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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die 10 wichtigsten Metal-Perlen des Jahres - hier ist eine, 24. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
War man schon bei den ersten drei Alben dieses Quartetts aus Kanada unter Leitung von Mastermind Devin Townsend einiges an Klanggewitter und wahnsinnigen Geschwindigkeits- und Brutalitätsaustartungen gewöhnt, melden sie sich auf diesem Album mit einer Intensität, die kaum noch getoppt werden kann. Bereits im ersten Song herrscht sprichwörtlich Krieg. Neben dem druckvollen und faszinierend variablen Drums von Gene Hoglan (einer der Meister sines Fachs), den streckenweise abgrundtief runtergestimmten Gitarren (Meshuggah-like) von Devin und Jed Simon sowie dem dröhneden Bass von Byron Strout findet man hier eine Flut von Klangsamples, Xylophonen, Kinderchören und allen erdenklich Geräuschen, die sich perfekt in die Musik integrieren. Ebenfalls beim Leadgesang geht Devin Townsend bis an die Grenzen des menschlich Machbaren.
Wer allerdings glaubt, hier herrscht nur das absolute Chaos hat sich gewaltig geirrt. Denn in vielen Passagen besitzen die Songs eine Atmosphäre und Melodik, wie man sie sonst von Townsend-Soloscheiben und Projekten wie Ocean Machine kannte.
Deswegen, beide Daumen hoch. Diese Platte sollte in keiner gut sortierten härteren CD-Sammling fehlen. 42 Minuten, an der man sehr lange seine Freude hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vernichtender Chaos der das gesamte Universum zum Einsturz zwingt!, 3. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Vorab gesagt muss ich einfach als Fan von Devin Townsend betiteln, wie unglaublich die musikalische Entwicklung in der Geschichte von SYL ist. Doch als ich dieses Album 'Alien' zum ersten Mal hörte, war ich wie paralaysiert und in eine vollkommen andere Dimension geworfen. Es hat mich absolut umgehauen. Es war etwas, das ich vorher noch nie gehört habe. Für mich war sofort klar, dass Alien niemals wieder von einem anderen Album geschlagen werden konnte. Ich höre es nun schon seit 5 Jahren konstant und es wird mir einfach niemals langweilig, ich liebe jede einzelne Sekunde. Warum dies so ist erkläre ich euch, indem ich jeden einzelnen Song einzeln beschreibe.

1.IMPERIAL
Das Intro zum wohl kolossalsten Ritt durch die gesamte Spannweite an musikalischen Wahnsinns.
Es ist massiv, eine Welle der akustischen Vernichtung wird angekündigt.

2.SKEKSIS
Nach dem melodiösen Intro, das Imperial heißt, beginnt Skeksis mit einem erbarmungslosen, exotischem Rhythmus. Die Drums fegen einfach alles weg und man ist gezwungen weiter zu hören. Nach einer Weile mischen sich die Gitarren ins Spiel und addieren sich perfekt zu den bombastischen Drum-Gewitter. Die Riffs werden immer wilder und unberechenbarer, sowie exzessiver, was einem schon fast das Genick bricht. Der Song bauscht sich immer weiter auf und wirkt um Sekunde für Sekunde immer gewaltiger. Devins Gesang ist bei Weitem der extremste, den er je abgesungen hat. Er schreit sich jedes einzelne Atom aus seinem Körper. Es wirkt als ob Skeksis weit oben im Himmel gespielt würde und über den ganzen Planeten hallt.

3.SHITSTORM
Der Titel sagt bereits alles. Es ist ein wahrer Untergangssturm, der alles ohne Gnade mit sich vernichtet. Shitstorm kennt kein Erbarmen! Der Anfang reißt dir die Eingeweide aus. Mit sofortiger Wirkung lenkt der Song zum Chaos hin. Unbegrenzte Double-Bass Drums sowie zerfetzende Gitarren-Riffs, die ihres Gleichen suchen, jedoch vergebens. Darüber hinaus wird deutlich wie krankhaft Devin seine Stimme kontrollieren kann. "I'M IN CONTROL OF THE INFINITE MIND AND I CONTROL INFINITE POWER" Diese Zeile stellt den Höhepunkt des Songs dar. Absoluter und brachialer Vernichtungssound vom aller Feinsten. Danach wird es einfach nur noch lächerlich gewaltig.

