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Die kanadischen Stars klingen, als hätte es Belle & Sebastian schon in den frühen 80ern gegeben: sorgfältig instrumentiert, eine ausgewogene Mischung aus Gitarre, quietschigem Synthi und Tupfern diverser Akustikinstrumente (vor allem Streicher). Beim ersten Hören dachte ich mir noch: ganz nett. Aber diese CD verdient ein drittes und viertes Hinhören, erschließt sich erst nach mehrmaligem Goutieren und im Zusammenhang mit den Texten. Und siehe da: schließlich war es ein grandioses Album, das Abschied und Ende atmet, so traurig schön. "'When there's nothing left to burn you have to set yourself on fire": wenn die Leidenschaft abhanden kommt, kann man's gleich ganz und gar lassen und alles hinwerfen. Die Songs dieser Platte zeugen davon, dass es für die Selbstverbrennung der Bandmitglieder noch keinen Grund gibt. Wer aber nur die Musik hört, verpasst die Hälfte, und die beiden Hälften dieses Albums - die Musik und die Texte - ergeben in diesem Falle mehr als ein Ganzes. Es geht um Liebe, Leidenschaft und Tod. Songtexte wie vom Ende eines Lebens, vom Ende eines Lebensabschnittes jedenfalls, fast schon abgeklärt und mit jeder Menge Understatement vorgetragen, und doch endet das Album mit den Worten "I'm alive! I'm alive ..."

Die CD ist ein Fundus, ein Album, dessen Songs ganze Landschaften abbilden, durch seine Vielseitigkeit in Tempo und Instrumentierung, wie Sichtachsen, die in einer Straßenkurve plötzlich den Blick auf ein weites Gelände freigeben. Ich denke da an den Titelsong, der mit Synthie-Gefrickel beginnt und gegen Ende plötzlich wegbricht und ganz ätherisch verhaucht. Ich denke an "One More Night", wo bei den Worten "you'll never touch him again" plötzlich ein Gitarren-Störfeuer einsetzt. Ich denke an "The Big Fight", ein herrliches Duett, das mit einem Instrumentalteil endet, welches gut und gern als eigenständiges Stück gelten könnte. Diese Band beherrscht ihr Handwerk und versteht es noch, Melodien zu ENTWICKELN. Und apropos "Duett": sehr gut ergänzen sich die Stimmen von Torquil Campbell und Amy Millan und harmonieren bestens mit den Instrumenten, keiner drängt sich hier narzistisch in den Vordergrund. Um noch einmal auf die Sichtachsen zurückzukommen: beim Hören hatte ich gelegentlich Assoziationen zu This Mortal Coil, Prefab Sprout und den frühen Sachen von Boas Voodooclub inkl. Pia Lund. Keine Ahnung, was davon im Plattenschrank der Stars steht.

Mit der Vergabe von fünf Sternen bin ich inzwischen geizig geworden, aber in diesem Falle sind sie vollkommen berechtigt. Denn hier haben wir es wirklich mit STARS zu tun, egal, wie erfolgreich sie sich verkaufen mögen. Prädikat '"Göttlich" für meine Entdeckung 2005/2006!
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am 5. November 2005
Eine dunkle, tiefe Stimme welche den Titel dieses Albums verkündet. „When there’s nothing left to burn, you’ve to set yourself on fire…“. Ein Blick auf die junge Frau mit der dunkelrosa Skimaske. Gänsehaut. Eine merkwürdige CD...
So düster wie die ersten Sekunden von "Set Yourself on Fire" ist das restliche Album der STARS nun auch wieder nicht. Nach diesem nachdenklichen Satz startet die Musik mit pathetischen Streichern und ebenso opulent geht es auch weiter. "Your Ex-Lover Is Dead" ist das perfekte Eröffnungsstück, alles was dieses Album ausmacht, steckt sozusagen in diesem Lied. Musikalische Größe, emotionale Tiefe und tieftraurige Schönheit - von Anfang an ist man gebannt, dann mischen sich auch noch die bezaubernden Stimmen von Amy Millian & Torquill Campell dazu, abwechselnd "erzählen" sie die Geschichte zweier ehemaligen Liebenden, die sich eines Tages wieder begegnen, "live through this and you won't look back", und beenden den Opener mit den Worten "I'm not sorry I met you/I'm not sorry it's over/I'm not sorry - there's nothing to save...".
