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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Januar 2006
Meine Meinung zur Platte: sehr gut. Ist noch nach Wochen interessant zu hören. Das liegt meiner Meinung nach vor allem an der Soundstruktur. Man hört immer wieder neue Melodiereihen und versteckte und gut arrangierte Sounds. Die erste Hälfe der Platte ist ziemlich laut und schnell. Es wird dann etwas ruhiger, zweimal jeodch nochmal unterbrochen durch schnellere Stücke.
A Pain That I'm used to: Krachender Auftakt, viele Soundspielereien, aber trotzdem flüssig.
John the Revelator: Song mit einer etwas anderen Songstruktur. 80er Jahre Sound.
Suffer Well: Für Depeche Mode Verhältnisse sehr flüssig. Von Dave Gahan.
The Sinner in Me: Sehr düsteres Lied. Sehr gesetzter Refrain und melodische Strophe. Mein Lieblingslied der Platte.
Precious: Sehr poppiger Song. Finde ihn nicht so interessant wie den Rest der Platte.
Macro: Typischer Song von Martin L. Gore. Zwiespältiger Text.
I Want it All: Ein Lied mit ziemlich starken exprimentellen Sounds: erst digital, dann organischer. Die Melodie bleibt im Hintergrund. Das Arrangement der Sounds macht den Song interessant. Von Dave Gahan
Nothing's Impossible: Die Überraschung des Albums. Sticht aus dem Album heraus. Hypnotisch schöner Refrain, obwohl einfach. Von Dave Gahan.
Introspectre: Soundschnipsel zwischendurch
Damaged People: Zweites von M.L. Gore gesungenes Lied auf der Platte. Sehr schön.
Lilian: SEHR poppiger Song.
The darkest star: Diese Art Song (Clean, Higher Love) passt ans Ende. Langsam gehalten. sehr dunkle Atmosphäre.
Insgesamt: Nach vier Monaten "Playing the Angel" hören muss ich sagen, dass es eines der besten Depeche Mode Alben ist. Obwohl die teilweise komplexen Soundstrukturen am Anfang eher als Störgeräusche wirkten, denke ich jetzt, dass alles so wirklich zusammenpasst und anders wirklich nicht so gut gewesen wäre.
Höhepunkte: John the Revelator, The sinner in me, Nothing's Impossible
bis bald
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2005
Es gab ja im Vorfeld etliche Erklärungsversuche, wie die Platte denn nun klinge. Retro sei das auf jeden Fall, irgendwo angesiedelt zwischen Violator, Songs Of Faith And Devotion und Ultra, mehr Dampf in der Gasse, Düsternis at its best, mehr Melodien und richtige SONGS, Synthies wieder im Vordergrund und so. Und alle haben irgendwie recht, DM besinnen sich auf ihre Stärken und kennen eigentlich nur eine Referenz - sich selbst.
Das beginnt schon beim ersten Song, der wie zum Hohn mit dem dreimaligen Exciter-Fanal von "The Dead Of Night" beginnt und munter vorwärtsstrebt. Der Refrain stampft sich schlagzeugunterlegt ins Ohr und wird an seinem Ende nochmal von der Eingangsfanfare im höchsten Schleudergang ordentlich durchgewalkt. Für mich nicht der Megahit, aber wir wollen ja nicht gleich das ganze Pulver verballern, wie leider auf der Exciter mit "Dream On" gleich zu Beginn geschehen. Soll angeblich die zweite Single werden.
Bei welchen DM-Songs flippen die Massen beim Konzert am meisten aus? Richtig - "Enjoy The Silence", "Never Let Me Down Again", aber vor allem doch bei "Personal Jesus", wenn sich Mister Gahan wie ein Derwisch gebärdet. Hier ist der potentielle Nachfolger in Sachen Stadion-Ekstase: "John The Revelator". Klingt mal wie "Pleasure Little Treasure", o.g. "Personal Jesus" und selbst "Master And Servant" schimmert durch. Toller Mitgröl- und Abhott-Song. Ohrwurm-Potential!
