Kundenrezensionen


6 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visuell perfekter SM-Gothic Horror
Der deutsche Verleihtitel DER DÄMON UND DIE JUNGFRAU (der Originaltitel lautet LA FRUSTA E IL CORPO, was nichts anders bedeutet als 'Die Peitsche und der Leib') mag, ebenso wie einige der damaligen reißerisch aufgemachten Filmplakate, falsche Assoziationen wecken - die plakative Zurschaustellung eines gepeitschten Frauenkörpers ist durchaus nicht das Thema...
Veröffentlicht am 27. Mai 2007 von Thomas Wagner

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gänsehaut-Krimi
Der Schwachpunkt in allen Filmen Mario Bavas war schon immer, das sie nur von einigen guten Momenten und der exzellenten Kameraführung leben. Ansonsten gibt es jede menge Leerlauf.

Keines seiner Werke beweist das so gut wie "Der Dämon und die Jungfrau". Sehr gute Darsteller, wunderschöne Bilder und ein Hauch Atmosphäre täuschen nicht...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2006 von Daniel Zynda


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visuell perfekter SM-Gothic Horror, 27. Mai 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
Der deutsche Verleihtitel DER DÄMON UND DIE JUNGFRAU (der Originaltitel lautet LA FRUSTA E IL CORPO, was nichts anders bedeutet als 'Die Peitsche und der Leib') mag, ebenso wie einige der damaligen reißerisch aufgemachten Filmplakate, falsche Assoziationen wecken - die plakative Zurschaustellung eines gepeitschten Frauenkörpers ist durchaus nicht das Thema dieses 1963 entstandenen Klassikers. Unter der Regie von Mario Bava geriet der Film zu einem, im gotischen Schauerambiente angesiedelten, phantastischen Drama um Wahnsinn und Sadomasochismus. Vordergründig präsentiert sich die hier erzählte Geschichte als eine Art gotisches 'Whodunit': Das Rätsel um die geheimnisvollen Morde und die Frage, ob es sich nun um einen Täter aus Fleisch und Blut oder um einen Geist handelt, stehen zunächst im Mittelpunkt. Doch im Verlauf der Handlung fokussiert sich die Story mehr und mehr auf die (Anti-)Heldin Nevenka und ihre Obsession für den finsteren Adelssproß Kurt Menliff, und offeriert dem Zuschauer zugleich einen Trip in die dunklen, verborgenen Seiten der menschlichen Psyche. Mario Bava gelang es, das Thema Sadomasochismus auf eine zugleich höchst ästhetisierte wie verstörende und psychologisch komplexe Art zu verarbeiten, ohne dabei jemals moralisch zu bewerten oder sich, was einfach gewesen wäre, in simple Exploitationbereiche zu begeben.

Düster-unwirkliche Technicolorfarben und essentielle Stilmittel des klassischen Gothic Horror (das alte Schloß, eine unheimliche Gruft, verwinkelte Geheimgänge etc.) dominieren die Szenerie. Den ganzen Film hindurch schwelgt Bava in dieser traumhaften, gotischen Atmosphäre, perfektioniert diese jedoch noch durch eine Reihe unglaublich virtuoser Beleuchtungstricks. Die Szenen, in denen Nevenka sich Kurts Leidenschaften (= seinen Peitschenhieben) hingibt, sind in einem irritierend romantischen Stil gefilmt und sorgen somit zugleich für eine Verwirrung des Zuschauers, der sich schwerlich dem Reiz dieser Bilder entziehen kann. In den zensierten Fassungen des Films wurden die Sequenzen, in denen Nevenka ganz offensichtlich und unverhohlen diese unkonventionellen "Zärtlichkeiten" genießt, entfernt. Somit wurde auch die ganze Handlung verfälscht und aus der hier erzählten bizarren Romanze wurde die Story eines Opfers, das von einem Sadisten terrorisiert wird.

Doch der Film beeindruckt auch mit seiner Besetzung. Mit Christopher Lee, dessen Popularität seit DRACULA garantiert war und der zwei Jahre zuvor in VAMPIRE GEGEN HERAKLES erstmals unter Bavas Regie agierte und hier eine überzeugend-charismatische Performance als Kurt Menliff liefert, kann der Film einen Hauptdarsteller von internationalem Format aufweisen. Eigentlicher Star des Films ist aber die damals 20jährige Daliah Lavi, einfach das perfekte Gesicht für die Rolle der Nevenka.