Von Violine & Cello über Trompeten & Saxophon zu Gitarren, Keyboard & Synthesizer - die STARS warten mit einem ganzen Arsenal an Instrumenten auf. Diese werden exzellent eingesetzt, nie wirkt die Musik langweilig, aufdringlich oder anstrengend, nein, manchmal hätte ich mir doch gewünscht, die Band würde noch eins drauflegen. Musikalische Ähnlichkeiten reichen von BROKEN SOCIAL SCENE über DEATH CAB FOR CUTIE zu BRIGHT EYES (vergleichsweise das "Digital Ash in a Digital Urn" Album), aber auch zu SOPHIA, NOTWIST oder MONTA und einer Mixtur Songwirterpop mit sanften Indiependentrock.
Dieses Album bietet viele großartige Lieder und wirklich große Musik an. Zum einem wäre da "Ageless Beauty", welche vor allem mit dem bezaubernden Stimme der Sängerin Millian (zum Sterben schön) und der schnellen, gitarrelastigen Umsetzung trumpfen kann. Den Höhepunkt erreicht das Album meiner Meinung in der goldenen Mitte; zunächst das sehr schnelle und elektro-lastige "What I'm Trying to Say", dann das zerreisende, langsame, zarte aber doch starke "One More Night" und gleich im Anschluss ein etwas kürzeres, musikalisch aber faszinierendes Stück "Sleep Tonight".
Das Album bietet viel Abwechslung, nach diesen traurigen Höhepunkt wird das Tempo wieder etwas erhöht, "The First Five Times", "He Lied About Death" und "Soft Revolution" bäumen sich noch mal auf, ruhigster Punkt der CD ist auf jeden Fall das stille "Celebration Guns" und letzten Endes gibt es noch das traurigschöne "Calendar Girl" - DER Ausklang dieses berauschenden Albums.
STARS erreichen mit ihrem neuen Album das, was nicht viele CDs schaffen. Ende des Sommers konnte mich nur das neuste Album von DEATH CAB FOR CUTIE mit einer derartig gefühlvollen Musik überschütten, ohne dabei einen Fehltritt zu landen: emotionale Tiefe und wertvolle Töne. Wie bei DCFC, bin ich bei STARS über das mystische und (vor)herbstliche Zusammenspiel fragiler Musikstücke und intelligenter Lyrik fasziniert. Doch im Gegensatz zu den amerikanischen Tourkollegen sind die Kanadier nicht so zurückhaltend; die STARS spielen generell auf einer relativ hohen Tonlage und bewegen sich in einem etwas schnelleren Tempo. Man scheut sich nicht vor mehreren Rhythmuswechseln während eines Liedes und ist im Gesamten auch sehr textbezogen.
Und das wird es auch sein, was diese Band letztendlich ausmacht. Die musikalische Schönheit wird etwas in den Hintergrund gestellt, die Band legt viel Wert auf den lyrischen Inhalt ihrer Musik. Schon mit dem ersten Lied "Your Ex-Lover Is Dead" zeigt deutlich mit welchem Thema sich dieses Album (vor allem) beschäftigt: Liebe. Kitsch oder Klischeehaftigkeit kann man STARS dabei in keiner Weise vorwerfen, mag die Musik manchmal doch etwas romantisch und poetisch klingen, erschrecken und faszinieren die Texte oft durch unverblümten Darstellungen, (selbst) zerstörerischen Passagen und intelligenten, schönen Zeilen. Allein der Titel spricht Bände.
