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Kundenrezensionen

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am 14. November 2005
Durch Zufall stieß ich auf „Blood Baron“ und war wirklich aufs angenehmste überrascht! Was eigentlich nur als lustiges Ersatzprogramm für lange Videonächte geplant war entpuppt sich vor allen natürlich auf Grund der fachkundigen Regie von Horroraltmeister Mario Bava als schaurig blutiges höchst unterhaltsames Filmchen!
Die denkbar einfache Geschichte – netter Junge besucht das Schloss seiner Vorfahren und zusammen mit hübschen, ebenfalls netten Mädel erweckt er dummerweise bitterbösen Urahn, der vor vielen Jahren die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte, wieder zum Leben und muss sich nun mit einem mordenden Bösewicht aus längst vergangenen Zeiten beschäftigen – spielt in Wien und wird in wunderbar gruseligen Bilder erzählt. Das liegt daran, dass Mario Bava eben ein großartiger Kameramann und Genreregisseur war, der genau wusste wo die Nebelmaschine stehen muss, wie sie Szene beleuchtet werden muss, wie die Kamera eingestellt sein muss um den richtigen Effekt zu erhalten.
Burg Kreuzenstein bei Wien, die als Gruselschloss des bösen Otto von Kleist agieren darf, ist nicht nur wunderschön sondern auch bei Nacht und Nebel und der richtigen Beleuchtung ein Meisterwerk an Gothic Horror wie es die talentiertesten Setdesigner Hollywoods nicht besser entwerfen könnten.
Neben dem heimlichen Hauptdarsteller Burg Kreuzenstein (oder das „Schloss des Teufels“ wie sie im Film heißt) agieren Elke Sommer und Antonio Cantafora als heldenhaftes Pärchen, der Filmstar Joseph Cotton als titelgebender Blutbaron und ein ganzer Haufen Italiener, die sich als Österreicher ausgeben.
Wirkliche schauspielerische Höchstleistungen sind schon allein aufgrund des nicht besonders tiefsinnigen Drehbuchs nicht zu erwarten; vor allen Frau Sommer darf den ganz Film hindurch nur gut in kurzen Kleidern aussehen und laut kreischen (aber beides kann sie meisterlich) und von Joseph Cotton sieht man mal laaaange nichts, da der Blutbaron zuerst mal als gräuliches Hinkemonster meuchelnd und mordend durch den Wienerwald zieht und erst sehr spät bei einer Auktion in Gestalt des berühmten amerikanischen Schauspielers auftaucht. Dann allerdings ist er –wie zu erwarten war- großartig als überlegend berechnender Bösewicht, der mehr als nur eine Leiche im Keller hat (siehe Finale des Films).
Die DVD wartet mit einem Haufen Extras auf was natürlich das Horrorfilmsammlerherzchen gleich höher schlagen lässt: Interview mit Frau Sommer, Dokumentationen, Bildergalerien, Trailer und Biographien! Toll! Das tröstet hinweg, dass die Filmqualität doch nicht so kristallklar ist wie wir es gewöhnt sind.