Zur DVD: Die Bildqualität übertrifft im Vergleich die der US-DVD von VCI bei weitem. Die schönen Technicolorfarben kommen bestens zur Geltung, der Kontrastreichtum ist sehr gut und auch die Detailschärfe läßt nichts zu wünschen übrig. Beim Ton müssen zwar altersbedingt ein paar Abstriche gemacht werden, doch ist auch dieser recht ordentlich ausgefallen. Sehr erfreulich ist auch der Bonusteil ausgefallen: Hier werden eine sehr umfangreiche Bildergalerie, drei Trailer, alternative Titelsequenzen, Biographien und als besonderes Highlight ein Audiokommentar des Filmhistorikers und Bava-Biographen Tim Lucas geboten. Dieser ist übrigens identisch mit dem auf der US-DVD und setzt gute Englischkenntnisse voraus, denn Untertitel sind dafür leider nicht vorhanden. Lob gebührt natürlich auch der sehr hübsch geratenen Aufmachung der DVD.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abhängige Hassliebe in Technicolor..., 16. Juni 2009
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
In der Zeit seiner Entstehung (1963) kam Mario Bavas "Der Dämon und die Jungfrau" in die Schublade primitiver Horrorfilme, die katholische Kirche empörte sich etwas über das Sado/Maso Thema und der Film lief dann im Kinonachtprogramm wie alle anderen B-Movies. Erst viele Jahre später wurde Bava ja als Kino-Magier entdeckt und heute hat er nicht nur berühmte Fans wie Tarantino, Burton oder Scorsese, sondern eine grosse weltweite Fangemeinde. Damals hatte er aber noch keinen grossen Namen, aber einen Ruf zu verlieren, das Thema war brisant und so erscheint als Name des Regisseurs sein Pseudonym John M.Old.
Tatsächlich wurde der Film dann auch noch für die Kinoauswertung geschnitten. Vor allem die Reaktionen des Opfers auf die Peitsche, so entstand der Eindruck, dass die Züchtigung nur dem Täter Befriedigung verschaffte.
Somit wurde die besonders fatale Konstellation nicht nur entschärft, sondern eliminiert.
Nun, der Titel ist irreführend, auch wenn die schöne und geheimnisvolle Nevenka (Daliah Lavi) tatsächlich von einem Dämon in der Gestalt von Kurt Menliff (Christopher Lee) heimgesucht wird, eine Jungfrau ist sie keineswegs. Sie ist mit kurts Bruder Christian (Tony Kendall) verheiratet, hatte vorher ein Verhältnis mit dem Scheusal Kurt, der sie immer lustvoll mit der Peitsche bearbeitete und sie den Schmerz liebte. Daher auch der sinnvollere Originaltitel "La frusta e il corpo" (Die Peitsche und der Körper). Die ungewöhnliche Mischung aus Gothic, Expressionismus und Cinemascope-artiger Wucht der Bilder zählt für mich neben "Stunde, wenn Dracula kommt", "Blutige seide", "Lisa und der Teufel" und "Blutrausch des Satans" zu den besten Filmen des Regisseurs, der inzwischen als der italienische Hitchcock bezeichnet wird.
Als Location dient ein Schloss am Meer, das Anwesen der Menliffs. Düster, mit langen Gängen, ebenso dunklen Verliessen, eine unheimliche Familiengruft.
Kurt Menliff kehrt auf das Schloß seiner Familie zurück, er wurde vom Vater (Gustavo de Nardo) verstossen. Als Vorwand der Rückkehr gibt er die Hochzeit seines bruders an und bittet wegen der Vergangenheit um Verzeihung. In Wirklichkeit ist er gekommen wieder als Erbe des Menliff-Vermögens eingesetzt zu werden. Kurt ist ein selbstsüchtiger Egoist, die Haushälterin Giorgia (Herrit Medin) wünscht ihm den Tod, weil ihre Tochter dem Schuft ebenfalls verfallen war und als er sie verliess Selbstmord begangen hat. Und da wären noch der Hausdiener Losat (Luciano Pigozzi) und Giorgias zweite Tochter Katia (Isli Oberon)...dann verschwindet Nevenka und gleichzeitig geschieht ein Mord....
Magische Technicolorfarben, so opulent wie bei Visconti und essentielle Stilmittel des klassischen Gothic Horror dominieren die Szenerie absolut. Bava schwelgt in dieser traumhaften, gotischen Atmosphäre, fügt virtuose Beleuchtungstricks hinzu, Farben erhalten eine eigene Ausdruckskraft und diese dominante Bildsprache der Kamera (David Hamilton) wird zusätzlich durch einen Score von Carlo Rustichelli intensiviert.
Keine Frage: Ein wunderbarer Bilderfilm...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gänsehaut-Krimi, 28. Dezember 2006
Von 
Daniel Zynda (TaoYuan, Taiwan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
Der Schwachpunkt in allen Filmen Mario Bavas war schon immer, das sie nur von einigen guten Momenten und der exzellenten Kameraführung leben. Ansonsten gibt es jede menge Leerlauf.

Keines seiner Werke beweist das so gut wie "Der Dämon und die Jungfrau". Sehr gute Darsteller, wunderschöne Bilder und ein Hauch Atmosphäre täuschen nicht über das zäh in die Länge gezogene Drehbuch hinweg. Endlos lang sehen wir die hübsche Daliah Lavi durch die düsteren Gänge des Hauses wandeln, dann da mal wieder ein Geräusch und dort ein Schrei.