Es gab nicht wenige, die sich ein Schmunzeln nicht verkneifen konnten, als sich Martin Gore verbal herabließ, "zwei oder drei Songs" von Dave eventuell Asyl auf dem Album zu gewähren. Uff, kann man nur sagen, Experiment geglückt: "Suffer Well", der erste der drei Gahan-Songs, ist wohl der eingängigste davon. Ein temporeiches Stück, "Behind The Wheel" mit Speed! Dazu ein Gitarrenriff, wie man es so perfekt nur noch von "Enjoy The Silence" in Erinnerung hat. Und diese Melodie...grandios! Gut gemacht, Dave. *tätschel*
Daß diese Platte wieder in dunklen Farben gemalt werden würde, war nach all den Ankündigungen klar, daß sich aber Massive Attack und Nine Inch Nails, selbst klare Depeche-Mode-Verehrer, ein ideelles Stelldichein bei Kerzenschein und Knochensuppe geben würden, war so nicht zu erwarten. "The Sinner In Me" stichelt sich auf schmalen Dornenpfaden gemächlich ins Hirn. Mit dem Refrain kann ich nicht soviel anfangen, dafür knallt das experimentell schräge Gitarrensolo von Gore mit Trent-Reznor-Verve am Ende voll rein. Die "Gelehrten" werden sich streiten - Lückenfüller oder Reifezeugnis?
Naja, das war zu erwarten: Eine Single zum Verkaufsstart mußte natürlich her. Und dafür eignet sich kein Song besser als "Precious". Trotz der melancholischen Melodie und der herzzereissenden Lyrics (Herr Gore bedauert seine unter dem Scheidungsdrama leidenden Kinder) fast der optimischste Song auf PTA, dessen Grundstimmung noch viel düsterer und aggressiver erscheint. Gute Nummer, im Gesamtdurchlauf der Platte hinterlassen jedoch andere Songs deutlich tiefere Spuren in den Synapsen.
Herr Gore und die Kunst. "Macro" ist so eine Sache. Nettes Songwriting wie meist beim Maddin, aber es pluckert ein wenig zu oft, die Harmonien des langsam treibenden Stückes verschwinden plötzlich in dissonanten Zwischentönen, eine zerrende Gitarre zerschneidet eine Metallwand, die scheppernd zu Boden kracht. Überhaupt kann ich die viel beschworene Reduziertheit, die doch so an Violator erinnern soll, im Gesamtwerk "Playing The Angel" nicht unbedingt erkennen. Wie bei Exciter gluckst und blubbert es auch hier an vielen Stellen, nur mit dem Unterschied, daß es diesmal offenbar die richtigen sind. Kann manchmal verstörend wirken, wie eben auf "Macro".
Da wärn wir schon bei der zweiten Gahan-Probe, "I Want It All". Auch die bestanden, aber nur mit einem "Gut". Sehr ruhiger Träumersong, von dem man noch hofft, daß er wächst und sich entwickelt. Hätte gut auf die "Ultra" gepasst.
Und nun, traraaaaaa, Dave-Song Number 3: "Nothing's Impossible". Schnell das Violator-Cover auf Harddisk gezogen, "Nothing's Impossible" eingereiht, neu gebrannt - jetzt haben wir das ultimative Meisterwerk! Mit verzerrter Stimme und Minimalakkorden taumelt Gahan durch Raum und Zeit. Die Synthies brummen in Moll, die Elektronik-Schnipsel schwirren durch angstgeschwängerte Luft. Knarz-Knarz, Kling-Klang, welch' ein Refrain, abgeschlossen von einem kurz nachgeschobenen, wenig zuversichtlichen "Nothing's impossible". Suizidgefährdeten nicht unbedingt zu empfehlen. Aber hey, genau auf diesen einen einfachen und doch genialen Song haben Millionen DeMo-Fans mindestens seit Ultra gewartet - sie wurden erhört!
Ruhig geht es weiter, das bei DM obligatorische Instrumental "Introspectre" erinnert mich irgendwie an "Christmas Island", wer sich noch entsinnen kann...
Nächster Versuch von Martin Lee Gore: Während "Macro" meiner Meinung nach überhaupt nicht zu ihm paßt, entwickelt er bei "Damaged People" wieder einen seiner klassischen Schrittgeschwindigkeits-Songs, die ihm so auf den Leib geschnitten sind. "Damaged People" könnte auch in eine WG mit "Somebody" oder "A Question Of Lust" ziehen. Also Gore-Fans, Taschenlampen, Feuerzeuge und Domina-Peitsche gezückt!
