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TOP 1000 REZENSENTam 24. September 2012
Diese russische Volksoper wurde unter der kommunistischen Herrschaft in Ivan Sussain, nach dem Volkshelden der Oper, umbenannt und der Inhalt umfokussiert. Die originale, vor den anrückenden Polen schützende Aufopferung des Helden für einen Zaren, war als Symbol der im Kommunismus verhassten, zaristischen Herrschaft, ideologisch nicht tragbar. Infolgedessen wurde das Libretto insofern geändert, als Ivan Sussain sich zur Abwehr der polnischen Angreifer für das Volk aufopfert. Diese Aufführung basiert auf dem wiederhergestellten Originallibretto.

Wie immer in den russischen Volksopern, wird ein kostümopulentes, farbenprächtiges, rein illustratives Bühnenbild geboten. Ballettszenen und höfischer Prunk, Glanz und Gloria in voller Präsenz, eben das volle folkloristische Programm, ergeben optisch ein Gesamtambiente aus dieser Zeit des Zarentums.

Die sängerische Besetzung ist ganz herausragend, wie immer mit Stimmen des slawischen Timbres, was sich insbesondere auch in den machtvollen Chorszenen stimmfarblich bemerkbar macht. Slawische Stimmen setzen andere stimmfarbliche Akzente.

Die Titelrolle wird von dem großartigen Bass Evgeny Nesterenko gesungen, einem der berühmtesten Bässe der 1980/90er Jahre. Auch ein sehr berühmter Boris Godunov. Live ist er mir vom Gastspiel des Bolschoi mit dem "Boris" in Köln bekannt. Die Stimme ist ein Ereignis.
Großartig auch der stimmfarblich herausragende Mezzo von Elena Zaremba als Vanja. Marina Meschnerikova singt die Antonia mit dem typischen, slawisch "gefärbten" Sopran. Beide Sängerinnen sind auch im "Westen" aufgetreten und haben hier Karriere gemacht. Alexander Lomonossov ist Sobinin.

Alexander Lazarev dirigiert mit tiefgründig, emotional lotendendem Zugriff.

Eine differenzierende, inszenatorische Betrachtung solcher traditioneller Konzepte bietet sich nicht an, weil sie stets Prunk, Pracht, Pathos, aber auch eine nicht zu übersehende, gewisse Statik bieten. Bei dieser Art Oper ist es ganz einfach, entweder man mag das oder auch nicht, wenn ja, dann akzeptiert man diesen musealen Status. Und für den reinen Operngeniesser ist die Aufführung mit Sicherheit eine lohnenswerte Adresse. Für den Stimmenliebhaber sei insbesondere auf Evgeny Nesterenko und Elena Zaremba hingewiesen. Diese Stimmen sollte man gehört haben.
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