Sei es wie es ist „Blood Baron“ ist ein unterhaltsamer, stilvoll gemachter Gothic Horrorfilm, der wieder beweist, dass Mario Bava ein wahrer Könner hinter der Kamera war,
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am 17. August 2015
Der Grad zwischen Kunst und Schwachsinn ist oft schmal, und gerade bei einem grossen und wegweisenden Bilderkünstler ,wie dem italienischen Horror-und Giallomeister Mario Bava verfliessen oft die Grenzen, pendelt das Gefühl oft zwischen der Bewunderung für die formelle Schönheit und Kreativität seiner rauschhaften Filmarabesken und dem Luftanhalten bei sehr trashig verkorksten Anflügen hin und her.
Der Mann revolutionierte das Horrogenre zusammen mit Filmikone Barbara Steele mit dem schwarzweissen Meisterwerk " Maschera del Demonio" (" Die Stunde wenn Dracula kommt") nach einer russischen Erzählung von Nikolai Gogol, schuf farbenprächtige sinnliche Alpträume, wie " Dämon und die Jungfrau", " Die toten Augen des Dr. Dracula" , " Die drei Gesichter der Furcht" und hob ganz nebenbei mit dem hypnothisch fiebernden " Blutige Seide" das Giallo Genre aus der Taufe. Aber es gab daneben allerdings auch solche Ausrutscher wie " Vampire gegen Herakles" bei denen sich trefflich über den Kunst - und den Schrottgehalt streiten lässt.
Mario Bava hatte zeitlebens damit zu kämpfen, nie die finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben, um seine phantastischen grossen Ideen wirklich adäquat umsetzen zu können. Zusätzlich wurden seine Filme verstümmelt , sogar verboten( " Bay of blood") oder sinnentstellt umgeschnitten .Der Film, der ihm am meisten am Herzen lag, " Lisa und der Teufel" wurde beispielsweise erst in der hervorragenden Veröffentlichung von e-m-s wieder komplett und in seiner poesievollen Pracht dem Publikum zugänglich.
Mario Bava ist somit immer auch ein verhindertes, ein tragisches Genie, das sich sehr oft ebenfalls mit Auftragsarbeiten über Wasser halten musste, in denen sein künstlerischer Anspruch in einem klamaukig, öden Kaspertheater zu ersticken drohte.
Mit " Baron Blood" haben wir hier nun einen späten Bava vorliegen, dem man die schnell heruntergekurbelte lieblose Auftragsarbeit leider überdeutlich anmerkt, und in dem ich in der Frage ob Kult oder absolut verquarkter Mumpitz leider zu letzterem tendiere.
Zusätzlich machen hier auch alle Stars, von dem alternden Knittergesicht Joseph Cotton ( der am Ende seiner Karriere sich für vieles verramschen ließ) bis zur wasserstoffblonden, auch noch das letzte Nervenfädchen zerbröselnden Schrei- und Heulboje Elke Sommer keine gute Figur.