4.LOVE?
Der Song ist wohl mit Abstand der eingängiste von SYL. Kein Wunder, dass Love? als Single ausgesucht wurde. Dennoch steht dem Song in Sachen Schnelligkeit und Präzision nichts nach. Er kracht ebenso wie die Lieder davor. Love? hat mehr was von Schönheit als Gewalt, aber vereint beide Aspekte perfekt und ausgewogen miteinander. Es ist wie die leise Brise vor dem nicht geahnten Vernichtungssturm den der nächste Song wiederspiegelt.

5.SHINE
Hier war es dann soweit. Ich war hin-und weggerissen von Shine. Es ist bis heute mein aller Lieblingssong aller Zeiten und stellt für mich die unerreichbare Spitze unendlicher Perfektion dar.
Das Intro fegt und reißt absolut alles mit sich. Es ist so gewaltig und kolossal, man kann es kaum beschreiben. Überwältigend zieht es dahin und hinterlässt einen paralysiert. Es baut sich mehr auf und mehr Sounds werden ersichtlich. Bei 1:42 ertönt Devins erschreckender und kolossaler Eliminationsschrei, der volle 10 Sekunden einem den Atem einfriert und die Zeit still stehen lässt. Es ist unglaublich. In der Mitte wird alles schön von einem Chor aus weiblichen Stimmen mitgesungen "Shine on!, shine one!". Zum Ende hin setzt Shine nochmal alles frei was es gibt. Das Ende ist so extrem gewaltig und unendlich. Es ist wie ein apokalyptischer Flug ins Armageddon.
Das Ende ist einfach so unendlich überwältigend, es ist als ob das Universum vollkommen kontrahiert und dann alles mit einem Schlag in die Unendlichkeit wieder freisetzt. Es ist der beste Song aller Zeiten!

6.WE RIDE
Der Titel sagt schon alles. Es ist ein Höllenritt. Ein Ritt durchs unendliche Chaos. Das Solo in der Mitte ist wahnsinnig und extrem chaotisch.

7.POSSESSIONS
"I WANT YOUR HEART, YOUR SOUL AND YOUR MIND!!" Was für ein Intro! Es ist wahrscheinlich der am meisten orchestral anmutende Song auf Alien. Genau wie Shine, hat Possessions auch einen Chor in der Mitte, der Devins exzessive Wutausbrüche begleitet. Es ist als würde man sich durch Raum und Zeit warpen. Großartig!

8.TWO WEEKS
Das ist mehr eine Interlude. Eine ruhige und kalte Ballade. Auch wenn man anfangs denkt es passt nicht wirklich, merkt man nach mehrmaligen Hören, das es perfekt dahin passt. Hier zeigt Devin auch perfekt seine andere ruhige Seite. Seine Stimme ist bezaubernd.

9.THALAMUS
Dieser Song ist etwas anders, jedoch nicht minderwertig im Vergleich zu den Anderen. Es baut sich langsam und ruhig auf mit Gitarren und verwandelt sich dann in puren brachialen Hass! Massive Wall of Sound, die einen den Puls ins Unermessliche treibt.

10.ZEN
Das Intro initialisiert das immense und kolossale Brachialgewitter, das Zen im Laufe des Songs auslegt. Das Riffage ist zerdrückend und zerstörend. Es stoppt nicht sondern schleift dich ununterbrochen weiter, ob man es will oder nicht. Ein absolut gefährlicher Ritt, der einen wunderschönen Chorus aufweist. "MUST REMEMBER TO KEEP THE FEET ON THE GROUND, EVERYTHING IN MY LIFE IS TURNING AROUND!" Devin ist wahrhaftig ein musikalischer Gott.

