und seiner Band, den Folk in ein Rockkostüm zwingt (der Newport-Auftritt von 1965) und zeigt auch stellenweise einen jungen Mann, dem alles zuviel wird, der bedrogt seine Konzerte abfeiert, ruhelos um die Welt jettet und letztendlich doch wieder nur nach Hause und Ruhe haben will.
Ein beeindruckender Film, wenn auch viel über mehr oder weniger bekannte Photos läuft, allein schon der Interviews wegen. Dylan ist lustig, erzählt viel. Natürlich nichts weltbewegendes, trotzdem erhält man ein erstes Mal eine Ahnung von der Sicht der Dinge aus seiner Perspektive, worüber bisher nur vermutet werden konnte.
Das bewegte Filmmaterial, ist schön mitanzugucken, teilweise wirklich noch nie gesehenes (zumindest in der Qualität nicht) z.B der legendäre "JUDAS-RUF" von Manchester im Jahre 1966.
Viele Zeitgenossen kommen zu Wort, z.B. Joan Baez, Pete Seeger, Alan Ginsberg (auch wenn der schon fast zehn Jahre tot ist), Al Kooper und viele andere. Als Bob Dylan Fan kommt man an diesem DVD-SET nicht vorbei, einem Ottonormal-Dylanfan (jene Leute die auf die Konzerte gehen, auf "Blowin in the Wind" oder "Times they are in a changin" warten und hinterher enttäuscht sind, dass er es nicht spielt)lässt es nochmal das Herz aufglühen und nützlich wäre die DVD vor allem im Musikunterricht. Denn Bob Dylan ist der Beethoven bzw Mozart des 20.Jahrhunderts, und was gäben viele Lehrer für eine Film-Doku über das Leben dieser Musiker? Jetzt ist die Chance da...
Die DVD bietet, eine unglaubliche Möglichkeit in der Materie: "Dylan" den Einstieg zu finden, und macht manchem Ahnungslosen klar, warum manche Leute tausende Dylan CDs zuhause lagern, nervös seine Tourneen verfolgen und noch viele "bekloppte" Sachen mehr machen.
Um es mit George Harrison (einem guten Freund Dylans) zu sagen: "500 years from now on, he will be still THE man."
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierendes Portrait, 12. November 2005
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Martin Scorsese zeichnet Dylans Weg von der Kindheit in Hibbing Minnesota über seine Folkjahre im Greenwich Village bis zu den von wütenden Fanprotesten begleiteten Auftritten 1966 in England mit The Band.
Mit schier unglaublicher Materialfülle wird diese Entwicklung nachgezeichnet.
Scorsese verwendet reichlich bisher unbekanntes Foto-, Ton- und Filmmaterial:
- Einflüsse (Woody Guthrie, Hank Williams, Gene Vincent, Odetta...)
- Zeitdokumente ( Hibbing in den 50ern, Folk und Beat Poetry im Greenwich Village, Rassenunruhen, Dylan Fans in Aufruhr...)
- Unveröffentlichtes Dylan Material: Studio- und Liveaufnahmen, Pressekonferenzen u. ä.. Besonders erhellend sind die dokumentierten Auftritte beim Newport Folk Festival (1963: Durchbruch; 1964: Heilsbringer; 1965: Verräter)
- Aktuelle Interviews mit Joan Baez, Pete Seeger, Allen Ginsberg u.v.a.
- Dylan selbst kommentiert in bisher unbekannter Offenheit die Geschehnisse
Fazit: Der dreieinhalbstündige Film vermittelt sehr spannend diese wechselhaften Jahre. Besonders beeindruckend wird nachvollziehbar gemacht, wie ausgebrannt Bob Dylan 1966 war.