Amy Millian und Torquil Campbell sind sich der Macht ihrer Worte vollends bewusst und sie benutzen sie auch um die emotionale Tiefe ihrer Musik noch schürfender und kräftiger zu machen. Ihre Texte balancieren auf dem schmalen Draht zwischen Glück und abgrundtiefer Hoffnungslosigkeit bzw. Trauer. Perfektes Beispiel dafür ist der Text in "One More Night (Your Ex-Lover Remains Dead)", eine letzte Nacht eines (Ex-)Paares, welches sich über ihre getrennte Zukunft vollends bewusst ist. Zuckersüß jedoch ohne einen Hauch von Melancholie besingen sich Millian und Campbell, doch die einzelnen Textzeilen zereissen einem die Seele, "look him straight in the eye and tell him right now, that you wish he would die" - ehrlicher kann ein Liebeslied kaum sein.
Trotz aller Fröhlichkeit die Millian und Cambpell mit ihrer Stimme und ihrer Musik verbreiten täuscht nichts über ihre brutale Traurigkeit hinweg die sich schonungslos in die Herzen der Zuhörer brennt.
Abseits von Trauer finden sich auch glückliche Momente wieder: "The First Five Times" strahlt einem plötzlich entgegen und in "Sleep Tonight" erwacht die Liebe zum Leben.
Die Stücke die dann noch folgen haben weniger mit den vorigen zu tun, "He Lied About Death", "Celebration Guns" und "Soft Revolution" kann man getrost politisch interpretieren und als den Weg der STARS sehen, die Welt zu verbessern ("We are here to save your life!"). Ach - und dann bleibt noch "Calendar Girl" – nein, kein Kommentar, macht euch selbst ein Bild…
Dieses Album verdient die 5 Sterne. Auch wenn sie mir manchmal zu textorientiert sind, bereue ich es zurzeit immer, wenn ich mal eine andere Musik höre, dass es nicht die STARS sind (verflixt hartnäckiger Ohrwurm, übrigens). Ja, DEATH CAB FOR CUTIE sind vielleicht um einen Tick besser, wohl, weil sie manchmal eben auch die Musik für sich sprechen lassen – und weil sie sich manchmal auch ruhe gönnen. Wie schon SLUT sagten, „all you need is silence“ und diese Stille, diese Ruhe aus „Plans“ eben von DCFC, vermisse ich bei „Set Yourself on Fire“ - dennoch hat dieses Album mich emotional mehr bewegt. Und somit reiht sich "Set Yourself on Fire" in meine persönliche Hall-of-Fame von unersetzlichen CDs - und weil es bei dieser Band gerade so passt, könnte man dieses Album gleich mit der wirklich wahren Liebe vergleichen: unvergesslich, unersetzlich, emotional, ergreifend, prägend und ehrlich. So unglaublich ehrlich...
“And you gentle listener... by the time you hear this the world might be ending, or beginning... whatever happens, BURN”
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am 27. Mai 2015
Zuerst kannte ich nur "Calendar Girl", was mir sehr gut gefiel - und hatte längere Zeit mit dem Kauf gewartet, weil ich mir nicht nur für den einen Titel die ganze CD kaufen wollte. Als ich sie dann doch kaufte, habe ich es nicht bereut. Eingelegt und schon der erste Titel war so genial, dass ich ihn sofort bei größerer Lautstärke noch viele Male hören musste...
Die CD ist seit Monaten der Dauerbrenner bei mir. Kann mir die Musik wirklich stundenlang anhören und bekomme sie auch nach Tagen/Wochen nicht über.
Bekommt von mir alle Sterne, die möglich sind!
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am 10. August 2011
Nur durch Zufall habe ich jetzt, Jahre nach der Erscheinung dieser CD, diese wunderbare Band entdeckt.
Jedes der Lieder ist eine Sinfonie und durch die melodischen Stimmen einfach wunderbar anzuhören.
Besonders angetan haben es mir die Lieder "Your Ex-Lover is Dead" und "One More Night".
Wenn man gefühlvolle Musik mag(ich finde es ist bei Musik sehr schwer pauschale Empfehluungen zu schreiben) ist der Erwerb dieser CD zu empfehlen :).
