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38
3,6 von 5 Sternen
La Traviata - Gesamtaufnahme
Format: Audio CDÄndern
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32 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Oktober 2005
Auch wenn diese Einschätzung im krassen Widerspruch zum jubilierenden und nahezu ausnahmslos positiven Echo in allen Medien steht: Dieser Live-Mitschnitt ist weder weltbewegend noch ein künstlerischer Höhepunkt. Sowohl das Orchester und der Dirigent als auch die Sänger-Riege zeigen Schwächen. Keinesfalls handelt es sich hier um DAS Opern-Ereignis, zu dem die Salzburger Premiere bereits im Vorfeld (!) stigmatisiert wurde. Wirklich bewundernswert ist lediglich eines: die überaus gelungene Marketing-Strategie. Läßt man den ganzen Medien-Hype außer Acht und beschränkt sich auf das reine Hören, ist die Aufführung nicht einmal spektakulär.
Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Anna Netrebko. Sie ist sicherlich eine gute Sängerin - wenn sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten bleibt. Ob Frau Netrebko für die Violetta wie geschaffen ist, ist zu bezweifeln. Die Partie der Violetta liegt jenseits der stimmlichen und technischen Fähigkeiten von Frau Netrebko. Ihre Koloraturen sind äußerst nachlässig ausgeführt, ihre Stimme wirkt oft angestrengt und forciert. Hat sie sich auf ihrem 2. Album bei der Arie "Sempre libera" noch manche Spitzentöne erkämpft, ist sie diese bei der live Ausführung schuldig geblieben. Die Färbung ihrer Stimme könnte man als "neutral" bezeichnen: Die Rolle wird runtergesungen, Klangschattierungen gibt es keine. Die innerliche Zerrissenheit der Person Violetta spiegelt sich in der stimmlichen Gestaltung von Netrebko nicht wieder. Im Vergleich mit anderen Sängerinnen bleibt Netrebko sehr blass.
Die Tenor-Partie ist mit Rolando Villazon gut besetzt, von Thomas Hampson war jedoch mehr zu erwarten. Die Wiener Philharmoniker bleiben unter dem Dirigat von Rizzi blass und unauffällig.
Im Ergebnis sind weder die zahlreichen Vorschusslorbeeren noch die gewaltigen Lobeshymnen nach der Aufführung auch nur annähernd gerechtfertigt.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Angesichts des ganzen Wirbels um Netrebko hat man ja viel Grund, skeptisch zu sein. Man hört jedoch trotz aller manchmal leicht unseriös wirkenden Werbung eine junge Sopranistin mit einer recht schönen Stimme und sieht leider nicht das ansprechende Äußere. Es ist eine schöne Aufnahme geworden und Villazon ist ein sehr feuriger Alfredo.

Leider ist die Titelpartie hier etwas uninteressant gestaltet. Was Netrebko fehlt, ist die Eigenschaft, mit der Stimme weinen zu können, Gefühle auch stimmlich deutlich zu machen. Sie bietet zwar auch keinen reinen Schöngesang wie manch andere, jedoch, wenn der Ausgleich durch das Spiel (über die Rollenanlage kann man streiten) subtrahiert wird, fehlt etwas Leidenschaft, was bei einer so leidenschaftlichen Sängerin seltam anmutet. Villazon ist vermutlich noch leidenschaftlicher als sie und ein schöner Alfredo. Ihm fehlt zwar die Eleganz eines Alfredo Kraus, das ist jedoch wirklich Geschmacksache. Und eins ist klar: Er macht Spaß.

Wer kein direkter Netrebko-Fan ist oder sonst auf jeden Fall Netrebko will, sollte zu einer anderen Aufnahme greifen, die die Violetta musikalisch interessanter gestaltet wie halt Callas oder (wenn auch CD-qualitativ fast unerträglich) die wunderbare Rosa Ponselle. Für mich ist Netrebko eine Sängerin, die man wohl lieber auf der Bühne erleben sollte.
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37 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2005
Die Industrie denkt an Kasse. Natürlich auch die Plattenindustrie.Keine Kulturveranstaltung, sondern Marketing. Erst einmal die CD, dann verschiedene Audiofassungen von allem möglichen, und irgendwann die DVD. Weil wahrscheinlich keiner mehr die CD kauft, nachdem die DVD auf dem Markt ist. Hört man nur die beiden kommen solche Kritiken heraus, wie sie hier schon stehen. Es gibt bessere Soprane,Tenöre, Baritone, Orchester,Dirigenten.