Worum geht es ? Nun natürlich um den titelgebenden Blutbaron. Ein wahrhaft ungemütlicher Zeitgenosse , der zu mittelalterlich düsteren Zeiten auf seiner Burg in Österreich unzählige Menschen mit kreativen Methoden zum Zeitvertreib zu Tode foltern ließ.
Durch Hexerei konnte der blutdurstige Bösewicht damals unschädlich gemacht werden. Durch eine Hexenbeschwörung könnte er allerdings auch nach Jahrhunderten wieder erweckt werden.
In der filmischen Jetzt -Zeit ( 1972) haben zwei unbedarfte junge Springinsfelde, der Urenkel des Barons Peter Kleist und die stets zu markerschütterndem Overacting neigende Eva Arnold ( Elke Sommer) nichts besseres zu tun, als aus reiner Neugier in den finsteren Gewölben der alten Burg besagte Geisterbeschwörung durchzuführen, und hastdunichtgesehen ist der verfaulte Exzentriker, unser Baron wieder fit auf den Brettern . Allerdings den ganzen Film über wirkend ,wie ein beschwipster Obdachloser mit Schlapphut, der mit kariösen Gesichtszügen umherwankt, als hätte er ein Säurebad in Uschi Glas Gesichtscreme genommen.
Ist der Sex Appeal erst ruiniert , mordet es sich ganz ungeniert, und so dürstet es den untoten Topflappen nach Opfern.
Leider haben der wacker verblödete Peter und die sumselige Kreischnudel Eva vor lauter Angst das Pergament mit der Zauberformel, die Ihro Gnaden wieder dem Fegefeuer zuführen könnte achtlos ins Feuer geworfen und nun ist guter Rat teuer.
Auferstanden von den Toten zottelt der Blutwurstbaron nun durch die Nacht und kein zartes Geschöpf allenthalben , das vor ihm sicher ist.
Das hört sich alles noch interessant an, verliert aber in Mario Bavas unbeholfen trotteliger Umsetzung jeden Anflug von Grusel und Nervenkitzel.
Und selbst die schwelgerisch märchenhafte Bilderpracht , die Beleuchtungstricks, der Farbenrausch zünden hier nicht mehr richtig.
Dafür ist die Inszenierung und die Darstellerleistung so dermassen hingeschludert, das man aus dem Kopfschütteln nicht herauskommt.
Nebst den hübsch arrangierten Folterwerkzeugen im Keller der mittelalterlichen Burg ist das nachhaltigste Folterinstrument für den Zuschauer, die Streckbank der Langeweile. Die deutsche Synchro degradiert das Theater endgültig zur Karnevalsveranstaltung und stimmungsvolle Momente ertränken im Übermass an schnellen Zooms auf Gesichter, Gebäude, Gestalten. Bava übertreibt dieses Stilmittel hier unsäglich, beweist kein Gespür für Timing und versucht ungemein aufdringlich und plakativ hier Wirkung zu erzeugen.
Wohl gibt es auch in " Baron Blood" schöne, schauerpoetische Momente. Die Burg , die Verliese, die Gänge erstrahlen in düsterem Farbenglanz. Jedoch sind diese Stilmittel allesamt weit weniger eindrucksvoll als in den Tagen solcher halluzinogenen Meisterwerke wie " Drei Gesichter der Furcht" oder " Die toten Augen des Dr. Dracula". Es fehlt an Intensität, an Herzblut, an Originalität, letztendlich auch sichtbar an Geld für die Produktion. Hervorragend gefilmt dann wieder eine Verfolgungsjagd in der Eva durch dichten Nebel dem untoten Schimmelkopf entkommen muss.
Doch solche Höhepunkte lassen nur wehmütig an frühere hochartifizielle und unvergessliche Bava- Alpträume erinnern.
Gemächlich plätschert ein Nichts an Dramaturgie ansonsten vor sich hin, austauschbar und eher lustig anzuschauen sind die Morde, weniger lustig sondern marternd die unglaubwürdigen Kreischarien von Stimmbandterroristin Elke Sommer.
So bleibt nur tiefes Bedauern über treuherziges Bemühen, das ,warum auch immer , diesmal schwer in die Hose ging und sich letztendlich reduziert auf eine lachhaft trashige Farce, der bereits nach einem Drittel die Luft ausgeht.
Wer Neueinsteiger in die magische Welt des Mario Bava ist, der sollte von " Baron Blood " Abstand nehmen.
Von " Maschera del Demonio" bis " Drei Gesichter der Furcht", von " Blutige Seide" bis " Der Dämon und die Jungfrau" und viele weitere Zelluloidträume gibt es so viel besseres , betörenderes von dem italienischen Altmeister zu entdecken.
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am 28. Juli 2003