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am 11. Oktober 2008
Die Stars aus Kanada bieten auf "Set Yourself On Fire" alles, was Popmusik hergibt. Toller Gesang, schöne Instrumentierungen mit Synthies, Bläsern und Streichern, ihre Texte erzählen kleine Geschichten aus dem Alltag, mal sanft und verträumt, dann sehnsüchtig, aber auch bitterböse.
Hinzu kommt das gewisse Etwas, denn Popmusik zu kreieren heißt für das Quintett nicht, sich Zwängen zu unterwerfen, sondern zu überraschen.
Warum endet das relaxte "The Big Fight" mit elektronischen Beats und Melodiebögen oder wie finden bei "He Lied About Death" verzerrte Gitarren und dezente Noiseeinwürfe den Weg auf das Album?
Ich weiß es nicht, aber es ist toll und macht den Reiz aus, was für eine anhaltende Langzeitfreude garantiert. Definitiv gehören beide Songs zu den Höhepunkten des Albums, das keine Schwachstellen aufweist.

Allein durch Amy Millans Gesang bleibt "Set Yourself On Fire" schon im Ohr und die Duette mit Torquil Campbell harmonieren völlig, driften nie Richtung Kitsch, sondern erzählen Geschichten über Liebe und ihre Facetten und machen die Lyrics so unglaublich greifbar.

An Songs wie der Singleauskopplung "Ageless Beauty", welches mit dem stetigsten Gitarreneinsatz aufwartet oder dem grandiosen "One More Time (Your Ex-Lover Remains Dead)", das passend eines der Duette zwischen Millan und Campbell bietet und die letzte Nacht eines sich trennenden Paares beschreibt, kommt man hier nicht vorbei.
Aber auch die fröhlicheren Songs wie "What I'm Trying To Say", in dem das sich Lächerlich-fühlen vor einem Liebsgeständnis besungen wird oder "The First Five Times" bleiben im Ohr.
Wenn Millan dann am Ende noch ihr sehnsüchtiges "Calender Girl" ins Mikrophon haucht steht fest - das hier ist eine Herzensangelegenheit.

"Set Yourself On Fire" ist ein Beweis dafür, daß Popmusik ansprechende und vor allem langanhaltende Begeisterung mit sich bringen kann. Die Stars schaffen tolle Melodien, eingängie Refrains und ihre Texte berühren, machen Freude und dieses Album zu einem echten Erlebnis.
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... you've got to set yourself on Fire!
Allein für diesen Intro-Satz gebührt den Stars aus Kanada der vollste Respekt den es gibt. Was sie uns danach auf den 13 Titeln von "Set yourself on Fire" geben, das ist allerfeinster Pop. Manchmal etwas kantig, aber sehr häufig wunderschön arrangiert und ziemlich nahe am Kitsch. Dafür sorgen die zerbrechlichen wunderschönen Stimmen, zwarte Pianoklänge, häufige Streichereinsätze und traumhafte Melodien. Das Titelstück, "Ageless Beauty" oder "What I'm trying to say" sind dabei die schnelleren Stücke des Albums ohne aber übermäig Krach zu produzieren. Der Rest ist wunderschön, nahezu perfekt arrangiert und super anzuhören. Gerade im Herbst und anderen kalten Plätzen.
Wer auf gute Gitarrenpopmusik im kitschigen Britpop-Stil (thirteen senses, athlete etc.)steht, der ist mit "Set yourself on Fire" bestens aufgehoben. Das Album wächst zu sehens und geht dann wie Öl die Gehörgänge runter.
Weitere Anspieltipps sind "One More Night", "Big Fight", "Calendar Girl"
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am 16. Januar 2006
Stars. So der simple Name dieses kanadischen Ensembles. Alles andere als simpel hingegen ist das musikalische Universum, in das man mit ihrem Album „Set Yourself On Fire“ entführt wird. Schon die Flut an verwendeten Instrumenten lässt den unvoreingenommenen Hörer die Komplexität dieses 53-Minuten-Werkes erahnen: Neben dem Standard-Instrumentarium Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang kommen auf dem Album auch jede Menge Streicher, Bläser, Glockenspiel, Pianos und Synthesizer zum Einsatz und dies jeweils nicht nur in einem bestimmten Song.
