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62 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Five dark stars are never enough, 6. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Ich habe mir lange überlegt, für welches Album ich mein letztes Hemd geben oder welche Platte selbst der Exekutor nicht bekommen würde. Eigentlich war es kein langes Überlegen, es war immer schon klar. Es wäre die "Pornography". Das Album besticht durch frenetische Schärfe (sowohl lyrisch als auch musikalisch) wie kein anderes Cure Album zuvor. Auf "Pornography" jagt ein Existenzkampf den nächsten, es birgt keine Auswege in sich, es ist in sich verschachtelt und dennoch ruht es. Es ist wirklich perfekt. Mit "it doesn't matter if we all die" fängt Herr Smith die Scheibe an, an der die Band beinahe zerbrochen wäre. Die Kritiker vernichteten das Werk (obwohl "the hanging garden" als Single sehr erfolgreich war), da sie es nicht begreifen konnten und es als gewaltverherrlichend empfanden.
Doch noch nie war The Cure Bands wie "Bauhaus", "Joy Division" oder "Siouxsie and the Banshees" so gefährlich nahe und doch gleichzeitig so weit voraus - so ein Album konnte man nicht mehr toppen - und so fand eine Zäsur innerhalb der Schaffensperiode Cures statt. Die Alben danach waren fröhlicher, ruhiger, zuweil beschwingter - einfach anders, leider oft ohne diese dichte Intensität und Bedrohlichkeit.
"Pornography" besticht durch seine Kühle und akzentuierte Bestimmtheit (z.b. das fahle Schlagzeug bei "siamese twins"). Smiths Stimme hat sich stark gebessert, bettelt nicht mehr - vermehrt werden Echopassagen eingesetzt ("the figurehead"). Nötige Härte, Zorn und Verbissenheit ("one hundred years" und "cold"; auf "cold" hat Herr Smith sogar selbst den Chellopart übernommen!) treffen auf harte Percussions ("the hanging garden" und "a short time effect").
Einziger Lichtblick bietet "a strange day" ("give me your eyes that I might see" - Textzeile, erinnert irgendwie von der Stimmung her an die Bildsprache von "Schweigen der Lämmer"), das mit seinen dichten Gitarren und seinem wunderschönen Waverefrain für mich beinahe den besten Curetrack aller Zeit darstellt, zumal das Schlagzeug auf diesem Song (vrgl. Auch "cold" und "one hundred years") optimal eingesetzt worden ist. Auch das auf "stange day" folgende "cold" ist ein Anwärter auf den Stockelplatz, zumal es mit einem eigenartigen Synth begleitet wird, der am Ende des Liedes beinahe vor grauenhafter Perfektion (klingt wie ein Schrei) das Stimmengewirr des letzten Songs "pornography" zur Strecke bringt.
Verhalten und mit einem bedrohlichen Stimmengewirr wird die Platte mit "pornography" beendet - es klingt, als würde der Song von irgendwoher kommen, was einem unbekannt erscheint - und dieses Irgendwo würde verdammt tief unter der Erde in einem Kalauer liegen und warten, bis man in denselbigen runterfällt oder am Ende gar in selbigen runtergezogen wird. Was einen da unten erwartet, das möchte ich an dieser Stelle lieber nicht wissen. Dieses Album ist grandios und überschattet alle Alben vorher und nachher und sowieso. Noch nie so was gehört ("I might fight this sickness, find a cure...." - abschließende Zeile des Albums), gespürt und verstanden.
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bedrückend. Verstörend. Depressiv - Goth Rock at it's best!, 27. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
"It doesn't matter if we all die!" - Schon die Eröffnungszeile zu The Cures 1982er Machwerk 'PORNOGRAPHY' lässt einen verstört staunen. Gut, die Gruppe gehörte lyrisch gesehen nie zu den fröhlichsten und lebensbejahenden, dennoch, ein derartiges Programm war man trotzdem nicht gewohnt. "Waiting for the death blow"? Robert Smith, sie sind beängstigend. 'PORNOGRAPHY' ist während einer sehr düsteren Schaffensphase der Goth Rocker entstanden, die sich eindeutig von den frühen naiv-alternativen Nummern und den späteren, verspielten und experimentellen Alben unterscheidet, und das nicht nur textlich.