Einer meiner persönlichen Favoriten beendet die Ruhephase der Platte - "Lillian"! So muß Pop klingen! Dave schwingt das Tanzbein und trimmt den etwas verzerrten Kehlkopf zur Höchstleistung an. Sehr schöne Melodie, zwischendurch ein "Shake-The-Disease"-Seufzer von Martin, Schlagzeug und Synthie treiben den Song an, den New Order auf irgendeiner Kiffer-Toilette verschlampten.
Irgendwann geht die schönste Zeit zuende. "The Darkest Star" spielt den Rausschmeißer und drückt dem Hörer unmißverständlich nochmal aufs Ohr, welche Stimmung er gefälligst mitnehmen soll von diesem Kunstwerk. Windet sich langsam dahin, und noch bevor man so etwas wie Harmonie verspürt, erinnert einen ein klirrender Klavierakkord an die Leiden des Irdischen. Was hätte nur aus der Exciter werden können, gespickt mit solchen Momenten.
Fazit: Was soll ich sagen, ich bin schwer begeistert. Klare Grundstimmung, Synthies reloaded, Gore muß sich keine Gedanken über die Verträglichkeit von Gahans Songwriting mehr machen, schnelle und langsame Nummern stehen sich nicht konträr gegenüber, und im Gegensatz zu Exciter fehlen dieser Platte nicht die Hits (durchaus nicht kommerziell bzw. massenkompatibel gemeint). Klare Kaufempfehlung!
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am 31. Juli 2006
Tja, manchmal kann es sich halt doch lohnen, den Produzenten zu wechseln... Zwar hat Flood in den letzten Jahren mit Depeche Mode gute Ergebnisse geliefert, aber "Playing the angel" hat Depeche Mode ganz einfach neues Leben eingehaucht. Somit war die Entscheidung für Ben Hillier eine gute, wie ich finde. Während die letzte Scheibe "Exciter" wohl nur dem Namen nach "exciting" war (ziemlich langweilig und dahin kriechend), hat der neue Silberling bei mir gleich voll zugeschlagen. Zwar kommt "Playing the angel" nicht ganz an die Super-Alben "Violator" und "Songs of faith and devotion" ran, aber ist doch ganz vorn im Ranking platziert.

Die Songs auf dem Album reißen mit, zweifelsohne sind für mich die Tracks 1 bis 5 die absoluten Highlights der Platte, also genau richtig platziert. Dave Gahan hat seinen Songschreibereinstand bei Depeche Mode - trotz anfänglichem Argwohn des Songschreiber-Genies Martin Gore - fabelhaft gemeistert. Und mit "Suffer well" hat er sogar eine erfolgreiche Single-Auskopplung beigesteuert.

Meine persönlichen Favoriten der Scheibe (im albuminternen Ranking): 1. "John the revelator", 2. "Precious", 3. "The sinner in me", 4. "A pain that IŽm used to" und 5. "NothingŽs impossible"

Einziges Contra: Schon auf den letzten Alben ließen sich die berühmten zwei Songs vond mit Martin L. Gore finden. Dabei waren sie immer etwas herausstechend - meistens positiv. Diesmal allerdings hat Herr Gore meiner Ansicht nach ziemlich daneben gegriffen - weder "Macro" noch "Damaged people" sind so richtig zu gebrauchen.

Was mich an Depeche Mode immer wieder begeistert, hat sich auch bei "Playing the angel" wieder bestätigt: Bei den Singleauskopplungen lassen sich immer wieder sehr gelungene B-Seiten finden. Für mich sind die B-Seiten "Free", "Newborn" und "Better days" die besten überhaupt...

Übrigens sind die Songs in der Live-Performance auch sehr überzeugend. Mein Live-Favorite ist hier eindeutig "Precious" in einer seichteren Variation...