11.INFO DUMP
Hierzu kann man nicht viel sagen, außer dass dieser Song wohl endlich beweist, wie wahnsinnig Devin eigentlich ist. Ein zufälliger Mix aus digitalen Soundkulissen, was den Abschluss dieses kranken Albums wahrlich meisterlich kührt.

Alien ist das beste Album im gesamten Universum!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brachialer Bombast mit Chaos, 6. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Ja er ist schon ein Workaholic der dürre Kanadier mit der genialen ich bin Metal, habe aber Haarschwund-Frisur.Im Halbjahrestakt schmeiß er mit irgendeinem seiner Projekte Alben en masse auf den Markt und seine Feder sieht noch lange kein Ende.

Nun zum 2005er Higlight Alien. Der Titel beschreibt es schon die Musik ist streckenweise über und außerirdisch genau so wie seine Stimme. Anders als bei den anderen Alben und Bands war nun der Rest der Band Drummonster Gene Hoglan, der ruhige Byron Stroud Ferengi und der "ich schwitze bei keinem Riff" Gitarrist Jed Simons maßgeblich am Songwriting beteiligt. Es klingt dennoch nach Devin's innerlicher Zerrissenheit haut musikalisch aber noch einiges mehr raus als die Vorgänger und schielt streckenweise auch auf den zum Glück eh sehr rockig gewordenen Mainstream was aber kein Problem darstellt. Denn wer soviel Arbeit in seinen Traum als Musiker investiert möchte wenigstens auch davon leben können.
Mit zwei ultrabrachialen Neckbreakern namens Imperial und Skeksis lassen SYL das Kinnd es Zuhörers das erste mal auf den Boden klatschen und ihn verstört zurück um sofort mit dem sehr persönlichen Shitstorm noch oben einen drauf zu setzen. Dieser sogar für mich recht wirr erscheinende Song kommt aus Devin's tiefster Ecke der Seele und wurde angeblich in einem Zustand geschrieben in derm Devy zwichenzeitlich mal seine Medikation (bipolare Störung) abgesetzt hat. Man bemerkt es. Dennoch merkt man wie viel von ihm in dem SOng steckt und wie er sich seine Ängste und Wut vond er Seele schrei(b)t. Persönlich wird es nunmal bei Textstellen wie "I can't even f***ing p*ss".Nachdem sich die Snypasen wieder einigermaßen erholt haben holt SYL den Ohrwurmzauberer raus das es fasst schon krank ist. Love? ist eines der trägsten,schwersten,düstersten aber verdammt nochmal genialsten,ehrlichsten und einprägsamsten Stücke die je von den Jungs kamen. Ein genialer Text, eine Wahnsinnsmischung aus Trash, Trägheit, Geschwindigkeit und Melodie. Und dazu noch diese Wahnsinnig variable Stimme die von Keifen, Röhren und Grunzen in unendliche Höhen im Refrain hinausschreit. "Love, the paradoxx of needing. Love is about control" kann man es besser in Worte fassen? Nein, nicht umsonst die erste Single des Albums. Genialer Songd er mich seit einem Jahr verfolgt und jede Coverband verzweifeln lässt. Shine und We Ride sind weiterhin recht eingängig und bei We Ride wirds schon fast etwas weniger Trashig und man verlässt sich auf progressives Riffing was schon anders aber mit Devins Stimme sehr geil klingt.Possesions säbelt gekonnt mit Ohrwurm-gekreische, vertrackten und verzogenen Gitarrenparts und einem herrlich schrillen Mädchenchor alles ab.Two Weaks, Thalamus und Info Dump zälen für mich zu den standartisierten und schwächeren Stücken des Albums, wobei Info Dump einfach und simpel ein Ambient Track ist.Wer es mag sollte auf Devlab und The Hummer zurückgreifen.Die zweite Single Zen schraubt auch nochmal am Kopf mit ironisch typischem SYL Text und grandioser Stimme.Dennoch weniger eingängig wie z.B. Detox. Also mutig für eine Singleauskopplung.
Eine echte Weiterentwicklung und ein Wahnsinnig gutes Album.