Nun wird ein solches Produkt nicht für die vermarktet, die hier schreiben, sondern für ein Massenpublikum, von dem man annimmt, dass es auf hype anspringt.
Wenn man es künsterlisch beurteilt, sollte schleunigst die DVD erscheinen. Die Inscenierung ist nämlich durchaus sehenswert. Schauspielern können die Protogonisten. Der schwärmerische Alfredo wird von Villazon gut verkörpert- in diesen Kontext passt der etwas schmalzige Gesang. Und Netrebko ist nicht nur hübsch, sondern sie spielt einfach gut. Die Sehnende und die Kokette in der großen Ambivalenz.
Die CD ist absolut kein Ereignis.Die DVD würde hier Abhilfe schaffen.
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30 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn diese neue "La Traviata" ein Muß wäre, dann dürften mindestens zehn andere Gesamtaufnahmen des Werkes aus den letzten 50 Jahren nicht existieren. Wer auch nur einigermaßen unvoreingenommen ist und sich nicht von den Werbetrommeln der Plattenindustrie einlullen läßt, dem dürfte diese Produktion herzlich entbehrlich sein.
Dabei ist gar nicht zu bestreiten, daß Anna Netrebko eine schöne, jugendliche Stimme besitzt, aber damit ist noch lange keine adäquate Interpretation von Verdis mondänster Oper garantiert. Auch ihre Partner, Rolando Villazón und Thomas Hampton, geben ein annehmbares Ambiente, und Carlo Rizzi und die Wiener Philharmoniker liefern ein schöne und kultivierte Klangkulisse. Aber was bedeutet das für das Werk und vor allem für den potentiellen Käufer, der tief in seine Tasche greifen muß?
Wer einmal in der Titelrolle Maria Callas gehört hat, der k a n n hier nicht zufriedengestellt werden. Man höre sie in ihren Live-Mitschnitten aus Mailand (1955) unter Giulini, aus Lissabon (1958) unter Ghione oder aus London (1958) unter Rescigno und dann noch in ihrer technisch zwar nur mäßigen Studio-Produktion von 1953 (Cetra) unter Gabriele Santini, und schon verbieten sich alle Vergleiche mit einer schnell gemachten, auf "cash and carry" abgestellten Aufnahme, so gut diese auch technisch gelungen sein mag.
Wer die oben genannten legendären Callas-Interpretationen besitzt, bei deren Verlebendigung der Rolle man förmlich mitgerissen und zu Tränen gerührt wird, weil sie nicht nur gesungen, sondern gelebt und durchlitten wird, und wer dazu noch über die großartigen Einspielungen unter Pritchard (Decca) mit Joan Sutherland, unter Carlos Kleiber (DGG) mit Ileana Cotrubas, unter Prêtre (RCA) mit Montserrat Caballé oder unter Riccardo Muti (EMI) mit Renata Scotto verfügt, der kann auf das hier dargebotene Produkt "für den schnellen Markt" gut und gerne verzichten.
Für diejenigen, die Anna Netrebko und die übrigen Protagonisten live auf der Salzburger Festspielbühne erlebt haben, mag die Live-Aufnahme eine schöne Erinnerung darstellen, und für die arg gebeutelte Plattenindustrie mag sie als Kassenschlager von Bedeutung sein. Aber für wen sonst?
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58 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2005
Wieder sind es ältere Aufnahmen, die viel viel besser sind. Der Partie der Violetta bedarf es einer intelligenten Durchgestaltung der Rolleninterpretation, die in jedem Akt anders auszuführen ist. Frau Netrebko bleibt immer Frau Netrebko. Ihre Interpretation vermag in keinem Moment zu rühren.