Fazit: Dingend kaufen! Auch wer (noch) kein Depeche-Mode-Fan ist, dürfte seine Freude an dem Silberling haben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2005
Tja, da ist es nun: das Album nach "Exciter". Das triste Cover hatte mich bereits während der Vorankündigungen bestürzt und ließ nichts Gutes ahnen. Und tatsächlich: meiner Ansicht nach ist "Playing the angel" keinerlei 'Verbesserung' gegenüber "Exciter", das mich bereits wenig begeisterte. Womöglich ist es sogar noch schlimmer...
Bereits der Opener "A pain that I'm used to" macht bereits klar, wohin die musikalische Reise geht: bemüht, depressiv, schlapp, etwas uninspiriert. Dieser Eindruck setzt sich beim Weiterhören fort - wobei die Betonung auf "bemüht" liegt. Denn die ganzen Retro-Sounds, Drumkit-Perkussion und irgendwie unmotiviert eingesprengselten, 'plürrenden' Elektro-Geräusche nerven, da dies nur als stilistische Garnitur auf mäßigen Songs wirkt. Hinzu kommen noch ein paar sehr spartanische Gitarren-Riffs, die den Eindruck erwecken, dass sie nur deshalb beigemischt wurden, damit Martin Gore auf der Tournee stolz und dramatisch die Gitarre schwingen kann...

Das alles klingt durchaus nach Depeche Mode, aber mehr wie ein akustisches Selbst-Zitat. Nichts auf "Playing the Angel" hat mich als wirklich innovativ angetan, das Album macht auf mich einen eher konstruierten Eindruck. Eben wie gewollt, nicht gekonnt. Ich mußte beim Hören unweigerlich an Erasure oder das erste Front 242- Album "Geography" denken. Aber das war vor mehr als 20 Jahren! Nachdem ich rausbekam, dass auch ehemalige Blur-produzenten daran rumgefingert haben, ahne ich, warum mir das ganze nicht gefällt. Der Slogan "Pain and suffering in various tempos" wirkt wie eine müde Attitüde, die das schwache Gesamtwerk wohl rechtfertigen soll. Huah!
Inhaltlich kann die erste Hälfte des Albums zwar noch ganz gut überzeugen und unterhalten, dann wird es aber... langweilig. Das Album wirkt sehr... lustlos, ich denke, dies ist sein größtes Manko. Da ist kaum Leidenschaft oder die gewisse Aggressivität und sehnsüchtige Melancholie zu erkennen, die die m .E. großen Alben der späten 80er ausgezeichnet haben. Vielleicht werden die Mannen auch einfach alt und fühlen sich wohl in ihrer Ecke? Das von Martin Gore intonierte "Damaged people" wirkt beispielsweise so harmlos und beliebig, als ob es das Demo einer Schulband sei. "Precious" war/ist die erste Single, und zwar zurecht. Alles andere vom Album hätte im Ansatz gefloppt, und das Thema Scheidung und Kinder gaukelt Ernsthaftigkeit vor und der m. E. melodiös etwas hermacht. Weitere Single-Anwärter sind womöglich "A pain that I am used to" [ist passiert, Anm. d. Autors], "Nothing's impossible" und "Lilian". Diese Stücke heben sich gegenüber dem Rest des Album-Materials musikalisch noch halbwegs ab. Echte Hin- und Gerne-hörer sind es aber nicht. Der Wunsch nach "nochmal Hören" stellt sich bei mir beim ganzen Album nicht ein, auch nach nun einigen Wochen und mehrfachen Durchhören.
Die 50 Minuten plätschern so vor sich hin, ab ins depressive Nirvana. Schade. Ich gebe dem Longplayer (wohlwollend!) zwei Sterne, einer wäre auch O.K. gewesen. Na ja.
Mich persönlich enttäuscht die Platte eigentlich durchweg, aber nicht, dass ich nach "Exciter" mehr erwartet hätte. Doch "Playing the angel" ist trotz aller Hoffnung mein persönlicher Beweis, dass bei dieser Band, die einmal musikalische Meilensteine gesetzt hat und die mich einst begeisterte, kreativ kaum mehr was geht - insbesondere, seit Alan Wilder ausgestiegen ist und sein Produktions- und klassischer Input fehlt. Wer sich z. B. seine unter dem Projektnamen "Recoil" veröffentlichten Alben "Unsound methods" oder "Liquid" anhört, wird verstehen, was ich meine und was bei Depeche Mode seit 10 Jahren abhanden gekommen ist. Nur nette Songs von Martin Gore und nun die (etwas dünnen) Versuche von Dave Gahan als Songwriter reichen nicht aus, um Depeche Mode eine Seele einzuhauchen. Es geht um die Musik. Und hier flopt "Playing the Angel".