Anspieltipps:
Love?
Possesions
Zen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Völlig bekloppt?, 18. August 2005
Von 
P. Rauf "adognamedfish" (Schrottstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Devin Townsend ist verrückt! Das wollte ich nur einmal klarstellen, bevor ich eine Kritik zu diesem grandiosen und vollkommen durchgeknallten Extremwerk verfasse. Was der wahnsinnige Kanadier hier an Stilbrüchen und Ideen pro Song verbrät, schaffen andere Bands nicht einmal auf einem kompletten Album. Und dann noch das wahnsinnige Geballer von Gene „The Machine" Hoglan, dass mich jedes mal aufs neue von den Socken haut.
Hier treffen sphärische Klangteppiche auf übelstes Industrial/Thrash Gebolze, gespickt mit Xylophonsamples ("Skeksis") und plötzlich einsetzenden Chören ("Possessions"). Der helle Wahnsinn. Dazu noch Devins unglaublich variable Stimme, mit welcher der sympathische Fronter zwischen sanftem Säuseln und cholerischem Gebrüll schwankt. Von der ersten bis zur letzten Minute ist man gespannt, was einen als nächstes erwartet, mit welcher wahnwitzigen Idee oder schrägem Break man den geneigten Hörer diesmal umwerfen will. Und dann kommt nach ungefähr 31 Minuten mit "Two Weeks" ein unglaublich chilliger, sphärischer Track, quasi das Auge des Hurrikans! Damit hatte ich beim besten Willen nicht gerechnet! Und während man sich langsam entspannt, geht der Song gemächlich und fast unbemerkt in "Landscape" über, in dessen Verlauf das Tempo bis zum Abschlusstrack "Zen" wieder auf das alte Niveau angezogen wird. Mit "Infodump" gibt es schließlich eine über 11-minütige Noise-Klangwand. Eine Lärm-Kakophonie, die selbst ich mir noch nie zu Ende anhören konnte.
Fazit: Du suchst nach immer neuen Extrem Metalbands, die Grenzen ausloten oder glaubst, du hättest schon das härteste Album der Welt gehört? Dann bist du bei Alien genau richtig!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Oberhammer, 18. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Und wieder liefern die Jungs von Strapping Young Lad ein Hammeralbum ab, das einen beim ersten Hören erstmal ziemlich erschlägt. Wie schon erwähnt, von Xylophon über Kinderchören ist alles vertreten. Offiziell soll es Devin Townsend zwar wieder mental besser gehen, aber ich kann mir Keinen vorstellen, der mit gesundem Verstand so was produziert. Das zeigt sich schon allein am 11 minütigen Infodump am Ende, welches eigentlich nur aus Rauschen besteht. Wahrscheinlich ist er halt doch kein Mensch, was schon der Albumtitel verrät. Und ebensowenig menschlich ist das Gehämmer von Gene Hoglan an den Drumms.
Unbedingt gehört haben sollte man Skeksis, Love?, We Ride, Possessions (mit dem Kinderchor) und Zen. Aber auch die anderen Songs stehen in Nichts nach (außer Info Dump).
Es hätten zwar noch ein oder zwei Songs draufgepasst, aber ich kann (als Fan) mit gutem Gewissen wieder 5 Sterne verteilen.
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5.0 von 5 Sternen Meister Townsend samt SYL schlagen zurück - darkscene.at, 16. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
(Review aus dem Jahre 2005)

Der exzentrische Kanadier Devin Townsend a ka "Hevy Devy" möchte es wieder genau wissen und beweist auf dem vierten SYL Scheibchen "Alien" einmal mehr, was auf seinem emotional/künsterlischen Spezialgebiet (und vermeintlich schmalen Grad) zwischen Genie und Wahnsinn alles rauszuholen ist. Zieht man das Referenzalbum "City" aus dem Jahre 1997 zu Vergleiche, hinkt das neue Geschoß in Puncto Intensität zwar bestimmt nicht hinterher, ABER: der Charme des zweiten Streichs bleibt auf Lebzeiten wohl einzigartig und unerreicht.

