Kundenrezensionen

9
4,3 von 5 Sternen
Pathfinder
Format: Audio CDÄndern
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40 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Mai 2006
Beggars Opera schafften es zwischen 1970 und 1972, mit drei Alben ihr Kapitel der Rockgeschichte zu schreiben. „Act One" war sehr stark von klassischer Musik beeinflusst, „Waters of Change" erhielt durch den Einsatz und die Kompositionen der Pianistin Virginia Scott einen gleichermaßen folkloristischen, wie auch abgehobenen Flair.

Auf dem Album Nummer Drei, Pathfinder, gibt es neben zarten Spinettklängen und rockigen Grooves wie gewohnt verträumten, melodischen Rock zu hören.

Mag sein, dass Beggars Opera bei Pathfinder bemüht waren, etwas eingängigere, leichter verständlichere Rockmusik zu schaffen. Manche Parts nehmen schon Klangbilder vorweg, die später für Wishbone Ash typisch wurden. Das Album wurde in folgender Besetzung eingespielt: Martin Griffiths: Gesang, Alan Park: Keyboards, Ricky Gardiner: Gitarre, Gordon Sellar: Bass, Raymond Wilson: Schlagzeug.

Virginia Scott hatte die Band, zumindest fürs Erste, verlassen.

Ein paar Worte zum zweiten Stück, MacArthur Park:

Der gleichnamige Park ist in L.A. lokalisiert, der sich dort aufhaltende Erzähler lässt uns in surrealen Metaphern an seinem Schmerz um eine verlorene Liebe teilhaben. Da schmilzt Eis in der Sonne, und ein Kuchen wurde im Regen stehen gelassen...

Die Originalversion von Richard Harris stammt aus dem Jahr 1968. Auch Donna Summer, sowie the 5th Dimension, haben das Stück gecovert, es gibt das Lied auch auf Deutsch, es heißt „Alle Träume, die wir hatten", und wird von Gitte Haenning gesungen.

Martin Griffiths ist wirklich ein außergewöhnlicher Sänger, und die Band hatte beim Album Nr. 3 eine Reife erlangt, die wohl einfach nicht mehr zu überbieten war.

In der Folge versuchte die Formation zwar, an die Linie der großen Zeit anzuknüpfen, diese Bemühungen blieben leider erfolglos, den, übrigens nur in Deutschland erschienen Alben der später entstandenen Nachfolgeband blieb jegliche Beachtung versagt. Insofern macht sich hier schon ein Hauch von Abschied bemerkbar.

Nach der endgültigen Auflösung der Gruppe blieben ein Teil der ehemaligen Mitglieder durchaus weiterhin Bestandteil des internationalen Rock-Zirkus.

Der erste Bassist, Marshall Erskine, arbeitete 1979 beim Rockclown Jango Edwards, im gleichen Jahr tauchte sein Nachfolger Gordon Sellar bei der Alex Harvey Band auf. Der Keyboarder Alan Park ist seit den achtziger Jahren musikalischer Direktor bei Cliff Richards.

1975 heirateten Virginia Scott und Ricky Gardiner, und sie realisierten in den folgenden Jahren verschiedene Projekte, teils alleine, teils gemeinsam. Virginia Scott wandte sich außerdem der klassischen Musik zu, sie wurde für ihre Arbeiten auch ausgezeichnet.

Ricky Gardiner arbeitete zeitweise mit Iggy Pop und David Bowie zusammen.

Eines Morgens ging er mit der Gitarre in den Garten, und in einem selbstvergessenen Seinszustand fügte er vier Akkorde auf recht ansprechende Art zusammen. Das Gitarrenriff zum Song „The Passenger", mit dem Iggy Pop seinen größten Hit hatte, war geboren.

Gardiner und Scott beschäftigten sich aber auch mit Meditationsmusik und mit dem Computer als Musikinstrument.

Über den Sänger Martin Griffiths, lässt sich nicht viel in Erfahrung bringen. Sein Sohn, Philip Griffiths, singt in der Mannheimer Artrock-Band „Alias Eye", und auf dem ersten Album der Gruppe, das im Jahr2001 erschien, befindet sich auch ein Duett mit Vater und Sohn. Die junge Band erhält übrigens erfreulich gute Kritiken.

Über den Drummer Ray Wilson, den wilden Mann im Kilt, ist nichts bekannt. Mehrere der ehemaligen Mitglieder von Beggars Opera üben jetzt andere Berufe aus, und musizieren noch regional, oder als Hobby.