Die Band spielt enorm mit der Erwartungshaltung des Hörers und beim ersten Hördurchgang des Albums wird man mit Überraschungsmomenten förmlich erschlagen. Die Songs sind gespickt mit interessanten Wendungen und Breaks, die die Lieder meist in eine ganz andere Richtung lenken. Durch den vielfältigen Einsatz von Orchesterelementen wirkt der Großteil der 13 Songs sehr episch, was aber manchmal auch etwas aufgesetzt klingt. Sehr gut gefallen hat mir das perfekte Zusammenspiel der Stimmen von Amy Millan und Torquil Campbell, die zwar auch mal den ein oder anderen Song allein singen dürfen, aber doch am besten zusammen funktionieren, wenn sie sich gegenseitig mit bittersüßen Worten umgarnen. Besonders gut gelungen ist dies meiner Meinung nach bei „One More Night“ und „The Big Fight“. Textlich gesehen überzeugen die Stars auf ganzer Linie. Sehr authentisch und trotzdem poetisch werden hier verschiedene Facetten der Liebe beleuchtet, ob es sich nun um das Zusammentreffen zweier ehemaliger Liebender, um die ersten fünf Küsse oder um die letzte gemeinsame Nacht nach einer bereits vollzogenen Trennung handelt. Dabei fällt auch manchmal das F-Wort, was aber nur noch mehr zur Authentizität der Texte beiträgt.
Weitere Highlights sind unter anderem noch die beiden sehr elektrischen Songs „The First Five Times“ und „He Lied About Death“, wobei letzteres mit einem sehr sorgfältig vorbereiteten Gitarren-Wutausbruch den mit Abstand heftigsten Moment des Albums parat hält.
Das einzige, was mich an „Set Yourself On Fire“ etwas stört, ist der teils etwas übertriebene Bombast bei einigen Liedern sowie die Tatsache, dass es nur wenige Über-Highlights zu hören gibt. Alle anderen Songs sind aber trotzdem auf einem sehr hohen, überdurchschnittlichen Niveau und überzeugen stets mit einem sehr individuellen Touch. Kein Song hört sich so an, als wäre er die Kopie eines anderen Tracks des Albums und keines der 13 Mini-Epen ist überflüssig. Dieses Album kann ich jedem aufgeschlossenen Musikhörer nur ans Herz legen. In diesem Sinne: „Ladies and gentleman, set yourself on fire!“
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am 14. März 2005
Wer kennt das noch? Man hört den ersten Song eines neuen Albums, und weiß sofort, das man diese Platte lieben wird. Genauso ging es mir jedenfalls mit 'Set yourself on Fire', dem nun dritten Album der kanadischen Stars. Perfekt arrangierte Songs, mit leichten Retroeinflüssen, was aber beim Thema Pop auch nicht ausbleiben kann. Fans von Arcade Fire ist diese Platte wärmstens ans Herz zu legen!
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Die kanadischen Stars klingen, als hätte es Belle & Sebastian schon in den frühen 80ern gegeben: sorgfältig instrumentiert, eine ausgewogene Mischung aus Gitarre, quietschigem Synthi und Tupfern diverser Akustikinstrumente (vor allem Streicher). Beim ersten Hören dachte ich mir noch: ganz nett. Aber diese CD verdient ein drittes und viertes Hinhören, erschließt sich erst nach mehrmaligem Goutieren und im Zusammenhang mit den Texten. Und siehe da: schließlich war es ein grandioses Album, das Abschied und Ende atmet, so traurig schön. „When there's nothing left to burn you have to set yourself on fire": wenn die Leidenschaft abhanden kommt, kann man's gleich ganz und gar lassen und alles hinwerfen. Die Songs dieser Platte zeugen davon, dass es für die Selbstverbrennung der Bandmitglieder noch keinen Grund gibt. Wer aber nur die Musik hört, verpasst die Hälfte, und die beiden Hälften dieses Albums - die Musik und die Texte - ergeben in diesem Falle mehr als ein Ganzes. Es geht um Liebe, Leidenschaft und Tod. Songtexte wie vom Ende eines Lebens, vom Ende eines Lebensabschnittes jedenfalls, fast schon abgeklärt und mit jeder Menge Understatement vorgetragen, und doch endet das Album mit den Worten „I'm alive! I'm alive ..."