Einziger Lichtblick: Villazón. Auch Hampson blieb diesmal erstaunlich blass. Die Wiener Philharmoniker agieren hier als reines Begleitorchester ohne die herzzerreißende Musik ordentlich herüberzubringen. Kaufen Sie Besser die Aufnahmen mit Maria Callas (unter Giulini oder Ghione / EMI), Anna Moffo (unter Previtali / RCA), Joan Sutherland (unter Pritchard / Decca), Montserrat Caballé (unter Pretre / RCA), Ileana Cotrubas (unter Kleiber / DG) oder Renata Scotto (unter Muti /EMI). Sollten Sie alle diese Einspielungen schon haben, dann haben Sie doch genug "Traviatas". Dann kaufen Sie lieber Webers "Oberon" in der interessanten Neueinspielung unter John Eliot Gardiner. Aber keinesfalls die Netrebko-Aufnahme!
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71 von 109 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Oktober 2005
Also wieder einmal ein Traumpaar der Oper! Nachdem Angela Gheorghiu und Roberto Alagna das übliche Opern-Traumpaar-Repertoire rauf und runter gesungen haben, steht das gleiche nun bei Netrebko und Villanzon an, man möchte fast sagen, zu befürchten, und zwar ohne jede Rücksicht auf künstlerische Reife und stimmliche Grenzen. Dabei besitzen beide doch schöne Stimmen. Besonders Villanzón besticht durch eine dunkel getönte Mittellage und mühelose Höhen. Leider verschmiert er den Tonansatz beim Ansingen der hohen Töne durch ein unsauberes Angleiten von unten. Dann hat sein Gesang etwas von "O sole mio". Da fehlt ihm doch Entscheidendes an Feinschliff. Auch Anna Netrebko hat eine schöne Stimme, die allerdings nicht in allen Belangen zu Violetta passt, besonders im ersten Akt, der mit einer gewaltigen Stretta gekrönt wird. Dazu braucht man einerseits eine perfekte Beherrschung der Koloraturtechnik, weil das forsche Tempo des Stückes kein Verschleifen und Verzögern erlaubt und andererseits eine absolut sichere Höhe im Optimalfall bis zum hohen Es. Netrebko besitzt beides nach wie vor nicht. Ihr Stimmfach ist das eines lyrischen Soprans, ohne besondere Agilität, dessen Grenzen beim C''' erreicht sind und ohne dramatische Steigerungsfähigkeit, darüber sollte auch die dunkle Stimmfärbung in der Mittellage nicht hinwegtäuschen.
Dass es zur Bewältigung des Aktschlusses nicht unbedingt absoluter Ausnahmestimmen wie der von Sutherland oder Callas bedarf, beweist Ileana Cotrubas in der wunderbaren Aufnahme von Carlos Kleiber. Aber Cotrubas verfügt bei aller stimmlichen Begrenzung über den nötigen Atem und das nötige technische Rüstzeug. Netrebko dagegen wird gnadenlos verheizt und wenn wir ehrlich sind, ist doch der weitaus größte Teil ihres Ruhmes nicht ihrer künstlerischen Leistung zuzuschreiben, sondern dem Glamour ihrer Auftritte. Die Tatsache, DASS sie in Salzburg sang, war entscheidend, nicht, WIE sie sang!! Und berauscht vom großen Ereignis verlieren dann viele auch professionelle Kritiker jeden Bezug zur tatsächlichen Leistung. Man höre sich nur einmal Joan Sutherland in der gleichen Szene an, um die Überforderung Netrebkos zu erkennen. Würde man sie doch nur in ihrer Stimme gemäßen Rollen singen lassen, man könnte viel mehr und viel länger Freude an ihr haben! Dass ihr die lyrischen Passagen im zweiten und dritten Akt gelingen, zeigt doch, dass hier ein in erster Linie lyrischer Sopran singt, dem sogar die dramatischen Steigerungsmöglichkeiten einer Gheorghiu völlig fehlen.
Wie steht es nun mit der Gestaltung der Rolle unter interpretatorischen Aspekten? Ganz allgemein gesprochen: Beiden Hauptdarstellern fehlt es naturgemäß an Erfahrung, der Gesang ist streckenweise eintönig, expressive Farbnuancen fehlen weitgehend. Stattdessen versuchen Villanzon und Netrebko mit gefühligen Drückern Eindruck zu machen. Hier wäre ein genaueres Studium der Rollen notwendig, was natürlich Zeit braucht, aber es steht zu befürchten, dass dann schon wieder ein anderes Opern-Traumpaar die Gier nach Sensation und Glamour erfüllen muss.
