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54
4,9 von 5 Sternen
Das Phantom der Oper
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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. September 2006
Nachdem meine VHS-Kaufkassette nun doch schon ziemlich abgedudelt war, habe ich mir nun mit großer Freude die doch erst sehr spät erschienene DVD gekauft.

Diese Verfilmung mit Charles Dance als Phantom und Burt Lancaster als Carrière ist die schönste Version der uralten Geschichte des Phantoms der Oper, wenn sie auch mitunter frappierend von Gaston Leroux'Romanvorlage abweicht. So ist von der Handlung im Roman eigentlich nicht viel mehr als das Gerüst der Liebesgeschichte Christine / Raoul (der hier übrigens Philippe heißt) / Phantom übrig geblieben.

Charles Dance gelingt es in seiner Darstellung als Phantom, der Rolle einige neue Züge abzugewinnen, sein Erik ist nicht nur ein Freak und rasender Maniac, sondern hat auch seine zärtlichen und liebevollen Seiten und ist mitunter auch ein sehr witziger Zyniker. Im Gegensatz zu Schumachers Musicalverfilmung, in der das Phantom ziemlich schnell vom zärtlichen Liebenden zum rasenden Irren wird, der seine Christine einfach nur besitzen will, nimmt man Charles Dance wirklich ab, daß sein Phantom Christine liebt und - wenn auch ziemlich spät - einsieht, daß er sie gehen lassen muß, um ihr Leben nicht zu zerstören.

Teri Polo als Christine wirkt mitunter ein wenig blass, dennoch nimmt man ihr durchaus die Wandlung vom kleinen, unscheinbaren Hascherl zur selbstbewußten jungen Frau ab, die sich gegen ihren Mentor aufzulehnen beginnt, obwohl sie weiß, daß der sie abgöttisch liebt.

Brut Lancaster als scheidender Operndirektor und Charles Dance als Phantom spielen sich mitunter genüßlich die Bälle zu und haben einige der besten Dialoge des ganzen Films. Über seine darstellerischen Leistungen brauche ich wohl kein Wort mehr zu verlieren; Burt Lancaster war nicht zu Unrecht einer der ganz Großen in Hollywood.

Der eigentliche Star dieses Films ist jedoch die Pariser Oper, in der -sozusagen an Originalschauplätzen- gedreht wurde. Abgesehen von dem häßlichen Deckengemälde Marc Chagalls (jawoll!) verleiht dieser wunderbare Ort dem Film eine herrliche Atmospähre und eine Authentizität, wie sie wohl im nachgebauten Studio nicht zu erreichen gewesen wäre (vgl. auch hier die Musicalverfilmung).

Die Musikauswahl des Films ist ebenfalls als durch die Bank weg gelungen zu betrachten. Die Betonung der Oper "Faust" führt den Film wieder ein wenig näher an seine literarische Vorlage heran, in dem "Faust" von Gounod ja auch eine wichtige Rolle spielt. Aber auch die für den Film komponierte Musik ist sehr schön und fügt sich sehr gut in die Handlung ein.

Leider hat dieser Film aber auch einige Schwachstellen, so nerven mitunter die Szenen mit Ian Richardson als neuem Operndirektor Cholet, der zwar wunderbar rüberbringt, daß er eigentlich keine Ahnung von Oper hat, aber seine Figur als Comic Relief wirkt doch leider ein wenig klamaukig. Auch Andrea Ferréol als Carlotta ist zwar eine wunderbare Intrigantin, als Wahnsinnige nervt sie leider nur. Adam Storke als Raoul/Philippe ist leider zu schön, um so etwas wie Charisma zu entwickeln, so daß man sich schon fragt, was Christine eigentlich an diesem gelackten Schnösel findet. Auch seine Wandlung vom Filou zum treuen Liebhaber Christines wirkt leider nicht wirklich glaubhaft, vielleicht hätte man dem Charakter einfach ein wenig mehr Raum zur Darstellung und Entfaltung geben müssen. Die Rückblenden im Weichzeichner über die Liebesgeschichte von Eriks Eltern wirkt eher wie aus einem Davis Hamilton-Film, hier hätte ein wenig Dramatik und Leidenschaft durchaus sein dürfen, womit der Film ja sonst nicht geizt.

Das Bonusmaterial fällt leider sehr dürftig aus (lediglich ein paar Texttafeln), da es sich hier aber auch um eine TV-Produktion handelt, darf man vielleicht auch nicht allzu viel verlangen.