Betrachtet man nur die Story - ein böser Geist wird in einem gruseligen alten Schloß aus dem Totenreich beschworen und treibt fortan sein Unwesen - so bietet BARON BLOOD scheinbar nichts Neues und erscheint als eine geradlinige Fortführung typischer italienischer Horror-B-Pictures der 60er Jahre. Was den Film jedoch einige Meilen aus dem Durchschnittsbereich hervorhebt, ist das visuelle Talent des Regisseurs Mario Bava, das hier in barocken Bildern geradezu schwelgt und wieder einmal die schönsten Licht- und Schatteneffekte aus der unergründlichen Ausleuchtungs-Trickkiste zaubert. Mit ebensolcher Leichtigkeit wie Perfektion entwirft er hier eine schier farbentrunkene Alptraumatmosphäre, neblige Nächte in pittoresken Altstadtgassen, durch die Elke Sommer sich vor der bedrohlichen schwarzen Schattengestalt des Barons flüchtet, schwindelerregende Kamerafahrten durch die Säle des Schlosses etc., etc. Das Schloß schließlich, ein Labyrinth aus Stein und Stahl und der klassische Mikrokosmos des gotischen Horrors, kontrastiert hier mit dem ansonsten überraschend modernen, naturalistischen Setting: Die Protagonisten sind moderne Menschen und die österreichische Landschaft - der Großteil des Films wurde in Wien und Umgebung gedreht - präsentiert sich postkartengerecht sonnenüberflutet und alles andere als jenseitig.
Dennoch ist BARON BLOOD stilistisch einwandfrei als "gotischer" Horrorfilm einzuordnen und um so mehr überraschen hier die nicht gerade zimperlichen Gore-Einlagen (die dem Film seinerzeit natürlich einige unvermeidliche Verstümmelungen angedeihen ließen). Das Kunstblut wird nicht gerade spärlich eingesetzt (dem Arzt, der den Baron zuerst verarten darf, wird die Kehle durchgeschnitten und Fritz findet sein Ende in einem nagelgespickten Sarg, einer Art Relax-Variante der Eisernen Jungfrau), Baron von Kleist ist (trotz der nicht gerade preisverdächtigen Maske) als wandelnde Brandleiche kein freundlicher Anblick und Fritz als Zombie ruft mit seinem durchlöcherten Antlitz das unvergeßliche Konterfei Barbara Steeles als Hexe Asa in LA MASCHERA DEL DEMONIO in Erinnerung zurück. Würde jedoch ausschließlich dieser Aspekt BARON BLOOD dominieren, so würde der Film bestenfalls als kurzweiliger Trash-Streich in Erinnerung bleiben, denn die genannten Grausligkeiten sind mehr Grand Guignol-Revue als wirklich erschreckend.
Doch auch über die Besetzung gilt es einige positive Worte zu verlieren. Joseph Cotten, ein Veteran des richtig großen Kinos, der u. a. in Klassikern wie THE THIRD MAN und HUSH ... HUSH, SWEET CHARLOTTE mitwirkte und in seiner Eigenschaft als international bekannter Star bewußt eingesetzt wurde, absolviert den Part als Baron ebenso routiniert wie überzeugend. Gleiches gilt für "Onkel Karl" Massimo Girotti und auch Antonio Cantafora als junger Held Peter bleibt als erfreulich unnerviger Mime in Erinnerung. Freuen darf man sich einmal wieder über Luciano Pigozzi, der den leicht umnachteten Fritz (Hobby: Elke Sommer im Keller erschrecken) mit erbaulicher Mimik zu spielen weiß. Elke Sommer selbst - damals noch ein Starlet und hauptsächlich aufgrund ihrer optischen Erscheinung populär - ist perfekt in der Rolle Evas. "Seriöse" Kritiker mögen sich eventuell daran stören, daß ihre Rolle hier zu einem nicht unbeträchtlichen Teil darin besteht, schreiend vor einem Geist davonzurennen und dabei noch möglichst attraktiv auszusehen, egal - sie bewältigt ihr Debüt als Scream Queen exzellent.
BARON BLOOD zählt zu den atmosphärischsten Filmen Mario Bavas und ist zugleich des Maestros letzter Exkurs in gotische Horrorgefilde.
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am 30. Juni 2007
Mario Bava movies are like unspoilt holiday destinations, once discovered for their individuality, you'll never want to go on a package tour again. Baron Blood (Gli Orrori Del Castello Di Norimberga) is among his best, not just for the ever youthful and very beautiful Elke Sommer (the artists favourite model almost for Bava, but also for the surreal dimension the Italian director brings to our world.