Wie kein zweiter versteht es der verrückte Musikprofessor, exzessive Knüppelpassagen, erdrückende Gitarrenwände, schwerelose Keybordteppiche, Industrial-Einschübe und bizarre Melodie-Fragmente in ein derart individuelles Klangdiagramm zu packen - wer da beim Opener "Imperial" gleich mal w.o. gibt, dem sei gerne verziehen, aber stählerne Nerven sind auch für die folgenden "Skeksis" (aberwitzige Songstruktur!), "Shitstorm" (schön krank, parallel hierzu unwidersthelich), "Love?" (tödlicher Doublebass Groover mit unglaublichen Refrain!), "Thalamus" (pure tonale Schizophrenie!) und dem Restprogramm (mit Ausnahme der Ballade "Two Weeks") gefragt, die das Prädikat 'Extreme' in jeglicher Hinsicht vedienen. Paradox, aber dennoch passt hier jede Note, jedes Break, jedes Lick wie die berühmte Faust aufs Auge und offenbart von Durchlauf zu Durchlauf völlig neue, umwerfende Hörperspektiven, die ihresgleichen suchen. Einziger Minuspunkt: die am Ende stehende elfminütige, absolut verwerfliche Geräuschkulisse "Into Dump". Über die Producer-Fähigkeiten des Soundhexers Townsend zu diskutieren, ist obendrein überflüssig. Somit stellt das aktuelle Astralgeschoß eine Pflichtübung für jedermann dar, der meint, es mit diesem äußerst kampflustigen "Alien" aufnehmen zu können!

Abartig - Unartig - Großartig
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extreme Metal par excellence, 3. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Der kanadische Freak Devin Townsend ist mit "Alien" den richtigen und nötigen Schritt gegangen, indem er den exakten Spagat zwischen dem letzten Album "SYL" und "City" geschaffen hat, der super in die Linie seiner bisherigen Alben mit STRAPPING YOUNG LAD paßt.

Mit einem tierischen Haßbatzen, namentlich "Imperial", beginnt die Scheibe und macht sofort unmißverständlich klar, dass diese Formation auf jeden Fall noch eine Menge zu sagen hat. Drum-Gott Gene Hoglan (DARK ANGEL, TESTAMENT, DEATH) legt mit einem astreinen Blast los und aus den Boxen quillt erneut das musikalische Inferno.

"Skeksis" legt wert auf brutale Midtempohärte, inklusive ersteckten Melodiebögen und Devins unverwechselbaren Gesang.

Danach folgen mit "Shitstorm" (brachial), "Love" (1a headbangkompatibel) und "Shine" (große Melodien) ein paar Nummern, die typisch SYL Maßgeschnitten sind.

Das heftige, kurze Zwischenspiel "We Ride" kommt mit einem erneut super eingängigen Refrain daher und verbindet erneut alle Trademarks dieser Band in einem Song. Einmalig wie Townsend das immer hinkriegt.

Im Anschluß kommt mit "Possessions“" ein Track, welcher problemlos auch auf "SYL" hätte stehen können. Eingängig, Mitträllerrefrain und immer die nötige Härte um nicht nach Weichkeks zu klingen.

Auf dieses Stück folgt eine kleine Verschnaufpause namens "Two Weeks". Atmosphärische Keyboard-Teppiche im Hintergrund und Akustikgitarrenfiedelei, dazu Devins wundervoller, klarer Gesang. Sehr schön zur Entspannung; vollkommen ohne Drums oder verzerrte Klampfen.

Dann will uns Townsend reinlegen. Total harmlos beginnt "Thalamus", mit einer taktgebenden Hi-Hat und einer abgedämpften Akustikgitarre, die langsam vor sich hin hackt. Aber es stünde nicht STRAPPING YOUNG LAD drauf, wenn's nicht auch drin wär'. Sehr schnell wandelt sich der Song zu einem Gewaltkracher der einem die Glubscher aus den Höhlen treibt, um vollkommen überraschend wieder in eine abgedrehte Slo-Mo-Atmosphäre überzugehen; alles inklusive der Townsend-typischen, flächendeckenden Keys. Einfach Hammer.