Dennoch ist diese Phantom-Verfilmung mehr als sehenswert und sicherlich ein Muss für jeden Fan.
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45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Dezember 2006
Endlich, endlich, endlich - gibt es diesen fantastischen Film auf DVD. Es hat ja wirklich lange genug gedauert. Ich habe den Film, als er als Zweiteiler im Fernsehen ausgestrahlt wurde, nur durch Zufall gesehen und zum Glück auch auf Video aufgenommen. Diese Kassette hatte ich bisher wie einen Schatz gehütet und mindestens ein dutzend Mal gesehen.

Der Film verändert die Geschichte des Originalromans von Gaston Leroux zwar sehr (die gesamte Lebensgeschichte Erics wird verändert), aber dennoch ist das nicht weiter schlimm, denn die Geschichte wird sehr gut verpackt, auch mit der fantastischen Darstellung Buton Lancasters, der als Vater Erics die Romanfigur des Persers quasi ersetzt. Der gesamte Film hat eine ganz eigene Ausstrahlung, was bestimmt auch daran liegt, dass hier in der Original Pariser Oper gedreht wurde. Das gibt dem Film ein ganz eigenes Flair. Und was ich vor allem an diesem Film so liebe, sind die Gesangseinlagen. Hier haben die Produzenten gut daran getan, professionelle Opernstimmen einzusetzen. Und was für Stimmen! Durch die Kerkerszene am Schluß mit den beiden unglaublich guten Stimmen (Erics und Christines) wurde ich zum Fan der Faust-Oper Gounods. Ich kann nur jedem empfehlen: Kaufen kaufen, kaufen - man wird es nicht bereuen!
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Januar 2007
Ich kann mich all den begeisterten Menschen hier nur anschließen. Ich habe meine Videokassette verborgt und sie ist nie wieder zurückgekommen. Ich habe mich sehr geärgert darüber und war soooooooooo froh, das ich hier diese DVD gefunden habe. All die Musik und die großen Gefühle die dadurch erweckt werden, sind unübertrefflich hier dargestellt. Ich habe auch den Roman, der wirklichen Geschichte des Phantom verschlungen, all das kehr wieder beim ansehen und hören dieses Filmes.....ein Jammer, das solche Ereignisse nur ein einziges Mal zu sehen sind im Fernsehen und meist nur durch Zufall entdeckt werden, weil sie dann auf den dritten Programmen laufen, wie dieser auf BR.......danke für diese Freude und ja 10 Sterne hätte das verdient.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juni 2001
Eine Flut von Tönen, eine Wunderwelt, in der man sich ein Leben vorstellen kann.... eine Liebe, die dem Zuschauer keinen Moment verborgen bleibt, sogar auf ihn übergeht....
Nicht nur die Liebe zwischen Eric und Christine beeindruckt in diesem Film, sondern auch die liebevoll gestalteten Kulissen, die wunderbare Musik - und es fehlt keineswegs an Humor ! Besucht man die Pariser Oper, nachdem man den Film gesehen hat, sieht man sie mit ganz neuen Augen: instinktiv sucht man jeden Schatten zu bemerken, das Betreten der großen Marmortreppe ist etwas ganz Besonderes. Und wenn man vor der Tür von Loge 5 steht, ist das Gefühl, daß hier etwas Geheimnisvolles passiert sein muß, nicht mehr leugnen.
Für den brillianten Komponisten Eric beginnt mit Christines Anwesenheit in seiner Oper die glücklichste - und auch tragischste Zeit seines Lebens. Seine Liebe zur Musik verbindet sich mit der Liebe zu Christines Gesang. Er beschützt sie vor hinterhältigen Anschlägen der eifersüchtigen Diva "La Carlotta", macht sie mit seiner eigenen Welt vertraut - und ist nicht der Einzige, in dem sie tiefe Gefühle und Erinnerungen weckt....
Eric ist das Wesentliche, nach dem viele Menschen vergeblich suchen, schon lange bewußt: Es zählt die innere Schönheit eines Menschen; eine bestimmte Person getroffen zu haben, kann das ganze Leben - lebenswert machen ! Dieser Film lehrt uns eines: keine Maske zu tragen bei den Menschen, die wir lieben !
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Dezember 2005
Es würde zu weit führen wollte ich erzählen was ich damals, als ich diesen Film rein zufällig im TV gesehen habe, angestellt habe, um ihn auf Video zu bekommen...allein das würde ein kleines Buch füllen.
Aber ich habe es geschafft!
Dieser Film ist so wunderschön und liebevoll gemacht, man muß ihn gesehen haben, um den Zauber zu begreifen.
Gut, an das Buch hält er sich nicht im Geringsten, aber das kann ich in diesem Fall verzeihen(sonst bin ich da immer äußerst kritisch):-)
Durch diese Verfilmung habe ich meine (unbegründete) Ablehnung zur Oper verloren, der Funke der Faszination ist auf mich übergesprungen, was nicht zuletzt an den gut ausgesuchten Stücken lag. Tausend Dank an denjenigen, der diese CD veröffentlicht hat.