Die Aufnahme als Ganzes ist eher eine Enttäuschung, darüber kann auch die Besetzung des Vaters mit Thomas Hampson nicht hinwegtäuschen. Das Orchester und der Dirigent sind nicht mehr als ein notwendiges Übel zur harmonischen Untermalung des Starauftrittes.
Fazit: In dieser Aufnahme wird Verdis großartige Oper zum PR-Vehikel. Ziel ist nicht eine künstlerische Neudeutung des Werkes, sondern die Vermarktung von Stars auf sängerisch und künstlerisch niedrigem Niveau. Dafür ist diese Musik eigentlich zu schade!!!
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33 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2005
Trotz aller, zum Teil unverantwortlichen Jubelrufe der Medien, muß gesagt werden, daß diese Aufnahme den hohen Erwartungen nicht standhalten kann. Rolando Villazón bietet, wie auch bei den Vorstellungen in Salzburg, die beste Leistung, die ein Tenor in dieser absurden Regie nur bringen kann. Anna Netrebko ist sehr zu bedauern, da ein Mensch, und das ist sie - Gott sei Dank - nun einmal, die völlig überzogenen Erwartungen, die in sie gesetzt wurden, nicht bzw. nur sehr bedingt erfüllen kann. Zwar sind ihr schöner, dunkler Sopran und die gute Gesangstechnik sehr lobenswert, trotzdem bleibt immer das Gefühl, daß sie die Rolle nicht mit der nötigen Intelligenz singt und darstellt. Die "Adina", das Bauernmädchen im "Liebestrank", scheint ihrer Persönlichkeit und ihren schauspielerischen Fähigkeiten weit mehr entgegenzukommen. Unter der richtigen Führung wird sie, auch ob ihrer Jugend, bestimmt noch Ressourcen haben. Es ist jedoch zu befürchten, daß sie sich weiter als Popstar und Modepüpppchen verheizen läßt und sich selbst damit weit mehr schadet als nützt, was sehr zu bedauern ist. Thomas Hampson bringt, abgesehen von seiner wunderbaren sängerischen Leistung, enorme Emotionen in die Rolle des Vaters Gérmont, steht aber in dieser Inszenierung auf völlig verlorenem Posten. Verdi wird sich höchstwahrscheinlich im Grabe umdrehen, denn SO hat er sich seine "Traviata" ganz bestimmt nicht vorgestellt. Ich werde diese CD nicht behalten, sondern mich weiterhin an viel besseren, leider älteren Aufnahmen erfreuen. Den Kauf dieser Einspielung kann ich keinesfalls ruhigen Gewissens empfehlen. Schade um die vergebene Chance!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Februar 2013
erst nach mehrfachem Anhören der CD konnte ich mich auf die wenigen störenden Nebengeräusche - wie z.B. Getrampel beim über die Bühne laufen - einlassen. Jetzt empfinde ich diese Geräusche nicht mehr so stark als störend und kann die gefühlvollen Stimmen der Interpreten in vollen Zügen genießen. Ich würde mir beim nächsten Mal wahrscheinlich doch eine Audio Aufnahme kaufen, da dann der Handlungsstrang noch besser zu verfolgen ist. Das beigefügte booklet ist sehr hilfreich durch die Übersetzung ins deutsche habe ich die ergreifenden Arien noch intesiver wahrgenommen.