Das Album wird durchgehend von einem sehr beklemmenden Synthie-Drum-Beat begleitet, unter dem sich teils verwirrende, wehleidige, teils aber auch sehr einfach gehaltene Gitarrenmuster bewegen. Die Drums sind tragen einen nicht unwesentlichen Teil zur Atmosphäre bei. Hart und beissend bei Songs wie 'ONE HUNDRED YEARS' oder 'THE HANGING GARDEN', zurückhaltend und bedrohlich bei 'SIAMESE TWINS', dann wieder donnernd und erdrückend bei 'COLD'. Die Rhytmussektion lädt diesmal sicher nicht zum Wohlfühlen ein. Unterstrichen wird das stellenweise von den sehr genauen Basslinien oder dröhnenden Synthieflächen, die eine unglaublich dichte Endzeitstimmung erzeugen, wie man sie wohl nur Anfang der 80er empfinden konnte. Über all dem schwebt die klangende Stimme von Robert Smith, die diesmal weit verlorener wirkt, als man es sonst gewohnt ist. Eine bilderbuchartige Albtraumszene.

Nach mehrmaligen Hören kristallisiert sich 'A STRANGE DAY' als absolutes Highlight heraus. Das verspielte Riff im Refrain stellt einen hervorragenden Kontrast zur klinischen Atmosphäre, die von Drums und Synthies erzeugt wird dar, und auch der Gesang wirkt eine Spur weniger wehleidig, als in den anderen Songs.

Ganz klar, 'PORNOGRAPHY' ist alles andere als Gute-Laune Musik. Verstörend, beängstigend und nihilistisch, aber trotzdem auf ihre Art und Weise ein ganz besonderes Kleinod im Back Katalog der Gruppe. Nichts für den Alltag, aber ein Must Have im Plattenschrank für die gewissen Momente, an denen man im Selbstschmerz versinken möchte. Ganz gemäß dem Ende: "Find a sickness, find a cure!"
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach genial!, 19. November 2008
Von 
Carsten Würtz (Vancouver) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Was kann man zu Pornography noch sagen? Es ist sicher das intensivste, frenetischste, härteste und düsterste Album, das die Band je gemacht hat. Wie man so einen Meilenstein zustande bringt zu einem Zeitpunkt als Smith nach eigenen Angaben vor lauter Drogen zum Teil gar nicht wusste, wo ihm der Kopf stand, ist mir ein Rätsel. Im Nachhinein sind die Songs wohl intensive Hilferufe und ein Kampf mit den Drogendämonen. Ob es die Platte in der Form gegeben hätte, wenn Smith nicht in jeder Hinsicht bis an die Grenzen gegangen wäre (er arbeitete, glaube ich, gleichzeitig als Gitarrist im Studio und auf der Bühne für Siouxsie & the Banshees und nahm nachts dann Tracks für Pornography auf) bleibt fraglich. Es war derart intensiv, besonders die Tour zum Album, dass ein Endpunkt erreicht war. Die besten Songs, und dies ist ein Album ohne Füller oder auch nur einen einzigen schlechten Song, sind für mich 100 Years, Siamese Twins, The Hanging Garden, der Titeltrack. In einer eigenen Superliga der Meisterklasse-Songs spielen The Figurehead und Cold (der Bass als einzigartiges Melodieinstrument über diesem wabernden Synthie- und Celloteppich, Wahnsinn!) Diesen Song 1996 und 2000 live zu hören zeigte mir erst recht seine Extraklasse. So ein Lied gibt es sonst nicht, das macht niemand so, das ist ein ganz eigenes Klangerlebnis. Toll natürlich auch die Tom-tom-Rhythmen auf "Figurehead" und "Hanging Garden", die Smith höchstpersönlich entwickelte, da Lol Tolhurst wohl manchmal noch indisponierter war als er.