Ich werde sie, wie bislang meine VHS-Kasette, hüten wie einen Schatz (diejenigen, denen ich den Film ausgeliehen hatte, wissen was ich meine;-))
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2006
Seit über 16 Jahren suche ich diesen fantastischen Film und nun gibt es eine DVD, ich konnte mein Glück nicht fassen! Es ist wirklich schade, dass es nur ein einziges Mal ausgestrahlt wurde. Ein besseres "Phantom" gibt es für mich nicht! Und es ist einer der wenigen Filme, der mich auf diese Art und Weise bewegt (ich brauche jedes Mal bergeweise Taschentücher!). Ich finde, "Das Phantom der Oper" ist eine sehr gelungene Mischung aus Witz, Gefühl, Spannung und Dramatik. An und für sich hätte es 10 von 5 Sternen verdient. Einfach super!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Oktober 2000
Dieser Film, der im Fernsehen als Zweiteiler gezeigt wurde, ist das meistgesehene Video in meiner Sammlung. Die Geschichte: In der Pariser Oper lebt in den Katakomben ein mißgestalteter Mensch, der sich mit einer Maske vor seinem Spiegelbild schützt und vor den Augen der Menschen versteckt. Um sich einige Privilegien an der Oper sichern zu können, schaffte er die Legende vom Phantom. An die Pariser Oper kommt eine talentierte Sängerin, in die sich Eric, so sein Name, verliebt, weil ihn ihre Stimme an seine Mutter erinnert. Er fördert sie, weil er selbst ein begnadeter Musiker ist. Als Christine einem Komplott einer eifersüchtigen vollkommen untalentierten Sängerin und Gattin des Operndirektors zum Opfer fällt, nimmt Eric sie hinab in sein Reich.
Das Umfeld: Wer diesen Film und auch die klassische Opernmusik liebt, will unter allen Umständen eine Oper in diesem Opernhaus miterleben. Die Ausstattung ist genial.
Ein Hörgenuß ist das Duett zwischen Christine und Eric. Dieses ist die schönste und gefühlvollste Verfilmung des Themas "Phantom der Oper". Für Fans von Charles Dance ist das Video ein Muß.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2008
Hintergründe zum Film:
Diese 177 minütige Version der Geschichte des sagenumwobenen Phantoms der Pariser Oper ist eine, 1990 erstmals ausgestrahlte, zweiteilige TV-Miniserie. Sie hält sich nur lose an die Erzählung des gleichnamigen, 1910 veröffentlichten, Romans von Gaston Leroux. Der Film ist eine europäische Gemeinschaftsproduktion von Frankreich, Amerika, Deutschland, Österreich und Italien. Regie führte der bekannte Tony Richardson, der sich schon 1962 mit dem Film ,Tod in Hollywood` mit Rod Steiger einen Namen machte. Der Streifen wurde 1990 mit zwei Emmys ausgezeichnet: Für die Kategorien ,Hairstyling sowie Künstlerische Leitung. Zwei weitere ,Golden Globe` Nominierungen folgten für ,Beste Mini-Serie oder TV-Film und Burt Lancaster für den besten Hauptdarsteller.
John Addison schuf die herrliche und ins Gemüt fließende Filmmusik, die von der Ungarischen Staatsoper eingespielt wurde. Dieser talentierte Komponist schuf schon die Filmmusik zu dem britischen Streifen: ,Der Angriff der Leichten Brigade` aus dem Jahre 1967, wo ebenfalls Tony Richardson Regie geführt hatte. Von Charles Gounods ,Faust`, Guiseppe Verdis ,La Traviata` und Vincenzo Bellinis ,Norma` sind Teile einiger Arien zu genießen, wobei Faust der Schwerpunkt ist. Für den Gesang wurden Opernsänger eingesetzt, die die Schauspieler doubelten, was den Film zu einem besonderen Ohrenschmaus macht und ihn auch in künstlerische Höhen hinaufhebt. Michele Lagrange singt für Teri Polo/Christine, Gérard Garino singt für Charles Dance/das Phantom und Helia T'Hezan für Andréa Ferréol/Carlotta.
Diese Adaption unterscheidet sich in einigen Punkten von dem Roman oder dem Musical von Sir Andrew Lloyd Webber, sie basiert in erster Linie auf dem Theaterstück von Arthur L. Kopit. Das Phantom, welches oft böse oder hinterhältig dargestellt wird, bekommt hier etwas weichere, menschlichere Züge. Es hat Gründe für seine Wut, die in der traurigen Kindheit liegen. Dies ist zwar auch bei Buch und Musical der Fall, hier ist jedoch einfach die Situation eine andere. Eric begehrt Christine nicht nur, sondern liebt sie wirklich, was ihn sehr verletzlich macht. Aber es gibt noch andere Unterschiede, die ich hier nicht anführen möchte, da sonst der Inhalt zu sehr offenbar werden würde. Dies ist jedenfalls die einzige Adaption, die am Originalschauplatz - in den ,Heiligen Hallen` der Pariser Oper Garnier - gedreht wurde.