Ein Motorradunfall beendete diese Phase und Dylan ging erst 1974 wieder auf Tour.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr geht (fast) nicht, 14. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Habe die DVD bei amazon.uk bestellt und bin begeistert. Hätte nicht gedacht, dass es von Bob Dylan so viele Filmaufnahmen aus den 60igern in dieser Bildqualität gibt. Der Film ist eine Kompositions aus Konzertaufnahmen, Interviews, Backstageszenen und Aufnahmen aus dem Amerika der 60iger Jahre. Als Don't Look Back plus Zeitzeugen Kommentar. lDie Interwievsegmente mit Dylan (gefilmt bereits vor fast 5 Jahren) sind mehr oder weniger aufschlußreich, aber dafür immer amüsant. Was seine Mitstreiter zu erzählen haben, hat einen höheren Infowert. Nur Al Koopers Story wie er sich in die Sessions zu Like a Rolling Stone schlich, hat man als Dylan-Freund ein oder zwei Mal zu oft gehört. Privates über Dylan, Geschichten über Drogenexzesse oder ähnlich brisantes Material kommt nicht vor. Die 3,5 Stunden Dokumentation feiert eine Legende. Das relativ unkritisch, aber soviel gibt es an Dylan ja auch nicht herumzumakeln. Als Bonus sind noch mehrere Live-Songs auf Disc 2 in voller Länge und ein Promofilm für den Song Postiv.4th Street (ein Zusammenschnitt von Konzertszenen unterlegt mit Aussagen von Fans über Bob Dylan. Insgesamt eine Klasse DVD, die man als Dylan Fan haben muss und von der man als Nicht Dylan Fan noch etwas lernen kann.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen essentielle dylan archäologie, 24. November 2005
Rezension bezieht sich auf: No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] (DVD)
Für Dylan-Fans ist Weihnachten bereits im November. Nach dem grossartigen Soundtrack von Martin Scorseses Portrait des alten Meisters in seinen Wunderjahren 1961-66, als die Welt mit seinen Entwicklungen kaum Schritt halten konnte (siehe Kritik in NOW# 41), ist nun auch die DVD erhältlich. Für No Direction Home (Paramount) wurden faszinierende Zeitdokumente ausgebuddelt, die - nach mühsamer Restaurierung – nun in überraschend toller Bild- und Tonqualität eine 3½-stündige Dokumentation ergeben, welche ein einmaliges Bild von Dylans Weg von Protestsong zum Rock’n’Roll zeichen. Das Material reicht von frühen akustischen Auftritten, darunter einer bei Martin Luther Kings berühmter „I Have A Dream“ Rede, über den ersten legendären elektrischen am Newport Folk Festival mit der Butterfield Blues Band (an der Gitarre der grosse Mike Bloomfield), bis zu Dylans stürmischen Englandauftritten 1966 mit The Band, als das Publikum auf seine Wandlung mit Enttäuschung, Zorn und Verzweiflung reagierte, Dylan und Band ausbuhte und mit „Judas!“-Rufen bedachte (was zu Dylans berühmter „Play fucking loud!“ Anweisung an Robbie Robertson und seine anderen Begleiter führte). Scorsese, der beriets den legendären Abschied von The Band („The Last Waltz“, 1978), filmte, zeigt zusätzlich Ausschnitte aus D.A. Pennebakers „Don’t Look Back“ (Dylan in England) Film und aus Andy Warhols Dylan-Screentest, höchst amusante Interviews mit perplexen Reportern und Fans sowie, allzu kurz, Dylan am Piano mit dem (nicht nur von ihm) hochverehrten Johnny Cash. Dazwischen gibt es aber auch jede Menge erhellende Interviews mit Weggefährten wie Pete Seeger Joan Baez, Allen Ginsberg, Al Kooper (besonders unterhaltsam) und, nicht zuletzt, solche mit dem Meister selbst, der sich nach seinen schriftlichen Chronicles nun bereits zum zweiten Mal unerwartet offen über seine Vergangenheit auslässt, dabei aber genug Lücken lässt, um Dylan-Fans und Forschern noch Jahrzehntelang weiterrätseln zu lassen. Als Bonus enthält die DVD noch 7 weitere komplette Songmitschnitte (darunter eine phantastische Version von „Like A Rolling Stone“) die im Film selbst nicht zu sehen waren. Von der historischen Bedeutung her die wichtigste Musik-DVD des Jahres und ein Muss nicht nur für Dylan-Fanatiker sondern auch für alle, die einen Zeitraum portraitiert sehen wollen, der die Geschichte der Rockmusik singulär mitzuformen half, mit Auswirkungen, die bis heute anhalten. Essentiell.
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No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs]
No Direction Home: Bob Dylan [2 DVDs] von Bob Dylan (DVD - 2005)
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