Tja. Es war einmal eine Band, die Geschichte schrieb... Adé.
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am 14. Oktober 2005
Es ist wahr das DEPECHE MODE sich mit "Playing the Angel" an alte Sounds erinnern die gerade in den 80ern Ihre Musik prägten. Andererseits ist es aber auch kein Retroalbum das man zu Ohren bekommt. Ich würde sagen eine gesunde Mischung aus altem und neuem. Hier und da wird es mit den Klangexperimenten zwar übertrieben doch so gesehen waren diese Spielereien ja schon seit "Exciter" bekannt. Ein Album, das von den meisten Fans ziemlich verrisen wurde, obwohl ich es weniger schlimm fand da mir an DM-Alben die gesamte Stimmung wichtig ist, weniger die vertrauten Sounds die als Popsingles in Frage kommen.
Bei "Playing the Angel" ist es eigentlich ganz ähnlich wie beim Vorgänger. Die Platte fängt mit den Fünf zugänglichsten Stücken an und bahnt sch dann einen Weg über sehr düstere und teils schwer zugängliche Soundschnipsel, denen Fans von "Music for the Masses" oder "Violator" wahrscheinlich nichts abgewinnen können. So viel sei gesagt, "PTA" ist weit poppiger als sein Vorgänger. Die Beats erinnern teilweise an die "gute alte Zeit" und es sind mit "Suffer Well", "John the Relevator", "A Pain that i'm used to", "Precious" sowie "Nothing's Impossible" die besten Songs seit langem zu hören. Teilweise sehr Radiotauglich (Precious), teilweise aber auch düster und EBM-mäßig (The Sinner in me).
Ingesamt gesehen muß man sich das Album mehrfach anhören damit es seine Wirkung erzielt. Die reine Popzeit die DM einst ausmachte ist seit "SOFAD" und Alan Wilders Ausstieg vorbei. Das DEPECHE MODE jedoch immer noch bezaubern können stellen sie auf ihrem elften Studioalbum eindeutig unter Beweis.
"Suffer Well" (Einer der drei Gahan-Songs) ist schon jetzt mein absoluter Liebling. Sehr schöner Beat mit netten Gitarrenriffs und einem tollen Refrain.
"I Want it all" ist allerdings nicht mein Fall. Zwar ein guter Anfang und interessanter Verlauf doch dann zieht es sich in die Länge wie ein Kaugummi.
Der Rest stellt ein überdurchschnittliches DM-Album dar, das an alte Zeiten erinnert und doch einen neuen Weg einschlägt. Wirklich Retro werden DEPECHE MODE wohl nie werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich kann von dieser Scheibe einfach nicht genug bekommen, sie läuft bei mir rauf und runter. Es gibt nicht einen Song auf diesem Album, den ich nicht fantastisch finde. Vor allem die Songs, die Dave beigesteuert hat, sind Spitzenklasse. Da fragt man sich doch, wieso erst jetzt. Aber auch die zwei Songs, die Martin Gore singt, gehören für mich mit zu den besten. Im Grunde gibt es doch kein Lied von Depeche Mode, das man nicht hören will. Und das eine Band und damit ihre Musik sich weiterentwickeln, ist doch wohl selbstverständlich. Ich finde, Depeche Mode werden immer besser. Und live sind sie für mich das Beste und Genialste, was es gibt. Da wünscht man sich doch, das es niemals endet.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2006
Zuerst einmal muss ich sagen, dass diese CD der absolute Wahnsinn schlecht hin in dieser von Einheitsbrei überfluteten Musikindustrie ist.
Am Anfang, als ich die CD bekommen habe und sie grob durchgehört hatte, dachte ich auch so bei mir, dass das nicht so der große Wurf ist. Jetzt, nach mindestens 20 mal durchhören kann ich nur sagen, dass die Songs sich dann erst richtig entfalten und einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, besonders die Tracks von Dave Gahan haben einen unvergleichlichen Hörgenuss zur Folge, was heut zu Tage nicht mehr selbstverständlich ist.