Die Schauspieler:
Für mich gab es zwei Schauspieler, die den Film getragen haben, alle anderen verschwanden ein wenig dahinter. Ein großartiger Burt Lancaster spielte hier die tragische Rolle des ehemaligen Operndirektors Gerard Carrière, der ein trauriges Geheimnis hat. Es war seine vorletzte Rolle, die er mit seinem bekannten Charisma darstellte. Burt Lancaster war einer der ganz großen alten Schauspieler Hollywoods und verstarb am 21. Okt. 1994. Er spielte in unzähligen bekannten Filmen, u. A. auch in ,Local Hero`, wo er schon mal mit Charles Dance zusammen vor der Kamera stand. Diese beiden Schauspieler haben im Phantom der Oper die berührendsten und auch besten Szenen und Dialoge miteinander.
Charles Dance als Eric/Phantom, brachte eine Meisterleistung in Ausdruck und Gestaltung des geheimnisvollen unterirdischen Bewohners der Pariser Oper. Selten habe ich ausdrucksstärkere Augen gesehen, als bei diesem fast 1,90m großen, wandlungsfähigen britischen Schauspieler. (Diese faszinierenden Augen habe ich gerade vor kurzer Zeit auch in der ITV-Miniserie ,Rebecca`, in der er Maxime De Winter spielte, zutiefst bewundert.) Charles Dance gelingt es mühelos, dem Phantom ein besonderes Flair, einsame Traurigkeit, brennende Liebe, gewaltätiger Hass und tiefes Unglück einzuhauchen. Er erweckt diese besondere Figur zu einem einzigartigen Leben, nur auf Grund seines umwerfenden Blickes, seiner Körperhaltung und seiner Gesten. Ist schon eigenartig, wenn man nur Augen und Mund eines Menschen sieht, wie leblos ein solches Gesicht erscheint. Charles Dance hat es in einmaliger Weise fertig gebracht die Figur schmerzhaft begehrenswert und tiefgründig darzustellen, jede Gefühlsregung drückt er mit seinen überaus sprechenden Augen aus!
Teri Polo spielt Christine hier sehr einfühlsam. Man sieht ihr gerne zu und genießt ihre innige Darstellung. Sie ist eine junge amerikanische Schauspielerin, die neben ihren vielen TV Auftritten auch einige Ausflüge ins Mainstreamkino gemacht hat. Ian Richardson und Andréa Ferréol spielen das Ehepaar Cholet, die die Leitung des Opernhauses nach Gerard Carrière übernehmen. Andréa Ferréol spielt etwas nervig, die bösartige, nicht abtreten wollende, alternde Operndiva La Carlotta.
Sehr gut fand ich noch Jean-Pierre Cassel als Inspector Ledoux.