He paints in shadow and mood and disturbs us not only with his images but with his inference of something chilling as well.

The German synchronisation is the best Tonformat version on the disc, the English soundtrack seemingly suffering from age in a way the Deutsch Tonspur does not. The extras are a nice bonus, but the centre stage has to go to the sympathetic presentation of this film that prove that EMS understand Bava's work and importance far more than other labels who have released his movies.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Juni 2013
Meine Lieblingsfilme von Mario Bava sind "Der Dämon und die Jungfrau", "Die Stunde, wenn Dracula kommt", "Blutige Seide" und "Lisa und der Teufel". Diese vier Filme gelten neben dem "Blutrausch des Satans" zu den wichtigsten Werken Bavas. Der 1972 realisierte "Baron Blood" kommt da weit weniger gut bei seinen Fans weg. Aber meine Neugier war dennoch groß und interessanterweise hat mir der Film dann doch aufgrund exzellenter Einzelsequenzen gut gefallen. Es fängt sehr 70er Jahre trashig an, ein Flugzeug aus den USA befindet sich im Landeanflug nach Wien. Und dorthin treibt es den jungen angehenden Mediziner Peter Kleist (Antonio Cantafora). Der junge Mann will mehr wissen über seine Vorfahren, vor allem interessiert ihn das Leben des Blutbarons Otto von Kleist, der längst verstorben ist. Ausserdem will er nach dem harten Medizinstudium ein bisschen das Leben genießen und das kann er dann in Österreich mit der hübschen Blondine Eva Arnold (Elke Sommer), die im alten Familienschloß als Architektin Renovierungen vornimmt. Der böse Vorfahre hatte den Ruf als Blutbaron, wurde dann auch noch von einer Hexe verflucht, bevor er jämmerlich am Scheiterhaufen sein gerechtes Ende fand. Peters Onkel Dr. Karl Hummel (Mario Girotti) erzählt sogar die Schauermär, dass es immer noch Einheimische gibt, die glauben der Baron würde noch im Schloß sein Unwesen treiben. Peter hört fasziniert den alten Geschichten zu, zumal dieser gefürchtete Baron zu seinen Lebzeiten viel Spaß daran hatte, seine Untertanen in seiner privaten Folterkammer zu quälen und anschließend an einen Pfahl auf dem Dache seines Schlosses aufzuspießen. Gerade jetzt wird das "Schloß des Teufels" wie es im Volksmund heißt zu einer gut besuchten Touristenattraktion mit Hotelcharakter umgebaut. Aus einer Laune heraus beschwört Peter gemeinsam mit Eva dank einer uralten Formel, die den Baron wieder zum Leben erwecken soll.
Und tatsächlich ereignet sich in den folgenden Tagen eine Reihe von mysteriösen Mordfällen, die eindeutig die Handschrift des Folterbarons tragen, Hummels hellsichtiges Töchterchen Gretchen (Nicoletta Elmi) will den Baron sogar schon gesehen haben...
Mit Joseph Cotten ist das Gothic-Märchen sehr gut besetzt, dieser spielt den undurchsichtigen amerikanischen Schloßkäufer Alfred Becker.
Was Bava auch hier an visuellen Spielereien und beeindruckenden Bildkompositionen auffährt, sollte man gesehen haben. Total super ist die Sequenz vor dem Schloß, als Gretchen in Gefahr gerät. Auch Elke Sommer muss im Dunkel der Stadt vor dem Baron flüchten. Visuell sehr stark, lediglich der Gesamteindruck ist nicht so stark wie bei seinen Meisterwerken. Wer aber Freude an einem eher unbekannten Bava Werk sehr erfreuen, man sollte aber Sympathie für B-Pictures aufbringen. Im Original heisst der Film "Gli Orrori del Castello die Norimberga"
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am 27. Mai 2007
Der 1971 in Österreich gedrehte BARON BLOOD (im Original etwas umständlicher GLI ORRORI DI CASTELLO DI NORIMBERGA = 'Die Schrecken des des Schlosses zu Nürnberg' betitel) war Mario Bavas letzter Exkurs in gotische Horrorgefilde. Betrachtet man nur die Story - ein böser Geist wird in einem gruseligen alten Schloß aus dem Totenreich beschworen und treibt fortan sein Unwesen - so bietet der Film scheinbar nichts Neues und erscheint als eine geradlinige Fortführung typischer italienischer Horror-B-Pictures der 60er Jahre. Was den Film jedoch aus dem Durchschnittsbereich hervorhebt, ist Bavas visuelles Talent, das in barocken Bildern geradezu schwelgt und wieder einmal die schönsten Licht- und Schatteneffekte aus der unergründlichen Ausleuchtungs-Trickkiste zaubert. Mit ebensolcher Leichtigkeit wie Perfektion entwirft er hier eine farbtrunkene Alptraumatmosphäre, neblige Nächte in pittoresken Altstadtgassen, durch die Hauptdarstellerin Elke Sommer sich vor der bedrohlichen schwarzen Schattengestalt des Barons flüchtet, schwindelerregende Kamerafahrten durch die Säle des Schlosses etc., etc. Das Schloß schließlich (hier hatte man mit dem Museum in der Burg Korneuberg eine perfekte und authentische Kulisse), ein Labyrinth aus Stein und Stahl und der klassische Mikrokosmos des gotischen Horrors, kontrastiert hier mit dem ansonsten überraschend modernen, naturalistischen Setting: Die Protagonisten sind moderne Menschen und die österreichische Landschaft - der Großteil des Films wurde in Wien und Umgebung gedreht - präsentiert sich postkartengerecht sonnenüberflutet und alles andere als jenseitig.