Wer Pornography noch nicht gehört hat, hat eines der großen Alben der Musikgeschichte noch vor sich, oder vielleicht wird er es nie verstehen. Jedermanns Sache ist das Album nämlich bestimmt nicht, doch wer es für sich entdeckt hat, den lässt es nicht mehr los.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Cure - Pornography, 17. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Denkt man heute an The Cure, erinnert man sich häufig erstmal an Mainstream Superhits wie Boys don't cry, A Forest, Close to me oder Friday i'm in Love. Und die Tatsache, dass die Band von vielen nur als 80er Band wahr- und nicht besonders ernstgenommen wird, ist ja auch nicht zu leugnen. Robert Smith ist für die meisten eben nur der etwas dickliche, mit den komischen Haaren und dem verschmierten Lippenstift. Dass The Cure aber mal eine wirklich ernsthaft verstörende und innovative Band waren, daran erinnern sich meist nur die Fans. Und tatsächlich: Wenn ein Cure-Album eine Rezension verdient hat, dann ist es nicht das häufig mehr geschätzte Disintegration oder das zweite Album 17 Seconds, sondern höchstens das Spätwerk Bloodflowers, aber im ganz besonderen eben die 82er LP Pornography.

1982 hätte Robert Smith wahrscheinlich nie gedacht, dass er genau 20 Jahre später mal im Berliner Tempodrom stehen würde und mit seiner Band (von deren Original Line-Up inzwischen nur noch er und Bassist Simon Gallup übrig waren) die "Dark Trilogy" bestehend aus Pornography, Disintegration und Bloodflowers spielen würde. Den Begriff und den angeblichen Zusammenhang zwischen den Platten hatte er sich zugegebenermaßen extra für dieses Konzert ausgedacht - der wahre Grund war wohl eher, dass man den Fans zum 25jährigen Bandjubiläum das geben wollte, was sie wollten. Denn war Bloodflowers eher eine (zu Unrecht!) etwas ungeliebte Herzensangelegenheit von Smith, sind Disintegration und Pornography seit jeher die Fan Favorites. Und hätte er sich 1982 vorstellen können, dass nur wenige Jahre später etliche Fans so aussehen wie er und sich zu den Klängen seines gerade entstehenden Albums in Grufti-Tänzen vor der Bühne winden? Um das Ganze mal etwas zu entzaubern: Smith und Gallup waren damals ziemliche Drogenfreaks (und das hört man auch auf dem Album), der damalige Drummer Laurence Tolhurst hatte zwei linke Hände (weswegen Gallup die meisten Patterns für Pornography einspielte bzw gleich die Drum-Machine rausholte und Tolhurst ans Keyboard verscheuchte, wo er nur ab und zu mal eine andere Taste drücken musste - und selbst das nur mit Smiths Hilfe). Unter den zahlreichen Geschichten die in Interviews mit Smith zum Albumjubiläum ans Licht kamen waren u.a. Schilderungen von Acid-Trips nach denen er sich am nächsten Morgen mit Zahnstochern durchbohrt wiederfand (!) - doch eigentlich erinnere man sich sowieso nicht mehr allzu gut. Auch war die Atmosphäre im Studio wohl nicht die beste - Gallup ging nach der Veröffentlichung erstmal eigene (wahrscheinlich nicht gerade gesunde) Wege und stieg erst 1985 zu Head on the Door-Zeiten wieder ein. Aber selbst wenn das Album themenmäßig einem apokalyptischen Manifest gleicht, hört man der Instrumentierung erfreulicherweise nicht an, wie um es die Band damals bestellt war. Der Vorgänger Faith war zwar schon nah am Trademark-Cure-Sound aber mit Pornography hatten sie es endlich: Smiths Geheul (das ist es nunmal gewissermaßen) war nie dramatischer, die Texte nie wieder so bildhaft. Man wußte, dass man sich nur auf Gallups Basslines verlassen musste und einen Hit hatte. Wobei Hit natürlich relativ ist, denn eigentlich war das