Meine Gedanken und ein Fazit:
Mag sich der Film vielleicht einiger Klischees bedienen, so kann man sich doch ungehindert von der Erzählung anrühren lassen. Ja, man sollte sogar völlig unvoreingenommen an die Geschichte herangehen, denn dann erst kostet man die Tiefe dieser ungewöhnlichen Story aus. Ich gehe meistens wie ein Kind an einen Film heran - ohne zu analysieren und ohne Vorbehalte, somit entgeht mir selten der Zauber einer Geschichte....:))! Aber nicht oft hat mich ein Film so tief berührt, wie dieser. Ich brauchte zum Schluss hin einige Taschentücher und war zutiefst bewegt als er aus war. Dank der genialen Leistung von Charles Dance und Burt Lancaster, dem Musiker John Addison und dem Regisseur Tony Richardson wurde dieser Film zu einem ausgesprochenen Highlight. Er ist tiefgründig, sehr dramatisch, wirklich berührend, hoch romantisch und einzigartig. Die Qualität der Musik, der Darstellung und der Kulisse/Ausstattung machen ihm, trotz der Andersartigkeit der Geschichte, zu einem der populärsten Adaptionen des Romans. Ich gebe herzlich gerne eine 10 Sterne Kaufempfehlung!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Seit Jahren habe ich darauf gewartet diese Mini-Serie mal wieder zu sehen und jetzt endlich ist sie auf DVD erschienen! Ich kann diese Version nur allen ans Herz legen, sie ist einfach fantastisch! Als ich Kind war, sah ich Charles Dance zum ersten Mal als Phantom der Oper und ich war sofort faszinierd! Jahrelang wurde der Film nicht im Fernsehen wiederholt und nun ist er als DVD draußen. Wunderbar.
Zur Qualität kann ich nur sagen: Ich war zufrieden. Bildqualität ist gut, der Ton meiner Meinung nach auch. Natürlich sollte man nicht zuviel erwarten. Da das ganze ja schon ziemlich alt ist und für das Fernsehen produziert wurde gibt es natürlich kein 16:9, was mir persönlich aber auch nichts ausmacht. Spitze finde ich, das der Englische Ton mit drauf ist! Werde die Tage mal reinschauen und sehen wie weit ich damit klar komme. Extras sind nicht viele drauf und leider wohl anscheinend auch nur "zum Lesen" (habe sie noch nicht alle angeschaut).
Schaut euch diesen Film an!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. März 2007
Nachdem Maury Yeston und Arthur Kopit ihr Musical zunächst nicht ins Theater bringen konnten, weil die Version von Andrew Lloyd Webber kurz vorher aufgeführt wurde und einen riesigen Erfolg für sich verbuchen konnte, beschlossen die beiden, ihre Geschichte zunächst als Fernsehfilm unter die Leute zu bringen. Mit dem Roman von Gaston Leroux hat diese Version des beliebten Stoffs um das "Phantom der Oper", das es übrigens tatsächlich gegeben haben soll, nicht allzu viel gemeinsam; Leroux war ein Journalist und erzählte diese Geschichte als Krimi, die Verfilmungen bzw. Bühnenversionen der Geschichte schrieen also geradezu danach, romantisiert zu werden. Nachdem das Phantom (Erik) in manchen frühen sowie in den Horrorfilm-Versionen eher als Monster dargestellt wird, wird er in neueren Fassungen eine sehr menschliche Person, dessen Schicksal vor allem Mitgefühl erweckt, und seine Erkennungszeichen wurden neben der Maske das lange schwarze Operncape und oft der dazu passende breitkrempige Hut.

Leroux hätte auch bei dieser Verfilmung wahrscheinlich Probleme, sein Phantom wiederzuerkennen, und es erscheinen leider ein paar unnötige Klischees, wie die intrigante Operndiva und der vertrottelte Theaterdirektor, sowie der Lebemann, der sich in die schöne Debütantin verliebt (Philippe war auch bei Leroux der Casanova der Familie de Chagny, Raoul mehr der Schüchterne, Loyale). Auch wurden Ansätze anderer Geschichten hineingemengt, fast zu viele: Aschenputtel, Romeo und Julia, Die Schöne und das Biest... Die Parallele zu "Faust" ist auch gewollt und wird im Film sogar direkt angesprochen.

Wenn man sich davon nicht stören lässt, kann man bei diesem Film richtig ins Träumen kommen und in schönen Bildern, einer spannenden und teilweise sehr berührenden Geschichte schwelgen. Die Schauspieler sind durchweg gut, nicht zuletzt Burt Lancaster in einer seiner letzten Rollen. Um die Pariser Oper zu sehen (der Film wurde an Originalschauplätzen gedreht), ist dieser Film auch sehr interessant; nicht zuletzt auch, um Einblicke in diverse berühmte Opern zu bekommen. Vielleicht erweckt das ja in dem einen oder anderen die Liebe zu klassischer Musik, oder das Interesse, das Buch zu lesen und sich vielleicht auch einmal die Musik von Maury Yeston anzuhören. Die Gesang-Doubles von Christine und Erik in diesem Film sind übrigens Michele Legrange und Gerard Garino... das findet man heraus, wenn man sich die Schlusstitel bis zum Ende ansieht. :-)
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