Die CD ist ein Fundus, ein Album, dessen Songs ganze Landschaften abbilden, durch seine Vielseitigkeit in Tempo und Instrumentierung, wie Sichtachsen, die in einer Straßenkurve plötzlich den Blick auf ein weites Gelände freigeben. Ich denke da an den Titelsong, der mit Synthie-Gefrickel beginnt und gegen Ende plötzlich wegbricht und ganz ätherisch verhaucht. Ich denke an „One More Night", wo bei den Worten „you'll never touch him again" plötzlich ein Gitarren-Störfeuer einsetzt. Ich denke an „The Big Fight", ein herrliches Duett, das mit einem Instrumentalteil endet, welches gut und gern als eigenständiges Stück gelten könnte. Diese Band beherrscht ihr Handwerk und versteht es noch, Melodien zu ENTWICKELN. Und apropos „Duett": sehr gut ergänzen sich die Stimmen von Torquil Campbell und Amy Millan und harmonieren bestens mit den Instrumenten, keiner drängt sich hier narzistisch in den Vordergrund. Um noch einmal auf die Sichtachsen zurückzukommen: beim Hören hatte ich gelegentlich Assoziationen zu This Mortal Coil, Prefab Sprout und den frühen Sachen von Boas Voodooclub inkl. Pia Lund. Keine Ahnung, was davon im Plattenschrank der Stars steht.
Mit der Vergabe von fünf Sternen bin ich inzwischen geizig geworden, aber in diesem Falle sind sie vollkommen berechtigt. Denn hier haben wir es wirklich mit STARS zu tun, egal, wie erfolgreich sie sich verkaufen mögen. Prädikat „Göttlich" für meine Entdeckung 2005/2006!
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am 31. Oktober 2007
Da hört man irgendwann im Nachtprogramm Musik und denkt sich: Na, was ist denn da an dir vorbei gegangen? Schmeichelnde Stimmen, rhytmische Beats, Handyklingeltöne und ein opulentes Streicherquartett. Schnell ein bisschen näher ans Radio gerutscht und den Lautstärkeregler aufgedreht. Also wenn das nicht absolut kreativ ist, dann weiß ich es auch nicht. Mit Spannung auf die Ansage gewartet und festgestellt: Stars? Kenne ich nicht. Also auf die Suche nach dem Album gemacht und entsetzt festgestellt: Das ist ja schon zwei Jahre her! Wie konnte das untergehen? Ich habe nicht die geringste Ahnung. Vermutlich war der Plattenmarkt zu sehr damit beschäftigt ein neues Celine Dion Album zu promoten oder die Superstars an den Mann zu bringen...

Gute Musik hört sich genau so an, wie es die kanadische Band hier mit den Stimmen von Amy Millan und Torquil Campbell praktiziert. Das hat ein bisschen was von Zero 7 klingt aber doch ganz anders. Erinnert einen an Air, aber dann doch wieder nicht. Schwer zu fassen, halt eine echte Eigenkomposition. Und die hat es in sich. Im Nachhinein unfassbar, dass man damit nicht groß rauskommt, allerdings bei den Qualitätsmerkmalen des Plattenmarktes leider auch kein Wunder. Genießen sie -Set yourself on fire- trotzdem. Sollten sie auch der einer der wenigen sein, die dieses kleine Klangwunder an die Ohren bekommen. Anspieltipps: One more night, Calendar girl, Sleep tonight, Ageless beauty.
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