Album 1982 ein ziemlicher, fast unhörbarer Hammer. Der 1980er Hit A Forest klingelte noch in den Ohren und sogar Faith hatte noch 2 schnellere Tanzflächentracks zu bieten. Hier jedoch lautet die erste Textzeile "It doesn't matter if we all die", Smith, Gallup und Tolhurst blicken als bizarr verschwommene Gestalten vom Cover und die ganze Atmosphäre machte die Band zu...ja, den Paten der Gothic-Bewegung (und diese ganze Entwicklung in nur 4 Jahren seit der Veröffentlichung der ersten, noch deutlich auf der Punkwelle mitreitenden Single Killing an Arab!). Dass das Album aber trotzdem mehr ist als sein Mythos liegt an seinem tollen und tatsächlich einzigartigen, nie kopierten Sound, der sich im Vergleich zu den Vorgängern deutlich weiterentwickelt hat (so z.B. ein Cello in Cold, Sprach-Samples in Pornography, ...). Alles wirkt so zeitlos, keine Spur des typischen 80er Klangs, welcher viele Alben aus der Zeit so antiquiert klingen lässt.

Der Opener 100 Years ist bis heute ein unangreifbarer Klassiker - auch wenn man immer nocht nicht so genau weiß, worüber Smith da eigentlich gerade singt. Gleiches gilt für Hanging Garden - auch so ein Track dem man sofort anhört, dass er 100%ig intuitiv entstanden sein muss. Die Monotonie die Songs wie Siamese Twins zugrunde liegt, ist dann auch der Hauptträger des Sounds und lässt einen nicht selten an elektronische Musik denken. Ein besonderes Lob muss man Robert Smith wirklich mal für sein Gitarrenspiel machen. Er leistet hier zwar keine Höchstleistungen was die Spieltechnik angeht, trifft aber mit seinen minimalistischen, kaum verzerrten Licks immer den Nerv des Songs (siehe z.B. A Strange Day mit der charakteristischen Instrumental Bridge). Und Tracks wie Cold und das auch heute noch gern gespielte The Figurehead sind an Intensität eigentlich kaum zu überbieten. Der sample-beladene Titeltrack ist schließlich noch einmal die Bestätigung, dass The Cure gewissermaßen ihrer Zeit vorrauswaren und hier ein unglaubliches Klangbild zeichnen, dass entfernt sogar an Bands wie Boards of Canada erinnert - nur eben "etwas" düsterer. Nach einem solchen Brocken sah Smith seine Band schon am Ende und komponierte eher "zum Spaß" bzw. aus Trotz und vorallem um den Mythos Cure zu zerstören, unfehlbare Pop-Hits wie Let's go to Bed und The Lovecats, welche allesamt zu Singlehits für das ganz große Publikum wurden. Einen größeren Stilbruch hat es in der Musikwelt vielleicht nie gegeben - auch wenn natürlich auch diese Songs einen heftigen Sarkasmus durchschimmern ließen (man schaue sich nur mal die Videos an!). Als es vor ein paar Jahren offenbar "in" war sich als junge Band für The Cure zu begeistern und sogar ein "MTV Icon: The Cure" ausgestrahlt wurde (mit Ehrerbietungen von u.a. The Rapture, Hot Hot Heat, Blink 182, Deftones und Razorlight), wurde auch Pornography als wiederentdeckter Klassiker gefeiert und sogar mit einer, durchaus hörenswerten, CD-Reissue geehrt. Natürlich war dieser neue Ruhm nur von kurzer Dauer, Pornography wird aber vermutlich immer der ewige Klassiker der Band bleiben (auch für mich!).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trostlos!, 8. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
"It doesn't matter if we all die": Es war das vierte Album der Band, die sich aus dem Post-Punk in Richtung Gothic aufgemacht hatte - und es war das Album, an dem die Band beinahe komplett zerbrach. Mittlerweile zu einem Trio geschrumpft, Sänger und Mastermind Robert Smith komplett drogensüchtig, schaffte es die Band trotzdem, ihr wohl eindringlichstes Werk raus zu bringen.