"Der Dämon und die Jungfrau" ist auch nicht wirklich ein Horrorfilm, sondern vielmehr ein Gruselkrimi.

Will den Film aber nicht schlechter machen als er ist, vieles, was man aus heutiger Sicht bemängeln kann, war früher virituos und neu. Und Mario Bava ist eins der größten Genies der italienischen Filmgeschichte! Doch "Der Dämon und die Jungfrau" ist sein vielleicht schwächstes Werk.

Auch diese EMS DVD ist wie alle Teile der "Mario Bava Collection" überaus gelungen, wenn das Bild teilweise auch nicht ganz so klar ist wie bei beispielsweise "Die Stunde wenn Dracula kommt". Dafür kommt die schöne Farbgebung des Films voll zur Geltung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Coverabbildung Amazon nicht mehr aktuell., 28. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
ACHTUNG! Ich habe gerade die DVD's Die Stunde wenn Dracula kommt, Baron Blood und Der Dämon und die Jungfrau erhalten. Über die Qualitäten der Filme sowie der Veröffentlichung im Allgemeinen möchte ich mich nicht äussern, da sie ja bekanntliche über den größten Zweifel erhaben sind. Aber...bei Amazon sind zur Zeit überall noch die Paperback Versionen abgebildet. Geliefert wird allerdings eine normale DVD Version mit einem anderen Cover. Das Cover der Paperbackversion findet man jetzt nur noch auf der DVD selber wieder.

Das ganze ist nicht tragisch, ich wollte es aber erwähnen. Schließlich gibt es vielleicht Menschen, die besonderen Wert drauf legen. Ich persönlich finde es ärgerlich, aber nicht so schlimm. Die Filme waren sehr günstig und letztendlich kommt es ja auch auf den Inhalt an.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ereignis-Christopher Lee!!!, 7. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
Einer jener Filme die neben ihrer superben Fotografie
einzig von der Präsenz Christopher Lees leben.
In seiner zweiten Zusammenarbeit mit dem genialen Mario
Bava beweist Lee einmal mehr,daß er auch in relativ
kleinen Rollen die Handlung dominieren kann.
Lee macht sich zum Zentrum der Atmosphäre des Films. Mit
seiner Ankunft gewinnt Bavas Film ein Maß an Unheil-
vollem und Bedrohlichkeit,was nur noch durch die
raffinierte Farbfotografie gesteigert wird.
Wie in Hammers "Dracula" ist Lees Auftrittszeit begrenzt
doch er bestimmt die Ereignisse selbst wenn er nicht
sichtbar ist.
Es ist nur Lees dämonischer Darsellung und Bavas Farb-
gespür zu verdanken,daß aus einem sonst eher belang-
losem Psychothriller ein faszinierender Film wird!
Bei aller Originalität der Kameraperspektiven würde
ohne Christopher Lee dieser Thriller nicht herausragen.
Mario Bava verdient jedoch Lob für seine Regie. Aus
einem recht schwachen Drehbuch hat er das meistmögliche
gemacht! Auch die üprigen Darsteller sind akzeptabel.
Daliah Lavi agiert kompetent in ihrer recht farblos
geschriebenen Rolle.
Fazit : Ein Psychothriller der trotz aller optischen
Qualitäten allein durch Christopher Lees Darstellung
voll überzeugt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk des europäischen Horrorkinos, 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Dämon und die Jungfrau (DVD)
Kurt Menliff trifft auf dem Schloss seiner Familie ein, er sagt er will der Hochzeit von seinem Bruder Christian und Nevenka (Daliah Lavi- genau die- die Schlagersängerin) beiwohnen. Seine eigentliche Absicht ist es allerdings, für dass Gesamterbe der Menliffs eingesetzt zu werden. Kurt ist auf dem Schloss nicht gerade beliebt, die Haushälterin macht ihn für den Selbstmord ihrer Tochter Tanya verantwortlich. Aus diesem Grunde wurde Kurt auch von seinem Vater vom Schloss verbannt.

Bava verbindet in diesem Film gekonnt gotischen Horror, Thriller und Giallo zu einem bemerkenswerten Film, der zu seiner Zeit zu einem Meilenstein der europäischen Filmgeschichte wurde. Der Film wurde innerhalb von 7 Wochen zu einem sehr geringen Budget fertig gestellt. Das Endprodukt ist beeindruckend, da der Film von einer unheimlichen Atmosphäre, einer exzellenten Beleuchtung und einer hervorragenden Kameraführung geprägt ist.

Als Extras Trailern gibt es den deutschen, italienischen und französischen Trailer. Weiterhin wird der Audiokommentar von Tim Lucas geboten. Abgerundet wird das Ganze mit Aushangfotos, Postermotiven, Pressematerial und diversen Motiven wie Videocover.

Fazit: Ein Juwel des europäischen Kinos in sehr guter Qualität auf DVD.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Dämon und die Jungfrau
Der Dämon und die Jungfrau von John M. Old (DVD - 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 18,45
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen