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Kundenrezensionen

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am 1. November 2006
Interessant, wie einheitlich dieser Film in der deutschen Öffentlichkeit als bösartige Satire auf den US-amerikanischen Waffenfetischismus wahrgenommen wurde. Natürlich kann man ihn so sehen. Daß Regie und Drehbuch von zwei europäischen Intellektuellen verantwortet werden, die klar aus der linksliberalen Ecke kommen, legt das auf den ersten Blick sowieso nahe.

Mann kann "Dear Wendy" aber auch ganz anders lesen. Denn genauer betrachtet sagt der Film nirgends eindeutig und unmißverständlich, daß er der Meinung ist, die Liebe zu Waffen würde ausschließlich zu Unglück und Verderben führen. Im Gegenteil, den Kids, die hier einer seltsamen Vernarrtheit anheimfallen, geht es seitdem und bis zuletzt deutlich besser als zuvor - sie erobern sich ihren Platz in der Welt, sie fühlen sich endlich im Einklang mit sich selbst und sogar glücklich. Und, ohne zu spoilern: Das Leben an sich muß nicht für jeden zwingend automatisch der höchste aller Werte sein. Für manche ist es vielleicht wichtiger, sich nicht mehr wie ein Loser zu fühlen - egal, was das in der Konsequenz bedeuten kann. So gesehen, kann man also in jedem Fall eine gewisse Ambivalenz ausmachen bzw. durchaus sogar leise Anklänge von Heroisierung, wenn man will.

Für mich aber stellt "Dear Wendy" im Kern etwas ganz anderes dar als eine wie auch immer geartete Auseinandersetzung mit dem Thema Waffen. Diese ist in meinen Augen eigentlich nur Aufhänger für eine Geschichte über die bedingungslose Liebe zu einer Sache, die dem eigenen Leben einen Sinn gibt. Für die man bereit ist, alles zu tun. Also eine Geschichte über Idealismus, Träume, Glauben und Hoffnung - Themen, die fast automatisch in einen Film über Jugendliche münden müssen, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen und mit dem krassen Widerspruch zwischen großen Gefühlen und trister Realität konfrontiert werden. So ist es auch kein Zufall, daß die Protagonisten von "Dear Wendy" ihrer Gang ausgerechnet den Namen "Dandies" geben, daß "Das Bildnis des Dorian Gray" eine gewisse Rolle spielt, daß Oscar Wilde ihrem Selbstverständnis (und ihren "Uniformen") ganz offensichtlich Pate stand. Es geht für sie in einem hohen Maße um das Finden eines eigenen Stils, um die Abgrenzung von anderen - gerade der "erwachsenen" Welt mit ihren Normen und Regeln; um das endlich erwachende Gefühl der eigenen Wertigkeit, um einen Kampf gegen Mäßigung und Normalität, sprich: gegen das Älterwerden und Sich Anpassen.

Das ist ein sehr romantisches Themenfeld, ein grimmig leidenschaftliches - und dazu passen Waffen inhaltlich nun mal sehr gut. Natürlich bietet dieser Aufhänger aber auch, gerade in seiner grotesken Übersteigerung, ein sehr hohes Potential für eine Handlung, die in weiten Teilen fast bizarr anmutet - wenn man sie wörtlich nimmt. Aber egal, ob man das tut, oder sie nur als Metapher für Komplexeres betrachtet: sie entwickelt ausreichend ungewöhnliche Situationen und amüsante Dialoge, um dem Film per se schon einen hohen Unterhaltungswert zu verleihen. Dabei spielt das Thema Pazifismus, dem sich die "Dandies" ja angeblich verschrieben haben, aber kaum eine nennenswerte Rolle. Etwaige Gewissenskonflikte, wie sie bei der Kombination "friedliebende Menschen/Waffenvernarrtheit" ja eigentlich zahlreich auftreten müßten, werden kaum thematisiert bzw. sind nur für ein paar Lacher gut. Letztlich gewinnt man den Eindruck, die Kids nennen sich nur Pazifisten, weil sie gar nicht genau wissen, was das ist, es aber gut klingt - und bereits eine erste Stufe der Abgrenzung von anderen, von der sie umgebenden Gesellschaft ermöglicht.

Gestalterisch überzeugt "Dear Wendy" nicht nur durch einige unerwartet eingesetzte Stilbrüche, sondern insbesondere auch durch den Einsatz einer Erzählerstimme, die uns einerseits tiefer hereinzieht in die Handlung, in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten, und andererseits durch ihren Tonfall, durch den lyrischen Charakter des Vorgetragenen den poetischen, romantischen Eindruck des Films noch verstärkt. Wenn auch die eine oder andere Figur vielleicht noch ein wenig detaillierter hätte gezeichnet werden können, überzeugt "Dear Wendy" insgesamt aber doch ebenfalls auf dieser Ebene, wozu die hervorragenden schauspielerischen Leistungen natürlich ihren Teil beitragen. Das einzige, was ich zu kritisieren habe, sind ein paar kleinere Längen im Aufbau des Films. Gerade in der Mitte zieht es sich manchmal ein bißchen, aber diese Phase ist schnell wieder vorbei.

"Dear Wendy" ist ein sehr ungewöhnlicher Film mit einer sehr ungewöhnlichen Handlung. Ganz gleich, ob man diese Handlung nun wörtlich nimmt, ob man sie als Vehikel zum Transport bestimmter Botschaften sieht oder als Hülle, in der die ganz großen Themen manifestiert werden: sie macht nachdenklich, sie unterhält, sie ist durch und durch originell. Und das macht "Dear Wendy" im Zusammenspiel mit einer genauso "eigenen" Inszenierung zu einem ganz besonderen Erlebnis - auch, wenn einigen Zuschauern vermutlich ein wenig Tempo und "Action" fehlen wird. Für mich aber mindestens acht von 10 Punkten wert.

Daß man den Film übrigens nicht unbedingt einfach platt als Anklage gegen Waffen sehen sollte (oder gar als moralisch entrüstete Amerika-Kritik?!), legt noch etwas anderes nahe als die mitunter durchaus ästhetisierte Darstellung ihres Gebrauchs und auch der Konsequenzen ihres Gebrauchs. Gleichfalls nämlich lassen diverse Aussagen von Thomas Vinterberg (TV) und Lars von Trier (LVT) darauf schließen, daß bezüglich dieses Themas eine zumindest ambivalente Position vertreten wird. Ich zitiere mal aus dem Presseheft: LVT: "Es ist egal, worin du dich vertiefst, du bist gezwungen, darin irgendeine Art von Schönheit zu entdecken. Die Schönheit im Detail, denn die moralische Seite davon ist etwas ganz anderes." TV: "Lars hat recht, wenn er behauptet, dass Waffen faszinierende und erstaunliche Instrumente sind. ... Wo ich aufgewachsen bin, waren Waffen ein Symbol des Bösen, aber es ist eben nur ein Ding, das man richtig oder falsch benutzen kann."
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am 20. November 2011
Ich war mir eigentlich totsicher, dass dieser Film von den Amazon-Usern total verrissen wird, aber scheinbar erkennen auch hier die meisten eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt im Allgemeinen und mit Amerika im Speziellen in diesem - nunja - Trash-Action-Drama.

Klar, die Story ist nicht für voll zu nehmen, die Symbolik dahinter zählt. Schon verstanden, dann würde auch nicht mehr ins Gewicht fallen, dass diese kleine amerikanische Minenstadt und ihre Figuren total überzeichnet und mit unrealistischen Hintergründen (Es scheint z.B. keinerlei Elternhäuser in dieser Stadt zu geben und allgemein leben in dieser Stadt scheinbar nicht mehr als 20 Leute, die sich aber kaum kennen) ausgestattet sind. Ich könnte mir sogar vorstellen, wenn Von Trier diesen Film im Stile eines Theaters (wie z.B. Dogville) und somit ohne Anspruch auf einen realistischen Anstrich gedreht hätte, wäre diese Erzählweise sogar erfolgreich gewesen. Aber so wirkt der Film einfach nur konfus und unrund und so als hätte Vinterberg den Von Trier-Skript schlichtweg nicht verstanden. Sorry, aber die Szene in der eine alte schwarze Frau, die kaum mehr sprechen kann, 3 Meter (!) vor ihrem Haus einen Polizisten mit einer abgesägten Schrotflinte erschießt...Dazu sag ich nichts mehr.

Aber auch der Herr "Ich bin ein Nazi"-Von Trier muss sich an seine Nase fassen, denn diese Gewalt-Pazifismus-Antithese geht von Anfang an nicht auf. Vielmehr wirken sämtliche Charaktere wie Psychopathen, deren unverständliche Vorgehensweisen am Ende keine klare Intention zulassen. Ich weiß nicht, welche Zielgruppe dieser Film ansprechen soll. Action-Fans werden zu wenig Blut bemängeln, Trash-Fans werden ihn zu wenig trashig finden und Zuschauer, die sich durch die durch die Dogma95-Bewegung einen besonders realistischen Film erwarten - wie gesagt: Schwarze Oma mit abgesägter Schrotflinte.

Das einzig gute an dem Film ist, dass man Alison Pills Titten sieht.
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am 5. Oktober 2007
Dieser FIlm ist fast schon ein Meisterwerk. Der schnitt, die Musik, und diese fantastischen Schauspieler, ein wahrer genuss. Wer diesen FIlm als langweillig bezeichnet, ist wohl der typische Rambo gucker. Haupsache Action bloss nicht nachdenken. Dieser Film ist Tragisch wie auch Fröhlich, er ist eine Mischung zwischen Drama und Abenteuerfilm. Ich kann nur sagen unbedingt anschauen
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am 2. Oktober 2006
Was passiert, wenn Jugendliche mit Perspektivlosigkeit und ohne vernünftige Hobbies ins Leben starten? Meistens genau das: hinter ihren sonst jugendhaften Treiben steigt das Gewaltpotenzial unsichtbar an – und damit auch die Problem. Eben das inszeniert „Dear Wendy“ auf einfühlsame, erschreckende Weise; da freut man sich für die Kids, wenn sie sich in der Freizeit scheinbar sinnvoll beschäftigen können und erst zum Schluss wird das wahre Ausmaß einer kleinen psychopathischen Gang sichtbar, wobei alle Personen charakterreich und tiefgründig durch bekannte Darsteller wie Chris Owen, gespielt wurden.

Der Film regt zum diskutieren an – über Waffegesetzte, Faszination Waffe, Angst und nicht zu letzt über die „Bedrohung“ durch jugendliche Cracks. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf die USA gelegt werden, denn dieses Syndrom ist global vorhanden.

Man muss sich bereits während des Films mit der Thematik auseinandersetzen, sonst wirkt dieser an einigen Stellen ziemlich langweilig bzw. langatmig. Doch all in all kann ich sagen, dass „Dear Wendy“ ein höchst interessanter Film, nicht nur für Drama - Fans, ist!
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am 11. Juni 2014
5,99 verprasst, kann passieren. Auf eine zugegeben etwas flapsige Anfrage kam eine noch flapsigere Antwort aber keine Ware. Vielleicht ein Einzelfall, weiß ich nicht.
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am 8. Mai 2006
Not bad, aber "Its All About Love", der auch von Thomas Vinterberg stammte, war deutlich besser. Der Film schafft zwar eine gewisse Atmosphäre, kann aber die Einsamkeit und den Rückzug der Hauptfiguren in ihre eigene imaginäre Welt nicht wirklich überzeugend vermitteln, die Handlung wirkt dadurch etwas schleppend und holprig und das Ende kommt dann doch ziemlich aufgesetzt und nicht gerade überzeugend. Schade, es hätte ein wirklich guter Film werden können. Drei Sterne gibts eigentlich nur weils von Thomas Vinterberg ist und ich "Its All About Love" einfach unglaublich klasse fand.
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am 25. August 2007
Von mir bekommt leider der Film nur 2 Sterne, ich finde er ist sehr schlecht aufgemacht, sehr wenig Blut bei Schuss wunden (wenn nicht sogar gar keins) und zum Schluss noch ein dummes geballer ( wo sich jeder von denen quarsie erschießen lässt, ohne irgend wie in Deckung zu gehen, total lächerlich) wegen einer dummen alten Oma (die mal ebbend mitten auf der Straße eine shot gun aus der Handtasche zieht, wo man ihr nur helfen wollte)lol !!!!!!
Das einzige was ich an diesem Film gut finde das ist der sehr gute Soundtrack (aber der wird ja nicht bewertet)

Ps: schaut euch diesen Film lieber nicht an, 90m. lange weile und nur Aufregung! Ich würde nur zu dem Soundtrack raten den der ist ein Genuss!

Gruß Marvin
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