Abschließend kann ich ein gutes Fazit zum neuen Album von Depeche Mode ziehen, sehr anspruchsvolle Songs, für die man sehr viel Geduld zum hören braucht, weil sie halt nicht so massenkompatibel sind und das find ich an den neueren Alben von DM so gut, weil die halt nicht nur mit der breiten Masse mitschwimmen, sondern ihr ganz eigenes Ding durchziehen. Das hört man halt auch, es hat seinen unverwechselbaren Sound und die Düsternis des Albums kommt sehr spannend und gewaltig rüber. Hoffentlich machen die Drei bei dem nächsten Album so weiter, vielleicht auch noch ein wenig düsterer und depressiver, dass tut dem Sound von Depeche Mode von heute sehr gut. Ich kann allen nur empfehlen, sich dieses Meisterwerk in den heimischen CD Player zu holen, denn Ihr werdet einen Hörgenuss erleben dürfen, welchen Ihr nicht mehr vergessen werdet.
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55 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2005
Nach dem Album Exciter von vor vier Jahren war ich äußerst skeptisch, ob es die Jungs aus Basildon nochmal schaffen könnten, mich mit einem ihrer Longplayer richtig zu begeistern. Der Vorgänger von Playing The Angel war nicht wirklich schlecht, dennoch aus meiner Sicht ihr schwächstes Werk seit A Broken Frame. Es fehlte auf Exciter einfach der gewisse Pepp - als wäre die Luft raus gewesen.
Nun ja, aus den Querelen innerhalb der Band jüngster Tage, sowie Daves Sologang, wurde anscheinend neue Energie geschöpft und man entkam dem Schlingerkurs, auf dem sich das Ganze ab 2001 befand.
Und tatsächlich, PTA ist wieder ein wunderbares Werk und steckt nach meinem Empfinden sogar Ultra und manchen Klassiker aus den 80ern in den Sack.
Das Album beginnt dank A Pain That I'm Used To direkt mit einem "Schlag ins Gesicht", nämlich mit einem nervendem Getöse ähnlich dem Zahnbohrer beim SOFAD-Opener I Feel You. Genau das Richtige, um seine Freundin oder seine Nachbarn zu verschrecken und um sich direkt zuhause zu fühlen. Der Refrain erinnert mich hingegen an The Sun & The Rainfall.
Überhaupt geizten Depeche Mode auf ihrem neuen Longplayer nicht mit musikalischen Selbstzitaten. Und trotzdem wirken die Songs auf unfaßbare Weise neuartig. Das Elektro-Rockabillystück John The Revelator klingt wie eine Weiterentwicklung von Sachen wie Personal Jesus oder Pleasure, Little Treasure. Precious ist das Enjoy The Silence von PTA - ein Fremdkörper auf einem ansonsten eher düsteren Album - und trotzdem oder gerade deswegen würde ich es nicht missen wollen. Das Arrangement zum Schluß von I Want It All erinnert an das von Judas, wenn auch vielleicht nicht so ausgepfeilt (ein Alan Wilder fehlt trotz allem nach wie vor). Und Lillian könnte ein neu aufbereitetes Stück aus der Ära 1984 sein, hört sich aber auch ein wenig nach Sea of Sin an. Neben dem locker, poppigen Suffer Well und JTR, sehe ich Lillian auch als heißen Singleanwärter.
Es gab aber auch einige ganz große Überraschungen für meine Ohren. Da wäre erstmal The Sinner in Me, für mich der erste große Höhepunkt des Albums - ein sehr ausgearbeitetes, ambitioniertes Stück, daß nur noch von Nothing's Impossible getoppt wird.
Nothing's Impossible ist mein absoluter Liebling auf PTA und eines der stärksten Songs von Depeche Mode seit Langem.
Um so überraschender nahm ich es zunächst auf, daß NI eines der drei neuen Kompositionen ist, die unter anderem von Dave geschrieben wurden. Das Stück ist ziemlich düster gehalten, klingt aber nach nichts, was ich jemals von Depeche Mode gehört hätte. Der verzerrte Gesang erinnert mich entfernt an diverse britische Psychedelic Bands später 60er. Mein Wunsch wäre eine Singleveröffentlichung des Songs, aber dafür ist er vielleicht doch zu ungewöhnlich.