Dennoch ist BARON BLOOD stilistisch einwandfrei als "gotischer" Horrorfilm einzuordnen, kann zugleich aber auch einige durchaus nicht zimperliche Gore-Einlagen aufweisen.

Zur DVD: Wie die anderen Titel der Bava-Reihe von e-m-s hält auch diese DVD (abermals lag hier ein italienisches Master zugrunde) dem internationalen Qualitätsvergleich stand und übertrifft mühelos die doch recht mittelmäßig geratene US-DVD von Image Entertainment. Das Bild weist zwar partielle Unschärfen auf, erfreut jedoch mit kräftig kontrastreichen Farben, die Bavas Ausleuchtungseffekte bestens zur Geltung bringen. Der Ton ist qualitativ recht unterschiedlich ausgefallen: Am saubersten klingt hier noch die deutsche Tonspur, allerdings ist diese (1995 für RTL2 produzierte) Synchronfassung recht blaß geraten und mit arg mittelmäßigen Sprechern besetzt. Wesentlich mehr Freude macht da die englische Fassung, in der sich fast alle Darsteller (auch Elke Sommer und Jospeh Cotten) selbst synchronisiert haben. Leider müssen hier qualitative Abstriche gemacht und beim Sound eine ziemliche Dumpfheit attestiert werden. Etwas besser, wenngleich ebenfalls leicht dumpf, ist da die italienische Fassung ausgefallen. Sehr viel Mühe gegeben hat man sich wieder einmal bei der Zusammenstellung der Extras: So findet sich hier unter dem Titel "Marios Scream Queen" ein eigens für diese DVD produziertes 32minütiges Interview mit der Darstellerin, in dem sie sich an die Arbeit mit Mario Bava erinnert und auch ansonsten einiges aus dem Nähkästchen zu plaudern weiß. Des weiteren findet sich die knapp 16minütige italienische Dokumentation THE CASTLE OF HORRORS (ursprünglich für die italienische DVD-Veröffentlichung von Raro Video produziert), eine sehr umfangreiche Bildergalerie, Bio- und Filmographien und natürlich der Original-Kinotrailer. Sehr schön ist auch wieder die Aufmachung der DVD geraten.
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am 8. August 2006
Obschon Bava "nur" B-Filme gedreht hat, steht er in Punkte Bildkompositionen und Lichteffekte den ganz großen Regisseuren in nichts nach. Baron Blood hat sicherlich seine Momente, obwohl er es z.B. micht mit "Blutige Seide" aufnehmen kann. Das liegt sich an einigen mehr oder weniger absichtlichen komischen Einlagen, aber auch an der etwas ungelenken Story und der einfach unpassenden Musik. Joseph Cotton ist vollkommen überdreht, aber Elke Sommer gibt eine ganz passable Scream Queen ab, besonders im knappen Mini. Das Bonusmaterial auf dieser DVD ist toll, ein Muss für jeden Bava Fan.
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am 28. Dezember 2008
ACHTUNG! Ich habe gerade die DVD's Die Stunde wenn Dracula kommt, Baron Blood und Der Dämon und die Jungfrau erhalten. Über die Qualitäten der Filme sowie der Veröffentlichung im Allgemeinen möchte ich mich nicht äussern, da sie ja bekanntliche über den größten Zweifel erhaben sind. Aber...bei Amazon sind zur Zeit überall noch die Paperback Versionen abgebildet. Geliefert wird allerdings eine normale DVD Version mit einem anderen Cover. Das Cover der Paperbackversion findet man jetzt nur noch auf der DVD selber wieder.