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7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2008
... habe vor Kurzem die hervorragende Inszenierung in München an der Bayrischen Staatsoper gesehen und gehört und daraufhin zu Hause meine mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen durchgehört, u.a. mit Anna Moffo /Previtali auf RCA aus den Ende 50ern. Daraufhin beschloss ich, dem eine aktuelle Aufnahme hinzuzufügen, in dem Glauben, wenn so viel Euphorisches über die Netrebko/Villazon/Wiener Staatoper-Aufnahme geschrieben wird, muss das auch gut sein. Im Vergleich zu den mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen war ich wirklich in jeglicher Hinsicht sehr enttäuscht und kann mich zu 100% meinen "Vorrednern" anschließen. Wahrscheinlich muss man die Inszenierung live gesehen haben oder wenigstens auf DVD sehen; klanglich, interpretatorisch (ich habe "nur" die CD) ist die Aufnahme nichtssagend. Netrebko bleibt Netrebko, füllt die Rolle gesangstechnisch/musikalisch nur unbefriedigend aus, Villazon macht etwas mehr aus seinem Part, aber auch nicht befriedigend .... (da fehlen einfach die Erfahrungen einer Moffo, Sutherland, Caballé und eines Bergonzi, Tucker und Merrill, etc.; das kommt sicher noch, werden die Sänger vorher marketingtechnisch nicht vollends verheizt) insgesamt ein unrythmisches "Herumgeeiere"; zu keinem Zeitpunkt erreicht mich der Ansatz eines Funken, der mich hier bei dieser Aufnahme mitreissen kann (wie erwähnt, ich beziehe mich nur auf die CD, nicht auf die offensichtlich gute Gesamtinszenierung). Schlussfolgerung: Nicht immer mit dem Strom schwimmen; Auch Aufnahmen, denen Leute wie in Massenhysterie hinterherrennen kritisch vourteilsfrei anhören, um abschließend die "eigene" Meinung bilden zu können ...
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43 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2005
Jede Aufnahme vo La Traviata in dem jetzigen Zustand der Aufnahmeindustrie wird scheitern. Die Oper ist eine der beliebtesten und man kennt sie bis ins kleinste Detail. Daher hat jeder auch seine eigene Vorstellung von den Hauptdarstellern, die selten mit den Sängern, die der Markt zu bieten hat, verglichen werden kann. Noch ein Minus- Punkt ist natürlich die Tatsache, dass jede Interpretin der Violetta mit den unvergesslichen Interpretinnen der Rolle im 20sten Jahrhundert verglichen sein wird- Callas, Sutherland, Caballe, Te Kanawa, Scotto, Tetrazzini, Melba usw. Von allen Seiten sieht es eine falsche Entscheidung die Partie als eine Premiere auf dem schwierigen Feld der Gesamtaufnahmen zu nehmen. Ich wollte wirklich eine tolle Aufnahme in dieser von Netrebko finden, bedauerlich war das eine sehr grosse Enttäuschung. Hier ist auch warum: ihre Stimme mag wohl frisch und jung klingen, für mich ist sie aber farbenlos. Diese Farbenlosigkeit kann man mit zwei Dingen kompensieren- eine gute, unkonventionelle Phrasierung oder starke Charakterdarstellung. Zum ersten ist Netrebko bei weitem nicht fähig- sie hat eine der miserablesten Diktionen aller Sängerinnen, die ich je gehört habe- es gibt keine, aber wirklich keine Laute ausser O oder A, ab dem Gis lediglich nur etwas dazwischen, und eine Phrase wird zuerst aufgrund einer guten Diktion gebildet. Sie findet schon interessante Momente in der Partitur und irgendwann konnte es sich zu einer guten Partie entwickeln, aber im Moment ist sie sehr weit davon- jeder Eindruck wird von diesem einzigen Vokal , etwas zwischen a und o, auch keine Konsosnanten gedämpft. Einen starken Charakter besitzt die Russin auch nicht, im Leben wahrscheinlich, als Violetta, weit nicht- wenige Farben, kaum Nuancen sind in ihrer Interpretation zu erkennen, fast keine Entwicklung in der Gestaltung der Figur. Zu leicht macht sie es sich. Die anderen Darsteller sind auch nicht in Bestform- Villazon ist kin Belcantosänger, mit sehr wenig Präsenz und mehr Clicheemässige Darstellung, nicht zu erwähnen seine hörbare Anstrengung bei der Stimmproduktion, was wahrscheinlich noch mehr auf dem DVD stören wird. Thomas Hampson verliert immer mehr von seinem Baritonalen Timbre und klingt ähnlich einem dramatischen Tenor ohne hohe Töne. Das Dirigat ist interessant, die Tempi sind unkonventionell und daher sehr bewegend, aber das auch nur punktuell. Tonaufnahme verdient hier den einen Stern- die Ingeneure von Deutsch Gr. beweisen noch ein Mal, dass sie die führenden in der Branche sind. Alles in allem erscheint diese Aufnahme als eine grosse Enttäuschung für die Opernkenner. Für Anfänger empfehle ich das auch nicht, da eben nicht den richtigen Eindruck vom Werk abgewinnen kann.
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