Mein Fazit: Playing the Angel ist ein ausgezeichnetes Album, daß sich bei mir wohl auf lange Sicht eines der oberen Plätze gesichert haben dürfte. Daves Songs fügen sich wunderbar zu den Songs von Martin. Zwar gibt es einige Anklänge an Exciter, aber die fallen nicht negativ auf. Depeche Mode sind wieder da - definitiv!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Oktober 2005
und das mit einem Hammer-Lied und -Video wie Precious. Mich erinnert es an "alte Zeiten" aus den 80ern. Ich bin von Anbeginn, als seit 25 Jahren, ein Fan und trotzdem sehr kritisch. Exciter hat mich leider etwas enttäuscht. Nachdem ich aber die ersten beiden Lieder gehört habe sofort gewußt, daß die CD genau nach meinem Geschmack ist. Den einen oder anderen Kritiker wird Sie zu düster, zu industrial, zu sehr geklaut (von früheren Sachen) oder zu bombastisch sein, ist mir egal, seit drei Tagen geht die Scheibe nicht mehr aus dem Player und das wird sich bis auf weiteres nicht ändern. Außerdem fällt es einem schwer, die Füße ruhig zu halten. Als Depeche Mode-Fan der ersten Stunde fühlt man sich an Mitte der 80er erinnert. Mein ganzer Freundes-Kreis (alle Jahrgang 69) stimmen mir da zu.
Wer erst mal mit den Liedern nix anfangen kann, der sollte mehrmals rein hören und der Scheibe eine Chance geben. Mir persönlich gefällt Nr. 6 "Macrovision"'. Auch alle anderen sind toll.
Das einzige was mich stört, ist der Kopierschutz. Depeche Mode zuliebe werde ich aber dafür keinen Punkt abziehen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2005
Zugebenermassen, der erste Eindruck war eher durchwachsen. Gerade nach der ersten Single-Auskopplung "Precious", die wirklich an alte Depeche Mode Zeiten Ende der 80er erinnert, hatte ein jeder Fan vermutlich auf eine zweite Violator gehofft. Ich bin niemand, der blind die Alben seiner Lieblinsband kauft und durchweg als geniale Meisterwerke bezeichnet, "nur weil Depeche Mode draufsteht". So erlitt ich auch mit der Exciter eine herbe Enttäuschung. Und beim ersten Anhören der Playing the Angel, setzte sich bei mir schon der erste Eindruck fest: "Na immerhin gibts Precious auf dem Album". Aber wie viele hier schon geschrieben haben - die CD wird bei jedem Hören besser. Und nun, ca. nach dem 6-7 Mal Hören (bietet sich vor allem auf langen Autofahrten an) kann ich sagen: Ein absolut super Album, ihrem Stil treu geblieben, haben sich DM dennoch weiterentwickelt und etwas herausgebracht, was man als perfekte Mischung aus der Ultra, Violator und Songs of Faith & Devotion bezeichnen kann! Die Lieder sind im großen und ganzen eher härter...aber wer möchte von Mode auch nur Liebesschnulzen hören - damit ist die Violator schließlich auch nicht zum Kultalbum geworden!
Meine Tipps: 1. A pain that I'm used to (hart, schneller, erinnert an Useless), 2. John the Revelator (rockig, erinnert an Pleasure little treasure), 3. Suffer well (schneller, etwas spacig, poppig, genial vor allem die im Refrain gesungenen Harmonien von Marin Gore), 8. Nothing's impossible (düster, tolle Stimme von Gahan, eine Nummer zum Träumen), 11. Lilian (gegen Ende nochmal eine phantastische Nummer, etwas schneller, sehr hart, hat etwas von Strange Love)!
Was hier in meinen Top 5 fehlt? => Ganz einfach: Precious!! Nach ein paar Mal hören sind einfach andere Lieder NOCH besser! :-)
Meine unbedingte Kaufempfehlung, vor allem für Fans der Songs of Faith & Devotion und Ultra!!
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