Das ganze ist nicht tragisch, ich wollte es aber erwähnen. Schließlich gibt es vielleicht Menschen, die besonderen Wert drauf legen. Ich persönlich finde es ärgerlich, aber nicht so schlimm. Die Filme waren sehr günstig und letztendlich kommt es ja auch auf den Inhalt an.
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am 11. Januar 2007
Also, vorne weg: "Baron Blood" ist absoluter Trash! Katastrophale darstellerische Leistungen (Joseph Cotten's Gesichtsausdruck zeigt nur zu deutlich, das er sich die ganze Zeit fragt: Was mach ich hier eigentlich?), völlig unpassende Musik, für Bava ungewöhnlich "billige" Optik, und eine vorhersehbare, lahme Story! Und die extrem schlimme deutsche Synchro trägt ihr übriges dazu bei, den Film billig wirken zu lassen.

Doch, trotz all dieser Mängel, ist der Film wirklich unterhaltsam, macht Spaß, obwohl der weitere Verlauf der Handlung absolut vorhersehbar ist. Und auch für (unfreiwillige) Lacher wird gesorgt: Z.b. der erste auftritt des Barons, als er völlig unmotiviert zu einem Arzt geht. Ich musste brüllen vor Lachen....Doch es gibt auch athmosphärisch Dichte Szenen, was den Film alles in allem sehenswert macht.

Man muß Bava zugute halten, das er auch in den 70ern versuchte, gute Qualität bei schmalem Buged zu liefern. Doch selbstverständlich halten die Filme keinem künsterlischen Vergleich mit seinen Werken aus den 60er Jahren, stand.

Die DVD ist auch sehr gut gelungen, mit interessantem Bonusmaterial. Nur die Bildqualität von "Baron Blood" ist nicht sehr gut, was aber wohl an der Kopie liegt.

Auf jeden Fall gehört der Film in jede gutsortierte DVD Sammlung von Horrorklassikern.
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am 28. November 2006
Peter Kleist reist nach Österreich- in der Absicht etwas über seine Herkunft
zu erfahren. Peter ist ein Nachkomme des Blutbarons Otto von Kleist, der
den Einheimischen aus den Schauererzählungen in Erinnerung geblieben ist.

Mit der Architektin Eva Arnold, die mit ihm auf dem ansässigen Schloss ist,
vollzieht er eines Nachts eine Beschwörung, dieses geschieht an hand
einer bestimmten Formel. Da sie scheinbar etwas Böses erweckt haben,
sprechen sie eine Gegenformel aus. Allerdings sind die beiden damit nicht
zufrieden, also sprechen sie die Formel in der Folgenacht wieder aus Das
Paper mit der Gegenformel wird allerdings dabei vernichtet. In der
Folgezeit geschehen einige Morde...

Mario Bavas Baron Blood ist ein solider Horrorfilm, der lang nicht mit
anderen Bava Werken wie Black Sunday oder Blutige Seide mithalten kann.
Zu altbekannt und vertraut ist das Schema mit dem Bava vorgeht und der
hier auch zum letzten Mal die gotische Horrorschiene fährt. Baron Blood
mangelt es sehr an der gewissen Atmosphäre, wie sie z.B. in Black Sunday
präsent war. Nichtsdestotrotz handelt es sich immer noch um einen guten
italienischen Horrorfilm mit Giallo- Anklängen., der in einer sauberen DVD
Umsetzung angeboten wird.

Fazit: Der Film ist durchaus zu empfehlen und für Nostalgiker Pflicht.
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