Die beiden Vorgänger-Alben "Seventeen Seconds" und "Faith" wiesen schon die Richtung: Die traurigen Popmelodien eines "Boys don't cry" waren auch dort schon nicht mehr zu hören. Songs wie "A Forest" drückten Smith' immer tiefer ins Depressive abgleitende Stimmung wieder - eben auch den Drogen geschuldet.

"Pornography" setzte jedoch noch eins drauf: Klangen die beiden Vorgängeralben melancholisch, traurig, depressiv, so stürzt einen diese Platte in die totale Trostlosigkeit. Dumpfe Drums, tiefe Bässe und wabernde Gitarren verbinden sich zu einem unheilvollen Gesamtensemble. Dazu klagt Smith' Stimme von einer hoffnungslosen Alltagswelt, die ihn umgibt.

Aber zum Ende der Platte kommt er beim Song "Ponography" doch zur Erkennnis, dass er seine Dämonen bekämpfen muss:

"I must fight this sickness
I must fight this sickness
Find a cure
Find a cure ...
I must fight this sickness"

Das Album ist eines der Schlüsselwerke des Gothic - in einer Linie mit Bauhaus' "In the Flat field", Joy Divisions' "Unknown Pleasures" und "Closer", Sisters of Mercys "First and Last and Always" oder Fields Of The Nephilims "The Nephilim".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt trägt Schwarz, 14. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Ihre Diskographie ist zwar groß, vielseitig und schenkte uns viele Meisterwerke der Popmusik, aber es sind ihre düsteren Frühwerke, auf die sich die Musik von The Cure bis heute oft beruft. Ihr 4. Album "'Pornograph"' von 1982 wird wohl immer einen sehr zentralen Platz zwischen allen anderen Alben einnehmen. Man hätte die Zeichen, die von '"Seventeen Seconds"' (1980) und "'Faith"' (1981) ausgingen, bereits schon als Wink in Richtung "'Pornograph"' deuten können, doch was Robert Smith, Simon Gallup und Laurence Tollhurst hier auf Band festgehalten haben, konnte man in der Authenzität nur erahnen. Ein tiefschwarzes, 8 Song-starkes Epos, dessen Atmosphäre man am besten mit den Wörtern '"schwermütig"' und "'depressiv"' beschreiben kann. Robert Smiths von Einsamkeit und Isolation gezeichneter Gesang fällt wie ein dünnes Tuch auf die harte, ungemütliche Oberfläche der Platte. Tollhurst`s primitiv-polternden Schlagzeugfiguren, Gallup`s böse brummender Bass sowie Smiths Gitarrenakkorde, die oft nur eine Skizzen-und schemenhafte Figur abgeben, wirken auch heute, nach 30 Jahren, immer noch beunruhigend, faszinieren aufgrund ihrer eindringlichen Wirkung und ziehen in ihren Bann. Die angeblich unter hohem Drogeneinfluss entstandenen Aufnahmen waren die letzte Zusammenarbeit The Cure`s als Trio. Nach einem Streit zwischen Smith und Gallup schrumpfte die Band für kurze Zeit zum Duo zusammen und The Cure wurde zu Pop-Ikonen der 80er Jahre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 26. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Eine der besten Bands aller Zeiten mit einem großartigen Album! "Pornographie" ist ein Meisterwerk, das eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt und einen in seinen Bann zieht.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker in Retrospektive, 9. März 2006
Von 
Dominic Berlemann "luhdieu72" (Outpost of Progress) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