Den Abschluß bildet "Zen", allerdings kann hier von Erlösung keine Spur sein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Im Rausschmeißer drehen die Burschen noch mal richtig auf und werfen eine saftige Midtempogranate ins Feld. Fett und ballernd rollt das Teil über einen hinweg; vollkommen abgedrehte Vocal-Arrangements ergänzen diesen Track noch mal zu einem finalen Höhepunkt, der am Ende gar in einem wahren Geschwindigkeitsrausch ausartet. Der absolute Wahnsinn.

Auch wenn ich mit diesem Album ein paar mehr Anläufe benötigt habe als bei den Vorherigen, "Alien" ist abermals eine Wucht geworden und steht den Vorgängern in nichts nach. Wenn's beim ersten oder zweiten Mal also nicht klappt: Mehrmals hören!
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5.0 von 5 Sternen Genial Brachial, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Strapping Young Lad sind meiner Meinung nach nicht ganz so brutal, wie oft dargestellt wird. Sie sind auf jeden Fall nicht brutaler als Cannibal Corpse, nicht brachialer als Bolt Thrower und nicht extremer als Nine Inch Nails, um nur ein paar Vergleiche zu nennen, wobei mir durchaus bewusst ist, dass die Vergleiche allesamt hinken. Was den Sound von Devin Townsend so brutal macht ist das Volumen, die komplexen Soundstrukturen, die abartig genialen Soundteppiche ("Wall of Sounds") und das hohe Mass an Aggressionspotenzial, welches Townsend mit seinen vertonten Short Stories zu Tage bringt. Kein anderer schafft es, dies derart authentisch und direkt zu vermitteln. Dies macht SYL so einzigartig und auf eine bestimmte Art und Weise brutal. Ich habe mittlerweile alle Platten der Lads und drei Solo-Alben von Devin Townsend, auf die ich eigentlich nur durch Zufall gestossen bin. Ein Bekannter hat auf meine Anfrage nach Sounds, um meine Anlage bzw. die Lautsprecher zu testen, mir wegen der Komplexität der Sounds zu Townsend geraten. Beim ersten Hören überkam mich das Grauen, ich konnte dieses Material einfach nicht zuordnen. Nach mehrmaligem Hören allerdings wird einem erst bewusst, welch genialen Meisterwerke durch Townsend geschaffen wurden. Auf jeden Fall gilt bei Strapping Young Lad: Man hasst die Platten oder sie sind nicht mehr wegzudenken (wenn man sich damit befasst).
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen oh what a feeling..., 1. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
wie schon in dem track "love?" habe ich mir immer und immer wieder "oh what a feeling" gedacht, bei dieser cd! nachdem ich die erste cd "syl" schon wirklich gelungen fand und gehofft hatte, dass die cd mindestens gleichwertig wird!
aber meine erwartungen wurden noch weit übertroffen, es macht einfach verdammt viel spaß zu hören, wie devin mal "schreit" und mal seine super stimme zur geltung kommen lässt!
musikalisch ist es auch ein hochgenuß...geile riffs, geile härte, super drumming...METAL HERZ, WAS WILLST DU MEHR?
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0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die kleinen grünen, 17. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Alien (Audio CD)
Alles in Allem ist "Alien" also genau die Kost geworden, die Fans von Devin Townsend unter dem Namen STRAPPING YOUNG LAD erwarten durften. Infernalischer Lärm mit Hand, Fuß und den unverwechselbaren Fähigkeiten aber auch jeder, der einfach nur heftigen Krach mag, sollte STRAPPING YOUNG LAD anchecken. Pflicht ist zudem ein Besuch bei dem wohl verrücktesten Konzertereignis. Die CD lohnt sich
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Alien
Alien von Strapping Young Lad (Audio CD - 2005)
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