Somit ist Beggars Opera leider nur noch eine schöne Legende, verwahrt im Pantheon des Rocks.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
1970 bis ca 73 war die Zeit des sog. "Progressiven Rock". Bands wie King Krimson, Gentle Giant oder Beggars Opera wurden von einem kleinen - sich elitär gebenden - Zirkel gehört ..
Man hört im Sound der Gruppe ihre schottische Heimat etwas an. "Waters of Change" war die populärste Platte gewesen, die 1971 mit "Time Machine" einen langen Track hatte, der gerne in alternativen Beatschuppen aufgelegt wurde.
Tasteninstrumente wie Mellotron, Hammon, Piano und Spinett werden hier von einem anderen Musiker gespielt und sind ziemlich dominant. Die Tracks "The Witch" und das unheimliche "Mrs. Doubtfire" haben Bezug zum Hexenwesen. Seltsam, hatte der Regisseur des 90-er Kinofilms "Mrs. Doubtfire" von dem Track Kenntnis gehabt? Ich erinnere mich noch heute an die unheimliche Wirkung des langen Outros mit dem höllischen Gelächter und der Totenglocke im Würzburger "Montanus" 1973.
"Mc Arthurs Park" zeigt eine Schritt in Richtung mehr Kommerzialität und war auch eine Single.
- "From Shark to Haggis" startet Jazzartig und wird zu einer Art Schottischem Tanz.
- "Pathfinder" besticht durch seine melodischen Vocals.
Die Platte war früher auf Vertigo erschienen, mit dem Op-artigen Schwarz-Weiß Sticker, der beim Dreh ständig das Aussehen veränderte ("Vol. 4 von Black Sabbath oder Greenslade auch).
Es ist erfreulich, daß die sog. Progressive Musik dieser Jahre
heute noch gehörte wird, wenn auch von weniger Hörern als Madonna. Wem ELP, Gentle Giant, Black Widow, Rare Bird, Spring (who??) damals gefielen, sollte auch "Beggars Opera" mal ein Ohr leihen, die Gruppe war ein gerngesehener Gast auf den Festivals Anfang der Siebziger. Lob verdient meiner Ansicht auch die Cover-Art, die ursprünglich als Poster beilag.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. September 2004
Für mich eine der besten cd's überhaupt, die ersten drei Lieder könnte ich in Endlosschleife hören. Mir fehlen ein wenig die Worte um die einzigartige Stimmung der Platte zu beschreiben. Der Gesang von Martin Griffiths ist so was von Eindringlich, der Ganze Aufbau und Spielwitz der Songs....
Ich lass es lieber,ich bin doch kein Poet.
Jedenfalls schon das bei Amazon richtige Raritäten gibt, wo der Sound nicht nur auf alten Anlagen gut rüber kommt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
nichts zu verstecken braucht. Das war der dritte Output der Schotten und ein wenig eingängiger als die Vorläufer "Waters of Change" und "Act One".
Hier wird in allen damals bekannten Prog-Elementen "gewildert".
Da gibt es einen lockeren "Mitsing-Song" (Hobo) sowie auch ein Stück
mit Gruselelementen (The Witch).
Der Höhepunkt ist aber die Spinett-Ballade "McArthur Park", die weder
vorher noch nachher jemals so gut gecovert worden ist wie hier.
Fazit: Die Scheibe kann man durchlaufen lassen und sie wird immer
zu meinen All-Time-Favourites gehören.

- Martin Griffiths / lead vocals
- Alan Park / keyboards
- Ricky Gardiner / lead guitar and vocals
- Gordon Sellar / acoustic guitar & bass guitar and vocal
- Ray Wilson / drums
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2010
Pathfinder ist das dritte Album von Beggars Opera und wurde von der Gruppe selbst produziert.
Ich habe die Band vor vielen Jahren "live in concert" erlebt und im Rahmen dieses Konzerts
wurden hauptsächlich die Titel von "Pathfinder" gespielt. Ich habe bereits die LP besessen,
und jetzt viele Jahre später die Audio-CD über Amazon erworben. Es handelt sich nach meinen Informationen
um eine limitierte Auflage, und deshalb habe ich mich um diese CD bemüht. Auch der Preis war meines
Erachtens bei Amazon wesentlich niedriger als in den einschlägigen Geschäften. Die Musik von Beggars Opera
ist schwierig einzuordnen und mit anderen Gruppen nicht zu vergleichen. Am ehesten würde ich sagen hochkarätiger Folkrock, wobei die Rockelemente eindeutig überwiegen. Leider ist die reine Spielzeit der sieben Titel nur ca. 38 Minuten, aber die haben es meines Erachtens in sich. Also insgesamt eine wunderbare CD
und daher eine Bereicherung jeder CD-Sammlung.
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am 13. Dezember 2014
Was hier allein schon der Sänger mit seiner Stimme zaubert ist sehr, sehr stimmungsvoll und geht auch noch nach 40 Jahren absolut unter die (Gänse-)Haut. Dies eingebettet in wunderschön ergreifenden Melodien macht diese Scheibe für mich zu einer der ganz großen des Progressivrocks. Unverkennbar und einmalig !
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am 1. Juni 2013
Die ist wohl die eingängigste unter den 3 regulären Scheiben von Beggars Opera seinerzeit. Ein Klassiker des Progrock aus den 70èr Jahren.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2000
Auf ihrem dritten Tonträger hat sich der Kern der Band ein letztes Mal vereint verewigen können. Virginia Scott, vormals am Melotron, fehlt diesmal völlig, was auch im Sound bemerkbar ist. Die 70er Jahre Artrock Band ist gross geworden, und hat 1973 bereits merkliche Einflüsse der erstarkenden Hardrock Musik zu verzeichnen. So sind die beiden ersten Songs HOBO und MAC ARTHURS PARK klare uptempo Stücke. Das Keyboard ist zwar weiterhin ein Bestandteil der Musik, genauso wie die Fantasyattitüden, aber eben nicht mehr ganz so dominant. Ganz entspannend sind dann auch die ruhigeren Passagen, die hervorragend in die Songs eingepaßt sind. Nur sind auch diese teils zu stark mit kleineren Verzierungen ausgeschmückt. Weniger wäre hier mehr gewesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. November 2013
gute Musik, die ich von der Langspielplatte schon kannte! ist sehr gut.
aber die CD ist für eine Kopie sehr teuer!
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