"Pornography" gilt richtigerweise als düsterste Scheibe aus dem bunten Strauß der Cure-Alben. Sinnlosigkeit, Gewalt, Nihilismus, Resignation, Verfall, Altern, Sex, Tod und Psychopathologie sind nur einige der existentiellen Sujets, die in den 8 Songs des Klassikers aus dem Jahr 1982 angerissen werden. Was eine der Stärken des Albums ausmacht, ist die Ergänzung der kargen, basslastigen, für Cure-Verhältnisse teils ziemlich aggressiven Musik durch introspektive und bisweilen kafkaesk anmutende, fragmentarische Lyrics, die in ihrer Mehrdeutigkeit und teilweise puren Verzweiflung Gänsehaut erzeugen und den Hörer auch zur intellektuellen Reflexion einladen. Einige der Songs lassen sich nicht auf eine Interpretation festlegen, da nicht immer klar wird, wie die einzelnen Fragmente und Metaphern situativ und aussagenlogisch zusammenhängen - und gerade das ist es, was den dauerhaften Reiz dieses experimentellen Meisterwerks der Herren um R. Smith und S. Gallup ausmacht. Die extreme Kargheit der minimalistischen Vorgänger "17 Seconds" und "Faith" wird zu Gunsten eines größeren Spektrums an Sounds und Overdubs, die die klassische Instrumentierung ergänzen, aufgegeben und überwunden; von der orchestralen Verspieltheit und Vielseitigkeit von "Disintegration" ist diese Scheibe aber noch weit entfernt.
Die B-Seite enthält einige nette Seltenheiten (z.B. eine Demo-Version von "100 Years"), die Qualität der Live-Versionen lässt aber doch etwas zu wünschen übrig. Trotzdem aber fünf Sterne für diesen Kult-Klassiker des Gothic Rock.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kalt und schwarz, 25. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
....nach dieser platte hätten cure aufhören können, weil die absolut nicht mehr zu toppen ist. (die nächste hiess ja auch the top, warum wohl?)....allerdings empfehle ich sie nicht als einsteiger scheibe für angehende cure-fans....sie ist ziemlich erschreckend..aber wie war das als kind in der geisterbahn?
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pornography, 17. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Pornography (Remastered) (Audio CD)
Das Album ist zwar schon recht alt (1982) ist aber trodzem klasse!
So wie ich gelesen habe ist die Band beinahe an diesen Album zerbrochen mmmhhhh
mag wohl an den Texten gelegen haben zu den ich mich nicht äussern möchte denn
ich beschäftige mich nicht mit allen Texten weil mein Englisch auch nicht so gut
ist. Oder hatten sie damals vielleicht Angst nie wieder so ein klasse Album so
produzieren? Denn musikalisch stimmt einfach alles: Gitarren und Bass harmonieren
wunderbar zusammen das Schlagzeug wirkt zwar leicht monoton aber nie langweilig
der Gesang von Robert Smith wirkt zwar schwerfällig auch von Simon Gallup und
Laurence Tolhorst die auch ein paar mal stimmlich zu hören sind dennoch verbirgt sich dahinter
immer ein Hauch von Hoffnung auch der Cellopart von "Cold" bei der soviel ich weiss von
Robert Smith höchst persönlich übernommen worden ist veursacht bei mir wegen dieser
unglaublichen Intensensitiv eine Gänsehaut und die Syntesiser sind auch nicht zu verachten.
Oder es war damals wohl anders gewesen was die Musik angeht weil dies alles düster wirkt
kann mich nicht dazu äussern war 2 Jahre vor meiner Geburt. Aus heutiger Sicht gesehen
kann ich "Pornography" nur empfehlen.
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Pornography (Remastered)
Pornography (Remastered) von The Cure (Audio CD - 2005)
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